US-Soldaten in Afghanistan

2.5. Zentral- und Ostasien

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.07.2019

"Militärkooperationen für die neue Seidenstraße"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/so-will-china-die-neue-seidenstasse-militaerisch-absichern-16
289164.html?GEPC=s33

Björn Müller berichtet über die Ergänzung der chinesischen "Belt and Road"-Initiative durch eine militärische Kooperation mit Ländern in direkter Nachbarschaft der USA. "Gerade die amerikanische Regierung wird Chinas Vorgehen, sein globales Handelsnetzwerk um Militärkooperationen zu erweitern, als aggressiven Akt bewerten. Denn die Adressaten von Chinas Angebot sind die kleinen Inselstaaten des Pazifiks und die Länder der Karibik. Jene sind unscheinbare Akteure nach ihrem politischen und wirtschaftlichem Gewicht für die 'Belt and Road'-Initiative; abgesehen vom Öllieferanten Venezuela. Um die militärische Absicherung von vitalen Wirtschaftsinteressen geht es hier wohl weniger. Im angestrebten großen Handelsnetz der Chinesen wären die Pazifikeilande höchstens Außenposten. Allerdings bilden die Inseln wie Samoa und die Salomonen, die erste Ländergruppe vor der Westküste Amerikas. Die Karibik-Region um Kuba ist wiederum direkter Vorhof der Vereinigten Staaten im Osten, mit steigender strategischer Bedeutung. Die amerikanische Regierung strebt mit dem massiven Ausbau von Flüssiggasausfuhren, vor allem nach Europa und Asien, nach Dominanz im globalen Energiemarkt. Das macht die Karibik zur entscheidenden Trasse im Energiehandel der nahen Zukunft."

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Deutsche Welle vom 09.07.2019

"Der Auswanderer nach Nordkorea und seine Geschichte"

https://www.dw.com/de/der-auswanderer-nach-nordkorea-und-seine-geschichte/a-49523070

Fabian Kretschmer erzählt die ungewöhnliche Geschichte eines Südkoreaners, der nach Nordkorea ausgewandert ist. "In seiner jetzigen Heimat Pjöngjang wird Choe In Guk zweifelsohne ein privilegiertes Leben führen. Das Kim-Regime schlachtet den Fall als Propagandasieg aus und verkauft ihn an seine Bevölkerung als vermeintlichen Beweis für die Überlegenheit des nordkoreanischen Systems. Doch für dieses Leben im kommunistischen Norden zahlt Choe In Guk einen hohen Preis. In Südkorea lässt er seine Frau und zwei Kinder zurück. Ob er sie jemals wird wiedersehen können, ist fraglich."

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Deutsche Welle vom 09.07.2019

"Alle sind vorsichtiger geworden"

https://www.dw.com/de/alle-sind-vorsichtiger-geworden/a-49513921

William Yang im Gespräch mit dem ehemaligen Menschenrechtsanwalt Teng Biao über die immer gefährlicher werdende Arbeit seiner Kollegen in China. "In China vertraten sie vor Gericht Regimekritiker, Bürgerrechtler und gerieten selber in Gefahr. Vor vier Jahren wurden in einer Welle mehr als 300 Menschenrechtsanwälte festgenommen. Ex-Anwalt Teng Biao erinnert sich."

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Süddeutsche Zeitung vom 03.07.2019

"China behandelt die Uiguren wie Bürger zweiter Klasse"

https://www.sueddeutsche.de/politik/china-uiguren-ueberwachung-app-1.4509446

Adrian Zenz, der sich als unabhängiger Wissenschaftler mit der Minderheitenpolitik in China beschäftigt, erklärt in diesem Interview, warum Peking so hart gegen die Minderheit der Uiguren in der Provinz Xinjiang vorgeht. "Die Unabhängigkeitsbestrebungen und die extremistischen Tendenzen sind Realität. Wenn auch nicht in dem Ausmaß wie Peking es behauptet. Das ist aber nur ein Symptom eines anderen Problems. Uiguren sind ein kulturell völlig anderes Volk als die Han-Chinesen. Sie sind eine zentralasiatische Kultur. Die Bevölkerung will nicht nach der Pfeife Pekings tanzen. Sie fordern wie die Tibeter eine kulturelle und ideologische Unabhängigkeit. In China behandelt man die Uiguren aber wie Bürger zweiter Klasse. Das frustriert viele Menschen. (...) Die Lage verdeutlicht den Widerspruch zwischen der KP, ihrem ideologischen Machtanspruch und dem Bedürfnis der Menschen, frei zu glauben. Es ist ein fatalistischer Kampf. In Xinjiang wird die Aussichtslosigkeit dieses Kampfes besonders deutlich. Gleichzeitig zeigt es aber auch das tiefe Trauma, das Menschen erleiden, wenn man ihnen ihren Glauben austreiben will."

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Deutschlandfunk vom 02.07.2019

"Warnungen vor aufkeimendem Faschismus"

https://www.deutschlandfunk.de/indien-warnungen-vor-aufkeimendem-faschismus.1773.de.html?dram:article_id=
452782

Oppositionspolitiker in Indien machen sich zunehmend Sorgen um die indische Demokratie, berichtet Bernd Musch-Borowska. "Seit der Herrschaft der jetzt wiedergewählten Regierungspartei BJP von Premierminister Narendra Modi, gebe es in Indien alle Anzeichen für einen aufkeimenden Faschismus, sagte Moitra und verwies dabei auf die Warnungen im Holocaust-Gedenkmuseum in Washington (...). Unter den Anzeichen für aufkeimenden Faschismus in Indien nannte die Abgeordnete einen immer stärker werdenden Nationalismus, zunehmende Fremdenfeindlichkeit, eine Kontrolle der Massenmedien und eine Besessenheit der Regierung, wenn es um nationale Sicherheit gehe."

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Guardian vom 02.07.2019

"Chinese border guards put secret surveillance app on tourists' phones"

https://www.theguardian.com/world/2019/jul/02/chinese-border-guards-surveillance-app-tourists-phones

Internationale Reisende in die chinesische Xinjiang-Provinz müssen einer Recherche des Guardians, der Süddeutschen Zeitung und der New York Times zufolge damit rechnen, dass die Grenzbehörden eine Überwachungssoftware auf ihren Smartphones installieren. "Chinese border police are secretly installing surveillance apps on the phones of visitors and downloading personal information as part of the government’s intensive scrutiny of the remote Xinjiang region, the Guardian can reveal. The Chinese government has curbed freedoms in the province for the local Muslim population, installing facial recognition cameras on streets and in mosques and reportedly forcing residents to download software that searches their phones. An investigation by the Guardian and international partners has found that travellers are being targeted when they attempt to enter the region from neighbouring Kyrgyzstan. Border guards are taking their phones and secretly installing an app that extracts emails, texts and contacts, as well as information about the handset itself. Tourists say they have not been warned by authorities in advance or told about what the software is looking for, or that their information is being taken."

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Deutschlandfunk vom 01.07.2019

"Leben im größten Flüchtlingscamp der Welt"

https://www.deutschlandfunk.de/rohingya-in-bangladesch-leben-im-groessten-fluechtlingscamp.724.de.html?dr
am:article_id=452744

Benjamin Breitegger berichtet über die Lage der aus Myanmar nach Bangladesch geflüchteten Rohingya. "In Kutupalong harren die Flüchtlinge aus. Sie dürfen das Camp nur mit offizieller Genehmigung verlassen und sind von Nahrungsmittelhilfe abhängig. Kinder gehen zwar zur Schule, dürfen dort aber nur Burmesisch und Englisch und nicht Bengalisch lernen. Sie sollen sich nicht integrieren, bald zurück nach Myanmar. Doch Hilfsorganisationen stellen sich darauf ein, jahrelang zu bleiben. Denn eine Rückkehr in ihre ursprüngliche Heimat schließen die Rohingya derzeit aus – aus gutem Grund."

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South China Morning Post vom 28.06.2019

"China tries to bridge gap in knowledge about the US following criticism that misreading of Donald Trump helped trigger trade war"

https://www.scmp.com/news/china/diplomacy/article/3016396/china-tries-bridge-gap-knowledge-about-us-after
-misreading

In China wird der Handelskrieg mit den USA auch als Folge des eigenen Missverstehens der amerikanischen Intentionen betrachtet, schreibt Zhenhua Lu. "China has increased the number of government-funded studies into the US and trade this year following criticism that gaps in the country’s understanding of America has left policymakers unprepared to deal with Donald Trump’s presidency and the subsequent trade war. When Trump started the still-unresolved dispute last July, Chinese academics faced heavy criticism that they had underestimated the US president and his administration’s resolve to confront Beijing. (...) Shi Yinhong, an international relations professor specialising in US-China affairs at Renmin University in Beijing, said the authorities had realised they needed to prioritise research into the US and trade to overcome their lack of know-how when it came to dealing with Washington. 'It proved that our world outlook had important gaps, which made us unprepared for the increasing trend towards selective ‘decoupling’ [with China],' Shi said."

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Spiegel Online vom 20.06.2019

"Chinas Machthaber in Nordkorea eingetroffen"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/nordkorea-xi-jinping-zu-gespraechen-mit-kim-jong-un-eingetroffen-a
-1273318.html

Spiegel Online berichtet über den ersten Staatsbesuch eines chinesischen Staatschefs in Nordkorea seit 14 Jahren. "Beide Länder befinden sich derzeit in festgefahrenen Verhandlungen mit den USA: Peking streitet mit Washington über Strafzölle, Pjöngjang über die atomare Abrüstung und Sanktionen. Beobachter sehen in Xis zweitägigem Staatsbesuch auch ein Signal an US-Präsident Donald Trump, um diesen an den großen chinesischen Einfluss auf Nordkorea zu erinnern. Auch Kim könnte der Besuch des mächtigen Nachbarn zur Stärkung der eigenen Verhandlungsposition dienen."

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Bloomberg vom 19.06.2019

"China’s Social Credit System Is More Kafka Than Orwell"

https://www.bloomberg.com/opinion/articles/2019-06-19/china-s-social-credit-system-is-disorganized-and-li
ttle-used?srnd=opinion

David Fickling hält die Furcht vor dem chinesischen Programm zur Massenüberwachung der Bevölkerung zumindest bislang für übertrieben. Das Sozialkredit-System erweise sich in der Praxis als weitgehend "unorganisiert" und "unbedrohlich". "That’s not to downplay the alarming potential of big data in the hands of an authoritarian government with few scruples or legal restrictions on interfering with citizens’ lives. In Xinjiang, Beijing is busy creating a genuinely Orwellian public surveillance and re-education system to control its minority Uighur population – but it doesn't need social credit scores to do that. It’s telling that, a year before the 2020 target date for the program and after five years in development, government credit systems like Osmanthus still aren't getting the desired results. (...) At worst, China's social-credit system will simply reproduce the problems of the existing system, complete with all the chaos and corruption it was designed to stamp out. That, rather than imagined new forms of injustice, is what China’s citizens should be most concerned about."

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BBC vom 18.06.2019

"Inside China’s 'thought transformation' camps"

https://www.bbc.com/news/av/world-asia-china-48667221/inside-china-s-thought-transformation-camps

Die BBC hat Zugang zu einem der umstrittenen chinesischen Umerziehungslager erhalten, in denen Berichten zufolge über eine Million muslimische Uiguren festgehalten werden. "The BBC has been given rare access to the vast system of highly secure facilities thought to be holding more than a million Muslims in China’s western region of Xinjiang. Authorities there insist they are just training schools. But the BBC’s visit uncovers important evidence about the nature of the system and the conditions for the people inside it."

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Süddeutsche Zeitung vom 14.06.2019

"Hauptverdächtiger für Terror in Sri Lanka gefasst"

https://www.sueddeutsche.de/politik/sri-lanka-terror-hauptverdaechtiger-1.4487531

Die internationale Polizeiorganisation Interpol hat den erfolgreichen Abschluss ihrer Fahndung nach dem Hauptverdächtigen der Bombenanschläge in Sri Lanka vermeldet, berichtet die Süddeutsche Zeitung. "'Die Festnahme und Auslieferung eines der Hauptverdächtigen der Bombenanschläge in Sri Lanka ist ein wichtiger Schritt in der laufenden Untersuchung', erklärte Interpol-Generalsekretär Jürgen Stock. Der 29-jährige Mann wurde mit sogenannter Red Notice wegen Terrorismus und Mordes von der Polizeiorganisation gesucht. Interpol gab keine Details darüber bekannt, in welchem Land er im Nahen Osten gefasst wurde."

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Süddeutsche Zeitung vom 14.06.2019

"Es fühlt sich an wie bei Orwell"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/china-hongkong-proteste-1.4485064

Evan Fowler berichtet vor Ort von den Protesten in Hongkong gegen die geplante Ermöglichung einer Auslieferung Hongkonger Bürger an die Behörden zum chinesischen Festland. "Für manche mag es so ausgesehen haben, als wiederhole sich das Jahr 2014. Aber das stimmte nicht. Damals waren die Proteste Ausfluss eines Prozesses, der schon lange davor begonnen hatte: Es war der Versuch, Peking an den Verhandlungstisch zu bringen, um über Schritte zu diskutieren hin zu einer repräsentativen Regierung, wie sie das Basic Law, Hongkongs Grundgesetz, definiert. Viele in Hongkong glaubten damals, der einzige Weg, um das Überleben von Hongkongs Identität und Lebensstil noch zu garantieren, liege in einer Reform der Verfassung. Sie verlangten Fortschritte, und sie hofften, Peking werde ihnen zuhören. Die Hongkonger von 2019 sind nicht mehr so naiv und vertrauensvoll. Hoffnung auf Fortschritt oder Reform von innen heraus gibt es nicht mehr. Viele glauben nicht mehr daran, dass ihre Identität als Hongkonger existieren kann neben der Identität als patriotischer Chinese, wie die KP Chinas sie definiert und einfordert. Die aktuellen Proteste drehen sich deshalb um den Schutz des eigenständigen Rechtssystems der Stadt."

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The National Interest vom 13.06.2019

"Agent Orange, Exposed: How U.S. Chemical Warfare In Vietnam Unleashed a Disaster"

https://nationalinterest.org/blog/buzz/agent-orange-exposed-how-us-chemical-warfare-vietnam-unleashed-dis
aster-62317

Jason von Meding erinnert in diesem historischen Rückblick auf den Vietnam-Krieg der USA an den massenhaften Einsatz des chemischen Entlaubungsmittels Agent Orange. Die "atemberaubenden" Folgen dieser Kriegführung prägten das Land bis heute. "More than 10 years of U.S. chemical warfare in Vietnam exposed an estimated 2.1 to 4.8 million Vietnamese people to Agent Orange. More than 40 years on, the impact on their health has been staggering. This dispersion of Agent Orange over a vast area of central and south Vietnam poisoned the soil, river systems, lakes and rice paddies of Vietnam, enabling toxic chemicals to enter the food chain. (...) On a positive note, the Vietnamese government and both local and international organizations are making strides toward restoring this critical landscape. The U.S. and Vietnam are also undertaking a joint remediation program to deal with dioxin-contaminated soil and water. The destruction of Vietnamese forests, however, has proven irreversible. The natural habitat of such rare species as tigers, elephants, bears and leopards were distorted, in many cases beyond repair."

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