US-Soldaten in Afghanistan

2.6. Afghanistan / Pakistan

suche-links1 2 .. 89suche-rechts

Spiegel Online vom 07.10.2019

"The Taliban Miscalculated Massively on All Fronts"

https://www.spiegel.de/international/world/afghan-leader-women-in-afghanistan-will-never-be-caged-again-a
-1290001.html

Matthias Gebauer hat mit dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani über die jüngsten Präsidentschaftswahlen und die Aussichten auf neue Verhandlungen mit den Taliban gesprochen. "I had repeatedly warned the U.S., the last time only four days before the collapse of the talks, that Washington's approach of negotiating with the Taliban alone would be stillborn. Peace talks can only be successful if the Afghan government is not only joining, but also leading them. We have to return to this approach. Of course, we need the international community's support, but we also have to take things into our hands. We should never forget that it was the Kabul government that organized the first cease-fire with the Taliban, without international help. We need to come back to the course that is chosen by us, not others. (...) The Taliban miscalculated massively on all fronts. First, they underestimated the resilience of the Afghan people, who they wanted to use to strengthen their position in negotiations by conducting one attack after the other. They also fatally misread President Trump. They wanted to portray the talks as their own success and they accelerated attacks to reach more of their goals during the talks even before any peace deal was reached. They painted a picture in which the Afghan government and the security forces have been defeated. But Afghanistan is not Vietnam -- nobody is hanging on to helicopters here in Kabul to flee the country."

Mehr lesen


The Guardian vom 29.09.2019

"Afghanistan election: turnout may have been as low as 20% amid Taliban threats"

https://www.theguardian.com/world/2019/sep/29/afghanistan-election-turnout-as-low-as-20-per-cent-taliban-
threats

Beobachter fürchten, dass die meisten Afghanen der gerade beendeten Präsidentschaftswahl aufgrund der Drohungen und Anschläge der Taliban ferngeblieben sind. "If the figures are consistent with the booths yet to report it would indicate that less than a quarter of the country’s 9.6 million registered voters cast their ballot on Saturday, a steep decline from the approximately 60% of eligible voters who participated in the 2004 polls. An Afghan official told Reuters the turnout figure could be as low as 20%. This would be the lowest level since the 2001 US-led invasion. (...) the election was marred was by accusations of fraud and misconduct, increasing fears of a contested result that could drive the country into further chaos amid resurgent violence by the Taliban, the Afghan national army and its western allies."

Mehr lesen


BBC vom 29.09.2019

"Afghan presidential election: Tense wait after day of attacks"

https://www.bbc.com/news/world-asia-49794057

Die afghanischen Präsidentschaftswahlen sind der BBC zufolge mit viel Gewalt und offenbar geringer Wahlbeteiligung zu Ende gegangen. "Low turnout was widely reported, as many voters were worried about security following threats from the Taliban. The twice-delayed vote on Sunday took place after Taliban-US peace talks had collapsed earlier this month. The two main candidates are the incumbent, Ashraf Ghani, and chief executive, Abdullah Abdullah, who shared power since 2014. (...) The Independent Election Commission of Afghanistan expects to announce the results in three weeks."

Mehr lesen


28.09.2019

"Wahlen um jeden Preis!"

https://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-hat-gewaehlt-wahlen-um-jeden-preis.720.de.html?dram:article_id
=459923

Silke Diettrich berichtet im Nachgang über die afghanischen Präsidentschaftswahlen. "Die Menschen haben gewählt, obwohl sie wissen, dass die Wahlen in Afghanistan nicht ganz frei sind. Schon allein, weil viele Wählerinnen und Wähler von vorneherein ausgeschlossen waren. Die, die in Gebieten leben, in denen die Taliban kämpfen oder herrschen. Sie haben gewählt, obwohl sie wissen, dass die Auszählung vermutlich nicht ganz mit rechten Dingen ablaufen wird. Denn bislang ist bei jeder Wahl in Afghanistan betrogen worden. Macht es unter solchen Umständen eigentlich überhaupt Sinn, in Afghanistan Wahlen abzuhalten? Wenn ich mir die Menschen anschaue, die heute wählen gegangen sind, kann ich nur sagen: Ja!"

Mehr lesen


Deutschlandfunk vom 28.09.2019

"Das Demokratieprojekt in Afghanistan ist gescheitert"

https://www.deutschlandfunk.de/praesidentschaftswahlen-das-demokratieprojekt-in.694.de.html?dram:article_
id=459889

Stephanie Rohde im Gespräch mit dem deutsch-afghanischen Politikwissenschaftler und ehemaligen Außenminister Afghanistans Rangin Dadfar Spanta über die Krise in seiner Heimat. "In Afghanistan sei der Trend in den letzten Jahren negativ, sagte Ex-Außenminister Rangin Dadfar Spanta im Dlf. Bei den heutigen Präsidentschaftswahlen erwarte er 'massenhaft organisierte Fälschungen' zugunsten des Amtsinhabers. Dies werde die Krise im Land verschärfen."

Mehr lesen


Deutschlandfunk vom 28.09.2019

"Holl: Das Experiment ist gescheitert"

https://www.deutschlandfunk.de/praesidentschaftswahlen-in-afghanistan-holl-das-experiment.694.de.html?dra
m:article_id=459913

Jasper Barenberg im Gespräch mit dem Afghanistan-Experten Norbert Holl über die Präsidentschaftswahlen am Hindukusch. "Man müsse sich als westlicher Beobachter davor hüten, in Afghanistan einen normal funktionierenden Staat zu sehen, sagte der Afghanistan-Experte Norbert Heinrich Holl im Dlf. So funktioniere das Land nicht. Eine Einigung mit den Taliban werde es auf absehbare Zeit nicht geben."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26.09.2019

"Taliban kündigen Gewalt an"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/praesidentenwahl-in-afghanistan-taliban-kuendigen-gewalt-an-1
6403966.html

Wie auch schon bei den Wahlen zuvor haben die Taliban in Afghanistan angekündigt, Sicherheitskräfte und Wahllokale zur Präsidentschaftswahl am 28. September anzugreifen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Zudem würden am Wahltag alle kleineren und größeren Straßen gesperrt. Die Menschen sollten am Wahltag ihre Häuser nicht verlassen, damit niemand verletzt werde, hieß es weiter. Die Präsidentenwahl findet am Samstag statt. Mehr als 72.000 Sicherheitskräfte sollen am Wahltag für Sicherheit sorgen. Ein Großteil wurde bereits ab Dienstag in Stellung gebracht, um Wahlzentren zu schützen. Die Taliban lehnen Wahlen ab. In der Vergangenheit haben sie immer wieder Wahlveranstaltungen und Wahllokale angegriffen. Vergangene Woche wurden bei einem Selbstmordattentat bei einer Wahlveranstaltung in der Stadt Tscharikar 26 Menschen getötet."

Mehr lesen


Spiegel Online vom 15.09.2019

"Seehofer hält an Ausbildungsmission in Afghanistan fest"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-seehofer-will-ausbildungsmission-der-bundespolizei-for
tsetzen-a-1286882.html

Nach der Aussetzung eines Ausbildungsprojekts der Bundespolizei wegen eines Terroranschlags in Afghanistan möchte Bundesinnenminister Horst Seehofer die Mission nun wieder fortsetzen, berichtet Spiegel Online. "Auf dem Weg zu einem dauerhaften Frieden, zu Sicherheit und stabilen staatlichen Verhältnissen braucht die afghanische Regierung weiterhin unsere Unterstützung. Deshalb werden wir dieses erfolgreiche deutsch-afghanische Polizeiprojekt auch fortsetzen"

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10.09.2019

"Amerika wird Entscheidung bereuen"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/taliban-drohen-trump-usa-wird-entscheidung-bereuen-16377169.h
tml

Die Taliban in Afghanistan haben den USA gedroht den "Dschihad" gegen den Westen wieder aufzunehmen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Nach dem Abbruch der Friedensgespräche durch die Vereinigten Staaten haben die radikalislamischen Taliban angekündigt, ihren Kampf gegen die amerikanischen Streitkräfte in Afghanistan fortzusetzen. Die Vereinigten Staaten würden ihre Entscheidung 'bald bereuen', sagte Taliban-Sprecher Sabihullah Mudschahid am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. 'Wir hatten zwei Möglichkeiten, die Besatzung in Afghanistan zu beenden. Die eine waren Dschihad und Kämpfe, die andere waren Gespräche und Verhandlungen.' Wenn der amerikanische Präsident Donald Trump die Gespräche beenden wolle, 'werden wir die erste Möglichkeit wählen, und sie werden es bald bereuen', fügte Mudschahid hinzu."

Mehr lesen


NBC News vom 10.09.2019

"Trump's Taliban peace talks have collapsed. But many Afghans aren't surprised — or sad."

https://www.nbcnews.com/think/opinion/trump-s-taliban-peace-talks-have-collapsed-many-afghans-aren-ncna10
52001

In Afghanistan sei der Kollaps der Verhandlungen der USA mit den Taliban von vielen mit einer Mischung aus Erleichterung und Furcht aufgenommen worden, berichtet Gayle Tzemach Lemmon vom Council on Foreign Relations. "Relief mixed with fear. That is the reaction of many Afghans I spoke with via social media and WhatsApp about the collapse of U.S. talks with the Taliban. 'People are not surprised' that President Donald Trump’s Camp David meeting with the Taliban collapsed, said Wazhma Frogh, an Afghan civil society activist based in Kabul. 'Time to let Afghans decide about the roadmap to peace in their own country.' (...) No one sees an easy way out of this war, but many of the Afghans I spoke with remained skeptical that entering into talks with the Taliban while they continued to murder Afghans seemed likely to yield results, especially while the Taliban refused to acknowledge the legitimacy of the Afghan government. (...) Afghans who have been tracking the Taliban talks closely say that their nation has a peace process and they want their government to be part of it. Until now they have felt like foreigners at their own peace talks. The one hope they have for this disappointing moment is that a process can be created in which they will have a say in their nation’s fate — right from the start."

Mehr lesen


Council on Foreign Relations vom 09.09.2019

"Time to Reboot the Mistake-Riddled U.S.-Taliban Peace Talks"

https://www.cfr.org/in-brief/time-reboot-mistake-riddled-us-taliban-peace-talks

Auch Max Boot hält einen Neustart der Verhandlungen mit den Taliban für angebracht. Allerdings müssten dabei drei "kritische Fehler" der ersten Gesprächsrunden korrigiert werden. "Mistake #1: Negotiating Without the Afghan Government. (...) The danger of this approach is that it would abandon a U.S. ally in Kabul while leaving the Taliban free to step up their offensive once U.S. troops depart. Afghan President Ashraf Ghani might have suffered the same fate as President Mohammad Najibullah, who was overthrown and eventually killed after the Soviets withdrew their troops in 1989. (...) Mistake #2: No Cease-fire. Another mistake that the administration made was not to insist on a cease-fire as the price of a U.S. troop drawdown. (...) Mistake #3: Signaling Total Troop Withdrawal. It is entirely possible, of course, that the Taliban will not agree to any of these terms. But better no deal than a bad deal. Even without an accord, the United States can probably afford to reduce its troop presence in Afghanistan to around the level — roughly nine thousand troops — from when Trump entered office. (...) President Barack Obama’s troop pullout from Iraq in 2011 offers a cautionary lesson: the resulting power vacuum led to the rise of Islamic State and necessitated the return of U.S. forces."

Mehr lesen


Radio Free Europe/Radio Liberty vom 09.09.2019

"Why Did Trump Call Off The Taliban Talks: A Negotiating Tactic, Washington Worries About The Deal, Or Showmanship?"

https://www.rferl.org/a/trump-taliban-talks-/30155367.html

Einige Experten glauben, dass der plötzliche Abbruch der US-Gespräche mit den Taliban Teil der amerikanischen Verhandlungstaktik sei. "U.S.-Taliban talks are likely to resume at some point because many say there is no military solution to the conflict as no side is able to break the current military stalemate in its favor. Pompeo said Washington is still interested in agreeing to a deal, while the Taliban said it was hopeful negotiations could resume. Analysts said Trump’s abrupt end to talks could be a negotiating tactic to get more concessions from the Taliban. Jonathan Schroden, a security expert at CNA, a U.S.-based nonprofit research and analysis organization, said it would be 'typical Trump brinksmanship to angle for a better deal.' (...) 'If U.S. negotiations resume with the Taliban, the U.S. will certainly want to pursue a deal that obliges the insurgents to lay down arms before any U.S. troops leave the country,' said [Michael Kugelman, South Asia associate at the Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington]. 'The question will be what the U.S. does to give the Taliban an incentive to agree to such a concession.'"

Mehr lesen


The Atlantic vom 09.09.2019

"What Really Prompted Trump to Call Off Afghan Peace Talks"

https://www.theatlantic.com/politics/archive/2019/09/afghanistan-peace-talks-were-rocky-start/597685/?utm
_source=feed

Uri Friedman und Kathy Gilsinan sind der Ansicht, dass die US-Regierung den jüngsten Selbstmordanschlag der Taliban in Kabul als willkommene Gelegenheit genutzt habe, um einen Verhandlungsprozess zu beenden, der nicht die gewünschten Resultate erzielt habe. "The latest bout of bloodshed may have played some role in the actions Trump just took, but it is also a convenient out for an administration that had gone all in on a floundering initiative. One of the expectations of any pact, for example, was that the Taliban would not only disown al-Qaeda, but also guarantee that its territory wouldn’t be used by jihadists to launch attacks against the United States. It’s far from clear that the Taliban would have been willing or able to enforce that condition, especially once the U.S. military fully withdraws from the country. (...) Then there’s the matter of whether the United States was really prepared to pull all its forces out of Afghanistan. (...) as with its negotiations with China, Iran, and North Korea, which Pompeo deliberately drew comparisons to yesterday to illustrate Trump’s intolerance for anything short of stellar deals, the U.S. administration has struggled to trade in the leverage it has amassed in Afghanistan for a diplomatic breakthrough."

Mehr lesen


Deutschlandfunk vom 09.09.2019

"Die Taliban sitzen am längeren Hebel"

https://www.deutschlandfunk.de/friedensgespraeche-in-afghanistan-die-taliban-sitzen-am.694.de.html?dram:a
rticle_id=458330

Mario Dobovisek im Gespräch mit dem CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt über Folgen, die sich aus dem Abbruch der Friedensgespräche in Afghanistan ergeben könnten. "Zunächst einmal bedeutet der Abbruch von solchen Friedensverhandlungen immer große Enttäuschung auf allen Seiten, insbesondere natürlich in Afghanistan. Deswegen ist es schwierig, die Motivation zu finden, neu anzufangen. Aber ich glaube letztlich, es gibt keine Alternative dazu, dass es einen Friedensprozess unter Einbeziehung der Taliban gibt. Die Frage ist, ob der amerikanische Präsident selbst einen neuen Anlauf machen kann, oder ob möglicherweise die Vereinten Nationen oder die Europäische Union hier möglicherweise aktiv werden könnte."

Mehr lesen


suche-links1 2 .. 89suche-rechts

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Zum Shop