US-Soldaten in Afghanistan

2.6. Afghanistan / Pakistan

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Deutsche Welle vom 03.12.2019

"Kramp-Karrenbauer will Afghanen in Friedensgespräche für das Land einbeziehen"

https://p.dw.com/p/3U8Ki

Bei ihrem Treffen mit Präsident Ghani in Kabul hat Bundesverteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer die Einbeziehung der afghanischen Regierung bei den laufenden Friedensgesprächen mit den Taliban gefordert. "'Wir sind der Auffassung, dass ein Friedensgespräch und ein Friedensschluss auf jeden Fall die afghanische Politik, die afghanischen Verantwortlichen miteinbeziehen muss', sagte Bundesverteidigungsminister Annegret Kramp-Karrenbauer bei einer Pressekonferenz mit dem afghanischen Präsidenten Aschraf Ghani in Kabul. In der Vergangenheit gab es immer wieder Kritik, dass die USA über die Köpfe der Afghanen hinweg direkte Gespräche über Frieden mit den Taliban führen. In der vergangenen Woche hatte US-Präsident Donald Trump erklärt, Washington habe die im September abrupt abgebrochenen Gespräche mit den Islamisten wieder aufgenommen."

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Süddeutsche Zeitung vom 29.11.2019

"Trump hat sich verzockt"

https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-donald-trump-afghanistan-taliban-1.4702983

Tobias Matern betrachtet die Ankündigung der Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und den Taliban durch Donald Trump als Eingeständnis eines Fehlers des US-Präsidenten. "Der amerikanische Präsident will jetzt wieder mit den Islamisten reden, nachdem er - taktisch völlig unklug - im September die Erwartungen an einen Friedensschluss so hoch geschraubt hatte, dass ihm ein Gesichtsverlust drohte. Danach erklärte Donald Trump die Verhandlungen nach der ihm ganz eigenen Logik für beendet, obwohl seine Unterhändler im Gespräch mit den Taliban vernünftige Kärrnerarbeit betrieben hatten."

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Tageszeitung vom 27.11.2019

"Trauma, Armut, Ausbeutung"

https://taz.de/Abschiebungen-nach-Afghanistan/!5640648/

Dinah Riese stellt eine neue Studie zur Situation von Afghanen vor, die aus der EU in ihre Heimat abgeschoben worden sind. "19.390 Menschen kehrten aus der Europäischen Union nach Afghanistan zurück oder wurden abgeschoben, seit beide Seiten 2016 den 'Joint Way Forward'-Vertrag unterzeichnet haben. Darunter sind laut Pro Asyl 756 Abgeschobene aus Deutschland – Tendenz steigend: 317 davon wurden allein 2019 abgeschoben. (…) Die Befragten beschreiben die traumatisierenden Erlebnisse ihrer Flucht – etwa wie sie fast im Mittelmeer ertrunken oder in den Fahrzeugen von Schleppern fast erstickt sind. Und sie beschreiben die katastrophale Lage seit ihrer Rückkehr: Nur 30 Prozent konnten an ihren Heimatort zurückkehren, fast 60 Prozent fühlten sich dazu 'nicht in der Lage' oder zu unsicher. Viele von ihnen seien in Kabul geblieben – obwohl selbst der UNHCR die Stadt nicht mehr als sichere Alternative ansieht."

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Zeit Online vom 13.11.2019

"Mehrere Tote bei Anschlag in afghanischer Hauptstadt Kabul"

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-11/afghanistan-anschlag-kabul-autobombe-terrorismus-z
ivilisten

Zeit Online berichtet über einen Autobombenanschlag in Kabul einen Tag nach der Ankündigung eines Gefangenenaustauschs mit den Taliban. "Die Explosion ereignete sich am frühen Morgen (Ortszeit) in einer Straße an der Rückseite des Innenministeriums und unweit des Flughafens. Bilder in sozialen Medien zeigten eine aufsteigende große, weiße Rauchwolke und mehrere zerstörte Autos. Aus Ministeriumskreisen hieß es, ein Selbstmordattentäter habe sich in dem Auto in die Luft gesprengt. Ziel sei offenbar ein Konvoi aus Regierungsfahrzeugen gewesen. Bei allen Todesopfern handelt es sich nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums um Zivilisten. Die Zahl der Opfer könnte noch weiter steigen."

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The Intercept vom 31.10.2019

"A CIA-Backed Militia Targeted Clinics in Afghanistan, Killing Medical Workers and Civilians."

https://theintercept.com/2019/10/30/afghanistan-health-clinics-airstrikes-taliban/

Die Organisation Human Rights Watch wirft einer geheim operierenden afghanischen Miliz, die von der CIA unterstützt werde, in einem neuen Bericht schwere Menschenrechtsverletzungen vor. Andrew Quilty erläutert die Vorwürfe und schreibt: "The secretive, pro-government Afghan militia blamed for several such attacks in Wardak is known as 01. Ostensibly overseen by the National Directorate of Security, Afghanistan’s intelligence service, the unit and its counterparts across the country are trained and directed by the CIA. The 01, which operates in central Afghanistan, including in Wardak, Logar, and Ghazni provinces, is known for rolling into villages at night and leaving a trail of death and destruction. The units are 'responsible for extrajudicial executions and enforced disappearances, indiscriminate airstrikes, attacks on medical facilities, and other violations of international humanitarian law or the laws of war,' said Patricia Gossman, associate Asia director for Human Rights Watch, who wrote a report to be released Wednesday night on abuses by CIA-backed militias in Afghanistan. Many witnesses to night raids say 01 is deliberately targeting civilians."

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Spiegel Online vom 27.10.2019

"Verraten und verkauft"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-wie-der-us-truppenabzug-die-taliban-staerkt-a-1293203.
html

Susanne Koelbl berichtet über den laufenden Abzug von bislang 2000 US-Soldaten aus Afghanistan. "Um in der Heimat zu punkten, zieht US-Präsident Trump laufend Truppen aus Afghanistan ab, bislang 2000 Soldaten. Damit stärkt er die Taliban - und schwächt die Position seiner eigenen Unterhändler."

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Yahoo News vom 22.10.2019

"Taliban say new intra-Afghan peace talks to be held in China"

https://news.yahoo.com/taliban-intra-afghan-peace-talks-152252049.html?guccounter=1

Die Associated Press berichtet über neue Versuche, die Gespräche über ein Ende des Kriegs in Afghanistan wiederzubeleben. "A fresh round of intra-Afghan peace talks will be held in China next week, Taliban spokesman Suhail Shaheen said Tuesday, raising hopes for renewed negotiations, even as violence surges in Afghanistan's 18-year war. The talks planned for Oct. 28 and 29 will be the first meeting between Taliban and prominent Afghans from Kabul since a July round of talks held in Doha, the capital of the Middle Eastern State of Qatar, where the Taliban maintain a political office. On Monday, the U.S. State Department said its peace envoy, Zalmay Khalilzad, started a fresh round of talks with European, NATO and U.N. allies about ending the war. Khalilzad will later meet with Russian and Chinese representatives 'to discuss shared interests in seeing the war in Afghanistan come to an end,' the State Department said."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.10.2019

"Gespräche mit Taliban wieder aufgenommen"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/gespraeche-mit-taliban-wieder-aufgenommen-16433907.html

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet über die anstehende Wiederaufnahme der Friedensgespräche zu Zukunft Afghanistans zwischen den radikalislamischen Taliban und den USA. "Die im September abgebrochenen Gespräche über Wege zum Frieden zwischen den islamistisch-militanten Taliban und den Vereinigten Staaten sollen in den kommenden Wochen wieder aufgenommen werden. Das verlautete am Dienstag aus Verhandlungskreisen in Kabul. Die Verhandlungen sollen demnach in weniger als vier Wochen dort fortgesetzt werden, wo sie im September überraschend geendet hatten."

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Spiegel Online vom 07.10.2019

"The Taliban Miscalculated Massively on All Fronts"

https://www.spiegel.de/international/world/afghan-leader-women-in-afghanistan-will-never-be-caged-again-a
-1290001.html

Matthias Gebauer hat mit dem afghanischen Präsidenten Ashraf Ghani über die jüngsten Präsidentschaftswahlen und die Aussichten auf neue Verhandlungen mit den Taliban gesprochen. "I had repeatedly warned the U.S., the last time only four days before the collapse of the talks, that Washington's approach of negotiating with the Taliban alone would be stillborn. Peace talks can only be successful if the Afghan government is not only joining, but also leading them. We have to return to this approach. Of course, we need the international community's support, but we also have to take things into our hands. We should never forget that it was the Kabul government that organized the first cease-fire with the Taliban, without international help. We need to come back to the course that is chosen by us, not others. (...) The Taliban miscalculated massively on all fronts. First, they underestimated the resilience of the Afghan people, who they wanted to use to strengthen their position in negotiations by conducting one attack after the other. They also fatally misread President Trump. They wanted to portray the talks as their own success and they accelerated attacks to reach more of their goals during the talks even before any peace deal was reached. They painted a picture in which the Afghan government and the security forces have been defeated. But Afghanistan is not Vietnam -- nobody is hanging on to helicopters here in Kabul to flee the country."

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The Guardian vom 29.09.2019

"Afghanistan election: turnout may have been as low as 20% amid Taliban threats"

https://www.theguardian.com/world/2019/sep/29/afghanistan-election-turnout-as-low-as-20-per-cent-taliban-
threats

Beobachter fürchten, dass die meisten Afghanen der gerade beendeten Präsidentschaftswahl aufgrund der Drohungen und Anschläge der Taliban ferngeblieben sind. "If the figures are consistent with the booths yet to report it would indicate that less than a quarter of the country’s 9.6 million registered voters cast their ballot on Saturday, a steep decline from the approximately 60% of eligible voters who participated in the 2004 polls. An Afghan official told Reuters the turnout figure could be as low as 20%. This would be the lowest level since the 2001 US-led invasion. (...) the election was marred was by accusations of fraud and misconduct, increasing fears of a contested result that could drive the country into further chaos amid resurgent violence by the Taliban, the Afghan national army and its western allies."

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BBC vom 29.09.2019

"Afghan presidential election: Tense wait after day of attacks"

https://www.bbc.com/news/world-asia-49794057

Die afghanischen Präsidentschaftswahlen sind der BBC zufolge mit viel Gewalt und offenbar geringer Wahlbeteiligung zu Ende gegangen. "Low turnout was widely reported, as many voters were worried about security following threats from the Taliban. The twice-delayed vote on Sunday took place after Taliban-US peace talks had collapsed earlier this month. The two main candidates are the incumbent, Ashraf Ghani, and chief executive, Abdullah Abdullah, who shared power since 2014. (...) The Independent Election Commission of Afghanistan expects to announce the results in three weeks."

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28.09.2019

"Wahlen um jeden Preis!"

https://www.deutschlandfunk.de/afghanistan-hat-gewaehlt-wahlen-um-jeden-preis.720.de.html?dram:article_id
=459923

Silke Diettrich berichtet im Nachgang über die afghanischen Präsidentschaftswahlen. "Die Menschen haben gewählt, obwohl sie wissen, dass die Wahlen in Afghanistan nicht ganz frei sind. Schon allein, weil viele Wählerinnen und Wähler von vorneherein ausgeschlossen waren. Die, die in Gebieten leben, in denen die Taliban kämpfen oder herrschen. Sie haben gewählt, obwohl sie wissen, dass die Auszählung vermutlich nicht ganz mit rechten Dingen ablaufen wird. Denn bislang ist bei jeder Wahl in Afghanistan betrogen worden. Macht es unter solchen Umständen eigentlich überhaupt Sinn, in Afghanistan Wahlen abzuhalten? Wenn ich mir die Menschen anschaue, die heute wählen gegangen sind, kann ich nur sagen: Ja!"

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Deutschlandfunk vom 28.09.2019

"Das Demokratieprojekt in Afghanistan ist gescheitert"

https://www.deutschlandfunk.de/praesidentschaftswahlen-das-demokratieprojekt-in.694.de.html?dram:article_
id=459889

Stephanie Rohde im Gespräch mit dem deutsch-afghanischen Politikwissenschaftler und ehemaligen Außenminister Afghanistans Rangin Dadfar Spanta über die Krise in seiner Heimat. "In Afghanistan sei der Trend in den letzten Jahren negativ, sagte Ex-Außenminister Rangin Dadfar Spanta im Dlf. Bei den heutigen Präsidentschaftswahlen erwarte er 'massenhaft organisierte Fälschungen' zugunsten des Amtsinhabers. Dies werde die Krise im Land verschärfen."

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Deutschlandfunk vom 28.09.2019

"Holl: Das Experiment ist gescheitert"

https://www.deutschlandfunk.de/praesidentschaftswahlen-in-afghanistan-holl-das-experiment.694.de.html?dra
m:article_id=459913

Jasper Barenberg im Gespräch mit dem Afghanistan-Experten Norbert Holl über die Präsidentschaftswahlen am Hindukusch. "Man müsse sich als westlicher Beobachter davor hüten, in Afghanistan einen normal funktionierenden Staat zu sehen, sagte der Afghanistan-Experte Norbert Heinrich Holl im Dlf. So funktioniere das Land nicht. Eine Einigung mit den Taliban werde es auf absehbare Zeit nicht geben."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 26.09.2019

"Taliban kündigen Gewalt an"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/praesidentenwahl-in-afghanistan-taliban-kuendigen-gewalt-an-1
6403966.html

Wie auch schon bei den Wahlen zuvor haben die Taliban in Afghanistan angekündigt, Sicherheitskräfte und Wahllokale zur Präsidentschaftswahl am 28. September anzugreifen, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Zudem würden am Wahltag alle kleineren und größeren Straßen gesperrt. Die Menschen sollten am Wahltag ihre Häuser nicht verlassen, damit niemand verletzt werde, hieß es weiter. Die Präsidentenwahl findet am Samstag statt. Mehr als 72.000 Sicherheitskräfte sollen am Wahltag für Sicherheit sorgen. Ein Großteil wurde bereits ab Dienstag in Stellung gebracht, um Wahlzentren zu schützen. Die Taliban lehnen Wahlen ab. In der Vergangenheit haben sie immer wieder Wahlveranstaltungen und Wahllokale angegriffen. Vergangene Woche wurden bei einem Selbstmordattentat bei einer Wahlveranstaltung in der Stadt Tscharikar 26 Menschen getötet."

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