US-Soldaten in Afghanistan

2.6. Afghanistan / Pakistan

suche-links1 2 .. 83suche-rechts

Zeit Online vom 14.03.2019

"Was nach dem Krieg kommt"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-03/afghanistan-truppenabzug-taliban-krieg-aschraf-ghani

Thomas Ruttig, Co-Direktor des Afghanistan Analysts Network, erläutert, welche Folgen eine Rückkehr der Taliban an die Macht für die Bevölkerung in Afghanistan wohl haben würde. "In der Tat haben die Taliban, seit sie 2001 von der Macht vertrieben wurden, ihre Positionen gemäßigt, von der Mädchenbildung bis zur Zulassung ausländischer Hilfsorganisationen. Nach Gesprächen mit Vertretern afghanischer Fraktionen (aber nicht der afghanischen Regierung) in Moskau im Februar stimmten sie einer gemeinsamen Erklärung zu, dass sie in einem künftigen Afghanistan explizit auch die 'sozialen, ökonomischen, politischen und Bildungsrechte der afghanischen Frauen' schützen wollten. Sie erklärten, Frauen dürften ihre Ehepartner selbst bestimmen und auch hohe politische Ämter bekleiden, außer die des Präsidenten und des Obersten Richters. Immer aber setzen sie hinzu, dies müsse 'in Übereinstimmung mit islamischen Prinzipien' geschehen."

Mehr lesen


Reuters vom 12.03.2019

"U.S., Taliban talks end for now with no Afghan peace deal"

https://www.reuters.com/article/us-usa-afghanistan-talks/us-taliban-talks-end-for-now-with-no-afghan-peac
e-deal-idUSKBN1QT26Q

Die Vertreter der US-Regierung und der Taliban haben ihre Verhandlungsrunde in Doha trotz mancher Fortschritte ohne eine Vereinbarung beendet. "U.S. and Taliban negotiators wrapped up their longest round of peace talks on Tuesday with progress made but no agreement on when foreign troops might withdraw, officials from both sides said. The 16 days of talks, in which the United States also sought assurances that the Taliban would not allow militant groups to use Afghanistan to stage attacks, are expected to resume in late March."

Mehr lesen


Tagesspiegel vom 12.03.2019

"Bundeswehr erwägt Truppen-Aufstockung in Afghanistan"

https://www.tagesspiegel.de/politik/nato-mission-bundeswehr-erwaegt-truppen-aufstockung-in-afghanistan/24
087756.html

Die Bundeswehr bereitet sich diesem Bericht zufolge darauf vor, auf einen Abzug der US-Truppen aus Afghanistan mit der Aufstockung des eigenen Kontingents vor Ort zu reagieren. "Die Bundesregierung erwägt entgegen früheren Plänen eine höhere Anzahl von Soldaten nach Afghanistan zu schicken. Das geht aus einem vertraulichen Schreiben des Verteidigungsministeriums hervor, das dem Tagesspiegel vorliegt. Bei der schnellen Eingreiftruppe und den Sicherheitskräften werden demnach bereits jetzt Vorkehrungen dafür getroffen, dass Präsident Donald Trump rund die Hälfte der 14.000 im Land stationierten US-Soldaten abzieht. Es gehe darum, 'missionskritische Fähigkeiten, welche durch multinationale Partner gestellt werden', zu ersetzen, heißt es in dem Schreiben. 'Hierzu werden Kräfte in Deutschland bereitgehalten.' Konkret erwähnt werden die Infanterie, die Luftwaffensicherung und der Sanitätsbereich. 'Für den Fall einer solchen Entsendung müsste die Erhöhung der Mandatsobergrenze im Einzelfall geprüft werden.' Eine genaue Zahl wird nicht genannt."

Mehr lesen


ipg-journal vom 12.03.2019

"Fortsetzung folgt"

https://www.ipg-journal.de/regionen/asien/artikel/detail/fortsetzung-folgt-3313/

Dhruva Jaishankar von Brookings India in New Delhi erläutert, warum die USA den Krieg in Afghanistan nicht gewinnen konnten. Daraus zu schließen, dass die USA tatsächlich verloren hätten, wäre seiner Ansicht nach jedoch voreilig. "Gleichzeitig haben die USA viele ihrer ursprünglichen zentralen Ziele erreicht. Die Taliban wurden aus Kabul vertrieben, und trotz der derzeitigen Friedensgespräche bleibt eine unangefochtene Rückkehr zweifelhaft. Osama bin Laden wurde im benachbarten Pakistan getötet, der Taliban-Führer Mullah Omar starb in seinem Versteck und sein Nachfolger Mullah Akhtar Mansur wurde 2016 durch einen US-Drohneneinsatz in Pakistan getötet. So etwas wie ein funktionierender Staat – einschließlich einer nationalen Regierung und einer Armee – ist Wirklichkeit geworden, so unzulänglich er auch sein mag. Und Pakistan steht nach wie vor unter Druck, seine Probleme in den Griff zu bekommen."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11.03.2019

"Maas wirbt für Afghanistan-Mission"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/maas-wirbt-fuer-afghanistan-mission-16082574.html

Bei einem Truppenbesuch in Afghanistan hat Bundesaußenminister Heiko Maas vor einem Rückzug des westlichen Militärs aus dem Land gewarnt. "'Dieses Land zum jetzigen Zeitpunkt zu verlassen, würde bedeuten, dass all’ das, was mühsam, sehr mühsam aufgebaut wurde, in sich zusammenbricht.' Es gebe kurz vor der anstehenden Verlängerung des Bundestagsmandats und nach 18 Jahren Präsens in Afghanistan viele Fragen. Es sei 'teilweise schwierig, teilweise mühselig, teilweise langsam', was im Lande passiere. Aber das Jahr 2019 mit der geplanten Präsidentschaftswahl und den laufenden Gesprächen für einen Frieden mit den aufständischen Taliban sei sehr wichtig. Den Friedensprozess zu begleiten, das sei die Aufgabe Deutschlands in Afghanistan."

Mehr lesen


The Long War Journal vom 05.03.2019

"UN: Al Qaeda continues to view Afghanistan as a 'safe haven'"

https://www.longwarjournal.org/archives/2019/03/un-al-qaeda-continues-to-view-afghanistan-as-a-safe-haven
.php

Der UN-Sicherheitsrat stellt in einem neuen Bericht fest, dass die Beziehungen der Al-Qaida zu den Taliban nach wie vor gut seien und die Terrororganisation Afghanistan immer noch als "sicheren Hafen" betrachte. "The new assessment was authored in January and released online in early February. It is consistent with a previous analysis written last summer. In that report, dated July 2018, the UN said al Qaeda’s 'alliance with the Taliban and other terrorist groups in Afghanistan remains firm,' and the two are still 'closely allied.' (...) The US is currently negotiating with the Taliban. Zalmay Khalilzad, who leads the American delegation, has already stated that he is satisfied with the Taliban’s commitment to prevent Afghanistan 'from ever becoming a platform for international terrorist groups or individuals.' However, as the UN’s two reports and other evidence show, international terrorist organizations are already operating throughout Afghanistan, including in areas controlled by the Taliban. Khalilzad has not explained why he trusts the Taliban now, given that the Taliban’s representatives have repeatedly lied about their relationship with al Qaeda since the 1990s and the two groups remain in the same trench to this day."

Mehr lesen


Deutsche Welle vom 02.03.2019

"Afghanistan: Unterstützung von der Bundeswehr"

https://www.dw.com/de/afghanistan-unterst%C3%BCtzung-von-der-bundeswehr/av-47754988

Roland Strumpf berichtet im Videostream über die Arbeit deutsche Militärausbilder in Afghanistan. "Die Sicherheitslage in Afghanistan ist immer noch schlecht. Im Kampf gegen Extremisten bedarf es weiterhin internationaler Unterstützung – auch von der Bundeswehr."

Mehr lesen


Tageszeitung vom 01.03.2019

"Gefährlicher Einsatz"

http://www.taz.de/Bundeswehr-in-Afghanistan/!5577374/

Nur die Hälfte der deutschen Soldaten und Soldatinnen die in Afghanistan im Einsatz waren hält das deutsche Engagement für zielführend, ergab eine aktuelle Studie des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr. "Der Forschungsbericht könnte nun Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Einsatzes verstärken. Demnach waren insgesamt 90.000 Personen während der Gesamtdauer bis 2014 in Afghanistan stationiert. Insgesamt war es der längste und teuerste Einsatz der Bundeswehr – und der gefährlichste."

Mehr lesen


Stiftung Wissenschaft und Politik vom 28.02.2019

"Der Wandel der amerikanischen Afghanistan-Politik"

https://www.swp-berlin.org/10.18449/2019A11/

Rainer L. Glatz und Markus Kaim gehen in ihrem Papier für die Stiftung Wissenschaft und Politik der Frage nach, welche Auswirkungen die geplante Reduzierung der Zahl der US-Truppen in Afghanistan auf den NATO-Einsatz Resolute Support Mission (RSM) haben könnte. "Weitreichende Konsequenzen hätte diese Entscheidung nicht nur für die Sicherheitslage in Afghanistan und die politische Stabilität dort. Vor allem wirft sie die Frage auf, ob und unter welchen Umständen die Resolute Support Mission (RSM) der Nato fortgeführt werden kann. Weitere Dynamik erhält das internationale Afghanistan-Engagement durch den Abschluss eines Rahmenabkommens zwischen den USA und den Taliban, an dessen Umsetzung Trump mögliche Truppenreduzierungen koppelte. Die fällige Verlängerung des Mandats durch den Deutschen Bundestag zum 1. April 2019 wird stark davon abhängen, wie Washington seine Entscheidung ausgestaltet. Neben Zielen, Instrumenten, Kosten und Erfolgen des deutschen Afghanistan-Einsatzes wird künftig auch intensiver debattiert werden, ob, wann und wie sich die Nato aus dem Land zurückziehen wird."

Mehr lesen


The Hill vom 28.02.2019

"New Pentagon plan calls for troops to leave Afghanistan within five years: report"

https://thehill.com/policy/defense/432073-new-pentagon-plan-calls-for-troops-to-leave-afghanistan-within-
five-years

Aktuellen Überlegungen im Pentagon zufolge könnte ein beschlossener Abzug des US-Militärs aus Afghanistan in fünf Jahren abgeschlossen werden. "The plan is reportedly being offered in peace negotiations that could result in the government in Kabul sharing power with the Taliban, according to the report. Officials are discussing the plan with European allies, the Times reported, and would cut the roughly 14,000 U.S. troops in Afghanistan by half within the next few months. Under the plan, the 8,600 European and Australian troops stationed in the country would be tasked with training Afghan troops, shifting U.S. forces' focus to counterterrorism operations, according to the Times. A Pentagon spokesman, Lt. Col. Koné Faulkner, told the Times that no plans have been finalized yet, and that the Trump administration is 'considering all options of force numbers and disposition' in Afghanistan."

Mehr lesen


Antiwar.com vom 25.02.2019

"US and Taliban Begin Highest Level Afghanistan Negotiations Yet"

https://news.antiwar.com/2019/02/25/us-and-taliban-begin-highest-level-afghanistan-negotiations-yet/

Die Ernsthaftigkeit der Gespräche von Vertretern der US-Regierung und der Taliban in Doha ist Jason Ditz zufolge am Montag durch die Entsendung des stellvertretenen Taliban-Chefs Mullah Baradar bestätigt worden. "Having Mullah Baradar and US negotiator head Zalmay Khalilzad sitting across the table from one another only underscores how serious the talks are getting, and this latest round of talks is expected to continue hammering out specific details. With so much at stake, Khalilzad and Baradar even had a 'working lunch' ahead of the formal talks. Delegates on both sides clearly have high hopes, and are putting a lot into this effort."

Mehr lesen


Deutschlandfunk vom 24.02.2019

"Die Taliban im Salon der Weltpolitik"

https://www.deutschlandfunk.de/friedensverhandlungen-fuer-afghanistan-die-taliban-im-salon.724.de.html?dr
am:article_id=441915

Silke Diettrich und Klaus Remme berichten über den Verlauf der mittlerweile schon seit Monaten andauernden Friedensgespräche für Afghanistan - ohne Beteiligung der afghanischen Regierung. "Es sind etwas merkwürdige Friedensgespräche, die nun seit Monaten stattfinden: Sie handeln vom Frieden in Afghanistan, doch die gewählte afghanische Regierung nimmt gar nicht Teil. Dass diese Gespräche selbst eingefleischten Skeptikern dennoch relativ erfolgversprechend vorkommen, liegt unter anderem daran, dass der US-Präsident als ausgesprochen ungeduldig gilt: Was sonst in der Außenpolitik als negative Eigenschaft verbucht wird, scheint in diesem Fall manchen Unterhändler zu beflügeln. Diese Woche werden sich die Verhandler wieder in Doha in Katar treffen, wo die aufständischen Taliban eine Dependance unterhalten."

Mehr lesen


Voice of America vom 24.02.2019

"UN: Afghan Civilian Deaths Rise to New High in 2018"

https://www.voanews.com/a/un-afghan-civilian-deaths-set-record-in-2018/4801751.html

2018 sind bei Luftangriffen und Terroranschlägen in Afghanistan UN-Angaben zufolge deutlich mehr Zivilisten getötet worden als in vergangenen Jahren. "The United Nations says the armed conflict in Afghanistan last year killed more than 3,800 civilians, including 927 children, the highest number of civilian deaths recorded in the past 10 years. The intensified violence injured nearly 7,200 civilians and the overall civilian casualties rose by 5 percent in 2018, according to a new report released Sunday by the UN Assistance Mission in Afghanistan (UNAMA)."

Mehr lesen


Foreign Affairs vom 21.02.2019

"Is the Taliban Making a Pledge It Cannot Keep?"

https://www.foreignaffairs.com/articles/afghanistan/2019-02-21/taliban-making-pledge-it-cannot-keep

Die US-Regierung erwartet bei den Verhandlungen in Doha u.a., dass die Taliban zusichern, dschihadistische Gruppen, die den Westen gefährden, im Fall ihrer Regierungsübernahme von afghanischem Territorium fernzuhalten. Tricia Bacon meint, dass die Taliban ein solches Versprechen selbst bei gutem Willen nicht einhalten könnten. "The Taliban’s pledge would require it to police over a dozen organizations with ambitions to strike at least five other countries. Making good on such a commitment would be a major undertaking for any government — let alone an insurgent group with long-standing ties to those organizations. (...) Having supported the Taliban’s campaign for more than 17 years, its militant partners certainly expect to see some benefit when the insurgency emerges victorious. The ultimate prize would be safe haven in areas under Taliban control, with the freedom to pursue their external agendas. In pledging to prevent terrorism emanating from Afghanistan, the Taliban is making a promise that it will struggle to keep — if it even intends to try."

Mehr lesen


The Intercept vom 15.02.2019

"After 18 Years of War, Taliban Has the Upper Hand in Afghanistan Peace Talks"

https://theintercept.com/2019/02/15/afghanistan-peace-talks-taliban/

In den laufenden Verhandlungen mit der US-Regierung haben die Taliban die klare Oberhand, stellen Bilal Sarwary und Murtaza Hussain nüchtern fest. "(...) the talks also offer a serious reality check about the outcome of 18 years of U.S. military presence in Afghanistan. For many observers, the negotiations register as a defeat — recognition that the Taliban has not only survived, but is likely to play an integral role in Afghanistan’s future. It is also clear that there will be a new set of winners and losers in Afghan society, and that Afghans who pegged their hopes to the U.S.-backed government now risk losing limited gains in living standards and civil rights. (...) 'The Taliban who are in contact with the U.S. are mainly moderate Taliban. Even if they reach an agreement with the U.S. to end their support for international terrorists, the key challenge that will remain will be the radical Taliban factions that enjoy safe havens in Pakistan,' says Masoud Andarabi, a former Afghan intelligence official who was recently appointed acting interior minister."

Mehr lesen


suche-links1 2 .. 83suche-rechts

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Zum Shop