US-Soldaten in Afghanistan

2.6. Afghanistan / Pakistan

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Deutschlandfunk vom 11.11.2017

"Korrektur einer Lüge"

http://www.deutschlandfunk.de/truppenaufstockung-in-afghanistan-korrektur-einer-luege.720.de.html?dram:ar
ticle_id=400407

Thomas Wiegold kommentiert in seinem Gastbeitrag für den Deutschlandfunk die geplante Aufstockung der NATO-Truppen in Afghanistan. "Tatsächlich wird erst einmal nur folgende Lüge korrigiert, mit der die westlichen Länder die Afghanen, aber auch sich selbst belogen haben: Die Truppenreduzierungen der vergangenen Jahre seien an den Bedingungen im Land orientiert, nicht am Blick auf den Kalender: So hatten die USA wie auch die Europäer immer wieder argumentiert. Doch in der Realität war es genau anders herum. Der Kalender spielte die entscheidende Rolle, genauer: Die Wahltermine, in den USA genauso wie in jedem europäischen Land. Der eigenen Bevölkerung daheim musste ein Abzug der eigenen Soldaten als Erfolg verkauft werden. Ob das zur Situation in Afghanistan passte, war dabei Nebensache." Weiter...


Council on Foreign Relations vom 09.11.2017

"Why the Time Is Right to Talk to the Taliban"

https://www.cfr.org/article/why-time-right-talk-taliban

Eine Mehrheit der Experten und militärischen Entscheidungsträger in den USA und bei der NATO ist Courtney Cooper zufolge zu der Überzeugung gelangt, dass der seit Jahren andauernde Konflikt in Afghanistan nicht militärisch gewonnen werden könne. Deshalb sollte ein neuer Versuch unternommen werden, echte Friedensgespräche unter Beteiligung der Taliban in die Wege zu leiten. "Successive U.S. administrations have held mixed positions on peace talks with the Taliban, but none of them prioritized efforts to conclude the conflict through a political process. The George W. Bush administration reportedly refused a Taliban offer of surrender in 2002. The Obama administration, following its 2009 decision to surge U.S. troops to fight the Taliban, publicly signaled its openness to supporting talks between Kabul and the Taliban, promoted confidence-building measures, and facilitated the establishment of a short-lived Taliban political office in Qatar. In his August speech, President Donald J. Trump appeared open to a political settlement, but only if it followed U.S. military gains against the group. (...) There are several arguments for delaying efforts to set the foundation for an Afghan peace process, but they all overlook the larger costs of extending — or even escalating — the conflict." Weiter...


Tageszeitung vom 07.11.2017

"Jeder Mann wird zum Feind"

http://www.taz.de/US-Bombardement-in-Afghanistan/!5457956/

Die USA haben Berichte über Zivilopfer eines Luftangriffs auf die Taliban in der nordafghanischen Provinz Kundus zurückgewiesen. Emran Feroz macht allerdings darauf aufmerksam, dass das US-Militär bei seinen Luftangriffen kaum zwischen bewaffneten Kämpfern und Zivilisten unterscheide. "Laut dem Weißen Haus gilt jede männliche Person im Umfeld eines Angriffszieles als 'feindlicher Kombattant'. Hinzu kommt, dass von den Taliban kontrollierte Regionen wie Chardara sowieso nur schwer zugänglich sind. Verlässliche Informationen zu bekommen, ist deshalb fast unmöglich. 'Ich frage mich, wie sich die Amerikaner und ihre Verbündeten derart sicher sein können, dass keine Zivilisten getötet wurden. Selbst jetzt ist es aufgrund der gefährlichen Situation äußerst schwierig, die betroffenen Dörfer aufzusuchen', mein Homayun Babur, ein Journalist aus Kundus." Weiter...


Augen Geradeaus! vom 05.11.2017

"Luftangriffe bei Kunduz: Zahlreiche zivile Opfer befürchtet"

http://augengeradeaus.net/2017/11/luftangriffe-bei-kunduz-zahlreiche-zivile-opfer-befuerchtet/

Bei Luftangriffen gegen die Taliban sind in der Nähe der nordafghanischen Stadt Kunduz möglicherweise zahlreiche Zivilisten getötet worden. "Nach Angaben örtlicher afghanischer Funktionäre sollen bis zu 60 Menschen gestorben sein, als vermutlich US-Flugzeuge im Distrikt Chardarah Taliban-Stellungen angriffen. Offizielle Angaben dazu sind bislang spärlich. (...) Der afghanische Journalist Bilal Sarwary meldete unter Berufung auf örtliche Funktionäre mindestens 60 zivile Opfer". Weiter...


Zeit Online vom 29.10.2017

"Mehrere Polizisten bei Talibanoffensive getötet"

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-10/afghanistan-taliban-angriff-20-tote-polizei-offizie
re

In mehreren Regionen Afghanistans haben die Taliban bei Angriffen auf Sicherheitsposten erneut mehrere Polizisten getötet. "Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich seit Ende der Nato-Kampfmission und dem Abzug der meisten internationalen Soldaten Ende 2014 verschlechtert. Die USA und einige Nato-Staaten wollen nun wieder einige Tausend zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken. Die USA haben Luftangriffe auf Taliban stark verschärft." Weiter...


Augen Geradeaus! vom 07.10.2017

"Einsatz in Afghanistan: Jetzt wieder aufstocken?"

http://augengeradeaus.net/2017/10/einsatz-in-afghanistan-jetzt-wieder-aufstocken/

In der Bundeswehr werden Überlegungen angestellt, den USA zu folgen und ebenfalls die Anzahl deutscher Soldaten am Hindukusch zu erhöhen, berichtet Thomas Wiegold auf Augen Geradeaus!. "Unabhängig davon gibt es im BMVg Überlegungen in verschiedene Richtungen, aber noch keine Entscheidung auf konkrete Zahlen. Ein Dementi einer möglichen Aufstockung sieht anders aus. Auch nicht als erstes angesprochen ist eine Aussage, die bereits für den Mali-Einsatz fiel: Da sah sich Deutschland bei der Nachfrage nach Hubschraubern für die UN-Mission nicht in der ersten Reihe – das Ergebnis ist bekannt." Weiter...


Defense One vom 04.10.2017

"The US Will Be Dropping A Lot More Bombs on Afghanistan"

http://www.defenseone.com/politics/2017/10/us-will-be-dropping-lot-more-bombs-afghanistan/141520/?oref=d-
topstory

Die US-Regierung will die Taliban in Afghanistan durch eine intensivierte Bombenkampagne an den Verhandlungstisch zwingen, berichtet Caroline Houck. "An intensified air war is one of the new tactical aspects of a broader strategy that Mattis and the Chairman of the Joint Chiefs of Staff, Gen. Joseph Dunford, debuted at a pair of congressional hearings with the Senate and House Armed Services Committees today. The administration’s new strategy is called 'R4+S,' which stands for regionalize, realign, reinforce, reconcile and sustain. The second R, 'realignment,' will push U.S. advisors and trainers down to Afghan forces’ battalions, and the third, 'reinforce,' means adding 3,000 or so U.S. troops to help do so, Mattis said." Weiter...


Defense One vom 03.10.2017

"Closing the Taliban’s Office in Qatar Would Be a Historic Mistake"

http://www.defenseone.com/ideas/2017/10/closing-talibans-office-qatar-would-be-historic-mistake/141477/?o
ref=d-river

Die USA wollen Katar drängen, das Büro der Taliban in Doha zu schließen. Nach Ansicht von Jarrett Blanc, der an den Verhandlungen zur Freilassung des US-Soldaten Bergdahl beteiligt war, wäre die Schließung ein "historischer Fehler", der den einzigen realistischen Weg zur Beendigung des Konflikts in Afghanistan versperren würde. "The Bergdahl trade was a hard test case. (...) The Taliban executed their part of the agreement immediately. The political office proved itself capable of handling basic diplomatic functions. Like the U.S. negotiating team, they were not the final decision makers, but they relayed messages to their leadership, stayed within the limits of their instructions, and made a deal they could keep. The U.S. should have seized that moment to begin a broader negotiation. (...) The political office in Doha should not be closed. Instead, it should be used to open a direct negotiation to end the war." Weiter...


The Long War Journal vom 02.10.2017

"Lessons learned from 15 years in Afghanistan: SIGAR"

https://www.longwarjournal.org/archives/2017/10/lessons-learned-from-15-years-in-afghanistan-sigar.php

Der vom US-Kongress eingesetzte Generalinspekteur für den Wiederaufbau in Afghanistan (SIGAR) hat einen detaillierten Bericht über die aktuellen Herausforderungen der mittlerweile 15 Jahre dauernden Militärkampagne der USA im Land veröffentlicht. Phil Hegseth hat den Bericht gelesen und fasst zusammen: "The report, which is the first of its kind, concludes that the ANDSF [Afghan National Defense and Security Forces] is plagued by debilitating attrition, corruption, equipment shortages, incomplete training, a lack of security infrastructure and widespread illiteracy. (...) If the US and its coalition partners want to someday hand off all aspects of security to an Afghan force that can hold itself against a proven and devoted insurgency, longer term strategies are needed that are not bound by arbitrary or politically-driven timetables. To support those strategies, funding must be committed that is meticulously tracked to ensure it reaches the most effective hands. And to back it all up, a commitment to appropriate training paired with a robust buildup of security-sector infrastructure is vital." Weiter...


The Diplomat vom 28.09.2017

"The Islamic State's Support Base in Pakistan Continues to Grow"

http://thediplomat.com/2017/09/the-islamic-states-support-base-in-pakistan-continues-to-grow/

In der vergangenen Woche ist die Flagge des "Islamischen Staates" von Unbekannten zum ersten Mal in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad gehisst worden. Trotz gegenteiliger Beteuerungen der staatlichen Behörden hält Umair Jamal es nur für eine Frage der Zeit, bis der IS auch in Pakistan Fuß fassen wird. "For 70 years, the ruling elite of Pakistan have accommodated religious fundamentalist demands in the country to either to safeguard their political interests or to keep the existing political power structure intact to sustain their rule. Now, in Pakistan, the credibility and legitimacy of politicians and bureaucrats is measured on the basis of their religious bona fides rather than the kinds of policies they hope to implement. The rates of terrorist violence may have decreased in Pakistan in the last couple of years, but the country still continues to provide an environment that enables militancy. In such an environment, it’s only a matter of time before the Islamic State develops a popular support base in the country. Last week’s flag unfurling may ultimately be a warning worth taking seriously." Weiter...


The Long War Journal vom 26.09.2017

"LWJ Map Assessment: Taliban controls or contests 45% of Afghan districts"

https://www.longwarjournal.org/archives/2017/09/lwj-map-assessment-taliban-controls-or-contests-45-of-afg
han-districts.php

Ihre Analyse vorliegender Berichte lässt Bill Roggio und Alexandra Gutowski zu dem Ergebnis kommen, dass die Taliban in fast der Hälfte aller Bezirke Afghanistans eine starke Präsenz zeigen. "FDD’s Long War Journal assessment aligns closely with those of both the US military and the Taliban itself. The Taliban claims to control or contest 50 percent of the country’s 407 districts. The US military puts the estimate at 40 percent (...). Although the NATO mission in Afghanistan downplays the significance of these rural districts, the Taliban considers them pivotal. For example, the Taliban heralded its capture of Sangin district center as a 'strategic victory' Although these districts may be nothing more than 'rubble and dirt' to Resolute Support, they represent the lifeblood of the insurgency for the Taliban. The Taliban utilizes rural areas to launch attacks against population centers, as well as to fundraise, resupply, recruit, and train fighters." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik vom 25.09.2017

"Die USA setzen ihr militärisches Engagement in Afghanistan fort"

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2017A65_bir.pdf

Nicole Birtsch schreibt in ihrem Papier für die Stiftung Wissenschaft und Politik über das militärische Engagement der USA in Afghanistan unter der Regierung Donald Trump. "Am 21. August 2017 hat Präsident Trump auf dem Militärstützpunkt Fort Myer seine lange erwartete Strategie für Afghanistan und Südasien präsentiert. Der Anti-Terror-Kampf soll mit mehr Truppen und erweiterten Einsatzbefugnissen fortgeführt werden. Die Strategie beinhaltet, mehr Druck auf Pakistan auszuüben und von Indien mehr Engagement für den Aufbau Afghanistans zu fordern. Eine politische Verhandlungslösung für den Konflikt mit den Taliban ist nach Trump zwar nicht ausgeschlossen, steht aber nicht im Fokus der US-Afghanistanpolitik. Obwohl weder die innerafghanischen noch die internationalen Rahmenbedingungen derzeit für eine politische Verständigung mit den Taliban sprechen, sollten Deutschland und die EU weiter auf eine Verhandlungslösung hinwirken und die Reformprozesse der Regierung unterstützen." Weiter...


New York Times vom 16.09.2017

"Digging In for Next Decade, U.S. Expands Kabul Security Zone"

https://www.nytimes.com/2017/09/16/world/asia/kabul-green-zone-afghanistan.html?emc=edit_th_20170917&nl=t
odaysheadlines&nlid=20179534&_r=0

Die USA wollen die mit zahlreichen Checkpoints gesicherte sogenannte "Green Zone" im diplomatischen Viertel Kabuls erheblich ausweiten, berichtet Rod Nordland. Das Projekt sei auch eine Bestätigung der neuen Afghanistan-Strategie der US-Regierung. "The expansion is part of a huge public works project that over the next two years will reshape the center of this city of five million to bring nearly all Western embassies, major government ministries, and NATO and American military headquarters within the protected area. After 16 years of American presence in Kabul, it is a stark acknowledgment that even the city’s central districts have become too difficult to defend from Taliban bombings. But the capital project is also clearly taking place to protect another long-term American investment: Along with an increase in troops to a reported 15,000, from around 11,000 at the moment, the Trump administration’s new strategy for Afghanistan is likely to keep the military in place well into the 2020s, even by the most conservative estimates." Weiter...


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