US-Soldaten in Afghanistan

2.6. Afghanistan / Pakistan

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Tageszeitung vom 12.11.2018

"Taliban rücken weiter vor"

http://www.taz.de/Selbstmordanschlag-in-Afghanistan/!5547099/

Thomas Ruttig berichtet aus Anlass eines erneuten Selbstmordanschlags in Kabul über den scheinbar nicht aufzuhaltenden Vormarsch der Taliban in Afghanistan. "Sie demonstrierten gegen Gewalt – und fielen dabei einem Attentat zum Opfer: Sechs Afghanen, darunter drei Frauen, sind am Montagnachmittag in Kabul durch einen Selbstmordanschlag ums Leben gekommen. Etwa zwanzig wurden verletzt. Zu der Tat bekannte sich der afghanische Ableger des 'Islamischen Staates'. Der Attentäter hatte sich am äußersten Sicherheitsring um die Demonstranten in die Luft gesprengt, als der Protest sich gerade auflöste."

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Spiegel Online vom 07.11.2018

"Ich würde mich freuen, wenn Angela Merkel Asia Bibi Schutz anbietet"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-wuerde-mich-freuen-wenn-angela-merkel-asia-bibi-schutz-anb
ietet-a-1237276.html

Hasnain Kazim hat sich mit dem pakistanischen Rechtsanwalt Saif-ul-Malook unterhalten, der den Freispruch der Christin Asia Bibi erwirkt hat und sich nun in Europa auf der Flucht befindet. "Islamische Extremisten hassen Saif-ul-Malook, unter anderem weil er in den vergangenen Jahren als Rechtsanwalt Asia Bibi verteidigt hat, jene Christin, die 2009 beim Beerenpflücken auf einem Feld von zwei Frauen beschuldigt wurde, den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Neun Jahre saß sie wegen Blasphemie in der Todeszelle. Am 31. Oktober sprach der Oberste Gerichtshof in der Hauptstadt Islamabad die Frau von allen Vorwürfen frei. Seither ist Saif-ul-Malook auf der Flucht. Im Gespräch mit dem SPIEGEL erzählt er, warum er ausgerechnet jetzt untergetaucht ist und was er sich für die Zukunft von Asia Bibi und für seine eigene Zukunft erhofft."

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Spiegel Online vom 06.11.2018

"Wie Islamisten ein Land als Geisel nehmen"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-warum-islamisten-ein-land-als-geisel-nehmen-koennen-a-1236
792.html

Die Entwicklung im Fall der wegen Blasphemie verurteilten Christin Asia Bibi werfe die Frage auf, warum Islamisten in Pakistan so viel Macht haben, schreibt Hasnain Kazim. "Pakistan wird immer wieder als 'gefährlichstes Land der Welt' bezeichnet. (...) Die Gefahr, die von Pakistan ausgeht, ist aber nicht, dass die Taliban oder andere Extremisten das Land überrennen, sondern dass sie schleichend die Macht übernehmen. Die Eingeständnisse, die die Regierenden ihnen gegenüber immer wieder machen, sind bedenklich. Jedes Einknicken suggeriert den Radikalen, dass sie den Staat weiter erpressen können. In Wahrheit geht es nicht um das Blasphemiegesetz oder Gottesfürchtigkeit, sondern allein um Macht. Bislang hat sich Religion in Pakistan als gut funktionierendes Machtinstrument erwiesen."

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Tagesspiegel vom 05.11.2018

"Asia Bibi - im Visier radikaler Muslime"

https://www.tagesspiegel.de/politik/christin-in-pakistan-zum-tode-verurteilt-asia-bibi-im-visier-radikale
r-muslime/23438894.html

Nach Ansicht von Malte Lehming ist es an der Zeit, im Fall der wegen Blasphemie verurteilten pakistanischen Christin Asia Bibi auf "stille Diplomatie" zu verzichten und den internationalen Druck auf Pakistan zu erhöhen. "Allerdings ist fraglich, ob allein mahnende Worte aus Washington, London, Brüssel, Paris oder Berlin die Hardliner beeindrucken. Deren Furor nimmt Sanktionen in Kauf. Ihre Stimme erheben müssen deshalb vor allem die Regierungschefs jener 56 Staaten, die in der 'Organisation für islamische Zusammenarbeit' organisiert sind. Imame, muslimische Würdenträger und Gelehrte müssen den Wert der Religionsfreiheit erkennen und verteidigen. Etwa drei Viertel aller Menschen, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Besonders in der islamischen Welt ist ihre Lage prekär. Sie werden vertrieben, verfolgt, ermordet. Mission und Übertritte sind gemeinhin verboten. Über all das müssen Muslime unter sich ins Gespräch kommen, müssen streiten und Dissonanzen ertragen."

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Deutsche Welle vom 01.11.2018

"Taliban gewinnen in Afghanistan immer mehr Einfluss"

https://www.dw.com/de/taliban-gewinnen-in-afghanistan-immer-mehr-einfluss/a-46118422

Die afghanische Regierung kontrolliert gegenwärtig nur noch etwas mehr als die Hälfte aller Distrikte im Land, berichtet die Deutsche Welle. "Mehr als ein Jahr nach dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strategiewechsel in Afghanistan sind die radikalislamischen Taliban dort weiter auf dem Vormarsch. Die afghanische Zentralregierung in Kabul übe nur noch in 226 von 407 Distrikten des Landes Einfluss aus, heißt es in dem in Washington vorgelegten Fortschrittsbericht des US-Generalinspekteurs für Afghanistan (SIGAR). Dies sei die bislang niedrigste registrierte Zahl."

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Deutschlandfunk Kultur vom 29.10.2018

"Eine Demokratie in Kinderschuhen"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/afghanistan-nach-der-wahl-eine-demokratie-in-kinderschuhen.1005.de.h
tml?dram:article_id=431584

Emran Feroz kommentiert mit behutsamen Optimismus den Verlauf der afghanischen Parlamentswahlen. "Blutvergießen, Tote und Verletzte: Trotz aller Gewalt zeigten die afghanischen Parlamentswahlen auch Positives, kommentiert der Journalist Emran Feroz. Vor allem junge Menschen wünschten einen Wandel – und hoffen auf die Demokratie."

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Spiegel Online vom 20.10.2018

"Afghanistan: Terroranschläge bei Parlamentswahl"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-parlamentswahl-wird-von-gewalt-ueberschattet-mehrere-ex
plosionen-in-kabul-a-1234259.html

Spiegel Online berichtet über die prekäre Sicherheitslage in Afghanistan im Vorfeld der Parlamentswahlen. "Aus verschiedenen Provinzen gab es am Wahltag Berichte über Angriffe. Nach Angaben des Provinzrats Esmatullah Kurbani feuerten Taliban in der Provinz Tachar in mehreren Bezirken Mörsergranaten ab, um die Wahlen zu stören. In der Folge seien Wahlstationen geschlossen worden. Im Bezirk Ischkamisch sei ein Haus getroffen worden. Dabei seien ein Mensch getötet und weitere acht verletzt worden."

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Slate vom 18.10.2018

"There’s No Path to Victory in Afghanistan"

https://slate.com/news-and-politics/2018/10/afghanistan-war-end-negotiation-taliban-isis-al-qaida.html

Fred Kaplan schreibt, dass das US-Militär in diesem Monat zum ersten Mal Rekruten eingezogen habe, die zum Zeitpunkt der Invasion in Afghanistan noch nicht geboren waren. Seiner Meinung nach gibt es keinen erkennbaren Weg zu einem Sieg der USA über die Taliban. Nach einem Rückblick auf die politischen Begleitumstände des Krieges kommt er zu dem Schluss: "A negotiated settlement is the only way out. The Taliban seem disinclined to negotiate at the moment, since they’re winning on the battlefield. But they might be lured to peace talks if the reward were sufficiently enticing, and the only reward that might bring them is the prospect of a U.S. withdrawal — though not an unconditional withdrawal. Afghanistan is a nexus of international interests and intrigue. China, Russia, Iran, and Pakistan all have geopolitical and economic interests in its future. America’s relations with all four countries are dismal at the moment; yet, we depend on at least one of them at any given time for basing and overflight rights to supply our troops there — which means it isn’t entirely out of the question to work with at least two or three to contrive a peace."

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Weekly Standard vom 18.10.2018

"The Afghanistan War Is Over. We Lost."

https://www.weeklystandard.com/thomas-joscelyn/the-afghanistan-war-is-over-we-lost

Angesichts der Entwicklung in Afghanistan kann nach Ansicht von Thomas Joscelyn kein Zweifel mehr daran bestehen, dass der Krieg gegen die Taliban mit Bezug auf die erklärten Ziele von 2001 für die USA verloren ist. Es sei nicht auszuschließen, dass Präsident Trump in den kommenden Monaten einen Zeitplan für die schrittweise Verringerung der Zahl der dort kämpfenden US-Truppen ankündigen wird. "America has lost the war in Afghanistan. Washington may not want to admit it, and the U.S. military insists the conflict is a 'stalemate.' But make no mistake: The original 9/11 war has been lost. (...) while Trump preached patience, it was always in short supply. The president has not yet announced a timetable for withdrawal, but that could soon change. Senior U.S. officials tell THE WEEKLY STANDARD that President Trump could announce a drawdown within months. The mercurial president could always change his mind, but administration officials are acting as if time has already run out. (...) The United States is no longer trying to defeat the Taliban. Instead, the Trump administration, like the Obama administration before it, wants out. The Taliban knows this and is more than happy to dictate the terms of America’s withdrawal. That’s what is now being negotiated. The jihadists also know that wars end in victory or defeat — and their victory is at hand."

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Bundeszentrale für politische Bildung vom 17.10.2018

"Für Frieden und Wiederaufbau: Das Engagement der afghanischen Diaspora"

https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/laenderprofile/277713/interview-afghanische-diaspora

Vera Hanewinkel im Gespräch mit Nadia Nashir, Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins e.V., "über ihre Arbeit, die Herausforderungen des Krieges für karitatives Engagement und die Frage, warum es sich lohnt, sich für Afghanistan einzusetzen."

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Antiwar.com vom 15.10.2018

"Afghan High Peace Council Says Talk of US Troop Withdrawal Is Premature"

https://news.antiwar.com/2018/10/15/afghan-high-peace-council-says-talk-of-us-troop-withdrawal-is-prematu
re/

Die Gespräche zwischen Vertretern der US-Regierung und der Taliban werden vom Hohen Friedensrat (HPC) der afghanischen Regierung Jason Ditz zufolge mit Misstrauen beobachtet. "Over the weekend, the Taliban suggested progress is being made on a peace effort with the US in Afghanistan. Most significantly, they confirmed that the US has agreed to talks centering on withdrawing US troops from the country. That’s not sitting well with the idea of the Afghan High Peace Council, which has issued a statement saying any talk of foreign troops leaving is 'premature' and that they believe Taliban calls are only for propaganda value. The High Peace Council was established in 2010 and was intended to negotiate with the Taliban. So far they’ve had limited involvement, and now seem eager to undermine US-Taliban talks."

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Al Jazeera English vom 13.10.2018

"Afghan Taliban officials: 'US agrees to discuss troops pullout'"

https://www.aljazeera.com/news/2018/10/afghan-taliban-officials-agrees-discuss-troops-pullout-18101313495
7130.html

Bei einem vorbereitenden Treffen haben Vertreter der Taliban und der US-Regierung über die Bedingungen direkter Verhandlungen gesprochen. Den Taliban zufolge haben die USA dabei im Falle einer umfassenden Einigung auch einen Truppenabzug nicht kategorisch ausgeschlossen. "The United States has agreed to discuss the withdrawal of its troops from Afghanistan in a direct meeting with Taliban representatives in Qatar, officials from the armed group said. In a preliminary meeting in Doha on Friday, Taliban representatives and US envoy Zalmay Khalilzad discussed the Taliban's conditions to end the 17-year war in Afghanistan, two top Taliban officials, who spoke on the condition of anonymity, told Al Jazeera."

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Frankfurter Rundschau vom 11.10.2018

"Bombenopfer und Kriegsvertriebene"

http://www.fr.de/politik/afghanistan-bombenopfer-und-kriegsvertriebene-a-1599188

Ein von der UN-Mission "Unama" veröffentlichter Bericht spricht von mindestens 1065 Zivilisten, die durch Selbstmordattentäter, Autobomben oder versteckte Sprengsätze in Afghanistan in diesem Jahr getötet worden sind, berichtet die Frankfurter Rundschau. "Alle Arten von Bomben und Sprengsätzen zusammengefasst, ist dies ein Anstieg von 21 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode. Die Zahl der Opfer durch bei Selbstmordattentaten ausgelöste Bomben allein stieg gar um 46 Prozent."

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Frankfurter Rundschau vom 11.10.2018

"Trumps Trio am Hindukusch"

http://www.fr.de/politik/afghanistan-trumps-trio-am-hindukusch-a-1599181

US-Präsident Donald Trump hat dem früheren US-Botschafter in Afghanistan eine Frist von zehn Monaten gesetzt, um mit dem Afghanistan-Konflikt den mittlerweile längsten Krieg der USA zu beenden, berichtet die Frankfurter Rundschau. "Drei Veteranen Washingtons sollen 17 Jahre nach dem Einmarsch von US-Truppen in Afghanistan und der Vertreibung der radikalislamischen Talibanmilizen aus der Hauptstadt Kabul jetzt für Präsident Donald Trump den längsten Krieg der Vereinigten Staaten unter massivem Zeitdruck beenden. Der frühere US-Botschafter in Afghanistan, Zalmay Khalilzad, drängt laut der in Kabul beheimateten angesehenen Forschungsgruppe „Afghanistan Analysts Network“ in seiner neuen Rolle als Berater des US-Außenministeriums gegenüber afghanischen Gesprächspartnern zur Eile: Präsident Trump habe ihm eine Frist von zehn Monaten gesetzt, um den Konflikt für die USA zu beenden."

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Voice of America vom 10.10.2018

"Blackwater Founder Meets With Afghan Powerbrokers, Aims to Privatize War"

https://www.voanews.com/a/blackwater-founder-meets-with-afghan-powerbrokers-aims-to-privatize-war-/460812
9.html

Der Gründer des privaten Sicherheitsunternehmens Blackwater, Erik Prince, versucht Hasib Danish Alikozai zufolge derzeit, afghanische Politiker in direkten Gesprächen von seiner Idee einer Privatisierung des amerikanischen Kriegs gegen die Taliban zu überzeugen. "Prince, based in United Arab Emirates, has reportedly been holding regular meetings with influential Afghans, including some who have an eye on Ghani’s job as he faces reelection in less than a year. Prince told the Times he is not trying to interfere in Afghan politics. 'The Afghan people will have an election, and they will make the choices that they are going to live with,' Prince said. 'But I will talk to whichever party in Afghanistan that wants to think about a different way to this that actually stops the bleeding.'"

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