US-Soldaten in Afghanistan

2.6. Afghanistan / Pakistan

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Offiziere.ch vom 21.11.2018

"Informelle Herrschaft versus liberale Staatlichkeit: Die Regierung Ashraf Ghanis"

https://www.offiziere.ch/?p=34661&fbclid=IwAR2GJd6I_tSylRbz7aXfAnn5gKo5OQx1HDq6gNCm7kBZb-yB0onGXxseqU8

Philipp Münch, Dozent für Sicherheits- und Rüstungspolitik an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg, analysiert die Ursachen für das Scheitern der westlichen Bemühungen, in Afghanistan eine "liberale Staatlichkeit" durchzusetzen. "Dieser Beitrag vertritt die These, dass unter den im Land selbst zu findenden Ursachen der Hauptgrund für den Fehlschlag in dem Widerspruch liegt, dass liberale Staatlichkeit einerseits eine durchsetzungsstarke, umfassende Herrschaft einer Regierung voraussetzt. Denn ohne eine solche lassen sich die angestrebten Regeln und Gesetze nicht durchsetzen. Zumindest ist es in der Geschichte nirgendwo gelungen, umfassende Herrschaft mit liberalen Mitteln zu erlangen. Andererseits lässt sich eine solche aber offenbar kaum mit liberalen Mitteln erreichen, worauf jedoch die westlichen Hauptunterstützer der afghanischen Regierungen seit 2001 drängen. Der Beitrag wird dieses Dilemma anhand der Präsidentschaft von Ashraf Ghani darlegen."

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Zeit Online vom 19.11.2018

"Donald Trump wirft Pakistan vor, nichts für die USA zu tun"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/osama-bin-laden-donald-trump-vorwuerfe-pakistan-al-kaida

Präsident Trump hat Pakistan vorgeworfen, viele Milliarden US-Dollar erhalten zu haben, ohne im Gegenzug etwas für die USA zu tun. Pakistans Premierminister Imran Khan hat auf den Vorwurf über Twitter reagiert: "Khan erwiderte auf Trumps Attacken, dass dieser 'über historische Tatsachen informiert' werden müsse. 'Pakistan hat genug darunter gelitten, den Krieg der Vereinigten Staaten zu kämpfen', schrieb er. 'Jetzt werden wir das machen, was für unser Volk und unsere Interessen am besten ist.' In einem weiteren Tweet Khans hieß es, die USA sollten analysieren, warum die Taliban heute trotz aller militärischen und finanziellen Anstrengungen in Afghanistan stärker als zuvor seien."

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Radio Free Europe/Radio Liberty vom 19.11.2018

"UN Agency Reports Sharp Drop In Afghan Opium Production"

https://www.rferl.org/a/29609545.html

Eine schwere Dürre hat der UN zufolge dazu geführt, dass die Opiumproduktion in Afghanistan um 29% zurückgegangen ist. "The United Nations Office for Drugs and Crime (UNODC) said in its annual report released November 19 that the drop - from 9,000 tons to 6,400 tons - coincided with a decrease in the amount of land area being used for cultivating the crop. The Afghanistan Opium Survey, which is jointly compiled by the UN agency and the Afghan Ministry of Counternarcotics, said a total of 263,000 hectares of land was used for opium cultivation, representing a decline of 20 percent compared to 2017. 'Despite the decreases, the overall area under opium-poppy cultivation is the second-highest ever recorded. This is a clear challenge to security and safety for the region and beyond,' said UNODC Executive Director Yury Fedotov."

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The Long War Journal vom 17.11.2018

"Peace with the Taliban will not be peaceful"

https://www.longwarjournal.org/archives/2018/11/peace-with-the-taliban-will-not-be-peaceful.php

Bill Roggio hat keine große Hoffnung, dass die Taliban in Friedensverhandlungen zu wesentlichen Zugeständnissen bereit sein werden. Jüngste Verlautbarungen ließen kaum Zweifel daran, dass eine Einigung mit den USA für die Taliban nur zu eigenen Bedingungen in Frage komme. "Just last week, the Taliban attended a conference in Moscow hosted by Russia. While the US and Afghan governments did not send official delegations, representatives did attend. At the conference, the Taliban laid out its demands for 'peace' in Afghanistan. Before talks could begin, the Taliban insisted its leaders must be removed from the United Nations Sanctions list, its members freed from prisons, its political office be formally recognised, and the end of ‘poisonous propaganda against the Islamic Emirate of Afghanistan.' The last demand is telling. In its official statement at the Moscow conference, the Taliban referred to itself as the 'Islamic Emirate of Afghanistan' — a staggering 61 times. This is the name of the Taliban’s government prior to the US invasion in 2001 after al Qaeda’s attack on 11 September. (...) While some may dismiss the Taliban’s demands as merely its hard line initial position that can be whittled down in negotiations, it has held firm on these demands for well over a decade. (...) it is difficult to see how the Taliban can walk back demands that it has held firmly to for over a decade, such as the withdrawal of US forces or its refusal to enter into the Afghan government, while they also still hold increasing leverage in the battle. There has been little reason to concede ground."

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spiked vom 14.11.2018

"Asia Bibi and the legacy of partition"

https://www.spiked-online.com/2018/11/14/asia-bibi-and-the-legacy-of-partition/

Tim Black betrachtet die islamistischen Proteste gegen den Freispruch der wegen Blasphemie angeklagten Christin Asia Bibi in Pakistan im historischen Kontext der Gründung des Landes. "Over the past 10 years alone, radical Islamist groups, enjoying the tacit support of certain political parties, have launched attacks against churches and other places where Christians might gather, while institutions and organisations continue to discriminate, reserving the most menial of tasks for Christians. So why is there such animosity towards Christians (and other religious minorities) in Pakistan? The answer lies, in part, in the tensions inherent in the foundation of Pakistan in 1947. Birthed in the moment of liberation from British imperial rule, Pakistan was to be a secular state. Yet, as everyone knows, that moment of liberation was also the moment of the partition of the Indian sub-continent along religious lines, with India designated a home for Hindus and Pakistan a home for Muslims. So while Pakistan was secular in form, its content was Islamic. This has often meant that the Pakistani state has ultimately relied on Islam, and, nestling alongside it, anti-Indianism, for its coherence, its identity. Which means that the state’s relationship with religious minorities is always potentially, latently antagonistic."

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Tageszeitung vom 12.11.2018

"Taliban rücken weiter vor"

http://www.taz.de/Selbstmordanschlag-in-Afghanistan/!5547099/

Thomas Ruttig berichtet aus Anlass eines erneuten Selbstmordanschlags in Kabul über den scheinbar nicht aufzuhaltenden Vormarsch der Taliban in Afghanistan. "Sie demonstrierten gegen Gewalt – und fielen dabei einem Attentat zum Opfer: Sechs Afghanen, darunter drei Frauen, sind am Montagnachmittag in Kabul durch einen Selbstmordanschlag ums Leben gekommen. Etwa zwanzig wurden verletzt. Zu der Tat bekannte sich der afghanische Ableger des 'Islamischen Staates'. Der Attentäter hatte sich am äußersten Sicherheitsring um die Demonstranten in die Luft gesprengt, als der Protest sich gerade auflöste."

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Spiegel Online vom 07.11.2018

"Ich würde mich freuen, wenn Angela Merkel Asia Bibi Schutz anbietet"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-wuerde-mich-freuen-wenn-angela-merkel-asia-bibi-schutz-anb
ietet-a-1237276.html

Hasnain Kazim hat sich mit dem pakistanischen Rechtsanwalt Saif-ul-Malook unterhalten, der den Freispruch der Christin Asia Bibi erwirkt hat und sich nun in Europa auf der Flucht befindet. "Islamische Extremisten hassen Saif-ul-Malook, unter anderem weil er in den vergangenen Jahren als Rechtsanwalt Asia Bibi verteidigt hat, jene Christin, die 2009 beim Beerenpflücken auf einem Feld von zwei Frauen beschuldigt wurde, den Propheten Mohammed beleidigt zu haben. Neun Jahre saß sie wegen Blasphemie in der Todeszelle. Am 31. Oktober sprach der Oberste Gerichtshof in der Hauptstadt Islamabad die Frau von allen Vorwürfen frei. Seither ist Saif-ul-Malook auf der Flucht. Im Gespräch mit dem SPIEGEL erzählt er, warum er ausgerechnet jetzt untergetaucht ist und was er sich für die Zukunft von Asia Bibi und für seine eigene Zukunft erhofft."

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Spiegel Online vom 06.11.2018

"Wie Islamisten ein Land als Geisel nehmen"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/pakistan-warum-islamisten-ein-land-als-geisel-nehmen-koennen-a-1236
792.html

Die Entwicklung im Fall der wegen Blasphemie verurteilten Christin Asia Bibi werfe die Frage auf, warum Islamisten in Pakistan so viel Macht haben, schreibt Hasnain Kazim. "Pakistan wird immer wieder als 'gefährlichstes Land der Welt' bezeichnet. (...) Die Gefahr, die von Pakistan ausgeht, ist aber nicht, dass die Taliban oder andere Extremisten das Land überrennen, sondern dass sie schleichend die Macht übernehmen. Die Eingeständnisse, die die Regierenden ihnen gegenüber immer wieder machen, sind bedenklich. Jedes Einknicken suggeriert den Radikalen, dass sie den Staat weiter erpressen können. In Wahrheit geht es nicht um das Blasphemiegesetz oder Gottesfürchtigkeit, sondern allein um Macht. Bislang hat sich Religion in Pakistan als gut funktionierendes Machtinstrument erwiesen."

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Tagesspiegel vom 05.11.2018

"Asia Bibi - im Visier radikaler Muslime"

https://www.tagesspiegel.de/politik/christin-in-pakistan-zum-tode-verurteilt-asia-bibi-im-visier-radikale
r-muslime/23438894.html

Nach Ansicht von Malte Lehming ist es an der Zeit, im Fall der wegen Blasphemie verurteilten pakistanischen Christin Asia Bibi auf "stille Diplomatie" zu verzichten und den internationalen Druck auf Pakistan zu erhöhen. "Allerdings ist fraglich, ob allein mahnende Worte aus Washington, London, Brüssel, Paris oder Berlin die Hardliner beeindrucken. Deren Furor nimmt Sanktionen in Kauf. Ihre Stimme erheben müssen deshalb vor allem die Regierungschefs jener 56 Staaten, die in der 'Organisation für islamische Zusammenarbeit' organisiert sind. Imame, muslimische Würdenträger und Gelehrte müssen den Wert der Religionsfreiheit erkennen und verteidigen. Etwa drei Viertel aller Menschen, die weltweit wegen ihres Glaubens verfolgt werden, sind Christen. Besonders in der islamischen Welt ist ihre Lage prekär. Sie werden vertrieben, verfolgt, ermordet. Mission und Übertritte sind gemeinhin verboten. Über all das müssen Muslime unter sich ins Gespräch kommen, müssen streiten und Dissonanzen ertragen."

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Deutsche Welle vom 01.11.2018

"Taliban gewinnen in Afghanistan immer mehr Einfluss"

https://www.dw.com/de/taliban-gewinnen-in-afghanistan-immer-mehr-einfluss/a-46118422

Die afghanische Regierung kontrolliert gegenwärtig nur noch etwas mehr als die Hälfte aller Distrikte im Land, berichtet die Deutsche Welle. "Mehr als ein Jahr nach dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strategiewechsel in Afghanistan sind die radikalislamischen Taliban dort weiter auf dem Vormarsch. Die afghanische Zentralregierung in Kabul übe nur noch in 226 von 407 Distrikten des Landes Einfluss aus, heißt es in dem in Washington vorgelegten Fortschrittsbericht des US-Generalinspekteurs für Afghanistan (SIGAR). Dies sei die bislang niedrigste registrierte Zahl."

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Deutschlandfunk Kultur vom 29.10.2018

"Eine Demokratie in Kinderschuhen"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/afghanistan-nach-der-wahl-eine-demokratie-in-kinderschuhen.1005.de.h
tml?dram:article_id=431584

Emran Feroz kommentiert mit behutsamen Optimismus den Verlauf der afghanischen Parlamentswahlen. "Blutvergießen, Tote und Verletzte: Trotz aller Gewalt zeigten die afghanischen Parlamentswahlen auch Positives, kommentiert der Journalist Emran Feroz. Vor allem junge Menschen wünschten einen Wandel – und hoffen auf die Demokratie."

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Spiegel Online vom 20.10.2018

"Afghanistan: Terroranschläge bei Parlamentswahl"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/afghanistan-parlamentswahl-wird-von-gewalt-ueberschattet-mehrere-ex
plosionen-in-kabul-a-1234259.html

Spiegel Online berichtet über die prekäre Sicherheitslage in Afghanistan im Vorfeld der Parlamentswahlen. "Aus verschiedenen Provinzen gab es am Wahltag Berichte über Angriffe. Nach Angaben des Provinzrats Esmatullah Kurbani feuerten Taliban in der Provinz Tachar in mehreren Bezirken Mörsergranaten ab, um die Wahlen zu stören. In der Folge seien Wahlstationen geschlossen worden. Im Bezirk Ischkamisch sei ein Haus getroffen worden. Dabei seien ein Mensch getötet und weitere acht verletzt worden."

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Slate vom 18.10.2018

"There’s No Path to Victory in Afghanistan"

https://slate.com/news-and-politics/2018/10/afghanistan-war-end-negotiation-taliban-isis-al-qaida.html

Fred Kaplan schreibt, dass das US-Militär in diesem Monat zum ersten Mal Rekruten eingezogen habe, die zum Zeitpunkt der Invasion in Afghanistan noch nicht geboren waren. Seiner Meinung nach gibt es keinen erkennbaren Weg zu einem Sieg der USA über die Taliban. Nach einem Rückblick auf die politischen Begleitumstände des Krieges kommt er zu dem Schluss: "A negotiated settlement is the only way out. The Taliban seem disinclined to negotiate at the moment, since they’re winning on the battlefield. But they might be lured to peace talks if the reward were sufficiently enticing, and the only reward that might bring them is the prospect of a U.S. withdrawal — though not an unconditional withdrawal. Afghanistan is a nexus of international interests and intrigue. China, Russia, Iran, and Pakistan all have geopolitical and economic interests in its future. America’s relations with all four countries are dismal at the moment; yet, we depend on at least one of them at any given time for basing and overflight rights to supply our troops there — which means it isn’t entirely out of the question to work with at least two or three to contrive a peace."

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Weekly Standard vom 18.10.2018

"The Afghanistan War Is Over. We Lost."

https://www.weeklystandard.com/thomas-joscelyn/the-afghanistan-war-is-over-we-lost

Angesichts der Entwicklung in Afghanistan kann nach Ansicht von Thomas Joscelyn kein Zweifel mehr daran bestehen, dass der Krieg gegen die Taliban mit Bezug auf die erklärten Ziele von 2001 für die USA verloren ist. Es sei nicht auszuschließen, dass Präsident Trump in den kommenden Monaten einen Zeitplan für die schrittweise Verringerung der Zahl der dort kämpfenden US-Truppen ankündigen wird. "America has lost the war in Afghanistan. Washington may not want to admit it, and the U.S. military insists the conflict is a 'stalemate.' But make no mistake: The original 9/11 war has been lost. (...) while Trump preached patience, it was always in short supply. The president has not yet announced a timetable for withdrawal, but that could soon change. Senior U.S. officials tell THE WEEKLY STANDARD that President Trump could announce a drawdown within months. The mercurial president could always change his mind, but administration officials are acting as if time has already run out. (...) The United States is no longer trying to defeat the Taliban. Instead, the Trump administration, like the Obama administration before it, wants out. The Taliban knows this and is more than happy to dictate the terms of America’s withdrawal. That’s what is now being negotiated. The jihadists also know that wars end in victory or defeat — and their victory is at hand."

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Bundeszentrale für politische Bildung vom 17.10.2018

"Für Frieden und Wiederaufbau: Das Engagement der afghanischen Diaspora"

https://www.bpb.de/gesellschaft/migration/laenderprofile/277713/interview-afghanische-diaspora

Vera Hanewinkel im Gespräch mit Nadia Nashir, Vorsitzende des Afghanischen Frauenvereins e.V., "über ihre Arbeit, die Herausforderungen des Krieges für karitatives Engagement und die Frage, warum es sich lohnt, sich für Afghanistan einzusetzen."

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