US-Soldaten in Afghanistan

2.8. Mittel- und Lateinamerika

suche-links1 2 .. 12suche-rechts

Deutschlandfunk vom 15.11.2018

"Die gefürchteten Mara-Jugendbanden"

https://www.deutschlandfunk.de/el-salvador-die-gefuerchteten-mara-jugendbanden.1773.de.html?dram:article_
id=433228

Anne-Kathrin Mellmann berichtet über den aussichtslosen Kampf der Regierung El Salvadors gegen gewalttätige Jugendbanden. "Nach Jahren der erfolglosen Politik der harten Hand gilt heute immer noch das Prinzip Wegsperren. Das Land befinde sich in einem Krieg, meint Kardinal Gregorio Rosa Chávez: 'Leider gibt es heute niemanden, mit dem man verhandeln könnte. Jeden Tag gehen zehn oder zwölf Tote auf das Konto der Jugendbanden. Viele sagen, dass wir diesen Krieg nicht beenden können, auch weil die Maras weite Territorien kontrollieren. Wenn die Regierung ihnen mit noch mehr Repression begegnet, bringen die Gangs mehr Polizisten um. Es gibt kein Gesetz, dass den Bandenmitgliedern eine Rückkehr in die Gesellschaft ermöglicht. Wer schützt sie, wenn sie die Gruppe verlassen, wer gibt ihnen eine Chance? Es interessiert sie nicht, irgendwo für 500 Dollar im Monat zu arbeiten, wenn sie mit dem Drogengeschäft oder Erpressungen viel mehr verdienen. Wir müssen sie auffangen, statt sie zu behandeln, als seien sie für immer verloren. Und wir müssen verstehen, dass es für sie die Todesstrafe bedeutet, ihre Bande zu verlassen.'"

Mehr lesen


ipg-journal vom 30.10.2018

"Eine Demokratie wählt sich ab"

https://www.ipg-journal.de/regionen/lateinamerika/artikel/detail/eine-demokratie-waehlt-sich-ab-3058/

Thomas Manz kommentiert im IPG-Journal den Ausgang der brasilianischen Präsidentschaftswahlen. "Das Wahlergebnis bestätigt die Wirkungsmacht des antipolitischen Diskurses. Er begünstigt Kandidaten, die sich als 'Nicht-Politiker' oder 'Outsider der Politik' präsentierten. Bolsonaro gelang es mit seinem Diskurs der 'Säuberung der Politik', die Dominanz der beiden großen Parteien PSDB und PT zu durchbrechen. Sie hatten seit 1994 die Präsidentschaftswahlen unter sich ausgemacht. Der neue Kongress wird viele noch unerfahrene Abgeordnete haben, er wird auch etwas jünger und weiblicher sein – dabei aber auch deutlich konservativer. Die parteiübergreifenden Fraktionen der Agrarwirtschaft, der Evangelikalen und der Anhänger einer Sicherheitspolitik der 'harten Hand' sind gestärkt."

Mehr lesen


Guardian vom 30.10.2018

"The unseen driver behind the migrant caravan: climate change"

https://www.theguardian.com/world/2018/oct/30/migrant-caravan-causes-climate-change-central-america

Neben Gewalt und Armut ist es diesem Bericht des Guardians zufolge vor allem der Klimawandel, der die aktuelle Migrationswelle aus Mittelamerika in Richtung USA ausgelöst hat. "Experts (...) warn that in the coming decades, it is likely to push millions more people north towards the US. 'The focus on violence is eclipsing the big picture – which is that people are saying they are moving because of some version of food insecurity,' said Robert Albro, a researcher at the Center for Latin American and Latino Studies at American University. 'The main reason people are moving is because they don’t have anything to eat. This has a strong link to climate change – we are seeing tremendous climate instability that is radically changing food security in the region.' Migrants don’t often specifically mention 'climate change' as a motivating factor for leaving because the concept is so abstract and long-term, Albro said. But people in the region who depend on small farms are painfully aware of changes to weather patterns that can ruin crops and decimate incomes."

Mehr lesen


Deutschlandfunk vom 29.10.2018

"Unter Bolsonaro wird das Militär an Einfluss gewinnen"

https://www.deutschlandfunk.de/neuer-praesident-brasiliens-unter-bolsonaro-wird-das.694.de.html?dram:arti
cle_id=431765

Christiane Kaess im Gespräch mit dem CDU-Politiker Peter Weiß über mögliche Folgen des Wahlsiegs des rechtsextremen Politikers Jair Bolsanaro bei der Präsidentschaftswahlen in Brasilien. "Nach dem Wahlsieg von Jair Bolsonaro sorgt sich CDU-Politiker Peter Weiß um die Zukunft der Demokratie in Brasilien. Den Rückfall in eine Militärdiktatur sieht er zwar nicht. Er gehe aber davon aus, dass das Militär wieder an Einfluss gewinnen werde, sagte er im Dlf."

Mehr lesen


Tageszeitung vom 05.10.2018

"Tagebuch eines Aufstands"

http://www.taz.de/40-Jahre-taz-Die-Lage-in-Nicaragua/!5538749/

Zur aktuellen Lage in Nicaragua lässt die Tageszeitung in- wie ausländische Stimmen zu Wort kommen. "1979 feierte die Linke in Europa den Sieg der Sandinisten. 2018 protestiert die Bervölkerung Nicaraguas gegen Präsident Ortega. Stimmen aus einem zerrissenen Land."

Mehr lesen


The Atlantic vom 23.09.2018

"Latin America Gets Its Own Migrant Crisis"

https://www.theatlantic.com/international/archive/2018/09/venezuela-migrants/570979/?utm_source=feed

Die innenpolitische Krise in Venezuela habe eine Flüchtlingswelle ausgelöst, die in Lateinamerika ähnliche politische Folgen wie in Europa haben könnte, schreibt Krishnadev Calamur. "If the European migrant crisis is any indication, Venezuela’s neighbors are unlikely to remain welcoming for long. European nations like Germany and Sweden, which opened their arms to migrants in the early days of the crisis, quickly soured on the new arrivals, with dramatic political consequences. There’s also the fact that Latin-American nations are far poorer than those in the European Union — something that’s sure to become a destabilizing political issue for a place like Colombia, Santos, the Colombian ambassador, said. Citing sympathetic coverage in Colombia of the migrant crisis, Bury said that while Colombia is more accepting of newcomers than other places, 'the situation [with Venezuelans] is a bit newer. … But when we’re talking about almost 2 million people coming into the country, there will be a limit for sure.'"

Mehr lesen


New York Times vom 18.09.2018

"Colombia Struck a Peace Deal With Guerrillas, but Many Return to Arms"

https://www.nytimes.com/2018/09/18/world/americas/colombia-farc-peace.html?action=click&module=In%20Other
%20News&pgtype=Homepage&action=click&module=News&pgtype=Homepage

Viele frühere Kämpfer der FARC-Guerilla haben seit dem Abschluss des Friedensabkommens Probleme bei ihrer Integration in das zivile Leben, berichten Nicholas Casey und Federico Rios Escobar. Einige hätten erneut zu den Waffen gegriffen und sich neuen Guerilla-Gruppen angeschlossen. "These dissident guerrillas invited The New York Times to their camp, hidden among mountains north of Medellín, to tell the story of why they abandoned the peace deal. But well before the visit, the agreement was already fraying. The government, which had promised to sweep into rebel lands behind the FARC, bringing health and education services and potable water, is barely seen in much of the country. President Iván Duque of Colombia campaigned against the accords and now says he will revise them. One of the FARC peace negotiators was arrested for trafficking 10 tons of cocaine this year — while preparing to take a senate seat. And then there are groups like the one The Times visited, which present a particularly grave threat to the accords. There can be no peace in Colombia if the rebels rearm."

Mehr lesen


Spiegel Online vom 09.09.2018

"Trump-Regierung soll mit venezolanischen Militärs Putschpläne beraten haben"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/venezuela-trump-regierung-soll-mit-militaers-putsch-plaene-beraten-
haben-a-1227209.html

Spiegel Online berichtet über angebliche geheime Treffen von US-Regierungsvertretern mit venezolanischen Rebellen, bei denen über Möglichkeiten eines Putsches gegen den amtierenden Präsidenten gesprochen worden sein soll. "Das Weiße Haus wollte keine Fragen zu den angeblichen Geheimgesprächen beantworten, teilte der Zeitung aber mit, dass es wichtig sei sich auf 'einen Dialog mit allen Venezolanern einzulassen, die einen Wunsch nach Demokratie zeigen.' So solle eine positive Veränderung für ein Land bewirkt werden, das so sehr unter dem sozialistischen Präsidenten Maduro gelitten habe. Maduro steht schon lange international in der Kritik. Die Versorgungslage in dem lateinamerikanischen Land ist prekär und bedroht die regionale Sicherheit."

Mehr lesen


The Washington Post vom 08.09.2018

"Trump administration met with, but rebuffed, Venezuelan officers who said they were plotting a coup, officials say"

https://www.washingtonpost.com/world/national-security/trump-administration-met-with-but-rebuffed-venezue
lan-officers-who-said-they-were-plotting-a-coup-officials-say/2018/09/08/aa7a2804-b398-11e8-a20b-5f4f8442
9666_story.html?utm_term=.8d702591fef5

Karen DeYoung und Greg Jaffe berichten, dass Vertreter der US-Regierung im vergangenen Jahr mehrfach mit rebellierenden venezolanischen Offizieren Putschpläne gegen Präsident Maduro diskutiert hätten. Die Bitte um Unterstützung sei von den US-Offiziellen allerdings abgelehnt worden. "The Trump administration met several times last year and early this year with Venezuelan military officers purporting to be dissidents plotting a coup against President Nicolás Maduro, but ultimately rebuffed their requests for assistance, according to U.S. officials. The operation was small and closely held, according to one senior official, who described the meetings as 'all listening. We listen to anyone who wants to talk to us.' (... ) Maduro has frequently accused the United States of plotting with his opponents, and of economic and actual warfare against him. The outreach by the officers 'highlighted the level of desperation' in Venezuela, and the Trump administration was eager to understand what was going on inside the armed forces, according to another person familiar with meetings."

Mehr lesen


Tageszeitung vom 30.08.2018

"Versöhnung mit der Mafia?"

https://www.taz.de/!5529231/

Der neue Präsident Mexikos, López Obrador, habe seinen Kampf gegen die Korruption im Land mit dem Leitspruch der "Versöhnung" verbunden, berichtet Anne Huffschmid. Bei vielen Opfern der "Gewaltkatastrophe, die das Land seit einer Dekade" überziehe, stoße dies auf Widerstand. "Natürlich ist organisierter Staatsterror nicht dasselbe wie das diffuse Terrorregime, das sich im Mexiko mit der Militarisierung der staatlichen 'Drogenbekämpfung' etabliert hat. Kein monolithischer Staat steht hier dahinter, sondern ein Geflecht aus kriminellen Ökonomien und korrupten Staatsbediensteten, von einfachen Polizisten bis zum Gouverneur. 'Makrokriminalität' nennen die Experten diese Seilschaften, viele Mexikaner sprechen von 'Narco-Estado', Drogenstaat. (...) Um den Bann der Straflosigkeit zu brechen, täte strafrechtliche Aufarbeitung not – und eine Rekonstruktion, wie der Narco-Estado funktioniert hat und wie sich das Staatsversagen erklären lässt. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Im neu berufenen Kabinett sind viele als integer geltende Persönlichkeiten versammelt – eine neue Garde, überwiegend in das mafiöse Geflecht nicht verstrickt. Bei den gerade angelaufenen 'Versöhnungsforen' tun sich jedoch tiefe Gräben auf".

Mehr lesen


Spiegel Online vom 29.08.2018

"Brasilien schickt Soldaten an venezolanische Grenze"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/brasilien-schickt-soldaten-an-venezolanische-grenze-a-1225440.html

Die Migrationsbewegung aus Venezuela habe die brasilianische Regierung veranlasst, mehr Soldaten an die Grenze zum Nachbarland zu schicken, berichtet Spiegel Online. "Hyperinflation, Knappheit bei Nahrungsmitteln und Medikamenten sowie Engpässe bei der Strom- und Wasserversorgung machen vielen Venezolanern zu schaffen. Immer mehr Menschen verlassen deshalb das Land. Die brasilianische Regierung will als Reaktion darauf nun ihre Armee an der Grenze zum Nachbarland mobilisieren. Präsident Michel Temer hat am Dienstag ein entsprechendes Dekret unterzeichnet."

Mehr lesen


Tageszeitung vom 27.08.2018

"Nicaraguas Regime schlägt zurück"

http://www.taz.de/Verhaftungen-von-Oppositionellen/!5528029/

Wolf-Dieter Vogel berichtet über die harte Reaktion der nicaraguanischen Regierung auf die Proteste der letzten Monate. "Nicaraguas Regime rächt sich. Ende Juli räumten Polizisten und paramilitärische Gruppen die letzten Barrikaden und drängten damit einen vier Monate dauernden Protest von Studenten, Bauernorganisationen, Feministinnen und anderen Regierungskritikern von den Straßen Nicaraguas zurück. Dieser hatte sich zunächst gegen die Sozialreformen der Regierung, insbesondere gegen die Erhöhung der Sozialversicherungsbeiträge, gerichtet. Seither vergeht kein Tag, an dem nicht Oppositionelle verhaftet und terrorisiert werden. Ständig verlassen Menschen das Land, weil sie sich ihres Lebens nicht mehr sicher sind: Kirchenvertreter und Politikerinnen, studentische Aktivisten oder deren Angehörige. Mehrere Zehntausend Menschen sind auf der Flucht."

Mehr lesen


Foreign Affairs vom 24.08.2018

"How Daniel Ortega Became a Tyrant"

https://www.foreignaffairs.com/articles/nicaragua/2018-08-24/how-daniel-ortega-became-tyrant

Gioconda Belli, die das 1979 gestürzte Somoza-Regime in jungen Jahren miterlebt hat, schreibt, dass der damalige Revolutionsführer Daniel Ortega heute selbst zu einem Tyrannen geworden sei. "What never should have happened is happening again in Nicaragua. Since April 18, when the violent suppression of protests against a Social Security Reform triggered a massive civic insurrection, President Daniel Ortega and his wife, Vice-President Rosario Murillo, have abandoned all pretense of tolerance and restraint and unleashed a deadly wave of repression. It is as if Anastasio Somoza — the country’s previous dictator, toppled in 1979 — has returned to Managua."

Mehr lesen


Spiegel Online vom 19.08.2018

"Brasilianer greifen Flüchtlinge aus Venezuela an"

http://www.spiegel.de/politik/ausland/pacaraima-brasilianer-greifen-fluechtlinge-aus-venezuela-an-a-12239
16.html

Die Krise in Venezuela habe erste Auswirkungen auf das Nachbarland Brasilien, berichtet Spiegel Online. "Zehntausende Menschen aus Venezuela sind wegen der Wirtschaftskrise in ihrem Land nach Brasilien geflohen. In einem Ort kam es zu Zusammenstößen mit Einheimischen. Soldaten sollen die Lage nun unter Kontrolle bringen."

Mehr lesen


Center for Security Studies vom 15.08.2018

"Verbrecher mit Informationen abschrecken: Evidenz einer randomisierten Plakatkampagne in Bogota"

http://www.css.ethz.ch/ueber-uns/css-news/2018/08/verbrecher-mit-informationen-abschrecken-evidenz-einer-
randomisierten-plakatkampagne-in-bogota.html

Das Center for Security Studies berichtet über eine Aufklärungskampagne der kolumbianischen Regierung zur Verbrechensprävention. "Kann eine Plakatkampagne dazu beitragen, kriminelle Aktivitäten zu reduzieren, indem sie die Risikowahrnehmung von Verbrechern beeinflusst? Um dies herauszufinden, analysieren CSS Senior Researcher Enzo Nussio und Ervyn Norza Céspedes die Ergebnisse einer solchen Versuchskampagne in einem, von hoher Kriminalität betroffenen Gebiet in Bogota, Kolumbien."

Mehr lesen


suche-links1 2 .. 12suche-rechts

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Zum Shop