US-Soldaten in Afghanistan

2.8. Mittel- und Lateinamerika

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Stiftung Wissenschaft und Politik vom 03.12.2019

"Kein lateinamerikanischer Frühling"

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2019A69_zll.pdf

Claudia Zilla ist der Ansicht, dass die aktuellen Protestbewegungen in Lateinamerika nicht vorschnell mit den Aufständen in der arabischen Welt verglichen werden sollten. "Übergeneralisierungen und vorschnelle Analogien lenken indes von einem differenzierten Verstehen ab. Eine Einordnung der Fälle und die Suche nach einem Ausweg aus den verschiedenen Krisen erfordern, dass nicht nur (gemeinsame) sozioökonomische Probleme, sondern auch (unterschiedliche) gesellschaftliche und politische Faktoren in die Analyse einbezogen werden. Ein systemischer Blick auf die aktuellen Konflikte, insbesondere der Vergleich zwischen Bolivien und Chile, zeigt, wie aus unterschiedlichen Gründen politische Stabilität zur Starre werden und dann explosionsartig zerbrechen kann."

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Yahoo News vom 03.12.2019

"'Missed his moment': opposition corruption scandal undermines Venezuela's Guaido"

https://news.yahoo.com/missed-moment-opposition-corruption-scandal-181802527.html

Die venezolanische Opposition um Juan Guaido stehe im Zentrum eines neuen Korruptionsskandals, berichten Angus Berwick and Mariela Nava. Im Land breite sich die Überzeugung aus, dass Guaido seine Gelegenheit zum Sturz von Präsident Maduro verpasst habe. "To a dozen Venezuelans interviewed by Reuters around the country, the scandal has marked another blow to Guaido's reputation and to their hopes of seeing the back of the deeply unpopular Maduro, who has presided over a five-year economic crisis and an expanding authoritarian state. For Mario Silva, an engineer waiting by a bus stop in the crumbling western city of Maracaibo, it was time to move on. 'Guaido missed his moment,' the 60-year-old said. (…) Last month, Guaido struggled to launch a new wave of street protests. Attendance was a fraction of the crowds he drew earlier this year. His flagging momentum has caused some of his fellow lawmakers to start jostling for a new leadership battle, though most have not yet started criticizing him publicly, according to interviews with analysts and politicians."

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Al Jazeera English vom 03.12.2019

"Mexico homicide record: 127 deaths reported in a single day"

https://www.aljazeera.com/news/2019/12/mexico-homicide-rate-127-deaths-reported-single-day-19120306065822
0.html

Die Strategie der mexikanischen Regierung zur Bekämpfung der Bandenkriminalität werde nach einer Rekordmeldung von 127 gewaltsam getöteten Menschen am 1. Dezember stärker hinterfragt, berichtet Al Jazeera. "For years Mexico has been struggling with violence as previous administrations battled drug cartels, in most cases leading to a fragmentation of gangs and internal vicious fightings. Leftist Lopez Obrador pledged to overturn militarised crackdowns on drug cartels and instead promised to deal with corruption and inequality. He also created a new civilian National Guard and proposed a new approach to tackling violence with 'Hugs, not bullets' becoming one of his campaign slogans. But the murder rate is at historic high levels and the country has slipped into recession. (…) Despite the challenges, 64 percent of Mexican voters approve of the job he is doing."

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Spiegel Online vom 01.12.2019

"Ewiger Terror"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/kolumbien-die-gewalt-kehrt-zurueck-a-1298873.html

Annette Langer berichtet in ihrer Reportage aus dem Nordwesten Kolumbiens über den erneuten Gewaltausbruch in einer Region, die nach dem Abschluss des Friedensvertrags 2016 und dem folgenden Abzug der Farc-Guerilla eigentlich zur Ruhe kommen sollte. "Doch die Guerilla hinterließ ein Machtvakuum, das schnell gefüllt wurde: Die marxistische 'Nationale Befreiungsarmee' ELN und der mächtige Golf-Clan ließen sich in der Region nieder und bedienten sich der üblichen Mafia-Instrumente, um Kontrolle über das Terrain zu erlangen: Schutzgelderpressung, Verbannung und Vertreibung der einheimischen Bevölkerung, Zwangsrekrutierung von Minderjährigen - und Mord. (…) Die EU stuft die ELN als Terrororganisation ein. Der berüchtigte Golf-Clan ging aus rechten paramilitärischen Gruppen hervor und ist geschätzt für etwa die Hälfte des Kokain-Exports aus Kolumbien ins Ausland verantwortlich. Das Verbrechersyndikat soll mit dem mexikanischen Sinaloa-Kartell zusammenarbeiten. (…) 'Für uns hat sich mit dem Friedensabkommen gar nichts geändert', so Sanapis bitteres Resümee. 'Die Akteure sind neu, aber der Krieg geht weiter.' Die Situation für Indigene und Afrokolumbianer sei extrem gefährlich und zusehends unübersichtlich: Einige Ex-Farc-Mitglieder hätten sich den Paramilitärs angeschlossen, ELN-Deserteure würden für das Militär arbeiten. 'Wir können niemandem vertrauen, weder der Polizei noch der Armee, weil sie unterwandert sind.'"

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ipg-journal vom 29.11.2019

"Küsse statt Schüsse"

https://www.ipg-journal.de/regionen/lateinamerika/artikel/detail/kuesse-statt-schuesse-3901/

Sandra Weiss kann ein Jahr nach dem Amtsantritt von Präsident Obrador und dessen linksnationalistischer Regierung in Mexiko kein Ende der Gewalt erkennen. "Ein Jahr nach seinem Amtsantritt (...) dreht sich die Gewaltspirale schneller denn je. Mit 25 890 Morden bis Ende Oktober schickt sich 2019 an, ein neues Rekordjahr zu werden. 95 Menschen werden täglich umgebracht. Auch Entführungen, Schutzgelderpressungen und Menschenschmuggel kletterten auf ein neues Rekordniveau. In einigen Regionen haben die Kartelle de facto die Macht übernommen, einen Teil des Staatsapparates kooptiert. Von Unternehmen und Bürgern kassieren sie Schutzgelder. Im Oktober überzog das Sinaloa-Kartell in einer Blitzaktion die Stadt Culiacán mit einer Terrorkampagne, um den zum Zwecke der Auslieferung an die USA festgenommenen Sohn des Drogenbosses 'El Chapo' Guzmán freizupressen – mit Erfolg."

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TIME.com vom 28.11.2019

"Mexico Is Infuriated by Trump's Pledge to Designate Drug Cartels as Terrorist Organizations"

https://time.com/5741024/mexico-certification-cartels-terrorist-organizations/

In Mexiko sei die Drohung des US-Präsidenten, Drogenkartelle im Nachbarland zu Terrororganisationen zu erklären, mit Wut und Sorge aufgenommen worden, berichtet Mark Stevenson. "Mexican officials and experts don’t fear that Trump will send killer drones into Mexico. Such drone strikes have been a mainstay of U.S. anti-terror operations in Pakistan and Afghanistan, but nobody thinks they would be launched into Mexico. What Mexicans do fear a terrorism designation could send bilateral relations back into the dark days of the 1990s, when annual U.S. certifications of Mexico’s anti-drug efforts became a regular source of friction. (…) [Mexico City security analyst Alejandro Hope] noted that a terror-group designation would only encourage those who want to militarize the U.S.-Mexico border or build a wall along it, something Mexico has hotly opposed. 'This reinforces and gives ammunition to those who want to describe Mexico as a failed state, and describe the border as a security risk, and want to treat narcoterrorism and immigrations as twin issues,' said Hope. 'This is part of a broader agenda.' On a more visceral level, Mexicans reacted angrily to the potential terrorism designation Wednesday, arguing it would violate the country’s sovereignty."

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ipg-journal vom 25.11.2019

"Der Ausweg ist die soziale Demokratie"

https://www.ipg-journal.de/interviews/artikel/der-ausweg-ist-die-soziale-demokratie-3893/

Der chilenische Politikwissenschaftler Cristóbal R. Kaltwasser meint in diesem Interview, dass die Krise in Chile eine "weltweite Signalwirkung" habe. "Ich glaube, der Ausgang der Krise in Chile wird großen Einfluss auf die Region haben und darüber hinaus global. Global, weil Chile das Paradebeispiel des Neoliberalismus ist. Wenn die Chilenen jetzt eine Lösung im Sinne einer sozialen Marktwirtschaft finden, ist das ein Zeichen für die ganze Region, aber auch für die ganze Welt. Der Ausweg ist eine soziale Demokratie."

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TIME.com vom 23.11.2019

"Hundreds of Thousands Protested Colombia's Conservative Government. Here's What to Know"

https://time.com/5737190/colombia-protests/

In Kolumbien sind hunderttausende Demonstranten gegen die Regierung auf die Straße gegangen. Rachael Bunyan erläutert die Hintergründe der Massenproteste. "Unlike other protests in Latin America, the protests in Colombia were not fighting for a single issue. Instead, Colombians were voicing their criticism of the government’s lack of action in addressing major concerns over security, corruption and economic inequality among other issues. The protests, described by organizers as a national strike, were mostly peaceful, but as the sun set, riot police began firing tear gas at protesters — including those who had reportedly blocked bus routes in Bogotá, Colombia’s capital. Three people died on Thursday amid social unrest, according to government officials."

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ipg-journal vom 15.11.2019

"Gott im Präsidentenpalast"

https://www.ipg-journal.de/regionen/lateinamerika/artikel/detail/gott-im-praesidentenpalast-3875/

Pablo Stefanoni, Chefredakteur der Zeitschrift Nueva Sociedad, erklärt den politischen Hintergrund des Machtwechsels in Bolivien. "(…) nach der Ernennung der Oppositionssenatorin Jeanine Áñez zur Übergangspräsidentin infolge einer laxen Auslegung der Verfassung, ergibt sich für Bolivien ein komplexes Szenario. Die MAS verfügt im Kongress über eine Zweidrittelmehrheit und ist der Schlüssel zum 90tägigen Wahlprozess. In der Opposition dominiert ein revanchistischer Diskurs, der darauf abzielt, Bolivien zu 'ent-evo-risieren'. Neben den radikal konservativen Positionen von Camacho und Áñez – beide behaupten, dass Gott nun in den Präsidentenpalast zurückkehre – gehören dazu auch das Militär und die Polizei; die traditionelle Elite kehrt ebenfalls an die Macht zurück. Die Opposition scheint derzeit gespalten zu sein zwischen denen, die eine Verhandlungslösung vorschlagen, und denen, die der autoritären Versuchung erliegen, Morales jede Möglichkeit von Macht und Einfluss zu nehmen. Letzteres birgt ein enormes Konfrontationspotential, wie sich bereits in einigen Regionen abzeichnet. Dort verstärkt sich das Gefühl, dass die neuen Behörden eine Art reaktionäre Konterrevolution zur Wiederherstellung alter ethnischer und sozialer Hierarchien durchführen. Dies dürfte allerdings auf Widerstand stoßen."

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New York Times vom 15.11.2019

"Ethnic Rifts in Bolivia Burst Into View With Fall of Evo Morales"

https://www.nytimes.com/2019/11/15/world/americas/morales-bolivia-Indigenous-racism.html

Der erzwungene Rücktritt von Präsident Morales habe in Bolivien ethnische Gräben offengelegt, berichten Anatoly Kurmanaev und Clifford Krauss. Indigene Bolivianer fürchten demnach den Verlust ihres hart erkämpften politischen Einflusses. "Mr. Morales, a champion of the Indigenous, has now been replaced by an acting president of European descent, and resentments have surfaced. Police officers have ripped the Indigenous insignia off their uniforms. Protesters have burned the Indigenous flag. And the acting president, who posted tweets many consider racist, initially appointed a cabinet without a single Indigenous member. 'We feel threatened,' said Juan Acume, a farmer from the Quechua, an Indigenous group, near a protest barricade of earth mounds and tree trunks across Bolivia’s main highway on Wednesday night. 'They don’t represent us; they reject us, the Indigenous.'"

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Süddeutsche Zeitung vom 14.11.2019

"Ich bin weiterhin Präsident"

https://www.sueddeutsche.de/politik/bolivien-morales-1.4681523

Evo Morales, der nach seinem Rücktritt als bolivianischer Präsident nach Mexiko geflohen war, hat eine Rückkehr nach Bolivien nicht ausgeschlossen. "Evo Morales ist nach eigener Auffassung nach seinem Rücktritt noch immer Präsident Boliviens. Das Parlament müsse den Rücktritt entweder annehmen oder ablehnen, sagte er am Mittwoch, einen Tag nach seiner Ankunft im mexikanischen Exil, im Interview mit der spanischen Zeitung El País. 'Solange es das nicht tut, bin ich weiterhin Präsident.' (…) Morales war nach massiven Protesten und auf Druck des Militärs am Sonntag nur drei Wochen nach seiner umstrittenen Wiederwahl zurückgetreten. Der Sozialist hatte sich nach der Abstimmung am 20. Oktober zum Sieger in der ersten Runde erklärt, obwohl die Opposition und internationale Beobachter ihm Wahlbetrug vorgeworfen hatten."

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The New Yorker vom 12.11.2019

"What Do Lula’s Release and Morales’s Ouster Signal for Latin America?"

https://www.newyorker.com/news/daily-comment/what-do-lulas-release-and-moraless-ouster-signal-for-latin-a
merica

Lateinamerika hat in nur wenigen Tagen sowohl den Rücktritt von Boliviens Präsident Morales als auch die Freilassung des brasilianischen Ex-Präsidenten Lula erlebt. Jon Lee Anderson analysiert vor diesem Hintergrund den aktuellen Zustand der Demokratie auf dem Kontinent. "While the consequences of neither Lula’s release nor Morales’s ouster can yet be fully understood, it’s clear that, while the far right appears to be gaining strength again in Latin America, as it is in Europe, the left can’t be completely discounted. And neither can the military, which largely retreated to the barracks a generation ago, in the post-Cold War restoration of democracy across the continent, but in some countries has lately begun, if not to seize power outright, then to assume the role of institutional arbiter. (…) Yet signs of a new levelheadness, or perhaps of fairness, are beginning to emerge. Lula’s release demonstrated a refreshing independence on the part of the Brazilian Supreme Court and seemed to offer a belated counter to the politically and ethically tarnished judiciary that had convicted him. In Chile, an effort is building to amend the constitution, which was rewritten during the dictatorship of the late general Augusto Pinochet, and has been little modified since then. And the Organization of American States, or O.A.S., a multilateral body long repudiated by the left as an overly U.S.-influenced institution, may have resurrected its viability as a more balanced regional player, after Morales agreed to settle his disputed reelection by authorizing it to carry out an independent investigation. (…) Morales accepted that verdict and announced that new elections would be held — only to be told by the military that he should go. And he did leave. It was not a good ending for anyone."

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New York Times vom 12.11.2019

"Bolivia Crisis Shows the Blurry Line Between Coup and Uprising"

http://https://www.nytimes.com/2019/11/12/world/americas/bolivia-evo-morales-coup.html

Die kontroversen Umstände des Rücktritts des bolivianischen Präsidenten Morales haben eine Debatte darüber ausgelöst, ob es sich bei dem Umsturz um einen "Putsch" oder um eine "Revolte" handle. Nach Ansicht von Max Fisher lässt sich diese Frage nicht so einfach beantworten, da beide Seiten gute Argumente hätten. "(…) the coexistence of the two interpretations hints at an important truth, scholars say: The line between coups and revolts can be blurry, even nonexistent. Often, they are one and the same: mass public uprisings alongside military defections that compel the resignation or removal of a country’s leader. But the overlapping terms often carry moral connotations that could not be more divergent: Coups, in today’s understanding, are to be condemned; revolts are to be championed. 'People who get hung up on whether or not something is a coup or a revolution are missing the point,' said Naunihal Singh, a leading scholar of power transitions and coups. 'The question is what happens next.' That has opened space for a kind of linguistic warfare, in which a political takeover can be portrayed as legitimate by labeling it a revolt, or illegitimate by terming it a coup."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.11.2019

"Morales – Opfer seiner Hybris"

https://faz.net/aktuell/politik/ausland/evo-morales-ist-das-opfer-seiner-hybris-16481427.html

Daniel Deckers führt den Sturz des bolivianischen Präsidenten vor allem auf dessen "Hybris" zurück. Morales habe ein Modell der Wirtschafts- und Sozialpolitik verfolgt, das "von Beginn an auf tönernen Füßen stand, weil es die Abhängigkeit von dem Export von Rohstoffen nicht nur zementierte, sondern noch verstärkte". Dies sei gerade auf Seiten der europäischen Linken aus dem Blick geraten: "Die Statistiken über die Erfolge staatlicher Umverteilungspolitik zugunsten der unteren Gesellschaftsschichten und die Rede von der Entstehung einer neuen Mittelklasse überstrahlten die frühen Krisensymptome und stellten alle Vorbehalte gegenüber den neuen linken Eliten in den Schatten. Dabei bedienten sich die Politiker vom Schlag eines Chávez oder eines Morales doch stets derselben Methoden wie ihre nunmehr dämonisierten Vorgänger, um die ohnehin schwachen Institutionen für ihre populistischen Zwecke zu instrumentalisieren. In Ländern, in denen Gewaltenteilung schon immer eher Teil des 'estado formal' denn des 'estado real' war, fiel es nicht schwer, Verfassungen zu ändern, die Gerichtsbarkeit zu manipulieren und die Pressefreiheit nur so lange hochzuhalten, wie den staatlich orchestrierten Propagandamaschinen keine Gefahr von nicht-systemkonformen Medien drohte."

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Freitag vom 11.11.2019

"Ein letzter Dienst"

https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/auch-an-sich-selbst-gescheitert

Für die Linke in Südamerika sei der erzwungene Rücktritt des bolivianischen Präsidenten Evo Morales ein "Schock", stellt Lutz Herden fest. Morales habe allerdings durchaus "Mitschuld an seinem Absturz". "Er hat augenscheinlich unterschätzt, dass es seine Gegner nicht nur als Provokation gedeutet haben, als er sich gegen geltendes Verfassungsrecht eine vierte Amtszeit sichern wollte. Sie empfanden es mindestens genauso als willkommene Gelegenheit, einen aussichtsreichen Gegenschlag zu führen und jemanden aus dem Amt zu jagen, der sich für unersetzbar hielt. Sein Kontrahent beim jüngsten Präsidentenvotum war immerhin mit Carlos Diego Mesa die Integrationsfigur der bürgerlichen Opposition, der zu vereinen verstand, was jahrelang zerstritten war. Schließlich handelte es sich auch um den Politiker, den Morales bei seiner ersten erfolgreichen Präsidentenwahl Ende 2005 besiegte. Mesa hat die Gunst der Stunde früh erkannt und zu nutzen gewusst. Spätestens 2016, als die Morales-Partei 'Bewegung zum Sozialismus' (MAS) das Referendum über einer Verfassungsrevision klar verlor, hätte die Einsicht walten sollen, einen alternativen Kandidaten für die Wahl 2019 aufzustellen. Vizepräsident Marcelo García Linera kam in Betracht, nun allerdings ist der genauso diskreditiert und physisch bedroht wie Morales selbst."

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