US-Soldaten in Afghanistan

5. NSA / Überwachung / Big Data

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Deutschlandfunk Nova vom 18.07.2019

"Schnüffel-Alarm bei FaceApp"

https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/datenschutz-schnueffel-alarm-bei-faceapp

Die aktuelle Popularität der Bildbearbeitungs-App "FaceApp" werde von Experten mit "Bauchschmerzen" beobachtet, schreibt Andreas Noll. "Die App gibt es schon seit zwei Jahren – ihr könnt damit einen Menschen auf einem Foto (zum Beispiel euch selbst) älter oder jünger machen, sein Geschlecht wechseln oder ihm einfach ein neues Äußeres zulegen. (...) FaceApp stammt von russischen Entwicklern der Firma Wireless Lab. Für die Öffentlichkeit ist die Firma eine Black Box: Es gibt eine Postanschrift in Sankt Petersburg, aber die Firma hat noch nicht mal eine eigene Homepage. Man weiß also nicht viel. Trotzdem bestätigen die User scheinbar sorglos die AGB und die Datenschutzbestimmungen von FaceApp – und ermöglichen damit dem Unternehmen, in großem Umfang Daten zu sammeln."

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Süddeutsche Zeitung vom 14.07.2019

"Kein Werbegeld für 'kontroverse Themen und heikle Ereignisse'"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/terror-propaganda-youtueb-twitter-facebook-eu-1.4523834

Michael Moorstedt bezweifelt, dass die von Youtube eingesetzten Algorithmen in der Lage sein werden, als kontrovers eingeschätztes Material auf der Videoplattform effektiv herauszufiltern. "Was ist ein Propaganda-Video und was ein notwendiges Dokument der Zeitgeschichte? Was ist ein Kriegsverbrechen und was nur ein 'heikles Ereignis'? Selbstverständlich scheitern die Löschalgorithmen von Youtube, Facebook und Twitter an solchen Fragen. Das massenhafte Keulen von kontroversen Inhalten ist also nicht die Lösung. Und doch plant die EU für kommenden Herbst die Verabschiedung der sogenannten Verordnung zur 'Verhinderung der Verbreitung terroristischer Online-Inhalte'. Die neue Regelung soll die Online-Konzerne dazu verpflichten, von offizieller Stelle entdeckte und gemeldete Terrorpropaganda innerhalb einer Stunde zu löschen. Bei Verstößen würden den betroffenen Unternehmen Bußgelder in Höhe von bis zu vier Prozent ihres globalen Jahresumsatzes drohen. Die einzige Folge davon wird sein, dass sie noch rigoroser löschen. Die Lösung, die das Problem eigentlich eindämmen soll, verkompliziert es also in Wahrheit. Es gibt keine Gewissheiten mehr."

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Zeit Online vom 12.07.2019

"Deutschland will zurückhacken"

https://www.zeit.de/digital/internet/2019-07/hackback-cyberwar-datensicherheit-digitaler-angriff-bundesre
gierung/komplettansicht

Kai Biermann hält die Pläne der Bundesregierung, Polizei und Nachrichtendiensten unter bestimmten Umständen das Hacken fremder Rechner zu erlauben, für gefährlich. "Jeder, der solche Hacks versuche, müsse damit rechnen, dass sie zu einem digitalen Nahkampf mit unkalkulierbaren Risiken ausarten könnten, sagt Matthias Schulze. Der Wissenschaftler untersucht Cyberattacken bei der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP). 'Spätestens, wenn man Skripte manipuliert oder Daten löscht, wird der Gegner bemerken, dass man in seinem System ist, und zum Gegenangriff übergehen.' Ein solcher Kampf könne schneller eskalieren, als es der Bundesregierung lieb sei, sagt Schulze. 'Wir brauchen also auch eine Eskalationsstrategie. Denn wie wollen wir verhindern, dass ein solcher Hack sich bis zu einem echten Krieg hochschaukelt?'"

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 12.07.2019

"Siehe da, Frankreich reglementiert das Netz"

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/frankreich-reglementiert-das-netz-macrons-fake-news-geset
z-16282241.html

Jürg Altwegg bezweifelt, dass das neue "Fake-News-Gesetz" in Frankreich die gewünschten Effekte haben wird. "Das inzwischen erlassene Regelwerk gegen Fake News gilt nur in Zeiten des Wahlkampfs. Bei der Wahl des Europa-Parlaments wurde es erstmals auf die Probe gestellt. Twitter lehnte eine bezahlte Kampagne der Regierung, die Jugendliche zur Teilnahme an der Wahl auffordern wollte, ab. Begründung: Man sei nicht in der Lage, alle juristischen Bedingungen zu erfüllen. Auch zwei Abgeordneten der Opposition ging es darum, das Gesetz ad absurdum zu führen: Sie klagten gegen Innenminister Christophe Castaner, der anlässlich einer 'Gelbwesten'-Demonstration auf Twitter einen Angriff auf die Intensivstation eines Krankenhauses beklagt hatte. Das entsprach nicht der Wahrheit und Castaner sah sich gezwungen, seine hysterische Übertreibung zu dementieren; er hat sich dafür entschuldigt. Die Klage wurde abgewiesen, hat aber im Sinne der Kläger ihren Zweck erfüllt: Das Gesetz funktioniert nicht und hat bislang wohl keine einzige Fake-Story zu stoppen vermocht. Eine abschreckende Wirkung geht von ihm nicht aus."

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The Spectator vom 06.07.2019

"China’s surveillance technology is terrifying – and on show in London"

https://www.spectator.co.uk/2019/07/chinas-surveillance-technology-is-terrifying-and-on-show-in-london/

Chris Daw berichtet über seinen Besuch auf einer Messe für neue Sicherheitstechnologien in London, auf der das verstörende Potential chinesischer Überwachungstechnologien sichtbar geworden sei. "As soon as I arrived in the main exhibition hall with the production team, we were greeted by roving cameras, high-definition displays, drones and every variety of audio and video surveillance kit. All bar a handful of stands were manned by Chinese representatives, smiling politely, if somewhat stiffly, as we approached them. An enthusiastic Chinese saleswoman proudly demonstrated a surveillance system more sophisticated and frightening than I could have imagined. (...) the most concerning piece of technology of them all was featured on one prominent screen, which constantly displayed the passing crowds, me included. (...) Every single movement of every person in sight of the cameras was being captured by the system. The information was then analysed and used to predict our next moves, based on previous behaviour. This information can then be fed into a facial recognition system and linked to a database logging millions of faces a day, credit card data, travel records, body temperature, X-ray scanners, mobile phone GPS chips, car number-plate recognition systems and a profusion of other data sources. 'So you can really track everyone in society, wherever they go, whatever they do, 24 hours a day?' I asked. 'Yes! Of course!' came the eager reply."

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netzpolitik.org vom 05.07.2019

"Gesichtserkennung in London hat miserable Trefferquote und kann Menschenrechte verletzen"

https://netzpolitik.org/2019/gesichtserkennung-in-london-hat-miserable-trefferquote-und-kann-menschenrech
te-verletzen/

Die Londoner Polizei testet umstrittene Technologien zur Gesichtserkennung im öffentlichen Raum seit einiger Zeit "im Realbetrieb", berichtet Leon Kaiser. Trotz der Inkaufnahme der möglichen Verletzung von Menschenrechten sei die Erfolgsquote offenbar begrenzt. "Zwei Forscher, die die Polizisten für ein halbes Jahr bei den Einsätzen begleiten konnten, berichten nun Vernichtendes über das Experiment: Die nachweisbare Erkennungsrate liegt bei lediglich 19 Prozent. 81 Prozent der angehaltenen Personen wurden also falsch erkannt. Auch hätten die Tests bei einer Klage vor Gericht wohl kein Bestand, so die Forscher von der Universität Essex. (...) Bei den sechs Testläufen zwischen Juni 2018 und Februar 2019, die die Forscher beobachten konnten, lieferte das System 42 Treffer. Nur bei acht davon handelte es sich auch um polizeilich gesuchte Personen. Doch für diese magere Ausbeute wurden Tausende Passanten automatisch erfasst und ihre biometrischen Merkmale in Echtzeit mit jenen von gesuchten Personen auf verschiedenen polizeilichen Listen abgeglichen. Nach Einblick in die polizeilichen Unterlagen fanden die Forscher zudem heraus, dass weder technische Alternativen, noch die Vereinbarkeit mit Menschenrechten geprüft wurden. Gesichtserkennung im öffentlichen Raum greift nicht nur in die Privatsphäre, sondern auch in andere Menschenrechte wie die Versammlungs- oder Bewegungsfreiheit ein."

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Zeit Online vom 04.07.2019

"So schützen Sie Ihre Daten an der Grenze"

https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2019-06/reisen-datenschutz-grenzbeamte-kontrolle-usa

Bei der Einreise in Länder wie die USA, China und Neuseeland müssen Laptops und Handys heute in der Regel entsperrt werden. Eike Kühl erläutert, wie Reisende mit den Sicherheitsmaßnahmen umgehen sollten, um ihre privaten Daten bestmöglich zu schützen. "'Zunächst muss jeder für sich sein eigenes threat model erstellen', sagt [Esha Bhandari, Anwältin der ACLU]. Das heißt nichts anderes, als zu überlegen, welche konkreten Bedrohungen durch eine Untersuchung an der Grenze auftreten könnten und wie man ihnen vorbeugen kann. Jemand, der auf seinem privaten Handy nur Candy Crush installiert hat, sieht sich unter Umständen weniger unter Druck als ein Journalist oder eine Anwältin, die mit sensiblen Informationen reisen. Entsprechend unterschiedlich sehen auch die Sicherheitsvorkehrungen aus. 'Jeder muss für sich entscheiden: Ist der Schutz der Daten wichtiger oder die Einreise ins Land?', sagt Bhandari. Die Electronic Frontier Foundation (EFF) hat eine ausführliche Anleitung für Reisende erstellt (PDF). Sie ist zwar für Reisen in die USA ausgelegt, die Tipps zum Datenschutz aber gelten auch für alle anderen Länder. Manche sind speziell und setzen etwas mehr technisches Verständnis voraus, andere lassen sich leichter umsetzen".

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netzpolitik.org vom 01.07.2019

"Cyber, Daten und Künstliche Intelligenz: Wer macht die Netzpolitik im neuen EU-Parlament?"

https://netzpolitik.org/2019/cyber-daten-und-kuenstliche-intelligenz-wer-macht-die-netzpolitik-im-neuen-e
u-parlament/

Alexander Fanta stellt 18 EU-Parlamentarier vor, die in der netzpolitischen Debatte im Europaparlament eine Schlüsselrolle spielen könnten. "Das neue Europaparlament, das heute zum ersten Mal zusammentritt, steht vor wichtigen Entscheidungen: Sei es Datenschutz, staatlicher Zugriff auf Cloud-Konten oder neue Haftungsregeln für das Internet – überall kommt dem Parlament eine zentrale Rolle zu. Wer sind die Abgeordneten aus Deutschland und den anderen EU-Staaten, die bei den netzpolitischen Weichenstellungen der nächsten Jahre mitmischen? Wir haben eine Liste mit Schlüsselfiguren zusammengestellt."

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netzpolitik.org vom 30.06.2019

"Das Computergrundrecht zum Maßstab machen"

https://netzpolitik.org/2019/das-computergrundrecht-zum-massstab-machen/

Der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum fordert in seinem Gastbeitrag für netzpolitik.org die Umsetzung des vor elf Jahren beschlossenen Grundrechts zum Schutz der digitalen Privatsphäre. "Ich gehöre zu den fünf Personen, die im Jahre 2008 das maßgebende Urteil des Bundesverfassungsgerichts erstritten haben, mit dem das Gericht ein neues Grundrecht geschaffen hat – das sogenannte Computergrundrecht. Wie visionär die damalige Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts war, zeigt sich heute immer schärfer. Die vor zehn Jahren nur in den Köpfen der Richter imaginierten Konflikte sind in der Realität von heute angekommen (...). Das Gericht hat festgestellt, dass der Einzelne sich selbst nur ungenügend schützen kann. Es hat den Gesetzgeber aufgefordert, Rahmenbedingungen auch gegen Eingriffe und Nutzung dieser Daten festzulegen. Das ist bisher nicht geschehen. Es reicht also nicht, Angriffe des Staates abzuwehren. Es bedarf zum Beispiel gesetzlicher Rahmenbedingungen für die Erhebung und Nutzung personenbezogener Daten im Auto und ganz generell für die Nutzung der Daten im 'Internet der Dinge'. Dies alles gehört zur 'Nachtseite' der digitalen Entwicklung, die im Überschwang der Fortschrittseuphorie gerne übersehen wird."

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Zeit Online vom 29.06.2019

"In vielen smarten Geräten stecken Mikros, ohne dass Sie davon wissen"

https://www.zeit.de/digital/datenschutz/2019-06/smart-home-haussteuerung-systeme-datensicherheit-gefahren
-risiken

Denis Gießler im Gespräch mit dem IT-Sicherheitsexperten Michael Steigerwald über die Gefahr des Datenmissbrauchs über sogenannte "smarte Endgeräte". "Wenn der Thermomix-Klon mithört: Zwei französische Hacker haben kürzlich die von Lidl vertriebene Küchenmaschine Monsieur Cuisine Connect auseinandergenommen – und festgestellt, dass das System auf der veralteten Android-Version 6.0 läuft. Gleich mit verbaut war ein verstecktes Mikrofon. Ein Einzelfall im vernetzten Zuhause? Oder die Regel?"

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Süddeutsche Zeitung vom 25.06.2019

"Internet-Blockaden nehmen 2019 stark zu"

https://www.sueddeutsche.de/digital/internet-abschaltung-sudan-weltweit-1.4492168

Johannes Kuhn im Gespräch mit Alp Toker von der Organisation "Netblocks" über weltweit zu beobachtende Versuche von Regierungen, den Internetverkehr einzuschränken. "Die Bewohner Sudans sind seit Anfang Juni offline, Äthiopien sperrte diesen Monat schon zweimal den Internetzugang für seine Bürger. Die beiden Länder sind nicht die einzigen: Regierungen weltweit machten in den vergangenen Monaten mit solch drastischen Maßnahmen Schlagzeilen. Alp Toker gehört zur Organisation Netblocks, die weltweit in Echtzeit Blockadeversuche identifiziert und analysiert."

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