US-Soldaten in Afghanistan

6. Wissenschaft und Forschung

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Die Welt vom 18.12.2019

"Rassistisches Denken gehört zu unserem Alltag, sagen Wissenschaftler"

https://www.welt.de/politik/deutschland/article204413554/Studie-Rassistisches-Denken-gehoert-zu-unserem-A
lltag.html

Sozialwissenschaftler aus Chemnitz wollen mit dem neuen Sammelband "Rassismus im Alltag – Theoretische und empirische Perspektiven nach Chemnitz" über ein Jahr nach den Ausschreitungen in ihrer Stadt Stellung beziehen. "'Es sind Blicke, es ist ein blöder Witz, das Gespräch in der Kneipe oder bei einer Familienfeier: Keiner von uns ist frei von Vorurteilen, darauf wollen wir aufmerksam machen', sagte Heidrun Friese, Professorin am Institut für Germanistik und Interkulturelle Kommunikation der TU Chemnitz, der Deutschen Presse-Agentur. (…) 'Nach den verstörenden Ausschreitungen wollten wir Stellung beziehen', ergänzt Frieses Institutskollege Marcus Nolden. Die Untersuchungen der Wissenschaftler zeigten demnach, dass die weiße Mehrheitsgesellschaft das Thema Rassismus nach wie vor gern von sich wegschiebe und die Betroffenen von Rassismus selten zu Wort kommen lasse."

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American Journal of Political Science vom 06.12.2019

"Can Terrorism Abroad Influence Migration Attitudes at Home?"

https://ajps.org/2019/12/06/can-terrorism-abroad-influence-migration-attitudes-at-home/

In der aktuellen Ausgabe des American Journal of Political Science haben Vincenzo Bove, Tobias Böhmelt und Enzo Nussio den Zusammenhang zwischen Terroranschlägen und der öffentlichen Einstellung zur Einwanderung in Europa untersucht. "Specifically, we ask whether terrorist attacks can propagate migration concern from targeted countries to their neighbors. Although terrorist attacks are rare events, and only a minority of countries are directly and frequently targeted by such violence, we show that all countries are indirectly exposed to attacks in their neighborhood. Moreover, previous studies overwhelmingly focus on the most sensationalist events, with large numbers of victims and unusual media coverage, although the majority of terrorist events is of smaller scale and receives less attention. We highlight that they can still shape public attention on immigration beyond national borders. Finally, existing evidence suggests that public opinion positively correlates with policy outputs. As such, politicians are likely to respond to citizens’ concerns through legislative actions, such as more restrictive immigration policies. One implication of our work is that it is of secondary importance whether the public is 'right' about the link between terrorism and migration."

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Spiegel Online vom 21.11.2019

"Wo eine Villa ist, da ist meist auch ein Weg"

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/armut-angst-hass-christoph-butterwegge-ueber-die-zerrissene-
republik-a-1297120.html

Bei der Suche nach den Ursachen für die Zunahme von Hass und Angst in Deutschland verweist der Politologe Christoph Butterwegge in diesem Interview auf die immer sichtbarer werdende Ungleichheit, die bei Angehörigen der Mittelschicht die Angst vor dem Absturz vergrößert habe. Der Aufstieg der AfD sei eine der politischen Folgen dieser Entwicklung. "Ich halte den Aufstieg der AfD auch nicht für einen Ausdruck des Protests von sozial Abgehängten. Ihre Klientel stammt eher aus der unteren Mittelschicht, wo Angst vor dem Abstieg herrscht und man fürchtet, zwischen oben und unten zerrieben zu werden. (…) Butterwegge: Wer schon ganz unten ist, hat nichts mehr zu verlieren, die soziale Fallhöhe ist also für Angehörige der Mittelschicht größer. Wenn die Reichen immer reicher und die Armen immer zahlreicher werden, bangen vor allem die Menschen dazwischen um ihre Stellung. Und existenzielle Ängste führen zu irrationalen Reaktionen. (…) In wirtschaftlichen Krisen und gesellschaftlichen Umbruchphasen hat sich das Kleinbürgertum in Deutschland immer schon politisch nach rechts gewendet. Das war in der Endphase der Weimarer Republik so - aber auch in der Bundesrepublik der Sechzigerjahre, als während der ersten spürbaren Wirtschaftskrise überhaupt eine rechtsextreme Partei den Sprung in sieben Landtage schaffte."

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Center for Security Studies vom 19.11.2019

"Ethnizität, regierungsnahe Milizen und die Dynamik der Gewalt in Bürgerkriegen"

http://https://css.ethz.ch/ueber-uns/css-news/2019/11/the-ties-that-bind-ethnicity-pro-government-militia
-and-the-dynamics-of-violence-in-civil-war.html

Das Center for Security Studies bespricht einen aktuellen Beitrag von Luke Abbs und Andrew Thomson im Journal of Conflict Resolution, in dem die Autoren den Einfluss "ko-ethnischer", regierungsnaher Milizen auf die Gewaltentwicklung in Bürgerkriegen untersucht haben. Der Beitrag "zeigt, dass die Anwesenheit dieser Gruppen oft mit intensiveren und längeren Bürgerkriegen verbunden ist. Den Autoren zu Folge ist dies das Ergebnis einer Kombination von drei Faktoren. Erstens sind ko-ethnische Milizen relativ loyale, irreguläre Kräfte, die die militärische Fähigkeit eines Staates, Aufständen zu widerstehen, erhöhen. Zweitens kann die Präsenz ko-ethnischer Milizen zur Steigerung der interethnischen Polarisierung und des ethnischen Extremismus führen, da diese oft gegen Aufständische aus anderen ethnischen Gemeinschaften eingesetzt werden. Und drittens haben diese Gruppen selbst einen Anreiz, alle friedensstiftenden Versuche zu untergraben, die den privilegierten Status ihrer ethnischen Gruppe gefährden könnten."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17.11.2019

"Weltweiter Aufruhr"

https://www.faz.net/aktuell/politik/unruhen-in-vielen-laendern-globaler-protest-16490066.html

Klaus-Dieter Frankenberger sucht Gemeinsamkeiten unter den vielen aktuellen Protestbewegungen weltweit. "Haben diese weltumspannenden Proteste etwas gemeinsam? Entzündet sich, medial vermittelt, das Protestpotential hier am Protestpotential da? Es gibt sicher Ansteckungseffekte. Denn vielerorts fehlt das, was vor Jahren gerne als 'gutes Regieren' beschrieben wurde. Korruption und Misswirtschaft gibt es dagegen im Übermaß. Offenkundig wird politische Ausgrenzung und sozial-ökonomische Benachteiligung nicht mehr hingenommen, zumal dann, wenn es andernorts Protestvorreiter gibt. Wenn Regierungen sich nicht früh den Forderungen der Protestierer stellen, ist Radikalisierung die Folge. Deren Gewalt mündet in Chaos und nährt die Gegenrepression."

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Center for Security Studies vom 06.11.2019

"Waffenstillstände in innerstaatlichen Friedensprozessen"

https://css.ethz.ch/content/dam/ethz/special-interest/gess/cis/center-for-securities-studies/pdfs/CSSAnal
yse252-DE.pdf

In diesem Beitrag des Center for Security Studies wird die Rolle von Waffenstillständen bei der Lösung innerstaatlicher Konflikte analysiert. "Das Potenzial des Waffenstillstands als Instrument für die Friedensförderung kann noch verbessert werden. Es besteht viel Lernbedarf bei den Fragen, welche spezifischen Faktoren dazu führen, dass Konfliktparteien eine Waffenstillstandvereinbarung akzeptieren oder ablehnen, welche Bestimmungen in einem Abkommen welche Auswirkungen haben, und auch welche (beabsichtigten oder unbeabsichtigten) Folgen ein Waffenstillstand für die Dynamik von innerstaatlichen bewaffneten Konflikten nach sich ziehen. Technologische Fortschritte bieten heute im Bereich Waffenstillstandsüberwachung und -überprüfung neue Möglichkeiten. Dies könnte die Gestaltung von Waffenstillständen in den nächsten Jahren stark beeinflussen. Ungeachtet der technischen Natur von Waffenstillstandsabkommen entstehen diese letztlich aus politischen Entscheidungsfindungsprozessen der Konfliktparteien, und im Gegenzug beeinflussen auch Abkommen diese Entscheidungsprozesse. Dieses dynamische Wechselspiel muss besser ergründet werden, damit die Funktion von Waffenstillständen im Friedensprozess greifbarer wird. Dafür müssen sich diejenigen, die unser Verständnis von Waffenstillständen voranbringen können – Leute aus der Mediationspraxis, Politiker*innen, Forschende, und NGOs – stärker austauschen und zusammenarbeiten."

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The Economist vom 04.11.2019

"Why are so many countries witnessing mass protests?"

https://www.economist.com/international/2019/11/04/why-are-so-many-countries-witnessing-mass-protests

Viele Erklärungsversuche für die aktuellen Massenproteste in vielen Ländern verweisen dem Economist zufolge auf demographische und wirtschaftliche Faktoren. Die Suche nach universalen Erklärungen bleibe angesichts der unterschiedlichen Bedingungen vor Ort allerdings schwierig. "Perhaps the answer is to go back to first principles and ask: what makes people take their grievances to the streets? Two reasons are rarely mentioned: that, for all its legal and physical dangers, protest can be more exciting and even more fun than the drudgery of daily life; and that when everybody else is doing it, solidarity becomes the fashion. Every wave of protests has its copycat element. The ubiquity of the smartphone, however, has transformed how protests are organised, popularised and sustained. Encrypted messaging apps such as Telegram enable protesters to stay one jump ahead of the authorities. New symbols and techniques can spread like wildfire. Almost as soon as a specially written 'anthem' for Hong Kong’s protesters went online, shopping malls were brought to a halt by apparently spontaneous mass renditions. The third obvious reason for demonstrating is that using conventional political channels seems futile. (…) Little suggests these trends are about to go into remission. In which case, this third wave of protest may not be the harbinger of a global revolution, but simply the new status quo."

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New York Times vom 23.10.2019

"From Chile to Lebanon, Protests Flare Over Wallet Issues"

https://www.nytimes.com/2019/10/23/world/middleeast/global-protests.html

In vielen Ländern breite sich eine wachsende Unzufriedenheit mit politischen, wirtschaftlichen und sozialen Zuständen aus, stellen Declan Walsh und Max Fisher fest. Im Westen führe dies zu populistischen Wahlerfolgen, in anderen Ländern zu Massenprotesten gegen die Regierung. "(…) as protest movements grow, their success rates are plunging. Only 20 years ago, 70 percent of protests demanding systemic political change achieved it — a figure that had been growing steadily since the 1950s, according to a study by Erica Chenoweth, a Harvard University political scientist. In the mid-2000s, that trend reversed. Success rates now stand at 30 percent, the study said, a decline that Professor Chenoweth called staggering. These two trends are closely linked. As protests become more frequent but likelier to flounder, they stretch on and on, becoming more contentious, more visible — and more apt to return to the streets when their demands go unmet. (…) If protests are quicker to stir and more widespread than in earlier decades, they are also more fragile. The painstaking mobilization that once was a feature of grass-roots movements was slow but durable. Protests that organize on social media can rise faster, but collapse just as quickly. Authoritarian governments have also learned to co-opt social media, using it to disseminate propaganda, rally sympathizers or simply spread confusion, Professor Chenoweth said. And even where there is a spasm of protest, it takes a lot more for it to snowball into a full opposition movement."

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Foreign Affairs vom 15.10.2019

"War Is Not Over - What the Optimists Get Wrong About Conflict"

https://www.foreignaffairs.com/articles/2019-10-15/war-not-over

Tanisha M. Fazal und Paul Poast von der University of Minnesota widersprechen optimistischen Analysen, die trotz aktueller internationaler Konflikte darauf hinweisen, dass Krieg und Gewalt in der heutigen Zeit aus empirischer Sicht immer mehr abnehmen. "If this sounds too good to be true, it probably is. Such optimism is built on shaky foundations. The idea that humanity is past the era of war is based on flawed measures of war and peace; if anything, the right indicators point to the worrying opposite conclusion. And the anarchic nature of international politics means that the possibility of another major conflagration is ever present. The notion that war is in terminal decline is based, at its core, on two insights. First, far fewer people die in battle nowadays than in the past, both in absolute terms and as a percentage of the world population. (…) Then there is the fact that there has not been a world war since 1945. (…) Taken together, these two points — fewer and fewer battle deaths and no more continent-spanning wars — form a picture of a world increasingly at peace. Unfortunately, both rest on faulty statistics and distort our understanding of what counts as war. (…) overconfidence about the decline of war may lead states to underestimate how dangerously and quickly any clashes can escalate, with potentially disastrous consequences. It would not be the first time: the European powers that started World War I all set out to wage limited preventive wars, only to be locked into a regional conflagration. (…) A false sense of security could lead today’s leaders to repeat those mistakes."

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Political Violence @ a Glance vom 14.10.2019

"Terrorism Boosts Military Involvement in Politics (And Why It Matters for Democracy)"

http://politicalviolenceataglance.org/2019/10/14/terrorism-boosts-military-involvement-in-politics-and-wh
y-it-matters-for-democracy/

Die enge Einbindung des Militärs bei der Bekämpfung des Terrorismus habe dazu geführt, dass die politische Rolle der Streitkräfte ebenfalls zugenommen habe, stellen Vincenzo Bove, Mauricio Rivera und Chiara Ruffa fest. In demokratischen Gesellschaften sei dies ein Problem. "Terrorism increases military participation in politics and the armed forces are often willing to endorse harsh repressive strategies against terrorism. Long-enduring episodes of terrorist violence are thus likely to affect civil liberties and the quality of democracy. Greater military involvement in politics risks becoming ingrained and routinized, thereby establishing new 'securitized' modes of governance. Such modes may be promoted as a counterterrorist strategy, much as the United States has done, deferring to military actors’ inclinations to privilege security over civil liberties and political rights. Countering terrorism effectively is key, but governments must implement mechanisms — greater involvement of parliaments; regular critical reflections on the appropriateness of decisions taken; and greater use of transnational model laws — that enhance transparency and strengthen civilian control to avoid perpetuating emergency legislation and prevent the rise of militarism."

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Council on Foreign Relations vom 01.10.2019

"Central America’s Turbulent Northern Triangle"

https://www.cfr.org/backgrounder/central-americas-turbulent-northern-triangle

Die Länder im nördlichen Dreieck Zentralamerikas leiden Amelia Cheatham zufolge unter chronischer Armut, Gewalt und Korruption. Das Resultat sei ein wachsende Migrationsbewegung von Menschen, die vor allem in die USA gelangen wollen. "Migrants, including a growing number of women and children, are fleeing the troubled region in record numbers. On average, about 265,000 people have left annually in recent years, and this number is on track to more than double in 2019. Some migrants seek asylum in other parts of Latin America or in Europe. However, most endure a treacherous journey north through Mexico to the United States. (...) The region is among the poorest in the Western Hemisphere. In 2018, all three countries ranked in the bottom quartile for gross domestic product (GDP) per capita among Latin American states. Roughly 60 percent of Hondurans and Guatemalans live below their countries’ national poverty lines, according to the most recent data, compared to 30 percent of all Latin Americans. (...) Over the past twenty years, the United States has taken significant steps to try to help Northern Triangle countries manage irregular migration flows by fighting economic insecurity and violence. However, critics say U.S. policies have been largely reactive, prompted by upturns in migration to the U.S.-Mexico border."

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spiked vom 30.09.2019

"Open borders and social democracy don’t mix"

https://www.spiked-online.com/2019/09/30/open-borders-and-social-democracy-dont-mix/

Rakib Ehsan vom Centre on Radicalisation & Terrorism der Henry Jackson Society in London schreibt nach dem jüngsten Labour-Parteitag, dass die von der Partei vertretene Migrationspolitik der offenen Grenzen kaum mit ihren ebenfalls bekräftigten sozialdemokratischen Zielen vereinbart werden könne. "In comparison to many other countries, Britain has a relatively high minimum wage and a generous welfare state, which of course includes a publicly funded healthcare system. The scrapping of restrictions to accessing the NHS, social housing and the benefits system would only serve to act as ‘pull factors’ from a migration perspective. This proposed extension of social rights was combined in the motion with the absurd proposal to give all non-UK nationals with residency rights the right to vote in General Elections. This would fundamentally erode the very notion of British political citizenship. If anyone in the world can become a member of Britain’s democratic community with such ease, citizenship is rendered meaningless. (...) The economics of social democracy can only be truly sustained if it is complemented by a sensible immigration system, along with a broader political culture that fosters community cohesion and cultivates a strong sense of national identity. Labour’s current path will ultimately lead to self-destruction."

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Brookings Institution vom 24.09.2019

"The geography of poverty hotspots"

https://www.brookings.edu/blog/future-development/2019/09/24/the-geography-of-poverty-hotspots/

Jennifer L. Cohen, Raj M. Desai und Homi Kharas von der Brookings Institution machen darauf aufmerksam, dass sich Armut sowohl in reichen als auch in ärmeren Ländern in bestimmten Regionen konzentriere. In ihrer Analyse identifizieren sie vier regionale Ansammlungen entsprechender "hotspots": "We find 840 poverty hotspots globally, home to 1 billion people, from a universe of 3,609 administrative units one level below the nation-state (districts, states, and provinces). 102 countries have at least one poverty hotspot. Immediately, four principle clusters of hotspots are visible: Tropical Africa (...) Tropical Latin America (...) Central-South Asia (...) Southeast Asia-Western Oceania (...). What can be done to ensure that these areas are not left behind? Solutions such as encouraging emigration or spatial targeting of growth policies are inherently difficult. If migrants leave, and in so doing, take scarce capital with them, they can depress their source areas even more. (...) An alternative is to accelerate the economic growth of poverty hotspots through targeted policies. (...) Our findings suggest that three types of spatially-targeted policies can make a difference: (1) those that improve human capital; (2) those that improve physical infrastructure and market connectivity; (3) those that enhance the resilience of regions to shocks such as like droughts, civil conflict, and natural disasters."

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Politico vom 08.09.2019

"The Shocking Paper Predicting the End of Democracy"

https://www.politico.com/magazine/story/2019/09/08/shawn-rosenberg-democracy-228045

Rick Shenkman stellt eine neue Studie des Politikwissenschaftlers Shawn Rosenberg von der University of California vor, der ein baldiges Ende der demokratischen Ordnung voraussagt und sich dabei vor allem auf psychologische Ursachen beruft. "As much as President Donald Trump’s liberal critics might want to lay America’s ills at his door, Rosenberg says the president is not the cause of democracy’s fall — even if Trump’s successful anti-immigrant populist campaign may have been a symptom of democracy’s decline. We’re to blame, said Rosenberg. As in 'we the people.' Democracy is hard work. And as society’s 'elites' — experts and public figures who help those around them navigate the heavy responsibilities that come with self-rule — have increasingly been sidelined, citizens have proved ill equipped cognitively and emotionally to run a well-functioning democracy. As a consequence, the center has collapsed and millions of frustrated and angst-filled voters have turned in desperation to right-wing populists. His prediction? 'In well-established democracies like the United States, democratic governance will continue its inexorable decline and will eventually fail.'"

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Frankfurter Rundschau vom 08.09.2019

"Ist unsere Gesellschaft aggressiver geworden? Ein Gespräch mit einer Soziologin"

https://www.fr.de/politik/gewalt-konflikte-unsere-gesellschaft-aggressiver-geworden-12981176.html

Sabine Hamacher im Gespräch mit der Konfliktforscherin Prof. Koloma Beck über die zumindest gefühlte zunehmende Verrohung der Gesellschaft. "Die modernen Gesellschaften der Gegenwart sind sensibler geworden für Verhaltensweisen, die als aggressiv wahrgenommen werden. Bestimmte Formen des Auftretens, des Verhaltens im Alltag, die lange Zeit als unproblematisch galten, werden mittlerweile als aggressives Verhalten gebrandmarkt, weil sich das Verhältnis von Gesellschaften zu Aggression und Gewalt ganz grundsätzlich verändert hat."

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