US-Soldaten in Afghanistan

6. Wissenschaft und Forschung

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Zeit Online vom 20.11.2017

"Tanze deinen Feind"

http://www.zeit.de/2017/47/kuenstliche-intelligenz-kybernetiker-robert-trappl/komplettansicht

Thomas Trescher porträtiert den Wiener Kybernetiker Robert Trappl, der seit 40 Jahren die Künstliche Intelligenz erforscht. "Heute steht AI auch als Synonym für eine Bedrohung, welche die Menschheit auslöschen könnte. Davor warnt der Physiker Stephen Hawking ebenso wie die Silicon-Valley-Milliardäre Bill Gates und Elon Musk. 'Alles keine AI-Forscher', sagt Trappl, der ausrückt, um die Maschinen zu verteidigen. Trappl ist die Mensch gewordene Gegenthese zu den apokalyptischen Szenarien. Eine Superintelligenz, die – wie vom Philosophen Nick Bostrom postuliert – ein posthumanes Zeitalter einläutet, fürchtet er nicht. (...) Gerade die Angst vor Killerrobotern bringt aber ihn und seine Forschung nun ins Rampenlicht. Statt verzweifelt die Hände über dem Kopf zusammenzuschlagen, kostet er das neu erwachte Interesse in vollen Zügen aus." Weiter...


East Asia Forum vom 09.11.2017

"Squeezing North Korea will not result in revolution"

http://www.eastasiaforum.org/2017/11/09/squeezing-north-korea-will-not-result-in-revolution/

Die Vorstellung, dass harte Sanktionen gegen ein Land wie Nordkorea eine Revolte der Bevölkerung gegen die Regierung auslösen können, werde von Forschern seit langem hinterfragt, schreibt Andrew David Jackson von der Monash University in Melbourne. "Anger, hunger and deprivation may be features of revolutions, but they are not their sole cause. If they were, revolutions would be a great deal more predictable. The 'paradox of revolution', to borrow Jack Goldstone’s phrase, is that, in hindsight, revolutions appear inevitable but no one ever sees them coming. The 2011 Arab Spring is a case in point. North Korean citizens have a lot to be angry about, but there is no reason to believe revolution is inevitable. Other important variables must be factored into predictions of revolutionary change. (...) If unrest occurs again on North Korea’s border with China, it is unlikely that rebels will receive any support from Beijing. Wendell Philips observed that ‘revolutions are not made, they come’. If there is to be a revolution in North Korea, it may be better to just let it come." Weiter...


ipg-journal vom 06.11.2017

"Wut auf die Eliten"

http://www.ipg-journal.de/aus-meinem-buecherschrank/artikel/wut-auf-die-eliten-2409/

Helmut Anheier, Präsident und Professor für Soziologie an der Hertie School of Governance in Berlin, stellt vier Bücher vor, die den weltweiten Aufstieg des Populismus erklären wollen. "Wie können wir eine Welt erklären, die im vergangenen Jahrzehnt die unter Entscheidungsträgern und Intellektuellen weit verbreitete Annahme infrage gestellt hat, dass nach dem Zweiten Weltkrieg eine unveränderbare Weltordnung – so wenig perfekt sie auch sein mag – entstanden sei? Die vier hier vorgestellten Bücher gehen die Frage auf vier verschiedene Arten an. Alle setzen jedoch voraus, dass man, um eine Antwort zu finden, verstehen muss, dass der Westen an Einheit und Kohärenz verloren hat. Und obwohl alle von ganz unterschiedliche Perspektiven ausgehen, beschäftigen sie sich doch alle mit drei gemeinsamen Themen, die im Zentrum der aktuellen politischen Malaise des Westens stehen." Weiter...


Deutsche Welle vom 06.11.2017

"Klimawandel als Konfliktkatalysator"

http://www.dw.com/de/klimawandel-als-konfliktkatalysator/a-41230824

Der Klimawandel werde von Experten nicht nur für das Ansteigen von Fluchtbewegungen, sondern auch für die Verschärfung von Konflikten verantwortlich gemacht, schreibt Matthias von Hein mit Bezug auf das neue Jahrbuch des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI. "SIPRI-Direktor Dan Smith unterstreicht im DW-Interview den Zusammenhang von Klimawandel und Sicherheit: 'Die Auswirkungen des Klimawandels tragen zusammen mit anderen sozialen, ökonomischen und politischen Komponenten zu Verhältnissen bei, in denen Konflikte gewaltsam ausgetragen werden.' (...) Dabei kann man keine direkte Linie ziehen vom Klimawandel zu gewaltsamen Konflikten. Dafür sind die Ursachen, warum ein Konflikt blutig eskaliert, zu komplex. Näher kommt man der Sache, wenn man den Klimawandel als Bedrohungs-Verstärker betrachtet. Das sagt Rob van Riet, der sich beim World Future Council dem Zusammenhang von Klima und Konflikt widmet. Gegenüber der DW führt van Riet weiter aus: 'Diese Bedrohungen, die es ohnehin schon gibt - knappe Ressourcen, extreme Armut, Hunger, Terrorismus oder extreme Ideologien - diese Bedrohungen werden durch den Klimawandel verschärft'." Weiter...


Council on Foreign Relations vom 03.11.2017

"New Interactive Report Traces the Role of Women in Global Peacemaking"

https://www.cfr.org/news-releases/new-interactive-report-traces-role-women-global-peacemaking

Der Council on Foreign Relations hat eine interaktive Webseite zusammengestellt, auf der die positive Rolle von Frauen in internationalen Friedensprozessen hervorgehoben wird. "'Women’s Participation in Peace Processes' explores women’s roles in major peace agreements from 1990 to the present. 'From Kabul to Kinshasa, women continue to be marginalized and excluded from peace and security processes, despite facing unique threats to their safety and well-being,' says Rachel Vogelstein, CFR’s Douglas Dillon senior fellow and director of the Women and Foreign Policy program. The interactive feature includes case studies, data visualizations, personal stories, and policy analysis." Weiter...


The American Interest vom 01.11.2017

"The End of Liberalism?"

https://www.the-american-interest.com/2017/11/01/the-end-of-liberalism/

Damir Marusic schreibt unter Berufung auf den bulgarischen Politikwissenschaftler Ivan Krastev und den britischen Soziologen Frank Furedi, dass sich im Westen nicht die Demokratie, wohl aber der Liberalismus in einer tiefen Krise befinde. Der vorherrschende liberale Konsens habe den politischen Diskurs seit dem Ende des Kalten Krieges in einer "politisch korrekten" Art und Weise eingeschränkt, die in Europa und in den USA auf zunehmende Ablehnung stoße. "For someone who had previously bought into that liberal consensus, these are disorienting times, to be sure. But the truth is, democracy is not only working, it’s working quite well. Popular discontent with an overweening and increasingly ossified ideology is finding its voice across Europe, and has found a (deeply flawed) tribune in the United States. The future of liberalism depends on smart politicians getting the message loud and clear, and then working out a path forward that preserves all the elements of the philosophical tradition that are worth preserving. The shrill screeching of the high priests of the liberal clerisy are not helping things at all." Weiter...


Lawfare vom 25.10.2017

"Laws of War: Where Both Liberals and Realists Are Wrong"

https://lawfareblog.com/laws-war-where-both-liberals-and-realists-are-wrong

Das neue Buch "The Internationalists: How a Radical Plan to Outlaw War Remade the World" von Oona Hathaway und Scott Shapiro hat eine Debatte über die Frage angestoßen, wie effektiv das 1945 beschlossene völkerrechtliche Gewaltverbot tatsächlich gewesen ist. Ian Hurd meint, dass sowohl die Buchautoren als auch Skeptiker wie Stephen Walt gute und weniger gute Argumente hätten. "As Hathaway and Shapiro on one side and Walt on the other argue over who is being more 'realistic,' it becomes clear that they are all both right and wrong, in part, and a third way forward is revealed. The legalization of war did indeed change world politics but its main effect has been to legitimize wars of 'self-defense' and delegitimize all other kinds of war. This is not trivial, as Walt would have it, but neither is it the end of a world in which war is 'a legitimate means of righting wrongs' as Hathaway and Shapiro say (Page XV). As is often the case in either-or academic debates, it’s worth looking beyond where the two sides agree to see what else is going on." Weiter...


spiked vom 25.10.2017

"In defence of liberal nationalism"

http://www.spiked-online.com/newsite/article/in-defence-of-liberal-nationalism/20473

Nach Ansicht von Neil Davenport begehen westliche Linke mit ihrer Skepsis gegenüber der künftigen Rolle des Nationalstaats und der nationalen Souveränität einen strategischen Fehler. Trotz seiner Untergrabung durch internationale Großunternehmen und andere globale Phänomene bleibe der Nationalstaat die wichtigste Bühne des Kampfes um Grundrechte und den öffentlichen Einfluss auf politische Entscheidungen. "This is why strengthening popular sovereignty at home should be a focus for progressives today. Such sovereignty is the means through which the majority in society can make their presence and demands felt. Consequently, it is also the best guarantee of protecting rights and liberties. (...) The contemporary disapproval for any strong sense of national belonging might sound tolerant and open-minded, with its progressive nods to migrants’ rights and so on. But in the context of the outlook of the EU this is really about further delegitimising the political presence of the domestic masses." Weiter...


Frankfurter Rundschau vom 18.10.2017

"Jeder Vierte schätzt die Diktatur"

http://www.fr.de/politik/demokratie-studie-jeder-vierte-schaetzt-die-diktatur-a-1370201

Damir Fras stellt eine Studie des US-Forschungszentrums Pew Research aus Washington vor, in der weltweit die Einstellung von Menschen zur Demokratie untersucht wurde. "78 Prozent stehen hinter dem Konzept der repräsentativen Demokratie wie der Deutschlands. Allerdings wollen auch 66 Prozent der Befragten mehr direkte Demokratie. Bemerkenswert ist, dass sich weltweit jeweils fast 25 Prozent der Befragten vorstellen können, einen starken Mann an der Staatsspitze zu haben, beziehungsweise vom Militär regiert zu werden." Weiter...


Bloomberg vom 18.10.2017

"Why Some Nations Are Warming to Technocracy"

https://www.bloomberg.com/view/articles/2017-10-18/why-some-nations-are-warming-to-technocracy

Leonid Bershidsky führt den in einer neuen Pew-Umfrage diagnostizierten globalen Ansehensverlust der repräsentativen Demokratie darauf zurück, dass viele Menschen die Kompetenz einer Regierung höher schätzen als deren einwandfreie demokratische Legitimität. "Most people can't think of government forms in the abstract. Winners (in every sense - those who are wealthier and more used to freedom, those with more schooling, those who voted for the winning party) are generally happier with the status quo than losers, and that affects their judgment. Societies where most people feel like losers on several counts are understandably more agnostic about the way they're governed and more open to experimentation. What's truly striking about the Pew findings, however, is what kind of experiment people would favor. The only nondemocratic form of government that attracts majorities in some countries is technocracy, in which experts, not elected politicians, determine how to run a nation." Weiter...


Lobelog vom 09.10.2017

"Who Gets to Have a State?"

http://lobelog.com/who-gets-to-have-a-state/

Graham E. Fuller meint, dass die Beurteilung von Unabhängigkeitsbewegungen wie in Irak und Spanien aus historischer Perspektive keineswegs einfach sei. Er schlägt vor, die Unabhängigkeit ethnischer Minderheiten angesichts einer möglicherweise drohenden Gewalteskalation anzuerkennen und die Beziehungen zum Ursprungsstaat später auf Augenhöhe neu zu ordnen. "(...) these new relationships this time around might be more freely negotiated between parties, rather than established by force, historical diktat or accident. Sounds chaotic? Sure, but is not the present world with its constant wars and separatist movements already chaotic? At least such a laissez-faire approach might set out a procedural road map for how various peoples or regions might consider and negotiate their future relationships — far more sensible than simple acceptance of historical domination by force. In the end there will be no other way to block such aspirations except through better policies." Weiter...


Merkur vom 25.09.2017

"Todesalgorithmus"

https://www.merkur-zeitschrift.de/2017/09/25/todesalgorithmus/

Roberto Simanowski macht sich im Merkur Gedanken zu der Frage wie autonom fahrende Fahrzeuge in Unfallsituationen entscheiden sollen, was das "richtige" Manöver ist, um die Folgen eines Unfalls gering wie möglich zu halten und vor allem für wen diese Entscheidung gelten solle. Simanowski verweist dabei auf den sogenannten Death Algorithm. "Er entscheidet in selbstfahrenden Autos im Notfall darüber, ob das Fahrzeug in eine Gruppe von Fußgängern, auf eine Mutter mit Kind oder doch gegen eine Hauswand fährt. Über diesen Todesalgorithmus gibt es inzwischen hitzige philosophische und auch schon juristische Debatten, denn es gilt als sicher, dass das autonome Auto kommt, und zwar noch vor den autonomen Waffen und den mechanischen Haustieren. Die Entwicklung ist politisch gewollt, da man zu Recht davon ausgeht, dass autonom fahrende Autos nicht nur Fahrkosten und Energieverbrauch drastisch senken werden, sondern auch die Zahl der Unfälle: Der Computer verarbeitet viel mehr Information viel schneller als der Mensch, wird niemals müde, fährt nie betrunken und textet nicht am Lenkrad. Da zugleich als sicher gilt, dass es weiterhin Unfallsituationen geben wird, bei denen Todesopfer nicht vermeidbar, sondern höchstens wählbar sind, ergibt sich die Frage, mit welcher Entscheidungsethik man die entsprechenden Algorithmen ausstattet. Philosophie wird so zum wichtigen Element in der Produktionskette eines Automobils." Weiter...


Monkey Cage vom 23.09.2017

"Kurdistan and Catalonia are voting on independence. Welcome to the age of secession."

https://www.washingtonpost.com/news/monkey-cage/wp/2017/09/23/kurdistan-and-catalonia-are-voting-on-indep
endence-heres-what-we-know-about-secessionist-groups/

Angesichts der Unabhängigkeitsbestrebungen der irakischen Kurden und der Katalanen in Spanien meint Ryan Griffiths, dass ein neues "Zeitalter der Sezession" angebrochen sei. "Secession occurs when a region within a state breaks away to form its own sovereign state. There were 55 active secessionist movements around the world as of 2011, and an average of 52 movements per year since 1945. Most have failed to achieve their goal of independence, sometimes coming to an agreement with their central government or simply fading away. Roughly a third have resulted in violence. Indeed, some claim that secessionism is the chief cause of violence in the world today. As I argue in my recent book, we are truly living in the Age of Secession." Weiter...


Political Violence @ a Glance vom 19.09.2017

"Climate Change and the Syrian Civil War"

http://politicalviolenceataglance.org/2017/09/19/climate-change-and-the-syrian-civil-war/

Eine neue Studie hat für die These, dass der Klimawandel eine entscheidende Rolle beim Ausbruch des Krieges in Syrien gespielt habe, keine belastbaren Beweise gefunden. Cullen Hendrix analysiert die Hintergründe der Debatte und beschreibt seinen eigenen Standpunkt folgendermaßen: "Do I believe climate change and climate shocks can place strain on societies in ways that increase the likelihood of conflict? Yes, most definitely – there’s a relatively large literature on this now, though the findings are still somewhat muddled and context- and scale-dependent: climatic conditions affect different types of conflict in different ways. Do I believe that environmental conditions, i.e., the Syrian drought, contributed to the conflict in Syria? Probably, though the evidence is not entirely clear cut. Do I believe climate change caused the Syrian conflict? That’s an incredibly difficult claim to substantiate for at least two reasons." Weiter...


Middle East Online vom 08.09.2017

"Did climate change really fuel Syria's civil war?"

http://www.middle-east-online.com/english/?id=84739

Eine neue Studie amerikanischer und europäischer Wissenschaftler hat Chris Arsenault zufolge keine belastbaren Belege für die Annahme gefunden, dass der Klimawandel tatsächlich entscheidend zur Eskalation des Konflikts in Syrien beigetragen hat. "Statements by such public voices as Britain's Prince Charles and former U.S. Vice President Al Gore have linked the violence in Syria with global warming, saying the 2006 drought played a key role in urban migration that helped spark the civil war. 'There is no sound evidence that global climate change was a factor in sparking the Syrian civil war,' said University of Sussex Professor Jan Selby, one of the study's co-authors, in a statement. 'It is extraordinary that this claim has been so widely accepted when the scientific evidence is so thin.'" Weiter...


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