US-Soldaten in Afghanistan

7. Religionen

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 16.07.2019

"Druck auf religiöse Menschen nimmt weltweit zu"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/neue-studie-druck-auf-religioese-menschen-nimmt-weltweit-zu-1
6287025.html

Eine aktuelle Studie des Pew Research Center hat ergeben, dass die Zahl der Staaten, in denen Menschen wegen ihres Glaubens Repressionen und Benachteiligungen ausgesetzt sind, deutlich gestiegen ist. "52 Länder hätten im Jahr 2017 starke oder sehr starke Restriktionen gegen bestimmte Glaubensrichtungen verhängt. Das sind zwölf Staaten mehr als zehn Jahre zuvor, heißt es in einer am Montag in Washington veröffentlichten Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center. Die Zahl der Länder, in denen bestimmte Religionsgruppen in hohem Maß gesellschaftlichen Anfeindungen ausgesetzt sind, sei zwischen 2007 und 2017 von 39 auf 56 gestiegen, heißt es darin. Das Pew-Institut untersuchte Gesetze und Praktiken zum Umgang mit Religionen in 198 Ländern. Der Bericht stützt sich den Angaben zufolge auf Daten von Nichtregierungsorganisationen, Regierungen und den Vereinten Nationen."

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New York Times vom 08.07.2019

"Buddhists Go to Battle: When Nationalism Overrides Pacifism"

https://www.nytimes.com/2019/07/08/world/asia/buddhism-militant-rise.html

In Sri Lanka und Myanmar sei der eigentlich als pazifistisch geltende Buddhismus zur Grundlage von radikalen religiös-nationalistischen Bewegungen geworden, schreibt Hannah Beech. "Buddhists constitute overwhelming majorities of the population. Yet some Buddhists, especially those who subscribe to the purist Theravada strain of the faith, are increasingly convinced that they are under existential threat, particularly from an Islam struggling with its own violent fringe. As the tectonic plates of Buddhism and Islam collide, a portion of Buddhists are abandoning the peaceful tenets of their religion. (...) Given that Theravada Buddhists constitute overwhelming majorities in the five countries where their faith is practiced — Sri Lanka, Myanmar, Cambodia, Laos and Thailand — it might seem strange that they feel so besieged. But Buddhism, whose adherents make up only 7 percent of the global faithful, is the only major religion whose population is not expected to grow in absolute numbers over the next few decades, according to the Pew Research Center. Meanwhile, the number of Muslims, who make up just under one-quarter of the world’s population, is growing quickly, buoyed by youthful demographics and high fertility rates. By 2050, Pew projects that there will be nearly as many Muslims in the world as there are Christians."

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Jüdische Allgemeine vom 13.05.2019

"Zentralrat startet jüdisch-muslimisches Dialogprojekt"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/zentralrat-startet-juedisch-muslimisches-dialogprojekt/

Die Jüdische Allgemeine berichtet über ein Dialogprojekt des Zentralrats der Juden in Deutschland zur Förderung des Austauschs zwischen Juden und Muslimen. "Unter dem Titel 'Prävention durch Dialog: Jüdisch‐muslimisches Gespräch neu gedacht' gehen in diesem Jahr bundesweit verschiedene innovative Dialogformate an den Start. Vor Ort sollen Begegnungen mit unterschiedlichen Zielgruppen aus beiden Communitys durchgeführt werden. Daneben soll der Dialog auch in den sozialen Netzwerken 'breiten Raum finden und eine signifikante Reichweite erreichen', so der Zentralrat weiter."

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Tageszeitung vom 02.03.2019

"Streiten statt Blutwurst"

https://www.taz.de/!5574252/

Viele muslimischen Verbände in Deutschland verfolgten "problematische Linien", schreibt Volker Beck, Lehrbeauftragter am Centrum für religionswissenschaftliche Studien (Ceres) an der Ruhr-Universität Bochum zur Debatte um die Deutsche Islamkonferenz, und plädiert für den Dialog. "Über die Politisierung von Religion muss bei der Deutschen Islamkonferenz gestritten werden. Die Muslime in Deutschland ernst zu nehmen, heißt auch, unangenehmem Streit nicht aus dem Weg zu gehen."

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Süddeutsche Zeitung vom 05.02.2019

"Der schöne Schein der Toleranz"

https://www.sueddeutsche.de/panorama/papst-abu-dhabi-toleranz-uae-1.4315492

Dunja Ramadan kommentiert den Besuch von Papst Franziskus in Abu Dhabi. "Der Papst feiert in Abu Dhabi eine Open-Air-Messe. Es dürfte das größte christliche Ereignis in der Geschichte der Emirate sein. Doch die beim Franziskus-Besuch von den Gastgebern zur Schau gestellte Weltoffenheit ist wohlkalkuliert."

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Neue Zürcher Zeitung vom 02.02.2019

"Die islamische Welt lässt die Uiguren im Stich"

https://www.nzz.ch/international/die-uiguren-werden-von-der-islamischen-welt-im-stich-gelassen-ld.1455254

Die in China vom Regime verfolgte muslimische Minderheit der Uiguren kann sich nicht auf eine ähnliche Solidarität der islamischen Welt verlassen wie sie die Palästinenser genießen, schreibt Daniel Steinvorth in der Neuen Zürcher Zeitung. Grund dafür seien außen- und wirtschaftspolitische Interessen der islamischen Länderregierungen, so der Autor. "Recep Tayyip Erdogan schweigt. Seine Anhänger feiern ihn als Retter der islamischen Welt. Doch zu den Uiguren hat der türkische Präsident und Held der arabischen Strasse nichts zu sagen. Auch Saudiarabien, die selbsternannte Schutzmacht aller sunnitischen Muslime, schweigt. Der Revolutionsführer in Iran, stets die Befreiung aller Glaubensbrüder und -schwestern aus der Tyrannei predigend, schweigt. Genauso wie Ägyptens Staatschef Abdelfatah al-Sisi, der Emir von Katar oder Pakistans eloquenter Premierminister Imran Khan. Nicht einmal die 56 Mitgliedstaaten zählende Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC), die theoretisch die wichtigste Interessengemeinschaft für 1,8 Milliarden Muslime in aller Welt darstellt, hält es für nötig, sich zur systematischen, brutalen und nachgewiesenen Unterdrückung der Uiguren zu äussern."

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Zeit Online vom 16.01.2019

"Attacke statt Neuanfang"

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-01/ditib-islam-dachverband-neustart-tuerkei-einfluss/
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Ein Neuanfang sieht anders aus, berichtet Christian Parth nach dem Besuch einer Pressekonferenz der Türkisch-Islamische Union (Ditib). "Der Islamverband Ditib spricht von falschen Darstellungen und unberechtigten Angriffen. Wirklich ändern soll sich erst mal nichts." (Zeit Online vom 16.01.2019)

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Tagesspiegel vom 14.01.2019

"Senat hat keine Kontrolle über salafistische Jugendarbeit"

https://www.tagesspiegel.de/berlin/radikale-muslime-in-berlin-senat-hat-keine-kontrolle-ueber-salafistisc
he-jugendarbeit/23861322.html

Alexander Fröhlich und Susanne Vieth-Entus berichtet über den schwierigen Umgang der Behörden mit der als Salafistentreff eingestuften Al-Nur-Moschee in Berlin-Neuköln. "Obwohl der Berliner Verfassungsschutz die Al-Nur-Moschee in Neukölln als Salafistentreff einstuft und sie wegen extremistischer Bestrebungen beobachtet, können dort Kinder und Jugendliche ungestört von den Behörden unterrichtet werden. Der 1986 gegründete Moscheeverein betreibt seit 1998 ein Jugend- und Familienzentrum: Der Vorstand der Moschee ist zugleich Vorsitzender des Vereins, der das Jugend- und Familienzentrum betreibt. Da dieser Verein weder Fördermittel bezieht noch ein offizieller Träger der Kinder- und Jugendhilfe ist, hat der Berliner Senat keine Kontrollinstrumente und keine Kenntnis, was in der Moschee – dem größten Salafistentreffpunkt Berlins – in dem Unterricht für Kinder und Jugendliche vermittelt wird und vor sich geht."

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The Atlantic vom 13.01.2019

"Want to Cultivate a Liberal European Islam? Look to Bosnia."

https://www.theatlantic.com/international/archive/2019/01/bosnia-offers-model-liberal-european-islam/5795
29/?utm_source=feed

Auf der Suche nach einem liberalen Islam für Europa empfiehlt Riada Ašimović Akyol einen Blick nach Bosnien-Herzegowina. "What is too little noticed (...) is that a tolerant European Islam has already existed for centuries — on the southeastern part of the continent, where Bosnian Muslims, Albanians, Turks, and others see themselves as fully Muslim and fully European. A 2013 Pew Research Center study shows that they’re among the most liberal Muslims in the world. For example, only tiny minorities of surveyed Bosnian Muslims, known as Bosniaks, think adulterers must be stoned and apostates executed, in contrast with large majorities in favor of both stances among Pakistani and Egyptian Muslims. The case of my people, Bosniaks, is particularly instructive. It shows how attitudes toward Islam can evolve over time and how its adherents — with the help of progressive theologians and intellectuals — can embrace modernity without abandoning their religious identity."

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Tagesspiegel vom 09.01.2019

"Erdogan lässt in Köln eigene Islamkonferenz organisieren"

https://www.tagesspiegel.de/politik/tuerkische-religionsbehoerde-erdogan-laesst-in-koeln-eigene-islamkonf
erenz-organisieren/23845502.html

Der Tagesspiegel berichtet über das "II. Treffen der europäischen Muslime", eine von der türkischen Regierung ins Leben gerufene Veranstaltung mit der die Türkei ihren Einfluss auf Muslime in Europa ausbauen wolle. "Die Türkei will ihren Einfluss auf Muslime in ganz Europa ausbauen. Eine Konferenz des türkischen Religionsamtes Diyanet und dessen deutschen Ablegers Ditib in Köln beschloss vergangene Woche die Gründung eines Sekretariats, das regelmäßige Treffen europäischer Muslime organisieren soll. Das Sekretariat, das seinen Sitz in Ankara haben soll, ist eine Antwort auf die Bemühungen europäischer Staaten wie Deutschland oder Österreich, die Rolle der Türkei in den islamischen Organisationen ihrer Länder einzudämmen. An dem Treffen nahm auch ein Mitglied der islamistischen Muslimbruderschaft teil."

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Neue Zürcher Zeitung vom 20.10.2018

"Religion vergiftet alles. Sie verleiht ein Mandat, im Namen Gottes oder Allahs alle möglichen Dinge zu begehen"

https://www.nzz.ch/feuilleton/britischer-starautor-martin-amis-religion-vergiftet-alles-sie-verleiht-ein-
mandat-im-namen-gottes-oder-allahs-alle-moeglichen-dinge-zu-begehen-ld.1428283

Die Neue Zürcher Zeitung im Gespräch mit dem britischen Autor Martin Amis über die von ihm konstatierte "Ära des unberechenbaren Terrorismus". "(...) wir sind vom kontrollierten Atomzeitalter in die Ära des unberechenbaren Terrorismus eingetreten. Heute sind am meisten die unkontrollierbaren Waffen der Renegaten zu fürchten. Der marxistische Historiker Eric Hobsbawm hat das Zeitalter der nuklearen Bedrohung einmal einen 'Wettbewerb der Albträume' genannt. Dieser Krieg fand bis auf wenige Ausnahmen in unseren Köpfen statt."

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Zeit Online vom 01.10.2018

"Ein guter Moment, Schluss zu machen"

https://www.zeit.de/gesellschaft/schule/2018-10/islamverband-ditib-nrw-islamunterricht-schulen-recep-tayy
ip-erdogan

Judith Luig fordert in ihrem Kommentar zur offiziellen Einweihung der Großmoschee in Köln durch den türkischen Staatspräsidenten dazu auf, die Zusammenarbeit mit dem Islamverband Ditib einzustellen. "Die Ditib hat in Köln bewiesen, was sie von Transparenz, Offenheit und Dialog hält: nichts. Nun spielt die Ditib aber, wenige Kilometer den Rhein runter im Düsseldorfer Landtag, immer mal wieder auch eine wichtige Rolle in der Schulpolitik. Ausgerechnet an dem Ort, an dem junge Menschen Grundlegendes über Demokratie und Toleranz lernen sollen, bestimmt ein Verband mit, der einem autokratisch regierenden Präsidenten hörig ist. Es heißt, das Bundesamt für Verfassungsschutz prüfe, ob die Ditib-Zentrale in Köln geheimdienstlich beobachtet werden müsste. Aber sie mischen bei der Bildungspolitik mit. Wie passt das zusammen?"

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Tageszeitung vom 04.09.2018

"Gegen Tories und Antisemitismus"

https://www.taz.de/!5530014/

Fünf Londoner Parteimitglieder der britischen Arbeiterpartei erklären, wie sie zu den Antisemitismus-Vorwürfen gegen ihren Parteichef Jeremy Corbyn stehen.

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Zeit Online vom 22.05.2018

"Satire von innen"

https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-05/humor-islam-muslime-arabischer-raum-satire-karikaturen/kompletta
nsicht

Mohammed Amjahid über die Rolle des Humors im Islam. "Vor allem die arabische Satire versucht sich in den vergangenen Jahren in lustiger Islamkritik. Der mittlerweile in vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas gut ausgebaute Internetzugang, die Möglichkeiten, im Netz seine Spuren zu verwischen und auch die Wut vieler, vor allem junger Menschen führt zu einem virtuellen Wettbewerb, wer die schönste Mohammed-Karikatur, wer den besten Allah-Witz oder die beleidigendsten Koran-Kommentare verfassen kann. Viele arabische Komiker begeben sich dabei sogar bewusst in Lebensgefahr."

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Frankfurter Rundschau vom 07.05.2018

"Kein Kreuz, kein Tuch, keine Kippa"

http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/religion-kein-kreuz-kein-tuch-keine-kippa-a-1500882

Anetta Kahane kommentiert in der Frankfurter Rundschau die aktuelle Debatte um religiöse Symbolik an Öffentlichen Plätzen. "Entweder man entscheidet sich für das Kreuz, dann aber auch für muslimische Lehrerinnen oder Richterinnen mit Kopftuch. Das wäre, je nach politischer Perspektive, dann Ausdruck eines Kulturkampfes oder Ausdruck der Vielfalt. Oder man entscheidet sich für die Neutralität des Staates in religiösen Fragen, auch wenn es einen diskriminierenden Aspekt enthält. Das ist ein echtes Dilemma. Hier stehen wichtige Werte gegeneinander: Religionsfreiheit und Diskriminierungsverbot gegen das Neutralitätsgebot, weil Kirche und Staat getrennt sein sollten."

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