US-Soldaten in Afghanistan

7. Religionen

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Zeit Online vom 22.05.2018

"Satire von innen"

https://www.zeit.de/gesellschaft/2018-05/humor-islam-muslime-arabischer-raum-satire-karikaturen/kompletta
nsicht

Mohammed Amjahid über die Rolle des Humors im Islam. "Vor allem die arabische Satire versucht sich in den vergangenen Jahren in lustiger Islamkritik. Der mittlerweile in vielen Ländern des Nahen Ostens und Nordafrikas gut ausgebaute Internetzugang, die Möglichkeiten, im Netz seine Spuren zu verwischen und auch die Wut vieler, vor allem junger Menschen führt zu einem virtuellen Wettbewerb, wer die schönste Mohammed-Karikatur, wer den besten Allah-Witz oder die beleidigendsten Koran-Kommentare verfassen kann. Viele arabische Komiker begeben sich dabei sogar bewusst in Lebensgefahr."

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Frankfurter Rundschau vom 07.05.2018

"Kein Kreuz, kein Tuch, keine Kippa"

http://www.fr.de/politik/meinung/kolumnen/religion-kein-kreuz-kein-tuch-keine-kippa-a-1500882

Anetta Kahane kommentiert in der Frankfurter Rundschau die aktuelle Debatte um religiöse Symbolik an Öffentlichen Plätzen. "Entweder man entscheidet sich für das Kreuz, dann aber auch für muslimische Lehrerinnen oder Richterinnen mit Kopftuch. Das wäre, je nach politischer Perspektive, dann Ausdruck eines Kulturkampfes oder Ausdruck der Vielfalt. Oder man entscheidet sich für die Neutralität des Staates in religiösen Fragen, auch wenn es einen diskriminierenden Aspekt enthält. Das ist ein echtes Dilemma. Hier stehen wichtige Werte gegeneinander: Religionsfreiheit und Diskriminierungsverbot gegen das Neutralitätsgebot, weil Kirche und Staat getrennt sein sollten."

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Konrad-Adenauer-Stiftung vom 22.12.2017

"A Model for Europe? History and Practice of Islam in Bosnia-Herzegovina"

http://www.kas.de/wf/en/33.51227/

In diesem englischsprachigen Beitrag für die Konrad-Adenauer-Stiftung erläutert Dževada Šuško vom Institute for Islamic Tradition of Bosniaks in Sarajevo, warum der relativ liberale Charakter des Islams in Bosnien-Herzegowina als Modell einer europäischen Version der Religion dienen könnte. "The Muslims of Bosnia-Herzegovina practice what can be called 'Islam of a European character'. This means that the Bosniaks’ understanding of Islam is based on liberalism, desire for peace, reconciliation, and openness to the world. The Islamic Community, the representative body of Muslims in Bosnia and the diaspora territories they inhabit, has been pursuing its religious life in harmony with the ruling legal system for 135 years, clearly stands for the separation of state and religion, finances itself, is economically and organisationally independent, offers a high degree of transparency in the face of various monitoring mechanisms, organises itself according to democratic principles, and affirms a pluralistic democratic system of government. It also always emphasises the European identity of the Bosniaks, which includes acceptance of coexistence with other religions based on the Community’s own experience."

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Neue Zürcher Zeitung vom 11.12.2017

"Wie wir die Sufis missverstehen"

https://www.nzz.ch/feuilleton/wie-wir-die-sufis-missverstehen-ld.1336869?mktcid=nled&mktcval=107&kid=_201
7-12-11

Der blutige Terroranschlag von IS-Anhängern am 24. November auf der ägyptischen Sinai-Halbinsel hat eine sufistische Moschee getroffen. Marian Brehmer schreibt, dass der Sufismus in vielen westlichen Beiträgen als "gutes" Gesicht des Islams dargestellt werde. Dies sei "irreführend und in mancher Hinsicht sogar gefährlich." "Ironischerweise bedienen sich die islamischen Fundamentalisten für die Rechtfertigung ihrer Gewalt ähnlicher Kategorien wie mangelhaft informierte Beobachter im Westen: Sie unterscheiden zwischen einem orthodoxen Islam, den sie für den 'wahren' halten, und einem mystischen, der für sie 'fehlgeleitet' ist. Der hier zugrunde liegende Denkfehler, welcher auf einem Paradigma der Spaltung beruht, ist – auch wenn er in gegenteilige Einschätzungen des Sufismus mündet – der gleiche. (...) Wenn wir die Sufis vom Islam trennen, bestätigen wir unwissentlich nicht nur die Argumentationsmuster der Extremisten, sondern diskreditieren auch die übrigen Muslime. Nur die Sufis für tolerant und friedlich zu halten, impliziert, dass der Rest der Muslime nicht tolerant und friedlich sei. Solche subtilen Vorurteile führen manchmal zu einer erschreckenden Indifferenz gegenüber muslimischen Toten".

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SWR vom 26.11.2017

"Gehören Religion und Gewalt zusammen?"

https://www.swr.de/swr2/wissen/religion-und-gewalt/-/id=661224/did=14602870/nid=661224/18x6ys8/index.html

Werner Bloch stellt im Südwestrundfunk das Buch "Im Namen Gottes. Religion und Gewalt" von Karen Armstrong vor. Armstrong fordere dazu auf, Religionen nicht als Sündenböcke der Weltgeschichte zu betrachten, "sondern deren Missbrauch durch Ideologien, Staaten, Sekten" anzuprangern. "Religion, davon ist die siebzigjährige Religionswissenschaftlerin überzeugt, setzt tiefste Energien frei, sie gießt bei Konflikten oft Öl ins Feuer Das aber könne man nicht der Religion anlasten. Gefährlich werde es, wenn eine Religion ihre Wurzeln verlässt und ihre eigenen Prämissen nicht mehr versteht, weil sie radikal interpretiert wird – wie im Fall des so genannten 'Islamischen Staats'."

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Qantara vom 08.11.2017

"Und es gab sie doch!"

https://de.qantara.de/inhalt/aufklaerung-in-der-islamischen-welt-und-es-gab-sie-doch

Der Nahostexperte Arnold Hottinger stellt das Buch "Islamic Enlightenment - The Struggle between Faith and Reason" von Christopher de Bellaigue vor. "Der Essayist und langjährige Korrespondent Christopher de Bellaigue stellt mit seinem neuen Sachbuch das 19. Jahrhundert in der islamischen Welt in ein neues Licht. Seine Grundthese ist, dass der islamische Nahe Osten eine echte Aufklärung durchgemacht hat."

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Freitag vom 07.11.2017

"Moderner Wahn"

https://www.freitag.de/autoren/der-freitag/moderner-wahn

Ali Ghandour, muslimischer Theologe am Zentrum für Islamische Theologie der Universität Münster, untersucht die Frage, ob der Salafismus tatsächlich als "islamische Reformation" betrachtet werden könne. "Eine Reform muss nicht unbedingt progressiv sein. Das salafistische Gedankengut ruht auf einer Retropie, einer rückwärtsgewandten Utopie also, wie Richard David Precht den Begriff definiert. Salafisten sind überzeugt, dass das Verständnis der prophetischen Botschaft durch die frühen Muslime, genauer gesagt durch die ersten drei Generationen, das einzig wahre ist. Alles, was dem widerspricht, ist abzulehnen. (...) Nicht zuletzt ist in der Öffentlichkeit die Vorstellung präsent, dass der Salafismus eine Form eines 'Ur-Islams' darstellt. So eine Vorstellung ist indessen weder historisch noch theologisch haltbar und spielt den Salafisten in die Hände. Die salafistische Ideologie ist durch und durch ein Produkt ihrer Zeit. Sie erinnert uns daran, dass die Moderne auch unangenehme Seiten hat."

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Tageszeitung vom 25.10.2017

"Die Sexismusdebatte #metoo blendet religiöse Aspekte des Patriarchats aus"

https://www.taz.de/!5454694/

Der Diplompsychologe Ahmad Mansour wendet sich in der Tageszeitung gegen eine Ausklammerung religiöser Aspekte des Patriarchats in der aktuellen Sexismusdebatte. "Was ist denn mit religiös verordneter Geschlechtertrennung? Mit Frauen, die nicht einmal selbst über ihren Wohnort bestimmen dürfen? Mit Mädchen, die nicht schwimmen lernen dürfen? Mit jungen Frauen, deren Lebensentwurf durch die Familien bestimmt wird? Reden wir also darüber!"

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Deutschlandfunk vom 28.08.2017

"Der Islam kann auch untergehen"

http://www.deutschlandfunk.de/religion-der-islam-kann-auch-untergehen.886.de.html?dram:article_id=394307

Andreas Main im Gespräch mit dem Religionswissenschaftler Michael Blume über eine von ihm konstatierte allgemeine Krise des heutigen Islams, dem die normalen Gläubigen still und heimlich abhanden kommen. "(...) wir erfassen als Muslime alle Menschen, die von muslimischen Eltern abstammen. Während wir bei Christen nur diejenigen als Christen erfassen, die getauft wurden und einer Kirche angehören. Und schaut man sich das dann näher an, dann sehen wir tatsächlich, dass bei den Muslimen ein schnell wachsender Anteil Glaubenszweifel hat, mit der Religion wenig oder gar nichts mehr zu tun hat, sich von den Moscheeverbänden überhaupt nicht vertreten fühlt. Und man sieht tatsächlich, dass die Säkularisierung bei Muslimen ebenso oder sogar stärker auftritt als bei Christen. Von dem her, ja, ist da schon was dran. Wir arbeiten da einfach mit unsauberem Zahlenmaterial, aber eigentlich ist der Islam in einer Krise - auch zahlenmäßig."

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Neue Zürcher Zeitung vom 15.07.2017

"Was es braucht, den Islam mit der säkularen freien Gesellschaft kompatibel zu machen"

https://www.nzz.ch/meinung/religion-und-aufklaerung-islam-und-saekularer-staat-ld.1306174?reduced=true

Nach Ansicht von Martin Grichting, Generalvikar des Bistums Chur in der Schweiz, ist es immer noch offen, ob im Islam eine "Schöpfungstheologie" geformt werden könne, "welche Säkularität nicht als Abfall von Gott zu verstehen vermag". "Der Islamische Staat und dessen Terror-Ableger in Europa haben liberal gesinnte Muslime auf den Plan gerufen. Sie finden mit ihren Aufrufen nach einer Neuinterpretation des Islam zu Recht im Feuilleton Resonanz, bilden jedoch keineswegs den Mainstream der muslimischen Welt ab. (...) Das Beispiel der Türkei zeigt ja, dass nach einer Zeit der Gärung Säkularität von der darunterliegenden Religion als Fremdkörper wieder abgestossen wird. Kommt es hier nicht zu einer Neubestimmung der theologischen Grundlagen, wird Religion auch für die im Westen lebenden Muslime ein Hemmschuh bleiben, der ihre Integration erschwert."

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Neue Zürcher Zeitung vom 28.06.2017

"Die Leute haben pure nackte Scheissangst"

https://www.nzz.ch/feuilleton/seyran-ates-ibn-rushd-goethe-moschee-die-leute-haben-pure-nackte-scheissang
st-ld.1303155

Claudia Schwartz hat mit Seyran Ates, der Gründerin der reformislamisch orientierten Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin, über die zum Teil drastischen Reaktionen islamischer Konservativer auf ihr Projekt gesprochen. "Es ist Angst, die Leute haben pure nackte Scheissangst. Sehen Sie, wir hatten in der ersten Woche so viele hässliche Reaktionen bekommen, dass viele sagen, sie schauen jetzt erst mal, wie sich das entwickelt. Die Leute werden eingeschüchtert. Einige waren auf den Bildern der Eröffnung zu sehen und wurden sofort von ihrem Umfeld unter Druck gesetzt. Deshalb sind für mich auch sechs oder sieben Teilnehmer wie nun am zweiten Freitagsgebet noch ein gutes Zeichen. Solche Bewegungen haben nie mit Massen begonnen. Man darf von uns nicht erwarten, dass wir zehntausend auf die Strasse kriegen. Wir wollen anknüpfen an die einstige Aufklärung im Islam. Diese wurde damals unterdrückt. Genauso versucht man es jetzt mit uns."

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The New York Review of Books vom 22.06.2017

"The Islamic Road to the Modern World"

http://www.nybooks.com/articles/2017/06/22/islamic-road-to-modern-world/

Malise Ruthven stellt zwei Bücher vor, die einen Blick zurück ins 19. Jahrhundert werfen und sich mit der damaligen Phase einer "islamischen Aufklärung" beschäftigen. Christopher de Bellaigue wende sich in seinem Buch "The Islamic Enlightenment" gegen die verbreitete Vorstellung, dass die Modernisierung islamischer Länder ausschließlich "von oben" durchgesetzt werden musste. "According to widespread assumptions, efforts to transform Islamic nations into modern societies were mainly imposed 'from above' by Western-leaning autocrats (...) the underlying premise being that the Enlightenment was an exclusively Judeo-Christian (or post-Christian) movement that had no parallel in Islamic societies. This 'historical fallacy,' in de Bellaigue’s view, has led 'triumphalist Western historians, politicians and commentators, as well as some renegade Muslims who have turned on the religion of their births,' to insist that 'Islam [still] needs its Enlightenment.' By contrast, de Bellaigue argues convincingly that efforts to bring modern political ideas to the Muslim world had a 'natural constituency' among the educated minority and that, despite opposition, they slowly gained general acceptance".

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Die Welt vom 11.05.2017

"Wie die Religion die Islam-Skepsis in Osteuropa lenkt"

https://www.welt.de/politik/ausland/article164455890/Wie-die-Religion-die-Islam-Skepsis-in-Osteuropa-lenk
t.html

Gerhard Gnauck stellt eine Studie des amerikanischen Pew-Instituts vor, die sich mit der offenbar zunehmenden Bedeutung des orthodoxen Christentums und anderer Religionen in Osteuropa beschäftigt hat. "Nationalstolz, traditionelles Familienbild, Verurteilung von Homosexualität sind deutlich mit der Zugehörigkeit zur Orthodoxie korreliert. In orthodox geprägten Ländern vertreten religiös Ungebundene diese Position kaum seltener als orthodoxe Christen. Allenfalls Bürger unter 35 Jahren sind liberaler: Neun Prozent der jüngeren Russen sind dafür, die Homo-Ehe zu legalisieren, gegenüber drei Prozent der übrigen Bevölkerung (die Werte für Griechenland: 45 zu 19 Prozent). Bemerkenswert ist die relativ hohe Toleranz von Orthodoxen gegenüber Muslimen. Muslime als Familienmitglieder würden 28 Prozent der befragten Orthodoxen akzeptieren, als Mitbürger 68 Prozent. Dagegen sind bei den Katholiken nur 15 beziehungsweise 43 Prozent Bereitschaft vorhanden. Entsprechend begrüßen mehr Orthodoxe als Katholiken eine ethnisch und religiös vielfältige Gesellschaft."

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Neue Zürcher Zeitung vom 11.04.2017

"Weil wir nicht alle gleich sind"

https://www.nzz.ch/feuilleton/hamed-abdel-samad-und-europas-muslime-weil-wir-nicht-alle-gleich-sind-ld.10
85464

Claudia Schwartz stellt in der Neuen Zürcher Zeitung den Dokumentarfilm "Europas Muslime" vor, in dem der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad und die Journalistin Nazan Gökdemir den innermuslimischen Dialog in teilweise "heftigen" Begegnungen gesucht haben. "Erneut ein Lastwagen-Attentat, diesmal in Stockholm. Just mitten in der Arbeit an diesem Artikel schreibt sich schon wieder ein europäischer Ort ins Gedächtnis ein, mit dessen Namen – wie Bataclan oder Breitscheidplatz – sich zukünftig der Schrecken verbindet. Irritiert hält man inne. Geplant war, vom ganz normalen muslimischen Alltag in Europa zu erzählen. Aber wo gibt es noch Normalität? Ist es derzeit überhaupt möglich, über den Islam nachzudenken, ohne dass sich Terror, Schrecken und Gewalt ins Bild schieben?"

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