US-Soldaten in Afghanistan

8. Konflikt der Kulturen

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Tablet Magazine vom 06.03.2019

"Multiculturalism and the Anti-Enlightenment"

https://www.tabletmag.com/jewish-arts-and-culture/280653/weitzmann-hate-excerpt

Marc Weitzmann erklärt in diesem Auszug aus seinem Buch "Hate: The Rising Tide of Anti-Semitism in France (and What It Means for Us)", warum die Wurzeln der pro-islamischen und anti-zionistischen Haltung vieler Anhänger der heutigen Linken im französischen Kolonialismus gefunden werden könnten, der Algerien im 19. Jahrhundert in ein "reaktionäres Fantasieland" verwandelt habe. "To make things perfectly clear: I am not suggesting that an interest in Islam necessarily leads to identity politics and apartheid, nor that Urbain and his like were wrong to point out the dilemmas of the modern crisis. The search for transcendental meaning is, in a sense, part of that crisis itself and probably can’t be avoided any more than modernity can. But, at least since Napoleon’s expedition in Egypt, the same crisis also affected the Muslim world. And while some of the religious dignitaries there fought to develop an “Islamic Enlightenment” based on a dialogue with the West, a majority simply took shelter in a conservative view, and people like Urbain, eager to escape the West and full of the enthusiasm of the convert, were naturally inclined to turn to them."

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Tagesspiegel vom 01.03.2019

"Mehr politischer Islam für Deutschland!"

https://causa.tagesspiegel.de/politik/gehoert-der-politische-islam-zu-deutschland/mehr-politischer-islam-
fuer-deutschland.html

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Carsten Linnemann und der frühere bayerische Justizminister Winfried Bausback haben in einem Buch ein stärkeres Vorgehen gegen den politischen Islam in Deutschland gefordert. Der Religionssoziologe Harry Harun Behr widerspricht und verteidigt die politische Rolle des Islam. "Als Religion darf der Islam in Deutschland, was auch Wissenschaft, Presse und Kunst dürfen: sich öffentlich inszenieren, sich in die gesellschaftlichen Leitbilddiskurse einmischen, sich querlegen. Kurzum: Der Islam darf politisch sein. Den Islam machte von Anfang an politisch, dass er sich aus der doppelten Kritik am machtvollen Zugriff auf Religion und an der Sakralisierung von Macht heraus entwickelte. Zur altprophetischen Rede des Korans gehören Herrschaftskritik ebenso wie Glaube und soziale Ethik. Er bringt den Geist und die Zustände des Individuums gegen bloße Tradition, Buchstabentreue und Loyalitätszwang in Stellung. Und hier reicht der Islam Judentum und Christentum die Hand."

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Tagesspiegel vom 26.02.2019

"Wir müssen die rosa Brille ablegen"

https://causa.tagesspiegel.de/politik/gehoert-der-politische-islam-zu-deutschland/wir-muessen-die-rosa-br
ille-ablegen.html

Seyran Ateş, Rechtsanwältin und Mitgründerin der liberalen Ibn Rushd-Goethe Moschee in Berlin, lehnt eine politische Rolle des Islam in Deutschland dagegen mit deutlichen Worten ab. "Seit mehr als zehn Jahren warne ich eindringlich davor, dass der politische Islam unsere Gesellschaft auszuhöhlen versucht. Er kommt in vielen Gesichtern, teils mit unterschiedlichen Schattierungen und auf den ersten Blick ziemlich harmlos durch die Tür: Vertreter der ägyptischen Muslimbruderschaft möchten vordergründig 'Arabischkurse' anbieten, die türkisch-nationalistische Milli Görüs zeigt sich als Anlaufstelle für Muslime, denen Diskriminierung widerfahren ist. Da sich diese Organisationen auch geschickt als Ansprechpartner für die Politik präsentierten, wuchs ihr Einfluss in den letzten Jahren. Das Problem: Häufig stehen die Werte dieser Organisationen in klarem Widerspruch zu dem was wir gemeinhin als demokratischen Grundkonsens sehen. (...) Die Vertreter des politischen Islam haben eine ganz klare Vorstellung davon, 'was' sie wollen. Wir sollten uns daher zumindest klar darüber sein, was wir 'nicht wollen': Versuche, Scharia-Recht durch die Hintertür zur Anwendung zu bringen, gehören mit aller Konsequenz unterbunden. Versuche, bei den Themen Zwangsehe, weibliche Beschneidung, Mehrehe oder Verschleierung für Toleranz zu werben, gehören ohne rosa Brille bewertet. Das ist ehrlich gegenüber jenen, die sich integrieren möchten und jedenfalls effektiv gegenüber allen anderen."

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Economist vom 14.02.2019

"Western governments want to have more influence on Muslim practice with their own borders"

https://www.economist.com/special-report/2019/02/14/western-governments-want-to-have-more-influence-on-mu
slim-practice-with-their-own-borders

Der Economist hat ein Dossier mit mehreren Beiträgen über die Rolle des Islams im Westen zusammengestellt. In diesem Text wird am Beispiel Deutschlands darauf hingewiesen, dass westliche Politiker einen größeren staatlichen Einfluss auf islamische Praktiken im eigenen Land anstreben. "The drive to integrate Islam on Germany’s terms is the brainchild of Markus Kerber, a top civil servant at the interior ministry and founder of the Islam Conference, a gathering of Muslim representatives that Germany has been holding intermittently since 2006. He wants to wrest control of the country’s mosques from foreign hands, a task he likens to that of Otto von Bismarck, Germany’s first chancellor, when he tried to prise the Catholic church from the Vatican’s clutches in the 19th century. Instead of relying on foreign support, Mr Kerber thinks, mosques in Germany could be funded in the same way as Christian and Jewish places of worship: through a voluntary religious levy on registered members of the faith. Foreign imams should be replaced by German ones, who would be trained at the new Islamic-theology departments that some of the German Länder have established at a handful of universities. Within a decade, Mr Kerber hopes, imams will need German certificates to be able to officiate."

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The American Conservative vom 14.02.2019

"Where 'Religious Freedom' Means Avoiding a Bloodbath"

https://www.theamericanconservative.com/articles/where-religious-freedom-means-avoiding-a-bloodbath/

Doug Bandow schreibt anlässlich der Veröffentlichung des Berichts "Religious Freedom in the World" der katholischen Organisation Aid to the Church in Need, dass Religionsfreiheit heute in vielen Teilen der Welt zu einer Überlebensfrage geworden sei. "The foreword for the latest report is authored by Cardinal Dieudonne Nzapalainga of the Central African Republic. In his nation, he writes, 'religious freedom is not a concept; it is a question of survival.' Americans would have trouble understanding, but 'the issue,' he says, 'is how to avoid a bloodbath.' That is no overstatement. In the Middle East, religious minorities are being exterminated. Unleashed by promiscuous American military interventions, radical Islamists are murdering, enslaving, and displacing Christians, Yazidis, Jews, and other religions minorities — even Shiites and liberal Sunnis. And the Middle East is not the only locus of persecution. Some of the worst episodes are occurring in Africa, including in Cardinal Nzapalainga’s Central African Republic, and Asia, specifically in the world’s two most populous nations, China and India."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 05.02.2019

"Der Feind kommt von innen"

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/francis-fukuyamas-buch-identitaet-ueber-populismus-16020293.html

Gregor Quack im Gespräch mit dem amerikanischen Politologen Francis Fukuyama über die sozialen Spaltungen der Gegenwart. "Für mich war das Jahr 2016 ein Schock. Donald Trump wurde zum amerikanischen Präsidenten gewählt, und die Bevölkerung von Großbritannien stimmte für den Brexit. Ausgerechnet in den beiden Ländern, die sie erfunden hatten, war nun die liberale Weltordnung in Gefahr. Für mich als jemand, dem die liberal-demokratische Ordnung sehr am Herzen liegt, war das schwer zu verdauen. Das neue Buch ist meine Reaktion auf den Anstieg populistischer Tendenzen in der demokratischen Welt. In vergangen Jahrzehnten schien die Demokratie vor allem von außen bedroht, von autoritären Staaten wie China oder der Sowjetunion. Doch jetzt kommt die Bedrohung auf einmal von innen. Wir haben einen populistischen Präsidenten, der keinerlei Respekt vor liberalen oder republikanischen Ideen hat. Das Problem ist nun, dass genau die sogenannten Eliten, gegen die Trump seine Unterstützer aufhetzt, die Ursachen dieser Entwicklung völlig missverstehen."

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spiked vom 01.02.2019

"Removing your hijab can get you killed – even in the West"

https://www.spiked-online.com/2019/02/01/removing-your-hijab-can-get-you-killed-even-in-the-west/

Spiked hat sich anlässlich des in 140 Ländern unterstützten "World Hijab Day" am 1. Februar mit der Aktivistin Yasmine Mohammed unterhalten, die mit ihrer Twitter-Aktion #NoHijabDay muslimische Frauen unterstützen möchte, die die Kopfbedeckung trotz religiöser und staatlicher Zwänge ablehnen. "Last year was the first year that I responded to World Hijab Day, which was set up by Islamists in the US. I posted a video of myself burning the hijab, in solidarity with the women in Iran, Saudi Arabia and all over the world who would like to remove this cloth from their heads. For many women in Muslim-majority countries, to do so could not only mean ostracism or abuse from your family and community, but also could mean being imprisoned or killed. This is not unheard of in Western countries, either. In Canada, there was a 16-year-old who was killed for removing her hijab."

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Tageszeitung vom 21.01.2019

"Mehr als ein Tuch"

https://gazete.taz.de/article/?article=!5563887

Burcin Tetik berichtet in der taz-Gazette über eine Aktion türkischer Frauen, die sich den Hashtag #10YearChallenge zu Nutze machen, um sich zu ihrem Leben ohne Kopftuch zu bekennen. "Vergangene Woche kursierte in den sozialen Medien der Hashtag #10YearChallenge, unter dem Nutzer*innen zehn Jahre alte und aktuelle Fotos von sich teilten. In der Türkei brachte dieser Hashtag unerwarteterweise eine neue Form von Aktivismus hervor: Frauen, die dazu gezwungen worden waren, ein Kopftuch zu tragen, veröffentlichten alte Fotos, auf denen sie ein Kopftuch tragen, neben Bildern, auf denen sie unverhüllt zu sehen sind."

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Frankfurter Rundschau vom 11.01.2019

"Kirchenneubau in der Türkei genehmigt"

http://www.fr.de/kultur/istanbul-kirchenneubau-in-der-tuerkei-genehmigt-a-1651808

Fast ein Jahrhundert nach dem Bau der letzten Kirche in der Türkei hat die Stadtverwaltung von Istanbul erstmals wieder Plänen für die Errichtung eines christlichen Gotteshauses zugestimmt, berichtet der Tagesspiegel. "Im Vatikan rieb man sich erstaunt die Augen, als die Nachricht die Runde machte, dass die Türkei den ersten Kirchenneubau seit der Gründung der Republik im Jahr 1923 genehmigt hatte. 'Eine kleine Sensation', urteilte die päpstliche Online-Nachrichtenseite Vatican News. Es ist eigentlich eine große Sensation. Zwar durfte die christliche Minderheit ihre Kirchen meist renovieren – ein Neubau wurde jedoch noch nie erlaubt."

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France 24 vom 07.01.2019

"Four years after Charlie Hebdo attacks, satirists bemoan the loss of reason"

https://www.france24.com/en/20190107-four-years-after-charlie-hebdo-attacks-satirists-bemoan-loss-reason-
france-anniversary

Vier Jahre nach dem blutigen Angriff auf die Redaktion des französischen Satiremagazins Charlie Hebdo beklagen die Redakteure France 24 zufolge eine Zunahme von Intoleranz und Extremismus auf allen Seiten. "Charlie Hebdo’s commemorative cover this week depicts both a Catholic bishop and a Muslim imam blowing out a candle flame that represents the light of reason. The headline bemoans a French society it says has become anti-enlightenment ('anti-lumières'). In an interview with AFP, Charlie Hebdo’s editor-in-chief Riss, who was the artist behind the cover drawing, said public attitudes had only grown less tolerant since the attacks. Not only has the tragedy faded from memory but so has the social significance of the event, he said. 'One gets the impression that we have turned our backs to it, so in our opinion the antiquated attitudes are still there, even more so than four or five years ago.' 'The hostility no longer only comes from religious extremists but now also from intellectuals,' he observed."

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Berliner Zeitung vom 29.12.2018

"Justizsenator will gläubigen Lehrerinnen Tragen des Kopftuchs erlauben"

https://www.berliner-zeitung.de/berlin/dirk-behrendt-justizsenator-will-glaeubigen-lehrerinnen-tragen-des
-kopftuchs-erlauben-29405438

Jan Thomsen im Gespräch mit Berlins Justizsenator Dirk Behrendt über die Sicherheit an Berliner Justizanstalten, den Zustand des Rechtsstaates in der Hauptstadt und die aktuellen Diskussionen um das Neutralitätsgesetz. "Der Ex-Richter Dirk Behrendt, schon als grüner Abgeordneter höchst streitbar, ist zum Lieblingsgegner der Opposition aus CDU, AfD und FDP geworden. Sie werfen ihm die vermeintliche Überbetonung von Gender-Themen ebenso vor wie jetzt den Ausbruch von vier Gefangenen aus der JVA Plötzensee."

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Süddeutsche Zeitung vom 28.12.2018

"Reine Kopfsache"

https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/sport/zeina-nassar-e977831

Benedikt Warmbrunn porträtiert die Boxsportlerin Zeina Nassar, deutsche Meisterin im Federgewicht, die darauf besteht, bei ihren Kämpfen ein Kopftuch tragen zu dürfen. "Zeina Nassar will kämpfen, aber ihr Kopftuch verstößt gegen die Kleiderordnung. Unterwegs mit einer Frau, die nicht länger warten will."

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Frankfurter Rundschau vom 28.12.2018

"Kein Geld für den Dschihad"

http://www.fr.de/politik/islam-in-deutschland-kein-geld-fuer-den-dschihad-a-1645563

Die derzeit diskutierte Einführung einer Moscheesteuer wäre nach Ansicht des thüringischen Verfassungsschutzchefs Stephan Kramer nur ein erster Schritt, um muslimische Gemeinden von Zahlungen aus dem Ausland unabhängiger zu machen. "Er warnte zudem vor der Gefahr eines Generalverdachts und betonte, eine derartige Kontrolle müsse im Zweifel für alle Religionsgemeinschaften gelten; es dürfe nicht der Eindruck einer Ungleichbehandlung von Muslimen entstehen. 'Langfristig müssen sich die Moscheegemeinden selbst finanzieren können.' Und zwar entweder durch staatliche Zuwendungen oder durch eine Moscheesteuer. Ein Vakuum oder das Gefühl von Muslimen, sie würden nicht anerkannt, nannte der Verfassungsschützer 'gefährlich'."

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Tageszeitung vom 28.12.2018

"Ein Vorschlag, viele Irrtümer"

https://www.taz.de/!5558463/

Pascal Beucker meint, dass der Vorschlag zur Einführung einer "Moscheesteuer" auf einem "deutschen Anachronismus" beruhe. "Warum soll der Staat überhaupt als Dienstleister für die Einziehung der Mitgliedsbeiträge für irgendwelche nichtstaatlichen Organisationen agieren? Das Kirchensteuersystem in der BRD ist eine anachronistische deutsche Besonderheit, deren Haltbarkeitsdatum längst abgelaufen ist. Der Trennung von Kirche und Staat widersprechend, passt es nicht mehr in die heutigen säkularen Zeiten. Was für Parteien, Gewerkschaften, Sportvereine oder den ADAC gilt, sollte auch für Religionsgemeinschaften gelten. Und zwar für alle."

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Jüdische Allgemeine vom 10.12.2018

"Falsche Diagnose, falsche Therapie"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/falsche-diagnose-falsche-therapie/

Der Historiker und Publizist Michael Wolffsohn äußert sich in diesem Interview über den "deutsch-jüdischen Patriotismus" und die Ursachen der "Distanz oder gar Feindschaft", die Juden heute in Deutschland entgegengebracht wird. "Da ist erstens die alte und neue militante Rechte. Da ist deren harmlosere Variante: der, wie wir sagen, gute alte Risches, also der klassische Antisemitismus der sogenannten feinen Kreise. Da ist zweitens die alte und neue Linke. Sie gefährdet unsere existenzielle Sicherheit, weil sie Israel als jüdischen Staat, also unsere Lebensversicherung, so sehr liebt, dass sie es am liebsten aufgelöst in der islamisch‐arabischen Welt sähe. Drittens, und historisch relativ neu für Deutschland und Westeuropa, gibt es den sehr gefährlichen muslimischen Antisemitismus. Der betrachtet Deutschland und Westeuropa als nahöstlichen Nebenkriegsschauplatz. Er wird zudem von der Judenfeindschaft im Koran sowie der mündlichen religiös‐islamischen Überlieferung gespeist."

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