US-Soldaten in Afghanistan

8. Konflikt der Kulturen

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Qantara vom 13.08.2019

"Scheitern an einem Kampfbegriff"

https://de.qantara.de/inhalt/buecher-ueber-den-politischen-islam-scheitern-an-einem-kampfbegriff

René Wildangel stellt zwei neue Bücher über den politischen Islam in Deutschland vor. "Das jüngst erschienene Buch 'Der politische Islam gehört nicht zu Deutschland' aus dem Verlag Herder ist eine Mogelpackung. Denn der in Titel und Vorwort bemühte 'politische Islam' ist nicht zentraler Gegenstand des Sammelbandes. Stattdessen werden von den beiden Herausgebern und CDU/CSU-Politikern Carsten Linnemann und Winfried Bausback die bekannten Schreckensszenarien der Islamisierung Deutschlands aufgeboten (...). Ein weiteres Buch zum Thema, 'Alles für Allah - wie der politische Islam unsere Gesellschaft verändert' von Heiko Heinisch und Nina Scholz (Molden-Verlag), löst immerhin ein, was thematisch versprochen wird: Die Autoren beschäftigen sich mit dem politischen Islam und unternehmen auch eine historische Einordnung und Definition. (...) Islamophobie dagegen konsequent als kalkulierten 'Opferdiskurs' konservativer islamischer Verbände zu beschreiben, wie es beide Bücher wiederholt tun, mutet zynisch an angesichts der rechtspopulistischen Hetze, nicht zuletzt aber auch der real gewachsenen verbalen und physischen Angriffe gegen Muslime in Deutschland und weltweit bis hin zum traurigen Massaker in Christchurch, Neuseeland."

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Tagesspiegel vom 12.08.2019

"Das sind muslimische Identitäre"

https://www.tagesspiegel.de/berlin/seyran-ates-zum-gebet-auf-dem-tempelhofer-feld-das-sind-muslimische-id
entitaere/24895706.html

Die liberale Muslimin Seyran Ates betrachtet das umstrittene Gebet auf dem Tempelhofer Feld in Berlin am vergangenen Wochenende in diesem Interview als Versuch von "muslimischen Identitären", ihre konservativen religiösen Vorstellungen in die Öffentlichkeit zu tragen. "Die Tatsache, dass in den vergangenen 20 Jahren immer mehr patriarchalisch-archaische Praktiken zunehmend aus den privaten in öffentliche Räume gebracht wurde, führt dazu, dass sich eine Gesellschaft mit diesem Bild – in Anführungszeichen – immer mehr anfreundet und solche Praktiken als selbstverständlich betrachtet. Diese Idee der Geschlechtertrennung wird immer massiver in den öffentlichen Alltag getragen. Der Rest der Bevölkerung soll sich daran gewöhnen, dass Geschlechtertrennung Identität dieser Menschen sei und dass sie als wichtig empfänden, so zu leben. Das ist absurd, da wir ja auch der anderen Seite für mehr Geschlechter-Gerechtigkeit kämpfen. (...) Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass wir über die Grenzen der Grundrechte gehen und andere Grundrechte wie die Gleichberechtigung der Geschlechter übersehen. Grün Berlin muss sich auch die Frage stellen lassen, ob es einer christlichen Gruppierung ein Teil des Feld überließe, wenn die dort eine massive Geschlechtertrennung praktizieren und dies als Ideal für die gesamte Gesellschaft postulieren würde."

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Tageszeitung vom 11.08.2019

"Die Wahrheit steht im Tagebuch"

https://taz.de/Juden-in-der-arabischen-Welt/!5614160/

Ulrich Gutmair stellt das Buch "Die Juden der arabischen Welt" von Georges Bensoussan vor, der sich mit den Hintergründen des Exodus der jüdischen Bevölkerung aus den arabischen Ländern im 20.Jahrhundert beschäftigt hat. "Im 20. Jahrhundert verließen 900.000 Juden diese Länder, 600.000 davon fanden Aufnahme in Israel. Vor der massiven Einwanderung russischer Juden in den Neunzigern waren bis zu 70 Prozent der israelischen Bevölkerung Juden aus arabischen Staaten und ihre Nachkommen. In Israel waren sie zwar als Juden willkommen, sahen sich aber als 'schwarze' Misrachim, also orientalische Juden, rassistischen Vorurteilen gegenüber. Dieser Geschichte widmet sich nun Georges Bensoussans Buch 'Die Juden der arabischen Welt'. Sein Untertitel lautet 'Die verbotene Frage', weil, wie der Autor gleich im ersten Satz betont, diese Geschichte 'bislang Gegenstand einer massiven Verleugnung' gewesen sei. Dabei formuliert der Historiker, der 1952 in Marokko geboren wurde, zurückhaltend. Nur in Bezug auf Ägypten spricht er ausdrücklich von Vertreibung. Meist habe es sich um 'einen schleichenden Ausschluss' der Juden gehandelt, eine Atmosphäre 'heimtückischer Trennung', wie Bensoussan den Tunesier Albert Memmi zitiert, der diese Einschätzung bereits in den 1950ern formuliert hatte."

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Süddeutsche Zeitung vom 10.08.2019

"Der Antisemitismus zerstört den Charakter der Republik"

https://www.sueddeutsche.de/politik/antisemitismus-judentum-deutschland-1.4557036

Ronen Steinke stellt fest, dass es in Deutschland kein "angstfreies jüdisches Leben" gebe. Dies treffe nicht nur auf begrenzte "No-go-Areas" wie Berlin-Neukölln, sondern auf ganz Deutschland zu. "Hinter den hohen Zäunen, gewiss, geht es immer lebhafter zu. Es treffen sich feiernde, streitende, vielfältige jüdische Gemeinden, von ultrakonservativ bis queer, auch wenn die meisten sehr klein sind. Aber wenn ihre Mitglieder anschließend auseinandergehen, dann ähneln sich die Szenen überall. Die Kippa verschwindet in der Hosentasche oder - bei den wenigen Juden, die orthodoxer sind und die religiöse Kopfbedeckung aufbehalten möchten - unter einer Baseballmütze. Nicht erst bei einem Abstecher nach Berlin-Neukölln geschieht dies, also in eine der angeblich örtlich begrenzten No-go-Areas. Sondern einfach in Deutschland, Postleitzahl: egal. (...) Wenn man unbedingt etwas aussetzen möchte an der empathisch gemeinten Empfehlung des Bundesantisemitismusbeauftragten Felix Klein neulich, Juden täten sich keinen Gefallen damit, wenn sie sich überall mit Kippa zeigten, dann höchstens dies: Das wissen die meisten eh schon. Die meisten bemühen sich längst, nicht ohne Not aufzufallen. Kleinere Synagogen verzichten auf Türschilder. Manche verheimlichen auf ihrer Website ihre Adresse. Die Anschrift gibt es nur auf Anfrage. So gut wie alle jüdischen Gemeinden verschicken ihre Mitgliedszeitungen nur im neutralen, blickdichten Umschlag, als wäre es der Beate-Uhse-Katalog."

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National Review vom 06.08.2019

"Facing Extinction in Iraq, Can Christians Hope for Aid from the West?"

https://www.nationalreview.com/2019/08/christians-iraq-face-extinction-can-they-hope-for-aid-from-west/

Edward Clancy hat sich mit Erzbischof Bashar Warda von der Chaldäisch-katholischen Kirche im irakischen Erbil über die prekäre Situation der verbleibenden Christen vor Ort unterhalten. "With ISIS defeated, 40,000 Christians have returned to their ancient homeland, repopulating nine historically Christian towns. Overall, about 250,000 remain in Iraq, down from 1.5 million in 2003, on the eve of the U.S. invasion. For the moment, they are safe, but Sunni Muslims and Iran-backed militias have designs on their land and property. (...) The horrors of ISIS have 'shocked the conscience' of the Islamic world. What remains to be seen, says Warda, is whether 'Islam will continue on its current political trajectory, in which sharia law is the basis for civil law and nearly every aspect of life is circumscribed by religion, or whether a more civil, tolerant movement will develop.' On that score, recent alarming reports have circulated that the Iraqi parliament is due to vote on a provision to appoint mullahs as judges, with the prospect that sharia law will override secular laws that are in conflict with it. (...) Will the West live up to its high calling and stand by persecuted Christians and other religious minorities? For Archbishop Warda and his flock, it is a matter of life and death. He has no illusions: 'Those of us who remain must be ready to face martyrdom,' he says."

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Die Welt vom 05.08.2019

"Weg mit der Political Correctness, her mit dem 'German Dream'"

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article197995103/Identitaetspolitik-German-Dream-statt-Political-C
orrectness.html

Die kurdisch–jesidische Autorin und Filmemacherin Düzen Tekka hält es für kontraproduktiv, wenn sich Migranten in Deutschland explizit als "People of Color" begreifen und zwischen sich und "den anderen" unterscheiden. "Bei allem Rassismus und aller Diskriminierungserfahrung, die es zweifelsohne auch in Deutschland immer noch gibt, halte ich genau das für den falschen Weg. Weil wir uns damit selber reduzieren und Spaltung betreiben. Und uns damit auch in Deutschland verirren in den Schwarz-Weiß-Debatten der Identitätspolitik. Dabei sind die Themen, die uns bewegen, ähnlich – aber vor allem sind sie komplex. Viel zu komplex, um in links oder rechts aufgeteilt zu werden. In wir und ihr. Unten und oben. Weiß und schwarz. Zu vielschichtig, um Einzelne entweder in 'Nazis' oder 'Gutmenschen' einzuordnen. Denn auch diese Begrifflichkeiten schaffen eine Kluft. (...) Gibt es strukturellen Rassismus, gläserne Decken und Benachteiligung bei sichtbarer Migrationsgeschichte? Aber ja! Die Frage ist nur, was hilft dagegen? Und da halte ich Identitätspolitik für einen Teil des Problems, denn sie spaltet in Herkunft, Religion, Geschlecht, führt sich damit ad absurdum und macht genau das, was sie eigentlich verhindern will: Sie unterscheidet und spaltet nach Herkunft."

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Spiegel Online vom 01.08.2019

"In den Niederlanden gilt ab sofort ein Burkaverbot"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/niederlande-burka-verbot-tritt-ab-sofort-in-kraft-geldstrafen-droh
en-a-1279961.html

Nach einer mehr als 14-jährigen Debatte ist in den Niederlanden das sogenannte Burkaverbot in Kraft getreten. "Das Innenministerium mahnte Kommunen und zuständige Stellen, das Verbot auch durchzusetzen. Sicherheitsbeamte sollen verschleierte Frauen zunächst auffordern, ihr Gesicht zu zeigen. Wenn sie sich weigern, kann ihnen der Zugang zu öffentlichen Gebäuden untersagt werden und es drohen Geldstrafen von mindestens 150 Euro. Das Verbot gilt auch für andere Gesichtsbedeckungen wie Integralhelme oder Sturmhauben."

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Tagesspiegel vom 28.07.2019

"Völlige Verdrehung der Tatsachen"

https://causa.tagesspiegel.de/migration%20und%20integration/empoert-euch-nehmen-muslime-in-deutschland-zu
-viel-hin/voellige-verdrehung-der-tatsachen.html

In einer weiteren Reaktion auf den Tagesspiegel-Beitrag "Muslime, seid stolz!" von Walid Nakschbandi widersprechen die Publizistin Lea Rosh und die Sozialwissenschaftlerin Barbara Schaeffer-Hegel der Behauptung, dass sich Deutsche immer häufiger gegen Muslime stellen. Alltagserfahrungen wie das "Deutschen-Mobbing in Schulen" zeigten vielmehr, dass häufig das Gegenteil der Fall sei. "Auf den vom Autor zitierten Schulhöfen, die offenbar sein Vorbild für das Zusammenleben von Muslimen und Einheimischen sind, hört man überwiegend Schimpfworte wie 'Ungläubige!', 'Schweinefresser', 'Teufelsanbeter!' (an Jesiden gerichtet), nicht aber die von ihm zitierten Ausdrücke. (...) Das alles ist dokumentiert, nachzulesen und im Originalton anzuhören. Für den Autor offenbar das Vorbild für unser zukünftiges Zusammenleben in Deutschland, denn er ruft seinen Glaubensbrüdern zu: 'Was auf deutschen Schulhöfen gilt, gilt im ganzen Leben: wenn Ihr Euch keinen Respekt verschafft, dann bleibt Ihr ewig die Verlierer!' (...) Nicht der Islam, wohl aber Muslime gehören zu Deutschland. Diejenigen, die sich an westlich aufgeklärte Werte und Normen angepasst haben, die sich lernend und arbeitend mit unserer Gesellschaft auseinandergesetzt, sie verstanden und sich in sie eingebracht haben. Sie können ihre Religion unbehelligt da praktizieren, wo sie hingehört: im privaten Raum und in ihren eigenen heiligen Stätten."

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Neue Zürcher Zeitung vom 25.07.2019

"Ein aufgeklärter Mensch kann sich von Mohammed nur distanzieren"

https://www.nzz.ch/feuilleton/ein-aufgeklaerter-mensch-kann-sich-von-mohammed-nur-distanzieren-ld.1497554

Laila Mirzo, deutsch-syrische Ex-Muslimin und Trainerin für interkulturelle Kompetenz, fordert liberale Muslime in ihrem Gastkommentar für die Neue Zürcher Zeitung auf, "offene Kritik" an den Fehlern des Propheten Mohammed zu üben. "Eine 'moderne' Lesart des Korans und der Schriften reicht leider nicht aus, den Islam ins 21. Jahrhundert zu reformieren. Denn bei all den Bemühungen wird man stets über Mohammed stolpern. Als Prophet und zentrale Figur des Islams gilt er in seinem Handeln als unfehlbar, gelten seine Taten als Vorbild. Ich fordere daher wieder und wieder einen 'sakralen Königsmord' an der Figur des Propheten. Erst wenn offene Kritik an seinen Fehlern geübt wird, meinen es liberale Muslime ernst mit der Reformation."

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Tagesspiegel vom 23.07.2019

"Die Mär vom unterdrückten Islam"

https://causa.tagesspiegel.de/migration%20und%20integration/empoert-euch-nehmen-muslime-in-deutschland-zu
-viel-hin/ein-untauglicher-versuch.html

In ihrer Erwiderung auf einen Debattenbeitrag von Walid Nakschbandi ("Muslime, seid stolz!") warnt die Rechtsanwältin Seyran Ateş vor einer spaltenden "Aufstachelung" von Muslimen in Deutschland. "Genau wie es die konservativen Islamverbände, die Muslimbruderschaft oder Milli Görüs tun, wird auch in diesem Text eine 'Wir gegen sie'-Mentalität geschürt, die unsere Gesellschaft eher zu spalten vermag, als sie zu einen. Was der Autor, der an manchen Stellen richtige Fragen stellt, schuldig bleibt, ist eine befriedigende Antwort. Er appelliert an das Bauchgefühl der Muslime, statt an ihren Verstand. Im Übrigen macht er damit am Ende dasselbe, was er an 'den Rechten und Nazis' kritisiert. (...) Wenn Nakschbandi sagt, dass die Assoziation mit dem Islam in den letzten Jahren häufig mit Terror, Gewalt verbunden war, dann antworte ich: Ja, leider ist das so. Aber es sind in den letzten Jahren hunderte Menschen in Europas Metropolen durch diesen Terror im Namen Allahs ums Leben gekommen. Wer objektiv und differenziert schreiben will, darf nicht verallgemeinernd nur die Rassisten auf der Seite der Deutschen betrachten, sondern muss ehrlich genug sein und beschreiben, wie rassistisch und deutschenfeindlich manche Muslime und Migranten sind - obwohl sie freiwillig in Deutschland leben."

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The Atlantic vom 16.07.2019

"What’s Behind Quebec’s Ban on Religious Symbols"

https://www.theatlantic.com/international/archive/2019/07/quebec-bans-religious-symbols/593998/?utm_sourc
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Im kanadischen Quebec ist es bestimmten Bediensteten im öffentlichen Dienst künftig untersagt, religiöse Symbole zur Schau zu stellen. Dies betrifft muslimische Kopfbedeckungen, aber auch die jüdische Kippa und das christliche Kreuz. "That this debate is happening in Quebec is no surprise, given its history and how it views itself compared with the rest of Canada. Some Quebecers fear that the broader Canadian policy of multiculturalism will erase their 'distinct identity' as a French-speaking province. These concerns have translated into efforts such as Bill 21. The law is a decade in the making; for years, lawmakers discussed legislating secularism and tried to ban religious symbols in public. (...) The law’s supporters present the measure as being intrinsically part of the province’s identity. Being a Quebecer, they say, means believing that religious symbols might be fine in private, but that public servants shouldn’t be allowed to wear them, lest they impede their decision making at work."

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Zeit Online vom 15.07.2019

"Dort 'die Deutschen', hier wir 'Ausländer'"

https://www.zeit.de/gesellschaft/2019-07/islamismus-muslime-antisemitismus-toleranz-bildung-debattenkultu
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Mansur Seddiqzai arbeitet als Islamlehrer im Ruhrgebiet und berichtet in diesem Beitrag ausgehend von eigenen Kindheitserfahrungen darüber, "(...) dass er selbst als Jugendlicher Muslime als Opfer und Juden als Täter einordnete. Und wie seine muslimischen Schülerinnen und Schüler mit extremistischen Vereinfachungen umgehen. (...) Die Feindbilder haben sich verändert. Die Jugendlichen zum Glück auch. Der Konflikt in Israel und Palästina ist seit den Anschlägen des 11. Septembers in den Hintergrund gerückt. Etliche islamisch geprägte Länder sind überzogen von Gewalt. Meine Schülerinnen und Schüler erkennen, dass die Konflikte längst nicht nur zwischen Staaten mit unterschiedlichen Religionen ausgetragen werden, sondern auch zwischen den Muslimen selbst. Sie registrieren, dass Muslime Opfer und Täter sein können, und zwar an den gleichen Schauplätzen. Viele der heutigen Jugendlichen verstehen sich auch nicht mehr so kompromisslos als Ausländer wie ich damals. Sie können sich gleichzeitig als Deutsche empfinden. (...) Trotzdem ist die religiöse Solidarität meiner Schülerinnen und Schüler mit muslimischen Opfern groß. (...) Mich erinnerte die Reaktion an meine Schulzeit. Ich hätte ähnlich reagiert: Ihr habt kein Mitgefühl mit uns. Muslimische Opfer sind weniger wert als andere. Diese Wahrnehmung kann noch immer zu einem gefährlichen Nährboden für Extremismus werden."

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Süddeutsche Zeitung vom 29.06.2019

"Die Sea-Watch-Kapitänin braucht keinen Heldenstatus, sondern einen Freispruch"

https://www.sueddeutsche.de/politik/festnahme-in-italien-die-sea-watch-kapitaenin-braucht-keinen-heldenst
atus-sondern-einen-freispruch-1.4504760

Oliver Meiler kommentiert in der Süddeutschen Zeitung die Verhaftung der Sea-Watch-Kapitänin Carola Rackete. "Der Fall der Sea Watch 3 lässt sich auch ohne unnötige Überhöhungen erzählen. Racketes Crew hat die Migranten am 12. Juni vor Libyen aus Seenot gerettet, bat dann mehrere Länder um Landeerlaubnis, unter anderem auch die Niederlande, unter deren Flagge das Schiff fährt, erhielt aber nur das Angebot von einem Land, das sie gar nicht angefragt hatte: von Libyen. Rackete weigerte sich, dorthin zurückzufahren, weil Libyen insgesamt kein sicheres Land ist. Ganz objektiv. In Libyen herrscht Krieg. In den libyschen Auffanglagern werden Migranten gefoltert und missbraucht. Libyen hat überdies die Genfer Flüchtlingskonvention aus dem Jahr 1951 nie ratifiziert. Da kann man keine Migranten hinbringen, jedenfalls nicht mit gutem Gewissen. Deshalb steuerte Rackete die Insel Lampedusa an, den nächstgelegenen sicheren Hafen. So steht es im Seerecht, das Wohl der Menschen geht vor. So will es auch der gesunde Menschenverstand, vom Herzen ganz zu schweigen. Internationales Seerecht sollte auch über dem politisch kleinen Dekret Salvinis stehen. Die Kapitänin braucht also keinen Heldenstatus, sondern nur einen schnellen Freispruch."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.06.2019

"Kein Appeasement mit dem Islamismus"

https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/konferenz-zur-islamkritik-an-der-frankfurter-goethe-uni-16236671.h
tml

Theresa Weiss hat eine Veranstaltung der Goethe Universität in Frankfurt besucht, auf der der islamkritische ägyptisch-deutsche Politikwissenschaftler Hamad Abdel-Samad gesprochen hat. Abdel-Samad verweise darauf, dass seine islamkritischen Äußerungen in Deutschland die Gemüter erhitze, nicht aber beispielsweise in Ägypten oder Marokko. "Trägt er seine Thesen in Ägypten oder Marokko vor, stoße er auf ein Publikum, das kritische Auseinandersetzungen würdigt. 'In der arabischen Welt wird belächelt, wer behauptet, Terror habe nichts mit dem Islam zu tun. Und in Deutschland bin ich damit der Islamhasser.' Auch Schröter findet das paradox: 'Kritische Muslime fühlen sich bedroht von Muslimen, die postulieren, dass wir hier in einer rassistisch-islamophoben Gesellschaft leben.'"

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