US-Soldaten in Afghanistan

9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

suche-links1 2 .. 156suche-rechts

Zeit Online vom 21.05.2017

"Nach Identitären-Aktion: Polizei ermittelt gegen AfD-Mitglied"

http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/2017/05/21/nach-identitaeren-aktion-polizei-ermittelt-gegen-afd-mitgl
ied_23782

Theo Schneider und Janina Kaiser berichten im Zeit-Blog "Störungsmelder" über eine Aktion der rechtsextremen Identitären Bewegung (IBD) am Freitag vor dem Bundesjustizministerium. "Verstöße gegen das Sprengstoff- und Versammlungs-Gesetz, gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr und 49 Platzverweise. Die Aktion der rechtsextremen Identitären Bewegung (IBD) am Freitag vor dem Bundesjustizministerium hat ein juristisches Nachspiel." Weiter...


Tageszeitung vom 17.05.2017

"Momente der Fassungslosigkeit"

http://www.taz.de/Dokumentarfilm-ueber-den-NSU/!5410299/

Toby Ashraf stellt den Dokumentarfilm "6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage. Die Morde des NSU" vor. "'6 Jahre, 7 Monate und 16 Tage' funktioniert auf vielen Ebenen als konzeptuelle Arbeit, die vor allem Fragen stellt. Dass durch organisierten rechtsextremen Terrorismus (migrantische) Menschenleben zerstört wurden, dass die Rolle des deutschen Verfassungsschutzes im Rahmen der NSU-Morde fragwürdig ist, dass Spuren nicht gesichert wurden und Beweismaterial verschwand, dass Politik, Behörden und Medien die rassistische Motivation der Taten jahrelang ignoriert haben, dass stattdessen durch rassistisch geprägte Sonderkommissionen die Opfer zu Täterinnen gemacht wurden und ihre Familien zu Verdächtigen – all das wird im Film dann eben doch sehr klar." Weiter...


Zeit Online vom 17.05.2017

"Gestern böse, heute normal"

http://www.zeit.de/zeit-wissen/2017/03/moral-werte-veraenderung-shifting-baseline-rechtspopulismus

Der Soziologe und Sozialpsychologe Harald Welzer warnt mit Verweis auf die Entwicklung in Deutschland 1933 davor, dass die "üble Rhetorik der Neurechten" dabei sei, das Wertesystem jedes Einzelnen "in Trippelschritten" zu verschieben. Es handle sich um das "negative Paradebeispiel einer shifting base line – jenes faszinierenden Phänomens, dass Menschen immer exakt jenen Zustand ihrer Umwelt für den 'natürlichen' halten, der mit ihrer aktuellen Lebens- und Erfahrungszeit zusammenfällt. (...) Shifting baselines sind gerade in Zeiten großer politischer Dynamik ein Problem, weil die Nachrichten, Begriffe, Konzepte und Provokationen so beschleunigt und vielfältig einander abwechseln, dass man kaum bemerkt, wie das, was gestern noch als unsagbar galt, heute schon Bestandteil eines scheinbar normalen politischen Diskurses ist. (...) 'Obergrenze' wäre noch so ein Wort, 'völkisch', 'Flüchtlingskrise' und vieles mehr. (...) In der zur politischen Kampfzone auserkorenen Flüchtlingsthematik war zu sehen, wie sich der Sprachgebrauch hin zur Inhumanität verschob, ohne dass dies skandalisiert worden wäre." Weiter...


Tageszeitung vom 17.05.2017

"Die Opfer sind keine Statisten"

http://www.taz.de/Tribunal-zur-NSU-Mordserie/!5406634/

Die taz hat mit Ibrahim Arslan gesprochen, Mitinitiator des "NSU-Tribunals", das es sich zur Aufgabe gemacht hat, beim Umgang mit den Verbrechen der Terrorzelle NSU den "Opfern erstmals eine Stimme" zu geben. Arslan zufolge geht es im NSU-Prozess in München häufig um die Fehler der Behörden, nicht aber um den "alltäglichen Rassismus", der die Morde habe geschehen lassen. "Die Betroffenen (...) wollen eine lückenlose Aufklärung der Morde. Sie wollen, dass die Hintermänner des NSU bekannt werden, die Nazis, die dem Trio das Geld und die Waffen besorgt haben. Sie wollen, dass die Polizisten zur Verantwortung gezogen werden, die die Ermittlungen in die falsche Richtung gelenkt haben. Und es gibt noch eine zweite Tat: Wie diese Gesellschaft mit den Morden umgeht. Wie sie die Betroffenen behandelt, wie die Polizei sie befragt. Dass hier einiges schief lief, darüber reden wir auch nicht. Dabei ist das für mich die schlimmere Tat." Weiter...


Frankfurter Rundschau vom 16.05.2017

"Türen zu für brisante Zeugen"

http://www.fr.de/rhein-main/neonazi-terror-tueren-zu-fuer-brisante-zeugen-a-1280364

Pitt von Bebenburg berichtet über den hessischen NSU-Untersuchungsausschuss, der zurzeit hinter verschlossenen Türen tagt, um die Identität eines Ex-Neonazis und V-Manns zu schützen. "Dabei ist die Identität des Zeugen öffentlich bekannt. Er heißt Michael von Dolsperg, hieß vor seiner Eheschließung Michael See, und wurde vom Verfassungsschutz als V-Mann 'Tarif' geführt. Man weiß auch, wie er aussieht und redet. Denn von Dolsperg hat seine Geschichte schon 2014 dem 'Spiegel' und ein Jahr später Fernsehautoren der ARD geschildert. Dafür hat er sich vor der Kamera mit Vollbart und langen blonden Haaren gezeigt und ist auf deutliche Distanz gegangen – zur Naziszene, aber auch zu seinen ehemaligen Auftraggebern vom Verfassungsschutz." Weiter...


The National Interest vom 14.05.2017

"An ISIS–Al Qaeda 'Frankenstein' Could Be On Its Way"

http://nationalinterest.org/feature/isis–al-qaeda-frankenstein-could-be-its-way-20648

Der schlechte Zustand sowohl des "Islamischen Staates" als auch der Al-Qaida könnte zu einer globalen Allianz der beiden Terrororganisationen führen, schreibt Abdul Basit von der S. Rajaratnam School of International Studies (RSIS) in Singapur. "It is quite frightening to imagine the implications of Al Qaeda and ISIS’s reunification for global peace and security, and what the two could achieve through a merger. At this juncture, the possibilities of cooperation outweigh those of confrontation. The ideological similarities between Al Qaeda and ISIS are far greater than their differences. (...) If the conditions that gave birth to the monsters of ISIS and Al Qaeda are not addressed, the international community might have to fight a new jihadi Frankenstein, born from Al Qaeda and ISIS’s marriage of convenience. This is why a robust ideological counternarrative, conflict stabilization in Iraq and Afghanistan, and a viable political solution to the Syrian Civil War are central to defeating the jihadist by-product of these conflict-torn areas." Weiter...


The Intercept vom 05.05.2017

"France Doesn’t Know What to Do With the 17,000 People It Labels Potential Terrorists"

https://theintercept.com/2017/05/05/france-doesnt-know-what-to-do-with-the-17000-people-it-labels-potenti
al-terrorists/

In Frankreich hätten die Sicherheitsbehörden derzeit über 17.000 Personen als potentielle Terroristen klassifiziert, schreibt Dorothée Thiénot. Die Regierung in Paris schwanke in ihrer Reaktion bisher zwischen zwei Strategien. "After the January 2015 attack on Charlie Hebdo, Hollande’s government poured funds into both private and public structures that promoted the relatively new concept of 'deradicalization.' (...) After the Bataclan attacks, Hollande’s government took a much harder line through Prime Minister Manuel Valls, whose public statements framing Islam within a 'a battle of identity and culture' drew upon the right’s talking points. Valls was one of few Socialist members of parliament to vote for a law banning the burka in 2010. He also supported local mayors who banned the burkini in 2016, saying the burkini was a 'symbol of women’s enslavement.' Hollande’s deradicalization strategy waffled between a socio-economic view of the issue and a more simplified, Islamophobic one. If Macron prevails in the runoff, the future president will likely be influenced by these two strains of thought." Weiter...


The Times vom 05.05.2017

"350 returning jihadists pose terror threat to UK"

https://www.thetimes.co.uk/edition/news/350-returning-jihadists-pose-terror-threat-to-uk-3stfl5qw5?CMP=TN
LEmail_118918_1814107

Britische Sicherheitsdienste haben der Times zufolge 350 mutmaßliche Dschihadisten identifiziert, von denen seit ihrer Rückkehr aus Syrien eine potentielle Terrorgefahr ausgehe. "The disclosure of a precise figure exposes the scale of the challenge facing counterterrorism agencies. Keeping one person under round-the-clock surveillance requires between 24 and 30 police or intelligence officers. All those returning from Syria have been assessed. While some are disillusioned with extremism and pose no danger, a large number have been trained in the use of firearms and explosives and are indoctrinated with the ideology of Islamic State. The returning foreign fighters, when added to the names on existing watchlists, have put huge strain on security resources. Many cannot be prosecuted through the courts because the information identifying them has been obtained through covert means and is inadmissible, or would endanger human sources if disclosed. The jihadists create an extra, and more lasting, dimension to the security problem because they are capable of radicalising impressionable youths." Weiter...


Tageszeitung vom 03.05.2017

"Nun also gestört"

http://taz.de/Gutachten-im-NSU-Prozess/!5403529/

Konrad Litschko berichtet, dass sich die Angeklagte Beate Zschäpe im NSU-Prozess für "vermindert schuldfähig" erklären lassen wolle. "Es ist das jüngste Manöver Zschäpes im NSU-Prozess, vielleicht auch das letzte. Nach vier Jahren steuert das Mammutverfahren tatsächlich auf die Plädoyers zu. Die aber lassen wenig Gutes erwarten für die Hauptangeklagte. Wegen zehnfachen Mordes ist Beate Zschäpe angeklagt, auch wegen zwei Bombenanschlägen und 15 Raubüberfällen des Nationalsozialistischen Untergrunds. Die Bundesanwaltschaft sieht sie als vollwertiges Mitglied der Terrorgruppe. Wird Zschäpe dafür verurteilt, hieße das lebenslange Haft, mit besonderer Schwere der Schuld." Weiter...


Zeit Online vom 01.05.2017

"In den Augen solcher Menschen bin ich eine Volksverräterin"

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2017-05/anne-helm-terrorliste-bundeswehrsoldat-linke-abgeor
dnete-interview

Auf einer Liste möglicher Ziele des mutmaßlich rechtsextremistischen Bundeswehroffiziers Franco A. hat sich offenbar auch die Linken-Abgeordneten Anne Helm befunden. In diesem Interview beklagt die Berliner Abgeordnete, dass sie aus rechten Kreisen seit Jahren mit Mord bedroht werde. "In den Augen solcher Menschen bin ich eine Volksverräterin. Ich kämpfe ja gegen dieses völkische Konstrukt von Treue zur Nation und Rasse. Folglich läuft alles, wofür ich stehe oder woran ich arbeite, den Zielen solcher Leute zuwider." Weiter...


Frankfurter Rundschau vom 01.05.2017

"Liste mit Anschlagsopfern geführt"

http://www.fr.de/politik/terrorverdacht-liste-mit-anschlagsopfern-gefuehrt-a-1269876

Der wegen Terrorverdachts inhaftierte Berufsoffizier soll schon früh mit rechtem Gedankengut in der Bundeswehr aufgefallen sein, berichtet die Frankfurter Rundschau. "Nach 'Spiegel'-Informationen hatte die Bundeswehr entgegen bisheriger Angaben schon länger Hinweise auf fremdenfeindliche Einstellungen des bei der Deutsch-Französischen Brigade im elsässischen Illkirch stationierten Oberleutnants. Er sei bereits 2014 während seines Studiums an der französischen Elitehochschule Saint-Cyr mit rechtem Gedankengut aufgefallen. Der 28-Jährige, der sich eine doppelte Identität als angeblicher syrischer Flüchtling zugelegt hatte, wird verdächtigt, einen Terroranschlag geplant zu haben. Dabei sollte seine Tarnung als anerkannter Flüchtling womöglich eine falsche Fährte legen. Nach offiziell nicht bestätigten Medienberichten führte der Verdächtige eine Liste mit möglichen Anschlagsopfern." Weiter...


Zeit Online vom 26.04.2017

"Die Scheinriesen"

http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-04/identitaere-bewegung-rechtsextremismus-neonazis-mitglieder

Ein Redaktionsteam von Zeit Online hat der sogenannten "Identitären Bewegung" nachrecherchiert und demaskiert die als "frische" Jugendbewegung auftretende rechte Gruppe. "Die Identitären sind keine 'Bewegung', ihre Distanzierung von der rechten Szene ist Taktik. Ihre Führungsfiguren kommen aus der NPD-Jugend, aus radikalen Burschenschaften und sogar aus der verbotenen Neonaziorganisation Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ). Die Identitären bieten ihnen eine neue Heimat und eine frische Corporate Identity, unter der sie alte Ziele weiterverfolgen können. In Thüringen beispielsweise hätten zwei Drittel der Identitären einen 'rechtsextremistischen Vorlauf', sagt Marcus Lutterbeck, Leiter Rechtsextremismus vom Landesamt für Verfassungsschutz. Auch das Bundesamt in Köln hält die Gruppe für rechtsextremistisch und beobachtet sie." Weiter...


BBC vom 25.04.2017

"St Petersburg bombing: Group says al-Qaeda chief ordered attack"

http://www.bbc.com/news/world-europe-39713324

Eine bislang kaum bekannte Splittergruppe der Al-Qaida hat drei Wochen nach dem Selbstmordanschlag in einer U-Bahn in St. Petersburg die Verantwortung für den Terrorakt übernommen. "The Imam Shamil Battalion said the attack in the Russian city was carried out on the orders of al-Qaeda leader Ayman al-Zawahiri. Its statement has been circulated by high-profile al-Qaeda supporters on the Telegram messaging app. The attack in St Petersburg killed 16 people, including the suicide bomber. (...) The Imam Shamil Battalion statement said the bombing was revenge for Russian military actions in Muslim countries such as Syria and Libya as well as the Muslim region of Chechnya in Russia's North Caucasus. More attacks were being planned, the statement said. The authenticity of the claim has not been independently verified." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung vom 25.04.2017

"Orte der Vorradikalisierung"

https://www.nzz.ch/feuilleton/moscheen-in-deutschland-orte-der-vorradikalisierung-ld.1288580

In einem Gastbeitrag für die Neue Zürcher Zeitung stellt der Islamwissenschaftler Abdel-Hakim Ourghi den Moscheen in Deutschland "kein gutes Zeugnis aus" und spricht von Radikalisierungstendenzen in den islamischen Gebetshäusern. "Schauplatz des islamistischen Terrors sind nicht mehr nur Länder in der islamischen Welt, sondern längst auch westliche Metropolen, in die zumeist in Europa geborene Muslime als islamistische Killer den Tod tragen. Es beginnt eine neue Ära der Gewalt im Westen, ein kultureller Protest gegen die westliche Lebensweise, die als entfremdet und unmoralisch empfunden wird. Dabei dienen inzwischen viele der hiesigen Moscheen durch ihre sehr konservative Predigt als Ort der Vorradikalisierung, wo eine Kultur der Ablehnung gegen alles, was nichts mit dem Islam zu tun hat, vermittelt wird." Weiter...


Körber-Stiftung vom 24.04.2017

"Demokratie ist kein Selbstläufer!"

https://www.koerber-stiftung.de/demokratie-ist-kein-selbstlaeufer-1014.html

Sven Tetzlaff im Gespräch mit dem Publizisten Adam Krzeminski über Geschichte und Gegenwart des Populismus in Polen und Europa. "Demokratie ist allerdings kein Selbstläufer. Jede Generation muss sie für sich lernen und sich für sie einsetzen. Die Ostmitteleuropäer sind dabei, sich das zu vergegenwärtigen. Nicht nur die Polen oder die Ungarn, auch die Westeuropäer mit 'Pulse of Europe', und selbst die Russen wagen sich auf die Straße. Und die Präsidentschaftswahlen in Österreich, das Zurückdrängen von Wilders in Holland, selbst die Demonstrationen in London zeigen, dass die momentane Oberhand der Nationalkonservativen in vielen Ländern keineswegs das Ende der liberalen Werte und einer offenen Gesellschaft bedeutet. Die Herausforderungen – neue Medien, die Migrationskrise – mögen relativ neu sein. Der Streit selbst ist uns aber seit Generationen vertraut." Weiter...


suche-links1 2 .. 156suche-rechts

Redaktion

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau. Weiter... 

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen. Weiter... 

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Die weltweiten Militärausgaben sind 2013 leicht zurückgegangen - auf 1,7 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter... 

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren. Weiter... 

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart. Weiter... 

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

WeiterZurück

Zum Shop