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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

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Zeit Online vom 12.11.2019

"Jude ist die größte Beleidigung im Fußball"

https://www.zeit.de/sport/2019-09/antisemitismus-fussball-stadien-fans-florian-schubert/komplettansicht

Fabian Scheler im Gespräch mit dem Politik-, Geschichts- und Sportwissenschaftler Florian Schubert über Rechtsextremismus und Antisemitismus im deutschen Fußball. "Es gibt kaum jüdische Profis, keine jüdischen Vereine in den obersten Ligen, aber es kommt vor, dass hunderte oder gar mehr Fans zusammen 'Judenverein' brüllen. Das geschieht sonst nirgends, noch nicht mal auf Neonazidemos. Das gibt es nur im Fußball."

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Süddeutsche Zeitung vom 07.11.2019

"Ein Jude in Not ist in Deutschland alleine"

https://www.sueddeutsche.de/politik/antisemitismus-freiburg-judentum-1.4673012

Thorsten Schmitz im Gespräch mit Samuel K., der in der Nacht zum Mittwoch Opfer eines antisemitischen Angriffs in einem Fitnessstudio in Freiburg wurde. "Samuel K. ist in der Nacht zu Mittwoch in einem McFit-Fitnessstudio in Freiburg von einem jungen Mann die Kippa vom Kopf gerissen worden, zudem wurden ihm Schläge angedroht. Im Umkleideraum standen zehn andere junge Männer - aber niemand sprang ihm zur Seite. Inzwischen ermittelt der Staatsschutz. K. ist in Berlin aufgewachsen und lebt erst seit einem Jahr in Freiburg, wo er Politikwissenschaft und Französisch studiert. Er ist 19 Jahre alt und Mitglied der orthodoxen jüdischen Gemeinde Kehal Adat Jeschurun."

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t3n vom 06.11.2019

"Warum ist das Netz so rechts? Diese Extremismus-Forscherin kennt die Antwort"

https://t3n.de/news/netz-rechts-diese-kennt-antwort-1216257/

Die österreichische Extremismusforscherin Julia Ebner, die sich für ihr Buch "Radikalisierungsmaschinen" lange Zeit in "Foren, Apps und Portalen der rechten Szene" umgesehen hat, erklärt in diesem Interview mögliche Ursachen für die "Radikalisierung der rechten Szene" im Netz. "Die Rechten haben sich sehr geschickt als Gegenkultur zum Status quo inszeniert. Die linken Bewegungen der 70er, 80er, 90er hingegen haben ein Level erreicht, an dem sich die meisten eher als Befürworter des Status quo in dieser Hinsicht sehen müssten statt als Gegenkultur. Dabei haben die Rechten sich Taktiken dieser alten Linksbewegungen abgeschaut und mit den Netzstrategien kombiniert. Es fällt auch auf, dass auf der linksextremen Seite die Koordinierung und die Mobilisierung mit viel weniger Disziplin stattfindet. Das liegt schon daran, dass bei rechten Bewegungen Disziplin und Ordnung mehr im Mittelpunkt stehen. Es gibt auch Studien, die zeigen, dass selbst das Empörungs-Emoji schneller viral geht als andere Emojis. Dass das Empörungsmanagement und das Wutmanagement, auf das sich die rechten Bewegungen konzentrieren, so erfolgreich ist, liegt auch an der Art und Weise, wie Netzwerke wie Facebook funktionieren. (…) Die Ursachen würde ich ganz klar im menschlichen Bereich sehen, da werden uns Soziologie, Psychologie und Anthropologie weiterbringen auf der Suche nach Gründen. Wir sollten auch zu Phänomenen wie Onlineradikalisierung interdisziplinäre Zugänge finden. Wenn wir nur die technologische Ebene des Themas betrachten, fehlen einfach zu viele Elemente. In den sozialen Medien wird nur der Beschleunigungseffekt der Technologie sichtbar."

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The Atlantic vom 05.11.2019

"'It Can Happen to Anyone': How ISIS Radicalized My Son"

https://www.theatlantic.com/video/index/601279/isis-radicalization-son/

In der achtminütigen Kurzdokumentation "And It Was The Same With My Son" von Noemi Varga erzählt eine Mutter aus Großbritannien, wie sie die Radikalisierung ihres Sohnes, der später als IS-Anhänger in Syrien getötet wurde, miterlebt hat. "In Varga’s award-winning film, premiering on The Atlantic Selects today, Nicola recounts the harrowing story of her son’s radicalization by ISIS. Where another documentarian might have turned to talking-head interviews, Varga instead depicts Nicola’s emotional journey through poetic re-creations that emphasize her grief and isolation. 'I knew I didn’t want to make a traditional documentary,' Varga told me. 'It was more about creating an immersive experience where you can really empathize with her situation.' In her interviews with Nicola, Varga told me that she was surprised to learn how gradual the process of radicalization can be, and how widespread the issue is on a global scale."

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Zeit Online vom 01.11.2019

"#Baseballschlaegerjahre"

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-11/rechte-gewalt-neonazi-twitter-erfahrungen-rechtsex
tremismus

Christian Bangel berichtet über Reaktionen auf den Hashtag #Baseballschlaegerjahre, den er zu seinem Artikel über die ostdeutsche Neonazi-Szene in den Nachwendejahren kreiert hat. "Es melden sich Menschen aus Ost und West, mit Migrationshintergrund und ohne. Es berichten Frauen und Männer, Werber und Politikerinnen oder Menschen, die ziemlich nicht elitären Berufen nachgehen. Viele mit Bild und Klarnamen. Sie berichten von Gewaltexzessen, aber auch von diesen niederschmetternden alltäglichen Machtdemonstrationen, wenn Lehrerinnen oder Polizisten nicht fähig oder nicht willens waren zu helfen. Oder über die Lage in manchen Dörfern, wo Neonazis so sehr dominierten, dass es kaum möglich war, nicht mitzumachen."

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Tageszeitung vom 31.10.2019

"Zu lange den Falschen zugehört"

https://taz.de/Neue-Ideen-gegen-Rechtsextremismus/!5634913/

Ulrich Schulte kommentiert in der Tageszeitung die jüngsten Schritte der Bundesregierung im Kampf gegen den Rechtsextremismus. "Bevor man sich den Ideen der Bundesregierung gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität widmet, sollte man ein großes Fragezeichen in den Raum stellen: Warum erst jetzt? Warum verpflichtet die Regierung erst jetzt Facebook und Co. dazu, Morddrohungen den Ermittlungsbehörden zu melden? Diese Maßnahme, angeschoben nach dem furchtbaren Mordanschlag in Halle, ist natürlich völlig richtig. Sie sollte allerdings eine Selbstverständlichkeit sein. Und sie kommt viel zu spät."

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Süddeutsche Zeitung vom 30.10.2019

"Diese Szene möchte sich als Elite gegenüber anderen Rechtsextremen fühlen"

https://www.sueddeutsche.de/politik/4chan-kiwifarms-8chan-meguca-imageboards-sind-ein-problem-fuer-ermitt
ler-1.4661798

Max Hoppenstedt über die Nutzung von Image Boards im Netz durch rechtsextreme Akteure. "Für die Täter von Halle, Christchurch und dem OEZ in München spielten anonyme Online-Foren wie 8chan, KiwiFarms oder 4chan eine wichtige Rolle. Wegen der Vernetzung von Teilen der Szene sprechen Beobachter von einer neuen Form von 'organisiertem Terrorismus'. Deutscher Behörden wollen stärker auf den Seiten ermitteln, doch das bringt ganz neue Probleme für die Ermittler."

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Frankfurter Rundschau vom 30.10.2019

"Antisemitismus: Die ständige Umkehr von Täter und Opfer"

https://www.fr.de/kultur/antisemitismus-lange-geschichte-taeter-opfer-umkehr-13178052.html

Inge Günther im Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler Peter Ullrich über Judenhass, doppelte Standards und Israelkritik. "Peter Ullrich, geboren 1976, Soziologe und Kulturwissenschaftler an der Technischen Universität Berlin, hat soeben ein Gutachten zu der „Arbeitsdefinition Antisemitismus“ im Auftrag von medico international und der Rosa-Luxemburg-Stiftung erstellt, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Ullrich ist auch Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU und im Institut für Protest- und Bewegungsforschung. Die 'Arbeitsdefinition Antisemitismus' wurde nach längerem Vorlauf 2016 von der International Holocaust Rembrance Alliance angenommen, um das Bewusstsein für aktuelle, teils unterschwellige und Israel-bezogene Formen von Judenhass zu schärfen. Rechtlich bindend ist sie nicht. Seit 2017 empfiehlt die Bundesregierung, sie zur Grundlage bei der Erfassung und Bekämpfung antisemitischer Erscheinungen zu machen. Kontroversen löste sie unter Israel-Kritikern aus."

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Süddeutsche Zeitung vom 30.10.2019

"Kalt erwischt"

https://www.sueddeutsche.de/politik/ueberwachung-kalt-erwischt-1.4661796

Polizeilich werden 43 Rechtsextreme als sogenannte Gefährder eingestuft. Würden die Behörden an die Gefährlichkeit von Rechtsextremen dieselben strengen Maßstäbe anlegen wie an die Gefährlichkeit von Islamisten, dann "läge die Zahl längst viel höher als 43", meinen Georg Mascolo und Ronen Steinke in der Süddeutschen Zeitung. "Obwohl dem Rechtsstaat eigentlich egal sein sollte, welcher Couleur die Extremisten sind, von denen eine Gefahr ausgeht, schreitet er bei Rechten bislang nicht so früh ein."

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Zeit Online vom 29.10.2019

"Die Augen – rechts!"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/rechtsextremismus-bnd-bfv-bmad-bundestag-anhoerung-nachri
chtendienste

Bei einer öffentlichen Anhörung im Bundestag haben die Präsidenten der drei deutschen Nachrichtendienste übereinstimmend vermittelt, dass die Bedrohung durch Rechtsextremisten in Deutschland deutlich gewachsen sei, berichtet Zeit Online. "Wobei diese Einschätzung wohl vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Bundesnachrichtendienst, Verfassungsschutz und Militärischer Abschirmdienst inzwischen genauer hinschauen, wenn es um Rechtsextreme geht. Auch das wurde bei der jährlichen Befragung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages deutlich."

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Zeit Online vom 27.10.2019

"Kein Waffenschein ohne Anfrage beim Verfassungsschutz"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/extremismus-waffenrecht-regelabfrage-verfassungsschutz-ch
ristine-lambrecht

Infolge des Anschlags von Halle möchte Justizministerin Christine Lambrecht das Waffenrecht verschärfen, berichtet Zeit Online. "Dazu gehört nach Angaben von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auch ihre Forderung, keinen Waffenschein ohne Regelanfrage beim Verfassungsschutz zu vergeben. 'Die Verfassungsschutzbehörden müssen künftig gefragt werden, bevor Waffenerlaubnisse erteilt werden', sagte Lambrecht der Welt am Sonntag. 'Waffen gehören nicht in die Hände von Extremisten.'"

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The Daily Wire vom 24.10.2019

"Study: Conservative YouTube Content Leads To ‘De-Radicalization,’ Not Radicalization"

https://www.dailywire.com/news/study-data-suggests-conservative-content-leads-to-de-radicalization-not-ra
dicalization

Eine neue politikwissenschaftliche Studie der Pennsylvania State University ist zu dem Ergebnis gekommen, dass konservative Inhalte des "intellektuellen Dark Web" auf Plattformen wie YouTube nicht als erste Stufe einer rechtsextremen Radikalisierung betrachtet werden sollten. Das Gegenteil sei der Fall: "The study, titled 'A Supply and Demand Framework for YouTube Politics,' published online in October, takes a closer look at the popular narrative that YouTube serves as a 'radicalizing agent,' particularly for the right. Conservative content, the narrative goes, supposedly acts as a 'gateway' for viewers, potentially leading them to the fringes of the far-right. But, as Birkbeck University of London’s Eric Kaufman puts it in his succinct summary of the study’s key finding, 'Contrary to the 'gateway drug' narrative,' the new study 'shows the Intellectual Dark Web (i.e. [Jordan Peterson], [PragerU], [Joe Rogan], [Ben Shapiro], [Rubin Report]) is de-radicalizing potential Alt-Right viewers.' (…) The study found that with the 'skyrocketing' of Conservative content online, despite a similar increase in Alt-Lite and Alt-Right content, the total views of Conservative content continued to climb while far-right traffic steeply declined."

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Tagesspiegel vom 23.10.2019

"Warum der Dialog mit Demokratiefeinden eine Gefahr sein kann"

https://www.tagesspiegel.de/politik/umgang-mit-rechtspopulisten-warum-der-dialog-mit-demokratiefeinden-ei
ne-gefahr-sein-kann/25145614.html

Der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, Shimon Stein und Moshe Zimmermann, emeritierter Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem diskutieren den "richtigen" Umgang mit Rechtspopulisten. "Der Blick in die Geschichte lehrt: Uneingeschränkte Offenheit und Dialogbereitschaft können demokratische Gesellschaften schwer beschädigen."

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Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2019

"Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch"

https://www.sueddeutsche.de/politik/antisemitismus-deutschland-juedischer-weltkongress-1.4652536

Die Süddeutsche Zeitung stellt eine aktuelle Studie des Jüdischen Weltkongresses zum Antisemitismus in Deutschland vor. "Der Antisemitismus breitet sich in Deutschland aus. Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses hat jeder vierte Deutsche hat antisemitische Gedanken, 41 Prozent meinen, Juden redeten zu viel über den Holocaust. Auch unter Hochschulabsolventen sind antisemitische Stereotypen verbreitet. Es sei Zeit, 'dass die gesamte deutsche Gesellschaft Position bezieht', sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses."

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