US-Soldaten in Afghanistan

9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

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Die Welt vom 19.06.2018

"Der Gürtel-Prügler und die 'Märtyrer'-Frage"

https://www.welt.de/politik/deutschland/article177837116/Antisemitismus-in-Berlin-Guertel-Pruegler-Knaan-
S-und-die-Maertyrer-Frage.html

Martin Niewendick berichtet über den Prozess gegen Knaan S., der einen Israeli im April dieses Jahres beleidigt und mit einem Gürtel attackiert hatte. "Ria Halbritter, die Verteidigerin des Angeklagten, versucht vor allem den Antisemitismus-Vorwurf zu entkräften. In der Pause sagt sie vor Journalisten, bestimmte Schimpfwörter seien von ihrer wörtlichen Bedeutung abgekoppelt – so auch 'Jude'. Auch ihr Mandant gab zuvor zu Protokoll: 'Bei uns Arabern sagt man das.' Überhaupt habe er die Kippa von Adam A. erst am Ende seiner Attacke gesehen. Später entschuldigt sich Knaan S. bei seinem Opfer: 'Aber nur für das Schlagen.' Der Prozess soll am Montag fortgesetzt werden. Dann kommen weitere unangenehme Fragen auf Knaan S. zu. Eine davon wurde bereits von Adam A.s Anwältin gestellt – aber vom Richter verschoben. Sie wollte wissen, ob Knaan S. – der angab, mit Politik nichts und Religion kaum etwas zu tun zu haben – etwas mit dem Begriff 'Märtyrer' anfangen könne."

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Lawfare vom 17.06.2018

"America’s Terrorism Problem Doesn’t End with Prison — It Might Just Begin There"

https://www.lawfareblog.com/americas-terrorism-problem-doesnt-end-prison—it-might-just-begin-there

Europäische Länder wie Frankreich und Großbritannien hätten erkannt, dass die Inhaftierung von Terroristen das Problem der radikalislamischen Bedrohung nicht immer löst, sondern in manchen Fällen sogar verschärft, schreiben die beiden Extremismus-Experten Lorenzo Vidino und Seamus Hughes von der George Washington University. In den USA werde das Risiko, das von Extremisten nach Verbüßung ihrer Strafe ausgeht, immer noch unterschätzt. "Domestically, programs aimed at reintegration do exist for convicted gang members and white supremacists, but there has been little effort to introduce any kind of rehabilitation program for incarcerated jihadi terrorists, who are left to fester in their anger and radical views. (...) By the same token, authorities have not developed a comprehensive system to monitor convicted terrorists after they are released. (...) The reasons for the government’s inaction are manifold. Attempting to rehabilitate inmates and monitoring individuals upon release are activities fraught with civil rights concerns. Authorities are also wary of getting into an area that might impinge on the separation of religion and state, as most de-radicalization programs tend to have at least some theological components. Such programs would also require funding. (...) Several European countries, faced with an admittedly larger problem than the United States, have long developed rehabilitation programs that, while not perfect, have achieved some positive results. It is high time for authorities in the United States to do the same."

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Jüdische Allgemeine vom 14.06.2018

"Für uns alle"

https://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31913

Ulf Poschardt konstatiert in der Jüdischen Allgemeinen Zeitung ein "Kippen der Frontlinie" gegen Antisemitismus in Deutschland wie auch weltweit. "Im Kampf gegen den Antisemitismus führen demokratische Gesellschaften einen ureigenen Kampf um ihre innere freiheitliche Verfasstheit. Wer Antisemitismus duldet, nimmt hin, dass Rassismus und Ressentiment einen Platz im alltäglichen Miteinander haben. Im Augenblick kippt diese Frontlinie – nicht nur in Deutschland."

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Tagesspiegel vom 13.06.2018

"Der Fall Amri gibt immer neue Rätsel auf"

https://www.tagesspiegel.de/politik/attentat-vom-berliner-breitscheidplatz-der-fall-amri-gibt-immer-neue-
raetsel-auf/22682614.html?utm_referrer=https%3A%2F%2Fwww.google.de%2F

Der Untersuchungsausschuss im Fall Anis Amri hat neue Fragen zum Hintergrund des Attentäters vom Berliner Breitscheidplatz aufgeworfen, berichtet der Berliner Tagesspiegel. "Es ist mindestens ein bemerkenswerter Zufall, der die Bundestagsabgeordneten im Untersuchungsausschuss zum Fall Anis Amri derzeit beschäftigt. Er betrifft den Ort in Norditalien, an dem der Attentäter vom Berliner Breitscheidplatz von italienischen Polizisten erschossen wurde. Dieser ist nur etwa 20 Gehminuten entfernt von dem Ort, an dem Tage zuvor der polnische Lkw-Fahrer sein Fahrzeug beladen hatte. Amri hatte ihn in Berlin erschossen und mit dem Lkw den Anschlag begangen."

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Blätter für deutsche und internationale Politik vom 12.06.2018

"Debatte oder Protest: Wie weiter gegen rechts?"

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2018/juni/debatte-oder-protest-wie-weiter-gegen-rechts

Der Historiker Volker Weiß diskutiert in den Blättern für deutsche und internationale Politik Strategien für den Diskurs mit der Neuen Rechten. "Seit der Konjunktur der Neuen Rechten und spezifisch rechter Intellektueller gibt es eine Debatte darüber, wie mit diesen umzugehen sei. Zwei Strategieangebote sind derzeit dominierend. Erstens: Man müsse mit Rechten reden, um sie zu stellen und ihre Positionen argumentativ zu entkräften. Und zweitens: Man dürfe nicht gegen Rechte demonstrieren, denn das würde ihnen nur positive Aufmerksamkeit und die Opferrolle bescheren. Beide Positionen gehen jedoch an der Realität vorbei und nützen damit gerade denen, die zu bekämpfen sie vorgeben."

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Guardian vom 08.06.2018

"Former FBI agent Ali Soufan: 'Isis is not over – it will take a different shape'"

https://www.theguardian.com/us-news/2018/jun/08/former-fbi-agent-ali-soufan-isis-is-not-over-it-will-take
-a-different-shape

Emine Saner stellt in diesem Porträt den früheren FBI-Mitarbeiter Ali Soufan vor, der jahrelang in der Terrorbekämpfung der Behörde aktiv war und nun davor warnt, die Bedrohung durch die Al-Qaida, den "Islamischen Staat" und andere radikalislamische Gruppen als gemindert zu betrachten. "Soufan says the threat from Isis 'is not over. It will take a different shape and I won’t be surprised if we start to see an alliance between Isis and al-Qaida in different areas in the Middle East. Al-Qaida is thinking in long-term strategy. They’re building alliances.' He believes 'al-Qaida is stronger today than they were before 9/11. They are focusing locally, but even if a small portion of these guys decides to go global again I think we’re going to have a big problem.' In the west, he says, 'one of the things we really need to focus on is building bridges with communities that might feel isolated because of the counter-terrorism strategies. Our strongest asset in defeating [the Islamist terrorism] narrative is our western values.'"

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Bundeszentrale für politische Bildung vom 07.06.2018

"Stau - Jetzt geht's los"

http://www.bpb.de/mediathek/269535/stau-jetzt-geht-s-los?pk_campaign=nl2018-06-06&pk_kwd=269535

Die Bundeszentrale für politische Bildung stellt die umstrittene Dokumentation "Stau - Jetzt geht's los" von Regisseurs Thomas Heise in ihrer Mediathek zur Verfügung. "In diesem Dokumentarfilm begleitet Regisseur Thomas Heise fünf rechtsextreme Jugendliche aus der einstigen sozialistischen Mustersiedlung mit der Kamera in einer Zeit, die für viele Menschen von großer Verunsicherung geprägt war. Heises Film stellt die Jugendlichen in ihren familiären Bindungen, bei der Arbeit und in der Freizeit vor. Er forscht in langen Interviews nach den Ursachen ihrer politischen Orientierung und verzichtet dabei auf einen einordnenden Kommentar oder wertende Aussagen. Kurz nach dem Ende der DDR und lange vor der Mordserie des NSU wird Heise damit zu einem wichtigen Chronisten unserer Zeit."

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Deutsche Welle vom 04.06.2018

"Nach dem Leben unter Dschihadisten zurück nach Deutschland"

http://www.dw.com/de/nach-dem-leben-unter-dschihadisten-zur%C3%BCck-nach-deutschland/av-44073818

Die Deutsche Welle berichtet in einem Videobeitrag über das Schicksal deutscher Konvertitinnen, die in der ehemaligen Hochburg der Terrormiliz "Islamischer Staat" gelebt haben und nun in kurdischen Lagern im Norden Syriens auf ihre Rückkehr nach Deutschland warten. "Einst haben diese Frauen Deutschland verlassen, um sich in Syrien dem sogenannten Islamischen Staat anzuschließen. Mit der Befreiung Rakkas fielen sie kurdischen Kämpfern in die Hände und leben seitdem in Lagern im Norden des Landes. Nun hoffen sie auf eine Rückkehr."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 03.06.2018

"Britische Regierung warnt vor rechtem Terrorismus"

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/terrorismus-britische-regierung-warnt-vor-erhoehter-anschlagsg
efahr-15619734.html

Die britische Regierung sieht nicht nur die Gefahr islamistischer Anschläge. Auch die Bedrohung durch den rechtsextremen Terrorismus sei gestiegen, so das Londoner Innenministerium. "In Großbritannien steigt nach Angaben des Londoner Innenministeriums die Gefahr durch Terror-Anschläge. 'Wir gehen davon aus, dass die Bedrohung durch rechtsextremen Terrorismus wächst', teilte das Ministerium mit. Auch die Gefahr islamistischer Attacken sei besorgniserregend. Sie bleibe 'noch mindestens zwei Jahre auf ihrem gegenwärtig erhöhten Niveau', könne aber auch zunehmen."

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Tageszeitung vom 02.06.2018

"Es geht um Abschreckung"

https://www.taz.de/!5505225/

Katharina Meyer zu Eppendorf im Gespräch mit der Berliner Anwältin Vladislava Zdesenko über ihre juristische Beratungstätigkeit für Familien und Kinder, die von antisemitischem Mobbing an Schulen betroffen sind. "Gewalttätigen, offenen Antisemitismus, wie er mir heute begegnet, kannte ich früher nicht. Erinnern Sie sich an den jungen Mann, der in Prenzlauer Berg mit einem Gürtel verprügelt wurde, nur weil er eine Kippa trug? Ich erlebe immer öfter, dass antisemitische Angriffe und Beleidigungen unter dem Deckmantel der 'Israel-Kritik' verpackt werden. Das ist antisemitisch. Vorurteile gegen Juden hat es immer gegeben, und es wird sie wahrscheinlich immer geben. Lange Zeit hatte ich das vergessen, weil es nicht so präsent war. Jetzt kommt der Antisemitismus wie eine große Welle zurück."

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Middle East Online vom 31.05.2018

"Belgium mourns victims of Liege 'terror' attack"

https://www.middle-east-online.com/en/belgium-mourns-victims-liege-‘terror’-attack

Die belgischen Behörden haben bestätigt, dass sie die Ermordung von zwei Polizistinnen und eines Studenten am Dienstag in Lüttich als radikalislamischen Terroranschlag eines IS-Anhängers betrachten. "Prosecutors confirmed they were treating Tuesday's bloodshed as an act of terrorism, saying the shooter Benjamin Herman was also suspected of another murder the night before. The Islamic State group claimed one of its 'soldiers' was behind the attack, the jihadists' Amaq propaganda agency said later Wednesday. (...) Investigators are trying to understand how Herman, a drifter who spent a decade in and out of prison for violence and drug offences, came to carry out such a bloody attack. 'The facts are qualified as terrorist murder and attempted terrorist murder,' prosecutors' spokesman Eric Van Der Sypt told a news briefing in Brussels. He pointed to the fact that 'the perpetrator shouted several times 'Allahu akbar'... and information from state security according to which the perpetrator was in touch with radicalised persons.'"

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Deutschlandfunk vom 31.05.2018

"Islamismus ist eine 'politische Gefahr im Weltmaßstab'"

http://www.deutschlandfunk.de/alice-schwarzer-islamismus-eine-politische-gefahr-im.886.de.html?dram:artic
le_id=419084

Im Gespräch mit dem Deutschlandfunk kritisiert die Frauenrechtlerin Alice Schwarzer eine unzureichende Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus in Deutschland. "Zunächst möchte ich einmal sagen, dass ich mich in meinem ganzen Leben noch nie zum Islam geäußert habe, auch wenn die 'taz' das hundertmal behauptet, vielleicht sollte ich sie mal verklagen. Es gibt von mir keinen Satz zum Islam. Islam ist für mich Glaubenssache und Privatsache. Mein Thema ist seit jetzt inzwischen 39 Jahren – die Zeit vergeht – der politisierte Islam, der Missbrauch des Islam, der Islamismus, also eine politische Strategie im Namen eines Glaubens; und ich wundere mich sehr, dass man sich bis heute in Deutschland erlaubt, nicht wirklich den Unterschied zu begreifen zwischen Islam und Islamismus. Denn der Islamismus nimmt den Islam in Geiselhaft. Die ersten Opfer des politisierten Islam sind nicht wir, sondern sind Muslime, und zwar Tausende und Millionen Muslime."

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The National Interest vom 28.05.2018

"The Shia Shift: Why Iran and Hezbollah Abandoned Martyrdom"

http://nationalinterest.org/feature/the-shia-shift-why-iran-hezbollah-abandoned-martyrdom-25992

Selbstmordanschläge im Nahen Osten sind ab 1979 zuerst vom Iran und von schiitischen Gruppen wie der Hisbollah angewandt worden, schreiben Zachary Keck und Matthew Sparks. Beide hätten diese Taktik mittlerweile aber aufgegeben. "This shift reveals Iran and Hezbollah’s brutally pragmatic rationale for suicide operations, strongly challenging the popular notion that Tehran is a 'martyr state' or irrational actor. (...) Most notably, in Iraq and Syria, where nearly half of all suicide operations have occurred, the bombings have been carried out almost exclusively by Sunni groups. Neither Syria’s Alawites nor Iraq’s Shi’a militias — many of which count Iran as their patron—have adopted suicide operations in any systematic fashion. This stands in stark contrast to global trends, which show that such attacks have metastasized since 9/11."

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