US-Soldaten in Afghanistan

9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

suche-links1 2 3 .. 200suche-rechts

Frankfurter Rundschau vom 30.10.2019

"Antisemitismus: Die ständige Umkehr von Täter und Opfer"

https://www.fr.de/kultur/antisemitismus-lange-geschichte-taeter-opfer-umkehr-13178052.html

Inge Günther im Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler Peter Ullrich über Judenhass, doppelte Standards und Israelkritik. "Peter Ullrich, geboren 1976, Soziologe und Kulturwissenschaftler an der Technischen Universität Berlin, hat soeben ein Gutachten zu der „Arbeitsdefinition Antisemitismus“ im Auftrag von medico international und der Rosa-Luxemburg-Stiftung erstellt, das am Dienstag veröffentlicht wurde. Ullrich ist auch Fellow am Zentrum für Antisemitismusforschung der TU und im Institut für Protest- und Bewegungsforschung. Die 'Arbeitsdefinition Antisemitismus' wurde nach längerem Vorlauf 2016 von der International Holocaust Rembrance Alliance angenommen, um das Bewusstsein für aktuelle, teils unterschwellige und Israel-bezogene Formen von Judenhass zu schärfen. Rechtlich bindend ist sie nicht. Seit 2017 empfiehlt die Bundesregierung, sie zur Grundlage bei der Erfassung und Bekämpfung antisemitischer Erscheinungen zu machen. Kontroversen löste sie unter Israel-Kritikern aus."

Mehr lesen


Süddeutsche Zeitung vom 30.10.2019

"Kalt erwischt"

https://www.sueddeutsche.de/politik/ueberwachung-kalt-erwischt-1.4661796

Polizeilich werden 43 Rechtsextreme als sogenannte Gefährder eingestuft. Würden die Behörden an die Gefährlichkeit von Rechtsextremen dieselben strengen Maßstäbe anlegen wie an die Gefährlichkeit von Islamisten, dann "läge die Zahl längst viel höher als 43", meinen Georg Mascolo und Ronen Steinke in der Süddeutschen Zeitung. "Obwohl dem Rechtsstaat eigentlich egal sein sollte, welcher Couleur die Extremisten sind, von denen eine Gefahr ausgeht, schreitet er bei Rechten bislang nicht so früh ein."

Mehr lesen


Zeit Online vom 29.10.2019

"Die Augen – rechts!"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/rechtsextremismus-bnd-bfv-bmad-bundestag-anhoerung-nachri
chtendienste

Bei einer öffentlichen Anhörung im Bundestag haben die Präsidenten der drei deutschen Nachrichtendienste übereinstimmend vermittelt, dass die Bedrohung durch Rechtsextremisten in Deutschland deutlich gewachsen sei, berichtet Zeit Online. "Wobei diese Einschätzung wohl vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Bundesnachrichtendienst, Verfassungsschutz und Militärischer Abschirmdienst inzwischen genauer hinschauen, wenn es um Rechtsextreme geht. Auch das wurde bei der jährlichen Befragung vor dem Parlamentarischen Kontrollgremium des Bundestages deutlich."

Mehr lesen


Zeit Online vom 27.10.2019

"Kein Waffenschein ohne Anfrage beim Verfassungsschutz"

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2019-10/extremismus-waffenrecht-regelabfrage-verfassungsschutz-ch
ristine-lambrecht

Infolge des Anschlags von Halle möchte Justizministerin Christine Lambrecht das Waffenrecht verschärfen, berichtet Zeit Online. "Dazu gehört nach Angaben von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) auch ihre Forderung, keinen Waffenschein ohne Regelanfrage beim Verfassungsschutz zu vergeben. 'Die Verfassungsschutzbehörden müssen künftig gefragt werden, bevor Waffenerlaubnisse erteilt werden', sagte Lambrecht der Welt am Sonntag. 'Waffen gehören nicht in die Hände von Extremisten.'"

Mehr lesen


The Daily Wire vom 24.10.2019

"Study: Conservative YouTube Content Leads To ‘De-Radicalization,’ Not Radicalization"

https://www.dailywire.com/news/study-data-suggests-conservative-content-leads-to-de-radicalization-not-ra
dicalization

Eine neue politikwissenschaftliche Studie der Pennsylvania State University ist zu dem Ergebnis gekommen, dass konservative Inhalte des "intellektuellen Dark Web" auf Plattformen wie YouTube nicht als erste Stufe einer rechtsextremen Radikalisierung betrachtet werden sollten. Das Gegenteil sei der Fall: "The study, titled 'A Supply and Demand Framework for YouTube Politics,' published online in October, takes a closer look at the popular narrative that YouTube serves as a 'radicalizing agent,' particularly for the right. Conservative content, the narrative goes, supposedly acts as a 'gateway' for viewers, potentially leading them to the fringes of the far-right. But, as Birkbeck University of London’s Eric Kaufman puts it in his succinct summary of the study’s key finding, 'Contrary to the 'gateway drug' narrative,' the new study 'shows the Intellectual Dark Web (i.e. [Jordan Peterson], [PragerU], [Joe Rogan], [Ben Shapiro], [Rubin Report]) is de-radicalizing potential Alt-Right viewers.' (…) The study found that with the 'skyrocketing' of Conservative content online, despite a similar increase in Alt-Lite and Alt-Right content, the total views of Conservative content continued to climb while far-right traffic steeply declined."

Mehr lesen


Tagesspiegel vom 23.10.2019

"Warum der Dialog mit Demokratiefeinden eine Gefahr sein kann"

https://www.tagesspiegel.de/politik/umgang-mit-rechtspopulisten-warum-der-dialog-mit-demokratiefeinden-ei
ne-gefahr-sein-kann/25145614.html

Der ehemalige Botschafter Israels in Deutschland, Shimon Stein und Moshe Zimmermann, emeritierter Professor an der Hebräischen Universität in Jerusalem diskutieren den "richtigen" Umgang mit Rechtspopulisten. "Der Blick in die Geschichte lehrt: Uneingeschränkte Offenheit und Dialogbereitschaft können demokratische Gesellschaften schwer beschädigen."

Mehr lesen


Süddeutsche Zeitung vom 23.10.2019

"Jeder vierte Deutsche denkt antisemitisch"

https://www.sueddeutsche.de/politik/antisemitismus-deutschland-juedischer-weltkongress-1.4652536

Die Süddeutsche Zeitung stellt eine aktuelle Studie des Jüdischen Weltkongresses zum Antisemitismus in Deutschland vor. "Der Antisemitismus breitet sich in Deutschland aus. Laut einer Studie des Jüdischen Weltkongresses hat jeder vierte Deutsche hat antisemitische Gedanken, 41 Prozent meinen, Juden redeten zu viel über den Holocaust. Auch unter Hochschulabsolventen sind antisemitische Stereotypen verbreitet. Es sei Zeit, 'dass die gesamte deutsche Gesellschaft Position bezieht', sagt der Präsident des Jüdischen Weltkongresses."

Mehr lesen


Tageszeitung vom 22.10.2019

"Zerstörtes Vertrauen"

https://taz.de/Juedisches-Leben-nach-Anschlag-von-Halle/!5632050/

Ein Rechercheteam der Tageszeitung hat jüdische Gemeinden in Leipzig, Berlin und München nach dem Anschlag von Halle besucht und konstatiert: "Ihre Warnungen vor Antisemitismus verhallten ungehört."

Mehr lesen


Tagesspiegel vom 22.10.2019

"Wir brauchen ein Demokratiefördergesetz"

https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-dem-anschlag-von-halle-wir-brauchen-ein-demokratiefoerdergesetz/
25138746.html

Die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (SPD), Franziska Giffey, schreibt in einem Gastbeitrag für den Berliner Tagesspiegel über Konsequenzen, die sich für die deutsche Politik aus dem Anschlag von Halle ergeben könnten. "Es braucht ein gut organisiertes Handeln der Sicherheitsbehörden, um Straftaten zu verhindern und eine konsequente Strafverfolgung – im Internet genauso wie auf der Straße oder in der U-Bahn. Straftäter müssen mit aller Durchsetzungskraft und Härte des Rechtsstaates verfolgt und bestraft werden. Dafür sind mehr Anstrengungen als bisher notwendig. Mindestens genauso wichtig aber ist eine kontinuierliche und verlässliche Präventionsarbeit. Vorbeugen ist besser als Heilen, das sollte nicht nur in der Medizin Leitmotiv sein, sondern auch in dem Bestreben, unsere Demokratie und unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu bewahren."

Mehr lesen


Frankfurter Rundschau vom 22.10.2019

"Antifeminismus und die bedrohte Männlichkeit der Rechten"

https://www.fr.de/meinung/halle-antifeminismus-bedrohte-maennlichkeit-rechten-13139748.html

Greta Olson, Professorin für englische und amerikanische Literatur- und Kulturwissenschaft an der Justus-Liebig-Universität Gießen, verweist auf den Zusammenhang zwischen dem Antisemitismus des Attentäters von Halle und seiner Ablehnung der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. "Sein Antifeminismus ist nicht mit Frauenhass gleichzusetzen. Frauen, heißt es in ähnlich gearteten Parolen, müssen geschützt werden. Der schreckliche Neologismus 'RapeFugees' drückt das aus und meint damit, dass (weiße) Frauen vor dunklen, fremden Männern gerettet werden müssten. Eben diese Frauen müssten auch davon abgehalten werden, sich durch die sogenannte Gender-Ideologie und das Voranbringen von LGBTQI-Rechten einer ideologischen Entfremdung zu unterziehen. Dieses 'Gender Gaga' führe zu der angeblichen frühen Sexualisierung von Kindern in den Schulen (sehe AfD-Wahlprogramme in Hessen). Es sind nicht individuelle Frauen, die schuld sind, sondern der Gender-Wahn und das Absterben der traditionellen Familie. Und der Verlust der Männlichkeit. Damit soll nicht ein Anti-Gender-Denken mit der Bereitschaft gleichgesetzt werden, rassistisch und antisemitisch motivierte Attentate zu verüben, sondern es geht darum, ein rhetorisches Muster hervorzuheben: Frauen sind bedroht, die Familie ist bedroht, Kinder werden nicht mehr betreut von ihren biologischen Müttern, und sie werden mit Sexualkunde frühsexualisiert, sprich queer indoktriniert."

Mehr lesen


Spiegel Online vom 22.10.2019

"Wo kein jüdisches Leben mehr existiert"

https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/eisleben-und-der-antisemitismus-wo-der-attentaeter-von-halle
-herkam-a-1292629.html

Timo Lehmann hat dem Heimatort des Attentäters von Halle einen Besuch abgestattet und ist dort auf eine lange Tradition des Antisemitismus gestoßen. "Seidel beschäftigt die Geschichte seiner Stadt, erzählt er. Er lebt schon immer in Eisleben und war Lehrer an jener Luther-Schule, an der auch der Attentäter einmal das dunkelste Kapitel Deutscher Geschichte paukte. Unterrichtet habe er ihn nicht, sagt Seidel und wird etwas emotional. Es ist ihm ein Anliegen, seine Schüler über die Geschichte aufzuklären. Sie halfen ihm bei Projekten, die jüdische Geschichte in der Region aufzuspüren. Immer wieder wurde auch die Synagoge von Neonazis angegriffen. 2015 schlugen Unbekannte ein Schweineohr an die Tür. Die Polizei fand die Täter nicht. In der Region gibt es eine aktive Neonaziszene."

Mehr lesen


Die Welt vom 20.10.2019

"Schüler müssen mehr über Israel wissen"

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article202203160/Antisemitismus-Schueler-muessen-mehr-ueber-Israel
-wissen.html

Rainer Werner schreibt in der Welt über die Israel-Kritik deutscher Schüler, in der sich zumeist ein mehr oder weniger ausgeprägter Antisemitismus offenbare. "Wenn Schüler zum ersten Mal das Grauen der Judenvernichtung in Auschwitz wahrgenommen haben, sind sie zutiefst schockiert und verunsichert. Wenn dann noch davon die Rede ist, dass dieses Menschheitsverbrechen für immer mit dem deutschen Namen verbunden sei, regt sich bei ihnen ein innerer Widerstand. Sie können es nur schwer ertragen, sich für ein singuläres Verbrechen in Haftung genommen zu fühlen, das über 70 Jahre zurückliegt und für das sie – die dritte Generation nach dem Holocaust – nichts können. Es ist schwer, diesen jungen Menschen den Unterschied zwischen Schuld, die immer persönlicher Natur ist, und Verantwortung, die auf einem ganzen Volk lastet und nie endet, zu erklären."

Mehr lesen


Spiegel Online vom 20.10.2019

"Die Polizei und der Rechts-Streit"

https://www.spiegel.de/panorama/justiz/rechtsextremismus-in-deutschland-wie-rechts-ist-die-polizei-a-1290
326.html

Bernd Heinen, Inspekteur der Polizei in NRW und der Extremismusforscher Christoph Kopke im Streitgespräch über das Ausmaß rechtextremer Polizeibeamter im Dienst. "Dem SPIEGEL ist es gelungen, einen hochrangigen Polizisten zu einem Streitgespräch zu bewegen. Bernd Heinen ist Inspekteur der Polizei Nordrhein-Westfalen, ihm unterstehen Zehntausende Beamte. Auch er spricht von Einzelfällen - warnt jedoch davor, das Thema nicht ernst zu nehmen. Sein Kontrahent Christoph Kopke von der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin unterrichtet Kommissar-Anwärter - und warnt vor einer Denkweise, die sich auch unter Beamten ausbreitet."

Mehr lesen


Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 20.10.2019

"Wachsende Radikalisierung und Gewaltbereitschaft"

https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/verfassungsschutzchef-von-thueringen-haelt-rechtsextremismus-f
uer-das-groesste-problem-16441965.html

Thüringens Verfassungsschutzpräsident Stephan Kramer sieht den rechten Terror in Deutschland derzeit als deutlich gefährlicher an als den islamistischen Terrorismus, berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in Bezugnahme auf ein Interview des Verfassungsschützers mit der Bild am Sonntag. "'Wir stellen insgesamt eine wachsende Radikalisierung und Gewaltbereitschaft in allen Extremismusbereichen fest', sagte Kramer zu Bild am Sonntag: 'Der Islamismus stellt durch die hohe abstrakte Gefahr von Terroranschlägen zweifellos eine große Gefahr dar. Aus meiner Sicht ist aber der Rechtsextremismus und Terrorismus derzeit eine noch größere Gefahr, weil er neben den tatsächlichen Gewaltakten unsere Demokratie auch in ihren Fundamenten bedroht.'"

Mehr lesen


suche-links1 2 3 .. 200suche-rechts

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

Das Herz verlässt keinen Ort, an dem es hängt

16 Autor*innen aus Krisengebieten wünschen sich für ihre Zukunft weiterschreiben zu können. In di...

Sicherheitspolitik verstehen

Sicherheitspolitik verstehen

Wie sieht eine zeitgemäße Sicherheitspolitik angesichts einer zunehmend komplexer werdenden und st...

Am Hindukusch – und weiter?

Am Hindukusch – und weiter?

Ende 2014 zogen die letzten deutschen ISAF-Truppen aus Afghanistan ab. Dieser Band zieht Bilanz, fra...

Zum Shop