US-Soldaten in Afghanistan

11. Sonstige Links

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Tageszeitung vom 01.10.2019

"Wenn die Erinnerung zurückkehrt"

https://taz.de/Der-Holocaust-in-der-Ukraine/!5626667/

Klaus Hillenbrand stellt die vom Auswärtigen Amt finanzierte Initiative "Erinnerung bewahren" vor, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, insgesamt 22 Orte der Massenerschießung von Juden und Roma auf dem Territorium der Ukraine als authentische Orte von Gewaltverbrechen kenntlich zu machen. "(...) in der Sowjetunion war ein Gedenken an die jüdischen Opfer nicht vorgesehen. Der Holocaust sollte im Vielvölkerstaat keine gesonderte Beachtung finden. Deshalb finden sich rund um Berdychiv immer wieder kleine Gedenksteine, auf deren Aufschrift von 'friedlichen Sowjetbürgern' die Rede ist, die dort ermordet wurden – wer da aus welchem Grund getötet worden war, das durfte nicht geschrieben stehen. Deshalb verrotteten die Grabstätten über die Jahrzehnte, bis sich kaum jemand mehr ihrer erinnerte, bis die Gedenksteine zerbrachen und die Einfriedungen verschwunden waren. Und deshalb kommt die deutsch-ukrainische Initiative 'Erinnerung bewahren', die in diesen Tagen Stätten des Massenmords an den Juden in der Ukraine tatsächlich zu Orten des Erinnerns macht, reichlich spät."

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Guardian vom 19.09.2019

"Why can’t we agree on what’s true any more?"

https://www.theguardian.com/media/2019/sep/19/why-cant-we-agree-on-whats-true-anymore

Der Streit um Objektivität und "Wahrheit" in der medialen Berichterstattung ist nach Ansicht von William Davies weniger auf das Treiben ausländischer "Trolle" oder die Verbreitung von "Fake News", sondern vor allem auf den Einfluss der allgegenwärtigen digitalen Medien selbst zurückzuführen. "This is not as simple as distrust. The appearance of digital platforms, smartphones and the ubiquitous surveillance they enable has ushered in a new public mood that is instinctively suspicious of anyone claiming to describe reality in a fair and objective fashion. (...) It is tempting to blame the internet, populists or foreign trolls for flooding our otherwise rational society with lies. But this underestimates the scale of the technological and philosophical transformations that are under way. The single biggest change in our public sphere is that we now have an unimaginable excess of news and content, where once we had scarcity. (...) What we are witnessing is a collision between two conflicting ideals of truth: one that depends on trusted intermediaries (journalists and experts), and another that promises the illusion of direct access to reality itself. This has echoes of the populist challenge to liberal democracy, which pits direct expressions of the popular will against parliaments and judges, undermining the very possibility of compromise."

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Süddeutsche Zeitung vom 04.09.2019

"Die wichtigste Frage bleibt ohne Antwort"

https://www.sueddeutsche.de/medien/kanzlerin-merkel-dokumentation-zdf-fluechtlinge-1.4586070

Die Süddeutsche Zeitung bespricht die ZDF-Dokumentation "Stunden der Entscheidung - Angela Merkel und die Flüchtlinge' die Septembernacht 2015" als Bundeskanzlerin Angela Merkel die Entscheidungen zur Aufnahme von Flüchtlingen gefällt hat. "Das ZDF rekonstruiert im Dokudrama 'Stunden der Entscheidung - Angela Merkel und die Flüchtlinge' die Septembernacht 2015. Die wichtigsten Fragen zur Entscheidung der Bundeskanzlerin, 2000 Geflüchtete aufzunehmen, bleiben offen. Fakten, Interpretationen und künstlerische Zuspitzungen vermischen sich - dafür allerdings ist das Thema zu heikel."

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Blätter für deutsche und internationale Politik vom 02.09.2019

"Verdrängte Verbrechen: 80 Jahre Zweiter Weltkrieg"

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2019/september/verdraengte-verbrechen-80-jahre-zweiter-weltkrie
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Markus Meckel konstatiert ein "erstaunlich" geringes Interesse in Deutschland an einer Auseinandersetzung mit den Verbrechen, welche die Deutschen im Zweiten Weltkrieg begangen haben. "Die letzten großen Debatten zu diesem Thema fanden vor 20 Jahren im Zusammenhang mit der Wehrmachtsausstellung des Hamburger Instituts für Sozialforschung statt. Hier ging es gerade um die mörderischen Verbrechen im Krieg, an denen eben auch die Wehrmacht beteiligt war. Dabei gibt es auch hier noch viele Felder, die nun neu wahrgenommen werden und zu neuen Aktivitäten führen. (...) Meines Erachtens besteht heute die zentrale Herausforderung darin, die verschiedenen Dimensionen der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts – die Weltkriege, die beiden totalitären Diktaturen Nationalsozialismus und Kommunismus sowie die vielfältigen rassistisch und politisch begründeten Vertreibungen und Repressionen – viel stärker als bisher geschehen in ihren inneren Zusammenhängen ins öffentliche Bewusstsein zu bringen. Biografien und einzelne historische Darstellungen machen diese Zusammenhänge sehr deutlich. Doch in unserer Erinnerungskultur stehen sie häufig nebeneinander, ja nicht selten in Konkurrenz zueinander. Dabei sind oft die gleichen Menschen betroffen, und im konkreten Geschehen lassen sich die Opfer auch nicht so leicht der einen oder anderen Kategorie zuordnen."

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Frankfurter Rundschau vom 01.09.2019

"Der Zweite Weltkrieg: Die totale Vernichtung"

https://www.fr.de/kultur/zweite-weltkrieg-totale-vernichtung-12958545.html

"Wann wurde aus dem europäischen Krieg ein Weltkrieg, der bis zu 80 Millionen Tote forderte", fragt Arno Widmann mit Blick auf die Anfänge und das Enden des Zweiten Weltkriegs. "Wann also wurde aus dem europäischen ein Weltkrieg? Vielleicht ist die Frage falsch gestellt. Blickt man nämlich über den europäischen Tellerrand hinaus, dann wird man sich daran erinnern, dass der Zweite Sino-Japanische Krieg, ein entscheidender Faktor des Zweiten Weltkriegs, bereits im Juli 1937 begonnen hatte. Er endete nicht wie in Deutschland am 8. Mai, sondern erst am 2. September 1945. Nach den Atombomben auf Hiroshima und Nagasaki, mit der bedingungslosen Kapitulation des japanischen Kaiserreiches, als auch auf dem asiatischen Kriegsschauplatz der Zweite Weltkrieg zu Ende ging."

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The Intercept vom 31.08.2019

"The Best Movie Ever Made About the Truth Behind the Iraq War Is 'Official Secrets'"

https://theintercept.com/2019/08/31/official-secrets-iraq-war-film/

Jon Schwarz empfiehlt den neuen Hollywood-Film "Official Secrets" als bisher beste Darstellung der Ereignisse, die zur US-Invasion im Irak 2003 führten. Der Film erzählt die Geschichte der britischen Übersetzerin Katharine Gun, die in den Wochen vor Kriegsbeginn eine kontroverse NSA-Email an die Presse leitete. "Played craftily in 'Official Secrets' by Keira Knightley, Gun was a translator at the General Communications Headquarters, the British equivalent of the NSA. On one level, 'Official Secrets' is a straightforward, suspenseful drama about her. (...) On a subtler level, the film asks this question: Why didn’t the leak make a true difference? Yes, it contributed to opposition to the U.S. and U.K. on the Security Council, which never voted on another Iraq resolution, because Bush and Blair knew they would lose. Yet Blair was able to shrug this off and obtain a vote by the British Parliament several weeks later endorsing his war. There is one main answer to this question, both in 'Official Secrets' and reality: the U.S. corporate media. 'Official Secrets' helps illustrate the ideological malfeasance by the American press, which eagerly jumped on this grenade to save its foxhole buddies in the Bush administration."

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Tagesspiegel vom 23.08.2019

"Die Sowjetunion hatte die Wahl – und entschied sich für Hitler"

https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/80-jahre-hitler-stalin-pakt-die-sowjetunion-hatte-die-wahl-und-e
ntschied-sich-fuer-hitler/24887142.html

Frank Herold erinnert aus Anlass der Veröffentlichung der Originaldokumente an den Hitler-Stalin-Pakt von 1939. "Die Scans des sowjetischen Originalvertrags sind erst im Juni diesen Jahres von der Historischen Abteilung des russischen Außenministeriums veröffentlicht worden. Der Text in russischer Sprache ist schon seit gut zwei Jahrzehnten bekannt. (...) Die Versuche, eine Anti-Hitler-Koalition zu schmieden, waren immer nur eine Seite der stalinschen Politik. Der sowjetische Diktator hatte nicht nur eine erzwungene Option, er konnte wählen. Stalin fuhr mehrgleisig, doch die „deutsche Option“ stand spätestens nach 1935 im Vordergrund. (...) Stalin hatte die Wahl – und entschied sich für Hitler. Das auch deshalb, weil ihn die Westmächte in verhängnisvoller Fehleinschätzung der Situation hinhielten. Aber das ist nicht der einzige Grund. Hitler gab Stalin ohne zu zögern, was ihm Frankreich und Großbritannien verweigerten: freie Hand für die Annexion des Baltikums und Revanche für den Frieden von Riga 1920, als die junge Sowjetunion ihre Ansprüche auf den Westen Weißrusslands und der Ukraine an Polen abtreten musste."

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Die Welt vom 22.08.2019

"Darf man Opfern mit der Kamera in die Gaskammer folgen?"

https://www.welt.de/kultur/kino/article198974011/Holocaust-Film-Sobibor-Den-Opfern-in-die-Gaskammer-folge
n.html

Hanns-Georg Rodek hat sich mit Konstantin Khabensky, einem "Superstar des russischen Kinos", über dessen neuen Film "Sobibor" unterhalten. "WELT: Nun sind viele Menschen im Westen der Überzeugung, der Holocaust sei ein singuläres Ereignis, ohne Parallele in der Menschheitsgeschichte. Was ist Ihre Meinung? Khabensky: Vielleicht sollten die Deutschen die Menschheitsgeschichte etwas genauer studieren. Was ist mit dem Völkermord an den Armeniern? Gehen wir weiter in der Geschichte zurück. Was ist mit der Heiligen Inquisition? Genozide sind eine Plage, die in gewissen Abständen unseren Planeten heimsuchen. Dieses Abschlachten ist wie ein Virus, und man muss versuchen, sich dagegen zu schützen, indem man sich erinnert. WELT: Gehört auch der sowjetische Gulag zu den Genoziden? Khabensky: Der Gulag ist kein Völkermord, sondern ein Vorgang von Staatsterrorismus gegen das eigene Volk."

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Körber-Stiftung vom 09.07.2019

"Faschismus damals und heute"

https://historyandpolitics.podigee.io/5-new-episode

Jason Stanley analysiert in diesem Podcast der Körber-Stiftung das Wirken des Faschismus im historischen Kontext. "Faschismus damals und heute - Womit er arbeitet, wie er wirkt".

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The Times of Israel vom 26.06.2019

"'Our Boys,' HBO series on Israel’s violent summer of 2014, set for premiere"

https://www.timesofisrael.com/our-boys-hbo-series-on-israels-violent-summer-of-2014-set-for-premiere/

Eine neue Serie des US-Kabelsenders HBO beschäftigt sich mit der Entführung und Ermordung israelischer Teenager vor fünf Jahren und dem darauf folgenden Gaza-Krieg. "The show is set in the summer of 2014, when Jewish teenagers Gil-ad Shaar, Eyal Yifrach and Naftali Fraenkel were kidnapped on June 12 by Hamas terrorists in the West Bank and killed shortly thereafter. Two days after their bodies were found, following a search of nearly three weeks, Palestinian teenager Muhammed Abu Khdeir from East Jerusalem was burned alive in a brutal retaliatory killing by Jewish extremists. As a result of the rising tensions, the 2014 Gaza war broke out. (...) The show follows the investigation by a Shin Bet agent from the internal terror division as he probes the Abu Khdeir murder. The series tells the story of all those involved, Jews and Arabs alike, and of their lives forever changed by these events."

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BBC vom 25.06.2019

"'Climate apartheid' between rich and poor looms, UN expert warns"

https://www.bbc.com/news/world-48755154

Der UN-Armutsexperte Philip Alston hat vor dem Entstehen einer "Klima-Apartheid" gewarnt, bei der sich die Reichen im Gegensatz zu Millionen Armen vor den katastrophalen Folgen des Klimawandels schützen. "Developing nations are expected to suffer at least 75% of the costs of climate change – despite the fact that the poorer half of the world's population generate just 10% of emissions. Those 'who have contributed the least to emissions... will be the most harmed,' he said, warning that the effects could undo 50 years of progress on poverty reduction. (...) Mr Alston cites examples of how the wealthy in Western nations already cope with extreme weather events. When Hurricane Sandy hit New York in 2012, most citizens were left without power, yet 'the Goldman Sachs headquarters was protected by tens of thousands of its own sandbags and power from its generator.' Similarly, 'private white-glove firefighters have been dispatched to save the mansions' of the wealthy. This 'over-reliance' on the private sector would likely lead to what he termed 'climate apartheid' – where the rich 'escape overheating, hunger, and conflict'. As far back as 2007, the Intergovernmental Panel on Climate Change warned that the 'poorest of the poor in the world... are going to be the worst hit'."

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NPR vom 19.06.2019

"Nearly 71 Million People Forcibly Displaced Worldwide As Of 2018, U.N. Report Says"

https://www.npr.org/2019/06/19/733945696/nearly-71-million-people-forcibly-displaced-worldwide-in-2018-sa
ys-u-n-report

Dem jährlich erscheinenden "Global Trends"-Bericht der UNO zufolge sind bis zum Ende des vergangenen Jahres weltweit fast 71 Millionen Menschen durch Krieg, Verfolgung und Gewalt vertrieben worden. "The figure represents an increase of more than 2 million in the number of refugees, asylum-seekers and internally displaced people from the year before, and a near 65% increase from a decade ago. It is also the highest number in UNHCR history. 'The global trends, once again unfortunately, go in what I would say is the wrong direction,' U.N. High Commissioner for Refugees Filippo Grandi told reporters in Geneva at the launch of the report, which comes just a day before World Refugee Day. The report reveals that 13.6 million people were newly displaced in 2018. Ethiopia topped the list with more than 1.5 million people newly displaced during the year, most of them within their own country. Syria was next with nearly 900,000."

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New York Times vom 07.06.2019

"Why Should Immigrants 'Respect Our Borders'? The West Never Respected Theirs"

https://www.nytimes.com/2019/06/07/opinion/immigration-reparations.html

Suketu Mehta ist in seinem Beitrag zur Migrationsdebatte der Ansicht, dass sich westliche Länder zur Aufnahme von Migranten verpflichtet sollten, wenn die Herkunftsländer eine westliche Kolonialgeschichte haben oder sie durch westliche Politik bzw. Kriege ruiniert wurden. "Today, a quarter of a billion people are migrants. They are moving because the rich countries have stolen the future of the poor countries. Whether it is Iraqis and Syrians fleeing the effects of illegal American wars, or Africans seeking to work for their former European colonial masters, or Guatemalans and Hondurans trying to get into the country that peddles them guns and buys their drugs: They are coming here because we were there. Before you ask them to respect our borders, ask yourself: Has the West ever respected anyone’s borders? A vast majority of migrants move from a poor to a less poor country, not a rich one. Immigration quotas should be based on how much the host country has ruined other countries. Britain should have quotas for Indians and Nigerians; France for Malians and Tunisians; Belgium for very large numbers of Congolese."

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The Guardian vom 05.06.2019

"Steve Bell on the 75th anniversary of D-day"

https://www.theguardian.com/commentisfree/picture/2019/jun/05/steve-bell-75th-anniversary-d-day-cartoon

Der seit 1981 im Guardian veröffentlichte Karikaturist Steve Bell erinnert mit diesem Cartoon zum 75. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie auch an den Beitrag sowjetischer Soldaten zum Sieg über Nazi-Deutschland.

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