US-Soldaten in Afghanistan

11. Sonstige Links

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Tageszeitung vom 13.04.2019

"Orestes in Mossul"

https://www.taz.de/!5585551/

Der Autor, Theater- und Film-Regisseur Milo Rau berichtet in diesem Essay über seinen Versuch, mit belgischen und irakischen Schauspielern die "vielleicht gewalttätigste Tragödientrilogie der europäischen Literatur" in Mossul, der einstigen IS-Hauptstadt in Irak, zu inszenieren. "Gerade in Mossul die 'Orestie' aufzuführen macht so auf schreckliche Weise Sinn. Anders als etwa Euripides und später die römischen Tragödiendichter, die ihre Stücke um unauflösliche Antagonismen herum anlegen, ist Aischylos’ Werk eine Tragödie gegen die Tragödie. Frieden ist für das Athen des beginnenden 5. Jahrhunderts, kurz nach Ende der inneren Bürgerkriege, ein Wert an sich. Im Dritten Teil der Tragödientrilogie reißt der Staat, verkörpert von Athena, das Gewaltmonopol an sich. Die Bürger und ihr Rachebedürfnis werden in einem rhetorischen Tribunal mit dem Versprechen auf Wohlstand versöhnt. Der Kern der 'Orestie' ist so das Paradoxon des Verzeihens: Da es bei Aischylos nur Extreme, also komplette Straffreiheit oder ausgleichende Rache gibt, kann Friede nur auf Kosten der Gerechtigkeit – und damit der Opfer – erfolgen."

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Amnesty International vom 10.04.2019

"Death penalty in 2018: Facts and figures"

https://www.amnesty.org/en/latest/news/2019/04/death-penalty-facts-and-figures-2018/

Die Zahl der staatlichen Hinrichtungen ist im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017 weltweit um fast ein Drittel gesunken, berichtet Amnesty International. "This figure represents the lowest number of executions that Amnesty International has recorded in the past decade. Most executions took place in China, Iran, Saudi Arabia, Viet Nam and Iraq – in that order. China remained the world’s leading executioner – but the true extent of the use of the death penalty in China is unknown as this data is classified as a state secret; the global figure of at least 690 excludes the thousands of executions believed to have been carried out in China."

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Europäische Kommission vom 09.04.2019

"Diskussion: Kampf gegen Desinformation"

https://ec.europa.eu/germany/events/diskussion-kampf-gegen-desinformation_de

Die Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland verweist auf eine Veranstaltung, auf der Politiker und Experten am 12. April in Berlin über den "Kampf gegen Desinformation" diskutieren werden. "Eine gesunde Demokratie braucht eine offene, freie und faire öffentliche Debatte. Zum Schutz der Europawahl und der bevorstehenden nationalen Parlaments- und Kommunalwahlen geht die Europäische Union daher gemeinsam mit den Mitgliedstaaten und der Zivilgesellschaft gegen Desinformation vor. Was genau tun Staat und Gesellschaft in Deutschland gegen die Verbreitung von Desinformation, die Hass sät, zu Spaltung anstachelt und das Vertrauen in die Demokratie erschüttert? Was tun die EU-Organe? Die Vertretung der Europäischen Kommission und das Verbindungsbüro des Europäischen Parlaments in Deutschland laden Sie ein zu einer Podiumsdiskussion mit einführenden Keynote-Reden."

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The Intercept vom 07.04.2019

"A Veteran's War Movie Sheds Damning Light on How the Marines Fight in Afghanistan"

https://theintercept.com/2019/04/07/combat-obscura-afghanistan-war-documentary/

Camille Baker hat mit Miles Lagoze gesprochen, der als US-Marine Einsätze in Afghanistan mit der Videokamera begleitet hat. Das Filmmaterial ist nun im Dokumentarfilm "Combat Obscura" aufgearbeitet worden. "His job in the Corps was what’s known as combat camera, a role that entails capturing footage of Marines for operational use on the battlefield and for PR back home. 'Combat Obscura,' which was released March 15 with Oscilloscope Laboratories, is almost entirely comprised of footage Lagoze and another combat cameraperson, Justin Loya, shot for the Corps. The film amounts to a deft 110-minute condemnation of the behavior of U.S. troops and an excruciating lament for the needless loss of life caused by the American war in Afghanistan. The Intercept talked to Lagoze about why he made the documentary, the legal process that preceded the film’s release, and his feelings about having taken part in the war."

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Die Welt vom 03.04.2019

"Schwerverbrecher, Terrorist und Arafats 'General'"

https://www.welt.de/geschichte/article191275807/Das-Phantom-Udo-Albrecht-Schwerverbrecher-Terrorist-und-A
rafats-General.html

Sven Felix Kellerhoff berichtet über die Einstellung einer der längsten Fahndungen der deutschen Geschichte. "Udo Albrecht warb Kämpfer gegen Israel an, beriet die PLO und wird oft mit dem Oktoberfestanschlag 1980 in Verbindung gebracht. Dennoch müssen die Behörden jetzt die Fahndung nach dem Neonazi aufgeben."

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Frankfurter Rundschau vom 26.03.2019

"Wenn Linke Hass reproduzieren"

https://www.fr.de/frankfurt/linker-antisemitismus-wenn-linke-hass-reproduzieren-11884384.html

Hanning Voigts berichtet über eine Ausstellung der Bildungsstätte Anne Frank über linken Antisemitismus. "Die Ausstellung wolle zur Selbstreflexion vor allem junger Erwachsener einladen, die sich zur politischen Linken rechneten, sagt Meron Mendel, Direktor der Bildungsstätte. 'Wir wollen nicht entlarven, wir laden zum Gespräch ein.' Nach wie vor sei Antisemitismus von links ein eher wenig beleuchtetes Thema; mit der Ausstellung und der dazugehörigen Veranstaltungsreihe wolle man das zu ändern versuchen."

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Zeit Online vom 13.03.2019

"Eine Furcht jagt die andere"

https://www.zeit.de/2019/12/republik-der-angst-frank-biess-deutsche-geschichte

Alexander Cammann rezensiert das Buch "Republik der Angst" des Historikers Frank Biess. "Republik der Angst ist ein historisches Buch, das den Nerv unserer Gegenwart trifft. Denn tatsächlich scheint es so, dass enorme Ängste unsere Epoche beherrschen: Von Terror über Finanzkrise bis Klimakatastrophe – überall Bedrohungen; ob die Menschheit überlebt, ist unklar. Wöchentlich demonstrieren Schüler für eine radikale Klimapolitik. Und Privates wird wieder politisch: Weniger Flugreisen und eine andere Ernährung sollen den Planeten retten. Tatsächlich wähnt man sich oft in einer Zeitreise, mitten hinein in die Stimmungslage jener Achtzigerjahre, die man doch, endlich cool geworden, überwunden zu haben glaubte."

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Tageszeitung vom 09.03.2019

"Drei Juden, drei Meinungen"

https://www.taz.de/!5577293/

Stefan Reinicke berichtet über die aktuelle Kontroverse um den Göttinger Friedenspreis, bei dem es "mal wieder" um Antisemitismusvorwürfe und um den Boykott Israels gehe. "Wo verläuft der Grat zwischen Antisemitismus und nötiger Kritik an dem Besatzungsregime Israels und Unterdrückung der Palästinenser? Wer darf für Juden in Deutschland sprechen, wer nicht? Die Aufsätze, Studien, Analysen dazu füllen Bücherwände. Aber die Reflexionen dämpfen die Affekte nicht. Die scheinen immer mobilisierbar. Es geht sofort immer um alles. Um Gut und Böse. Wie jetzt in Göttingen."

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Al Jazeera English vom 08.03.2019

"Blackwater's Erik Prince: Iraq, privatising wars and Trump"

https://www.aljazeera.com/programmes/headtohead/2019/03/blackwater-erik-prince-iraq-privatising-wars-trum
p-190307144602723.html

Mehdi Hasan hat sich in einer öffentlichen Podiumsdiskussion ausführlich mit Erik Prince unterhalten, der als Gründer der umstrittenen US-Sicherheitsfirma Blackwater bekannt wurde und heute eine Privatisierung des Afghanistaneinsatzes der USA befürwortet. "In front of the Oxford Union audience, we challenge Prince on the record of his private contractors in the Iraq war and ask him to explain how his controversial plan for the conflict in Afghanistan would bring it to an end. We'll also ask Prince, who previously served as an informal adviser to President Trump and has been interviewed by both the US House Intelligence Committee and Special Counsel Robert Mueller about his ties to the current administration."

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Blätter für deutsche und internationale Politik vom 02.03.2019

"Atomarer Schutzschirm? Ein Damoklesschwert!"

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2019/maerz/atomarer-schutzschirm-ein-damoklesschwert

Nach einem schriftlichen Exkurs in die Zeit des Kalten Krieges warnt Karl D. Bredthauer in seinem Text vor einer trügerischen Sicherheit eines sogenannten atomaren Schutzschirmes für Europa. "Was in dem hier kritisierten Sicherheitsdiskurs autosuggestiv 'Schutzschirm' genannt wird, legt die Befürchtung nahe, dass Atomwaffen das Vorstellungsvermögen der Diskursteilnehmer letztlich überfordern. Denn die trauliche Schirmmetapher kaschiert eine lebensbedrohliche (Selbst-)Täuschung: In Sicherheit leben könne im Atomzeitalter nur, wer sich permanent fähig hält und bereit ist, den bösen Nachbarn, der sonst jederzeit über ihn herfallen könnte, mit Massenvernichtungswaffen in Schach zu halten. 'Abschreckung' eben, atomar. Aber um 'glaubwürdig' zu sein, impliziert das nun einmal die Bereitschaft, einander physisch auszulöschen! Dieses 'nukleare Dilemma' ist so unauflöslich wie eh und je. Der 'Atomschirm' ist keiner. Was da in Wahrheit über uns hängt, ist ein Damoklesschwert, und der Faden ist wieder dünner geworden. (...) Bevor wir uns daher in ein neues Wettrüsten und womöglich chronische Rundum-Verfeindung stürzen, sollte das eher steinzeitliche Menschenbild und Politikverständnis dieses Abschreckungsdenkens endlich, bevor alles zu spät ist, prinzipiell in Frage gestellt werden."

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Heise online vom 27.02.2019

"Kalaschnikow: Preisgünstige Kamikaze-Drohne für 'kleine Armeen'"

https://www.heise.de/newsticker/meldung/Kalaschnikow-Preisguenstige-Kamikaze-Drohne-fuer-kleine-Armeen-43
20877.html?fbclid=IwAR1BP8bv54U5pydfXv5LmDwHm5aq0vK_Azt1hzlfHp2DIB1eNXkghArcGhI

Oliver Bünte berichtet über einen womöglich neuen "Exportschlager" des russischen Rüstungsunternehmens Kalaschnikow, der auch für Terroristen interessant sein könnte. "Wie der Vorsitzende der russischen Staatsgesellschaft Rostec, zu der Kalaschnikow gehört, Sergey Chemezov ausführt, handele es sich um ein 'hochpräzises unbemanntes Projektil'. Der Vorteil der Drohne sei es, schnell einsatzbereit zu sein und Ziele unabhängig von seiner topographischen Lage bekämpfen zu können. Die Drohne könne in kleinen als auch großen Höhen fliegen und sei mit 'traditionellen Luftabwehrsystemen nur schwer zu bekämpfen'. Aufgrund des günstigen Preises, den ein Vertreter auf der Militärmesse allerdings nicht nennen wollte, sei die Drohne vor allem für 'kleinere Armeen' auf der ganzen Welt geeignet. Die könnten dadurch die von den USA und deren Verbündeten auferlegten Kontrollen für Rüstungsexporte umgehen."

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Deutschlandfunk Kultur vom 12.02.2019

"Oleg Transport"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-fall-senzow-und-die-annexion-der-krim-oleg-transport.3720.de.htm
l?dram:article_id=436573

Deutschlandfunk Kultur stellt das Radiofeature "Oleg Transport" samt Textversion online zur Verfügung. Am Fall des verschleppten ukrainischen Filmregisseurs Oleh Hennadijowytsch Senzow wird die Annexion der Krim und ihre Folgen beschrieben. "Die russische Annexion der Krim wird in nicht einmal vier Wochen vollzogen. Die Aktion verläuft scheinbar unspektakulär, ohne größere Gewaltanwendung und scheinbar ohne nennenswerte Opfer. Quasi über Nacht werden rund zwei Millionen ukrainische Krim-Bewohner zu Russen. Nicht alle sind damit einverstanden. Der in Simferopol geborene ukrainische Filmregisseur Oleg Senzow ist der wohl bekannteste Gegner der Annexion. Im Mai 2018, kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, tritt er in einen Hungerstreik. Er will vor den Augen der Weltöffentlichkeit für die Freilassung der ukrainischen politischen Gefangenen aus russischen Gefängnissen demonstrieren. Zunächst ohne Erfolg."

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Berliner Zeitung vom 27.01.2019

"Götz Alys Rede zum 74. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz"

https://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/holocaust-gedenken-goetz-alys-rede-zum-74--jahrestag-der-
befreiung-von-auschwitz--31934946

Die Berliner Zeitung dokumentiert die Rede des Politikwissenschaftlers Götz Aly am 25. Januar im thüringischen Landtag zum 74. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau. "Am 19. Februar 1945 schworen die so vielen Nationen angehörenden Überlebenden von Buchenwald, für eine 'Welt des Friedens und der Freiheit' einzutreten. Im Sinne des Schwurs von Buchenwald danken wir den Millionen ausländischer Soldaten, unter ihnen – gerade hier in Thüringen – den vielen Soldaten afroamerikanischer Herkunft: Sie befreiten die Gefangenen der Konzentrations- und Vernichtungslager, die todgeweihten Zwangsarbeiter, die Insassen der Heil- und Pflegeanstalten – und nicht zuletzt befreiten sie die Deutschen von sich selbst."

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Körber-Stiftung vom 19.01.2019

"Die Rolle der Fiktion bei Schulamokläufen"

https://www.koerber-stiftung.de/fileadmin/user_upload/koerber-stiftung/redaktion/deutscher-studienpreis/p
df/2018/01-DSP-Broschuere-2018_Braselmann.pdf#view=Fit

Die Koerber-Stiftung stellt die Arbeit der Literaturwissenschaftlerin Silke Braselmann vor, die in ihrer Forschung Romane und Filme über Schulamokläufe und deren Rezeption untersucht hat. "'Mir ging es weniger um die Täter und deren Motivation als vielmehr um die gesamte Gesellschaft und deren Umgang mit Gewalterfahrungen.' Die Literaturwissenschaftlerin untersuchte, welche Relevanz fiktionalen Erzählungen im Verständnis- und Vermittlungsprozess nach Schulamokläufen zukommt. Demnach vermitteln uns Filme und Romane eine 'Vorstellung davon, was ein Schulamoklauf überhaupt ist und wie wir in unserer Gesellschaft mit einer solchen Tat umgehen sollen'. Die künstlerische Darstellung helfe somit, das 'Unfassbare fassbar zu machen'."

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