US-Soldaten in Afghanistan

Berliner Zeitung


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02.09.2016

"Erdogans billigster Popanz"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/kommentar-zur-armenien-resolution-erdogans-billigster-popanz-24684
764

Christian Bommarius meint dagegen, dass die Bundesregierung ihre Position zur Armenien-Resolution des Bundestags in der neuen Erklärung keineswegs geändert habe. Es habe sich jedenfalls nicht um einen "Kotau" Berlins vor der türkischen Regierung gehandelt. "Richtig ist hingegen, dass die Regierung noch einmal beteuert hat, dass der Bundestag die Resolution beschließen durfte, und dass die Resolution rechtlich unverbindlich sei. Niemals ist von der Regierung anderes behauptet worden. Sollte Erdogan eine Entschuldigung oder Distanzierung erwartet haben, dann hat er sich getäuscht. Sollte er aber mit nicht mehr als dieser Geste gerechnet haben und zufrieden sein, dann ist das keine Außenpolitik, sondern billigster Popanz."

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17.08.2016

"Eisenhüttenstadt: Polizei findet keine Hinweise auf geplanten Anschlag"

http://www.berliner-zeitung.de/panorama/eisenhuettenstadt-polizei-findet-keine-hinweise-auf-geplanten-ans
chlag-24604596

Jens Blankennagel berichtet über aktuelle Informationen zum Fall des angeblich geplanten islamistisch motivierten Anschlags in Eisenhüttenstadt. Ein 27-Jähriger sei aufgrund von Zeugenaussagen festgenommen worden, die Polizei warne jedoch vor voreiligen Schlussfolgerungen. "In der Wohnung des Verdächtigen fand die Polizei weder Hinweise auf einen geplanten Anschlag noch auf einen möglichen islamistischen Hintergrund. Der Mann gelte aber als psychisch nicht gefestigt. Ein Anschlag in Eisenhüttenstadt hätte eine zusätzliche Brisanz, denn dort befindet sich die zentrale Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Brandenburg für Flüchtlinge. Zu Beginn des Flüchtlingsstroms lebten dort weit mehr als 4000 Menschen. Derzeit sind es knapp 2000."

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01.08.2016

"Was passiert, wenn die Türkei ihre Drohung wahrmacht?"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/streit-um-fluechtlingsabkommen-was-passiert--wenn-die-tuerkei-ihre
-drohung-wahrmacht--24484314

Was würde im November geschehen, wenn die Türkei tatsächlich das Flüchtlingsabkommen mit der EU aufkündigen sollte? Daniela Vates zufolge wäre dann nicht mehr die Türkei, sondern Griechenland die vorläufige Endstation für Flüchtlinge. "In jedem Fall wäre das Flüchtlingsthema dann wieder mitten in der EU angekommen. Die Mitgliedstaaten, die es buchstäblich vor die EU-Haustür verschoben haben, müssten sich Gedanken machen um Aufnahme, Verteilung, Integration. Allein Grenzschließungen auf der Balkanroute würden das Problem nicht lösen: Griechenland würde unter dem Zustrom kollabieren. Allerdings ist zu befürchten, dass es genauso kommt: Die Bereitschaft zu gemeinschaftlichem Handeln ist in der EU derzeit nicht besonders groß. Das Denken reicht in den meisten Hauptstädten gerade mal bis zur eigenen Landesgrenze."

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18.07.2016

"Nach Putschversuch in der Türkei Angst vor Ausschreitungen in Deutschland"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/nach-putschversuch-in-der-tuerkei-angst-vor-ausschreitungen-in-deu
tschland-24416730

Nach dem gescheiterten Putsch in der Türkei herrsche in deutschen Sicherheitskreisen die Sorge vor gewalttätigen Zusammenstößen von Erdogan-Anhängern und Gegnern des türkischen Präsidenten, berichtet Markus Decker. "Die Furcht besteht nun darin, dass gewissermaßen eine zweite Front zwischen Erdogan-Anhängern und Gegnern entstehen könnte. Etwa 30 Seiten des rund 300-seitigen Verfassungsschutzberichts 2015 sind dem türkischen Extremismus in Deutschland gewidmet. Ein prominentes Mitglied der türkischen Community sieht die Gefahr nicht. Die Türken hier seien in erster Linie selbst geschockt und verunsichert über das, was in der Türkei noch bevorstehe, sagt der Mann, der anonym bleiben will. Sie hätten Angst, dass das Land 'den Bach runtergeht'."

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03.07.2016

"Hass gegen Israel mitten in Berlin"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/goetz-aly-hass-gegen-israel-mitten-in-berlin-24334286

Götz Aly kommentiert die alljährlich in Berlin stattfindende Al-Quds-Demonstration in Berlin. "In Berlin wird er seit 20 Jahren abgehalten. Am vergangenen Sonnabend lauteten die Parolen 'Zionisten sind Faschisten!' oder 'Wir werden siegen!'. Man kann das als Berliner Protestfolklore abtun, aber trotz einiger einschränkender Auflagen des Innensenators wurden eben auch Plakate mitgetragen, auf denen Forderungen standen wie diese: 'Israel raus aus Palästina!' Damit ist das gesamte einst britische Mandatsgebiet Palästina gemeint. Genau gelesen bedeutet der Text: Jüdische Israelis raus Israel."

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13.06.2016

"Der Krieg gegen die Sowjetunion III"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/goetz-aly-der-krieg-gegen-die-sowjetunion-iii-24222186

Götz Aly kritisiert eine seiner Ansicht nach "allfällige Ignoranz" der deutschen Politik gegenüber Deutschlands Verantwortung für die vielen Toten des deutschen Angriffskriegs auf die Sowjetunion. "Um die allfällige Ignoranz etwas zu stören, sei heute an mehr als 30.000 sowjetische chronisch Kranke erinnert, die deutsche Soldaten und SS-Angehörige ermordeten, um deren Anstalten als Quartiere zu nutzen. Der Generalstabschef des deutschen Heeres, Franz Halder, meinte im November 1941: 'Russen sehen Geistesschwache als heilig an. Trotzdem Tötung notwendig. In einem Vorort von Leningrad ließ Generaloberst Georg von Küchler 230 epilepsiekranke Frauen erschießen, deren Anstalt er mit seinen Offizieren beziehen wollte, und begründete das zudem so: 'Es kommt hinzu, dass die Insassen der Anstalt auch im Sinne deutscher Auffassung Objekte nicht mehr lebenswerten Lebens darstellen.'"

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23.05.2016

"Gewaltforscher über die Kölner Silvesternacht 'Es wird ungemütlich bei uns'"

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/gewaltforscher-ueber-die-koelner-silvesternacht--es-wird-ungemuetli
ch-bei-uns--24100332

Michael Hesse im Gespräch mit dem Gewaltforscher Jörg Baberowski über die Kölner Silvesternacht als "Synonym für staatliches Scheitern". "Wenn der Staat sich aus zentralen Bereichen der Ordnungserzwingung zurückzieht, entsteht ein gewaltoffener Raum. Die Ereignisse in der Silvesternacht haben gezeigt, was es bedeutet, wenn der Staat zwar präsent ist, aber keine Zähne mehr zeigt. Wir vertrauen den Institutionen des Staates. Wenn sie aber nicht tun, was wir von ihnen erwarten, sind wir verunsichert und wissen nicht, wie wir mit Gewalt umgehen sollen. In Russland vertraut kaum jemand dem Staat und seiner Polizei. Mit diesem Wissen kann man sich auf Gewalt anders einstellen."

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06.05.2016

"Islamische Gemeinden müssen sich ohne Fernsteuerung organisieren"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kommentar-islamische-gemeinden-muessen-sich-ohne-fernsteue
rung-organisieren-24016230

Maritta Tkalec mit einem Kommentar zur Debatte über die Ausbildung von Imamen in Deutschland. "Die Zeit ist gekommen, das kulturell vielfältiger werdende Deutschland um der guten Nachbarschaft willen zukunftsfest zu machen. Die islamischen Gemeinden müssen in den Stand gesetzt werden, ihre Arbeit selbstbestimmt, ohne Fernsteuerung zu organisieren. Das setzt ein verlässliches materielles Fundament voraus und dafür ist die Kirchenfinanzierung zu reformieren: Entweder wird das System des Kirchensteuereinzugs ausgeweitet, und die islamischen Gemeinden passen ihre Organisationsformen entsprechend an. Oder ein neues für alle gleichermaßen geltendes Recht tritt an die Stelle des alten. Natürlich ist der Geldstrom aus dem Ausland oder aus der Steuer komfortabel, aber er macht träge. Gewiss hielte eine Umstellung für alle gleichermaßen Zumutungen bereit, aber auch die Chance zur Emanzipation und zu fairen Verhältnissen."

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03.05.2016

"75 Jahre deutscher Vernichtungskrieg"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/goetz-aly-75-jahre-deutscher-vernichtungskrieg-23994906

Was wird unseren politischen Repräsentanten zum 75. Jahrestag des deutschen Vernichtungskrieg einfallen, fragt Götz Aly in der Berliner Zeitung. "Hat das Deutsche Historische Museum eine spezielle Ausstellung vorgesehen? Was wird das Militärhistorische Museum in Dresden, betrieben von der Verteidigungsministerin, beitragen? Plant die Kulturstaatsministerin eine Sonderausstellung und eine neue Datenbank zu den Kunstwerken, Buchschätzen und Museumssammlungen, die deutsche Soldaten in der Sowjetunion plünderten und zerstörten? Werden die Berliner Philharmoniker in St. Petersburg, Kiew und Minsk versöhnende Konzerte veranstalten? Nichts davon! Wenn es derart wurstig weitergeht, wird das offizielle Deutschland am 22. Juni geschichtspolitische Ignoranz und bodenlose Rohheit demonstrieren – und das in politisch angespannten Zeiten, in denen es auf symbolischen Akte ankäme."

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20.04.2016

"Wir sind auf diese Veränderungen nicht vorbereitet'"

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/fluechtlingskrise--wir-sind-auf-diese-veraenderungen-nicht-vorberei
tet--23918054

Antje Lang-Lendorff im Gespräch mit der amerikanischen Soziologin und Wirtschaftswissenschaftlerin Saskia Sassen über die europäische Flüchtlingskrise. "Ich sehe Menschen, die alles zurückgelassen haben, aber Europa schließt seine Grenzen. Diese Flüchtlinge sind Teil einer sehr viel größeren globalen Veränderung, eines neuen Typs von Migration."

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20.04.2016

"Privatheit darf nicht der Preis für Terrorabwehr sein"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/kommentar-zum-bka-urteil-privatheit-darf-nicht-der-preis-fuer-terr
orabwehr-sein-23923334

Die Berliner Zeitung kommentiert das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum BKA-Gesetz. "Wäre die Verletzung von Grundrechten strafbar, dann wäre spätestens jetzt, nach der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über das BKA-Gesetz, klar: Der deutsche Gesetzgeber ist ein Intensivtäter. In den mehr als eineinhalb Jahrzehnten seit den Anschlägen vom 11. September 2001 hat das Bundesverfassungsgericht in nunmehr 15 Entscheidungen über Sicherheitsgesetze dem Gesetzgeber einen dramatischen Mangel an Respekt vor dem Recht auf Privatsphäre gerügt. Zwar haben die Richter nur in einem Fall – die Erlaubnis zum Abschuss entführter Passagierflugzeuge – ein Instrument der Terrorbekämpfung vollständig verworfen, aber ihre Ermahnungen, mit der Freiheit der Bürger pfleglicher umzugehen, sind mit den Jahren immer lauter geworden – sie wurden und werden überhört."

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19.04.2016

"Karlsruhe entscheidet: Wie weit darf Überwachung gehen?"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/karlsruhe-entscheidet-wie-weit-darf-ueberwachung-gehen--23915338

Das Bundesverfassungsgericht entscheide am Mittwoch über die Rechtmäßigkeit des seit sieben Jahren geltenden BKA-Gesetzes und damit auch darüber, "wie weit die Polizei zur Terrorabwehr in die Privatsphäre der Bürger eingreifen darf", berichtet Christian Bommarius. "Geklagt haben neben dem früheren Bundesinnenminister Gerhart Baum und dem ehemaligen Herausgeber der Zeit, Michael Naumann, neun Politiker der Grünen, darunter Konstantin von Notz und Hans-Christian Ströbele. Die zentrale Kritik der Beschwerdeführer lautet, mit dem Gesetz werde unzulässig in den Kernbereich privater Lebensgestaltung eingegriffen, das Bundeskriminalamt entwickle sich allmählich zu einem Inlandsgeheimdient."

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14.04.2016

"Islamischer Staat hetzt gegen Pierre Vogel"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/deutscher-salafist-islamischer-staat-hetzt-gegen-pierre-vogel-2388
7146

Der deutsche Salafist und Islam-Prediger Pierre Vogel werde im IS-Propaganda-Magazin "Dabiq" als "Abtrünniger" bezeichnet, berichtet die Berliner Zeitung. "Der Kampf gegen 'Abtrünnige' sei laut Dschihadistenmiliz noch wichtiger als gegen Ungläubige. Sie sollen getötet werden. In den Augen des IS ist jeder abtrünnig, der im Islam keinen Kampfbefehl sieht. Im Titelthema der Magazin-Ausgabe wird Vogel neben Bilal Philips, einem weiteren Konvertiten gezeigt."

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29.03.2016

"Der IS kämpft nicht gegen 'unsere Werte'"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/der-is-kaempft-nicht-gegen--unsere-werte--23794392

Der "Islamische Staat" bedrohe nicht die "westliche Wertegemeinschaft" oder "unsere Werte", sondern "alle Menschen, die nicht in sein religiös drapiertes Weltbild passen", meint der Historiker und Politikwissenschaftler Götz Aly in seinem Kommentar für die Berliner Zeitung. Im Kampf gegen den IS müsse es deshalb eine Neubewertung von Verbündeten und Gegnern geben. "Wo es Gesetze gibt, geht es nicht um mehr oder weniger exklusive Werte, sondern darum, den Gesetzen Geltung zu verschaffen – im Fall andauernder Verbrechen gegen die Menschlichkeit nicht nur im eigenen Land. Das bedeutet für die deutsche Regierung: Sie muss endlich mit Saudi-Arabien brechen. Aus der Mitte dieses menschenverachtenden Feudalregimes wurde und wird der Terror von Al-Kaida, Al-Nusra-Front, dem IS und salafistischen Gruppen seit Langem gefüttert. (...) Die Pflicht zum Kampf gegen den IS führt auch zu der Notwendigkeit, sich mit all den politischen Kräften zu verbünden, die den Terror ablehnen, gleichgültig, ob sie dem Modell westlicher Demokratien genügen oder nicht. Frage: Wurde Palmyra am vergangenen Wochenende befreit, wie die Tageschau formulierte, oder vertrieb eine Terrortruppe die andere? Ich finde, Soldaten der syrischen Regierung befreiten Palmyra mit russischer Hilfe, und freue mich darüber."

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08.03.2016

"Schluss mit dem 'Deutsch-mit-Migrationshintergrund'-Quatsch!"

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/gastbeitrag-schluss-mit-dem--deutsch-mit--migrationshintergrund--qu
atsch--23682416

"Sag (...) nicht: Du bist ein Deutscher mit Migrationshintergrund. Sag lieber: Du gehörst nicht dazu. Das ist ehrlicher", verlangt der Aktivist Van Bo Le-Mentzel und fordert die Deutschen auf, sich bei den Integrationsanstrengungen auf die Artikel 1-19 des Grundgesetzes zu besinnen. "Ihr Weißen genießt ein Privileg, das ich nicht habe. Und nicht nur ich, sondern auch etwa ein Fünftel der deutschen Bevölkerung haben diese Vorzüge nicht. Ihr habt das Privileg, der Norm anzugehören. Ihr könnt beim Oktoberfest Frauen an den Hintern grapschen. Und seid dann Arschlöcher. Wenn mein arabischer Freund das macht, ist er Moslem. Ihr könnt im Bus laut telefonieren und seid dann nur Banausen. Wenn meine türkische Freundin das macht, 'verroht' sie das Abendland. Ihr könnt Eure Kinder schlagen und seid dann Asoziale. Wenn mein Schwarzer Freund das macht, ist er der Beweis für die Rückständigkeit Afrikas."

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07.03.2016

"Mohammed hat Gewalt gelehrt und ausgeübt"

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/interview--mohammed-hat-gewalt-gelehrt-und-ausgeuebt--23676190

Kerstin Krupp im Gespräch mit der pakistanisch-österreichischen Menschenrechtsaktivistin, Publizistin und Islamkritikerin "Sabatina James" (ein Pseudonym) über deren neues Buch "Scharia in Deutschland". "Jeden Monat werden Frauen getötet im Namen der Familienehre. Über 3000 Mädchen suchen jedes Jahr Hilfe in Beratungsstellen, weil sie zwangsverheiratet werden sollen. Die Zahlen sind aus einer Studie des Bundesfamilienministeriums – und das sind nur die, die sich melden. Wagen die Frauen die Flucht, werden sogenannte Friedensrichter auf sie angesetzt. Werden sie aufgespürt, bleibt nur die Wahl zwischen Unterwerfung oder Tod. Diese Paralleljustiz existiert mitten in Deutschland. Den Frauen wird gesagt: Integriert euch. Tun sie es, droht ihnen das Gleiche wie Hatun Sürücü, die sterben musste, weil sie wie eine Deutsche gelebt hat."

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28.02.2016

"Clausnitz ist nicht allein Sache des Freistaates"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kommentar-zu-fremdenfeindlichkeit-clausnitz-ist-nicht-allein-sache
-des-freistaates,10808020,33887280.html

"Wieso, so die tausendfach gestellte Frage, ist es in Sachsen schlimmer als anderswo", fragt Anetta Kahane in der Berliner Zeitung. "Es scheint, als verfügte die Regierung des Freistaates über eine Art 10-Punkte-Plan, wie man dem rassistischen Mob Geltung verschafft. Das Muster des Feldversuches wäre dann wie folgt ausgerichtet: Man muss den Rechtsextremismus über lange Zeit systematisch verleugnen, verdrängen, verharmlosen und jeden, der etwas anderes sagt, des Heimatverrats oder Linksextremismus bezichtigen. Gleichzeitig muss man den tollen Initiativen in Sachsen das Leben möglichst schwermachen. Als Ausgleich sollte aber von der Politik jede Gelegenheit genutzt werden, sich von Pegida oder AfD nicht zu distanzieren, egal was sie sagen oder tun. Theaterplätze müssen den Rechten jederzeit zur Verfügung stehen und die Polizei sollte, wann immer es geht, deren Interessen schützen. Wie in Clausnitz muss die Polizei zeigen, auf wessen Seite sie steht. Das ist ganz wichtig."

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21.12.2015

"IS nicht auf gestohlene Pässe angewiesen"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/is-sote-gestohlene-paesse-syrien,10808018,32974538.html

Einige Experten glauben Steven Geyer zufolge nicht, dass sich die Bedrohungslage durch die Meldung, dass der IS gestohlene Pässe zur Einschleusung von Anhängern nach Europa einsetzen könnte, grundlegend verändert habe. "Laut der Syrien- und Islamismus-Expertin der Stiftung Wissenschaft und Politik, Petra Becker, dürften die Dokumente bereits seit mehr als einem Jahr in den Händen des IS sein. 'Syrien war immer stark zentralisiert, sodass Reisepässe nur in Provinzhauptstädten ausgestellt wurden', sagte Becker dieser Zeitung. 'Die einzige vom IS eingenommene Provinzhauptstadt ist Ar-Raqqa, die bereits Mitte 2014 erobert wurde.' Ohnehin sei der IS nicht darauf angewiesen, Syrer aus den IS-Gebieten nach Europa zu schleusen. 'Gerade die Anschläge von Paris haben gezeigt, dass der IS in Westeuropa auf Unterstützer setzen kann, die gut vernetzt, zu Terroranschlägen bereit und eben auch ortskundig sind', so Becker."

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28.09.2015

"Putins hilfreiches Reden und Handeln"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-zu-russlands-politik-putins-hilfreiches-reden-und-handeln,
10808020,32009510.html

"Russland ist es wesentlich zu verdanken, wenn sich die Welt nun endlich dazu bequemen sollte, den syrischen Bürger- und Stellvertreterkrieg mit einer Kombination aus politischen und militärischen Mitteln zu beenden", schreibt Götz Aly in seiner Kolumne zu "Russlands Politik" in der Berliner Zeitung. "Der Westen zerstörte die diktatorischen, jedoch halbwegs säkularen Ordnungen im Irak und in Libyen und erzielte trotz besserer Absichten nur ein Ergebnis: Die Einwohner dieser Länder versanken in Willkür, Schutzlosigkeit, Not und Elend, zumal Frauen und Kinder; die zuvor funktionierenden nationalen Ökonomien, Schul- und Gesundheitssysteme brachen zusammen; die Interventionen forderten Hekatomben von zivilen Kriegs- und Bürgerkriegstoten – wesentlich mehr Tote als die gewiss ekelerregenden Diktatoren zuvor zu verantworten hatten. Das nur gut gemeinte ist der Feind des Guten. Schon Aristoteles sagte, dass jede plötzliche Veränderung eines Staatswesens gefährlich ist. Auch angesichts der 25-jährigen Wiederkehr der deutschen Einheit darf man fragen: Was war nützlicher? Das Kriegsgeschrei oder der vorsichtige, gesinnungsethisch oft wenig elegante, verantwortungsethisch aber goldrichtige Wandel durch Annäherung?"

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14.09.2015

"Syrien, IS-Terror, Assad und Putin"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kommentar-zu-russland-und-syrien-syrien--is-terror--assad-und-puti
n,10808020,31810094.html

Götz Aly spricht sich für eine russische Militäraktion in Syrien aus, da nur so Schlimmeres - nämlich ein Machtzuwachs durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" - verhindert werden könne. "Die gut zwei Millionen Syrer, die der alawitischen Religionsgemeinschaft angehören, leben hauptsächlich im Küstenstreifen des Landes. Aus Sicht des IS gelten sie als besonders verwerfliche Abtrünnige, als Häretiker. Zudem sind sie mehrheitlich und angesichts sunnitischer Übermacht auch notgedrungen Anhänger Assads, dessen Familie derselben religiösen Richtung angehört. Mehrfach haben radikale sunnitische Prediger dazu aufgerufen, die alawitischen Ketzer zu liquidieren. Zur Erinnerung vergegenwärtige man sich die mörderische Konsequenz, mit der IS-Milizen 2014 gegen die kleine, angeblich heidnische Gruppe der Jesiden im Irak vorgegangen sind. Das und Schrecklicheres droht den syrischen Alawiten nach einem Zusammenbruch der staatlichen Restmacht. Deshalb ist das militärische Vorpreschen Moskaus für sie überlebenswichtig. Sobald es gelingt, auch mit russischer Hilfe und syrischen Regierungstruppen, den IS in Schach zu halten, kann verhandelt werden. Vorher nicht."

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07.09.2015

"Vom Empfang Schutzsuchender"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-zu-fluechtlingen-vom-empfang-schutzsuchender-,10808020,317
40212.html

Götz Aly erinnert in der Berliner Zeitung an eine Aktion des Hilfsvereins der Deutschen Juden im heutigen Berliner Ostbahnhof. "Die Geschichte ist immer wieder auch eine Geschichte von dramatischen Fluchtbewegungen und Flüchtlingsströmen. Es gibt aber auch zahlreiche Beispiele menschlicher Hilfeleistungen. Eine historische Notiz zum Auswandersaal, der im heutigen Ostbahnhof war."

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16.08.2015

"Huch, wo kommt der Hass denn her?"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kommentar-zu-rechtsextremismus-huch--wo-kommt-der-hass-denn-her-,1
0808020,31480098.html

"Wer den Rechtsextremismus bloß für die natürliche Folge sozialer Verwerfungen oder einen Schrei nach Heimat hält, verharmlost ihn", kommentiert Anetta Kahane von der Amadeu-Antonio-Stiftung den Umgang von Politik und Gesellschaft mit Rassismus und Rechtsextremismus. "Wo der ganze Hass plötzlich herkommt? Er war nie fort, er war immer da. Jetzt meint er, sich zeigen zu können, weil er schon so oft Erfolg hatte. Doch überraschend viele Leute haben die Nase voll vom alten Stiefel und zeigen es deutlich. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt, ernsthaft über Rassismus und über Einwanderung zu reden. Denn wir befinden uns inmitten eines entscheidenden gesellschaftlichen Konfliktes, der sich an der Haltung gegenüber den Flüchtlingen zeigt. Weil sein Ausgang Deutschland für lange Zeit prägen wird, sollten wir endlich ehrlich über Rassismus reden."

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11.08.2015

"Wo kleine Dealer zu Terroristen werden"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/in-frankreichs-gefaengnissen-wo-kleine-dealer-zu-terroristen-werde
n,10808018,31442492.html

Axel Veiel schreibt, dass die französischen Gefängnisse als "Brutstätten des islamistischen Terrors" gelten. "Junge Männer, die als Kleinkriminelle hinter Gitter gelangen, werden in der Haft von Fanatikern indoktriniert. Die Regierung versucht gegenzuhalten, sie setzt auf Quarantäne und Resozialisierung. Doch sie stößt an ihre Grenzen."

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26.04.2015

"Hitler war bereit, Deutschland zu zerstören"

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/historiker-ian-kershaw-im-gespraech-hitler-war-bereit--deutschland-
zu-zerstoeren,10809150,30528314.html

Michael Hesse im Gespräch mit dem britischen Historiker Ian Kershaw "über die letzten Tage des 'Dritten Reichs' und warum die Deutschen, allen voran die einfachen Soldaten, dem Hitler-Regime so lange die Treue hielten."

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13.04.2015

"Post aus Jerusalem III"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-post-aus-jerusalem-iii,10808020,30417900.html

Götz Aly sieht in seiner Replik auf einen kritischen Leserbrief "keinen Grund, uns als politisch-moralische Gouvernante Israels aufzuspielen". "Ich verfasse gerne freundliche Kolumnen aus und über Israel. Nun meinen Sie, werte Leserin Cordula K., es sei 'zynisch', wenn ich schreibe, Araber lebten derzeit 'in Israel sicherer als irgendwo sonst im Nahen Osten'. Zum Beweis nennen Sie den Gaza-Krieg von 2014. Sie übersehen: Ich sprach von Sicherheit, Lebensqualität und Bildungschancen der 1,4 Millionen Araber in Israel. Sie wollen die Toten des 'Gaza-Krieges und anderer Übergriffe Israels' nicht gegen die Toten in Syrien, Jemen und Irak 'aufgerechnet wissen'. Darüber ist zu reden. Was meinen Sie mit 'Übergriffen Israels'? Was würden Sie fordern, wenn in Richtung Ihres Häuschens in Berlin-Kaulsdorf Dutzende Raketen vom nahen Rüdersdorf aus abgefeuert würden? Was würden Sie vom Staat erwarten, wenn in Ihrem Garten plötzlich ein Killerkommando aus einem Tunnel gekrochen käme? Die Hamas-Leute graben wieder."

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29.03.2015

"Der faschistische Antifaschismus"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/kolumne-zum--international-russian-conservative-forum--der-faschis
tische-antifaschismus,10808020,30248640.html

Wie keinem anderen sei es Wladimir Putin gelungen, die Unterschiede zwischen den Extremen aus Rechts und Links unkenntlich zu machen, konstatiert Anetta Kahane in der Berliner Zeitung. "Mit Russland kann sich jeder identifizieren, der etwas gegen den Westen hat. Und wer es tut, wird hinnehmen müssen, dass Europas Nazis mit am Tisch sitzen. Ob Linkspartei oder antiimperialistische Antifa, ob Pegida oder Friedensmahnwachen, Kameradschaften, Aluhüte oder Ostermarschierer."

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11.03.2015

"Die größte Motivation der Israelis ist die Angst"

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/avi-primor-im-interview-die-groesste-motivation-der-israelis-ist-di
e-angst,10809150,30096020.html

Anlässlich des Erscheinens seiner Autobiografie spricht die Berliner Zeitung mit dem israelischen Diplomaten und Publizisten Avi Primor. "Avi Primor hat als Brückenbauer zwischen Israelis und Palästinensern in den 1990er Jahren hoffnungsvolle Zeiten erlebt. Nach dem Ende der Rabin-Peres-Regierung haben sich die Konflikte wieder verhärtet. Nun hat Primor seine Autobiografie geschrieben: 'Nichts ist jemals vollendet'."

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10.03.2015

"Kultur der Zerstörung"

http://www.berliner-zeitung.de/meinung/leitartikel-zum-is-kultur-der-zerstoerung,10808020,30086114.html

Arno Widmann verweist im Zusammenhang mit der Zerstörung von Kulturgütern durch den Islamischen Staat auf den Umstand, "dass es nichts Neues gibt ohne die Zerstörung des Alten". "Kulturen begegnen sich. Mal feiern sie Hochzeit, mal beklauen sie, mal massakrieren sie einander. Die Kulturen gehen auseinander hervor in Zerstörung und Krieg. Wir feiern in zwei Jahren 500 Jahre Reformation. Was damals alles in Kirchen und Klöstern zerstört wurde von Menschen, die wenige Jahre vorher noch vor diesen Bildern und Statuen gelegen und sie um Hilfe in ihrer Not gebeten hatten, davon haben wir kaum noch eine Vorstellung. Aber diese Verwüstungen haben mitgeholfen bei der Entstehung der westlichen Kultur. Diese Barbarei, diese Vandalismen sind Teil unserer Geschichte. Wir sollten uns von unserem berechtigten Entsetzen an den Verwüstungen der Terrorgruppe 'Islamischer Staat' nicht dumm machen lassen dafür, wie Geschichte passiert. Sie muss so nicht passieren und jeder Versuch, sie daran zu hindern so zu passieren, ist jeder Mühe wert, aber wir wissen doch auch, dass es nichts Neues gibt ohne die Zerstörung des Alten."

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08.03.2015

"Warum der IS Kulturgüter zerstört"

http://www.berliner-zeitung.de/kultur/islamistischer-terror-im-irak-und-in-syrien-warum-der-is-kulturguet
er-zerstoert,10809150,30065846.html

Der Bildersturm des Islamischen Staats habe "eine lange und unheilvolle Tradition", schreibt Nikolaus Bernau in der Berliner Zeitung. "Es sind scheinbar spontane Wut-Bilder, die wir sehen. Aber Geschichten von spontanen Bilderstürmen entpuppen sich für die Historiker meist als Mythos. Wer Panzer über Ausgrabungen rollen lässt, muss diese Panzer erst einmal zur Verfügung haben, nicht für den Kampf einsetzen wollen und vorher genau überlegt haben, welches Objekt am meisten lohnt, zerstört zu werden."

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11.02.2015

"Spione im Verband der Reservisten"

http://www.berliner-zeitung.de/politik/bundesnachrichtendienst-spione-im-verband-der-reservisten,10808018
,29829128.html

"Was hat der BND im Reservistenverband überhaupt zu suchen", fragt Markus Decker angesichts der Tatsache, dass zwei Spitzenleute des Reservistenverbands auch für den Bundesnachrichtendienst gearbeitet haben. "Nun bleibt eine Frage: Was hat der BND im Reservistenverband überhaupt zu suchen? Schließlich ist er ein Auslandsnachrichtendienst. Der Dienst sagt es nicht, der Verband sagt es auch nicht. So ist Raum für jene Spekulationen, die der Dienst und der Verband fürchten und doch nicht wirklich ausräumen – getreu dem Grundsatz: Was ein Geheimdienst tut, ist geheim."

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