US-Soldaten in Afghanistan

Süddeutsche Zeitung


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15.01.2020

"Im Niemandsland"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/1917-sam-mendes-oscars-kriegsfilm-1.4756051

David Steinitz bespricht in der Süddeutschen Zeitung den neu in die Kinos gekommenen Kriegsepos "1917". "Regisseur Sam Mendes schickt zwei Soldaten und die Zuschauer in einem Actionspektakel durch die Schützengräben des Ersten Weltkriegs - und das scheinbar ohne Schnitte. Dabei nimmt '1917' im Dienste der Spannung und Ästhetik Handlungslöcher in Kauf und konterkariert so den eigenen immersiven Anspruch."

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14.01.2020

"Libyen-Gespräche in Moskau gescheitert"

https://www.sueddeutsche.de/politik/libyen-gespraeche-moskau-lawrow-1.4755922

Der Chef der international anerkannten Regierung in Tripolis, Fajis al-Sarradsch, wie auch sein Gegenspieler, Militärführer Khalifa Haftar, haben am Dienstag ohne Einigung auf ein dauerhaftes Ende der Gefechte den Verhandlungsort in Moskau wider verlassen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. "Der von den Vereinten Nationen anerkannte Regierungschef al-Sarradsch hatte das geplante Abkommen nach den Verhandlungen am Montag bereits unterzeichnet. Haftar, dessen Truppen mit Hilfe verbündeter Milizen etwa 80 Prozent des Landes beherrschen, wollte aber Medienberichten zufolge nicht unterzeichnen. Die libyschen Kriegsparteien hatten auf Drängen Russlands und der Türkei in Moskau verhandelt, um eine seit Sonntag geltende Waffenruhe formal zu vereinbaren und zu festigen. Die beiden rivalisierenden Regierungen des Landes haben bei dem Treffen nur mittelbar verhandelt. Al-Sarradsch und Haftar trafen einander nicht direkt, sondern sprachen am Montag in Moskau sieben Stunden lang hinter verschlossenen Türen mit ranghohen Diplomaten und Militärs aus Russland und der Türkei."

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12.01.2020

"Diese Technik ist zu gefährlich"

https://www.sueddeutsche.de/digital/gesichtserkennung-biometrie-verbot-1.4751435

Jannis Brühl spricht sich in seinem Kommentar für die Süddeutsche Zeitung gegen eine großflächige Ausweitung von Gesichtserkennungstechniken im Öffentlichen Raum aus. "Denn Überwachungstechnik wirkt auch dann als Gift für die Freiheit, wenn sie schlecht funktioniert. So sind die Erkennungsquoten des derzeitigen Pilotprojekts am Berliner Bahnhof Südkreuz eher mittelmäßig, heißt: Das System markiert zu viele Menschen als verdächtig, nach denen es gar nicht fahndet. Die Sicherheit der Zukunft sieht nach derzeitigem Stand also so aus: Tausende Fehlalarme, und damit Tausende anlasslose Polizeikontrollen. Das wird Bürger Nerven, Beamte Zeit, Behörden Geld kosten. Am schlechtesten sind die Erkennungsquoten bei Frauen und dunkelhäutigen Menschen. Minderheiten müssen damit rechnen, noch öfter grundlos kontrolliert zu werden."

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07.01.2020

"Persepolis und die Barbaren"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/iran-weltkulturerbe-usa-drohung-bomben-1.4746881

US-Präsident Donald Trump hat inzwischen seine Drohung, Kulturstätten des Irans anzugreifen zurückgenommen. Sonja Zekri zeigt in der Süddeutsche Zeitung das bedrohte "Welterbe in der Wüste". "24 historische oder kulturelle Stätten aus Iran stehen auf der Welterbeliste der Unesco, so viele wie aus den USA, was angesichts der bis in die Bronzezeit zurückreichenden Geschichte Irans und der nicht ganz so weit zurückreichenden Geschichte der Vereinigten Staaten für das Welterbetalent der USA spricht. Irans kulturelles Erbe umfasst aber nicht nur die Unesco-Listen. So sehr man über den kulturellen Wert des gleißend hellen Freiheitsturmes im Zentrum Teherans - errichtet Ende der Sechzigerjahre, heute ein schöner Aufmarschplatz für regimetreue Demonstrationen - streiten kann, ebenso wie über das eher flughafenartige Khomeini-Mausoleum, so dürfte feststehen: Sollten amerikanische Drohnen eines dieser Werke, sei es religiös, sei es säkular, auch nur streifen, dürften die Iraner über alle politischen Gräben in Empörung vereint sein."

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06.01.2020

"Die USA sollten sich als Ordnungsmacht zurückmelden"

https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-iran-nahost-ordnungsmacht-1.4745824

Tomas Avenarius kommentiert in der Süddeutschen Zeitung die Tötung von General Soleimanis und geht der Frage nach, ob es den USA nun tatsächlich gelungen sei, dem Iran seine Grenzen aufzuzeigen. "Kritik an der Rolle der USA im Nahen Osten ist oft genug berechtigt, zum Beispiel, weil sie 2003 in den Irak-Krieg gezogen sind oder den Umgang Israels mit den Anliegen der Palästinenser dulden. Bei der Tötung General Soleimanis könnte die Sache anders liegen: Im Idealfall melden die USA sich zurück als Ordnungsmacht. Denn in Nahost herrscht blankes Chaos. Die Konflikte in Syrien, Jemen und Libyen tragen bürgerkriegsähnliche Züge; Schwergewichte und Möchtegern-Mächte finanzieren Milizen oder greifen selbst ein - Iraner, Saudis, Ägypter, Türken. Rasche politische Lösungen sind unwahrscheinlich. Diese Staaten sind angesichts politischer, wirtschaftlicher, ethnischer oder religiöser Divergenzen tief verfeindet. Und auf Russland sollte in Nahost ohnehin nur setzen, wer den Einsatz der Luftwaffe schon für Politik hält. Mehr als Leid hat Moskaus neue Nahostpolitik den Syrern und Libyern nicht gebracht."

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04.01.2020

"Soleimanis Tod stärkt die Hardliner in Iran"

https://www.sueddeutsche.de/politik/iran-usa-soleimani-1.4745325

Paul-Anton Krüger analysiert ebenfalls die möglichen Folgen der Tötung von General Soleimani. "Die Tötung des iranischen Generals Soleimani durch die USA wird den Nahen Osten verändern. Der Tod des einflussreichen Kommandeurs der Quds-Brigaden wird aber auch Iran verändern - er wird auf Jahre hinaus ein Wiedererstarken der ultrakonservativen Hardliner befördern. Sollten die USA geglaubt haben, eine Veränderung der iranischen Strategie erzwingen zu können, dann dürften sich diese Hoffnungen bald enttäuschen."

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02.01.2020

"Rituale der Gewalt"

https://www.sueddeutsche.de/politik/leipzig-connewitz-polizei-1.4742480

Cornelius Pollmer kommentiert in der Süddeutschen Zeitung die Krawalle in der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz. "Ritualisierte Gewalt-Folklore, wie sie in Connewitz von der Linksaußen-Szene und der Polizei immer wieder zugelassen und oft genug befördert wird, ist ein Armutszeugnis für beide beteiligten Seiten - und sie ist zudem eine Zumutung für den großen Rest der Gesellschaft, der immer wieder genötigt wird, schwer verletzte Menschen zu beklagen und strukturähnliche Wer-hat-angefangen-Prozesse abzuhalten."

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01.01.2020

"Ayatollah Khomenei verurteilt US-Angriffe im Irak"

https://www.sueddeutsche.de/politik/khomenei-us-botschaft-bagdad-1.4741428

Irans oberster Führer Ayatollah Khomenei hat die US-Angriffe im Irak scharf verurteilt, berichtet die Süddeutsche Zeitung. "Die Anschuldigungen von US-Präsident Donald Trump, dass Iran an den Ausschreitungen an der amerikanischen Botschaft am Dienstag in Bagdad beteiligt gewesen sei, wies Khomenei als 'absurd' zurück. 'Seien Sie (Trump) doch mal logisch, was Sie ja nicht sind ... Fakt ist, dass die Völker in dieser Region die USA wegen ihrer Verbrechen hassen', sagte der Ayatollah, der nach der Verfassung das letzte Wort in allen strategischen Belangen des Landes hat. Die Proteste basieren Khomenei zufolge auf diesem Hass gegenüber den USA und haben mit anderen Ländern nichts zu tun. Trump hatte dagegen via Twitter Iran verantwortlich gemacht und mit Vergeltung gedroht, das Land werde einen 'hohen Preis' für Schäden oder Opfer zahlen (...)."

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30.12.2019

"Die Allgegenwart des Hasses"

https://www.sueddeutsche.de/politik/antisemitismus-spirale-aufklaerung-1.4739919

Stefan Kornelius kommentiert den antisemitischen Angriff auf das Haus eines New Yorker Rabbiners während des jüdischen Lichterfests Chanukka. "Auch in New York grassiert immer mehr Antisemitismus, und auch in Deutschland fühlen sich Juden bedroht. Die Spirale von Ausgrenzung und Gewalt kann nur Aufklärung durchbrechen."

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18.12.2019

"Der Sieger als Spalter"

https://www.sueddeutsche.de/politik/indien-der-sieger-als-spalter-1.4728266

Tobias Matern meint, dass das Vorgehen der indischen Regierung gegen Muslime den Zusammenhalt im Land gefährdet. "Mit seinem neuen Einwanderungsgesetz, das Muslime benachteiligt, hebelt er den seit Jahrzehnten geltenden Grundsatz aus, dass die Religion keine Bedingung für den Erhalt der Staatsbürgerschaft ist. Modi will ein Indien, in dem nicht mehr die Verfassung über allem steht, sondern die ethnisch-religiöse Zugehörigkeit. Das neue Gesetz ist kein einmaliger Ausrutscher, sondern folgt einem klaren Kurs."

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18.12.2019

"Gericht spricht US-Regierung Einnahmen aus Snowden-Memoiren zu"

https://www.sueddeutsche.de/politik/snowden-whistleblower-permanent-records-einnahmen-1.4728221

Ein US-Gericht hat dem NSA-Whistleblower Edward Snowden sämtliche Einnahmen aus dessen Buch "Permanent Record" abgesprochen. "Damit erhält die US-Regierung Zugriff auf sämtliche Einnahmen, die der Whistleblower aus seinen Memoiren erhält, wie zuerst die Washington Post berichtete. Auch Einnahmen aus bezahlten Reden, die mit Snowdens Veröffentlichung geheimer Informationen zusammenhängen, stehen dem Urteil zufolge der US-Regierung zu."

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16.12.2019

"Demokratie als Risikofaktor"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/prognose-dystopie-demokratie-als-risikofaktor-1.4725402

Adrian Lobe sieht in neuen digitalen "Prognosetechniken" zur Vorhersage menschlichen Verhaltens eine Gefahr für die Demokratie. "Das Bemerkenswerte an diesem neuen Politikmodus ist nicht nur, dass Herrschaft auf eine neue Legitimationsgrundlage (nämlich Daten) gestellt wird, sondern dass über die deterministischen Formeln auch neue Regeln festgesetzt werden. Denn was als krisenhaft gilt, definieren ja nicht mehr der Entscheider oder der politische Souverän, sondern die Entwickler der Software. Wenn eine IBM- oder SAP-Software wie im Fall der Bundeswehr eine wie auch immer geartete Krise identifiziert, auf die die Politik reagieren soll, dann ist dies letztlich eine Lobby-Meinung, die im Gewand eines vermeintlich evidenzbasierten Systems Eingang in das politische System findet. Diese Privatisierung und Technisierung des Politischen ist die Fortsetzung libertärer Staatsutopien, deren Vordenker schon vor Jahrzehnten von 'marktförmigen' Regierungsstrukturen redeten."

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15.12.2019

"Das Ende der 'Russischen Welt'"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/bedeutungsverlust-des-russischen-das-ende-der-russischen-welt-1.472428
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Silke Bigalke und Frank Nienhuysen berichten über eine zunehmende "kulturelle Distanzierung" ehemaliger Sowjetrepubliken von Russland. "Der Kampf um Einfluss, Abgrenzung und Souveränität wird längst auch über die Sprache geführt, heute so intensiv wie lange nicht mehr. Das liegt auch daran, dass das Verhältnis zwischen Russland und seinen Nachbarn seit der Annexion der Krim 2014 angespannter ist als zuvor. Im selben Jahr hat Moskau den Sprachrat geschaffen, der sich nun im Kreml traf. Dessen offizielle Aufgabe ist es, die russische Sprache zu 'entwickeln, zu beschützen und zu unterstützen'. (…) Für den Präsidenten ist die russische Sprache ein Mittel, um Kontakt zu halten zu Menschen, die außerhalb Russlands, im postsowjetischen Raum leben. Es ist ein Mittel, um die Einflusssphäre Moskaus zu erhalten, und derzeit schrumpft dieser Raum. Das Russische, Lingua franca über viele Jahrzehnte vor allem in den Ländern der früheren UdSSR, in Mittelasien, dem Kaukasus, ist zwar immer noch eine der großen Sprachen. Doch das neue Nationalgefühl in den Nachfolgestaaten der Sowjetunion zeigt seine Wirkung."

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13.12.2019

"Wir sind das Nutzvieh"

https://www.sueddeutsche.de/digital/aral-balkan-ueberwachung-kapitalismus-tracking-1.4719176

Jannis Brühl hat sich mit Aral Balkan, Programmierer und Mitbegründer der Small Technology Foundation, über die Überwachung und Vermarktung persönlicher Daten im Netz unterhalten. "Man muss unterscheiden zwischen Werbung und 'Adtech' - digitaler Analyse- und Werbe-Software. Bei traditioneller Werbung ging es darum, eine Marke aufzubauen. Früher war es so: Wenn Sie eine Zeitung lasen, las die Zeitung nicht auch Sie. Wenn Sie fernsahen, sah der Fernseher nicht auch Sie. Das Internet hat das verändert. Wenn Sie heute auf Youtube ein Video ansehen, beobachtet Youtube Sie. Überwachung ist das Herz des Geschäftsmodells. Ich nenne es 'people farming'."

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12.12.2019

"American Angst"

https://www.sueddeutsche.de/kultur/usa-amoklaeufe-angst-1.4720555

Jürgen Schmieder beschreibt die USA in seiner Reportage als verängstigte wie gewalttätige Gesellschaft, "die Schulkindern das Kämpfen beibringt und das Ausspionieren von Nachbarn begrüßt." "Der amerikanische Soziologe Barry Glassner hat vor 20 Jahren das Buch 'Culture of Fear' über fehlgeleitete Ängste geschrieben. Es diente als Vorlage für den oscarprämierten Dokumentarfilm 'Bowling for Columbine' von Michael Moore. Glassner hat das Buch zwei Mal aktualisiert, nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 und nach der Wahl von Donald Trump zum Präsidenten. Er steht politisch in der Mitte und wirft auch früheren Präsidenten beider Lager wie Richard Nixon und Bill Clinton vor, dass sie Angst geschürt haben. (…) Das führt zur Frage, wer von dieser Angst profitiert: die Hersteller von Waffen, Kameras und Notfall-Rucksäcken beispielsweise. Oder die Anbieter von Kursen zur Selbstverteidigung gegen Amokläufer - ein Wochenend-Seminar kostet etwa 500 Dollar. In diesem Klima wachsen Kinder auf, die lernen, dass sie alles und jeden fürchten müssen - und wer ein bisschen wild ist, der gilt als hyperaktiv und wird mit Medikamenten ruhiggestellt. Nicht die Ursachen von Amokläufen an Schulen werden ergründet, stattdessen lernen Zehnjährige, sich zu verstecken, wegzulaufen, zu kämpfen."

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11.12.2019

"Millionen Leben in Ruinen"

https://www.sueddeutsche.de/politik/jemen-saudi-arabien-hungersnot-un-1.4718757

Paul-Anton Krüger berichtet über die humanitäre Lage in Jemen, unter der vor allem Kinder zu leiden hätten. "Die Vereinten Nationen benennen die Situation in Jemen seit Jahren mit einem erschreckenden Superlativ: die 'schlimmste humanitäre Krise der Welt'. 24 Millionen Jemeniten, knapp 80 Prozent der Bevölkerung von mehr als 28 Millionen, sind auf humanitäre Hilfe oder Unterstützung durch Hilfsorganisationen angewiesen, 14,3 Millionen Menschen leben in akuter Not, wie das UN-Nothilfebüro Ocha mitteilt. Das heißt, sie können ihr Leben aus eigenen Mitteln nicht mehr bestreiten. Die Zahlen steigen Jahr für Jahr, seit der Krieg im März 2015 begonnen hat. Und UN-Generalsekretär António Guterres lässt keinen Zweifel daran, was die Ursache ist: Die Krise in Jemen ist allein von Menschen gemacht - sie ist direkte Folge des Krieges."

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06.12.2019

"Auch abscheuliche Verbrechen rechtfertigen keine Lynchjustiz"

https://www.sueddeutsche.de/politik/indien-lynchjustiz-vergewaltigung-polizei-1.4712669

In Indien seien vier mutmaßliche Vergewaltiger durch die Polizei unter nebulösen Umständen erschossen worden, berichtet Arne Perras aus Singapur. Die Bevölkerung habe den Vorfall gefeiert, in einem Rechtsstaat dürfe dies jedoch nicht passieren. "So sehr man die wachsende Wut über Gewalt gegen Frauen in Indien nachvollziehen kann, so gefährlich wäre es, Lynchjustiz als geeignete Antwort auf solche Verbrechen zu feiern. Sicherlich, noch ist unklar, wie genau die vier Männer starben. Die Polizisten wollen in Notwehr gehandelt haben, aber es wirft viele Fragen auf, da sich die Verdächtigen längst in Untersuchungshaft befanden. Wurden sie hingerichtet und die Umstände anschließend manipuliert? Der Staat muss um seiner Glaubwürdigkeit willen den Fall von unabhängigen Ermittlern untersuchen lassen. Falls es sich doch herausstellen sollte, dass die Beamten als eigenmächtige Vollstrecker handelten, muss der Staat das ahnden. Andernfalls setzte der Fall von Hyderabad das gefährliche Signal, dass es gut und richtig sei, wenn Einzelne das Recht selbst in die Hand nehmen und Menschen richten."

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30.11.2019

"Großbritannien hat ein neues Wahlkampfthema"

https://www.sueddeutsche.de/politik/london-bridge-messerangriff-1.4704581

Die Messerattacke auf der London Bridge dominiert den angelaufenen Wahlkampf in Großbritannien, berichtet Alexander Mühlauer aus London. "Auch wenn sich die meisten Spitzenpolitiker am Tag nach dem Anschlag mit gegenseitigen Anschuldigungen zurückhielten, gab es bereits einige Stimmen, die darauf hindeuten, dass die Debatte nicht so schnell beendet sein wird. So hinterfragte etwa der Londoner Bürgermeister Sadiq Khan von der oppositionellen Labour-Partei, ob den zuständigen Behörden ausreichend Mittel zur Verfügung hätten, um gefährliche Personen zu überwachen. Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, bezeichnete das als 'Nonsense'. Neben der Ausstattung von Polizei und Terrorabwehr, dürfte auch die Frage, warum Innenministerin Priti Patel die Terrorbedrohungsstufe vor wenigen Wochen zum ersten Mal seit zwei Jahren gesenkt hatte, das Land weiter umtreiben."

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29.11.2019

"In den Fängen der Oligarchen"

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/iwf-kredite-ukraine-1.4701515

Die ukrainische Regierung benötige im kommenden Jahr einer Schätzung des Fachdienstes Capital Economics zufolge rund 50 Milliarden US-Dollar aus dem Ausland, schreibt Florian Hassel. Der IWF zögere allerdings aufgrund der anhaltend hohen Korruption im Land, sich an den nötigen Auslandskrediten zu beteiligen. "Westliche Banken und Investoren aber geben erst Geld, wenn Kiew auch Geld vom IWF bekommt - die Rede ist von einem Kreditprogramm in Höhe von 4,5 bis 6 Milliarden Dollar. Dafür allerdings muss Kiew sich zu Gegenleistungen verpflichten. Damit aber hapert es aus Sicht des IWF, jedenfalls wenn es um die Folgen des größten Wirtschaftsskandals der unabhängigen Ukraine geht: Drei Jahre ist es her, dass die ukrainische Zentralbank (NBU) anrüchige Insiderkredite, Geldwäsche und ein Loch von 5,5 Milliarden Dollar bei der PrivatBank, der größten Bank des Landes, feststellte - und die Regierung notgedrungen 5,5 Milliarden Dollar einschoss und die PrivatBank verstaatlichte. Der Umgang mit dem Milliardenskandal gilt IWF und westlichen Regierungen als Gradmesser dafür, ob Kiew endlich zu echten Reformen bereit ist. Denn bisher ist zumindest in der Ukraine so gut wie nichts passiert, um die verschwundenen Milliarden zurückzubekommen und die ehemaligen Eigentümer, die Oligarchen Ihor Kolomoiskij und Gennadij Bogoljubow, zur Verantwortung zu ziehen."

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29.11.2019

"Trump hat sich verzockt"

https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-donald-trump-afghanistan-taliban-1.4702983

Tobias Matern betrachtet die Ankündigung der Wiederaufnahme der Verhandlungen zwischen den USA und den Taliban durch Donald Trump als Eingeständnis eines Fehlers des US-Präsidenten. "Der amerikanische Präsident will jetzt wieder mit den Islamisten reden, nachdem er - taktisch völlig unklug - im September die Erwartungen an einen Friedensschluss so hoch geschraubt hatte, dass ihm ein Gesichtsverlust drohte. Danach erklärte Donald Trump die Verhandlungen nach der ihm ganz eigenen Logik für beendet, obwohl seine Unterhändler im Gespräch mit den Taliban vernünftige Kärrnerarbeit betrieben hatten."

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25.11.2019

"VW und die Frage der Verantwortung"

https://www.sueddeutsche.de/politik/china-cables-vw-verantwortung-xinjiang-uiguren-1.4696626

Ein Team der Süddeutschen Zeitung berichtet über seine Recherchen über die Aktivitäten des VW-Konzerns in der chinesischen Region Xinjiang. "Schon 2013 baute VW ein Werk in der Autonomen Region Xinjiang, in der Chinas Führung Hunderttausende Uiguren interniert. Gemeinsam mit dem chinesischen Kooperationspartner schloss der Konzern dort ein Abkommen mit der Bewaffneten Volkspolizei, einer paramilitärischen Truppe, die eine treibende Kraft hinter den Internierungen sein soll. Laut Kritikern mache der Konzern sich mitschuldig an einem der wohl größten Menschenrechtsverstöße dieser Zeit."

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25.11.2019

"Deutschland darf Chinas Verbrechen nicht hinnehmen"

https://www.sueddeutsche.de/politik/uiguren-china-deutschland-1.4696203

Lea Deuber kritisiert die bisherige Reaktion der Bundesregierung auf die neuen Enthüllungen über den Umgang Chinas mit muslimischen Minderheiten. "Für die Bundesrepublik ist die Verantwortung besonders schwerwiegend. China verfolgt die Uiguren und andere muslimische Minderheiten aufgrund ihres religiös-ethnischen Hintergrunds. Deutschland steht mit seiner eigenen Geschichte von Unterdrückung und Verfolgung in einer historischen Verantwortung, sich auch für die Menschen im Nordwesten Chinas einzusetzen. Bisher tut Deutschland das nicht ausreichend. Heimische Firmen wie Volkswagen und BASF sind weiter in der Region aktiv. Ungeachtet des Elends erwirtschaftet ein deutscher Autokonzern mit Staatsbeteiligung satte Renditen im Land. Das darf nicht toleriert werden."

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25.11.2019

"China Cables"

https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/politik/das-sind-die-china-cables-e185468/

Auch die Süddeutsche Zeitung präsentiert eine Auswertung der "China Cables". "Erst waren es Gerüchte, dann Augenzeugenberichte und später verdächtige Satellitenbilder - nun beweisen Dokumente, was die chinesische Führung lange geleugnet hat: In Umerziehungslagern werden Uiguren und andere muslimische Minderheiten willkürlich inhaftiert und indoktriniert. Experten sprechen von einem 'kulturellen Genozid'."

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21.11.2019

"Nur 5,5 Prozent schaffen das erwünschte Niveau"

https://www.sueddeutsche.de/politik/sprachunterricht-nur-5-5-prozent-schaffen-das-erwuenschte-niveau-1.46
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Der Chef des Leibniz-Instituts für deutsche Sprache (IDS), Henning Lobin, hat in seiner Vorstellung der Studie über aktuelle Erfolgsquoten des Sprachunterrichts für Migranten und Flüchtlinge erklärt, dass die Kurse für den überwiegenden Teil von Zugewanderten zu anspruchsvoll seien. "Deutschland gehört nach Angaben des Chefs des Mannheimer Goethe-Instituts, Ingo Schöningh, neben Dänemark und Großbritannien zu den wenigen Ländern Europas, die von Kursteilnehmern das B1-Niveau erwarten. Üblicher sei das Niveau A2. Den heutigen Anforderungen liege noch die deutlich einfachere Integration von Spätaussiedlern zugrunde, moniert Schöningh. 'Deshalb muss ein neues, realistischeres Konzept her, das Absolventen und Lehrern die Frusterfahrung des Scheiterns erspart.' (…) IDS-Chef Lobin sagt: 'Das ist ein brisantes Ergebnis, zumal im Laufe des Kurses über die Hälfte der ursprünglichen Teilnehmer ausgeschieden ist.' Das Bamf sieht aber keinen Anlass, das Lernziel im allgemeinen Integrationskurs abzusenken."

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20.11.2019

"Weitermachen nach dem Hirntod"

https://www.sueddeutsche.de/politik/nato-europa-usa-1.4688236

Matthias Kolb berichtet im Vorfeld des Treffens der 29 Nato-Mitglieder in Brüssel über die Agenda des Gipfeltreffens. "An Gesprächsstoff wird es nicht mangeln, wenn die Außenminister der 29 Nato-Mitglieder an diesem Mittwoch in Brüssel zusammenkommen. Chinas militärische Ambitionen, Energiesicherheit, hybride Bedrohungen und die zentrale Bedeutung des Weltraums für die Verteidigung der Bündnispartner: Diese Themen werden die Minister zwei Wochen vor dem Mini-Gipfel in London diskutieren. Zugleich ist das halbtägige Treffen die erste offizielle Zusammenkunft, seitdem Frankreichs Präsident Emmanuel Macron das Verteidigungsbündnis 'hirntot' genannt hat."

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19.11.2019

"Rambo macht Nahost-Politik"

https://www.sueddeutsche.de/politik/kommentar-usa-israel-westjordanland-1.4687844

Alexandra Föderl-Schmid beklagt dagegen, dass die US-Regierung in der Nahostpolitik offensichtlich nicht viel auf das Völkerrecht gebe. "Für den amerikanischen Präsidenten Donald Trump zählt das Völkerrecht nicht. Er richtet seine Nahost-Politik in Manier eines Rambos neu aus - nach dem Motto: Erlaubt ist, was mir gefällt. Also verstoßen nach neuester Lesart der Amerikaner die jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland per se nicht mehr gegen internationales Recht. Warum die jahrzehntelang von mehreren US-Regierungen vertretene Rechtsmeinung zum Siedlungsbau plötzlich 'inkonsistent' sein soll, wird nicht erklärt. 'Wir erkennen die Realität in dem Gebiet an', so die schlichte Begründung von Außenminister Mike Pompeo."

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19.11.2019

"Trumps Zickzackkurs"

https://www.sueddeutsche.de/politik/iran-usa-trump-teheran-oel-1.4606075

Hubert Wetzel konstatiert ein Hin-und-Her des US-Präsidenten in seiner aktuellen Iran-Strategie. "Im Umgang mit Iran legt US-Präsident Trump einen Zickzackkurs hin. Einerseits droht er mit militärischer Vergeltung, andererseits setzt er auf Wirtschaftssanktionen und lässt die Tür für Verhandlungen offen. Welche Sicht sich am Ende durchsetzt, hängt auch davon ab, welche Berater am meisten Gehör finden werden."

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14.11.2019

"Ich bin weiterhin Präsident"

https://www.sueddeutsche.de/politik/bolivien-morales-1.4681523

Evo Morales, der nach seinem Rücktritt als bolivianischer Präsident nach Mexiko geflohen war, hat eine Rückkehr nach Bolivien nicht ausgeschlossen. "Evo Morales ist nach eigener Auffassung nach seinem Rücktritt noch immer Präsident Boliviens. Das Parlament müsse den Rücktritt entweder annehmen oder ablehnen, sagte er am Mittwoch, einen Tag nach seiner Ankunft im mexikanischen Exil, im Interview mit der spanischen Zeitung El País. 'Solange es das nicht tut, bin ich weiterhin Präsident.' (…) Morales war nach massiven Protesten und auf Druck des Militärs am Sonntag nur drei Wochen nach seiner umstrittenen Wiederwahl zurückgetreten. Der Sozialist hatte sich nach der Abstimmung am 20. Oktober zum Sieger in der ersten Runde erklärt, obwohl die Opposition und internationale Beobachter ihm Wahlbetrug vorgeworfen hatten."

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12.11.2019

"Pekings Spitzel in Deutschland"

https://www.sueddeutsche.de/politik/china-spitzel-deutschland-meinungsfreiheit-1.4598360

Die Bundesregierung hat Erkenntnisse darüber, dass China versucht auch in Deutschland Demonstranten einzuschüchtern, die im Zusammenhang mit den Hongkong-Protesten auf die Straße gehen, berichtet die Süddeutsche Zeitung. "Bei einer Kundgebung in Hamburg hatten zuletzt Aktivisten aus Hongkong über provokante Reaktionen von Festlandchinesen in der Hansestadt geklagt; die Süddeutsche Zeitung berichtete. Auf die Frage der Grünen-Bundestagsfraktion, ob Bundesregierung und Bundesbehörden Versuche chinesischer Stellen bekannt seien, auf die Demonstrationsfreiheit, Unversehrtheit der Demonstrierenden und freie Meinungsäußerung in Deutschland Einfluss zu nehmen, antwortete die Bundesregierung, ihr seien 'solche Versuche der Einflussnahme bekannt'."

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11.11.2019

"Kramp-Karrenbauer will die Truppe sichtbar machen"

https://www.sueddeutsche.de/politik/bundeswehr-kramp-karrenbauer-geloebnis-1.4676150

Mike Szymanski berichtet über die Pläne von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, die Bundeswehr wieder stärker ins Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken. "Die Bundeswehr wurde am 12. November 1955 gegründet. Kramp-Karrenbauer hatte sich dafür starkgemacht, diesen Tag dafür zu nutzen, der Bundeswehr wieder den öffentlichen Raum für eine Zeremonie zu geben. Zum ersten Mal seit mehr als zehn Jahren wird es auch in München wieder ein öffentliches Gelöbnis der Bundeswehr geben, allerdings erst am 18. November."

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