US-Soldaten in Afghanistan

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03.11.2018

"Polizei nutzt Algorithmen, um Verbrechen vorherzusehen – Kritiker sehen 'Aberglaube'"

https://derstandard.at/2000090545361/Nicht-mehr-als-Aberglaube-Polizei-nutzt-Algorithmen-um-Verbrechen-vo
rherzusehen

Muzayen al-Youssef und Markus Sulzbacher berichten über die Bemühungen der österreichischen Polizei, Straftaten mit Hilfe einer Software vorherzusagen. "Eine Software, die voraussagt, wo und wann ein Verbrecher zuschlägt: Was nach einem Science-Fiction-Szenario im Stil von Minority Report klingt, ist in Österreich bereits Realität. 'Predictive Policing' (zu Deutsch: vorhersagende Polizeiarbeit) gehört mittlerweile zum Alltag der Polizei. Das Bundeskriminalamt in Wien heuert eigene Programmierer an, die sich mit 'Crime-Mapping', der geografischen Zuordnung von Kriminalität, befassen. Derzeit kommen Algorithmen verstärkt zur Bekämpfung von sogenannten Dämmerungseinbrüchen zum Einsatz."

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24.09.2018

"Innenministerium beschränkt Infos für 'kritische Medien'"

https://derstandard.at/2000087988184/Innenministerium-beschraenkt-Infos-fuer-kritische-Medien

Der Standard berichtet über eine geplante neue Kommunikationsstrategie des österreichischen Innenministeriums mit Blick auf "unliebsame" Presseorgane. "Das Innenministerium unter Ressortchef Herbert Kickl (FPÖ) ändert seinen Umgang mit den Medien und seine Veröffentlichungspolitik. Darauf lässt eine vierseitige Mail schließen, die jüngst aus dem Haus in der Herrengasse an die Kommunikationschefs der Landespolizeidirektionen ergangen ist. 'Leider wird wie eh und je seitens gewisser Medien (zum Beispiel STANDARD, 'Falter') sowie neuerdings auch seitens des 'Kuriers' eine sehr einseitige und negative Berichterstattung über das BMI beziehungsweise die Polizei betrieben', wird in dem Schreiben gewarnt, das dem STANDARD und dem 'Kurier' über mehrere Stationen zugespielt wurde und dessen Authentizität von mehreren Beamten bestätigt wird."

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17.07.2018

"Der unsichtbare Luftkrieg beruhigt sich nicht"

https://derstandard.at/2000081021329/Der-unsichtbare-Luftkrieg-beruhigt-sich-nicht

Auch Manuel Escher hat sich vier Jahre nach dem Abschuss von Flug MH17 über der Ostukraine mit den politischen Faktoren bei der Planung internationaler Flugreisewege beschäftigt. "Der Osten der Ukraine, zuvor beliebte, weil schnellste Route von vielen europäischen Ländern nach Asien, wird seit vier Jahren nicht mehr überflogen. Das machte die Situation noch komplizierter, denn schon vorher mussten die Airlines mit zahlreichen Sperren umgehen: Der Luftraum über Syrien, dem Nordirak, Teilen Afghanistans und Pakistans sowie dem ägyptischen Sinai ist oder war lange aus Sicherheitsgründen gesperrt oder durfte nur unter Auflagen durchquert werden. Dazu kommt die Politik: Wer ein Land überquert oder anfliegt, darf oft den Luftraum eines anderen Staates nicht nutzen. Paradebeispiel ist das Verhältnis zwischen Israel und vielen seiner Nachbarn. (...) Aber auch geopolitische Scharmützel unter weniger traditionellen Feinden bilden sich schnell in Flugrouten ab. (...) Während die VAE mit dem Iran im Clinch liegen, hat Katar bisher stets die Kommunikation mit Teheran offengehalten. Katar wird (auch) deshalb seit mehr als einem Jahr von den Nachbarn Saudi-Arabien, VAE und Bahrain sowie von Ägypten mit Sanktionen belegt, zu denen auch die Schließung von Lufträumen zählt."

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15.07.2018

"Israel und Hamas schrammen an neuem Krieg vorbei – vorerst"

https://derstandard.at/2000083521715/Israel-und-Hamas-schrammen-an-neuem-Krieg-vorbei-zumindest-vorerst

Die jüngste Konfrontation Israels und der Hamas in Gaza hätte leicht zu einem neuen Krieg führen können, berichtet Lissy Kaufmann aus Jerusalem. "Am Wochenende sah es vor übergehend so aus, als schlitterten Israel und Gaza geradewegs hinein in eine neue kriegerische Auseinandersetzung – auch wenn keine der beiden Seiten das derzeit wirklich will: Die Hamas weiß, dass im Falle eines Krieges viel auf dem Spiel steht und sie ihre Macht verlieren könnte. Und für Israel ist das weitaus größere Problem momentan der Norden, wo syrische Regimetruppen der Grenze immer näher kommen. (...) Am Sonntag schien die Gefahr einer weiteren Verschärfung des Konflikts vorerst gebannt zu sein: Seit dem Vorabend herrschte zwischen Israel, der Hamas und dem Islamischen Jihad eine Waffenruhe. Berichten zufolge waren der ägyptische Geheimdienst sowie der UN-Sondergesandte Nickolay Mladenov an deren Ausarbeitung beteiligt. Doch der Samstag zeigt, dass in einer dauerhaft so angespannten Lage wie jener im und um den Gazastreifen selbst kleine Ereignisse zu größeren Gefechten führen können – selbst wenn keine Seite daran offenkundiges Interesse hat."

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11.07.2018

"Heikle Weichenstellungen zum Nato-Beitritt Mazedoniens"

https://derstandard.at/2000083214296-1285200887302/Heikle-Weichenstellungen-zum-Nato-Beitritt-Mazedoniens

Die vorläufige Beilegung des Namensstreits zwischen Mazedonien und Griechenland habe die Tür für einen NATO-Beitritt Mazedoniens geöffnet, schreiben Markus Bernath und Adelheid Wölfl. Zuvor müsse die Bevölkerung dem Kompromiss mit Griechenland Ende September in einem Referendum zustimmen. "Bei dem Referendum wird die mazedonische Bevölkerung darüber abstimmen, ob sie mit der Vereinbarung über die Lösung des Namensstreits mit Griechenland, die kürzlich getroffen wurde, einverstanden ist. Es ist damit zu rechnen, dass die Mehrheit dem Abkommen zustimmen wird – allerdings müssen 50 Prozent der Wahlberechtigten an der Volksbefragung teilnehmen, damit sie gültig ist. Und ob das gelingen wird, ist fraglich. Denn die nationalkonservative Oppositionspartei VMRO-DPMNE mobilisiert gegen das Abkommen und versucht den Mazedoniern einzureden, dass dadurch ihre Identität gefährdet sei. (...) Die Mehrheit im Land ist für den Beitritt zur Nato. Die Nato-Mitgliedschaft ist aber vor allem den Albanern in Mazedonien ein Anliegen, unter den mazedonischsprachigen Mazedoniern gibt es hingegen auch Nato-Gegner. "

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10.07.2018

"Treffen in Helsinki: Putins Wunschliste an Trump"

https://derstandard.at/2000083139784/Treffen-in-Helsinki-Wladimir-Putins-Wunschliste-an-Donald-Trump

Russland habe vor dem Gipfeltreffen zwischen Trump und Putin in Helsinki eine "Wunschliste" vorbereitet, berichtet der Standard. "In Syrien hat Moskau derzeit beispielsweise die besseren Karten und könnte die weitere Duldung Bashar al-Assads als Präsident vorantreiben. Laut Dmitri Suslow, Politologe an der Moskauer Higher School of Economics, ist Moskaus wichtigstes Ziel jedoch eine Übereinkunft über strategische Sicherheit mit einem neuen Zugang zu Rüstungskontrolle und Stabilität. Dazu gehört neben dem Dialog über Raketensysteme auch der für militärische Zwecke interessante Bereich Netzsicherheit. Die USA und Russland haben sich zuletzt gegenseitig die Verletzung von Abrüstungsverträgen vorgeworfen. Ein neues Wettrüsten will und kann sich Moskau derzeit aber nicht leisten."

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03.07.2018

"Flüchtlingspolitik: Die Achse der Böswilligen"

http://derstandard.at/2000082747956/Nationale-und-persoenliche-Egoismen-sind-offenbar-staerker-als-die-eu
ropaeische

Michael Völker kommentiert die Einigung der deutschen Unionsparteien in der Asyldebatte aus österreichischer Perspektive. "Von einer Achse der Willigen ist keine Rede mehr. Es ist eine Achse der Böswilligen, eine Achse der Willkür, des Wahnsinns, des Chaos und der Hysterie, die sich in Deutschland gestaltet hat und von dort aus ihre Verlängerung nach Österreich und in andere Teile Europas sucht. Was in Berlin diskutiert wird und als Einigung zwischen CDU und CSU herhalten muss, baut auf einer Fiktion auf und überträgt die Last auf andere, auch auf Österreich, zulasten der europäischen Idee und der Vernunft."

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01.07.2018

"Europa! Herz der Finsternis"

https://derstandard.at/2000082491730/Christoph-Ransmayr-Europa-Herz-der-Finsternis?ref=article

Christoph Ransmayr macht Europa für die ökonomische Schwäche der Länder des afrikanischen Kontinents mitverantwortlich. "Wohin immer ein Afrikareisender sich auf diesem Kontinent wandte, selbst wenn er nur unterwegs war, um weiße Nashörner, Elefanten, Hyänen oder Leoparden zu bestaunen (oder zu jagen), musste er auf die Spuren Europas stoßen, auf eine zertrampelte Bühne der Grausamkeit, dazu aber auch: auf Quellgebiete des europäischen Reichtums. Ohne die hier geschürften Erze und seltenen Erden, ohne die Gold- und Silber- und Diamantenminen und unzähligen anderen Bodenschätze, ohne die hier eingebrachten Ernten, ohne die Arbeitskraft von Abermillionen Sklaven und Billigstlohnarbeitern wäre Europa wohl bis zum heutigen Tag noch längst nicht jenes Paradies, als das es in jenen Flüchtlingsströmen ersehnt und bewundert wird, die auf den Schlachtfeldern von europäisch mitverschuldeten Kriegen und Elends- und Dürregebieten entspringen."

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29.03.2018

"Kim Jong-un in China: Trumps fast unbegründete Freude"

https://derstandard.at/2000076969405/Kim-Jong-un-in-China-Unbegruendete-Freude

Atomwaffen sind und bleiben eine "Lebensversicherung" für den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un, ist Manuel Escher überzeugt. "Pjöngjang wird es umso schwerer fallen, an ein Abkommen mit den USA zu glauben, wenn Trump zugleich daran arbeitet, den Iran-Deal möglichst spektakulär zu zerreißen, und einen Sicherheitsberater einstellt, dessen liebste Lösung für fast jedes Problem Bombenhagel lautet. Es existieren also kaum Gründe für Zuversicht. Dass es sie trotzdem gibt, müssen alle Beteiligten jetzt nutzen. Es dürfte die letzte Chance auf eine friedliche Lösung sein."

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18.03.2018

"Schlacht um Afrin: Schuss ins Nato-Knie"

https://derstandard.at/2000076379732/Schlacht-um-Afrin-Schuss-ins-Nato-Knie

Christoph Prantner sieht die türkisch-syrische Grenze als "eine Art geopolitische Sollbruchstelle", da die Türkei dort gemeinsame Sache mit Russland und Iran, den "Erzfeinden der Amerikaner", mache. "Die Vereinigten Staaten ihrerseits sind nicht in der Lage, ihre Verbündeten in Ankara von einer Intervention abzuhalten, die für die meisten Beobachter völkerrechtswidrig ist und jedenfalls gegen die Interessen der USA läuft. Anders gesagt: Jeder Schuss, der in Afrin fällt, ist auch ein Schuss ins Knie der Nato. Waren die Türken schon zuletzt schwierige Partner im Nordatlantikpakt, haben es vor allem US-Präsidenten verstanden, die Situation unter Kontrolle und Ankara bei der Stange zu halten. Dafür scheint Donald Trump weder Mittel noch Interesse zu haben."

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24.01.2018

"Asli Erdogan: 'Die Solidarität draußen hat mir das Leben gerettet'"

https://derstandard.at/2000072947416/Asli-Erdogan-Die-Solidaritaet-draussen-hat-mir-das-Leben-gerettet

Colette M. Schmidt im Gespräch mit der türkischen Kernphysikerin und Autorin Asli Erdogan über ihre Zeit in türkische Haft und die Zeit danach. "Die gelernte Kernphysikerin Asli Erdogan ist eine der renommiertesten Autorinnen der Türkei und eine laute Stimme für Menschenrechte. Ihre Beiträge für die prokurdische Zeitung Özgür Gündem wurden ihr zum Verhängnis. Im August 2016 wurde sie verhaftet und verbrachte 136 Tage im Gefängnis. Die Vorwürfe: 'Volksverhetzung' und 'Mitgliedschaft in einer illegalen Organisation'. Der Staatsanwalt forderte lebenslange Haft, doch Erdogan kam Ende 2016, gesundheitlich schwer gezeichnet, frei. Im September 2017 durfte sie ausreisen. Das Verfahren gegen sie läuft noch. Doch sie erhielt das zweijährige Stipendium 'Stadt der Zuflucht' in Frankfurt, wo sie nun lebt. Am 3. Februar liest Asli Erdogan im Wiener Werk X."

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01.04.2017

"Die Mentalität des doppelten Denkens"

http://derstandard.at/2000055181752/Sergej-Lebedew-Die-Mentalitaet-des-doppelten-Denkens

Joe Kirchengast im Gespräch mit dem russischen Journalisten und Schriftsteller Sergej Lebedew über das Herrschaftssystem Wladimir Putins und die Reaktion der russischen Zivilgesellschaft darauf. "Das lange Leben in der späten Sowjetkultur erzeugte sehr ausgeklügelte Strategien, jeden direkten Kontakt mit dem Staat zu vermeiden. Die Leute waren gewöhnt an diese Grauzonen, wo sie nicht vom Auge des Staates überwacht wurden, wo sie Schwarzgeld verdienen konnten etc. Direkten Protest gab es nicht, alles drehte sich ums Vermeiden. Gleich vom Beginn der Herrschaft Putins an praktizierten die Menschen genau diese Strategie: jeden direkten Zusammenstoß zu vermeiden."

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08.01.2017

"Saudi-Arabien stellt die Weichen zwischen Wandel und Untergang"

http://derstandard.at/2000050323108/Saudi-Arabien-stellt-die-Weichen-zwischen-Wandel-und-Untergang

Das Königreich Saudi-Arabien durchlebe derzeit eine existentielle Krise, stellt Gudrun Harrer fest. "Was ist geschehen? Wie kommt es, dass sich Saudi-Arabien plötzlich aus der politischen Komfortzone hinausbewegt, in der es trotz aller lauter werdenden Systemkritik von außen noch immer verortet wurde? Nach den Umbrüchen in der arabischen Welt von 2011, die meist keine Wende zum Besseren brachten, war doch jahrelang die Rede von den 'stabilen Monarchien', in denen die Herrscher eben doch irgendwie anders legitimiert waren als jene in den autokratisch geführten Republiken. Hat sich seitdem so viel geändert, und wenn ja, warum?"

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04.12.2016

"Ein Votum des 'anderen Österreich'"

http://derstandard.at/2000048753877/Ein-Votum-des-anderen-Oesterreich

Den Hochrechnungen zufolge hat Alexander Van der Bellen die Bundespräsidenten-Wahl in Österreich gewonnen. Alexandra Föderl-Schmid erhofft sich davon eine Signalwirkung, die über Österreich hinausgeht. "Van der Bellen hat nicht nur überzeugte Anhänger zur Stimmabgabe gebracht, sondern auch darüber hinaus mobilisieren können: all jene, die für ihn nach dem Motto 'Das kleinere Übel' gestimmt haben; und andere, die sich nicht wundern wollten nach diesem Wahltag. Van der Bellen konnte auch all jene zur Stimmabgabe für ihn bewegen, die Angst hatten vor einem Klima in Österreich, in dem antisemitische und fremdenfeindliche Aussagen immer alltäglicher werden; in dem die Freiheit der Kunst, der Wissenschaft und der Medien infrage gestellt wird; wo Diskriminierung und Hetze zum 'guten Ton' gehören. Kurzum: Die von Karl Popper propagierte 'offene Gesellschaft' stand mit zur Abstimmung."

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08.10.2016

"US-Autor Teju Cole: 'Im Kopf ist mehr Platz als für einen Gedanken'"

http://derstandard.at/2000045553030/US-Autor-Teju-Cole-Im-Kopf-ist-mehr-Platz-als

Dominik Kamalzadeh im Gespräch mit dem amerikanischen Schriftsteller Teju Cole über sein neues Buch "Vertraute Dinge, fremde Dinge", in dem der Autor über Kulturkrisen, die US-Wahl und guten Geschmack schreibt. "Europa befindet sich in einer Krise, aber ich bin mir nicht sicher, ob es eine Flüchtlingskrise ist. In absoluten Zahlen scheinen es viele zu sein, in relativen nicht so sehr. Deutschland hat 80 Millionen Einwohner und hat eine Million aufgenommen. Eine große Zahl, aber nicht das Ende der Welt. Die wirkliche politische und moralische Krise ist das Erstarken rechtsradikaler Politik, die das Flüchtlingsthema als Ausrede nützt. Doch es wäre zu einfach für mich, nur schwarzzusehen – ich treffe so viele offene Menschen, die sich Gedanken über ihre Gesellschaft machen. Ich habe nicht den Eindruck, dass Europa müde und altersschwach ist, es ist jung und dynamisch und macht gerade eine neue Phase des Wachstums durch. Das hat viel mit Dynamik und sozialer Inklusivität zu tun, was viele Leute verängstigt."

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04.10.2016

"Die Mehrheitsgesellschaft hat auch eine Bringschuld"

http://derstandard.at/2000045313847/Lamya-Kaddor-Die-Mehrheitsgesellschaft-hat-auch-eine-Bringschuld

Lisa Nimmervoll im Gespräch mit der Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor "über Fremdenfeinde als Gefahr für die Demokratie, den Hass auf Muslime und die Burka, die nicht verboten werden sollte, obwohl sie unislamisch sei".

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05.09.2016

"Wir erleben die Milizionierung ganzer Nationalstaaten"

http://derstandard.at/2000043835342/Syrien-Konflikt-Wir-erleben-letztlich-die-Milizionierung-ganzer-Natio
nalstaaten

Stefan Binder im Gespräch mit Aaron Stein, Experte des Atlantic Council in Washington, D.C., über die Hintergründe des türkischen Einmarsches in den Norden Syriens. "Der Plan wurde wohl bereits im Mai 2015, wenn nicht sogar davor entwickelt. Es wurde von der Türkei eine IS-freie Zone angedacht, und es gab eine Vielzahl von Gründen, warum der Plan lange Zeit nicht umgesetzt wurde. Es gab Bedenken der USA bezüglich einiger Rebellen, dann intervenierte Russland in Syrien, dann unterstützten die USA kurdische Rebellen. Als sich die Türkei schließlich entschied, eine Operation zum größten Teil auf eigene Faust zu beginnen, lagen die Pläne dazu schon bereit. Sie wurden den USA präsentiert, und diese entschieden sich, das Vorgehen bis zu einem gewissen Grad zu unterstützen. Der Grund für die US-Unterstützung: Solange die Operation begrenzt bleibt, hilft sie US-Interessen, nämlich dass die Grenzen geschlossen werden."

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14.08.2016

"Ece Temelkuran: 'Der schlechteste Zeitpunkt, die Türkei aufzugeben'"

http://derstandard.at/2000042789795/Ece-Temelkuran-Der-schlechteste-Zeitpunkt-die-Tuerkei-aufzugeben

Dominik Kamalzadeh hat mit der Autorin Ece Temelkuran über die aktuellen Ereignisse in der Türkei gesprochen. Temelkuran hofft, dass die EU die Türkei nicht völlig aufgibt. "Als eine säkulare, unabhängige Autorin glaube ich natürlich, dass der Weg der Türkei in Richtung EU gehen muss. Es gibt die Sorge, dass die Stricke zwischen der Türkei und dem Westen schwächer werden. Das macht mich betroffen. Soweit ich das sehen kann, baut die Reaktion Europas vor allem darauf auf, dass die Regierung den Putschversuch als Hexenjagd nützt – wenn es nicht überhaupt ein inszeniertes Manöver war. Man macht da einen gewaltigen Fehler. Die EU durchlebt gerade ihre eigene Krise, dennoch ist es der schlechteste Zeitpunkt, die Türkei aufzugeben. Ich sage das nicht nur um der Türkei willen, sondern der ganzen Region wegen."

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09.08.2016

"Türkisch-russische Annäherung: Korrektur oder Wende"

http://derstandard.at/2000042610162/Tuerkisch-russische-Annaeherung-Korrektur-oder-Wende

Gudrun Harrer schreibt in ihrer Analyse des Treffens Putins und Erdogans in St. Petersburg, dass der russische Präsident von der erneuten Annäherung eine klare Wende in der türkischen Syrienpolitik erwarte. "Aber ist Erdogan zu mehr bereit als zu einer Kurskorrektur, die etwa darin bestünde, seine Grenze für Jihadisten, die von der Türkei aus in den syrischen Krieg ziehen, zu schließen? Das russische Modell für Syrien, das Assad einstweilen im Amt belassen und den eigenen russischen sowie einen beschränkten iranischen Einfluss in Syrien garantieren würde, widerspricht allem, was die Neoosmanen in den vergangenen Jahren programmatisch von sich gegeben haben: die Restauration der türkischen Hegemonie in Teilen der alten Levante. Vielleicht sieht Erdogan seine Nahostpolitik inzwischen als derartig verfehlt an, dass er meint, nur an der Seite der Russen ein Stück vom Kuchen – Mitsprache – abzubekommen. Oder er ist tatsächlich schon so antiwestlich, dass er bereit ist zum großen geopolitischen strategischen Bruch."

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04.08.2016

"Saudi-Arabiens wackliger Versuchsballon in Israel"

http://derstandard.at/2000042294291/Saudi-Arabiens-wackliger-Versuchsballon-in-Israel

Gudrun Harrer berichtet über die anhaltenden Bemühungen Saudi-Arabiens, eine Allianz mit Israel einzugehen, um gemeinsam Iran gegenüber treten zu können. "Die Saudis bleiben offiziell dabei, dass vor einem arabischen Frieden mit Israel ein israelisch-palästinensischer stehen muss. Israels erklärtes Ziel ist es, an der Normalisierung mit möglichst vielen Staaten, etwa afrikanischen, zu arbeiten, egal was an der palästinensischen Front passiert. (...) Ideologisch liegen Welten zwischen den schiitischen Linksislamisten und dem konservativen wahhabitischen Königreich. Warum also nicht auch Israel? Die Sicht der iranischen Hardliner, aus der anderen Richtung, entspricht dem vollends: Israel und Saudi-Arabien (und die USA und noch einige andere) gehören zusammen."

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19.07.2016

"Das Sonnenparadies Nizza ist Nährboden für die Jihadisten"

http://derstandard.at/2000041393448/Das-Sonnenparadies-Nizza-ist-Naehrboden-fuer-die-Jihadisten

Stefan Brändle berichtet über die Banlieus Nizzas, aus denen der Attentäter Mohammed Lahouaiej-Bouhlel stammt, der am vergangenen Donnerstag mit einem Lastwagen 84 Menschen zu Tode fuhr. "Der Anschlag am französischen Nationalfeiertag war wohl kein Zufall: Mehrere Viertel in Nizza haben sich binnen weniger Jahre stark 'jihadisiert'. Die Tourismusdestination an der Côte d 'Azur ist heute auch ein Hotspot des Islamismus".

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13.07.2016

"Ein Land als Fehlkonstruktion ohne Friedensaussicht"

http://derstandard.at/2000040943704/Suedsudan-Die-vorhersehbare-Eskalation

Der Standard hat mit dem Afrika-Experten Matthias Fettback über die Hintergründe der Gewalteskalation in Südsudan gesprochen. "Kurz muss Matthias Fettback auflachen – als es um die Frage geht, wie man dem Südsudan dauerhaften Frieden bringen kann. Es scheint eine ausweglose Situation zu sein, selbst für afrikanische Verhältnisse. Dort nämlich kennt sich der 61-jährige Entwicklungshelfer bestens aus. Seit 1984 ist der Deutsche auf dem Kontinent tätig, aktuell als technischer Berater der Caritas Österreich im Südsudan. Die jetzige Eskalation, sagt Fettback zum STANDARD, 'war mehr oder weniger vorhersehbar'."

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28.04.2016

"Illegale Grabungen und Schmuggel bedrohen Kulturerbe in IS-Gebieten"

http://derstandard.at/2000035839272/Illegale-Grabungen-und-Schmuggel-bedrohen-Kulturerbe

Die Zerstörung von Kulturstätten in den vom IS besetzten Gebieten stelle Archäologen vor schwierige Herausforderungen, schreiben Anna Sawerthal und Michael Cosatka. "'Die Angestellten in Palmyra riskieren ihr Leben, um das kulturelle Erbe zu retten', sagt Abdulkarim. In der 'Wiener Erklärung' ruft Icaane nun zu mehr internationaler Zusammenarbeit auf: Aufgrund von Kriegshandlungen, Plünderungen und Schmuggel seien schon jetzt viele historische Monumente unwiederbringlich verloren gegangen."

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06.04.2016

"Panzer rollen: Das Säbelrasseln in der Westsahara wird lauter"

http://derstandard.at/2000034241203/Westsahara-Das-Saebelrasseln-in-der-Wueste-wird-lauter

"Lange nicht mehr war Krieg in der Westsahara so nahe wie dieser Tage", berichtet Reiner Wandler. Derzeit rüsteten Marokko und die Unabhängigkeitsbewegung Polisario im Streit um das Gebiet wieder auf. "Ausgerechnet eine Friedensmission löste die neuen Spannungen aus. Uno-Generalsekretär Ban Ki-moon reiste Anfang März in die Region, um mit beiden Seiten zu sprechen. Dass der Uno-Chef auch die Polisario in seine Pläne einbezog, erzürnte Marokkos König Mohamed VI. Dieser empfing ihn weder in der Hauptstadt Rabat, noch durfte er in die besetzten Gebiete fahren. Ban musste sich mit einem Besuch der von der Polisario unterhaltenen saharauischen Flüchtlingslager in Algerien zufriedengeben. Dort wurde er auch von der Exilregierung empfangen."

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10.11.2015

"Fortschrittsbericht: 'EU in Geiselhaft der Türkei'"

http://derstandard.at/2000025441086/Fortschittsbericht-EU-ist-in-Geiselhaft-der-Tuerkei

Der österreichische Standard hat mit dem türkischen Politikwissenschaftler Cengiz Günay über den neuen Fortschrittsbericht der EU zum Stand der Beziehungen zur Türkei gesprochen. Der Ton der europäischen Kritik an Rückschritten bei Menschenrechten und Demokratie in der Türkei sei diesmal "milde" ausgefallen, so Günay. "Die Entwicklungen sind wirklich besorgniserregend, und von einem ernsthaften Fortschrittsbericht würde ich mir eine stärkere Präzision erwarten. Die EU scheint sich allerdings damit abgefunden zu haben, dass die Türkei mehr und mehr in ein autoritäreres Muster verfällt. (...) Die Türkei wird zwar als wichtiger strategischer, wirtschaftlicher und politischer Partner wahrgenommen, aber nicht mehr als Beitrittskandidat gesehen, obwohl der Prozess weitergeht."

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08.11.2015

"Alaa al-Aswani: 'Die Revolution ist nicht fehlgeschlagen'"

http://derstandard.at/2000025210884/Alaa-al-Aswani-Die-Revolution-ist-nicht-fehlgeschlagen

Ruth Renée Reif im Gespräch mit dem ägyptischer Schriftsteller und Zahnarzt Ala al-Aswani "über sein neues Buch, das die Frage nach dem Preis der Freiheit stellt". "Ich war glücklich, die Revolution zu erleben, während ich gerade diesen Roman schrieb. Denn es kommt in ihm eine Revolution vor. Die Diener des Automobilclubs revoltieren gegen den Kämmerer des Königs. Da hatte ich die Freude, an einer wirklichen Revolution teilnehmen zu können. Als ich wieder zu meinem Roman zurückkehrte, musste ich mir nichts ausdenken, sondern brauchte nur aufzuschreiben, was ich erlebt hatte."

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06.11.2015

"Brandsätze"

http://derstandard.at/2000025210739/Olga-Flor-Brandsaetze

In ihrem Essay für den Standard stellt sich Olga Flor mit Blick auf die Flüchtlingskrise die Frage: "Stacheldrahtzäune und Wachtürme. Wo hört das auf? Wo geht das hin?" Sie schließt ihren Beitrag mit den Worten: "Das Schlimmste, das mit dem Schlimmeren verhütet werden soll, wird aber doch stets nur befördert, wenn man die Deutungshoheit den Brandsätzen überlässt: Stacheldrahtzäune, Wachtürme, Galgenattrappen, wo hört das auf? Wo geht das hin? - Geradeaus bis gestern?"

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13.09.2015

"Schriftstellerin Yazbek: 'Mit meiner Seele bleibe ich in Syrien'"

http://derstandard.at/2000022077668/Schriftstellerin-Yazbek-Mit-meiner-Seele-bleibe-ich-in-Syrien

Ruth Renée Reif im Gespräch mit der syrischen Schriftstellerin Samar Yazbek über ihr neues Buch, in dem sie ihre Heimat nach der Revolution und der darauf folgenden Gewaltspirale beschreibt. "Ein Jahr nach Ausbruch der syrischen Revolution musste Samar Yazbek aus Syrien fliehen. Ihr Name war auf einer Todesliste aufgetaucht. Seither kehrte sie mehrfach heimlich in ihre Heimat zurück, um mit den Menschen zu sprechen und ihre Schicksale aufzuschreiben. In ihrem Buch 'Die gestohlene Revolution. Reise in mein zerstörtes Syrien' erzählt sie vom Überlebenskampf der Menschen dort."

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05.08.2015

"Kreml setzt auf breite Front gegen den IS in Syrien"

http://derstandard.at/2000020243990/Kreml-setzt-auf-breite-Front-gegen-den-IS-in-Syrien

Auf einem Außenministertreffen im katarischen Doha hat Russlands Außenminister Sergej Lawrow die Schaffung einer breiten Koalition gegen den "Islamischen Staat" vorgeschlagen, berichtet der Standard. Dieser Koalition sollten Lawrow zufolge sowohl die Kurden als auch die irakische und die syrische Armee angehören. Damit setze der Kreml seine Bemühungen fort, das Regime des syrischen Präsidenten in den Kampf gegen den IS einzubinden. "Einigkeit über das weitere Vorgehen herrscht keinesfalls: In Doha gelang es Lawrow jedenfalls nicht, US-Außenminister John Kerry von dem Konzept zu überzeugen. (...) Washington hatte zuletzt eine Bombardierung aller Kräfte angedroht, die die von ihr unterstützten Rebellen bedrohen. Dazu zählt nicht nur der IS, sondern auch die syrische Armee."

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02.08.2015

"Mullah Mansur: Neuer Taliban-Chef mit Bereitschaft zum Verhandeln"

http://derstandard.at/2000020127709/Mullah-Mansur-Neuer-Taliban-Chef-mit-Bereitschaft-zum-Verhandeln

Der österreichische Standard porträtiert Mullah Mansur, den Nachfolger des verstorbenen Taliban-Anführers Mullah Omar. "Er gilt als Pragmatiker und vergleichsweise gemäßigt – aber natürlich ist auch er keine harmlose Friedenstaube, sondern ein Machtmensch, der auch über Leichen geht." Schon lange soll Mansur der eigentliche Anführer der Taliban gewesen sein. Nun drohe ein Machtkampf zwischen Hardlinern und den verhandlungsbereiten Teilen der Führung. "Seine erste Sorge dürfte nun sein, seine Machtposition zu festigen und die Revolte in den eigenen Reihen zu ersticken. Dabei kann er auf Hilfe von Pakistan setzen, das seine Wahl zum Taliban-Boss kräftig befördert haben soll."

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