US-Soldaten in Afghanistan

Deutschlandfunk Kultur


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27.11.2019

"Bundeswehr entschuldigt sich für Hakenkreuz-Panne"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/neue-social-media-guidelines-bundeswehr-entschuldigt-sich.1008.de.ht
ml?dram:article_id=464449

Im Podcast von Deutschlandfunk Kultur hat sich Hauptstadtkorrespondent Klaus Remme mit dem Bild einer Hakenkreuz-Uniform auf dem Instagram-Account der Bundeswehr beschäftigt. "Geht es hier einfach nur um einen 'extrem ärgerlichen Fall von Gedankenlosigkeit', wie ein Ministeriumssprecher sagte? Unser Hauptstadtkorrespondent Klaus Remme ordnet den extremen Fauxpas mit Stimmen aus der heutigen Bundestagsdebatte ein - und erläutert die neuen 'Social Media Guidelines' der Bundeswehr, die vor wenigen Tagen herausgegeben wurden und die Bundeswehrangehörigen Hinweise und Tipps für den sicheren Umgang mit Instagram, Facebook und Twitter gibt."

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22.11.2019

"Mut zur Differenzierung"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/israel-debatte-mut-zur-differenzierung.1005.de.html?dram:article_id=
463939

Der israelische Publizist Ofer Waldman beklagt, dass die deutsche Israel-Debatte immer undifferenzierter geführt werde. "Deutschland spaltet sich in angebliche 'Israelfreunde' und 'Israelkritiker'. Es ist eine gefährliche Entwicklung. Aufgrund unserer gemeinsamen Geschichte gehört eine grundlegend positive Haltung Israel gegenüber zum deutschen Grundkonsens. Für Bundeskanzlerin Merkel gehört dies zur deutschen Staatsräson. Doch wer eine differenzierte Diskussion über Israel unterbinden möchte, verwandelt diesen Konsens in ein Tabu, und Tabus sind nun mal da, irgendwann hinterfragt, gar angezweifelt zu werden."

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15.11.2019

"Im Gefängnis, weil sie von Monatsbinden sprach"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/writers-in-prison-day-im-gefaengnis-weil-sie-von.1270.de.html?dram:a
rticle_id=463524

Aus Anlass des "Writers-in-Prison-Days" hat sich Andrea Gerk mit Ralf Nestmeyer, Vizepräsident und Writers-in-Prison-Beauftragter des PEN-Zentrums Deutschland, unterhalten. "Genaue Zahlen darüber, wie viele Schriftstellerinnen und Schriftsteller derzeit weltweit in Haft sind, gebe es nicht. Auf der Caselist des Internationalen PEN seien zwischen 800 und 900 Schriftsteller aufgelistet, die sich in Haft befinden. Die meisten Personen auf dieser Liste – ungefähr 150 – befänden sich in türkischen Gefängnissen. China zum Beispiel sei ein Land mit einer großen Dunkelziffer, aus dem sehr wenig nach draußen dringe. 'Da weiß nicht mal Amnesty International, wie viele Todesurteile vollstreckt werden.'"

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15.11.2019

"Ein Leben voller Anfänge"

http://https://www.deutschlandfunkkultur.de/syrischer-exil-autor-yassin-al-haj-saleh-ein-leben-voller.216
5.de.html?dram:article_id=463531

Annette Kammerer porträtiert den syrischen Autor Yassin al-Haj Saleh. "Yassin al-Haj Saleh kam mit 19 Jahren ins Gefängnis und verbrachte dort 16 Jahre. Er kam frei, lebte im Untergrund, musste aus seiner Heimat fliehen – und seine Frau zurücklassen. Eines Tages will er nach Syrien zurückkehren."

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13.11.2019

"Kleine Alltagswelten inmitten des Krieges"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-ukrainische-kuenstlerin-yevgenia-belorusets-kleine.2165.de.html?
dram:article_id=463365

Annette Kammerer stellt die ukrainische Künstlerin Yevgenia Belorusets vor. "In Fotos und Kurzgeschichten hält die ukrainische Künstlerin Yevgenia Belorusets Alltägliches inmitten des Krieges fest. Persönliche kleine Welten, die der Krieg zu zerstören droht."

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13.11.2019

"Eine wankelmütige Schutzmacht"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/die-usa-im-ukraine-konflikt-eine-wankelmuetige-schutzmacht.979.de.ht
ml?dram:article_id=463303

Die USA zeigen sich nicht erst seit dem Amtsantritt Donald Trumps zögerlich bei der Unterstützung der Ukraine, schreibt Thomas Franke in seiner Reportage über die Beziehungen beider Länder. Schon bei der russischen Annexion der Krim 2014 habe "ein klares Signal aus Washington" gefehlt. "Eine Anerkennung der Krim als Teil Russlands wäre ein GAU für die schwache Ukraine und für das Völkerrecht. In der Ukraine fürchtet man genau das. Oleksij Makeiev, Politischer Direktor im Außenministerium der Ukraine, macht sich große Sorgen, dass die Zeit für die russische Regierung arbeitet und die Beziehungen sich normalisieren, ohne dass sich für die Ukraine etwas ändert. (…) Russland hat im Schwarzen Meer leichtes Spiel. Denn nach der Annexion der Krim 2014 hat die Nato der russischen Armee das Seegebiet kampflos überlassen. Andrej Klimenko vom Ukrainischen Thinktank Black Sea News spricht von gefährlichem Versagen. Mangelnde Präsenz wirke quasi als Einladung."

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09.10.2019

"Es gilt, ein Bilderverbot durchzusetzen"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/rechtsextremismusforscher-zum-anschlag-in-halle-es-gilt-ein.1013.de.
html?dram:article_id=460662

Eckhard Roelcke im Gespräch mit dem Rechtsextremismusforscher David Begrich über die Selbstinszenierung von Gewalt in den Neuen Medien und die Folgen. "Im Deutschlandfunk Kultur macht er auf Parallelen zwischen der Tat in Halle und dem Terroranschlag in Christchurch vor einigen Monaten aufmerksam: Beide Anschläge hätten auf der Bildebene wie ein Computerspiel funktioniert und bei beiden habe es einen Täter mit einem Helm und einer darauf montierten Kamera gegeben, mit der die Taten live ins Internet übertragen wurden. In solchen Fällen gehe es einerseits um die Anwendung von Gewalt und andererseits um die bildliche Darstellung als Propaganda der Tat, aber auch um die Inszenierung des Täters, so Begrich."

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28.09.2019

"Unterwegs in den Maschinenräumen der Extremisten"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/julia-ebner-radikalisierungsmaschinen-unterwegs-in-den.1270.de.html?
dram:article_id=459840

Marcus Pindur stellt auf Deutschlandfunk Kultur das neue Buch "Radikalisierungsmaschinen" der Sozialwissenschaftlerin Julia Ebner vor. "Für ihre Recherche ist Julia Ebner einem Dutzend technikaffiner, radikaler Gruppen beigetreten: In ihrem Buch beschreibt die Sozialwissenschaftlerin nun aus erster Hand, wie Extremisten Hass und Rassismus verbreiten – mithilfe moderner Technologie."

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23.09.2019

"Der Begriff 'Volk' schließt andere zwangsläufig aus"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/michael-wildt-die-ambivalenz-des-volkes-der-begriff-volk.950.de.html
?dram:article_id=459356

Jens Balzer stellt im Deutschlandfunk das neue Buch von Michael Wildt vor. In seinem Werk beschäftigt sich der Historiker mit dem Begriff des Volks. "Seine Analyse reicht weiter zurück als zu den Montagsdemonstrationen, zu Pegida oder der Neuen Rechten. Denn schon für die Nazis war die Beschwörung des Homogenen zentral."

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22.09.2019

"Der Rechtsstaat wird von zwei Seiten untergraben"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kommentar-zu-polizeigewalt-der-rechtsstaat-wird-von-zwei.2162.de.htm
l?dram:article_id=459244

Der Philosoph Arnd Pollmann sieht mit Blick auf eine aktuelle Studie zu illegaler Polizeigewalt wie auch vermehrter Gewalt gegen Polizeikräfte das staatliche Gewaltmonopol gefährdet. "Dringlicher aber ist, dass beide Seiten das Gewaltmonopol missachten: willkürlich 'zu viel' agierende Staatsbedienstete ebenso wie wild gewordene, staatsferne Hooligans. Damit wird der Rechtsstaat von zwei Seiten aus untergraben, denn ein funktionierendes Gewaltmonopol ist Bedingung von Demokratie und Menschenrechten. Ein Polizeihund mag das nicht wissen, aber aufgeklärte Staatsbürgerinnen und Staatsbürger – ob in Uniform oder auf der anderen Seite – sollten sich dieser Staatskundelektion bewusst sein."

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17.09.2019

"Die gemischte Bilanz des Whistleblowers"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/edward-snowden-die-gemischte-bilanz-des-whistleblowers.1008.de.html?
dram:article_id=458956

Stephan Karkowsky im Gespräch mit Netzpolitik.org-Chefredakteur Markus Beckedahl über die Folgen der Snowden-Enthüllungen. "Edward Snowden ist weltbekannt – doch er hat nicht viel davon. Snowden lebt in Moskau, er kann Russland nicht verlassen. Nun erscheint Snowdens Biografie. Was hat der Whistleblower erreicht? Der Gründer und Chefredakteur von netzpolitik.org, Markus Beckedahl, zieht eine gemischte Bilanz."

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02.09.2019

"Verhinderte Aufarbeitung"

https://www.deutschlandfunk.de/geschichte-aktuell-luftangriff-vor-10-jahren-verhinderte.724.de.html?dram:
article_id=457813

Der Deutschlandfunk berichtet über die Aufarbeitung des "tödlichsten deutschen Angriffs seit 1945" vor zehn Jahren in Afghanistan, für den bis heute niemand die Verantwortung übernommen habe. "Zwei Bomben ließ der deutsche Oberst Klein am 4. September 2009 auf zwei Lkw abwerfen, die in Afghanistan im Kundus-Fluss feststeckten. Viele Dutzend Menschen wurden dabei getötet – darunter fast nur Zivilisten. Doch bis heute hat niemand für den tödlichsten deutschen Angriff seit 1945 Verantwortung übernommen."

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28.08.2019

"Krieg mit anderen Mitteln"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/sanktionen-krieg-mit-anderen-mitteln.1005.de.html?dram:article_id=45
7320

Der Islamwissenschaftler Fabian Goldmann meint, dass über die Folgen von wirtschaftlichen Sanktionen, die gegenwärtig so "populär wie nie" seien, viel zu selten gesprochen werde. "Ob Bomben oder Embargos, in beiden Fällen ist es meist die Zivilbevölkerung, die unter den Kollektivstrafen leidet. Wo früher Kriegsschiffe gegnerische Häfen blockierten und Belagerungsheere feindliche Städte aushungerten, berauben heute Dekrete, Verordnungen und Resolutionen Menschen ihrer Lebensgrundlage. Sanktionen sind keine Alternative zum Krieg. Sie sind Krieg – nur mit anderen Mitteln. (...) 'Wir denken, der Preis war es wert'. Mit diesen Worten rechtfertigte Ex-US-Außenministerin Madeleine Albright einst den Tod hunderttausender irakischer Kinder. Doch einen Wert haben Sanktionen oft nicht einmal, wenn man all ihre Toten ignoriert. Untersuchungen zeigen: Nicht einmal fünf Prozent der Strafmaßnahmen erreichen das gewünschte Ziel. Viel häufiger bewirken sie das Gegenteil: Diktatoren bauen ihre Macht aus, Repressionen nehmen zu, diplomatische Kanäle versiegen. Und wie im Irak folgt dem Krieg der Verordnungen nicht selten der Krieg der Bomben."

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19.08.2019

"Das BKA wäre gerne ein Geheimdienst"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/aktivist-semsrott-ueber-rechtsextremisten-listen-das-bka.1008.de.htm
l?dram:article_id=456751

Der Journalist und Aktivist Arne Semsrott kritisiert den Beschluss des Verwaltungsgerichts Wiesbaden, das Verfahren zur Herausgabe der von Rechtsextremisten erstellten Namenslisten einzustellen. "Der Journalist kritisiert: 'Das BKA darf sich nicht aus der Verantwortung stehlen.' Als ein Hauptproblem sieht Semsrott: 'Ich habe den Eindruck – und das hat man auch im Gerichtssaal gesehen –, dass das BKA sich weniger als normale Behörde versteht, sondern vielmehr gerne ein Geheimdienst sein würde. Und auch der Richter hat gesagt, dass das BKA im Vorfeld herumgeeiert hat und nebulös geantwortet hat.' Das BKA habe einfach noch nicht begriffen, dass es durch das Informationsfreiheitsgesetz eigentlich zu mehr Transparenz verpflichtet ist. (...) Nicht nachvollziehbar ist für Semsrott das Argument des BKA, durch eine Veröffentlichung von Namenslisten werde unnötig Angst oder gar Panik bei den Betroffenen geschürt. Denn: Die meisten Betroffenen fühlten sich mehr durch die Intransparenz verunsichert."

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19.08.2019

"Leben in ständiger Angst"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/rechtsterrorismus-leben-in-staendiger-angst.976.de.html?dram:article
_id=456698

Dena Kelishadi berichtet über ihr Gespräch mit einer Journalistin, die nach einem Drohbrief fürchtet, auf einer sogenannten "Todesliste" der rechtsextremen Gruppe Nordkreuz zu stehen. "Gamze Dalaman [, die eigentlich anders heißt,] und zwei ihrer Angehörigen sollen ermordet werden. Das stand auf einem Drohbrief, unterschrieben mit NSU 2.0 und mit Hakenkreuzen versehen. Das weiß sie von der Polizei, sie haben sie darüber informiert. (...) Gamze Dalamans Vertrauen in die Sicherheitsbehörden ist schon seit Längerem erschüttert. Sie befasst sich seit Jahren intensiv mit Rechtsextremismus, tauscht sich unter anderem mit Aktivisten aus. Sie berichten ihr, die Polizei sehe bei Angriffen von rechts bewusst weg, tue nichts oder handle selber rassistisch. Hinzu kommt, dass Verbindungen zwischen rechtsextremen Aktivitäten und Vorfällen in deutschen Polizeibehörden derzeit wieder kontrovers in der Öffentlichkeit diskutiert werden. 'Die Polizei ist für mich kein Ansprechpartner. Ich habe einfach gemerkt, wie inkompetent die sind. Klar, bei manchen Dingen muss man sie informieren, bei Einbruch, damit das festgehalten wird für die Versicherungen. Aber wenn ich einen Hinweis finden würde, der zu dem Täter führt, würde ich damit nicht zur Polizei gehen, sondern eher zu linken Recherche-Netzwerken.'"

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08.07.2019

"Das Märchen von der verführten Dschihadistin"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutsche-frauen-im-is-das-maerchen-von-der-verfuehrten.976.de.html?d
ram:article_id=453314

Nach der erstmaligen Verurteilung einer deutschen IS-Rückkehrerin hinterfragt Jennifer Stange die Behauptungen vieler Dschihadistinnen, die in Syrien und Irak keine aktive terroristische Rolle gespielt haben wollen. "'Es gibt jetzt schon Jokes, auch bei den Kurden: Ja, ja, die Frauen haben nur gekocht und die Männer haben nur Laptops zusammengebaut. Keiner will ja irgendwas gewesen, sein, das kennen wir ja.' Claudia Dantschke lieferte als Journalistin und Arabistin rund zwei Jahrzehnte Analysen über die islamistische Szene in Deutschland. Mittlerweile leitet sie die Beratungsstelle Hayat. Hier können sich Personen und Angehörige von denjenigen hinwenden, die sich dem militanten Dschihadismus angeschlossen haben, in Konfliktregionen ausgereist, oder zurückgekommen sind. (...) Medien haben mit Hinweisen auf Liebeleien der Frauen dankbar aufgegriffen und so zu einem Bild beigetragen, in der sich Rückkehrerinnen selbst gerne sehen: als unschuldige Ehe-, Hausfrauen und Mütter. (...) Claudia Dantschke ist misstrauisch: 'Es mag in dem einen oder anderen Fall sein, dass ein Mädchen sich radikalisiert, weil sie den Jungen gefallen will und den Jungen liebt. Aber die Mädchen radikalisieren sich genauso wie die Jungen, eigenständig, aus ihrer privaten Motivation heraus, aus ihrer Lebenssituation heraus und aufgrund dieses Angebots.'"

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18.06.2019

"Terror, Taktik, Taliban"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/afghanistans-weg-aus-dem-krieg-terror-taktik-taliban.979.de.html?dra
m:article_id=451389

Wie könnte Afghanistans Weg aus dem jahrelangen kriegerischen Auseinandersetzungen aussehen, fragt Bernd Musch-Borowska auf Deutschlandfunk Kultur. "Nach UN-Angaben wurden im vergangenen Jahr in Afghanistan 4000 Zivilisten getötet, mehr als 7000 wurden verletzt. Gleichzeitig laufen die Gespräche zwischen den USA und den Taliban mit dem Ziel das Land zu befrieden. Mit Aussicht auf Erfolg?"

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29.05.2019

"Erinnern ist tabu, auch nach 30 Jahren"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/tiananmen-massaker-in-china-erinnern-ist-tabu-auch-nach-30.979.de.ht
ml?dram:article_id=449961

Axel Dorloff und Steffen Wurzel berichten über die Verarbeitung des Massaker am Platz des Himmlischen Friedens durch Exil-Chinesen und jenen, die ihre Heimat nach dem Massaker nicht verlassen wollten oder konnten. "Biografien wie die von Zhang Wei gibt es in China hunderttausendfach. Männer und Frauen, die Ende der 1980er als junge Menschen an eine politische Öffnung des Landes glaubten, sich selbst engagierten und auf politische Reformen hofften. Die am 4. Juni und in den Wochen danach aber jäh aus ihren Träumen gerissen wurden – und trotzdem weitermachen mussten. Heute hat Zhang eine Tochter, die selbst Studentin ist. Auch, wenn sie sich – wie er sagt – kaum für das interessiert, was vor 30 Jahren passiert ist, will er die Erinnerung an die Wochen von damals lebendig halten. 'Über die Geschehnisse damals zu sprechen ist unsere nationale Pflicht. Aber wer tut es denn schon? Die Regierung aus welchen Gründen auch immer jedenfalls nicht. Jeder einzelne sollte aber darüber sprechen. Das ist riskant. Aber als jemand, der damals dabei war und heute 50 ist, fühle ich mich verpflichtet, darüber zu sprechen. Für mich und für meine Tochter. Solange dieses Kapitel nicht geschlossen werden kann, wird diese Regierung nicht respektiert werden von den Menschen.'"

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29.05.2019

"Datensammlungen sind vor Regierungen nie sicher"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/marina-weisband-ueber-die-digitale-revolution.1008.de.html?dram:arti
cle_id=449998

Dieter Kassel im Gespräch mit Marina Weisband, ehemalige politische Geschäftsführerin und ehemaliges Mitglied des Bundesvorstands der Piratenpartei Deutschland über die digitale Revolution und deren Auswirkungen auf die Demokratie. "Zum Schutz der Demokratie sind aus ihrer Sicht eine gestärkte Zivilgesellschaft, eine bessere Vernetzung in den Kommunen und dezentrale Netzwerke notwendig: 'Das bedeutet, eigentlich sollte jeder seine Daten bei sich liegen haben, und sie sollten nur abgefragt werden, wenn sie gebraucht werden. Außerdem sollte die Zivilgesellschaft die physische Infrastruktur besitzen und demokratisch verwalten. Da spreche ich wirklich von Kabeln.'"

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01.04.2019

"Kleidung mit Konfliktpotenzial"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/ausstellung-contemporary-muslim-fashions-kleidung-mit.1013.de.html?d
ram:article_id=445214

Juliane Orth lässt Kritiker und Befürworter der Ausstellung "Contemporary Muslim Fashions" zu Wort kommen. "Die Exponate waren gerade mal im Museum Angewandte Kunst eingetroffen, da hagelte es schon heftige Kritik. Eine Gruppe von Migrantinnen schrieb einen offenen Brief an Museumsleiter Matthias Wagner K., er biete dem Kleidungsdiktat eine Plattform. Die Ausstellung sei ein Schlag ins Gesicht von Frauenrechtlerinnen und mache sich mit der Religionspolizei in islamischen Ländern gemein. (...) Mit der Darstellung von verschleierten Frauen übernehme das Museum das rückwärtsgewandte Frauenbild islamischer Staaten. Die Rechtsanwältin und Frauenrechtlerin Seyran Ates klagte in der 'EMMA', die Veranstalter verkauften sich für viel Geld an die Textilindustrie und die Islamisten, die am liebsten alle Frauen dieser Welt verhüllen würden. Und auch die FAZ sah das Museum Angewandte Kunst auf Abwegen und schrieb von Toleranz, die blind mache. (...) Für [Museumsleiter Matthias Wagner K.] hat die Ausstellung aber eine ganz andere Intention: 'Insgesamt kann man sagen, dass alle, die in diesem Bereich arbeiten und das sind Designerinnen aus dem mittleren Osten, Malaysia, Indonesien, aus den USA und Europa, dass ihnen gemein ist, eine Mode vorzustellen, bei der es ganz klar um die Selbstbestimmung der Frau geht.'"

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25.03.2019

"Dollarregen für die Pfalz"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/usa-investieren-in-ramstein-dollarregen-fuer-die-pfalz.1001.de.html?
dram:article_id=444499

Das US-Militär will entgegen einer Ankündigung von Präsident Trump massiv in den Militärstützpunkt Ramstein in der Westpfalz investieren, berichtet Nana Brink. "Der Kommandeur der Air Base Ramstein, General Mark August, bestätigt gegenüber Deutschlandfunk Kultur, dass demnächst 700 Air Force-Angehörige in die Region verlegt werden. Insgesamt sollen 1.500 zusätzliche US-Soldaten nach Deutschland kommen. Immer noch ist der Flughafen in Ramstein die wichtigste Drehscheibe für alle amerikanischen Operationen in Richtung Afrika oder den Nahen Osten. (...) Anja Pfeiffer [Bürgermeisterin von Weilersbach] blickt aus dem Fenster des Containers auf riesige Kräne und Bagger, die durch die rote Pfälzer Erde pflügen. Für eine Milliarde Dollar entsteht hier ein neues Krankenhaus für rund 50.000 amerikanische Militärangehörige in Europa: 120 Untersuchungsräume, 40 Fachabteilungen, neun Operationssäle. So etwas haben auch die USA noch nie gebaut, wie Brad Dunbar von der Defense Health Agency erklärt, die das Krankenhaus plant: 'Das ist das größte Militärkrankenhaus außerhalb der USA'."

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20.03.2019

"Es sind unsere Terroristen"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/deutschland-und-der-is-es-sind-unsere-terroristen.1005.de.html?dram:
article_id=444019

Der Islamwissenschaftler Fabian Goldmann meint in der Debatte über eine Rückkehr deutscher IS-Kämpfer aus Syrien und Irak, dass die Bundesrepublik diese Terroristen einst "wissentlich" exportiert habe. "Natürlich entstand der Islamische Staat nicht in deutschen Fußgängerzonen. Zur deutschen Verantwortung gehört aber auch, dass Politiker und Behörden lange wegschauten, solang nur die Täter, aber nicht die Opfer Deutsche waren. Behörden wissen und wussten erschreckend gut Bescheid über die Radikalisierung deutscher Islamisten. Ein Großteil der späteren IS-Kämpfer war polizeibekannt, stand auf Gefährderlisten oder hatte wegen islamistischer Straftaten bereits Haftstrafen verbüßt. An der Ausreise gehindert wurden sie oftmals dennoch nicht. Die Gefahr, die von deutschen Terroristen ausgeht, interessierte Politik und Öffentlichkeit erst dann wieder, als ihre Einreise drohte."

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12.02.2019

"Oleg Transport"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/der-fall-senzow-und-die-annexion-der-krim-oleg-transport.3720.de.htm
l?dram:article_id=436573

Deutschlandfunk Kultur stellt das Radiofeature "Oleg Transport" samt Textversion online zur Verfügung. Am Fall des verschleppten ukrainischen Filmregisseurs Oleh Hennadijowytsch Senzow wird die Annexion der Krim und ihre Folgen beschrieben. "Die russische Annexion der Krim wird in nicht einmal vier Wochen vollzogen. Die Aktion verläuft scheinbar unspektakulär, ohne größere Gewaltanwendung und scheinbar ohne nennenswerte Opfer. Quasi über Nacht werden rund zwei Millionen ukrainische Krim-Bewohner zu Russen. Nicht alle sind damit einverstanden. Der in Simferopol geborene ukrainische Filmregisseur Oleg Senzow ist der wohl bekannteste Gegner der Annexion. Im Mai 2018, kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland, tritt er in einen Hungerstreik. Er will vor den Augen der Weltöffentlichkeit für die Freilassung der ukrainischen politischen Gefangenen aus russischen Gefängnissen demonstrieren. Zunächst ohne Erfolg."

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22.01.2019

"Lynchmorde an Muslimen"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/organisierter-hass-in-indien-lynchmorde-an-muslimen.979.de.html?dram
:article_id=438575

Antje Stiebitz berichtet auf Deutschlandfunk Kultur über ihre Recherche zur Gewalt gegen Muslime in Indien. "In Nordindien wurde ein Moslem von einem hinduistischen Mob getötet. Es ist ein Beispiel von vielen für die Radikalisierung der hinduistischen Mehrheit im Land. Für unsere Autorin war das eine ihrer bislang gewaltintensivsten Recherchen."

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22.01.2019

"Viele Absichtserklärungen, wenig Konkretes"

https://www.deutschlandfunk.de/aachener-vertrag-viele-absichtserklaerungen-wenig-konkretes.720.de.html?dr
am:article_id=439031

Nirgends auf der Welt gebe es zwei Staaten, die sich in vergleichbarer Weise wie Frankreich und Deutschland aneinander gebunden hätten, konstatiert Jürgen König in seinem Beitrag zum Abschluss des Aachener Vertrags zwischen den beiden Ländern. "Ob heute ein 'historischer' Vertrag unterschrieben wurde, wird davon abhängen, mit wie viel Leben man ihn füllen wird. Denn er enthält letztlich nichts als Absichtserklärungen, Willensbekundungen: Die deutsch-französische Zusammenarbeit soll 'intensiviert', 'verstärkt', 'vertieft', 'ausgeweitet' werden. Gleichwohl: Einzigartig ist der 'Aachener Vertrag' als Grundsatzpapier schon jetzt – gibt es doch nirgends auf der Welt zwei Staaten, die sich in vergleichbarer Weise aneinandergebunden haben, sich, wo nicht zu gemeinsamem Vorgehen, so doch zumindest zu gegenseitigen Konsultationen verpflichtet haben – auf nahezu allen Gebieten.„

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21.01.2019

"Ein fast revolutionärer Meilenstein"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/elysee-2-0-ein-fast-revolutionaerer-meilenstein.1005.de.html?dram:ar
ticle_id=438736

Jörg Himmelreich kommentiert die Neuauflage des Élisée-Vertrags, der pünktlich zum Jahrestag des deutsch-französischen Abkommens in Aachen unterzeichnet werden soll. "Mit 'Élysée 2.0', wie der Aachener Vertrag auch genannt wird, vereinbaren die Bundesrepublik und Frankreich eine vertiefte Kooperation der beiden Regierungspolitiken und eine Integration beider Gesellschaften, wie sie sonst zwischen keinen anderen EU-Mitgliedstaaten besteht: ein gemeinsamer Wirtschaftsraum mit grenzüberschreitender Arbeitsvermittlung, mit gemeinsamen Gesundheitseinrichtungen und Gewerbezonen gehört genauso dazu wie gegenseitige Anerkennung von Schulabschlüssen und gemeinsamen Kindertagesstätten. Eisenbahnen und digitale Netze sollen eng miteinander verknüpft werden. Auch soll ein deutsch-französisches Parlament mit je 50 Vertretern der Parlamente beider Länder eingerichtet werden, um Gesetzesvorhaben gemeinsam abzustimmen. Diese fast revolutionären Meilensteine innenpolitischer Reformen setzen sich in der Vertiefung einer gemeinsamen Sicherheits- und Außenpolitik fort. So will sich Frankreich für einen ständigen Sitz der Bundesrepublik im UN-Sicherheitsrat einsetzen. Diese nur scheinbare Petitesse ist deswegen bemerkenswert, weil damit die bisherige Position aufgegeben wird, einen gemeinsamen EU-Sitz für dieses so wichtige UN-Gremium zu fordern."

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27.12.2018

"Frauen halten die Szene zusammen"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/salafisten-netzwerk-frauen-halten-die-szene-zusammen.1001.de.html?dr
am:article_id=436887

Joseph Röhmel macht auf die lange Zeit unterschätzte Rolle von Frauen in den Salafisten-Netzwerken aufmerksam. "Nordrhein-Westfalen zählt landesweit rund 3000 Salafisten. Vermehrt registrieren die dortigen Sicherheitsbehörden, dass insbesondere Frauen wichtige Rollen übernehmen, weil wichtige männliche Protagonisten der Szene in Syrien getötet wurden oder in Deutschland in Haft sitzen. Frauen verbreiten salafistische Propaganda im Netz, rekrutieren neue Anhänger und betreiben auch salafistische Gefangenenhilfe. 550 aktive Frauen seien es aktuell in NRW, sagt Freier."

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12.12.2018

"Ein Problem der Exklusion nicht der Religion"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/attentat-von-strassburg-ein-problem-der-exklusion-nicht-der.1008.de.
html?dram:article_id=435774

Der frühere Frankreich-Korrespondent des Deutschlandfunks, Burkhard Birke, führt die Radikalisierung des Täters von Straßburg dagegen nicht auf dessen Religion zurück, sondern macht die Tatsache verantwortlich, dass Menschen wie Chérif C "am Rande der Gesellschaft leben". "'Es ist weniger ein Problem der Religion sondern der Exklusion.' Zwar gebe es keine Statistik darüber, wie groß der Anteil der Muslime an den Menschen ist, die in Frankreich inhaftiert sind, Experten würden aber schätzen, dass 'fast die Hälfte der Gefängnisbevölkerung aus diesem Milieu ist'. Birke sagt, dass sei ein Zeichen der Ungleichheit. Diese Probleme würden in Frankreich derzeit an unterschiedlichen Stellen sichtbar. Auch die Mitglieder der Gelbwesten-Bewegung, die seit vier Wochen in Frankreich für höhere Löhne und niedrigere Steuern demonstrieren, seien 'Menschen, die sich ausgeschlossen fühlen'. Dass es soweit kam, sei die Schuld der französischen Politiker."

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10.12.2018

"Schlechtes Timing, falsche Tonart"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/kritik-am-un-migrationspakt-schlechtes-timing-falsche-tonart.1005.de
.html?dram:article_id=435337

René Cuperus hält Kritik am UN-Migrationspakt dagegen weiterhin für gerechtfertigt, da dort die "Schattenseiten der Migration" nicht angemessen berücksichtigt werden. "Historisch gesehen war und ist Migration tatsächlich oft wirtschaftlich sinnvoll für beide Seiten und Flucht humanitär unvermeidlich. Wer jedoch negiert oder leugnet, dass Migrationsprozesse mit großen Problemen und Risiken behaftet sind, ist nicht nur einem Wunschdenken verhaftet und ideologisch verblendet, sondern diskreditiert auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse von Historikern, Soziologen und Anthropologen. Sie zeigen nämlich, dass Migration ein tiefgreifendes, sowohl das Einwanderungsland als auch das Herkunftsland oft destabilisierendes und mit Spannungen und Konflikten einhergehendes, gesellschaftliches Phänomen ist. Anstatt dies zu reflektieren und darauf zu fokussieren, Migration überflüssig zu machen, idealisiert der Pakt sie generell. Wer für vollkommen offene Grenzen plädiert, bringt die europäischen Mittelschichtsgesellschaften in Gefahr. Maximalistische Migrationsbefürworter sind mitverantwortlich für gesellschaftliche Destabilisierung und Globalisierungsangst, gerade weil sie das Migrationsproblem nicht mit Verantwortungsethik betrachten. Die Vereinten Nationen sollten die Welt nicht destabilisieren, indem sie eindimensional die Migration preisen. Stattdessen sollten sie die Grundursachen für Migration beseitigen."

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06.12.2018

"Wir als Linke haben uns das selber zuzuschreiben"

https://www.deutschlandfunkkultur.de/thomas-ostermeier-zu-gelbwesten-wir-als-linke-haben-uns-das.1013.de.
html?dram:article_id=435279

Der Theaterregisseur Thomas Ostermeier hat die Gelbwesten-Proteste in Paris aus nächster Nähe beobachtet und spricht sich in diesem Interview trotz einiger rassistischer Töne und rechter Ideologien unter den Demonstranten für größeres Verständnis aus. "Ich muss Ihnen ganz ehrlich sagen, ich habe mich in den Jahren immer gewundert und ich wundere mich in Deutschland auch noch, warum die Leute, die seit zum Beispiel 20 Jahren keine reale Lohnsteigerungsentwicklung haben, wie das in Deutschland der Fall ist, warum die Leute das mit sich machen lassen und warum es noch so wenig ungeleiteten Hass oder ungeleitete Gewalt gibt. Das Problem, was viele westliche Gesellschaften haben, ist natürlich, dass wir erst mal von einer sozialdemokratischen Linken und einer gewerkschaftsnahen Linken oder einer sozialistischen Linken wenig zu erwarten hatten die letzten 20, 30 Jahre, und deswegen diese Bewegungen, weil es die Ungerechtigkeit gibt, weil es den Unmut gibt, weil es soziale Gewalt und Benachteiligung gibt, dass diese Bewegungen jetzt auf einmal ausbrechen und nachvollziehbarerweise ausbrechen. Ich glaube, wir haben uns das selber zuzuschreiben, und unsere Betroffenheit ist dann auch etwas heuchlerisch."

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