US-Soldaten in Afghanistan

Qantara


»http://de.qantara.de«

suche-links1 2 .. 9suche-rechts

08.07.2019

"Wo wollen sie hin?"

https://de.qantara.de/inhalt/konflikt-zwischen-den-usa-und-iran-wo-wollen-sie-hin

Ali Sadrzadeh bezweifelt, dass die Führung in Teheran mit den jüngsten Überschreitungen vereinbarter Grenzwerte des internationalen Atomabkommens eine wohl überlegte Strategie verfolgt. Die innenpolitischen Konsequenzen der verschärften Konfrontation mit den USA seien dagegen bereits erkennbar. "Planlosigkeit, wohin man schaut. Was aber gewiss ist, sind die amerikanischen Sanktionen, die zunehmend den Alltag der Iraner und Iranerinnen bestimmen. Fünfzig Prozent der Bevölkerung leben unter der offiziellen Armutsgrenze, stellte vor drei Wochen eine Parlamentskommission fest, die sich mit sozialen Fragen beschäftigt. Und diese Armen sollen nicht auf die Idee kommen, sich so zu benehmen, wie Trump es sich wünscht: nämlich für einen Aufstand gegen die Herrschenden auf die Straße gehen. Der Revolutionsführer hat die führenden Kommandanten der Revolutionsgarden und der Basidsch, der Volksmilizen, ausgetauscht. Die neuen Kommandanten haben die Zeichen der Zeit erkannt und bei ihrer Amtseinführung verkündet, sie würden Trumps Pläne im Innern des Iran zunichte machen. Mit anderen Worten: Künftig werden Proteste als Kollaboration mit dem Kriegsgegner gewertet."

Mehr lesen


02.07.2019

"Stabilität kann nicht der Maßstab sein"

https://de.qantara.de/inhalt/iranische-aussenpolitik-stabilitaet-kann-nicht-der-massstab-sein

Die US-Regierung begründet ihre Sanktionspolitik gegenüber dem Iran u.a. mit der destabilisierenden Rolle, die Teheran in der Region spiele. Ulrich von Schwerin hält dieses Argument nicht für überzeugend. "Tatsächlich verfolgt der Iran aggressiv seine Interessen in der Region und unterstützt verschiedene Milizen und Parteien, um in Syrien, Irak, Libanon und Jemen seinen Einfluss auszuweiten. Allerdings ist er mit dieser Politik keineswegs allein. Vielmehr gleicht er darin Saudi-Arabien, den Emiraten, Qatar und der Türkei, die selbst direkt oder indirekt in den Konflikten der Region interveniert sind, um ihre Interessen zu verteidigen und ihren Einfluss zu erweitern. (...) Gerade Riad ist bei der Verfolgung seiner Interessen kaum weniger aggressiv und rücksichtslos als der Iran. Würde es nicht zynisch klingen, könnte man sagen, dass Teherans Verhalten im Mittleren Osten durchaus 'normal' sei. (...) Wie ambivalent aber das Kriterium der 'Stabilität' ist, zeigt der Bürgerkrieg in Syrien. Denn mit seiner Unterstützung von Baschar al-Assad gegen die Aufständischen setzt sich Teheran hier für den Erhalt des Status quo ein. Zurecht würde dennoch kaum jemand im Westen in diesem Fall Stabilität mit Legitimität gleichsetzen wollen. Wie in den meisten Ländern der Region bedeutet der Status quo hier vielmehr Repression und Gewaltherrschaft."

Mehr lesen


18.06.2019

"Der 'Sohn des Imams' will es besser machen"

https://de.qantara.de/inhalt/buergermeisterwahl-in-istanbul-der-sohn-des-imams-will-es-besser-machen

Marian Brehmer porträtiert den Istanbuler Bürgermeisterkandidaten Ekrem İmamoğlu der türkischen Oppositionspartei CHP. "Nach nur 17 Tagen im Amt hofft Ekrem İmamoğlu von der republikanischen Volkspartei seinen Bürgermeistertitel in Istanbul wiederzuerlangen. Wer ist dieser Mann und warum ist seine mögliche Wiederwahl schicksalshaft für die Türkei?"

Mehr lesen


11.06.2019

"Die wahren Feinde des Arabischen Frühlings"

https://de.qantara.de/inhalt/militaerdiktaturen-in-der-islamischen-welt-die-wahren-feinde-des-arabischen-
fruehlings

Ali Anouzla schreibt auf Qantara über die Rolle der Militärdiktaturen in der islamischen Welt, neun Jahre nach dem Ausbruch des Arabischen Frühlings. "Damit die Menschen in der arabischen Welt sich aus dem Joch der Militärherrschaft befreien können, muss ein neues Gleichgewicht zwischen den politischen und gesellschaftlichen Kräften und dem Militär gefunden werden. Doch auch Jahre nach dem Arabischen Frühling scheint dieses Ziel in weiter Ferne."

Mehr lesen


04.06.2019

"Ägyptens Regierung werkelt am neuen Menschen"

https://de.qantara.de/inhalt/abdel-fattah-al-sisis-neue-gesellschaftsutopie-aegyptens-regierung-werkelt-a
m-neuen-menschen

Hinter den Fortschrittsparolen der Ägyptischen Regierung hinsichtlich eines großen zivilisatorischen Aufbruchs sei das Bestreben erkennbar, unterwürfige Bürger heranzuzüchten, konstatiert Joseph Croitoru auf Qantara. "In Ägypten herrscht ideologische Generalmobilmachung. Es geht um nicht weniger als den 'Aufbau des neuen ägyptischen Menschen' – so ist die Kampagne überschrieben, für welche die Regierung wie auch Staatschef Abdel Fattah al-Sisi persönlich seit Monaten ohne Unterlass werben. Auf dieses zivilisatorische Großprojekt, das insbesondere auf die junge Generation zielt, dürften ihre Eltern und Großeltern allerdings mit einer gewissen Portion Skepsis blicken. Denn die Heranzucht eines idealtypischen 'neuen ägyptischen Menschen' hatten sich die Herrschenden am Nil auch früher schon vorgenommen – und waren damit gescheitert."

Mehr lesen


28.05.2019

"Zukunft ungewiss"

https://de.qantara.de/inhalt/autonomieregion-kurdistan-im-nordirak-zukunft-ungewiss

Dara Alani berichtet aus der Universitätsstadt Sulaimaniyya in der Autonomen Region Kurdistan-Nordirak über die zum Teil desolate Lage der Bevölkerung. "In der Region Kurdistan-Nordirak macht sich vor allem bei der jüngeren Generation zunehmend Resignation und Pessimismus breit. Vor allem der ökonomische Stillstand, die grassierende Jugendarbeitslosigkeit und die Allmacht der Clans lässt sie verzweifeln."

Mehr lesen


21.05.2019

"Explosiver Hass"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-der-indischen-schriftstellerin-arundhati-roy-explosiver-hass

Qantara im Gespräch mit der indischen Schriftstellerin Arundhati Roy "über die ungebrochene Popularität des Hindu-Nationalismus in Indien, den Hass auf Muslime und den doppelbödigen Umgang des Westens mit Premierminister Narendra Modi."

Mehr lesen


13.05.2019

"Wir sind es leid, zu warten"

https://de.qantara.de/inhalt/westsaharakonflikt-wir-sind-es-leid-zu-warten

Hugo Flotat-Talon berichtet von seinem Besuch in algerischen Flüchtlingslagern, bei denen er mit vielen Bewohnern ins Gespräch gekommen sei. "Der Streit um die Westsahara schwelt seit über 40 Jahren. In den Flüchtlingslagern in Algerien macht sich bei vielen Menschen zunehmend Resignation breit, die seit Jahrzehnten auf eine Lösung durch die Vereinten Nationen hoffen."

Mehr lesen


13.05.2019

"Vom 'Nahost-Friedensprozess' zum 'Iran-Kriegsprozess'"

https://de.qantara.de/inhalt/regionale-neuordnung-des-nahen-und-mittleren-ostens-vom-nahost-friedensproze
ss-zum-iran?nopaging=1

Die wachsende Furcht der Länder des Arabischen Golfs vor dem steigenden regionalen Einfluss des Iran spiele israelisch-amerikanischen Plänen in die Hände, schreibt Khaled Hroub auf Qantara. "Der israelisch-amerikanische Schulterschluss gegen den Iran soll vor allem Israel mit den Ländern des Arabischen Golfs zusammenbringen. Im Kern instrumentalisiert dieser Prozess saudische und emiratische Ängste und nutzt dabei deren Furcht vor Irans wachsendem Einfluss in der Region (...)"

Mehr lesen


13.05.2019

"Iran wird keine Kapitulationsverhandlungen führen"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-nahostexperten-volker-perthes-iran-wird-keine-kapitulation
sverhandlungen

Paul-Anton Krüger im Gespräch mit dem Direktor der Stiftung Wissenschaft und Politik, Volker Perthes, "über die Strategie der Amerikaner im Atomstreit mit Iran, die Chancen auf einen Regimewechsel und die Frage, ob Europa das Abkommen noch retten kann."

Mehr lesen


30.04.2019

"Das Freiluft-Gefängnis für Kritiker"

https://de.qantara.de/inhalt/menschenrechte-in-%C3%A4gypten-das-freiluft-gef%C3%A4ngnis-f%C3%BCr-kritiker

Ruth Michaelson dokumentiert den Fall der ägyptischen Aktivistin Amal Fathy, die wegen des Hochladens eines Videos in verschiedene soziale Netzwerken von ägyptischen Sicherheitskräften verhaftet und rechtskräftig verurteilt wurde. "Die ägyptische Regierung hat Zehntausende Regimekritiker inhaftiert, oft aus fadenscheinigen Gründen. Und selbst entlassene politische Gefangene sind nicht wirklich frei. Ruth Michaelson berichtet über den Fall einer ägyptischen Aktivistin aus Kairo."

Mehr lesen


29.04.2019

"Trau, schau, wem"

https://de.qantara.de/inhalt/europaeisch-libysches-verhaeltnis-trau-schau-wem

David Ehl betrachtet auf Qantara das europäisch-liybsche Verhältnis und beobachtet im Agieren des französischen Präsidenten Macron eine von der EU abweichende Sonderlinie. "Die Bundesregierung müsse "alles daran setzen, die Italiener und die Franzosen zu einer gemeinsamen Linie zu bringen", forderte der außenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Omid Nouripour. 'Die Franzosen müssen verstehen, dass man innerhalb der Europäischen Union um einen Interessenausgleich bemüht sein muss', sagte Nouripour. 'Wenn es darum geht, dass man eine gemeinsame Linie in Libyen findet, müssen die Franzosen und die Italiener zu einer Lösung kommen, die beide Interessen ein Stück weit berücksichtigt.' Es sei der Job der Bundesregierung, das den französischen Freunden klarzumachen, so der Grünen-Politiker."

Mehr lesen


15.04.2019

"Hoffen auf den Wandel"

https://de.qantara.de/inhalt/nach-dem-sturz-omar-al-baschirs-im-sudan-hoffen-auf-den-wandel

Seit dem Sturz von Präsident Omar al-Baschir befinde sich der Sudan in einer "prekären Ausgangslage", schreibt Karim El-Gawhary. Opposition und Militär seien offenbar auf gegenseitige Unterstützung angewiesen. "Einerseits benötigt das Militär die Legitimation durch die Demonstranten, um international Anerkennung und vor allem die für das Land so dringend benötigte finanzielle Unterstützung zu finden. Andererseits braucht die Opposition die Institution des Militärs, um Reformen landesweit durchzusetzen und das alte Regime auszuhebeln."

Mehr lesen


12.04.2019

"Die Wiedergeburt des Tahrir-Platzes"

https://de.qantara.de/inhalt/proteste-gegen-autoritäre-herrschaft-in-der-arabischen-welt-die-wiedergebur
t-des-tahrir

Der libanesische Schriftsteller Elias Khoury glaubt angesichts der erneuten Proteste gegen autoritäre Regierungen in der arabischen Welt nicht, dass sich der "Geist der Freiheit", der in der Arabellion zum Ausdruck gekommen sei, langfristig ersticken lasse. "Es schien, als würde die Niederschlagung des Arabischen Frühlings den Verlust des gerade neu entdeckten Horizonts bedeuten. Als würde dieses Scheitern die Rückkehr der arabischen Welt unter das Joch autoritärer, ölfinanzierter Militärregime einläuten und sein Vermächtnis in den Mühlen des sunnitisch-schiitischen beziehungsweise des iranisch-saudischen Konflikts zerrieben werden. Doch diese Niederlage bedeutet offensichtlich weder das Ende der Geschichte, noch kann sie den Weg für eine bessere Zukunft aufhalten. Die arabische Welt ist zwar an einem Tiefpunkt angelangt. Doch noch tiefer zu sinken, dürfte unmöglich sein. Ewig anhalten kann die derzeitige Misere aber auch nicht."

Mehr lesen


08.04.2019

"Schwieriger Balanceakt für Erdoğan"

https://de.qantara.de/inhalt/unterdrueckung-der-uiguren-in-china-schwieriger-balanceakt-fuer-erdogan

Die Türkei hat nach langem Zögern den chinesischen Umgang mit der muslimischen Uiguren-Minderheit offen kritisiert. Der türkische Politikexperte Selçuk Çolakoğlu ist der Ansicht, dass Präsident Erdogan diesen Schritt vor allem aus wahltaktischen Überlegungen unternommen habe. "'Seit Jahresbeginn hat es in der Türkei eine Zunahme von Protesten der nationalistischen Unterstützer der oppositionellen Iyi-Partei und der Saadet-Partei gegeben', sagt der Direktor des Turkish Center for Asia Pasific Studies. 'Erdoğan ist zu dem Schluss gekommen, dass seine AKP Stimmen zu verlieren riskiert, wenn die Regierung an ihrem Schweigen zur Unterdrückung der Uiguren festhält.' (...) China hat rasch klar gemacht, dass eine weitere Kritik ihren Preis haben würde. Nach der Erklärung Ankaras rief Peking seine Bürger zu besonderer Wachsamkeit bei Reisen in die Türkei auf. Der chinesische Botschafter in Ankara, Deng Li, warnte zudem, dass öffentliche Kritik unter Freunden 'nicht konstruktiv' sei und das gegenseitige Vertrauen und die Wirtschaftsbeziehungen beschädigen könne. Kurz darauf schloss Peking ohne Angabe von Gründen sein Konsulat in der türkischen Hafenstadt Izmir, die eine der Endpunkte der neuen Seidenstraße werden soll."

Mehr lesen


20.03.2019

"Den Teufelskreis des Hasses durchbrechen"

https://de.qantara.de/inhalt/nach-dem-massaker-in-neuseeland-den-teufelskreis-des-hasses-durchbrechen?nop
aging=1

Der jordanische Publizist Mousa Barhouma stellt besorgt fest, dass es nach dem Anschlag von Christchurch erste Rufe nach Vergeltung gebe. Die Idee der Koexistenz verschiedener Religionen stehe kurz vor ihrem Ende. Dies sei auch auf die Versäumnisse führender Vertreter der Muslime, insbesondere im Westen, zurückzuführen. "[Diese] haben sich in der eigenen Community zu wenig für eine staatsbürgerliche Identität stark gemacht. Sie haben die Integration nicht genügend befördert und zu wenig danach gesucht, im Einklang mit den aufnehmenden Gesellschaften zu leben. Genauso wenig haben sie sich in den eigenen Reihen ausreichend gegen Extremismus engagiert oder der Tendenz Einhalt geboten, die Schuld für Missstände nur bei anderen zu suchen. Sie beklagen die durchaus vorhandene Islamophobie, haben sich jedoch selbst davon überzeugt, dass sie keinesfalls einen Einfluss auf deren stetige Zunahme haben. Nun ist die Islamophobie endgültig eskaliert. Auf der anderen Seite wurden hingegen keine ernsthaften Bemühungen unternommen, die Idee der religiösen Koexistenz mit einem realistischen politischen Programm auf der Basis von Gerechtigkeit und Chancengleichheit in die Realität umzusetzen."

Mehr lesen


11.03.2019

"Generalissimo Sisi"

http://https://de.qantara.de/inhalt/verfassungsaenderung-in-aegypten-generalissimo-sisi

Maged Mandour befürchtet, dass die geplante Verfassungsänderung in Ägypten dem Militär künftig erlauben könnte, rechtlich abgesichert gegen gewählte Regierungen und politische Gegner vorzugehen. "Durch die Änderung des Artikels 200, der die verfassungsrechtliche Rolle des Militärs regelt, werden die bisherigen Pflichten des Militärs um 'den Schutz der Verfassung, der Demokratie, des Staates und seiner säkularen Ordnung, sowie der persönlichen Freiheiten' erweitert. Dies gibt dem Militär das von der Verfassung garantierte Recht, einen Putsch durchzuführen und die direkte Militärherrschaft zu verhängen – insbesondere dann, wenn ein möglicher Wahlsieg von Islamisten die 'säkulare' Ordnung des Staates bedrohen sollte. Die geplante Verfassungsänderung ermöglicht es dem Militär sogar, Wahlergebnisse willkürlich außer Kraft zu setzen – unter dem Vorwand, damit die Verfassung, die Demokratie oder den Staat zu schützen. Ebenso streicht der Änderungsantrag zu Artikel 204 das Wort 'direkt' aus der bisherigen Formulierung 'direkter Angriff', wenn es darum geht, zu beschreiben, welche Vergehen gegen das Militär in die Zuständigkeit seiner Gerichte fallen. Dies erhöht die Macht des Militärs, Zivilisten zu verfolgen."

Mehr lesen


18.02.2019

"Der politische Geist der Arabellion"

https://de.qantara.de/inhalt/autoritaere-herrschaft-in-der-arabischen-welt-der-politische-geist-der-arabe
llion

Der Arabische Frühling habe einen "politischen Menschen" hervorgebracht, den die nun herrschenden Eliten nicht ignorieren können, konstatiert Emad Alali in seiner Analyse der autoritären Herschaft in der arabischen Welt. Der arabische Mensch sei auch heute noch politisch und sozial aktiv, so Alali. "Diesen politischen Aktivismus kann man beispielsweise in den sozialen Netzwerken, in politischen und gesellschaftlichen Blogs und Foren sowie in den Kommentaren zu bestimmten Themen in den verschiedenen Medien im Internet beobachten. Noch immer finden dort lebendige Diskussionen über politische, soziale, kulturelle und ökonomische Ereignisse statt. Der arabische politische Mensch hat weiterhin eine öffentliche Stimme. Seine Existenz ist deshalb so bedeutsam, weil er entscheidend für die Verankerung neuer politischer Systeme ist, die reformbereit und -fähig sind und den Interessen und Forderungen ihrer Bevölkerungen entsprechen können. Diese neuen Perspektiven ebnen den Weg für eine Rechtstaatlichkeit, die die Rechte aller Bürger bewahrt und schützt."

Mehr lesen


12.02.2019

"Irgendein Deal wird kommen"

https://de.qantara.de/inhalt/friedensgespraeche-mit-den-taliban-irgendein-deal-wird-kommen?nopaging=1

Emran Feroz berichtet auf Qantara über die Friedensgespräche mit den Taliban in Afghanistan. "Kabuls politische Elite ist angespannt. Während Washington seit geraumer Zeit mit den aufständischen Taliban in Qatar einen Friedensdeal aushandelt, fühlt sich die Kabuler Regierung übergangen. Einig sind sich aber alle Akteure, dass ein Frieden bald her muss."

Mehr lesen


21.01.2019

"Eine fragile Demokratie"

https://de.qantara.de/inhalt/innenpolitischer-machtkampf-in-tunesien-eine-fragile-demokratie?nopaging=1

Youssef Cherif beschreibt in seinem Essay auf Qantara.de den innenpolitischen Machtkampf in Tunesien und hofft auf Hilfe von Außen für das tunesische Demokratieexperiment. "Tunesiens Grabenkämpfe und nepotistische Politik fühlen sich ähnlich an. Noch kann das vielversprechendste demokratische Experiment der arabischen Welt einen politischen GAU abwenden, aber es braucht Hilfe. Lokale und internationale Vermittler haben Tunesien schon einmal aus der Krise geführt. Sie müssen es jetzt wieder tun."

Mehr lesen


16.01.2019

"Tunesiens Jugend sieht rot"

https://de.qantara.de/inhalt/acht-jahre-nach-der-jasminrevolution-tunesiens-jugend-sieht-rot

Im Anlehnung an die französischen Gelbwestenproteste hat sich in Tunesien, acht Jahre nach der "Jasminrevolution" eine neue Protestbewegung formiert, berichtet Qantara. "Am 8. Dezember verbreiteten tunesische Aktivisten in den sozialen Medien eine offizielle Mitteilung, in der sie ankündigten, eine neue Graswurzelgruppe mit dem Namen 'Rotwesten' zu gründen. Diese Bewegung soll friedliche Proteste gegen die Regierung organisieren, die als unfähig angesehen wird, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu verbessern. Die Gruppe eifert damit den französischen 'Gelbwesten' nach – mit einem farblichen Unterschied: Denn das Rot der Westen leitet sich von der Farbgebung der tunesischen Nationalfahne ab."

Mehr lesen


02.01.2019

"Eine Welt voller Khashoggis"

https://de.qantara.de/inhalt/repressionen-gegen-journalisten-eine-welt-voller-khashoggis

Der Mord an dem saudischen Journalisten Jamal Khashoggi wie auch die vermutliche Straffreiheit der Drahtzieher hinter dem Verbrechen sei kein Einzelfall, konstatiert Daoud Kuttab auf Qantara. "Tatsächlich sind laut dem International Press Institute die Gewalt gegen Journalisten und die Straflosigkeit, mit der die Täter davonkommen, 'zwei der größten Bedrohungen für die Medienfreiheit in unserer heutigen Welt'. Regierungen verwenden häufig Zuckerbrot und Peitsche, um Journalisten auf Linie zu halten. Manchmal belohnen sie Journalisten dafür, dass sie die offizielle Linie einhalten, und bestechen sie finanziell oder auf andere Weise. Diejenigen jedoch, die sich nicht kaufen lassen, können den Verlust von Grundrechten (wie Passverlängerungen) erleiden, oder ihr Ruf wird ruiniert."

Mehr lesen


01.01.2019

"Uns verbindet mehr, als uns trennt"

https://de.qantara.de/inhalt/die-libanesisch-amerikanische-kuenstlerin-helen-zughaib-uns-verbindet-mehr-a
ls-uns-trennt

Yasmine Salam porträtiert die libanesisch-amerikanische Künstlerin Helen Zughaib, die sich in ihrer Arbeit nach den Anschlägen des 11. Septembers 2001 auf die Vermittlung positiver Bilder von Arabern und dem Nahen Osten konzentriert. "Auf die Frage, welche Rolle ihre Kunst bei der Überbrückung der kulturellen und intellektuellen Kluft zwischen Ost und West einnimmt, antwortete Zughaib: 'Ich denke, dass Kunst dorthin geht, wo Politik nicht hingehen kann. Kunst macht Unsichtbares sichtbar und verleiht Stimmlosen eine Stimme. Kunst schafft in jeder Form – ob Musik, Tanz oder Literatur – die Grundlage für einen Dialog. Sie hilft uns, einander Schritt für Schritt näher zu kommen, sodass wir letztlich herausfinden, dass uns mehr verbindet, als uns trennt. Sie tut dies auf mehr oder weniger subtile Weise, aber letztlich in der Hoffnung, dass wir einander zu respektieren lernen oder es zumindest schaffen, Unterschiede zu akzeptieren oder anzuerkennen.' Zughaib wehrt sich zwar gegen das Etikett einer 'politischen Künstlerin', aber sie scheut sich nicht, die Bedeutung der menschlichen Seite der arabischen politischen Aufstände und Konflikte anzusprechen."

Mehr lesen


10.12.2018

"'Islamische Menschenrechte' als Irrweg"

https://de.qantara.de/inhalt/70-jahre-menschenrechtserklaerung-islamische-menschenrechte-als-irrweg

Die iranische Friedensnobelpreisträgern Shirin Ebadi erläutert in diesem Essay, warum sie die Deklaration islamischer Menschenrechte für problematisch hält. "1990 haben die Außenminister der islamischen Länder die Kairoer Erklärung der Menschenrechte im Islam verabschiedet, die von den meisten islamischen Ländern, darunter der Islamischen Republik Iran, angenommen wurde. Wenn wir diese Erklärung als eigenen Weg der islamischen Länder bei der Umsetzung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte begreifen, dann ist sie unproblematisch. Wenn diese Länder ihre Erklärung aber als Gegenentwurf zur Allgemeinen Menschenrechtserklärung verstehen, sind sie auf einem Irrweg. Muslime, die sich selbst das Recht einräumen, auf der Grundlage ihrer Religion eine eigene Menschenrechtserklärung zu verabschieden, müssten dies auch den Anhängern anderer Religionen zugestehen. In der Folge würden eine Vielzahl von Menschenrechtserklärungen verkündet: eine jüdische, eine buddhistische und viele mehr. Dass dies nicht mit universell gültigen und einklagbaren Menschenrechten vereinbar wäre, liegt auf der Hand."

Mehr lesen


03.12.2018

"Mit Kanonen auf Spatzen"

https://de.qantara.de/inhalt/al-sisis-anti-terrorkampf-auf-dem-sinai-mit-kanonen-auf-spatzen

Tom Stevenson informiert über den Anti-Terrorkampf der ägyptischen Regierung auf der Halbinsel Sinai. "Die ägyptische Regierung hat ihre Militäroperationen auf der Sinai-Halbinsel verstärkt, um den dschihadistischen Aufstand endgültig niederzuschlagen. Doch obwohl bereits Hunderte gestorben sind, hält die Rebellion der radikalen Islamisten unvermindert an."

Mehr lesen


26.11.2018

"Die unbequeme Wahrheit über Saudi-Arabien!"

https://de.qantara.de/inhalt/die-folgen-des-khashoggi-mordfalls-die-unbequeme-wahrheit-ueber-saudi-arabie
n

Richard N. Haass überlegt, ob die Sanktionspolitik der USA gegen China nach dem Tiananmen-Massaker im Jahr 1989 auch eine Option für den Umgang mit Saudi-Arabien wäre. "Der ehemalige US-Außenminister James A. Baker zog kürzlich eine Parallele zur US-Politik gegen China im Jahr 1989, als der Pekinger Studentenprotest auf dem Tiananmen-Platz in einem Massaker endete. Die Regierung von George H.W. Bush bemühte sich damals, ausgewogen zu reagieren: Sie führte Sanktionen ein, um ihre Unzufriedenheit mit der chinesischen Regierung zu zeigen, hielt die Strafe angesichts der Bedeutung Chinas aber in Grenzen und ließ Kommunikationskanäle offen. Wäre eine ähnliche Politik auch gegen Saudi-Arabien realistisch?"

Mehr lesen


06.11.2018

"Die nächste Generation Terror?"

https://de.qantara.de/inhalt/is-kaempfer-in-irakischen-gefaengnissen-die-naechste-generation-terror

Die niederländische Autorin und Journalistin Judit Neurink berichtet von den Eindrücken ihres Besuchs in einer irakischen Jugendhaftanstalt. "Sozialarbeiter Majid und seine Kollegen versuchen, die Jugendlichen von weiteren Radikalisierungstendenzen fernzuhalten. (...) Zum Gefängnisangebot gehört ebenso Musik. Die war beim IS verboten. 'Doch wir mussten feststellen, dass einer unserer Musiker, der hier Klavier und Gitarre unterrichtet, doch erstaunlich beliebt bei den Jungs hier ist', berichtet Majid. UNICEF und andere internationale Hilfsorganisationen haben Majid und seine Kollegen in Methoden der Entradikalisierung ausgebildet. Doch die Arbeitsbedingungen sind problematisch. Das Gefängnis ist überbelegt. Und so ist es wohl unvermeidlich, dass islamistische Hardliner miteinander in Kontakt kommen und sich weiter radikalisieren. Eine gefährliche Konstellation. Schließlich schlug die Geburtsstunde des IS in einem irakischen Gefängnis."

Mehr lesen


05.11.2018

"Allein auf der 'Achse des Bösen'"

https://de.qantara.de/inhalt/us-sanktionen-gegen-den-iran-allein-auf-der-achse-des-boesen

Der Publizist Ali Sadrzadeh meint, dass der Iran im Weltbild der USA die Stelle der untergegangenen Sowjetunion eingenommen habe. Er erläutert die Strategien, mit denen Teheran auf die verschärfte Sanktionspolitik Washingtons reagieren wolle. "(...) die Machthaber in Teheran haben sich einiges einfallen lassen, um ihr wichtigstes Exportgut weiterhin an den Kunden bringen zu können. Mitte Oktober eröffnete der iranische Vizepräsident Ishagh Jahangiri in Teheran eine Börse, die in ihrer Art einmalig in der Welt sein dürfte. Sie nennt sich Energiebörse. Der Staat tritt dort als Verkäufer auf und bietet Erdöl an: zu verschiffen am Persischen Golf und pro Barrel bis zu fünf Dollar billiger als der Tagespreis auf dem Weltmarkt. Der Käufer bleibt anonym, damit die USA ihn nicht bestrafen können. Er muss allerdings kleine wendige Tankschiffe zur Verfügung haben. Diese Schiffe dürfen außerdem höchstens 37.000 Tonnen Öl laden und müssen ohne Navigation auf den Weltmeeren unterwegs sein, um nicht geortet werden zu können. Der Käufer zahlt im voraus 20 Prozent des Preises in iranischer Währung, den Rest nach dem Weiterverkauf des Öls in US-Dollar oder Euro."

Mehr lesen


17.10.2018

"Die Windmühlen der Mullahs"

https://de.qantara.de/inhalt/us-sanktionen-gegen-den-iran-die-windmuehlen-der-mullahs?nopaging=1

Am 4. November dieses Jahres will US-Präsident Donald Trump die von ihm angekündigten "beispiellosen Sanktionen" gegen den Iran "genauer definieren". Die Iraner, so der Autor dieses Artikels, würden dieser Ankündigung Trumps "mit einer Mischung aus Angst, Spannung und Ungewissheit" entgegensehen. "Die Herrschenden wissen, wie schwierig die kommenden Wochen sein werden. Sie haben sich gewappnet und führen dies den Ohnmächtigen vor. Revolutionsführer Khamenei sprach vor Kurzem in Teheran, im größten Fußballstadion des Landes, vor Hunderttausend Basidji, den gefürchteten paramilitärischen Verbänden, von einem bevorstehendem Krieg. Amerika wolle die Islamische Republik vernichten, so Khamenei: eine Rede, die die Anwesenden auf Kampf vorbereitete – aber nicht gegen Trump und andere Feinde im Ausland, sondern gegen die Unzufriedenen im eigenen Land. Denn anschließend zogen bewaffnete Motorradverbände nicht nur durch Teheran, sondern durch alle großen Städte des Landes. Man sei gewappnet, jegliche Unruhen niederzuschlagen, war die eindeutige Botschaft an jene, die irgendwelche Gedanken an Proteste hegen."

Mehr lesen


17.10.2018

"Niemand will den offenen Konflikt mit Saudi-Arabien"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-nahostexperten-guido-steinberg-niemand-will-den-offenen-ko
nflikt-mit-saudi

Diana Hodali im Gespräch mit dem Nahostexperten Guido Steinberg über die Zurückhaltung des Westens angesichts der vielen Indizien, die für die brutalste Version der Ermordung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi sprechen. "Ich glaube nicht, dass es in dieser Dreierkonstellation um Aufklärung geht, sondern darum, Zeit zu gewinnen und möglicherweise negative Folgen abzufedern. Die Türkei und auch die USA wollen keinen Konflikt mit Saudi-Arabien, stehen aber jetzt unter einem gewissen Druck, gegen die Saudis vorzugehen. In der Türkei sind das die starken Kreise in der der AKP, die mit der Muslimbruderschaft sympathisieren."

Mehr lesen


suche-links1 2 .. 9suche-rechts

Hier finden Sie die Redaktion der Sicherheitspolitischen Presseschau.

Mehr lesen

Internationales

Internationales

Europa, Asien, Afrika, Amerika und weltweite Phänomene und Institutionen. Die bpb bietet ein breites Angebot zu internationalen Themen.

Mehr lesen

Online-Angebot

Informationsportal Krieg und Frieden

Wo gibt es Kriege und Gewaltkonflikte? Und wo herrscht am längsten Frieden? Welches Land gibt am meisten für Rüstung aus? Sicherheitspolitik.bpb.de liefert wichtige Daten und Fakten zu Krieg und Frieden.

Mehr lesen auf sicherheitspolitik.bpb.de

Dossier

Innerstaatliche Konflikte

Vom Kosovo nach Kolumbien, von Somalia nach Süd-Thailand: Weltweit schwelen über 280 politische Konflikte. Und immer wieder droht die Lage gewaltsam zu eskalieren.

Mehr lesen

Zahlen und Fakten

Globalisierung

Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart.

Mehr lesen

Publikationen zum Thema

Coverbild Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Internationale Sicherheit im 21. Jahrhundert

Die internationale Sicherheit ist fragil und bedroht. Wie können und müssen demokratische Systeme ...

Internationale Sicherheitspolitik Cover

Internationale Sicherheitspolitik

Seit Ende des Ost-West-Konflikts hat sich die internationale Sicherheitspolitik deutlich verändert....

Zum Shop