US-Soldaten in Afghanistan

Tageszeitung


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15.01.2020

"Doppelte Standards"

https://taz.de/Linke-und-die-Ermordung-von-Soleimani/!5652548/

Ronya Othmann wirft in der Tageszeitung den Linken Kurzsichtigkeit in ihrer Reaktion auf die Ermordung des iranischen Generals Qasim Soleimani vor. "Wenn Linke das militärische Vorgehen der USA anprangern, zu Iran aber schweigen, dann sind das doppelte Standards. Als 2018 iranische Revolutionsgarden einen Raketenangriff auf eine Veranstaltung der Demokratischen Partei Kurdistan-Iran (DPKI) in der irakisch-kurdischen Stadt Koya verübten und 17 Menschen starben, war das Teilen der Linken keinen Hashtag, keinen Aufschrei wert."

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13.01.2020

"Ein Kiez unter Beobachtung"

https://taz.de/Leipzig-Connewitz-nach-Silvester/!5655161/

Helke Ellersiek berichtet aus Leipzig über die Folgen der Silvesternacht in Leipzig-Connewitz. "Der Kampf um Connewitz war von Beginn an einer um Freiräume. Mit denen könnte es nach der Silvesternacht endgültig vorbei sein, fürchten einige."

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04.01.2020

"Überprüfen oder abziehen"

https://taz.de/Debatte-ueber-Bundeswehreinsatz-im-Irak/!5653515/

Die Tageszeitung berichtet über die aktuelle deutsche Debatte zum Bundeswehreinsatz im Irak. "Nach dem US-Raketenangriff in Bagdad fordern die Grünen, Soldaten aus dem Irak zu evakuieren. SPD-Chefin Esken will den Einsatz erst mal nur überdenken."

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02.01.2020

"Vergesst Höcke!"

https://www.taz.de/!5648934/

Sabine am Orde verweist auf den Durchmarsch des Rechten Flügels in der AfD und begräbt die Hoffnung, die AfD könne sich in der Frage ihrer politischen Orientierung spalten. "Wohl eher wird ein Teil derer, die sich für gemäßigt halten, die Partei still verlassen, wie dies der sächsische Bundestagsabgeordnete Lars Herrmann kurz vor Weihnachten getan hat. Zweitens wird sich der Flügel-Kurs in der AfD weiter ausbreiten. Und dafür müssen gar nicht mehr Flügel-Leute in Schlüsselpositionen gelangen. Es sind genug da, die der Strömung nahestehen oder ihr zumindest keine Probleme machen und sich arrangieren. In einer Partei, deren Grundmythos darin besteht, dass alles gesagt werden darf, weil es anderswo unterdrückt werde, hat Radikalisierung es deutlich leichter als Mäßigung."

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30.12.2019

"Sie wollen ein anderes System"

https://taz.de/2019--Jahr-der-Proteste/!5653115/

Dominic Johnson beschreibt das verflossene Jahr 2019 als ein Jahr der Proteste. "Weltweit haben sich Menschen gegen korrupte und unfähige Regierungen erhoben. Mit Symbolpolitik lassen sie sich nicht mehr abspeisen."

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22.12.2019

"Ist schon wieder Frühling?"

https://taz.de/Aufstaende-in-Nordafrika-und-Nahost/!5647452/

Jannis Hagmann erläutert, warum der Westen auf die aktuellen Protestbewegungen in Nordafrika und Nahost spürbar gleichgültiger reagiert als auf den Arabischen Frühling von 2011. "Zunächst haben sich die Umbrüche 2019 in Ländern ereignet, die weit entfernt, ja sogar fremd erscheinen. Oder waren Sie schon einmal im Urlaub in Algerien? Tauchen am Roten Meer im Sudan? Wie Ihnen geht es auch den MultiplikatorInnen in den Medien. (…) Zweitens herrscht offenbar Resignation, was arabische Aufstände angeht. (…) Schließlich, drittens, hat auch der weltpolitische Zeitgeist seine Spuren hinterlassen. Unberechenbare Egomanen stellen mittlerweile die Demokratie im Westen selbst in Frage; von 'Demokratisierung' der Anderen mag kaum noch einer reden. (…) Sicher aber ist: Während die nuller Jahre als 'Krieg ­gegen den Terror' in die Geschichte eingingen, ist in den zehner Jahren im arabischen Raum ein Prozess in Gang geraten, der womöglich Jahrzehnte dauern wird und der – Ägypten hat es gezeigt – weder einem geradlinigen Verlauf folgt noch stets die gewünschten Ergebnisse hervorbringt. Gerade deshalb verdienen die Furchtlosen in Nahost und Nordafrika, die ihre Hoffnung auf ein freieres, würdigeres Leben nicht aufzugeben bereit sind, unsere Unterstützung – und ein wenig Geduld."

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18.12.2019

"Flucht am Frauentag"

https://taz.de/!5646412/

Shammi Haque berichtet über den Fall zweier Schwestern, die sich von ihrer saudi-arabischen Familie losgesagt und in Deutschland Asyl bekommen haben. "In Saudi-Arabien stehen Frauen lebenslang unter Vormundschaft. Oft wird diese missbraucht. Maha und Khulud ist es gelungen, ihrem Gefängnis zu entkommen."

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17.12.2019

"Invasion als chirurgischer Eingriff"

https://taz.de/30-Jahre-US-Einfall-in-Panama/!5650635/

Tobias Lambert erinnert an den Einmarsch von US-Truppen in Panama vor 30 Jahren. "Vor 30 Jahren setzte US-Präsident George H. Bush mit der Operation 'Just Cause' ('Gerechte Sache') die größte Luftlandeaktion seit dem Zweiten Weltkrieg in Gang. Mehr als 26.000 US-Soldaten überfielen das kleine, am Übergang von Zentral- und Südamerika gelegene Panama, um die Regierung des Militärmachthabers Manuel Noriega abzusetzen."

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16.12.2019

"Schlachtfeld international"

http://https://taz.de/Krieg-in-Libyen/!5650689/

Im Krieg in Libyen könnten sich Jürgen Gottschlich zufolge schon bald türkische Soldaten und russische Söldner feindlich gegenüberstehen. "Nach Angaben der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin befinden sich deutlich über 1.000 Söldner des privaten russischen Sicherheitsunternehmens Wagner in Libyen. Die Regierung in Tripolis spricht von 600 bis 800 Söldnern, die die Haftar-Truppen im Kampf um Tripolis unterstützen. (…) In dieser Gemengelage in Libyen könnten sich in wenigen Tagen dann auch türkische und russische Kombattanten gegenüberstehen, was allerdings auch hier – wie in Syrien – zu einem Deal zwischen Putin und Erdoğan führen könnte. Anfang Januar wird Putin zur Einweihung einer Gaspipeline in Ankara erwartet."

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12.12.2019

"Ja, der Titel ist reißerisch"

https://www.taz.de/!5645932/

Ronya Othmann hat mit dem Erziehungswissenschaftler Ahmet Toprak über dessen Buch "Muslimisch, männlich, desintegriert" gesprochen. "Meine These ist, dass die Eltern ihre Söhne so erziehen, dass sie auf die Gesellschaft nicht vorbereitet sind, vor allem nicht darauf, was in der Schule verlangt wird. Ordentlich, termingerecht, leise, das sind Dinge, die die Eltern den Mädchen beibringen, aber mit einer anderen Intention: Sie sollen eine gute Mutter und Hausfrau werden. Wenn sie Fehler machen, werden sie reglementiert. Der Junge dagegen darf Fehler machen. Er soll sich die Gefahren draußen ansehen. Er darf aufmüpfig sein, der Mutter widersprechen, aber dem Vater nicht. Das sind Dinge, die in der Schule nicht erwünscht sind. Weil das Mädchen im Vergleich zu Jungen stärker reglementiert wird, möchte das Mädchen sich durch den Bildungsaufstieg mehr Freiheiten erkämpfen. Diesen Druck hat der Junge nicht. Gleichzeitig sind die Ansprüche an den Jungen sehr hoch. Er soll später die Familie ernähren, Ausbildung, Studium, am besten Arzt werden. Das hat mit dem Erziehungsstil zu tun. Wenn die Eltern es besser wüssten, würden sie es anders machen."

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11.12.2019

"Beistand gegen Hass"

https://taz.de/Angefeindete-Buergermeisterin-in-Sachsen/!5645968/

Dorian Baganz berichtet über den Besuch von Bundespräsident Steinmeier im sächsischen Pulsnitz. "Zusammen mit dem sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer ist er hierher gekommen, um über das politische Klima in der Region zu sprechen. Und: Er will Lüke beistehen. Wir müssten wieder lernen, 'unterschiedliche Meinungen auszuhalten', sagt der Bundespräsident. Auch Lüke beklagt, bei vielen Menschen fehle 'jede Bereitschaft dafür, sich auf Sachargumente einzulassen'. Und noch etwas fehle in ihrer Region: Auf einem Gebiet von 78 Quadratkilometern gebe es lediglich zwei Streifenwagen, bemerkt die Bürgermeisterin. Eines der wenigen Einsatzfahrzeuge stattete ihr gerade einen Besuch ab. Ihr Haus war in der Nacht mit Eiern beworfen worden – wieder mal."

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10.12.2019

"Suu Kyi verteidigt Genozid"

https://taz.de/Gambia-verklagt-Myanmar/!5648223/

Die De-facto-Regierungschefin Myanmars, Aung San Suu Kyi, ist persönlich nach Den Haag gereist, um ihr Land gegen den Vorwurf des Genozids an den Rohingya zu verteidigen. "Es ist das erste Mal, dass Myanmars Militär sich vor einem unabhängigen Gericht für seine Gräueltaten gegen die muslimische Minderheit verantworten muss. Der Fall wurde von dem kleinen islamischen westafrikanischen Staat Gambia angestrebt und wird von der Organisation Islamischer Kooperation unterstützt. Die meisten Birmesen hatten zuvor von Gambia noch nie gehört. 'Die Anhörungen diese Woche vor dem Internationalen Gerichtshof sind ein Meilenstein auf der Suche nach Gerechtigkeit für einige der schockierendsten Gräueltaten unserer Zeit', erklärte Michael McGrath, Myanmar-Direktor der Nichregierungsorganisation Save the Children."

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09.12.2019

"Rechtsextreme Matrjoschka-Puppe"

https://taz.de/!5644312/

Floris Biskamp, Politikwissenschaftler und Soziologe an der Universität Tübingen, hält die AfD aus demokratischer Sicht für "gefährlicher, als es die NPD je war", da die "in ihrem Innern von rechtsextremen Kräften dominierte" Partei keine "marginalisierte Splitterpartei" sei, sondern in den kommenden Jahren eher an politischem Gewicht gewinnen dürfte. Eine rechtsextreme Partei sei die AfD jedoch nicht: "Gegen eine Kategorisierung der ganzen AfD als rechtsextreme Partei spricht, dass sich entsprechende Positionen in den offiziellen programmatischen Dokumenten der Gesamtpartei nur in Spuren finden. Dasselbe gilt auch für die regelmäßig geleakten internen Papiere und Korrespondenzen des Vorstands. Ein Vergleich mit Dokumenten der NPD zeigt bei der AfD ein Bekenntnis zu den demokratischen Institutionen, das deutlich über das zur taktischen Täuschung der wehrhaften Demokratie notwendige Minimum hinausgeht. (…) Die AfD erweist sich als Matrjoschka-Puppe: Im Innern sitzen rechtsextreme Kräfte, die 'Selbstverharmlosung' (Götz Kubitschek) betreiben, indem sie sich fürs Erste hinter rechtsradikalen Kräften verstecken. Diese wie­derum verbergen sich hinter einer bürgerlich-konservativen Selbstdarstellung, aus der heraus sie Koalitionsofferten an die Union machen."

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06.12.2019

"Revolte auf drei Rädern"

https://taz.de/Protest-im-Irak/!5643962/

Karim El-Gawhary berichtet in seiner Reportage über die andauernden Proteste im Irak über die besondere Rolle von Tuk-Tuk-Fahrern, die sich regelmäßig in Gefahr begeben, um verletzte oder getötete Demonstranten zu bergen. "Es sind diese Tuk-Tuks, die bei den Protesten im Irak überall zu sehen sind. Wenn Demonstranten vor den Schüssen der Sicherheitskräfte flüchten, brettern die dreirädrigen Motorrikschas in die Gegenrichtung an die Front der Auseinandersetzungen, um Verletzte und Tote zu bergen. 19.000 Verletzte und über 400 Tote haben sie in den letzten Wochen schon aus der Schusslinie gebracht, seitdem die Protestbewegung gegen staatliche Misswirtschaft und Korruption weite Teile des Landes erfasst hat."

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04.12.2019

"Iranische Verlassenheit"

https://taz.de/Proteste-in-Teheran/!5641656/

Die jüngsten Proteste im Iran seien "kein Grund zu frohlocken", findet Charlotte Wiedemann. "Keine Führung, keine Strategie, kaum benennbare Forderungen. Den jüngsten Protesten in Iran mangelte es an allem, tragischerweise auch an jeglichem Selbstschutz. 200 Tote, vielleicht mehr. Wofür sind sie gestorben? Im Vergleich mit anderen Aufständen, die sich gerade weltweit gegen soziale Ungleichheit, Unterdrückung und korrupte Herrschaft richten, fallen beim Blick auf Iran zwei große Missverhältnisse auf."

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04.12.2019

"Nächster Punkt? Ukraine!"

https://taz.de/Krise-zwischen-Berlin-und-Moskau/!5643680/

Die diplomatische Krise zwischen Berlin und Moskau komme im Hinblick auf die Friedensverhandlungen in der Ukraine ungelegen, meint Barbara Oertel. "In der kommenden Woche soll erstmals seit drei Jahren wieder ein Treffen im Normandie-Format zwischen Russland, der Ukraine, Frankreich und Deutschland stattfinden. Besonders Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, seit Kurzem auf Annäherungskurs mit Moskau, möchte dort – nicht zuletzt für sich selbst – einen Erfolg verbuchen. Auch wenn niemand mit einem großen Durchbruch rechnet, gab es bislang etwas Hoffnung, einer Lösung des Konflikts in der Ost­ukraine zumindest ein Stück näher zu kommen. Ob die Beteiligten und allen voran die Menschen in der Ukraine jetzt auch diese Hoffnung fahren lassen müssen, wird sich erst noch zeigen. Aber vielleicht findet die Zusammenkunft ja wie geplant statt und nichts weiter passiert – alles wie immer eben, an der Front nichts Neues und frei nach dem Motto: Gut, dass wir mal wieder darüber gesprochen haben. Das aber hieße: Die Waffen in der Ukraine sprechen weiter. Und, so steht zu befürchten, nicht nur dort."

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27.11.2019

"Trauma, Armut, Ausbeutung"

https://taz.de/Abschiebungen-nach-Afghanistan/!5640648/

Dinah Riese stellt eine neue Studie zur Situation von Afghanen vor, die aus der EU in ihre Heimat abgeschoben worden sind. "19.390 Menschen kehrten aus der Europäischen Union nach Afghanistan zurück oder wurden abgeschoben, seit beide Seiten 2016 den 'Joint Way Forward'-Vertrag unterzeichnet haben. Darunter sind laut Pro Asyl 756 Abgeschobene aus Deutschland – Tendenz steigend: 317 davon wurden allein 2019 abgeschoben. (…) Die Befragten beschreiben die traumatisierenden Erlebnisse ihrer Flucht – etwa wie sie fast im Mittelmeer ertrunken oder in den Fahrzeugen von Schleppern fast erstickt sind. Und sie beschreiben die katastrophale Lage seit ihrer Rückkehr: Nur 30 Prozent konnten an ihren Heimatort zurückkehren, fast 60 Prozent fühlten sich dazu 'nicht in der Lage' oder zu unsicher. Viele von ihnen seien in Kabul geblieben – obwohl selbst der UNHCR die Stadt nicht mehr als sichere Alternative ansieht."

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24.11.2019

"Toxischer Traum eines Möchtegerns"

https://taz.de/Oligarchie-in-Georgien/!5640382/

Sandro Gvindadze berichtet über das Wirken des georgischen Milliardärs und politischen "Strippenziehers" Bidzina Iwanischwili, der von seinen Kritikern als "Möchtegern-Putin" bezeichnet werde. "In den vergangenen 30 Jahren war in Georgien eine gefährliche Tendenz zu beobachten. Die erschöpfte Bevölkerung sieht in einer politischen Führungsfigur einen Messias und schenkt dieser Figur ihr ganzes Vertrauen. Und dann geht alles den Bach runter. 2012 wurde der Bevölkerung endlich klar, dass sich die Regierung des sogenannten prowestlichen Reformers Michail Saakaschwili in ein autoritäres Regime verwandelt hatte. Saakaschwili war 2003 als Ergebnis der 'Rosenrevolution' an die Macht gekommen. 97 Prozent der Bevölkerung unterstützten ihn, sahen in ihm einen Retter, der auch die Armut besiegen würde. Doch die blutige Niederschlagung von Protesten, die Verfolgung politischer Gegner, die Kontrolle der Massenmedien, die Politisierung des Gerichtswesens – das brachte das Fass zum Überlaufen. Im Oktober 2012 schenkte der Milliardär ­Bidzina Iwanischwili der Bevölkerung mit seinem 'georgischen Traum' neue Hoffnung und gewann damit die Parlamentswahl. 2013 zog sich Iwanischwili vom Posten der Regierungschefs zurück, seither zieht er aber weiter die Strippen."

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19.11.2019

"Illusionen machen keine Politik"

https://taz.de/US-Aussage-zu-Israels-Siedlungsbau/!5638912/

Klaus Hillenbrand gibt den jüngsten Aussagen von US-Außenminister Pompeo zum israelischen Siedlungsbau im Westjordanland in einem Punkt recht: "Das Beharren auf dem Völkerrecht hat den Friedensprozess in der Tat keinen Meter weiter gebracht. Dieses Recht kann zwar nur den Rahmen für eine Lösung des bestehenden Konflikts anbieten, doch nicht die Lösung selbst. Aber es stimmt schon: Die internationale Staatengemeinschaft klammert sich seit Jahrzehnten an die Zweistaatenlösung. Diese Vorstellung ist mit jedem jüdischen Israeli, der seinen Wohnsitz im Westjordanland aufschlägt, unrealistischer geworden. (…) Pompeos Aussage bringt den Konflikt einer Lösung keinen Zentimeter näher. Er ändert aber auch nicht viel am Status quo. Die Erregung über die Einseitigkeit der US-Politik ist verständlich. Besser wäre es, wenn die internationale Staatengemeinschaft, aber auch die Israelis und die Palästinenser sich auf die schwierige Suche nach Möglichkeiten einer Friedenslösung jenseits der Zweistaaten-Vorstellung machen würden."

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17.11.2019

"Pressefreiheit und Rechtsextremismus - Gemeinsam gegen Angriffe"

https://taz.de/Pressefreiheit-und-Rechtsextremismus/!5638645/

Angesichts von Todesdrohungen aus rechtsextremen Kreisen gegen Journalisten fordern Medienverbände und Redaktionen einen besseren Schutz durch den Staat. "Was Journalist*innen, die über den rechten Rand aufklären, zum Nachteil werden kann: eine Rechtslage, die ihre Identität nicht schützt, Behörden oder Polizei, die nicht ausreichend geschult sind, und – ganz allgemein – ein fehlendes Verständnis der Behörden dafür, dass es um nicht weniger als die Pressefreiheit geht. Freie Journalisten, die eine Webseite oder ein Blog betreiben, unterliegen der Impressumspflicht. Sie sind gesetzlich verpflichtet, ihre berufliche Adresse ins Netz zu stellen – die bei vielen mit der Privatadresse identisch ist. Der Aufruf fordert hier eine Ausnahmeregelung für gefährdete Personen. Aber auch über eine 'einfache Auskunft' beim Melderegister lässt sich jemandes Anschrift herausfinden. Die Hürden sind dafür nicht besonders hoch. Immerhin: Nach dem Mord an CDU-Politiker Walter Lübcke prüft das Justizministerium einen vereinfachten behördlichen Weg für gefährdete Gruppen, eine Auskunftssperre zu beantragen. Für Journalist*innen etwa, die schon einmal auf einer sogenannten 'Todesliste' standen und deshalb umziehen, muss das schnell und unkompliziert gehen."

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11.11.2019

"Urananreicherung in Fordo gestartet"

https://taz.de/Irans-umstrittenes-Atomprogramm/!5639950/

Iran habe sich mit neuen Schritten weiter vom internationalen Atomabkommen entfernt, berichtet die taz. "Der Iran hat nach mehr als vier Jahren die Urananreicherung in der unterirdischen Anlage Fordo wieder aufgenommen und damit erneut gegen das internationale Atomabkommen verstoßen. Die Führung in Teheran will den Druck auf Deutschland und die anderen Vertragspartner erhöhen, ihren Verpflichtungen aus dem Atomdeal nachzukommen. Das Wiener Atomabkommen von 2015 sollte verhindern, dass die Islamische Republik Nuklearwaffen entwickeln kann. Zugleich begannen am Wochenende die Bauarbeiten für ein zweites Atomkraftwerk in der iranischen Hafenstadt Buschehr am Persischen Golf. Es dient zivilen Zwecken und ist zur Energiegewinnung und -versorgung gedacht."

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06.11.2019

"Wenn die Party zur Revolte wird"

https://taz.de/Massenproteste-im-Libanon/!5636622/

Julia Neumann berichtet in ihrer Reportage aus Beirut über die anhaltenden Massenproteste in Libanon. "Das Machtvakuum lässt Platz für Träume: Die Protestierenden drängen auf das Ende des Konfessionalismus. Ein säkularer Libanon, so die Hoffnung, wäre demokratisch, feministisch, umweltfreundlich und garantiere Rechte für alle Mitglieder der Gesellschaft, anstatt Gruppen anhand ihrer Religionszugehörigkeit von Patronen zu vertreten. Statt Klientelpolitik könnte es echte Minderheitenrechte geben. Keine zivilgesellschaftliche Gruppe tritt als Führung nach vorne und verkündet eine Agenda. Die Protestierenden scheinen sich in den Forderungen einig: Die Menschen auf der Straße wollen den Rückzug aller politischen Köpfe und eine unabhängige, technokratische Übergangsregierung, die Neuwahlen organisiert und das konfessionelle Wahlrecht abschafft. Schnelle Neuwahlen und am besten noch schnellere Reformen, die das Land aus der finanziellen Krise navigieren."

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04.11.2019

"Palästinensische Webseiten gesperrt"

https://taz.de/Pressefreiheit-im-Westjordanland/!5635506/

Judith Poppe berichtet über die Entscheidung eines Amtsgerichts in Ramallah im Westjordanland, 59 palästinensische Internetseiten, Blogs und Facebookseiten zu sperren. "In dem Antrag der Staatsanwaltschaft heißt es, dass die Internetseiten die Sicherheit der Palästinensischen Autonomiebehörde und die ihrer Funktionäre gefährde und zu Gesetzesbrüchen anstacheln könnten. Gemeinsam ist den geblockten Seiten, dass sie der Autonomiebehörde kritisch gegenüberstehen."

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02.11.2019

"Der MAD findet einen Identitären"

https://taz.de/Rechtsextreme-in-der-Bundeswehr/!5635320/

Der Militärische Abschirmdienst (MAD) prüft derzeit 25 Verdachtsfälle möglicher Verbindungen von Bundeswehrangehörigen zur Identitären Bewegung. "In 16 weiteren Fällen hat er im laufenden Jahr seine Prüfungen abgeschlossen. Das Ergebnis: Mindestens eine Person muss die Bundeswehr wahrscheinlich verlassen. Die Zahlen, die der taz vorliegen, gehen aus der Antwort des Verteidigungsministeriums auf eine Frage der Grünen-Abgeordneten Agniesz­ka Brugger hervor. Von 16 Personen stufte der Militärnachrichtendienst demnach eine Person eindeutig als 'Extremist in der Bundeswehr' und neun als 'Verdachtspersonen mit Erkenntnissen' ein."

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31.10.2019

"Zu lange den Falschen zugehört"

https://taz.de/Neue-Ideen-gegen-Rechtsextremismus/!5634913/

Ulrich Schulte kommentiert in der Tageszeitung die jüngsten Schritte der Bundesregierung im Kampf gegen den Rechtsextremismus. "Bevor man sich den Ideen der Bundesregierung gegen Rechtsextremismus und Hasskriminalität widmet, sollte man ein großes Fragezeichen in den Raum stellen: Warum erst jetzt? Warum verpflichtet die Regierung erst jetzt Facebook und Co. dazu, Morddrohungen den Ermittlungsbehörden zu melden? Diese Maßnahme, angeschoben nach dem furchtbaren Mordanschlag in Halle, ist natürlich völlig richtig. Sie sollte allerdings eine Selbstverständlichkeit sein. Und sie kommt viel zu spät."

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26.10.2019

"Als Freund nach Ankara"

https://taz.de/Aussenminister-besucht-die-Tuerkei/!5636232/

Tobias Schulze berichtet über den Türkei-Blitzbesuch von Bundesaußenminister Heiko Maas. "Heiko Maas reist für einen Blitzbesuch nach Ankara. Er gibt sich trotz des türkischen Angriffs auf Nordsyrien freundlich – kriegt aber nur vage Versprechen."

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22.10.2019

"Zerstörtes Vertrauen"

https://taz.de/Juedisches-Leben-nach-Anschlag-von-Halle/!5632050/

Ein Rechercheteam der Tageszeitung hat jüdische Gemeinden in Leipzig, Berlin und München nach dem Anschlag von Halle besucht und konstatiert: "Ihre Warnungen vor Antisemitismus verhallten ungehört."

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19.10.2019

"Licht auf das Verborgene werfen"

https://taz.de/!5631818/

Jasmin Kalarickal im Gespräch mit der Regisseurin Maryam Zarees über ihren Film "Born in Evin", in dem sie ihre Erfahrungen im iranischen Foltergefängnis Evin in Teheran verarbeitet hat. "'Frau Zaree, Sie wurden 1983 im iranischen Foltergefängnis Evin in Teheran geboren. Haben Sie Erinnerungen an diese Zeit?' Maryam Zaree: 'Nein, keine bewussten. Deshalb war es lange schwierig für mich, damit umzugehen. Mein Anfang in dieser Welt ist etwas, zu dem ich kaum eine Verbindung habe. Wenn die Erfahrung der Verfolgung und Inhaftierung im Erwachsenenalter stattfindet, dann ist das ein bewusster Zeitpunkt im Leben – aber wenn das nicht so ist wie bei mir, dann gibt es irgendwie eine Form von Entkopplung.'"

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19.10.2019

"Bewaffnete Charmeeoffensive"

https://taz.de/Polizei-in-Sachsen/!5631620/

Aiko Kempen berichtet in der Tageszeitung über die Bemühungen der sächsischen Polizei ihr angeschlagenes Image aufzubessern. "Erneuern möchte die Polizei Sachsen derzeit vor allem ihren Ruf. 2018 stand die Polizeischule Leipzig bundesweit im Fokus der Öffentlichkeit: Der ehemalige Polizeischüler Simon Neumeyer erklärte, er habe aufgrund eines rassistischen Grundklimas seine Ausbildung bei der sächsischen Polizei abgebrochen.(…) Rund 500 Männer und Frauen begannen zuletzt jedes Jahr eine Ausbildung bei der sächsischen Polizei – knapp 10 Prozent brechen ab, bestehen die Zwischenprüfung nicht oder verlassen aus anderen Gründen vorzeitig die Ausbildung, etwa mangels charakterlicher Eignung.(...) Eine neue und transparente Fehlerkultur fordern Experten wie Joachim Kersten oder der Polizeiwissenschaftler Tobias Singelnstein seit Jahren. „Stattdessen wird viel zu oft auf Einzelfälle und schwarze Schafe verwiesen".

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15.10.2019

"Weniger über Überwachung reden"

https://taz.de/Spieleentwickler-ueber-Rechtsextremismus/!5633920/

Pia Stendera im Gespräch mit dem Videospielentwickler Jörg Friedrich über Verbindungen zwischen Rechtsextremismus und Computerspielkultur. "Die rechtsextremen Communitys mögen Spiele, in denen sie die Nazis spielen können. Die heißen in Deutschland dann oft nicht Nazis oder die Symbole sind entfernt. Aber entweder kann man dafür sorgen, die Symbole doch wieder zu sehen, oder man denkt sie sich dazu. Rund um diese Spiele bilden sich häufig Communitys, die dann revisionistischen rechtsextremen Kram verbreiten und feiern."

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