US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 15.11.2015

2.1. Deutschland / Europa

Tageszeitung vom 14.11.2015

"Angriff der Angst"

http://www.taz.de/Kommentar-Anschlagserie-in-Paris/!5251347/

"Die Terroranschläge in Paris treffen Frankreich. Und sie gelten dem öffentlichen Raum. Er darf nicht preisgegeben werden", schreibt Georg Löwisch in seinem Kommentar für die Tageszeitung. "Was ist zu tun? Europa erleidet seit Jahrzehnten schreckliche, traurige Anschläge. 1995, vor 20 Jahren, verübten Islamisten einen Anschlag auf den öffentlichen Raum in Paris. In der U-Bahn-Station Saint-Michel starben acht Menschen, rund 150 wurden verletzt. 2004 war es der öffentliche Verkehr, als Terroristen mit ihren Bombenanschlägen auf Züge im Madrider Bahnhof Atocha 191 Menschen ermordeten. Europa hat sich damals als erstaunlich seelenrobust erwiesen. Es hat sich nicht für den Weg eines Krieges entschieden, und es hat den öffentlichen Raum nicht der totalen Kontrolle preisgegeben. Wir sind nicht zu Hause geblieben. Für immer in Angst? Nein."

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The European vom 15.11.2015

"Ein Dreißigjähriger Krieg"

http://www.theeuropean.de/alexander-goerlach/10545-terroranschlaege-in-paris

Der Theologe und Linguist Alexander Görlach ist nach den Terroranschlägen in Paris sicher, dass Humanismus und Aufklärung am Ende trotz bevorstehender "düsterer Jahre" "das Siegesbanner davon tragen" werden. "Es geht in diesem Dreißigjährigen Krieg um nicht weniger, als ob die Moderne sich als Raum der Freiheit vollenden lässt oder ob der als Postmoderne beklagte Abgesang auf die Freiheiten der Neuzeit sich vollendet und uns zurück in eine fast vergessene Dunkelheit bomben wird. Am Ende wird es, so wollen wir hoffen, einen großen Raum der Empathie und des Miteinanders geben, der von Toleranz bestimmt ist und dessen Gesellschaftsvertrag so geschlossen wird, etsi Deus non daretur, als ob es Gott nicht gäbe. Wenn uns das gelingt, vollenden wir die Moderne und machen für immer die Ziele zunichte, wegen derer die Dschihadisten heute gegen uns in den Krieg ziehen."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.11.2015

"Im Weltkrieg"

http://www.faz.net/aktuell/politik/terror-in-paris/der-kampf-gegen-den-terror-kann-auch-fuer-deutschland-
noch-folgen-haben-13913127.html

Neben den drei Idealen der Freiheit, der Gleichheit und der Brüderlichkeit dürfe bei der Reaktion auf die Pariser Anschläge nicht der vierte hohe Wert unserer Gesellschaft, die Sicherheit, vergessen werden, schreibt Berthold Kohler. "Die Täter von Paris dürften kaum in einem der Züge gesessen haben, die in München mit Willkommensplakaten begrüßt wurden. Doch kam auch mit diesen Zügen schon eine Angst ins Land: dass Deutschland sich bei dem Versuch, fremde Kulturen und Konflikte zu integrieren, hoffnungslos übernimmt und danach nicht mehr so sein kann, wie es sein will. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit (auch Solidarität mit den Armen und Verfolgten der Welt) sind längst auch deutsche Ideale. Doch noch ein vierter Wert gehört dazu, ohne den alles andere nichts ist – Sicherheit. Die Deutschen haben nichts gegen ein freundliches Gesicht an der Spitze ihrer Regierung. In solchen Zeiten aber wollen und müssen sie ein anderes sehen: ein hartes."

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Foreign Policy vom 14.11.2015

"NATO’s Turn to Attack"

http://foreignpolicy.com/2015/11/14/natos-turn-to-attack-paris-terrorist-isis/

Nach den Anschlägen von Paris sollte sich die NATO Frankreich anschließen und einen Krieg zur "Ausrottung" des "Islamischen Staates" erklären, fordert der frühere US-Marineadmiral und Oberbefehlshaber der NATO, James Stavridis. Eine Zustimmung des UN-Sicherheitsrates wäre dabei wünschenswert, aber nicht notwendig. "NATO can no longer pretend the conflict does not affect its most basic interests. (...) The Islamic State is an apocalyptic organization overdue for eradication. It has beheaded and raped citizens from around the world; has killed civilians in spectacular and horrific ways; has enslaved young women and girls and sold them in open markets; and appears to have brought down a commercial aircraft full of tourists. Now it has killed Westerners execution-style in a city theater. There is a time for soft power and playing the long game in the Middle East, but there is also a time for the ruthless application of hard power. It is NATO’s responsibility to recognize our current moment qualifies as the latter."

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The Atlantic vom 14.11.2015

"Paris and the Lessons of 9/11"

http://www.theatlantic.com/international/archive/2015/11/paris-attacks-lessons-911/416052/

Conor Friedersdorf hofft dagegen, dass die USA Frankreich dabei helfen werden, die Fehler der amerikanischen Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 zu vermeiden. Dazu gehöre vor allem die unüberlegte Erklärung eines teuren und langfristig destabilisierend wirkenden Krieges im Nahen Osten, vor dem Frankeich die USA vor der Irak-Invasion 2003 noch eindringlich gewarnt hatte. "The valuable human impulse to rally around people in trauma who have been victimized by horrific injustice must be informed by the recognition that being wronged does not itself make one an infallible judge of the right course. Solidarity with the end of a safe, secure France is righteous; deference to any means the country might choose to secure that end is an abdication of wisdom masquerading as righteous compassion, and must be avoided. That isn’t to say that our notion of what France ought to do will be superior to theirs - only that good allies engage in constructive criticism as best they can, not sensitivity so encompassing that it forecloses saying, 'You’re wrong.'"

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Deutschlandfunk vom 15.11.2015

"Darf man von Krieg sprechen?"

http://www.deutschlandfunk.de/anschlaege-in-paris-darf-man-von-krieg-sprechen.694.de.html?dram:article_id
=336902

Kathrin Hondl im Gespräch mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot über die Reaktion der französischen Regierung auf die Pariser Anschläge. "Guérot zeigte sich irritiert, wie schnell sich die Vokabel des Kriegs nach den Anschlägen in den allgemeinen Wortgebrauch eingeschlichen habe. Die Politikwissenschaftlerin hält den Begriff für unpassend. Sie spricht dagegen von einem sehr zermürbenden Konflikt zwischen der freien Welt und der Terrororganisation IS. Zwar gebe es 'überhaupt keinen Zweifel', dass die Angriffe in Paris ein Angriff auf den Wert der Freiheit seien, aber Gewalt oder Einschränkung der Bürgerrechte sei keine Antwort darauf. Auch warnte Guérot davor, Zusammenhänge zwischen den Angriffen und der Flüchtlingskrise zu ziehen. Flüchtlinge jetzt zu Tätern zu machen, sei nicht angebracht."

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Frankfurter Rundschau vom 14.11.2015

"Was jetzt in Deutschland geschieht"

http://www.fr-online.de/terror/anschlaege-in-paris-was-jetzt-in-deutschland-geschieht,29500876,32418796.h
tml

Markus Decker listet aktuelle Maßnahmen deutscher Sicherheitsbehörden im Zusammenhang mit den Pariser Anschlägen auf. "Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) sieht auch uns im Fadenkreuz des islamistischen Terrorismus. Die Sicherheitsmaßnahmen bleiben zunächst aber zurückhaltend."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.11.2015

"Man kann viel mehr tun"

http://www.faz.net/aktuell/politik/terrorismus-experte-petri-man-kann-viel-mehr-tun-13912512.html

Leonie Feuerbach im Gespräch mit dem Terrorismusfachmann Wolfgang Petri über erste Lehren, die aus den Pariser Anschlägen für einen besseren Schutz der Bevölkerung gezogen werden können. "Deutschland ist genauso gefährdet wie Frankreich, sagt der Terrorismusfachmann Wolfgang Petri. Im Gespräch mit FAZ.NET fordert er drastische Maßnahmen zum Schutz vor Anschlägen wie in Paris."

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Deutschlandfunk vom 15.11.2015

"Die Willkommenskultur ist der größte Feind der Terroristen"

http://www.deutschlandfunk.de/nach-pariser-anschlaegen-die-willkommenskultur-ist-der.868.de.html?dram:art
icle_id=336906

Stephan Detjen im Gespräch mit dem Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime in Deutschland zu den Pariser Anschlägen. "Mit einem Appell für die Willkommenskultur hat sich der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland nach den Anschlägen in Paris zu Wort gemeldet. 'Lasst sie nicht brechen', sagte Aiman Mazyek im Interview der Woche im DLF. Auf der anderen Seite sprach er aber auch von einem gesamtgesellschaftlichen Versagen, das zu den Anschlägen geführt habe."

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2.2. USA

TIME.com vom 14.11.2015

"Paris Terror Attacks Pressure U.S. 'Patience' Strategy for ISIS"

http://time.com/4112980/paris-attacks-isis-syria-france-islamic-state/

Die Pariser Terroranschläge haben auch den Druck auf die amerikanische Regierung erhöht, schreibt Mark Thompson. Es könnte Präsident Obama schwerer fallen, seine bisherige als zurückhaltend eingeschätzte Strategie in Syrien zu verteidigen. Thompson fordert, dass der US-Kongress eine aktivere Rolle einnimmt und offen über eine Kriegserklärung gegen den IS debattiert. "Congress (...) has simply abdicated its role in the fight, allowing Obama to wage an anti-ISIS campaign under a congressional authorization approved shortly after the 9/11 attacks. That way, lawmakers can sit on the sidelines and carp when things go wrong, as they always do in a military campaign. But that attitude also sanctions a hands-off approach among U.S. citizens: if Congress has no skin in the game, why should the American public? Congress will now face new pressure to act like the Founding Fathers intended under Article 1, Section 8 of the Constitution, and debate the wisdom of declaring war on the Islamic State. If nothing else, the recent attacks put the issue of Western strategy front and center."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Zeit Online vom 14.11.2015

"Wir sind alle Beirut"

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-11/beirut-paris-anschlaege-terror-solidaritaet

Andrea Böhm berichtet aus Beirut über libanesische Reaktionen auf die Pariser Attentate. "Viele Libanesen solidarisieren sich mit den Opfern der Pariser Attentate, dabei sind sie selbst im Visier der Terroristen. Wieso ist die Anteilnahme oft so einseitig?"

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Yahoo News vom 14.11.2015

"Mass grave found in Iraq's Sinjar, Kurds clear bombs"

http://news.yahoo.com/mass-grave-found-iraqs-sinjar-kurds-clear-bombs-180044620.html

Die irakischen Kurden haben die lange vom "Islamischen Staat" besetzte Stadt Sinjar erfolgreich zurückerobert. Abdel Hamid Zebari berichtet, dass bei der Suche nach versteckten Bomben ein Massengrab mit mutmaßlich ermordeten jesidischen Frauen entdeckt worden sei. "Miyasir Hajji, a local council member, told AFP the grave on the edge of the town, which has not yet been excavated, is thought to contain the bodies of 78 women aged from 40 to around 80. 'It seems that the (IS) terrorist members only wanted young girls to enslave,' Hajji said, referring to the jihadists using women as sex slaves who can be bought and sold. Mahma Khalil, the local official responsible for the Sinjar area, confirmed that the mass grave had been found, and estimated it held some 80 victims."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Financial Times vom 14.11.2015

"Paris attacks: World powers agree to Syria elections push"

http://www.ft.com/intl/cms/s/0/31717db0-8b21-11e5-a549-b89a1dfede9b.html?ftcamp=published_links%2Frss%2Fw
orld%2Ffeed%2F%2Fproduct

Bei der zweiten Syrienkonferenz in Wien hätten sich die teilnehmenden Staaten auf einen grundlegenden Fahrplan für einen Waffenstillstand zwischen dem Assad-Regime und moderaten Rebellengruppen geeinigt, berichtet Geoff Dyer. Wichtige Fragen z.B. zur Zukunft von Präsident Assad seien allerdings noch ungeklärt. "While ministers acknowledged the very large gaps that still remain to be worked out in the proposal, they said that the new timetable agreement could generate momentum behind a diplomatic process to end the conflict in Syria that has become a breeding ground for Isis and other Jihadi groups. 'The events in Paris underscore the threat that Daesh poses to all of us,' said US secretary of state John Kerry, using an alternative name for Isis. (...) Russian foreign minister Sergei Lavrov said that Mr Assad was not the main issue in the Syrian conflict. 'It does not matter if you are for Assad or against him,' he said. 'ISIS is your enemy.' He added: 'I have a feeling that there is a growing recognition of the need to create an effective international coalition to fight Isis.'"

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.11.2015

"Syrien soll binnen sechs Monaten neue Regierung erhalten"

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/syrien-konferenz-einigt-sich-auf-fahrplan-13913325
.html

Die internationale Syrienkonferenz in Wien habe einen neuen Fahrplan zur Beendigung des Bürgerkriegs beschlossen, berichtet auch die Frankfurter Allgemeine Zeitung. "Wie der amerikanische Außenminister John Kerry und sein deutscher Kollege Frank-Walter Steinmeier (SPD) am Samstag mitteilten, sollen innerhalb von 18 Monaten eine Übergangsregierung gebildet und Wahlen abgehalten werden. Die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini sprach nach den Beratungen, an denen Vertreter von zwanzig Staaten und Organisationen teilnahmen, von einer 'guten Konferenz'."

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The National vom 15.11.2015

"Vienna talks may have delivered a gift to Assad"

http://www.thenational.ae/opinion/comment/vienna-talks-may-have-delivered-a-gift-to-assad#full

Hassan Hassan schreibt, dass der in Wien beschlossene Fahrplan zur Beendigung des Bürgerkriegs in Syrien dem Assad-Regime in die Hände spiele und an den Interessen moderater Rebellengruppen vorbeigehe. "The Vienna statement is a gift to the regime. It essentially categorises the anti-government forces as those willing to work with the regime towards an Assad-friendly transition and the rejectionist terrorists. This complicates the situation for non-extremist groups, especially those amiable to foreign leverage. If they are compelled to agree to the botched process, they will lose credibility, and influence, among people. And if they refuse to oblige, they might lose foreign support. Both scenarios will strengthen extremists. The prominence of extremists in the conflict is a product of this conditional support for foreign-backed factions in the first place."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

The Moscow Times vom 12.11.2015

"Putin Is Achieving His Goals in Syria"

http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/putin-is-achieving-his-goals-in-syria-op-ed/548890.html

Der russische Militäreinsatz in Syrien werde von einigen westlichen Beobachtern zu Unrecht als "Desaster" eingeschätzt, meint Josh Cohen. Russland sei dabei, die eigentlichen Ziele des Einsatzes zu erreichen. Dazu gehöre vor allem darum, den syrischen Staat am Leben zu erhalten. "The second objective of Putin's Syrian campaign is to reassert Russian power in the Middle East. Again, there are early signs of success. (...) Putin's third objective has been to use Russia's Syrian intervention to move the conversation away from Ukraine and force the West to again engage with him. Once again, Putin is seeing early signs of success. (...) To be clear, the Russian military intervention is in its early innings, and when it comes to war many things can go wrong. In particular, the recent plane crash in Egypt could sour the Russian public on Russia's Syrian intervention, and the Assad regime could resume losing ground to rebel forces. Nevertheless, six weeks after the Russian air force struck its first targets, it looks like Putin's bold Syrian gambit has begun to achieve its goals."

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USNI News vom 13.11.2015

"Russia’s Military Role in Syria"

http://news.usni.org/2015/11/13/essay-russias-military-role-in-syria

Daniel Trombly hat für das United States Naval Institute das Ausmaß und die Ziele des russischen Militäreinsatzes in Syrien analysiert. "Amidst a highly publicized effort to demonstrate new capabilities of Russia’s aerospace and naval forces, Russia is attempting to restore the Syrian regime’s long-decayed air power and providing piecemeal support to its ground offensives to secure the regime against rebel forces enjoying unprecedented battlefield success. Although Russia’s Syrian expedition evokes the triumphant performance of a traditional great power role, its military success is beholden to the same grueling logic of guerrilla and civil war that has stymied so many technologically-advanced counterinsurgents in the past."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 14.11.2015

"Raqqa, Paris"

http://www.faz.net/aktuell/politik/terror-in-paris/terrornacht-in-frankreich-raqqa-paris-13912331-p2.html
?printPagedArticle=true#pageIndex_2

Den Pariser Anschlägen wird der Ruf nach neuen Überwachungsmöglichkeiten für die Sicherheitsbehörden folgen, erwartet Mathias Müller von Blumencron. "Entweder haben die Frontmänner des Terrors mittlerweile gelernt, die Welt der digitalen Kommunikation zu umgehen und sich so zu koordinieren, dass kein Überwachungssystem anschlägt. Oder die Detektoren können aus der Vielzahl bedrohlicher Signale nicht die herausfiltern, die auf eine unmittelbar bevorstehende Explosion der Gewalt hinweisen. Beides ist gleich schlimm. Die Behörden werden weitere Überwachungsmöglichkeiten verlangen, sie werden ein besseres Instrumentarium wollen, um schon Verdächtige zu beobachten und nötigenfalls deren Rechte zu beschneiden. Ob wir wollen oder nicht: Das Überwachungssensorium wird rasch weiter ausgebaut und verfeinert werden. Und die meisten Bürger werden ein weiteres Vordringen der Dienste in die Reste der digitalen Privatsphäre begrüßen oder stillschweigend tolerieren, auch in Deutschland."

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The Intercept vom 13.11.2015

"Code Name for U.K. Probe of Snowden Reporting Revealed: 'Operation Curable'"

https://theintercept.com/2015/11/13/code-name-uk-probe-snowden-reporting-revealed-operation-curable/

Die Antiterroreinheit der Londoner Polizei stellt Ryan Gallagher zufolge seit zwei Jahren geheime Ermittlungen gegen Journalisten an, die mit dem Whistleblower Edward Snowden bzw. mit dessen NSA-Dokumenten arbeiten. "The investigation — Operation Curable, as it’s called — is currently being carried out under the direction of Mark Rowley, the head of the Specialist Operations unit. In the 1990s, Rowley pioneered the development of British police covert surveillance methods as a detective superintendent with the National Criminal Intelligence Service. Recently, Rowley has accused Snowden of undermining the police’s ability to 'protect the public and save lives.' He has also asserted that he has no problem monitoring journalists’ communications if he deems it necessary to 'chase down criminals.'"

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Zeit Online vom 15.11.2015

"Drei Brüder womöglich in Anschläge verwickelt"

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2015-11/paris-anschlaege-liveblog

Das Liveblog von Zeit Online zu den Attentaten in Paris. "Die Suche nach Attentätern geht weiter. Ermittler gehen davon aus, dass einem der drei Terrorkommandos die Flucht gelungen ist. Bei den sechs Anschlägen in Paris am Freitag sind mindestens 129 Menschen ums Leben gekommen, darunter ein Deutscher. Mehr als 350 Menschen wurden verletzt, davon viele schwer. "

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Guardian vom 14.11.2015

"Paris attacks: what we know so far"

http://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2015/nov/14/paris-attacks-what-we-know-so-far

Der Guardian stellt den bisher bekannten Ablauf der Ereignisse während der Terroranschläge in Paris am 13. November in einer interaktiven Zeitleiste dar. "One hundred and 29 people died and over 300 were injured as Paris suffered the worst terrorist attack in Europe since the Madrid train bombings of 2004, in which 191 people died. Eight attackers launched a devastating series of coordinated shootings and explosions at six locations across the French capital"

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Spiegel Online vom 14.11.2015

"Anschlag beim Stade de France: Besonnene Behörden verhinderten Massenpanik"

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/paris-behoerden-verhinderten-massenpanik-im-stade-de-france-a-
1062835.html

Die französischen Behörden und die Sicherheitsmitarbeiter vor Ort hätten mit ihren Entscheidungen beim Länderspiel zwischen Frankreich und Deutschland in Paris alles richtig gemacht, schreibt Christoph Seidler. "80.000 Fans waren beim Länderspiel zwischen Deutschland und Frankreich im Pariser Stade de France. Die Explosionen der Selbstmordattentate waren deutlich zu hören, trotzdem brach keine Panik aus - weil die Behörden alles richtig machten."

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Al Jazeera America vom 14.11.2015

"Paris massacres underscore the macabre logic of mass terror"

http://america.aljazeera.com/articles/2015/11/13/paris-massacres-underscore-the-macabre-logic-of-mass-ter
ror.html

Tony Karon erinnert daran, dass die Anschläge von Paris der vorläufige Höhepunkt einer zweiwöchigen internationalen Terrorkampagne des IS gewesen seien. Nach dem mutmaßlich durch eine Bombe zum Absturz gebrachten russischen Passagierflugzeug in Ägypten seien bei Selbstmordanschlägen in Bagdad und Beirut 21 bzw. 43 Menschen getötet worden. "Organized mass-casualty attacks on civilians designed not simply to strike fear into an enemy population and boost the political pretensions of the perpetrators, but also to attract recruits and funding. As much as Friday’s mass brutality will unite most of France in revulsion at the carnage, its perpetrators and their backers are betting that their wanton cruelty will inspire more radicalized youths in Europe and beyond to join the movement. (...) Experts have long concurred that effectively countering such tactics relies more on police work, and winning the support of the communities in which radical groups try to recruit, than it does on military strategy."

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Süddeutsche Zeitung vom 15.11.2015

"Die Terrorstrategie des IS"

http://www.sueddeutsche.de/politik/frankreich-die-terrorstrategie-des-is-1.2737591

Tomas Avenarius macht sich auf die Suche nach den historischen Hintergründen der Terrorstrategie des "Islamischen Staats". "Außer beispielloser Brutalität fällt den Kämpfern des IS nicht viel Neues ein. Sie tragen ihren Kampf in andere Länder - wie jetzt bei den Terroranschlägen von Paris. Das Grundmuster erinnert an den Palästinenserkonflikt. Auch dort verlagerten Terroristen ihren Kampf für lange Jahre auf Ziele außerhalb Palästinas."

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Cicero vom 15.11.2015

"Größtmögliches Grauen bei geringen Verlusten für die islamistische Bewegung"

http://www.cicero.de/weltbuehne/lehren-aus-paris-aechtet-selbstmordattentate/60121

Die internationale Gemeinschaft sollte den Einsatz von Selbstmordattentätern genauso ächten wie Massenvernichtungswaffen, verlangt Matthias Küntzel auf Cicero. "Es besteht kein Zweifel, dass der künftige Zustand unserer Gesellschaften davon abhängen wird, ob dieser todeswütige Fanatismus zurückgedrängt und beseitigt werden kann, oder nicht. Will man die Methode des Selbstmordattentats ausrotten, muss die internationale Gemeinschaft jede erdenkliche Maßnahme ergreifen, um dieses Kampfmittel als ein Verbrechen gegen die Menschheit zu ächten und diese Ächtung durch Isolierung und Bestrafung derer, die es weiter propagieren, durchzusetzen."

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