US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 05.09.2018

2.1. Deutschland / Europa

Politico vom 04.09.2018

"The bad Germans"

https://www.politico.eu/blogs/berlin-calling/2018/09/chemnitz-germany-afd-the-bad-german/

In vielen Reaktionen auf die Unruhen in Chemnitz sei das Problem sehr schnell auf das Bundesland Sachsen eingegrenzt worden, schreibt Konstantin Richter. Die Rückkehr rechtsextremer Gewalt passe nicht ins "Drehbuch" der deutschen Vergangenheitsbewältigung und werde deshalb als ostdeutsches Problem charakterisiert. Diese regionale Aufteilung in "gute" und "böse" Deutsche sei allerdings nicht nur "dumm", sondern auch gefährlich. "The good Germans in the west, for their part, are deeply confused by the rise of right-wing violence. A relapse just wasn’t in the script. And so, they blame the easterners. They will admit grudgingly that some right-wing violence occurs in western states as well — and then add that Saxony or Mecklenburg-Vorpommern are far worse. The Federal Republic of Germany, they say, would have been better off if the country had not been reunified. That’s wishful thinking. After three decades, the lives of people in the east and west are far too interconnected to allow for such a distinction. (...) The notion of a good and a bad Germany is pretty old. It’s found in oft-made juxtapositions: Goethe and Goebbels, Heine and Hitler, Beethoven and Buchenwald. The implication is that the Germans are a special people, capable of extreme good as well as of extreme bad. That may be true. But any suggestion that a good Germany can be found in the west and a bad Germany somewhere further east is stupid. If more and more east Germans embrace the idea that they are the bad Germans, things will get much worse — and not just in Saxony."

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BBC vom 05.09.2018

"Salisbury Novichok poisoning: Two Russian nationals named as suspects"

https://www.bbc.co.uk/news/uk-45421445

Die britischen Behörden haben zwei russische Staatsbürger beschuldigt, für den Giftanschlag auf den Ex-Spion Sergei Skripal und dessen Tochter verantwortlich zu sein. Es gebe genügend Beweise für eine Anklage. BBC-Experte Jonathan Marcus kommentiert: "The decision to name two Russian individuals as suspects in the Skripal case is a significant development - raising the level of evidence on which the British government's charges are based and potentially giving added weight to calls for additional international sanctions against Moscow. (...) Britain will be hoping that other countries may now show more enthusiasm for stepped-up sanctions."

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The National Interest vom 04.09.2018

"Why China Is Wooing Eastern and Central Europe"

https://nationalinterest.org/feature/why-china-wooing-eastern-and-central-europe-30492

John Van Oudenaren berichtet über die zunehmenden wirtschaftlichen Aktivitäten Chinas in Ost- und Mitteleuropa und meint, dass die unter dem Motto "China plus many" betriebene Kooperation die Spaltung der EU vorantreibe. "China’s engagement with Central and Eastern Europe should be examined within the broader context of its strategy towards Europe. In recent testimony before the U.S. China Economic and Security Review Commission, Thorsten Benner and Thomas Wright, contend that China’s objectives towards Europe are threefold. The first objective is garnering support from EU members on policy issues that are salient to China, such as Taiwan and the South China Sea. The second aim is to erode Western Unity, both inside Europe and between the United States and Europe. The final goal is vaguer and more normative, but per Benner and Wright, it can best be approximated as 'making the world safe for China’s autocratic model,' which necessitates demonstrating that China’s political and economic systems are seen as a 'viable alternative to liberal democracies.' Clearly, China’s outreach to Eastern and Central Europe helps achieve all three of these goals."

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2.2. USA

Frankfurter Rundschau vom 05.09.2018

"Trump droht mit Konsequenzen bei Chemiewaffen"

http://www.fr.de/politik/rebellenhochburg-idlib-trump-droht-mit-konsequenzen-bei-chemiewaffen-a-1576921

Sollten die syrischen Truppen bei ihrem bevorstehenden Angriff auf die Rebellenhochburg in Idlib Chemiewaffen zum Einsatz bringen, würden die USA und ihre Verbündeten "schnell und 'in angemessener Weite' reagieren, ließ die Sprecherin von US-Präsident Donald Trump am Dienstag in Washington verlauten. "Man beobachte die Situation in Idlib genau. Dort seien Millionen unschuldiger Zivilisten von einer Attacke durch das Regime von Baschar al-Assad bedroht. Das russische Verteidigungsministerium hatte allerdings Rebellen schon mehrmals vorgeworfen, Chemiewaffenangriffe vorgetäuscht zu haben."

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Republik vom 05.09.2018

"Borderland"

https://www.republik.ch/2018/09/02/borderland

Michi Strausfeld stellt in der Schweizer "Republik" sieben Bücher vor, die sich mit der Situation an der Grenze zwischen den USA und Mexiko auseinandersetzen. "3144 Kilometer lang ist die Grenze zwischen Mexiko und den USA. Im Süden bestimmen Not und Gewalt den Alltag. Was die Menschen auf der Flucht nach Norden durchmachen, lässt sich kaum beschreiben. Neue Bücher tun es trotzdem."

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2.3. Israel / Palästina

Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 04.09.2018

"Als Israel und die Palästinenser fast Frieden schlossen"

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-arte-dokumentation-die-oslo-tagebuecher-15769607.html

Matthias Hannemann stellt in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung die Arte-Dokumentation "Die Oslo-Tagebücher vor", in der die Macher an das Oslo-Abkommen von 1993 erinnern. "Das Bestechende an ihrem Film: Die Autoren haben nicht nur eine Fülle erstaunlicher Filmdokumente gefunden, nicht nur Interviews mit Persönlichkeiten wie Schimon Peres geführt, der in jenen Jahren Außenminister war – ihre Dokumentation zitiert vielmehr, teils unterstützt von nachgestellten Szenen, ausführlich aus den persönlichen Aufzeichnungen, die Beteiligte wie der Historiker Ron Pundak, Israels Verhandlungsführer Uri Savir oder auch der Arafat-Vertraute Abu Ala zum 'Oslo-Prozess' angefertigt haben."

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Deutsche Welle vom 03.09.2018

"Kein Geld mehr für UNRWA - Der Versuch, ein Problem wegzudefinieren"

https://www.dw.com/de/kommentar-kein-geld-mehr-f%C3%BCr-unrwa-der-versuch-ein-problem-wegzudefinieren/a-4
5336512

Peter Philipp vermutet hinter der Entscheidung der USA, kein Geld mehr für das Palästinenser-Hilfswerk geben zu wollen, einen "größeren Plan". "Das Argument: Die UNRWA halte das Flüchtlingsproblem künstlich am Leben, vergeude die Hilfsgelder und verhindere damit eine Lösung des Gesamt-Konflikts. Unausgesprochen bleibt dabei das eigentliche Motiv: Wenn nämlich die UNRWA erst einmal in die Knie gezwungen und die Zahl der anerkannten Flüchtlinge drastisch reduziert ist, werden erheblich weniger Palästinenser als bisher das Recht auf Rückkehr in ihre alte Heimat beanspruchen können. Und Israel kann sich dann dort mit seinen Siedlungen weiter festsetzen."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Tageszeitung vom 04.09.2018

"Ein Präzendenzfall"

https://www.taz.de/!5530073/

Im Gespräch mit der Tageszeitung erläutert der Anwalt des deutsch-türkischen Journalisten Deniz Yücel, warum sein Mandant die türkische Regierung wegen "unrechtmäßiger Inhaftierung" auf Schadenersatz verklagen wird. "Seit einem Jahr sagen wir als seine Anwälte, dass die Inhaftierung von Deniz ungesetzlich ist und sie allein auf politischen Motiven gründet. 10 Monate seiner einjährigen Haftzeit hat er in Einzelhaft verbracht. Ein weiterer Grund für die Klage ist, dass dieses ungesetzliche Vorgehen dokumentiert wird und wenn nötig, die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn der Staat oder die Regierung einen Fehler begehen oder vorsätzlich einen Journalisten seinem Alltag, seinem Beruf, seiner Familie und seinen Freunden entreißen, dann muss der Staat für diese Unrechtmäßigkeit auch bezahlen. Natürlich kann eine Geldsumme niemals eine entsprechende Entschädigung sein, aber es ist schon mal ein Schritt in die richtige Richtung."

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2.5. Zentral- und Ostasien

Telegraph vom 05.09.2018

"The precipitous fall of Aung San Suu Kyi should serve as a warning to Western liberals"

https://www.telegraph.co.uk/news/2018/09/05/precipitous-fall-aung-san-suu-kyi-should-serve-warning-wester
n/

Con Coughlin meint, dass der Wandel der Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi von einer international gefeierten Menschenrechtsaktivistin zur Regierungschefin und Mitverantwortlichen für den Genozid an den Rohingya-Muslimen in Myanmar westlichen Liberalen als Warnung dienen sollte. "The UN’s investigators have little sympathy. They are highly critical of Ms Suu Kyi for failing to use her 'moral authority' to stop the terror, and claim her civilian government, 'through their acts and omissions' have 'contributed to the commission of atrocity crimes'. There are important lessons for us all in Ms Suu Kyi’s dramatic fall from grace. This is, after all, not the first time the British public has been seduced by the charismatic appeal of a liberation movement. (...) This is not to say that we must never support democracy movements abroad. They are to be welcomed, and encouraged where prudent. But Britons trusted Ms Suu Kyi too quickly and too fully, without knowing much about Burmese politics or the movement she led. What was portrayed in the Western media as a stunning victory could equally, to seasoned observers, be seen as a risky compromise in which the military cut a deal with forces that threatened to end its rule. That this compromise would break down or bear rotten fruit was very much predictable."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Spiegel Online vom 04.09.2018

"We Are Experiencing an Epochal Shift"

http://www.spiegel.de/international/world/wolfgang-ischinger-we-are-expieriencing-an-epochal-shift-a-1226
235.html

Der SPIEGEL hat mit dem früheren Botschafter in Washington und heutigen Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger über den "epochalen" Wandel der Beziehungen Deutschlands zu den USA gesprochen. Diese Entwicklung ist nach Ansicht Ischingers nicht nur auf Trump zurückzuführen und werde deshalb auch nach dessen Abtritt Spuren hinterlassen. "(...) Trump isn't to blame for everything. Even Barack Obama was no longer willing to take care of everything. For decades, Germany was able to outsource its security. This relatively harmonious relationship between the superpower and its voluntarily subordinate European partners is coming to an end and will not return in its erstwhile form. And it's not a bad thing that a process of emancipation has begun. Trump is forcing us to grow up. (...) The West needs a symbol, and that is what we have lost under Trump. And because we Germans finally became embedded in the West after a long journey over the last 70 years, it is a particularly painful loss, almost a loss of identity - much worse than for the French or the British."

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Bloomberg vom 04.09.2018

"Don’t Give Up on North Korea"

https://www.bloomberg.com/view/articles/2018-09-04/donald-trump-kim-jong-un-and-a-path-forward-for-north-
korea?srnd=opinion

Bloomberg meint in diesem Leitartikel, dass es trotz der aktuellen Probleme im Verhandlungsprozess zwischen den USA und Nordkorea zu früh sei, die diplomatische Denuklearisierung Nordkoreas als gescheitert zu betrachten. "Disappointment was to be expected because Kim conceded next to nothing in his summit with Trump, pledging only to work toward the denuclearization of the Korean Peninsula — a formula that implies the removal of U.S. forces — and only after striking a comprehensive peace agreement with Washington. (...) Nonetheless, Kim can’t revert to the pre-summit status quo. State media have celebrated the recent contacts and Kim’s promise that they’ll promote trade and development. The young autocrat has staked his legitimacy on improving his country’s dire living standards. Estimates suggest that nearly three-quarters of North Koreans now derive some of their income from markets of one kind or another. A taste of economic liberty is apt to create an appetite for more. North Korea’s command-and-control model is under internal assault. (...) Trump will have to convince Kim that North Korea cannot avoid coming to terms with the U.S. — which means, in turn, closer U.S. coordination with China and, especially, South Korea. This should be possible, despite suggestions from Trump that Beijing is encouraging the North’s recalcitrance."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

Al Jazeera English vom 04.09.2018

"Spain halts major missile sale to Saudi Arabia over Yemen fears"

https://www.aljazeera.com/news/2018/09/spain-halts-major-missile-sale-saudi-arabia-yemen-fears-1809041637
32089.html

Spanien hat angesichts immer neuer Berichte über zivile Opfer des Kriegs in Jemen den Verkauf hunderter Raketen an Saudi-Arabien gestoppt. "The defence ministry has launched a process to cancel the contract between Spain and Saudi Arabia signed in 2015 for 400 laser-guided munitions and will pay back the $10m already paid for the weapons, broadcaster Cadena Ser reported on Tuesday. (...) Spain is the fourth-largest provider of military equipment and weapons to the Gulf state, according to Amnesty International. The Stockholm International Peace Research Institute, an independent global security database, said the United States, Britain and France are Saudi Arabia's main arms suppliers."

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Spiegel Online vom 04.09.2018

"'Five Eyes' fordern freiwillige Hintertüren"

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/five-eyes-staaten-fordern-freiwillige-hintertueren-zur-ueberwa
chung-a-1226463.html

Minister aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien machen derzeit Druck auf Technikanbieter, ihren Geheimdiensten bei der Überwachung ihrer Datenströme zu helfen, berichtet Spiegel Online. Am Ende eines Statements der Innenminister "fehlt nur noch ein 'andernfalls', aber sinngemäß steht es da: 'Sollten Regierungen weiterhin auf Hindernisse treffen (...…), werden wir möglicherweise technische, gesetzgeberische oder Zwangs- oder andere Maßnahmen treffen, um solche Lösungen zu bekommen'. Unternehmen, die sich weigern, ihre Verschlüsselungsmethoden derart abzuschwächen, dass ein staatlicher Zugriff möglich wird, müssen das als Drohung begreifen: Gesetzgeberische Maßnahmen würden sie rechtlich verpflichten, wie auch immer geartete Hintertüren in ihre Produkte einzubauen. Zwangsmaßnahmen wären zum Beispiel der Entzug von Betriebs- oder Verkaufserlaubnissen. Technische und andere Maßnahmen könnten bedeuten, dass sich die Minister Eingriffe in die Telekommunikationsinfrastruktur oder gezielte staatliche Hacks vorbehalten."

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netzpolitik.org vom 04.09.2018

"20 Jahre Google: Happy Birthday und Zeit für Alternativen"

https://netzpolitik.org/2018/20-jahre-google-happy-birthday-und-zeit-fuer-alternativen/

Markus Beckedahl gratuliert dem Internetkonzern Alphabeth (vormals Google Inc.) zum zwanzigsten Geburtstag mit einer Aufforderung an seine Leser, sich anderen Suchmaschinen zuzuwenden. "Google feiert seinen 20. Geburtstag. Was als sympathisch schlichte und gut funktionierende Suchmaschine begonnen hat, ist mittlerweile zu einem übermächtigen Riesenkonzern angewachsen. Doch die zahlreichen (Beinahe-)Monopole des Unternehmens sind nicht alternativlos. Es liegt auch an Dir."

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The Atlantic vom 30.08.2018

"Why Technology Favors Tyranny"

https://www.theatlantic.com/magazine/archive/2018/10/yuval-noah-harari-technology-tyranny/568330/

Yuval Noah Harari, Historiker und Philosoph an der Hebrew University of Jerusalem, warnt, dass die fortschreitende Entwicklung von künstlicher Intelligenz und anderer umwälzender Technologien die Macht noch stärker in den Händen einer kleinen Elite konzentrieren und die Grundlagen der Demokratie gefährden könnte. Die Bevölkerung in westlichen Ländern spüre diesen Trend bereits. "In 2018 the common person feels increasingly irrelevant. Lots of mysterious terms are bandied about excitedly in ted Talks, at government think tanks, and at high-tech conferences — globalization, blockchain, genetic engineering, AI, machine learning — and common people, both men and women, may well suspect that none of these terms is about them. In the 20th century, the masses revolted against exploitation and sought to translate their vital role in the economy into political power. Now the masses fear irrelevance, and they are frantic to use their remaining political power before it is too late. Brexit and the rise of Donald Trump may therefore demonstrate a trajectory opposite to that of traditional socialist revolutions."

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Buzzfeed vom 04.09.2018

"How Duterte Used Facebook To Fuel the Philippine Drug War"

https://www.buzzfeednews.com/article/daveyalba/facebook-philippines-dutertes-drug-war

Die Beliebtheit von Facebook in der Bevölkerung der Philippinen habe es Präsident Duterte erlaubt, seinen umstrittenen Krieg gegen Drogen mit breiter öffentlicher Unterstützung durchzuführen, schreibt Davey Alba. "Thanks to a social media–hungry populace and heavy subsidies that keep Facebook free to use on mobile phones, Facebook has completely saturated the country. And because using other data, like accessing a news website via a mobile web browser, is precious and expensive, for most Filipinos the only way online is through Facebook. The platform is a leading provider of news and information, and it was a key engine behind the wave of populist anger that carried Duterte all the way to the presidency. (...) If you want to know what happens to a country that has opened itself entirely to Facebook, look to the Philippines. What happened there — what continues to happen there — is both an origin story for the weaponization of social media and a peek at its dystopian future. It’s a society where, increasingly, the truth no longer matters, propaganda is ubiquitous, and lives are wrecked and people die as a result — half a world away from the Silicon Valley engineers who’d promised to connect their world."

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Council on Foreign Relations vom 04.09.2018

"As Germany Moves Toward a More Offensive Posture in Cyberspace, It Will Need a Vulnerability Equities Process"

https://www.cfr.org/blog/germany-moves-toward-more-offensive-posture-cyberspace-it-will-need-vulnerabilit
y-equities

Sven Herpig von der Stiftung Neue Verantwortung in Berlin schreibt, dass Deutschland mit der Gründung des Bundeswehrkommandos Cyber- und Informationsraum neben defensiven Aufgaben auch offensive Reaktionen auf Cyberangriffe verfolgt. Dafür müssten in vielen Fällen Sicherheitslücken im Netz genutzt werden, deren schnelle Schließung eigentlich im öffentlichen Interesse liege. "This puts governments, like Germany’s, in a bind. The vulnerabilities it seeks to exploit for its offensive purposes could also be used by state actors, criminals, and others against it as well as domestic companies, utilities and its citizens. (...) To address this challenge, Germany needs a regulatory framework, one which is proposed in a new report supported by the Transatlantic Cyber Forum. The report proposes that a German vulnerabilities equities process (VEP) be weighed towards immediate vulnerability disclosure, with retention being authorized under specific circumstances and only for limited periods of time."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Merkur vom 23.08.2018

"Eine Welle der Nostalgie. Die akademische Mittelschicht und die illiberale Gesellschaft"

https://www.merkur-zeitschrift.de/2018/08/23/soziologiekolumne-eine-welle-der-nostalgie-die-akademische-m
ittelschicht-und-die-illiberale-gesellschaft/

"Warum gewinnen in westlichen Gesellschaften, die jahrzehntelang durch Pluralisierungs-, Individualisierungs- und Liberalisierungsprozesse geprägt waren, Haltungen, Einstellungen und Gesellschaftsbilder an Bedeutung, die konträr zu diesen Trends stehen? Wieso haben eskalierende Ungleichheiten, anders als noch um die Jahrhundertwende von Linken vorausgesagt, nicht primär zum Erstarken der Kapitalismuskritik geführt, sondern zum Aufstieg rechter Protestbewegungen", fragt Cornelia Koppetsch in ihrer Soziologiekolumne für den Merkur. "Die Suche nach den Ursachen für den Aufstieg des Rechtspopulismus ist inzwischen von einem Nischenthema der Politikwissenschaften zu einem Hauptgegenstand aktueller Zeit- und Gesellschaftsdiagnosen avanciert. Der derzeit einflussreichste Erklärungsansatz sieht den Aufstieg des Rechtspopulismus unter dem Vorzeichen einer Rückkehr der sozialen Frage, einer Rückkehr des 'Hauptwiderspruchs'."

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