US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 16.04.2019

2.1. Deutschland / Europa

Tagesspiegel vom 15.04.2019

"300 Islamisten aus Deutschland auf freiem Fuß"

https://www.tagesspiegel.de/politik/in-syrien-und-dem-irak-300-islamisten-aus-deutschland-auf-freiem-fuss
/24221308.html

Erkenntnissen von Sicherheitsbehörden zufolge sind gegenwärtig immer noch 300 Islamisten aus Deutschland in Irak und Syrien auf freiem Fuß. Frank Jansen berichtet, dass der Aufenthaltsort von hundert weiteren IS-Anhängern aus der Bundesrepublik komplett unbekannt sei. "Ein Teil könnte sich bei den 'Reststrukturen' des IS in Syrien und Irak befinden. Denkbar sei auch, dass türkischstämmige IS-Leute bei Verwandten in der Türkei untergekommen sind. Es sei nicht auszuschließen, dass sich einzelne IS-Anhänger aus Deutschland zu den Ablegern der Terrormiliz in Libyen und auf der Sinai-Halbinsel durchgeschlagen hätten. Insgesamt 1050 salafistische Männer und Frauen waren in den vergangenen Jahren aus der Bundesrepublik nach Syrien und Irak gereist."

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Spiegel Online vom 15.04.2019

"Von Hamburg zum IS und wieder zurück"

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/islamischer-staat-is-der-fall-omaima-a-aus-hamburg-a-1263019.h
tml

Einer Untersuchung der libanesischen Reporterin Jenan Moussa zufolge lebt die deutsche Dschihadistin Omaima A., die vor einigen Jahren nach Syrien ging und dort den Terroristen Denis Cuspert heiratete, heute wieder unbehelligt in Hamburg. "Während Cuspert an der Front kämpft, verbreitet seine Frau Online-Propaganda für den IS. Während der gesamten Zeit steht sie über das Handy in Kontakt mit Angehörigen in Deutschland. Das letzte Foto auf dem Handy stammt von Ende 2015. Deshalb dachte Moussa zunächst, die Frau müsse tot sein. Doch dann entdeckte sie dieselbe Person auf einem aktiven LinkedIn-Profil, das in Deutschland erstellt worden war. Darin gibt sich A. als freischaffende Übersetzerin und Event-Managerin in Hamburg aus. Das Kopftuch hat sie inzwischen abgelegt, ihr Profilbild zeigt eine selbstbewusste Frau mit schwarzem Blazer und weißer Bluse. Wohl niemand käme auf die Idee, dass sie jahrelang einer Terrormiliz angehört haben könnte. (...) Den deutschen Behörden ist der Fall im Grundsatz bekannt. A. reiste demnach im September 2016 über die Türkei wieder in die Bundesrepublik ein. Frauen, die sich auf den Weg zu Terrormilizen wie dem IS in Syrien und im Irak machten, haben relativ hohe Chancen, unbehelligt zurückzukommen. Die deutschen Gerichte werten den bloßen Aufenthalt bei den Dschihadisten nicht als Straftat."

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Telegraph vom 13.04.2019

"Shamima Begum was cruel enforcer in Isil's morality police, say Syrian witnesses"

https://www.telegraph.co.uk/news/2019/04/13/shamima-begum-cruel-enforcer-isils-morality-police-say-syrian
/

Die britische IS-Anhängerin Shamima Begum, die gegenwärtig mit rechtlichen Mitteln um ihre Rückkehr nach Großbritannien kämpft, war einer Zeugenaussage zufolge in der "Moralpolizei" des "Islamischen Staates" aktiv. "Shamima Begum, the Bethnal Green schoolgirl, served in the Islamic State’s 'morality police' and also tried to recruit other young women to join the jihadist group, well-placed sources have told The Telegraph. She was allowed to carry a Kalashnikov rifle and earned a reputation as a strict 'enforcer' of Isil’s laws, such as dress codes for women, sources claimed. The claims are at odds with Miss Begum’s own account of her four years with the group, which she joined at the age of just 15. Miss Begum, now aged 19, has insisted she was never involved in Isil’s brutality but spent her time in Syria as a devoted housewife to a jihadist fighter."

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Augen Geradeaus! vom 12.04.2019

"Geheimdienstkontrolleure lassen 'Rechte Netzwerke mit Bezug zur Bundeswehr' untersuchen"

https://augengeradeaus.net/2019/04/geheimdienstkontrolleure-lassen-rechte-netzwerke-mit-bezug-zur-bundesw
ehr-untersuchen/

Die Geheimdienstkontrolleure des Bundestages wollen Berichten über rechtsextremistische Netzwerke in der Bundeswehr selbst nachgehen, berichtet Thomas Wiegold. "Hintergrund sind zahlreiche Berichte vor allem der taz über ein rechtes Netzwerk, in dem auch aktive Soldaten unter anderem aus dem Kommando Spezialkräfte (KSK) eine wesentliche Rolle spielen sollen. Im Februar hatte zudem Spiegel Online berichtet, dass der Militärische Abschirmdienst zwölf Soldaten der Elitetruppe als Personen mit extremistischem Gedankengut einstufe und beobachte. Der Militärische Abschirmdienst, aber auch die anderen Nachrichtendienste hatten darauf verwiesen, dass es zwar Extremisten in der Truppe gebe, aber keine Hinweise auf entsprechende Netzwerke."

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2.3. Israel / Palästina

The Times of Israel vom 15.04.2019

"The people have spoken. They want to live in Netanyahu’s Israel"

https://www.timesofisrael.com/the-people-have-spoken-they-want-to-live-in-netanyahus-israel/

David Horovitz schreibt, dass die jüngsten Parlamentswahlen in Israel als unmissverständliche Bestätigung der öffentlichen Unterstützung für Premierminister Netanjahus Vision von Israel betrachtet werden müsse. "The people saw everything, internalized what they chose to internalize, and made their decision. No nefarious forces, as far as we know, skewed these elections. The public was not under-informed; nor was it disaffected. The turnout was a healthy 67.9% (compared to 61.4% in the 2016 US presidential elections, or 66.1% in 2015’s British parliamentary elections). The people want to live in Benjamin Netanyahu’s Israel. The people have spoken. Not all the people. But more than enough of them. Israelis’ choice. Israelis’ consequences."

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spiked vom 16.04.2019

"Why Bibi keeps winning"

https://www.spiked-online.com/2019/04/16/why-bibi-keeps-winning/

Daniel Ben-Ami erklärt, dass die Wahlerfolge von Premierminister Netanjahu nicht zu erklären sind, wenn man ihn nur als "Rechtspopulisten" charakterisiert. "There are several reasons why what could loosely be called Bibi-ism is in the ascendant. First, some form of nationalism was always going to appeal to Israeli voters. (...) Second, and related to the point about nationalism, is the reality that Israel does indeed face an existential threat. In that respect Netanyahu is correct. (...) Countries led by other populist leaders – such as the US, Russia, Brazil, India and Hungary – face nothing similar. (...) Finally, there is perhaps the most difficult question of all: the lack of a discussion of peace with the Palestinians in the Israeli elections. On one level it is straightforward. There is no pressure on Israel to come to any accommodation. (...) Although the Palestinians certainly suffer from some discrimination at the hands of the Israelis, the treatment by their supposed friends is even worse. Palestinians are no longer viewed as a grouping that has a right to control their destiny. Instead they are viewed as an identity group whose main goal is to be the recipients of Western pity. (...) Although [Netanyahu] can be justly criticised for many of his policies towards the Palestinians, he is far from alone in creating their plight. On the contrary, the Western critics of nationalism have created a climate in which Palestinians are cast as the ultimate victims of global affairs. And as a result, Palestinians’ own aspirations for national self-determination are taken away from them."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15.04.2019

"Wählen mit versteckter Kamera"

https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/1200-versteckte-kameras-in-israelischen-wahllokalen-16140942.
html

Die Likud-Partei hat offenbar versucht, arabische Israelis mit der Platzierung von mindestens 1.200 Kameras in Wahllokalen von einer Stimmabgabe abzuhalten. Trotz der Proteste gegen die Maßnahme bleiben Neuwahlen der FAZ zufolge aber unwahrscheinlich. "Die Demoskopin Dahlia Scheindlin erwartet ebenfalls keine Neuwahl in den betroffenen Regionen. 'Ich glaube nicht, dass die Kameras die Wahlergebnisse ungültig machen, zumal Wahlumfragen bereits zuvor eine niedrige Wahlbeteiligung vorhergesehen haben', sagte Scheindlin der F.A.Z. Auch wenn sie eine Disziplinarstrafe für den Likud erwarte, könne sie nach derzeitigem Stand 'keine Anomalien im Wahlergebnis erkennen, die auf Einschüchterungsversuche hindeuten'. Die niedrige arabisch-israelische Wahlbeteiligung sei vielmehr auf Apathie und ein Gefühl der Entfremdung zurückzuführen 'nach einem Jahrzehnt wachsender antiarabischer Rhetorik und Politik, insbesondere nach Verabschiedung des Nationalstaatsgesetzes'."

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

CNN vom 15.04.2019

"Pentagon developing military options to deter Russian, Chinese influence in Venezuela"

https://edition.cnn.com/2019/04/15/politics/pentagon-venezuela-military-options/index.html

Das Pentagon entwickelt gegenwärtig auf Anregung von Sicherheitsberater Bolton militärische Aktionspläne, die China, Russland und Kuba davon abhalten sollen, die Maduro-Regierung in Venezuela noch stärker zu unterstützen. "(...) even though Secretary of State Mike Pompeo recently said that 'all options' remain on the table for dealing with Venezuela, several Pentagon officials continue to say there is no appetite at the Department of Defense for using US military force against the Venezuelan regime to try to force it from power. While President Donald Trump has called for Maduro to leave and has said the Russians have to get out of Venezuela, there is no indication he wants to commit US troops to a major military action there. Instead, deterrence options could include US naval exercises in the immediate region to emphasize humanitarian assistance and more military interaction with neighboring countries. The idea would be to challenge any Russian, Cuban or Chinese notion that they could have unchallenged access to the region."

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Deutsche Welle vom 14.04.2019

"Deutsche Welle in Venezuela abgeschaltet"

http://https://www.dw.com/de/deutsche-welle-in-venezuela-abgeschaltet/a-48321167

In Venezuela ist das Sendesignal des spanischen TV-Kanals der Deutschen Welle aus dem Kabelnetz genommen worden. "Warum die venezolanische Rundfunkbehörde Conatel das TV-Signal der DW abgeschaltet hat, ist derzeit nicht bekannt. DW-Intendant Peter Limbourg forderte die venezolanischen Behörden 'mit Nachdruck dazu auf, das Sendesignal der DW wieder zu verbreiten.' Gleichzeitig wies Limbourg darauf hin, dass die Berichterstattung der Deutschen Welle über Venezuela, besonders die erfolgreichen täglichen Schwerpunktsendungen, mit denen die DW über die aktuelle Lage in dem Land informiert, auch über soziale Medien und über den YouTube-Kanal der DW zu empfangen sind."

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Spiegel Online vom 14.04.2019

"Wie Mütter mit Drohnen nach ihren entführten Kindern suchen"

https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/mexiko-wie-muetter-mit-drohnen-nach-ihren-entfuehrten-kindern
-suchen-a-1262298.html

In Mexiko versuchen Mütter und Großmütter diesem Bericht von Sonja Peteranderl zufolge, ihre im Verlauf des Drogenkriegs verschwundenen Kinder mit Hilfe von Drohnen wiederzufinden. "Mehr als 40.000 Personen gelten derzeit als vermisst. Viele werden ermordet und in Massengräbern verscharrt. Teils stecken auch Polizei und Militär hinter Entführungen und Morden. Familienangehörige ziehen selbst mit Werkzeugen wie Stöcken, Pickeln und Spaten los, um nach den Verschwundenen zu suchen - und in manchen Bundesstaaten fahnden Mütter und Großmütter auch mit Drohnen nach Spuren ihrer verlorenen Kinder oder deren Überresten. Drohnen würden bei der Suche nach Verschwundenen einen 'absoluten Paradigmenwechsel' darstellen, sagt der mexikanische Journalist Oscar Balmen dem SPIEGEL. 'Die Suchtruppen bestehen fast nur aus Müttern und Großmüttern zwischen 50 und 70 Jahren, die große Flächen wie Hügel und Ebenen absuchen müssen, aber aufgrund ihres Alters nur ein sehr kleines Gebiet abdecken können. Drohnen erlauben es ihnen, auch höhere und unzugängliche Zonen zu erreichen.'"

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

The Moscow Times vom 15.04.2019

"Russia Has Ceased 'All' Cooperation With NATO, Foreign Ministry Official Says"

https://www.themoscowtimes.com/2019/04/15/russia-has-ceased-all-cooperation-with-nato-foreign-ministry-of
ficial-says-a65238

Nach der Warnung des scheidenden NATO-Oberbefehlshabers vor einer mangelnden Kommunikation zwischen Russland und den USA hat der stellvertretende russische Außenminister Alexander Grushko bestätigt, dass es zwischen der NATO und Moskau gegenwärtig keinerlei Kooperation gebe. "Russia has stopped all cooperation with the North Atlantic Treaty Organization (NATO), Deputy Foreign Minister Alexander Grushko said in an interview with state media on Monday. The Western alliance suspended military and civilian cooperation with Russia in the spring of 2014 in response to Moscow’s annexation of the Crimean peninsula. Several disputes, including a naval standoff in the Kerch Strait and the U.S. withdrawal from a Cold War-era nuclear treaty, have further strained ties between Russia and the 70-year-old bloc. 'NATO has itself abandoned a positive agenda in its relations with Russia. It doesn’t exist,' Grushko told the state-run RIA Novosti news agency. Grushko, Moscow’s permanent representative at NATO between 2012 and 2018, said the current standoff mirrors the Cold War “status quo” that brought about NATO’s creation in 1947. The diplomat warned NATO against military conflict with Russia, saying 'all sensible people hope it doesn’t happen.'"

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5. NSA / Überwachung / Big Data

Süddeutsche Zeitung vom 13.04.2019

"Wir gingen die Depeschen durch, er ging Twitter durch"

https://www.sueddeutsche.de/digital/julian-assange-wikileaks-james-ball-1.4408097

Der investigative Journalist James Ball, der 2010 bei WikiLeaks arbeitete, erläutert in diesem Interview, warum der verhaftete Julian Assange trotz Charakterschwächen und kritikwürdiger Aktionen unterstützt werden sollte. "Wenn die USA Beweise haben, dass er als Agent für Russland agiert oder persönlich Datenbanken gehackt hat, dann könnte das ein Fall fürs Gericht sein. Doch was sie ihm jetzt vorwerfen, halte ich für sehr technisch, eine Petitesse. Chelsea Manning wollte das Material leaken, sie soll mit Assange kommuniziert und ihn gebeten haben, ein Passwort für sie zu knacken. (...) Denken Sie an Edward Snowden. Das Erste, was Journalisten sich anhören mussten, war: Die Regierung kann euch unter dem 'Espionage Act' verfolgen. Wir müssen die Norm verteidigen, dass Journalisten nicht verfolgt werden. Sie erodiert nicht, indem der Chefredakteur der New York Times angegriffen wird. Man greift Außenseiter wie Assange an, den viele Leute nicht verteidigen wollen. Das kriminalisiert den Journalismus an sich."

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Tageszeitung vom 14.04.2019

"Für journalistische Arbeit angeklagt"

https://www.taz.de/!5584961/

Auch der Whistleblower Daniel Ellsberg verteidigt Julian Assange gegen die Vorwürfe der US-Regierung. "Wenn Julian in den USA vor ein Gericht käme, hätte er keine Chance auf einen fairen Prozess. Wer unter dem Spionagegesetz oder unter irgendeinem anderen Gesetz angeklagt wird, das benutzt wird, um offizielle Geheimnisse zu schützen, darf im Gerichtssaal nicht über seine Motive sprechen. Dabei spielt es keine Rolle, ob seine Enthüllungen über unrechtmäßiges Handeln eine positive Wirkung hatten, wie bei Ed Snowden, der die Überwachungsmechanismen angeprangert hat, oder bei den Pentagon Papers, die dazu beigetragen haben, den Vietnamkrieg abzukürzen. Als meine Anwälte in meinem Prozess gefragt haben, warum ich die Pentagon Papers an die Öffentlichkeit gebracht habe, erklärte der Staatsanwalt die Frage für irrelevant."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 11.04.2019

"Amazon und Microsoft kämpfen um Cloud-Auftrag des Pentagon"

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/diginomics/amazon-und-microsoft-kaempfen-um-cloud-auftrag-des-pent
agon-16135470.html

Die FAZ berichtet über den Kampf von Amazon und Microsoft um einen lukrativen Auftrag zum Aufbau einer Cloud zur Speicherung der Daten des US-Verteidigungsministeriums. "Schon im Herbst 2018 gingen Analysten davon aus, dass Amazon und Microsoft die besten Chancen haben, den Auftrag zu erhalten: Amazons Vorsprung basiert vor allem auf einem Vertrag mit der CIA aus dem Jahr 2013. Damals hatte das Unternehmen einen Cloud-Vertrag in Höhe von umgerechnet etwa 500 Millionen Euro abgeschlossen. Der Deal mit der CIA hilft dem Unternehmen in der aktuellen Ausschreibung, zu zeigen, dass es die besonders sensiblen Regierungsdaten ausreichend sichern kann. Die Cloud-Sparte von Amazon wächst rasant."

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netzpolitik.org vom 15.04.2019

"Gesichtserkennung: Automatisierter Rassismus gegen uigurische Minderheit in China"

https://netzpolitik.org/2019/gesichtserkennung-automatisierter-rassismus-gegen-uigurische-minderheit-in-c
hina/

Markus Reuter schreibt, dass die chinesische Regierung moderne Überwachungstechnologie und künstliche Intelligenz nutzt, um Angehörige der muslimischen Uiguren-Minderheit "im öffentlichen Raum zu erfassen und zu verfolgen". "Wie jetzt herauskam, sind Gesichtserkennungssysteme in zahlreichen Städten Chinas darauf ausgerichtet, Mitglieder der Minderheit automatisch zu erkennen und zu tracken. Schon im Jahr 2017 war bekannt geworden, dass die Regierung die biometrischen Daten aller Uiguren zwischen 12 und 65 Jahren erfassen ließ. Dazu gehörten die Blutgruppe, Fotos des Gesichtes, ein Iris-Scan, Fingerabdrücke und die DNA. In nur einem Monat sollen nun 500.000 Uigurinnen und Uiguren mittels Gesichtserkennung erfasst und getrackt worden sein, berichtet die New York Times (NYT) unter Berufung auf Dokumente, Datenbanken und Interviews. Es ist das erste bekannte Beispiel, in dem eine Regierung mit Absicht künstliche Intelligenz für Racial Profiling nutzt, zitiert das Blatt einen Experten."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Zeit Online vom 12.04.2019

"Warum ein wichtiger Zeuge die Aussage verweigert"

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2019-04/anis-amri-terroranschlag-untersuchungsauschuss-lka
-berlin-aussageverweigerung

Dem Berliner Oberkommissar L., der gegen den späteren Attentäter Anis Amri ermittelte, droht nun wegen der Verweigerung der Aussage vor dem Berliner Untersuchungsausschuss zum Breitscheidplatz-Anschlag Frida Thurm zufolge ein Ordnungsgeld oder sogar Beugehaft. "'Wir bewegen uns im Spannungsfeld zwischen parlamentarischem Aufklärungsinteresse und den Zeugenrechten andererseits', sagt der Vorsitzende Lenz. 'Niemand macht L. und [seinen Vorgesetzten] O. für den schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland unmittelbar verantwortlich', sagt Lux. 'Aber wir sind es den Opfern und Hinterbliebenen schuldig, die Umstände so gründlich wie möglich aufzuklären.'"

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