US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 10.09.2019

2.1. Deutschland / Europa

Stiftung Wissenschaft und Politik vom 09.09.2019

"Streitkräfte europäischer denken"

https://www.swp-berlin.org/fileadmin/contents/products/aktuell/2019A48_sre.pdf

René Schulz spricht sich in seinem Text für die Stiftung Wissenschaft und Politik für eine Öffnung der Bundeswehr für ausländische Bewerber aus. "Die neue Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hat von ihrer Vorgängerin einige Baustellen übernommen. Neben den großen Themenfeldern Rüstung und Haushalt kommt der Trendwende Personal, wie es in der Bundeswehr heißt, besondere Bedeutung zu. In diesem Zusammenhang wird diskutiert, aus dem EU-Ausland dringend benötigte Fachkräfte wie IT-Spezialisten und Ärzte für die Bundeswehr anzuwerben. Dabei gilt deren Augenmerk vor allem in Deutschland lebenden und Deutsch sprechenden Staatsbürgern aus Polen, Italien und Rumänien, insgesamt rund 595 000 Personen. Wichtige Themen der Debatte sind potentielle Loyalitätskonflikte, die Attraktivität der Gehälter sowie die Qualität der Lebens- und Arbeitsbedingungen. Junge Bewerber legen vor allem auf die letzten beiden Punkte Wert. Die Staatsbürgerschaft spielt dagegen keine entscheidende Rolle."

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2.2. USA

Deutschlandfunk vom 09.09.2019

"Umdenken beim Streitthema Waffen zeichnet sich ab"

https://www.deutschlandfunk.de/us-wahlkampf-umdenken-beim-streitthema-waffen-zeichnet-sich.1773.de.html?d
ram:article_id=458326

Die Positionierung der US-Präsidentschaftskandidaten zu einer Verschärfung der Waffengesetze könnte ausschlaggebend dafür sein, wer die besseren Chancen haben könnte ins Weiße Haus zu ziehen, schreibt Sarah Zerback im Deutschlandfunk. "Die Letzten, die die Botschaft verstehen, sind die Politiker und an diesen Punkt kommen wir glaube ich gerade. Wenn man sich nur mal Walmart und all diese Firmen anschaut, die in der letzten Woche gesagt haben: Tragt keine Waffen mehr in unseren Geschäften, wir verkaufen keine Munition mehr für Sturmgewehre mit großer Kapazität. Das ist ein Kulturwandel. Und der wird so weitergehen, weil wir eine Epidemie haben in diesem Land. Die Menschen verlangen von ihren gewählten Volksvertretern, dass sie handeln und wir glauben, dass ist, was jetzt endlich passieren wird."

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The New Yorker vom 09.09.2019

"The Moral Logic of Humanitarian Intervention"

https://www.newyorker.com/magazine/2019/09/16/the-moral-logic-of-humanitarian-intervention

In der Amtszeit von Barack Obama war Samantha Power als Beraterin und UN-Botschafterin des US-Präsidenten tätig. Dexter Filkins schreibt, dass die frühere Aktivistin in dieser Zeit konsequent ihrem Verständnis von humanitären Militärinterventionen gefolgt sei und entsprechende US-Einsätze in Syrien oder Libyen befürwortet habe. Allerdings habe sich schnell herausgestellt, dass wohlmeinende Motive oft katastrophale Folgen haben können, so Filkins. "Power advocated greater interference in countries’ internal affairs in defense of an unwavering principle of humanitarianism. 'Given the affront genocide represents to America’s most cherished values and to its interests, the United States must also be prepared to risk the lives of its soldiers in the service of stopping this monstrous crime,' she wrote. The book inspired a generation of activists, helping to establish the doctrine of 'responsibility to protect,' which held that the United States and other wealthy countries had an obligation to defend threatened populations around the world. (...) The biggest reason that memoirs from the Obama Administration tend to avoid lingering on humanitarian intervention is simply that the record provides little to brag about: a disaster in Libya and in Syria, and a quagmire in Afghanistan, where the prospects of millions of women, empowered by the removal of the Taliban, hang in the balance. (...) Could Obama have done more? In retrospect, the answer is always yes. Would the results look better? Knowing the answer would require, as Power said of the decision to intervene in Libya, a crystal ball."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Al Jazeera English vom 10.09.2019

"Audio transcripts of Jamal Khashoggi's murder revealed"

https://www.aljazeera.com/news/2019/09/audio-jamal-khashoggi-gruesome-murder-revealed-190909163642769.htm
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Die türkische Zeitung Daily Sabah hat Transkripte der Audioaufnahmen vom Mord am saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi veröffentlicht. "The recordings, obtained by Turkey's national intelligence and made public by the newspaper on Monday, detailed the conversations between the Saudi writer and members of the 15-man hit squad moments before his assassination on October 2, 2018. (...) His body is yet to be recovered. Turkey has called Khashoggi's killing 'premeditated murder' orchestrated by the Saudi government. Saudi officials have countered that claim, insisting Khashoggi was killed in a 'rogue operation', after initially claiming he had left the building before vanishing. (...) The CIA has reportedly concluded that Crown Prince Mohammed ordered the killing, which officials in Riyadh deny. During trials in Riyadh on Sunday, Daily Sabah revealed some of the statements of the hitmen who killed Khashoggi."

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2.5. Zentral- und Ostasien

Blätter für deutsche und internationale Politik vom 09.09.2019

"Hongkongs Dilemma: Ein Land zwei Systeme"

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2019/september/hongkongs-dilemma-ein-land-zwei-systeme

Das Prinzip "Ein Land, zwei Systeme" ist gescheitert, konstatiert Felix Lee in seinem Text für die Blätter für deutsche und internationale Politik. "Im 22. Jahr nach der Übergabe durch Großbritannien sind sich die südchinesische Wirtschaftsmetropole und Festlandchina fremder denn je. Die kommunistische Führung in Peking hoffte lange, in der vereinbarten Übergangszeit von fünfzig Jahren ließe sich die ehemalige britische Kronkolonie nicht nur politisch, sondern auch mental schrittweise einverleiben. Doch das Prinzip 'Ein Land, zwei Systeme' ist gescheitert. Die jungen Leute in Hongkong eint daher das Gefühl, an der Frontlinie eines epischen Konflikts zwischen Freiheit und Unterdrückung zu stehen. Es ist ein Kampf zwischen David und Goliath, und sie sind fest entschlossen, ihn fortzusetzen."

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BBC vom 10.09.2019

"Rohingya crisis: Villages destroyed for government facilities"

https://www.bbc.com/news/world-asia-49596113

Die Regierung in Myanmar hat der BBC zufolge ganze Rohingya-Dörfer zerstört, um an ihrer Stelle Regierungsgebäude und Flüchtlingscamps zu errichten. "On a government tour, the BBC saw four locations where secure facilities have been built on what satellite images show were once Rohingya settlements. Officials denied building on top of the villages in Rakhine state. In 2017 more than 700,000 Rohingya fled Myanmar during a military operation. The UN has described it as 'textbook ethnic cleansing'. Myanmar (also called Burma) has denied large-scale killings by its forces. (...) The government took us to Hla Poe Kaung transit camp, which it says can house 25,000 returnees, who would stay for two months before moving to permanent housing. The camp, which was completed nearly a year ago, is in poor condition; the communal toilets have fallen apart. It was built on the site of two Rohingya villages, Haw Ri Tu Lar and Thar Zay Kone, demolished after the 2017 violence."

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2.6. Afghanistan / Pakistan

Deutsche Welle vom 08.09.2019

"Afghanistan-Diplomatie nicht am Ende"

https://www.dw.com/de/kommentar-afghanistan-diplomatie-nicht-am-ende/a-50346646

Weder die USA noch die Taliban sind wirklich an einem Scheitern der Friedensverhandlungen interessiert, meint Florian Weigand in seinem Kommentar für die Deutsche Welle. "(...) dieses Abkommen (...) leichtfertig in die Mülltonne treten - das kann auch Trump nicht wollen. Immerhin stünde damit ein wichtiges Wahlversprechen auf dem Spiel: Der schnelle Abzug aller US-Truppen aus Afghanistan. Und auf diesem Weg soll es bitte keine weiteren toten Soldaten geben. Da ist das Risiko einfach zu groß, dass sich die Taliban mit gezielten, tödlichen Angriffen auf Amerikaner zurück an den Verhandlungstisch bomben. Die Opfer würden im Wahlkampf auf das Konto von Trump gebucht. Aber auch die Taliban wären gut beraten, ihre Gewaltdiplomatie endlich zu überdenken. Nach den Tweets aus Washington sollten auch sie begriffen haben, dass ihre Bomben nicht die Bresche für einen schnellen Erfolg herbeisprengen können."

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Deutschlandfunk vom 09.09.2019

"Die Taliban sitzen am längeren Hebel"

https://www.deutschlandfunk.de/friedensgespraeche-in-afghanistan-die-taliban-sitzen-am.694.de.html?dram:a
rticle_id=458330

Mario Dobovisek im Gespräch mit dem CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt über Folgen, die sich aus dem Abbruch der Friedensgespräche in Afghanistan ergeben könnten. "Zunächst einmal bedeutet der Abbruch von solchen Friedensverhandlungen immer große Enttäuschung auf allen Seiten, insbesondere natürlich in Afghanistan. Deswegen ist es schwierig, die Motivation zu finden, neu anzufangen. Aber ich glaube letztlich, es gibt keine Alternative dazu, dass es einen Friedensprozess unter Einbeziehung der Taliban gibt. Die Frage ist, ob der amerikanische Präsident selbst einen neuen Anlauf machen kann, oder ob möglicherweise die Vereinten Nationen oder die Europäische Union hier möglicherweise aktiv werden könnte."

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The Atlantic vom 09.09.2019

"What Really Prompted Trump to Call Off Afghan Peace Talks"

https://www.theatlantic.com/politics/archive/2019/09/afghanistan-peace-talks-were-rocky-start/597685/?utm
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Uri Friedman und Kathy Gilsinan sind der Ansicht, dass die US-Regierung den jüngsten Selbstmordanschlag der Taliban in Kabul als willkommene Gelegenheit genutzt habe, um einen Verhandlungsprozess zu beenden, der nicht die gewünschten Resultate erzielt habe. "The latest bout of bloodshed may have played some role in the actions Trump just took, but it is also a convenient out for an administration that had gone all in on a floundering initiative. One of the expectations of any pact, for example, was that the Taliban would not only disown al-Qaeda, but also guarantee that its territory wouldn’t be used by jihadists to launch attacks against the United States. It’s far from clear that the Taliban would have been willing or able to enforce that condition, especially once the U.S. military fully withdraws from the country. (...) Then there’s the matter of whether the United States was really prepared to pull all its forces out of Afghanistan. (...) as with its negotiations with China, Iran, and North Korea, which Pompeo deliberately drew comparisons to yesterday to illustrate Trump’s intolerance for anything short of stellar deals, the U.S. administration has struggled to trade in the leverage it has amassed in Afghanistan for a diplomatic breakthrough."

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Radio Free Europe/Radio Liberty vom 09.09.2019

"Why Did Trump Call Off The Taliban Talks: A Negotiating Tactic, Washington Worries About The Deal, Or Showmanship?"

https://www.rferl.org/a/trump-taliban-talks-/30155367.html

Einige Experten glauben, dass der plötzliche Abbruch der US-Gespräche mit den Taliban Teil der amerikanischen Verhandlungstaktik sei. "U.S.-Taliban talks are likely to resume at some point because many say there is no military solution to the conflict as no side is able to break the current military stalemate in its favor. Pompeo said Washington is still interested in agreeing to a deal, while the Taliban said it was hopeful negotiations could resume. Analysts said Trump’s abrupt end to talks could be a negotiating tactic to get more concessions from the Taliban. Jonathan Schroden, a security expert at CNA, a U.S.-based nonprofit research and analysis organization, said it would be 'typical Trump brinksmanship to angle for a better deal.' (...) 'If U.S. negotiations resume with the Taliban, the U.S. will certainly want to pursue a deal that obliges the insurgents to lay down arms before any U.S. troops leave the country,' said [Michael Kugelman, South Asia associate at the Woodrow Wilson International Center for Scholars in Washington]. 'The question will be what the U.S. does to give the Taliban an incentive to agree to such a concession.'"

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Council on Foreign Relations vom 09.09.2019

"Time to Reboot the Mistake-Riddled U.S.-Taliban Peace Talks"

https://www.cfr.org/in-brief/time-reboot-mistake-riddled-us-taliban-peace-talks

Auch Max Boot hält einen Neustart der Verhandlungen mit den Taliban für angebracht. Allerdings müssten dabei drei "kritische Fehler" der ersten Gesprächsrunden korrigiert werden. "Mistake #1: Negotiating Without the Afghan Government. (...) The danger of this approach is that it would abandon a U.S. ally in Kabul while leaving the Taliban free to step up their offensive once U.S. troops depart. Afghan President Ashraf Ghani might have suffered the same fate as President Mohammad Najibullah, who was overthrown and eventually killed after the Soviets withdrew their troops in 1989. (...) Mistake #2: No Cease-fire. Another mistake that the administration made was not to insist on a cease-fire as the price of a U.S. troop drawdown. (...) Mistake #3: Signaling Total Troop Withdrawal. It is entirely possible, of course, that the Taliban will not agree to any of these terms. But better no deal than a bad deal. Even without an accord, the United States can probably afford to reduce its troop presence in Afghanistan to around the level — roughly nine thousand troops — from when Trump entered office. (...) President Barack Obama’s troop pullout from Iraq in 2011 offers a cautionary lesson: the resulting power vacuum led to the rise of Islamic State and necessitated the return of U.S. forces."

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The Week vom 06.09.2019

"Does America have a moral imperative to stay in Afghanistan forever?"

https://theweek.com/articles/862985/does-america-have-moral-imperative-stay-afghanistan-forever

Damon Linker widerspricht der Vorstellung, dass ein vollständiger Abzug der US-Truppen aus Afghanistan eine "Niederlage" oder gar ein moralisches Versagen wäre. "There is the premise: That it is in American interests to take responsibility for the security and protection of the people of Afghanistan. And that premise follows from a more fundamental and far-reaching one: That the internal politics of other nations is our business — because our interests are wrapped up with the fate of human rights around the world. When it comes to the specific case of Afghanistan, this premise implies that we should be willing to maintain a strong presence in the country indefinitely, for as long as necessary to prevent its fragile democratically elected government from collapsing in the face of domestic illiberal and anti-democratic forces. But is this true? (...) We should do what we can, short of war, to smooth the path to reform in places embroiled in bloody civil wars and plagued by despotism. But that doesn't mean the bad things that happen around the world are our fault or responsibility. We should go to war, reluctantly, when necessity requires it, in order to defend ourselves. We should not go to war, or stay at war, to avenge someone else's injustice, or to provide security and protection to citizens of other countries."

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2.7. Subsahara-Afrika

Zeit Online vom 08.09.2019

"Ein Toter bei fremdenfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-09/suedafrika-fremdenfeindliche-ausschreitungen-ein-toter-johann
esburg

Zeit Online berichtet über die fremdenfeindliche Ausschreitungen in Südafrika. "In den vergangenen Tagen waren bei ausländerfeindlichen Ausschreitungen in Johannesburg, Nigeria und Pretoria mindestens zehn Menschen getötet worden. Dutzende von Geschäften, die von Einwanderern betrieben werden, wurden geplündert und verwüstet. Die Ausschreitungen führten in mehreren afrikanischen Ländern zu wütenden Demonstrationen. Südafrika ist Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft und ein wichtiges Einwanderungsland für Menschen aus den Nachbarländern Lesotho, Mosambik und Simbabwe, aber auch aus weiter entfernten Regionen, darunter Nigeria und Südasien."

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2.8. Mittel- und Lateinamerika

Deutschlandfunk vom 07.09.2019

"Bolsonaro und das Waffenrecht"

https://www.deutschlandfunk.de/brasilien-bolsonaro-und-das-waffenrecht.724.de.html?dram:article_id=458290

Bereits vor dem Inkrafttreten einer neuen Regelung für Polizisten in Brasilien, die vorsieht, Beamte rechtlich nicht zu belangen, wenn sie im Dienst einen Menschen erschossen haben, steigt die Zahl der Toten durch Polizeigewalt im Land an, konstatiert Azadê Pesmen im Deutschlandfunk. "Brasilianische Polizisten sollen nicht rechtlich belangt werden, wenn sie jemanden im Dienst erschießen – auch Unschuldige. Das ist der Plan von Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro. Die Folge: Die Zahl der Toten durch Polizeigewalt steigt bereits jetzt. Sogar Kinder sterben durch Polizeikugeln."

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Foreign Policy vom 08.09.2019

"How to Keep the Colombian Peace Deal Alive"

https://foreignpolicy.com/2019/09/08/how-to-keep-the-colombian-peace-deal-alive-farc-duque-uribe-colombia
/

Obwohl einige führende Farc-Rebellen den bewaffneten Kampf gegen die Regierung in Kolumbien wieder aufnehmen wollen, glaubt Megan Janetsky, dass das Friedensabkommen noch gerettet werden könne. Hierfür sei allerdings entscheidend, dass die Regierung damit beginnt, wichtige Teile des Abkommens umzusetzen. "Nearly one-third of the accord’s 578 provisions have not been implemented at all, and the implementation of another third has barely begun, according to an April report by the University of Notre Dame’s Kroc Institute for International Peace Studies. In particular, the government has failed to move quickly on rural development and effectively reintegrating former rank-and-file FARC members, as well as addressing a pattern of hundreds of targeted killings of social and community leaders since 2016. Those failures represent 'death by a thousand cuts' to the peace in Colombia, according to Adam Isacson of the Washington Office on Latin America. (...) With all eyes on the Colombian government, the coming months will determine both if Duque’s words and actions will escalate or defuse the situation and how many guerrillas may follow the lead of Márquez and other rebels, said [Ariel Ávila, the deputy director of the Peace and Reconciliation Foundation, a Colombian research group]."

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Center for Strategic and International Studies vom 03.09.2019

"Are Sanctions Working in Venezuela?"

https://www.csis.org/analysis/are-sanctions-working-venezuela

Moises Rendon hält die US-Sanktionen gegen Venezuela in seiner Kurzanalyse für das Center for Strategic and International Studies für ein geeignetes Mittel, um die Maduro-Regierung unter Druck zu setzen. Er empfiehlt eine Ausweitung der Strafmaßnahmen. "The first important step is to encourage multilateral adoption of currently targeted sanctions. Unilateral sanctions, even from the most powerful economy in the world, have limited results. In addition to incorporating allied neighbors Colombia and Brazil, the United States should take advantage of the Lima Group, which has recently taken a strong stance on Maduro’s crusade against democracy. (...) The United States and its allies must use sanctions deliberately as a tool to shut down Maduro’s criminal activities. (...) Another method could be the reallocation of assets recovered from sanctioned officials in the Venezuelan government and military. These assets could be forfeited to nongovernmental organizations helping the most deprived Venezuelans. (...) Sanctions can take time to have their intended effect and, even when successful, are not sufficient to dismember and rebuild a government. They are simply a tool for coercing good behavior. In order to help Venezuelans restore their democracy, sanctions are key to increasing pressure on the Maduro regime. But a focus on targeted sanctions is not enough. Having a feasible exit ramp for Maduro and his inner circle while having a compassionate effort at humanitarian assistance are crucial."

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Foreign Affairs vom 03.09.2019

"Plan B in Venezuela"

https://www.foreignaffairs.com/articles/venezuela/2019-09-03/plan-b-venezuela

Michael J. Camilleri meint dagegen, dass die US-Regierung ihr "maximalistisches" Ziel eines Sturzes der Maduro-Regierung in Venezuela aufgeben und realistischere Ziele verfolgen sollte. "Rather than clinging to the fading hope that pressure alone will topple Maduro, Washington should reorient both its sanctions policy and its diplomatic engagement around the search for a negotiated pathway to elections. At the same time, it must reckon far more seriously with the humanitarian dimensions of Venezuela’s crisis — including the damage done by U.S. sanctions. (...) Sanctions still have an important role to play, and they provide Guaidó with his best source of leverage. But the United States must calibrate its sanctions policy more closely to its diplomatic agenda. (...) For negotiations to be viable, the White House must be willing to swallow some bitter pills and even to incur the displeasure of the Guaidó coalition and Congress. Acknowledging Maduro as Venezuela’s de facto leader, even if Guaidó is the country’s legitimate leader, will be particularly difficult to stomach. But if there is to be any hope that talks will lead to democratic elections, Maduro must be allowed a seat at the table and a potential role in the transition, provided his powers are sufficiently constrained."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

ipg-journal vom 03.09.2019

"Russland nicht in die Arme Chinas treiben"

https://www.ipg-journal.de/interviews/artikel/russland-nicht-in-die-arme-chinas-treiben-3695/

Claudia Detsch im Gespräch mit dem Leiter des "Institut de Relations Internationales et Stratégiques" (IRIS), Pascal Boniface, über die französische Außen- und Sicherheitspolitik unter Emmanuel Macron. "Emmanuel Macron will sich auf eine europäische strategische Autonomie hinbewegen. Er greift damit auf ein altbekanntes französisches Projekt im Stile De Gaulles und Mitterrands zurück, zu dem er sich bekennt. Diese europäische strategische Autonomie soll nicht gegen die Vereinigten Staaten gerichtet sein. Sie besteht einfach darin, aus einer Abhängigkeit herauszukommen, deren historische Wurzeln (der Kalte Krieg und die drohende sowjetische Übermacht) nicht mehr existieren."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Zeit Online vom 07.09.2019

"Ich fühle mich, als ob ich einer riesigen Bedrohung gegenüberstehe"

https://www.zeit.de/campus/2019-09/rassismus-osten-ostdeutschland-afd-landtag

Zehn junge Ostdeutsche mit Migrationshintergrund berichten auf Zeit Campus über ihre Erfahrungen mit Alltagsrassismus in Ostdeutschland. "Die AfD wurde in Sachsen und Brandenburg vergangenen Sonntag zweitstärkste Kraft im Landtag. In Brandenburg mit einem Kandidaten, der früher mit Neonazis marschierte. In Sachsen mit einem, der vergangenes Jahr an den rechtsradikalen Demonstrationen in Chemnitz teilnahm. Wir wollten mit denen sprechen, die der Hass, die Vorurteile und Politik der AfD trifft: People of Color, Kinder von Migrantinnen, Geflüchtete. ZEIT Campus ONLINE hat mit zehn jungen Ostdeutschen über den Erfolg der AfD gesprochen. Wir wollten wissen: Wie geht es euch? Das sind ihre Antworten."

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