US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 16.09.2019

2.1. Deutschland / Europa

Deutsche Welle vom 14.09.2019

"Wieder Gewalt bei Gelbwesten-Protesten"

https://www.dw.com/de/wieder-gewalt-bei-gelbwesten-protesten/a-50435997

In der westfranzösischen Stadt Nantes ist es zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei gekommen, berichtet die Deutsche Welle. "Die Ausschreitungen in Nantes zeichneten sich durch hohe Aggressivität aus. Auffällig wenige Teilnehmer des Zuges trugen gelbe Westen, die der Bewegung ursprünglich ihren Namen gegeben hatten. Nach Angaben der Polizei wurden dann aus dem Zug heraus plötzlich Steine geworfen, Geschäfte verwüstet, Mülleimer in Brand gesetzt. Verantwortlich dafür seien Anhänger des sogenannten Schwarzen Blocks. Die Einsatzkräfte reagierten mit Tränengas."

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The Moscow Times vom 13.09.2019

"Russia Ready for Ukraine Peace Talks but Sets Preconditions"

https://www.themoscowtimes.com/2019/09/13/russia-ready-for-ukraine-peace-talks-but-sets-preconditions-a67
287

Die russische Regierung hat vor einer Teilnahme an neuen Verhandlungen des Normandie-Quartetts zur Lösung der Krise im Osten der Ukraine Vorbedingungen gestellt. "Ukraine, Russia, Germany and France last met in October 2016 for talks to implement a peace deal agreed in the Belarussian capital Minsk the year before but which failed to achieve a lasting ceasefire. 'We believe that such a meeting should take place and we agree that it can be held in Paris, as proposed by French President (Emmanuel) Macron,' said Kremlin aide Yuri Ushakov. He said no date had yet been fixed but added that Moscow had three preconditions before it would agree to attend. The rival armed forces in eastern Ukraine should be separated on either side of the line of contact, he said. Also, the wording on a special status for the Donbass region should be agreed and there must also be a preliminary agreement on what the summit's conclusions should be."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

Rolling Stone vom 05.09.2019

"The Pentagon Wants More Control Over the News. What Could Go Wrong?"

https://www.rollingstone.com/politics/political-commentary/darpa-fake-news-internet-censorship-879671/

Das Pentagon hat die Verbreitung sogenannter "Fake News" als Bedrohung der amerikanischen Sicherheit eingestuft und ein Programm zur Bekämpfung vermeintlicher Desinformationskampagnen gestartet. Matt Taibbi hält dies für einen Versuch zur großflächigen Beeinflussung der amerikanischen Medienlandschaft. "If there’s a fake news story out there, it’s the fake news panic itself. It has the hallmarks of an old-school, WMD-style propaganda campaign. It includes terrifying pronouncements by unnamed 'intelligence officials,' unprovable, overblown, or outright fake statistical assertions about the threat (like the oft-cited claim that fake election news had more engagement than real news), open conflation of legitimate domestic dissent with foreign attack, and routine dismissal of experts downplaying the problem (here are two significant studies suggesting the 'fake news' phenomenon is overstated). Of course, the final, omnipresent ingredient in most major propaganda campaigns is the authoritarian solution. Here, it’s unelected, unsupervised algorithmic control over media. We’ve never had a true news regulator in this country, yet the public is being conditioned now to accept one, without thinking of the consequences. (...) While Donald Trump is in the White House, progressives won’t grasp how scary all of this is, but bet on it: In a few years, we’ll all wish we paid more attention when the Pentagon announced it wanted in on the news regulation business."

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Spiegel Online vom 16.09.2019

"Wer half Jemens Rebellen beim Angriff auf das Öl der Saudis?"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/eskalation-am-golf-wer-half-jemens-rebellen-beim-angriff-auf-das-o
el-der-saudis-a-1286971.html

Der Anschlag auf die größte saudische Ölraffinerie demonstriere vor aller Welt die überraschende Verwundbarkeit des weltweit größten Ölexporteurs und wichtigsten Alliierten der USA am Golf, konstatieren Susanne Koelbl und Mohammed al-Kibsi auf Spiegel Online und suchen nach Antworten zu den wichtigsten Fragen in Bezug auf den Drohnen-Anschlag. "Aber wie kamen die Huthi-Rebellen an diese Technologie, die es ihnen ermöglicht, so effektiv auf so große Entfernung zuzuschlagen? Und von welcher Basis starteten die angeblich zehn bewaffneten Drohnen, bevor ihre explosive Ladung auf die Raffinerie und das Ölfeld niederging? Die jemenitische Grenze ist 1000 Kilometer vom Ort des Anschlags entfernt."

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n-tv vom 16.11.2019

"Trump droht mit Vergeltung"

https://www.n-tv.de/politik/Trump-droht-mit-Vergeltung-article21274050.html?fbclid=IwAR3etpsJ8qXlV0CE4mUK
Tp0nNSSejPcSwFImdqBdoXjZgqvkFPb-E_BZOS0

Trotz des Bekenntnisses der jemenitischen Huthi-Rebellen, für den Anschlag auf die größte Ölraffinerie Saudi-Arabiens verantwortlich zu sein, bleiben die USA bei ihrem Verdacht, der Iran stecke hinter den Anschlägen, berichtet n-tv. "Nach den Drohnenangriffen auf die größte Ölraffinerie in Saudi-Arabien hat US-Präsident Donald Trump mit einem Vergeltungsschlag gedroht. Zugleich dementierte Trump auf Twitter seine eigene Aussage, dass er ohne Vorbedingungen zu einem Treffen mit der iranischen Führung bereit sei. Am Samstag hatte US-Außenminister Mike Pompeo den Iran für die Angriffe in Saudi-Arabien verantwortlich gemacht, obwohl sich davor die Huthi-Rebellen im benachbarten Jemen ausdrücklich dazu bekannt hatten."

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Qantara vom 11.09.2019

"Politische Krise in Algerien – Kompromiss in Sicht?"

https://de.qantara.de/inhalt/interview-mit-dem-algerischen-oppositionsfuehrer-soufiane-djilali-politische
-krise-in

Sofian Naceur im Gespräch mit dem algerischen Oppositionsführer Soufiane Djilali über seine Vorschläge für einen Ausweg aus der algerischen Verfassungskrise. "Die Forderung nach institutioneller Reform ist legitim, die Rückkehr zu einer legitimen politischen Führung aber ebenso notwendig. Daher schlagen wir einen Pakt vor. Wir beginnen mit einer Präsidentschaftswahl, fordern aber von allen Kandidaten, sich dazu zu verpflichten, nach der Wahl einen verfassungsgebenden Prozess einzuleiten. Nach der Wahl eines Präsidenten müsste dieser Parlamentswahlen herbeiführen. Somit könnte der Staat seine Funktionen normal ausüben, es gäbe eine Exekutive und Regierungsentscheidungen könnten getroffen werden. Gleichzeitig könnte ein verfassungsgebender Prozess initiiert werden."

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2.5. Zentral- und Ostasien

Le Monde Diplomatique vom 12.09.2019

"Hongkong – Woher die Wut?"

https://monde-diplomatique.de/artikel/!5618884

Wird das Zurückziehen des Gesetzesentwurfs zur Auslieferung von Straftätern von Hongkong auf das chinesische Festland einen endgültigen Ausweg aus der Krise eröffnen, fragt Martine Bulard in Le Monde Diplomatique. "Die politischen Kosten wären für Peking zu hoch. Dennoch dauerte es bis zum 4. September, dass Carrie Lam ihren Gesetzentwurf zurückgezogen hat. Zudem versprach sie, den Empfehlungen eines Untersuchungsausschusses über das Verhalten der Polizei zu folgen. 'Zu wenig und zu spät', lautete die erste Reaktion der radikalsten Gruppen der Protestbewegung. Und doch gibt es erstmals Anzeichen für den Beginn eines politischen Dialogs. Dabei hoffen die Regierungen in Hongkong und in Peking, dass sich die Bewegung allmählich abnutzen wird. Das könnte sich als riskante Wette erweisen."

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Perlentaucher vom 11.09.2019

"Samt Gewehrkugel"

https://www.perlentaucher.de/post-aus-seoul/samt-gewehrkugel.html

John Lambert berichtet aus Seoul über die angespannten Beziehungen zwischen Südkorea und Japan. "Japaner und Koeraner streiten über die Vergangenheit. Die Beziehungen sind so vergiftet, dass Reisen zwischen den beiden Ländern seltener werden und sich die Konsumenten gegenseitig boykottieren. Wenn wir in Seoul bei Uniqlo einkaufen, ist das für uns von Vorteil."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Foreign Affairs vom 09.09.2019

"How an Alliance System Withers"

https://www.foreignaffairs.com/articles/china/2019-09-09/how-alliance-system-withers

Die andauernde Krise zwischen den beiden US-Verbündeten Japan und Südkorea werde in Washington bisher sträflich vernachlässigt, stellen Bonnie S. Glaser und Oriana Skylar Mastro fest. Dies habe China die Gelegenheit verschafft, eine Vermittlerrolle einzunehmen. "At a trilateral summit with the Japanese and South Korean foreign ministers in late August, for instance, China encouraged the two sides to at least put aside their differences long enough to make progress on a trilateral trade deal. This should give Washington pause. If, in the years ahead, the U.S. alliance system collapses, it is moments like this that will mark the beginning of the end: moments when Beijing, long intent on breaking U.S. alliances in Asia, proved more capable of managing and reinforcing regional order than a distracted United States."

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East Asia Forum vom 14.09.2019

"Why Seoul and Tokyo will keep fighting"

https://www.eastasiaforum.org/2019/09/14/why-seoul-and-tokyo-will-keep-fighting/

Der Korea-Experte Jiun Bang von der University of Southern California erläutert die geopolitischen Hintergründe des Streits zwischen Japan und Südkorea. Er schreibt, dass insbesondere der langjährige US-Partner Südkorea seit dem Ende des Kalten Krieges eine autonomere Rolle anstrebe. "One of the most fundamental shifts in the post-Cold War period in Northeast Asia has been the re-alignment of great powers. Prior to the Cold War, South Korea and Japan were clearly nested under the US security framework. This came under doubt as China emerged as a potential counterbalance to the United States. Japan has remained within the US orbit for the most part, but South Korea has walked a more delicate path owing in part to Seoul’s efforts to fulfil its growing ambition for status and autonomy — both within the US alliance and abroad. (...) Yet no matter how much Seoul contends that it acts according to its own national interests, it is constantly tested about its 'dual loyalties' and is accused of 'trying to have it all'. (...) Unfortunately, an intensified US-China rivalry will demand greater transparency from state actors, not less. Therefore, the Japan–South Korea dissonance will only continue so long as alignments become more rigid and South Korea’s actions are framed as hurting the US–Japan–South Korea partnership."

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The National Interest vom 14.09.2019

"Is the Philippines Becoming Russia’s Newest Ally?"

https://nationalinterest.org/blog/buzz/philippines-becoming-russia%E2%80%99s-newest-ally-80541

Der Kauf russischer Verkehrsflugzeuge durch die Philippinen hat Michael Peck zufolge Spekulationen über eine strategische Annäherung der beiden Länder ausgelöst. "Indeed, Manila seems to be drawing closer to Moscow even as its relations with Washington have worsened. In March 2019, Russian and Philippine officials met to discuss a potential naval pact. In April, two Russian warships docked in Manila. (...) A Russia-Philippines axis would be an incredible turnaround. The Philippines has traditionally been a U.S. ally (as well as an American colony from 1898 to 1946). (...) it is not unheard of for nations to switch partners. A prime example is Egypt, a major recipient of Soviet weapons and advisers during the Cold War, but which is now an American client. India relied on Russian arms for years, but is now buying American equipment, while once-staunch U.S. ally Turkey is buying Russian anti-aircraft missiles."

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The Atlantic vom 15.09.2019

"The U.S. Is About to Do Something Big on Hong Kong"

https://www.theatlantic.com/politics/archive/2019/09/americas-role-hong-kong/597976/?utm_source=feed

Protestierende in Hongkong haben in den vergangenen Wochen immer wieder die US-Flagge oder die amerikanische Nationalhymne als Freiheitssymbole eingesetzt. Uri Friedman und Timothy McLaughlin berichten, dass Washington auf den Hilferuf bald mit einem neuen Gesetz reagieren könnte. "Faced with Trump’s scattershot approach to the ferment in Hong Kong, which doesn’t rank as a high-priority issue for his administration, activists are placing their faith in legislation that ultimately will only be as effective as the executive branch’s willingness to implement it. Nevertheless, Republican Senator Marco Rubio, one of the sponsors of the bill in the Senate, is optimistic that the U.S. government will deliver on its promise. (...) Rubio said he expects the Hong Kong Human Rights and Democracy Act to easily pass in Congress and be signed into law by the president. The legislation, which has bipartisan support in the Senate and the House of Representatives, has emerged as the primary vehicle through which the U.S. government is hoping to deter China from carrying out a Tiananmen Square–like crackdown against peaceful protesters and pressure it into upholding the city’s special status within China. (...) In theory, this would equip the United States with plenty of economic and diplomatic leverage to influence Chinese behavior, but in practice it would be difficult to execute."

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4. Militär und bewaffnete Konflikte

BBC vom 16.09.2019

"Saudi oil attacks: US says intelligence shows Iran involved"

https://www.bbc.com/news/world-middle-east-49712417

Der Angriff auf zwei saudi-arabische Ölanlagen hat die schwelende Krise zwischen den USA und dem Iran wieder angefacht. US-Präsident Trump hat den Verantwortlichen implizit mit militärischer Vergeltung gedroht. "The United States has issued satellite images and cited intelligence to back its claim that Iran was behind attacks on Saudi oil facilities. Iran denies involvement in Saturday's air attacks, which were claimed by Iran-aligned Houthi rebels in Yemen. But unnamed US officials speaking to US and international media say the direction and extent of the attacks cast doubt on Houthi involvement. (...) Unnamed US officials have been speaking to the New York Times, ABC and Reuters. One official said there were 19 points of impact on the targets and the attacks had come from the west and north-west - not Houthi-controlled territory in Yemen, which lies to the south-west of the Saudi oil facilities. The officials said that could suggest launch sites in the northern Gulf, Iran or Iraq."

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Asia Times vom 15.09.2019

"Saudi oil facility attacks may have come from Iraq"

https://www.asiatimes.com/2019/09/article/saudi-oil-facility-attacks-may-have-come-from-iraq/

Stephen Bryen zufolge deutet einiges darauf hin, dass der Angriff auf die beiden saudi-arabischen Ölanlagen durch Iran-treue schiitische Milizen im Irak durchgeführt worden sei. "The leading Iraqi analyst based in the United States is Entifadh Qanbar, President and Founder of the Future Foundation. He previously served as Iraq’s deputy military attaché and as the spokesman and adviser for Iraq’s Deputy Prime Minister. He closely follows developments in his home country and has many associates feeding him information that has more than once proved to be accurate. His information about the attack coming from Iraq is backed by prior history and by Pompeo’s clear declaration. As Qanbar knows, this attack would not be the first time Iran has used Iraq to hit Saudi oil facilities. At least one major previous attack was launched by Iraqi militias and the Iranians from Iraqi territory. Last June the Wall Street Journal carried an important report, based on conclusions reached by US officials, that a May 14 drone attack on Saudi Arabia’s oil industry originated in southern Iraq."

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8. Konflikt der Kulturen

VoxEurop vom 11.09.2019

"Todesgefahr steigt, Asyl-Chancen sinken"

https://voxeurop.eu/de/2019/migration-5123755

Ralph Janik beschreibt die Folgen der verschärften Asylpolitik Europas auf die "Mittelmeerflüchtlinge". "Schließt man eine Route, weichen Flüchtlinge und Migranten schnell auf andere, meist gefährlichere Routen aus. Auf dem Mittelmeer gibt es heute weitaus weniger, aber dafür gefährlichere Überfahrten. Das Risiko, dabei zu sterben, ist so hoch wie nie zuvor. Besonders im zentralen Mittelmeer werden Boote oft nicht rechtzeitig aus der Seenot gerettet. Gleichzeitig steigt dort die Zahl jener, die kaum Chancen auf Zuerkennung eines Schutzstatus bei uns haben, weil sie nicht aus Ländern kommen, in denen Verfolgung droht. In Italien liegt ihr Anteil derzeit bei rund 80 Prozent. Entsprechend hitzig wird in diesem Zusammenhang die Frage diskutiert, wie die Geretteten in Europa verteilt werden sollen, haben doch viele europäische Länder erhebliche Schwierigkeiten bei den Rückführungen von abgelehnten Asylwerbern. Doch gerade deren Anteil steigt Schätzungen zufolge auf der zentralen Mittelmeerroute seit Jahren."

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9. Terrorismus, Fundamentalismus und Extremismus

Jüdische Allgemeine vom 11.09.2019

"Enge Abstimmung bei Bekämpfung von Judenhass"

https://www.juedische-allgemeine.de/politik/enge-abstimmung-bei-bekaempfung-von-judenhass/

Der Zentralrat der Juden in Deutschland sieht in der vereinbarten engeren Zusammenarbeit Deutschlands und Frankreichs im Kampf gegen den Antisemitismus ein "überaus wichtiges Signal". "Der Zentralrat der Juden in Deutschland begrüßt die Kooperation ausdrücklich. Zentralratspräsident Josef Schuster sagte: 'Antisemitismus trifft Juden weltweit und macht an Grenzen nicht halt. Juden in Deutschland und Frankreich beobachten sehr genau, was jeweils im Nachbarland geschieht.' Es sei sehr erfreulich, dass sich ein Austausch beider Länder auf Regierungs- und Expertenebene zum Thema Antisemitismus etabliert habe. Man könne gegenseitig von Erfahrungen profitieren und gemeinsam Strategien zur Bekämpfung des Judenhasses entwickeln. Schuster betonte: 'Die deutsch-französischen Antisemitismus-Konsultationen sind für die jüdische Gemeinschaft in beiden Ländern ein überaus wichtiges Signal: Wir stehen nicht allein.'"

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10. Ökonomie

Reuters vom 16.09.2019

"Oil prices surge nearly 20% after attack on Saudi facilities"

https://www.reuters.com/article/us-global-oil/oil-prices-surge-15-after-attack-on-saudi-facilities-hits-g
lobal-supply-idUSKBN1W00UG

Der Angriff auf die saudi-arabischen Ölanlagen hat zwischenzeitlich zu einem deutlichen Anstieg der Ölpreise geführt. "Saudi Arabia is the world’s biggest oil exporter and the attack on state-owned producer Saudi Aramco’s crude-processing facilities at Abqaiq and Khurais has cut output by 5.7 million barrels per day. The company has not given a timeline for the resumption of full output. Two sources briefed on Aramco’s operations said a full return to normal production volumes 'may take months'. 'To take out over 5% of global supply in a single strike - a volume exceeding cumulative non-OPEC supply growth over 2014-2018 - is highly worrying,' UBS analysts said in a note. (...) Major importers of Saudi crude, such as India, China and Indonesia, will be the most vulnerable to the supply disruption. Saudi oil exports will continue as normal this week as the kingdom taps into stocks from its large storage facilities, an industry source briefed on the developments told Reuters."

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Chatham House vom 14.08.2019

"The Geopolitical Implications of Future Oil Demand"

https://www.chathamhouse.org/publication/geopolitical-implications-future-oil-demand

Paul Stevens von der britischen Denkfabrik Chatham House erwartet, dass die zunehmende Bedeutung erneuerbarer Energieressourcen die geopolitische Rolle des Erdöls, im 20. Jahrhundert Auslöser vieler Konflikte, bald in den Hintergrund rücken lassen könnte. Die Transformation könnte allerdings ihrerseits zu neuen Konflikten führen, so Stevens. "The global energy economy is undergoing a rapid transition from ‘hydrocarbon molecules to electrons’: in other words, from fossil fuels to renewables and low-carbon electricity. Leading energy industry players and analysts – the energy-forecasting ‘establishment’ – are seriously underestimating the speed and depth of this transition. (...) If the transition to renewables and low-carbon electricity happens faster than the energy establishment anticipates, the implications for exporters of oil and for the geopolitics of oil will be very serious. (...). The countries of the Middle East and North Africa (MENA) region will be particularly exposed, with the possible consequences including an increase in the incidence of state failure in a region already suffering the fallout from having signally failed to address the causes of the Arab uprisings since 2011. Increased political and economic turbulence in the MENA region would also have the potential to create serious migration problems for Europe."

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