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US-Soldaten in Afghanistan

Links vom 05.11.2019

2.1. Deutschland / Europa

tagesschau.de vom 04.11.2019

"Warnung vor rechten 'Bürgerwehren'"

https://www.tagesschau.de/inland/buergerwehr-rechtsextremismus-101.html

Die Bundesregierung erkennt in den vermehrt auftretenden "Bürgerwehren" in Deutschland "Ansätze für rechtsterroristische Potenziale". "Das geht nach einem Bericht der 'Neuen Osnabrücker Zeitung' aus einer Antwort des Innenministeriums auf Anfrage der Linken-Bundestagsfraktion hervor. Der Übergang von der 'Bürgerwehr' 'hin zu einem eigenmächtigen Eintreten für Sicherheit und Ordnung abseits des staatlichen Gewaltmonopols oder gar hin zu einem gewalttätigen Handeln' sei fließend. Die Rechtsextremisten würden vorgeben, dass der Staat außerstande sei, die Sicherheit und Ordnung zu gewährleisten, weswegen sie diese Aufgabe übernehmen wollten."

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Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 03.11.2019

"Was ist da los in Almanya?"

https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/imran-ayata-ueber-identitaeten-im-einwanderungsland-deuts
chland-16430133.html

Der deutsch-türkische Autor Imran Ayata meint, dass das "Jahrhundert der Migration" für Deutschland gerade erst begonnen habe. Vor diesem Hintergrund lehnt er die "Herbeibeschwörung" eines "starken Nationalstaates" ab und warnt vor der "Anziehungskraft autoritären Denkens", aber auch vor der "Falle" von Identitäten. "Identitäten sind Gehhilfen und manchmal Sprungbretter. Sie helfen, Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen zu erkämpfen, neue Themen zu setzen und Perspektiven einzubringen. (…) Identitäten sind aber auch Fallen. Manchmal merkt man nicht, wie man in sie tappt. Als Cem Özdemir jüngst mit seiner Kandidatur für den Vorsitz der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen scheiterte, löste dies eine Welle von Solidarität und Enttäuschung aus. In den sozialen Medien überboten sich Journalisten, Akademiker und Kulturschaffende mit Migrationshintergrund darin, zu erklären, wie schade sie es finden, dass einer von ihnen gescheitert war. Was denn politisch für die Wahl Cem Özdemirs gesprochen hätte, ging bei ihren Opferlamenti unter. (…) In der Online-Plattform der postmigrantischen Identitätscommunity 'MiGAZIN' ging man noch einen Schritt weiter und packte die Rassismuskeule aus. Ob es denn sein könne, dass sich hinter der 'generellen Absage an den Türken Özdemir' etwas verberge, nämlich, Achtung!, 'schnöder Rassismus'. Die Demütigung Özdemirs habe bei den Grünen Methode. Nur solange der Migrant keine Ansprüche stelle, sei er geduldet. Dass Özdemir seit Jahrzehnten grüne Politik mitgestaltet und sogar Co-Vorsitzender der Grünen gewesen war, hatte man irgendwie verdrängt."

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Die Welt vom 05.11.2019

"Maas wirft Kramp-Karrenbauer Beschädigung deutscher Außenpolitik vor"

https://www.welt.de/politik/deutschland/article203003090/Nordsyrien-Maas-wirft-AKK-Beschaedigung-deutsche
r-Aussenpolitik-vor.html

Außenminister Maas wirft Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer vor, mit ihrem nicht abgestimmten Vorschlag einer internationalen Sicherheitszone in Syrien die deutsche Außenpolitik "beschädigt" zu haben. "Er glaube, dass der Vorschlag der CDU-Chefin 'weder innerhalb der Bundesregierung noch innerhalb der Union' abgestimmt gewesen sei, sagte Maas am Montagabend im 'Berliner Salon' des Redaktionsnetzwerks Deutschlands (RND). 'So etwas macht keinen guten Eindruck, weder innerhalb noch außerhalb Deutschlands', kritisierte der Außenminister. (…) An Maas‘ Auftritt in der Türkei hatte es zuvor zum Teil heftige Kritik gegeben. Der SPD-Politiker hatte bei der Pressekonferenz mit Cavusoglu zu Kramp-Karrenbauers Nordsyrien-Vorstoß gesagt: 'Überall wird uns gesagt, das sei kein realistischer Vorschlag. Und deshalb haben wir die Zeit genutzt, uns mit den Themen auseinanderzusetzen, die wichtig sind für die Menschen in Syrien jetzt.'"

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2.2. USA

The American Conservative vom 05.11.2019

"It’s Time for a Neo-Nixonian Foreign Policy"

https://www.theamericanconservative.com/articles/its-time-for-a-neo-nixonian-foreign-policy/

Greg R. Lawson erinnert an die außenpolitische Kursänderung der USA unter Präsident Nixon, der sich 1972 mit seinem historischen Besuch in Peking von ideologischen Vorbehalten abwandte und die pragmatische Öffnung zu China einleitete. Nun sei es an der Zeit für eine geopolitisch begründete Abkehr von diesem Kurs, so Lawson. "First and foremost, China and Russia should not ally. This would be a geopolitical disaster for the U.S., which is why it has been a cornerstone for much of Cold War policy since the Nixon era. (…) This calls for recasting the American relationship with Russia at a fundamental level. Specifically, Russia should be split from China in a way not dissimilar from how President Nixon and Henry Kissinger worked to exploit the Sino-Soviet split to counterbalance the Soviets. At that time, China was clearly the weaker power in the triangular diplomatic gambit. Today, it is Russia. NATO should informally recognize that Russia would have what amounts to a sphere of influence. There will be a red line, but the red line will not be set in any former Soviet republic. Ukraine and Georgia will never be admitted into NATO and must remain essentially neutral entities between the West and Russia. If Russia’s western frontiers can be managed, the U.S. should actively encourage Moscow to shift its focus towards Central Asia."

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2.3. Israel / Palästina

Tageszeitung vom 04.11.2019

"Palästinensische Webseiten gesperrt"

https://taz.de/Pressefreiheit-im-Westjordanland/!5635506/

Judith Poppe berichtet über die Entscheidung eines Amtsgerichts in Ramallah im Westjordanland, 59 palästinensische Internetseiten, Blogs und Facebookseiten zu sperren. "In dem Antrag der Staatsanwaltschaft heißt es, dass die Internetseiten die Sicherheit der Palästinensischen Autonomiebehörde und die ihrer Funktionäre gefährde und zu Gesetzesbrüchen anstacheln könnten. Gemeinsam ist den geblockten Seiten, dass sie der Autonomiebehörde kritisch gegenüberstehen."

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2.4. Naher und Mittlerer Osten, Maghreb

The New Yorker vom 04.11.2019

"The Hostage Drama in Iran Drags On — Forty Years Later"

https://www.newyorker.com/news/our-columnists/the-hostage-drama-in-iran-drags-on-forty-years-later

40 Jahre nach dem Beginn der Geiselkrise von Teheran, bei der 52 US-Diplomaten vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981 festgehalten wurden, erinnert Robin Wright an den Vorfall, der die Beziehungen beider Länder bis heute prägt. "On Friday, in the run-up to the fortieth anniversary of the storming of the U.S. Embassy in Tehran, a prominent Iranian cleric called on Iraqis to seize the U.S. Embassy in Baghdad. (…) Speaking for the Supreme Leader, Ayatollah Saidi urged Iraqis to do as the Iranians had forty years ago. 'Right now, the only way for salvation, healing, and release from the American strife in Iraq is for the Iraqi people to draw the lesson from the successful experience of Islamic Iran' — and take over the American Embassy there. The crowd responded with chants of 'Allahu akbar!' ('God is great!') and 'Death to America! Death to England! Death to the hypocrites and the infidels!' It was the same rallying cry invoked by students when they seized the American Embassy in Tehran four decades ago. All these years later, nothing seems to have changed. And it’s hard to see that it will."

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New York Times vom 04.11.2019

"Iraqis Rise Against a Reviled Occupier: Iran"

https://www.nytimes.com/2019/11/04/world/middleeast/iraq-protests-iran.html

In Irak stoße die Einmischung des Irans in irakische Angelegenheiten immer stärker auf öffentlichen Widerwillen, berichtet Alissa J. Rubin. Die andauernden Massenproteste gegen die Regierung richteten sich auch gegen Teherans Einfluss in Bagdad. "While the current leaders of the Iraqi government cower inside the Green Zone, where officials running the American occupation once sheltered, the protesters outside direct their anger against the Islamic Republic of Iran, which they now see as having too much influence. 'Free, free Iraq,' they shout, 'Iran get out, get out.' (…) 'The revolution is not anti-American, it is anti-Iran, it is anti-religion — anti-political religion, not religion as such,' said Saad Eskander, the former head of the Iraqi National Archives. The protesters, he said, were fed up with corruption and the Shiite militias, some of which have evolved into mafias running extortion rackets. But more than that, he added, this is 'a revolution with a social dimension. In Iraq, patriotism was always political, now it has a social justice component.' While Iran is the immediate target of the protesters’ wrath, the fight is larger than that. It is a struggle between younger Iraqis and an older, more cautious generation, between a political elite and a rising cohort that rejects their leadership."

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Standard vom 04.11.2019

"Mindestens acht Tote bei Anti-Regierungsprotesten im Irak"

https://www.derstandard.at/story/2000110645886/drei-demonstranten-in-irakischer-stadt-kerbela-erschossen

Bei den Demonstrationen gegen die irakische Regierung sind am Montag insgesamt mindestens acht Menschen getötet worden. "Bei den Protesten im Irak haben die Sicherheitskräfte nach Angaben von Augenzeugen mit scharfer Munition auf die Demonstranten geschossen. Wie die Augenzeugen berichteten, fielen die Schüsse in der Umgebung des Sitzes des Staatsfernsehens in der Hauptstadt Bagdad. Es war der erste Einsatz scharfer Munition durch die Sicherheitskräfte in der Hauptstadt seit dem Wiederaufflammen der Proteste am 24. Oktober. Seit Beginn der Proteste gegen die Regierung im Irak am 1. Oktober wurden landesweit etwa 270 Menschen getötet. Mehr als 11.000 wurden verletzt."

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NBC News vom 04.11.2019

"'Defeated' ISIS has found safe haven in an ungoverned part of Iraq"

https://www.nbcnews.com/news/mideast/defeated-isis-has-found-safe-haven-ungoverned-part-iraq-n1076081

Im Norden Iraks habe der "Islamische Staat" ein Gebiet außerhalb der Kontrolle Bagdads übernommen, berichtet Courtney Kube unter Berufung auf Militärkreise. "Just months after the Islamic State militant group lost the last of its territory in Syria, and days after its leader, Abu Bakr al-Baghdadi, was killed in a U.S.-led raid, the group has found safe haven in a remote, ungoverned space in Iraq, as foreign fighters move across the border from Syria, military officials tell NBC news. 'The fight against ISIS is continuous,' said U.S. Marine Corps Brig. Gen. William Seely, commander of Task Force-Iraq. 'We're seeing ISIS fighters move from Syria across hundreds of miles of desert.' Their goal, Seely says, is to re-establish their physical caliphate in the region. (…) ISIS has moved into a valley in a remote mountainous region in Northern Iraq. The valley is controlled by the Kurdish peshmerga on one side and the Iraqi army on the other. But along the dividing line between the two, there are areas — some as wide as five miles — where neither side patrols, giving the militants space to move. And they do, coming out mainly at night."

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Spiegel Online vom 05.11.2019

"Türkei meldet Festnahme von Baghdadis Schwester"

https://www.spiegel.de/politik/ausland/abu-bakr-al-baghdadi-tuerkei-meldet-festnahme-von-schwester-des-to
ten-is-chefs-a-1294878.html

Spiegel Online berichtet über die Festnahme der Schwester des getöteten IS-Anführers al-Baghdadi bei einer türkischen Razzia in Syrien. "'Wir hoffen auf eine wahre Goldmine an Insider-Informationen über die Abläufe im 'Islamischen Staat'', zitiert die Nachrichtenagentur Reuters einen namentlich nicht genannten türkischen Offiziellen. Ihm zufolge seien bei dem Zugriff in der Nähe der syrisch-türkischen Grenze auch der Ehemann und die Schwiegertochter von Awad gefasst worden. Zudem habe sich die Baghdadi-Schwester in Begleitung von fünf Kindern befunden. Unabhängig bestätigen lassen sich die Angaben derzeit nicht."

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2.5. Zentral- und Ostasien

Neue Zürcher Zeitung vom 05.11.2019

"Auch die chinesische Mauer bröckelt: Warum der Einparteistaat des Reichs der Mitte keine Zukunft hat"

https://www.nzz.ch/feuilleton/niall-ferguson-die-chinesische-mauer-broeckelt-ld.1519733

Der britische Historiker Niall Ferguson zeigt sich in diesem Beitrag zum Jahrestag des Falls der Berliner Mauer davon überzeugt, dass der Einparteistaat auch in China langfristig scheitern wird. "Als Lehre aus 1989 sollte man sicherlich nicht auf ein Regime wetten, das im Wesentlichen immer noch auf Lenins und Stalins Einparteistaat beruht. Gut – 70 Jahre nach ihrer Gründung ist die Volksrepublik zweifellos in besserer Verfassung als die Sowjetunion 70 Jahre nach der bolschewistischen Revolution. Zudem sind ihre Führer fest entschlossen, die Fehler der Sowjetunion nicht zu wiederholen. Deshalb wird es in China keine politische Transparenz ('Glasnost') geben – nicht einmal in Hongkong, und entsprechend in nicht allzu ferner Zukunft auch nicht in Taiwan. Nichtsdestoweniger möchte ich mit einer weiteren Vorhersage schliessen. Gegenwärtig verbringe ich mehr Zeit in Peking als in Berlin, und Folgendes sehe ich voraus: Das System des Sozialkredits mit seiner Rund-um-die-Uhr-Überwachung wird nicht verhindern können, dass China im Lauf der nächsten 10 oder 20 Jahre zusammenbrechen wird – aufgrund der Kombination aus sich verlangsamender Wirtschaft, einer wachsenden und anspruchsvollen Mittelklasse, einem chronisch korrupten politischen System, einer zersetzenden Kultur der Heuchelei und einer Fragmentierung, die an der Peripherie bereits eingesetzt hat."

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3. Bündnisse und internationale Diplomatie

Al Jazeera English vom 04.11.2019

"Turkey 'to send back' ISIL prisoners even if citizenships revoked"

https://www.aljazeera.com/news/2019/11/turkey-send-isil-prisoners-citizenships-revoked-191104093057309.ht
ml

Die türkische Regierung will gefangene IS-Kämpfer aus Europa auch dann abschieben, wenn ihnen die jeweilige Staatsbürgerschaft bereits aberkannt worden ist. "Minister of Interior Suleyman Soylu (…) hit out at European countries, saying they were creating 'a new form of international law' by demanding that the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL or ISIS) prisoners be tried where they were caught. He said Turkey had nearly 1,200 foreign members of ISIL in custody and had captured 287 during its recent operation in northeast Syria aimed at clearing the border region from Kurdish fighters it considers 'terrorists'. 'We will send back those in our hands, but the world has come up with a new method now: revoking their citizenships,' Soylu said. 'They are saying they should be tried where they have been caught. This is a new form of international law, I guess.'"

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n-tv vom 04.11.2019

"Türkei will 1200 IS-Kämpfer abschieben"

https://www.n-tv.de/politik/Tuerkei-will-1200-IS-Kaempfer-abschieben-article21373115.html

Die Türkei will IS-Kämpfer in ihre europäischen Heimatländer abschieben, berichtet auch n-tv. Bundesaußenminister Heiko Maas habe auf die "ruppige Gangart" Ankaras bereits reagiert. "(…) Maas kritisierte, dass es keine konkreten Informationen von türkischer Seite zu den IS-Anhängern gebe. 'Es müsste erst einmal rechtssicher festgestellt werden, dass es sich um deutsche Staatsbürger handelt', sagte Maas in Budapest. Handele es sich um Deutsche, sei die Bundesregierung verpflichtet, diese zurückzunehmen. 'Wir wollen aber sicherstellen, dass wir insbesondere bei IS-Kämpfern über ausreichende Informationen verfügen, dass sie vor ein deutsches Gericht gestellt werden und für ihre Taten zur Rechenschaft gezogen werden können', sagte Maas."

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Lawfare vom 04.11.2019

"France Makes a Play to Try Foreign Fighters in Iraq"

https://www.lawfareblog.com/france-makes-play-try-foreign-fighters-iraq

Frankreich versuche derzeit, die irakische Regierung davon zu überzeugen, europäische und insbesondere französische IS-Kämpfer in Irak zu verurteilen, berichtet Jacob Schulz. "Nowhere in Western Europe is the security threat of the United States’s Syria withdrawal more pronounced than in France. The vulnerability to escape and jailbreak of the makeshift Kurdish prisons holding alleged Islamic State members has the fate of 200 French adults (60 of whom are feared jihadis) and 300 French children in question. Around 1,900 French nationals have traveled to join the Islamic State in Syria — more than double the number from any of its Western European peers. France has also been uniquely affected by foreign fighter violence. (…) The substance of France’s diplomatic campaign offers a window into an approach European nations may take to deal with foreign fighters, and the success or failure of the effort will provide early clues as to the feasibility of European ambitions. On Oct. 17, French Minister of Foreign Affairs Jean-Yves Le Drian went to Iraq to pitch a cooperative plan whereby the Iraqis would take custody of all foreign fighters detained in Syria, including the 60 accused French jihadis, and try them in Iraqi courts. (…) A legal challenge, however, provides the most formidable obstacle to France and its European allies: European countries would have to work with Iraq to create a legal framework that satisfies international and European domestic humanitarian standards."

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Al-Monitor vom 04.11.2019

"Baghdadi's death complicates Turkey's plan in Idlib"

https://www.al-monitor.com/pulse/originals/2019/11/turkey-syria-baghdadis-death-complicates-ankara-idlib-
plans.html

Die US-Operation gegen den IS-Anführer al-Baghdadi habe die Position Ankaras im Norden Syriens verkompliziert, schreibt der türkische Kolumnist Fehim Tastekin. Das US-Militär habe klargemacht, dass es im Kampf gegen den IS auch künftig auf die Kooperation mit den syrischen Kurden setze. "Baghdadi's death — particularly the location of the raid — turned the tables in favor of the Kurds, who have long said that Turkey does not effectively fight IS militants in regions under its control. (…) The operations indicate that US forces will continue to pursue jihadi cells with the help of intelligence provided by the Syrian Democratic Forces (SDF). Redur Xelil, a spokesman for the Syrian Kurdish People’s Protection Units (YPG), confirmed that intelligence operations will intensify against IS sleeper cells. (…) Turkey’s integrity in the war on IS once again comes under suspicion. Most importantly, the Donald Trump administration’s decision to not use the Incirlik base and to not share operational details demonstrates that Washington does not trust its NATO ally. This alone is a great source of stress for Ankara. The next question Ankara will likely face is, who are the Turkey-backed forces in Syria? Furthermore, the SDF’s contribution in the raids undermines the legitimacy of Turkey’s claim that the Syrian Kurdish groups are terrorists."

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Zeit Online vom 04.11.2019

"Nichts geht mehr ohne Russland"

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-11/fjodor-lukjanow-russland-syrien-ukraine-wladimir-putin/komple
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Jutta Sommerbauer im Gespräch mit dem Moskauer Kreml-Kenner Fjodor Lukjanow über die russische Außenpolitik. "Die Möglichkeiten Russlands in der internationalen Arena sind gestiegen. Einerseits ist Moskau aktiver, andererseits wollen andere ihre Beziehungen zu Russland ausbauen. Im Nahen Osten etwa: Nachdem sich die Lage in Syrien durch die russischen Anstrengungen radikal verändert hat, wird die Rolle Moskaus ganz anders bewertet. Wäre nicht die Militäroperation in Syrien gewesen, wäre der saudische König niemals nach Moskau gereist. Und hätte Putin unlängst nicht so herzlich empfangen. Am Persischen Golf zählen Stärke und Einfluss. Wenn die Machthaber dort sehen, dass man einflussreich ist, zeigen sie Interesse – umgekehrt nicht. Mit Russland hatte man früher entweder feindliche oder gar keine Beziehungen. Natürlich kauft Riad weiter Waffen der USA. Aber dass die Saudis mit Moskau den Ölpreis absprechen, ist für den Kreml wichtiger."

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