US-Soldaten in Afghanistan

4. Länderstudien

Deutsche Welle (17.09.2014)

http://www.dw.de/graue-eminenzen-um-wladimir-putin/a-17928759

"Graue Eminenzen um Wladimir Putin"
Mikhail Bushuev schreibt, dass der russische Präsident in politischen Fragen im Allgemeinen von zwei Fraktionen beraten werde. Die "Falken" übten dabei nach Ansicht von Experten aktuell deutlich mehr Einfluss aus. "'Die 'Falken' befinden sich im Moment sicherlich im Aufwind', sagte im DW-Interview Ian Bremmer, Russland-Experte und Leiter der politischen Beratungsfirma Eurasia Group. Ein Grund dafür sei, dass die 'Falken' starke Positionen hätten, wenn es um geopolitische Fragen gehe, so Bremmer: 'Die Konfrontation mit dem Westen wegen der Ukraine wird mit extrem nationalistischen, revanchistischen Tönen geführt. Putin geht es hier eher um Geopolitik als um Wirtschaft. Die 'Tauben' gehören zum Wirtschaftsblock der russischen Elite. Deren Einfluss auf diese Politik ist sehr gering.' (...) Den Einfluss der russischen Hardliner solle man aber nicht überbewerten, betonte [der bekannte russische Politikberater Ewgenij Mintschenko]. 'Wenn die 'Falken' Oberhand gewonnen hätten, dann wären russische Truppen bereits in Kiew. Das wäre ein Sieg der 'Falken' gewesen', meint er." Weiter...


Huffington Post (17.09.2014)

http://www.huffingtonpost.com/2014/09/14/nigeria-girls-kidnapped-
5-months_n_5791622.html

"Remember #BringBackOurGirls? This Is What Has Happened In The 5 Months Since"
Charlotte Alfred stellt ernüchtert fest, dass sich mehr als 270 nigerianische Schulmädchen fünf Monate nach ihrer aufsehenerregenden Entführung durch Terroristen der radikalislamischen Boko Haram immer noch in Gefangenschaft befänden. "In May, a Nigerian military official claimed he knew where the girls were being held. A month later, U.S. surveillance planes also spotted a group that officials believed to be the girls. Stephen Davis, an Australian cleric and mediator, said in June that a deal to free the girls had fallen apart three different times in one month. He says that powerful people with 'vested interests' are working to sabotage a deal, and he has accused Nigerian politicians of funding Boko Haram. Nigeria's government has defended its approach to the crisis and warned that a rescue effort might risk the girls' lives." Weiter...


Zeit Online (16.09.2014)

http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-09/ukraine-russland-nato-
eu

"Finnland taugt als Vorbild für die Ukraine"
Wenn es um die sicherheitspolitische Zukunft der Ukraine geht, ist immer häufiger vom Vorbild Finnland die Rede. Theo Sommer schreibt, dass der Umsetzung des finnischen Modells auch eine Mäßigung der ukrainischen Führung vorausgehen müsse. "Jetzt sind Poroschenko und sein scharfmacherischer Ministerpräsident Jazenjuk auch noch auf die Schnapsidee verfallen, an der ukrainisch-russischen Grenze eine Mauer samt Graben und Infrarot-Überwachung zu bauen – und die EU soll einen Teil der Baukosten übernehmen. Da schlägt's doch dreizehn. Wollen wir wirklich 25 Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer einen neuen Eisernen Vorhang durch Europa ziehen? (...) Es ist wohl kein Zufall, dass sich so verschiedene Weltpolitiker wie Henry Kissinger und Zbigniew Brzezinski für eine solche Finnland-Lösung einsetzen. Selbst ein hartgesottener Realist wie der frühere US-Botschafter in Deutschland, John Kornblum, argumentiert: 'Es wäre für die allgemeine politische Atmosphäre besser, wenn die Ukraine künftig eher eine Brücke zum Osten hin wäre als ein westlicher Vorposten.'" Weiter...


Frankfurter Rundschau (15.09.2014)

http://www.fr-online.de/ukraine/ukraine-flirten-mit-der-bombe,264
29068,28417070.html

"Flirten mit der Bombe"
Stefan Scholl berichtet, dass in der Ukraine eine Diskussion über eine nukleare Wiederbewaffnung begonnen habe. "'Hätten wir unsere Kernwaffen behalten, Russland hätte sich nicht auf die Krim gewagt', sagt Mustafa Dschemilew, Parlamentarier und Führer der Krim-Tataren, der FR. Welches atomare Schwellenland werde angesichts des Verrats am Budapester Protokoll künftig die Sicherheitsgarantien der Atommächte ernst nehmen? Manche ukrainische Medien flirten regelrecht mit der Bombe. (...) 'Die Ukraine besitzt die Fachleute und Reaktoren, um Kernwaffen herstellen', sagt der Kiewer Sicherheitsexperte Alexei Melnik. Aber damit schade die Ukraine der eigenen Sicherheit, weil sie dann ihre wichtigste Reserve verlöre, die Unterstützung der westlichen Welt, so Melnik. 'Das ist eine der dümmsten Äußerungen, die unser Verteidigungsminister bisher gemacht hat.' Der Krimtatare Dschemilew wurde nach einem Auftritt vor der UN-Vollversammlung, wo er die gebrochenen Budapester Garantien beklagte, von Vertretern des US-Außenministeriums gebeten, das Thema Atomwaffen künftig ruhen zu lassen." Weiter...


Telepolis (15.09.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42774/1.html

"Nur die Wirtschaft hat noch Vernunft"
Alexander Dill empfiehlt nach der Kritik des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft an den neuen EU-Sanktionen gegen Russland die regelmäßig erscheinenden Ukraine- und Russland-Analysen der Organisation, die seit Jahren realistisch über die Situation in beiden Ländern informierten. "Während die Bertelsmann-Stiftung noch 2012 verbreitete, der ukrainische Staat werde von allen 'relevanten Gruppen und Akteuren und akzeptiert,' und 'Die territoriale Einheit ist nicht in Gefahr', wussten die 7.000 Abonnenten der Ukraine-Analysen des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft bereits 2011 erheblich mehr. 'Die politische Unzufriedenheit ist so groß wie nie', meldete etwa Heike Dörrenbacher, die Osteuropa-Expertin der Friedrich-Naumann Stiftung in Ausgabe 94 der Länder-Analysen. Die größte Bedrohung der Freiheit in der Ukraine sah sie weder im Separatismus, noch in der benachbarten Großmacht Russland. 'Der Autoritarismus', so Dörrenbacher, der in der Herrschaft einer kleinen Clique bestehe, sei die größte Bedrohung nach 20 Jahren Unabhängigkeit." Weiter...


Telepolis (14.09.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42769/1.html

"Nicht mit der Ukraine tauschen"
Martin Hoffmann erläutert in seiner Reportage aus Weissrussland, wie die Ukraine-Krise in der "letzten Diktatur Europas" aufgenommen wird. "In Weißrussland scheint sich eine eigenartige Mischung aus europäischer Normalität und post-sowjetischer Kontinuität etabliert zu haben. Während der Ukraine-Krise blieb es ruhig, es kam weder zu Solidaritätskundgebungen für die Kiewer Demonstranten noch für die Linie des Kremls. 'Die Mehrheit der Menschen hier ist auf Seiten Russlands.' sagt Irina. 'Das liegt vor allem daran, dass die meisten russische Fernsehsender schauen.' (...) Laut Umfragen des Meinungsforschungsinstitutes IISEPS (Independent Institute for Socio-Economic and Political Studies) schauen nur 22% der Weißrussen regelmäßig ukrainische Fernsehsender. Das Meinungsbild im Land ist nach IISEPS stark vom russischen Staatsfernsehen beeinflusst." Weiter...


European Council on Foreign Relations (10.09.2014)

http://www.ecfr.eu/content/entry/commentary_putins_domestic_boost
308

"Putin's domestic boost"
Präsident Putin werde bei seinem Vorgehen in der Ukraine nach wie vor von einer breiten Mehrheit der russischen Bevölkerung unterstützt, berichtet Maria Lipman. "Two-thirds of Russians now believe their country is on the right track. This figure has risen markedly in just one year: in 2013 only 40 percent believed the country was going in the right direction. Ever since the annexation of Crimea, for five straight months now, Putin’s personal approval rating has been over 80 percent. (...) Suddenly, the problems of recent years seem to have receded into the background for Russians. A survey conducted in July showed that 43 percent of Russians believed the situation in the North Caucasus was 'safe and quiet', up from only 18 percent who thought so in January." Weiter...


Blätter für deutsche und internationale Politik (09.09.2014)

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/september/ungarn-o
der-der-antisemitismus-als-suchtkrankheit

"Ungarn oder: Der Antisemitismus als Suchtkrankheit"
Der ungarische Schriftsteller András Bruck beschreibt welche Auswirkungen der neue ungarische Antisemitismus auf sein Leben in Ungarn hat. "Vor 70 Jahren kämpfte Ungarn an der Seite Nazi-Deutschlands gegen die Sowjetunion und schickte seine eigenen jüdischen Staatsbürger in die Konzentrationslager. Heute ist eine offen antisemitische Partei mit 20 Prozent im ungarischen Parlament präsent. Einer ihrer Abgeordneten beantragte kürzlich die Erstellung einer Liste mit Namen der jüdischen Abgeordneten. 'Bloß wegen der Sicherheit' – wie er sagte. Es geht mit Ungarn wirtschaftlich abwärts, einem Großteil der Menschen geht es immer schlechter. In solchen Zeiten sticht die antisemitische Karte immer. Heute frage ich manchmal andere ungarische Juden, mündlich oder per Mail: Hast du keine Angst? So viele Fragen, so viele Antworten: Ich habe Angst; ich habe keine; sollte ich? Wovor?" Weiter...


The Atlantic (09.09.2014)

http://www.theatlantic.com/international/archive/2014/09/russia-p
utin-revolutionizing-information-warfare/379880/

"Russia and the Menace of Unreality"
Russland betreibe in der Ukraine eine "revolutionäre" Art des Informationskrieges, schreibt Peter Pomerantsev. Die "Erfindung" des sogenannten "Neurusslands" sei ein gutes Beispiel dieser Kriegführung. "The new Russia doesn’t just deal in the petty disinformation, forgeries, lies, leaks, and cyber-sabotage usually associated with information warfare. It reinvents reality, creating mass hallucinations that then translate into political action. (...) The invention of Novorossiya is a sign of Russia’s domestic system of information manipulation going global. Today’s Russia has been shaped by political technologists — the viziers of the system who, like so many post-modern Prosperos, conjure up puppet political parties and the simulacra of civic movements to keep the nation distracted as Putin’s clique consolidates power. In the philosophy of these political technologists, information precedes essence." Weiter...


The Christian Science Monitor (09.09.2014)

http://www.csmonitor.com/World/Asia-Pacific/2014/0909/Japan-Germa
ny-shake-off-WWII-arms-constraints.-A-cause-for-concern

"Japan, Germany shake off WWII arms constraints. A cause for concern?"
Deutschland und Japan seien dabei, ihre nach dem Zweiten Weltkrieg wohlbegründete Zurückhaltung in Militär- und Rüstungsfragen aufzugeben, schreibt Peter Ford. "Nearly 70 years after the end of World War II, Germany and Japan are finally loosening the last of the bonds that the victorious allied powers tied to limit their military ambitions. (...) 'As these two powers emerge from the cold war, it is much harder for them to rely on the United States or other allies for their defense,' says Chris Hughes, professor of International Politics and Japanese Studies at Warwick University in Britain. 'They are more exposed to a range of threats ... and they are being pushed by similar pressures into more prominent international roles,' Prof. Hughes adds. Their neighbors are reacting differently, though." Weiter...


Russia in Global Affairs (09.09.2014)

http://eng.globalaffairs.ru/book/Russia-focuses-on-eliminating-Mi
ddle-East-terrorist-threat-16953

"Russia focuses on eliminating Middle East terrorist threat"
Die Bedrohung durch radikalislamische Gruppen im Nahen Osten werde auch von Russland ernst genommen, erläutert Vitaly Naumkin von der Russian Academy of Sciences. In Syrien habe Moskau die Gefahr lange vor dem Westen erkannt. "Moscow has long tried to draw the attention of its foreign partners to the need to combat terrorist groups in Syria, which have now turned into the main force leading the fight against government forces in the country. (...) the US Air Force airstrikes on the positions of IS militants in Iraq have not caused any negative reactions in Moscow, primarily because they were carried out following the appeal of the country’s authorities. Russia is also extremely interested in the elimination of terrorist nests in the region, being itself the object of their threats." Weiter...


The Moscow Times (09.09.2014)

http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/could-is-bring-russ
ia-and-the-us-together/506711.html

"Could IS Bring Russia and the U.S. Together?"
Die Bedrohung durch den Islamischen Staat im Nahen Osten biete den USA und Russland die Gelegenheit, trotz der Konfrontation in der Ukraine weiter zu kooperieren, schreibt Roland Dannreuther von der University of Westminster in London. "It is not like the Cold War period when the U.S. and Soviet Union ritualistically supported different camps in the region. Nowadays, the U.S. and Russia have a common strategic interest in combatting international terrorism, the reason being that this represents a serious threats to the citizens of both countries, as seen in the recent threats from IS to Russia following those to the U.S. (...) There is, therefore, considerable potential for Russia and the U.S. to work together in the Middle East. However, this is clearly conditional on no further escalation in Ukraine. In that context, the likelihood is for conflict and confrontation to extend to other parts of the world, including the Middle East, even when in practice there is such mutual interest for cooperation." Weiter...


NBC News (09.09.2014)

http://www.nbcnews.com/storyline/ukraine-crisis/german-tv-shows-n
azi-symbols-helmets-ukraine-soldiers-n198961

"German TV Shows Nazi Symbols on Helmets of Ukraine Soldiers"
NBC berichtet über eine ZDF-Reportage aus der Ukraine, bei der gezeigt worden sei, dass einige Regierungssoldaten ihre Helme mit Nazi-Symbolen verzieren. "In a report on the fragile cease-fire in eastern Ukraine, Moscow correspondent Bernhard Lichte used pictures of a soldier wearing a combat helmet with the 'SS runes' of Hitler’s infamous black-uniformed elite corps. A second soldier was seen with a swastika on his gear. 'Volunteer battalions from nearly every political spectrum are reinforcing the government side,' the ZDF correspondent said in his report. The video was shot last week in Ukraine by a camera team from Norwegian broadcaster TV2. 'We were filming a report about Ukraine’s AZOV battalion in the eastern city of Urzuf, when we came across these soldiers,' Oysten Bogen, a correspondent for the private television station, told NBC News." Weiter...


NBC News (09.09.2014)

http://www.nbcnews.com/storyline/ukraine-crisis/german-tv-shows-n
azi-symbols-helmets-ukraine-soldiers-n198961

"German TV Shows Nazi Symbols on Helmets of Ukraine Soldiers"
NBC berichtet über eine ZDF-Reportage aus der Ukraine, bei der gezeigt worden sei, dass einige Regierungssoldaten ihre Helme mit Nazi-Symbolen verzieren. "In a report on the fragile cease-fire in eastern Ukraine, Moscow correspondent Bernhard Lichte used pictures of a soldier wearing a combat helmet with the 'SS runes' of Hitler’s infamous black-uniformed elite corps. A second soldier was seen with a swastika on his gear. 'Volunteer battalions from nearly every political spectrum are reinforcing the government side,' the ZDF correspondent said in his report. The video was shot last week in Ukraine by a camera team from Norwegian broadcaster TV2. 'We were filming a report about Ukraine’s AZOV battalion in the eastern city of Urzuf, when we came across these soldiers,' Oysten Bogen, a correspondent for the private television station, told NBC News." Weiter...


European Council on Foreign Relations (05.09.2014)

http://www.ecfr.eu/content/entry/commentary_europe_must_not_negle
ct_the_western_balkans307

"Europe must not neglect the Western Balkans"
Francisco de Borja Lasheras warnt davor, die Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage in den Ländern des Westlichen Balkans im Schatten der Ukraine-Krise zu übersehen. "Negative developments in the Balkans could reverse gains in the region, increase instability in other countries on the EU’s immediate borders, and further weaken Europe’s credibility and cohesion. The situation both in Bosnia and the Former Yugoslav Republic of Macedonia (FYRoM) is deteriorating, with both countries facing challenges from atrophied power-sharing frameworks that elites use to block the path towards the EU. The modernisation process in the region is flagging, and a tarnished, divided EU is often powerless to make real changes to Balkan political dynamics of polarisation, zero-sum games, and toxic nationalism." Weiter...


Die Welt (08.09.2014)

http://www.welt.de/politik/ausland/article131994525/Putins-Triump
h-oder-Sieg-des-Westens-Drei-Szenarien.html

"Putins Triumph oder Sieg des Westens?"
Richard Herzinger entwirft drei Szenarien für die weitere Entwicklung in der Ukrainekrise. "Die Waffenruhe zwischen der ukrainischen Armee und prorussischen Separatisten bröckelt, auf dem Balkan fürchtet man die Einflussnahme Moskaus. Ein Blick auf drei Zukunftsszenarien für die Region." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung (08.09.2014)

http://www.nzz.ch/international/das-elend-eines-unverstandenen-kr
ieges-1.18379058?extcid=Newsletter_08092014_Top-News_am_Morgen

"Das Elend eines unverstandenen Krieges"
Ulrich Schmid berichtet aus der von Separatisten eingeschlossenen ukrainischen Stadt Mariupol, deren Einwohner nicht an einen langen Waffenstillstand glauben wollen. "Draussen die blassgelben Weizenfelder unter sengender Sonne, drinnen die Klage Sergeis. Wer soll das verstehen? Jeder hier hat doch Verwandtschaft jenseits der Grenze! Sie einen russischen Vater, er eine ukrainische Mutter. Man ist verschwägert, verbrüdert, man ist slawisch. Alle sprechen russisch, man kennt sich, verehrt sich, es ist doch nicht so wie auf dem Balkan, wo Albaner und Serben grundverschieden sind und sich schon immer gehasst haben. Niemand hätte einen Krieg für möglich gehalten, niemand! Und nun ist er doch da." Weiter...


The National Interest (05.09.2014)

http://nationalinterest.org/feature/beyond-spying-how-save-the-us
-german-alliance-11204

"Beyond Spying: How to Save the U.S.-German Alliance"
Jackson Janes und Parke Nicholson schreiben, dass der NSA-Skandal die Verschlechterung der Beziehungen zwischen den USA und Deutschland beschleunigt habe. Um diesen Prozess umzukehren, sollten sich beide Länder wieder stärker auf ihre Gemeinsamkeiten konzentrieren. "It is hyperbole to suggest that the uproar over the NSA revelations has irreparably damaged German-American relations. If anything, the issue has revealed the long, productive relationship between the U.S. and German intelligence services since the Cold War. Unfortunately, it also has shown a conspicuous lack of political will to get past our differences. Now that neither country can deny that it is has listened in on the other, it is finally time we get ahead of this dead-end debate and take a wider view of the challenges we both face." Weiter...


Eurozine (03.09.2014)

http://www.eurozine.com/articles/2014-09-03-reemtsma-de.html

"Von Nachbarn, Töchtern und Pistolen"
Eurozine veröffentlicht das Transskript einer Diskussion über die Anexion der Krim vom 16. Mai 2014 im Hamburger Institut für Sozialforschung. "Vorausgegangen war der Debatte ein Leserbrief, mit dem Jan Philipp Reemtsma auf einen Artikel Merkels in der FAZ reagiert hatte. In der sich daraus entspinnenden Korrespondenz entstand die Idee, das Thema mit den Mitarbeitern des Instituts zu diskutieren. Grundlage der Diskussion war neben Merkels Beitrag und Reemtsmas schriftlich dargelegten Einwänden ein weiterer Artikel von Otto Luchterhandt, dem Direktor der Abteilung für Ostrechtforschung an der Universität Hamburg, der ebenfalls in der FAZ erschienen ist." Weiter...


The National Interest (04.09.2014)

http://nationalinterest.org/feature/what-does-china-really-think-
about-the-ukraine-crisis-11196

"What Does China Really Think about the Ukraine Crisis?"
Viele Experten hielten China für den eigentlichen Gewinner der Konfrontation zwischen dem Westen und Russland in der Ukraine, schreibt Lyle J. Goldstein vom U.S. Naval War College. In seiner Analyse chinesischer Veröffentlichungen zum Thema ist Goldstein immer wieder auf Bewunderung für das Vorgehen Putins gestoßen. "Eminent Chinese specialist on international affairs Prof. Wang Jisi of Peking University said in a June 2014 interview with ?? [Finance and Economics] magazine that Putin was the foreign leader that Chinese admired most. While calling for a more cautious and restrained approach himself, Wang also offers that Putin’s popularity in China reflects a general desire for 'strong man politics' and adopting an 'iron wrist [sic] diplomacy.'" Weiter...


Tagesspiegel (02.09.2014)

http://www.tagesspiegel.de/kultur/putins-machtsitz-der-kreml-ist-
das-zentrum-eines-staates/10638084.html

"Der Kreml ist das Zentrum eines Staates"
Ruth Renée Reif im Gespräch mit der britischen Historikerin Catherine Merridale über die Bedeutung des Kremls in der russischen Politik. "Der Kreml ist nicht seit 800 oder 900 Jahren derselbe. Und die Macht ist es genauso wenig. Wenn man den Kreml anschaut, vermittelt er den Eindruck einer historisch unveränderten Sehenswürdigkeit. Aber genau das ist eine große Illusion. Mindestens zweimal in seiner Geschichte wurde er zerstört, Anfang des 17. Jahrhunderts von den polnischen Truppen und 1812 von Napoleons Soldaten, nicht zu reden von den Mongolen in früherer Zeit. Der Kreml wurde viele Male wieder aufgebaut. Wir schauen auf etwas, das sich ununterbrochen verändert. Und wenn man meint, Russland sei immer dasselbe geblieben, kann man das Russland, mit dem wir es heute zu tun haben, nicht verstehen." Weiter...


ipg-journal (01.09.2014)

http://www.ipg-journal.de/kommentar/artikel/putin-reagiert-560/

"Putin reagiert"
Das Journal für Internationale Politik und Gesellschaft dokumentiert in deutscher Übersetzung einen Beitrag des an der University of Chicago lehrenden Politikwissenschaftlers John J. Mearsheimer im US-Magazin Foreign Affairs über die Ursachen der Ukrainekrise. "Die Hauptschuld an der Krise tragen die USA und ihre europäischen Verbündeten. An der Wurzel des Konflikts liegt die NATO-Osterweiterung, Kernpunkt einer umfassenden Strategie, die Ukraine aus der russischen Einflusssphäre zu holen und in den Westen einzubinden. Dazu kamen die EU-Osterweiterung und die Unterstützung der Demokratiebewegung in der Ukraine durch den Westen, beginnend mit der Orangenen Revolution 2004. Seit Mitte der 1990er Jahre lehnen russische Staatschefs eine NATO-Osterweiterung entschieden ab, und in den vergangenen Jahren haben sie unmissverständlich klargemacht, dass sie einer Umwandlung ihres strategisch wichtigen Nachbarn in eine Bastion des Westens nicht untätig zusehen würden. Das Fass zum Überlaufen brachte der unrechtmäßige Sturz des demokratisch gewählten pro-russischen Präsidenten der Ukraine; Putin sprach zu Recht von einem 'Staatsstreich'." Weiter...


Deutschlandfunk (03.09.2014)

http://www.deutschlandfunk.de/angehoerige-russischer-soldaten-das
-schweigen-ist.694.de.html?dram%3Aarticle_id=296379

"Das Schweigen ist schrecklich"
Gesine Dornblüth im Gespräch mit der Vorsitzenden des Komitees der Soldatenmütter St. Petersburg, Ella Poljakóva, über das Leiden und Hoffen Angehöriger russischer Soldaten in den ost-ukrainischen Kampfgebieten. "Die meisten Frauen trauen sich nicht, um einen Kontakt zu kämpfen. 'Sie haben Angst, dass ihr Sohn Nachteile hat, wenn sie reden'". Weiter...


Telegraph (02.09.2014)

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/ukraine/11070341
/Ukraine-crisis-has-displaced-more-than-one-million-people.html

"Ukraine crisis 'has displaced more than one million people'"
Der UN zufolge sind bisher über eine Million Menschen durch die Kämpfe im Osten der Ukraine in die Flucht getrieben worden. "More than one million people have been displaced by the conflict in Ukraine, including 814,000 Ukrainians now in Russia with various forms of status, the UN refugee agency said on Tuesday. Numbers displaced inside Ukraine by the fighting have nearly doubled in the past there weeks to at least 260,000 and more are fleeing, it earlier told a Geneva news briefing. 'It's safe to say you have over a million people now displaced as a result of the conflict, internally and externally together,' Vincent Cochetel, director of the UNHCR's bureau for Europe, later told reporters. 'I mean 260,000 in Ukraine, it's a low estimate, 814,000 in Russia, then you add the rest ... Belarus, Moldova, European Union.'" Weiter...


Carnegie Europe (01.09.2014)

http://carnegieeurope.eu/strategiceurope/?fa=56502

"What Tusk and Mogherini Mean for Europe"
Judy Dempsey kommentiert die Ernennung von Federica Mogherini zur neuen EU-Außenbeauftragten und von Donald Tusk zum neuen Ratspräsidenten im Hinblick auf die künftige europäische Außenpolitik. "If, unlike their predecessors, the two appointees are given full rein to shape EU strategy, these could be crucial positions. With the Ukraine crisis and the conflicts in Europe’s fragile Southern neighborhood deteriorating ever further, the EU is more than ever in need of strong and decisive leadership in Brussels." Weiter...


Frankfurter Rundschau (08.09.2014)

http://www.fr-online.de/kultur/andrej-kurkow-putin-ist-staerker-a
ls-das-gewissen,1472786,28350700.html

"Putin ist stärker als das Gewissen"
Der russischsprachige ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow schreibt in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Rundschau über die Rolle des Vertrauens in der ukrainischen Politik. "Damit so etwas wie Vertrauen überhaupt existieren kann, bedarf es zweier Seiten: derjenigen, der man vertraut, und der, die das Vertrauen entgegenbringt. Zum Beispiel: Staatsmacht und Volk, Arzt und Patient, Fahrer und Passagier. Das Vertrauen muss gegenseitig sein, sonst wird das nichts." Weiter...


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