US-Soldaten in Afghanistan

4. Länderstudien

Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik (26.08.2014)

https://dgap.org/de/think-tank/publikationen/dgapstandpunkt/putin
s-dilemma

"Putins Dilemma"
Stefan Meister untersucht für die Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik gegensätzliche Bestimmungsfaktoren des ukrainisch-russischen Konfliktes. "Im Konflikt um die Ostukraine und die Sanktionsspirale mit der EU und den USA hat sich der russische Präsident Wladimir Putin in eine schwierige Situation gebracht. Einerseits hat er innenpolitisch mit seiner nationalistischen Kampagne im Rahmen der Krim-Annexion und des Konfliktes mit dem „Westen“ eine funktionsfähige Legitimationsressource für seine dritte Amtszeit gefunden. Andererseits hat er damit einen Konflikt mit der EU und den USA begonnen, den er ökonomisch nicht gewinnen kann." Weiter...


Vox (29.08.2014)

http://www.vox.com/2014/8/29/6082769/one-chart-why-putin-invading
-ukraine

"How Putin backed himself into a Ukraine invasion he never wanted"
Nach Ansicht von Max Fisher hat sich der russische Präsident eher ungewollt in die gefährliche Situation in der Ukraine manövriert. Angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage in Russland sei Putin im Jahr 2011 in "Panik" ausgebrochen, das Resultat sei sein zunehmend nationalistischer Kurs von heute. "What makes this so scary is that it means that Putin does not have a rational strategy in Ukraine, because he is not invading for rational strategic reasons. If he had a specific objective, then the West could make some concession or find some way to meet him halfway. But he does not. He is invading because the momentum of the crisis he himself created is careening beyond his control, and there's nothing that he or Ukraine or the United States can easily do to stop it." Weiter...


Die Welt (30.08.2014)

http://www.welt.de/print/die_welt/debatte/article131739962/Russla
nds-Panslawismus.html

"Russlands Panslawismus"
Russland befinde sich seit Jahren in einem Prozess der Abgrenzung von westlichen Werten, schreibt Inga Pylypchuk in ihrem Essay. "Seit der Ukraine-Krise nimmt der Prozess der Abgrenzung vom Westen ein bisher unvorstellbares Tempo ein. Die Verbote, die sich früher auf den Bereich des abstrakt Politischen bezogen, erreichten plötzlich den Alltag. Zwar ist ein Gesetzentwurf zum Verbot des Fremdwörtergebrauchs in der Duma im Juli 2014 noch gescheitert, bereits zum Anfang August trat aber ein umfangreiches Lebensmittelimportverbot in Kraft. Als Antwort auf die Sanktionen des Westens gedacht, hat diese Geste aber auch eine ideologische Dimension. Das gleiche gilt für die beschlossenen Importeinschränkungen für Kleidung und Textilien und für das nun verhandelte Verbot der Einfuhr europäischer und amerikanischer Autos. Die russischen Bürger mögen das Gefühl haben, wieder in die Sowjetunion versetzt worden zu sein. Niemanden würde es wundern, wenn bald wieder Listen verbotener Musikbands, Bücher und Filme veröffentlicht würden." Weiter...


The Week (29.08.2014)

http://theweek.com/article/index/267245/why-the-west-should-let-r
ussia-have-eastern-ukraine

"Why the West should let Russia have eastern Ukraine"
Eine Teilung der Ukraine wäre nach Ansicht von Pascal-Emmanuel Gobry die wohl beste Lösung des aktuellen Konflikts mit Russland. Der nationale Zusammenhalt der Ukraine stehe spätestens seit der Orangenen Revolution von 2004 in Frage, seitdem habe der Westen eine "atemberaubende Inkompetenz" im Umgang mit den zunehmenden Spannungen im Land an den Tag gelegt. "The West should come to an agreement with Russia whereby Ukraine will be split in two, with the Russian-speaking areas annexed to Russia (as they should always have been). So that this is not viewed as a concession out of fear to Russia, what remains of Ukraine should join NATO and receive official EU candidate status (...). Before this is viewed as a straight capitulation to Russia, it should be noted that many in the Kremlin would hate such a deal. Joining even a rump Ukraine to NATO would mean the end of Russia's ambitions beyond its ethnic ken, at least for the foreseeable future. And Russian policymakers value very heavily the idea of having a buffer between Russia and NATO, which is probably one reason Russia still hasn't annexed Belarus." Weiter...


The Euro Crisis in the Press (12.05.2014)

http://blogs.lse.ac.uk/eurocrisispress/2014/05/12/the-irreversibl
e-crisis-of-the-ukrainian-experiment/

"The Irreversible Crisis of the Ukrainian Experiment"
Roberto Orsi von der London School of Economics and Political Science erläutert in seiner schon etwas älteren ausführlichen Analyse, warum der heutige Staat Ukraine die aktuelle Krise möglicherweise nicht überstehen wird. "The crisis in the Ukraine is the crisis of the Ukraine as a state and consequently as a geopolitical entity. As illustrated above, in the 23 years since its independence the Ukrainian state has never really functioned properly in many key areas of what a state should be. While the world hosts a long list of quasi-states, failing states, and failed states, because of its sheer geopolitical location the Ukraine cannot survive intact in the face of mounting international tensions. (...) While the disintegration of the Ukraine takes place as the consequence of geopolitical tensions, it also represents the byproduct of Russia’s resurgence. There is little doubt that Russia’s political project is an imperial one: Russia exists and has existed historically as an empire, and only as an empire, otherwise it would not exist." Weiter...


Neue Zürcher Zeitung (29.08.2014)

http://www.nzz.ch/feuilleton/spaeter-wird-es-einmal-krieg-heissen
-1.18373105

"Später wird es einmal Krieg heissen"
Serhij Zhadan über den Alltag in der Ukraine im Zeichen der Krise. "Das Land klammert sich, so gut es kann, an das zivile Leben, an den ruhigen Schlaf, an die guten Nachrichten. Die meisten Ukrainer wollen den Krieg unter keinen Umständen herbeireden, also versuchen sie das Ausmass der Kriegshandlungen und Zerstörungen im Donbass zu ignorieren. Aber die Ereignisse lassen sich natürlich nicht vollkommen ausblenden. Alle Nachrichtensendungen im Fernsehen beginnen mit Frontberichten. Und zwar sowohl die ukrainischen, verständlicherweise, als auch die russischen, was nachdenklich stimmt." Weiter...


The Moscow Times (28.08.2014)

http://www.themoscowtimes.com/opinion/article/putins-popularity-m
asks-an-uncomfortable-reality/506067.html

"Putin's Popularity Masks an Uncomfortable Reality"
Könnte Wladimir Putin infolge der Ukraine-Krise seine Macht in Moskau verlieren? Ein erzwungener Rücktritt des russischen Präsidenten wäre angesichts der ungewissen Alternativen nicht nur für die russische Bevölkerung, sondern auch für den Westen eine schlechte Nachricht, meint Pyotr Romanov. "Russia lacks effectively functioning political, social and economic systems. The country even lacks a potential successor to Putin: Nobody would claim to hold the No. 2 position in the Russian political hierarchy. And even if such a person did come forward, there is no guarantee he would succeed Putin rather than some 'dark horse' candidate hand-picked by the ruling elite. Putin himself was such a 'dark horse' candidate when he replaced Yeltsin. This accounts for the fears connected with the inevitability of Putin one day leaving the scene. That is fraught with unknown consequences for Russia and — considering Russia's geopolitical significance — the rest of the world." Weiter...


Deutsche Welle (22.08.2014)

http://www.dw.de/weiter-zank-um-russischen-hilfskonvoi/a-17872896

"Weiter Zank um russischen Hilfskonvoi"
International überwiege mit Blick auf den russischen Hilfskonvoi in der Ukraine Besorgnis, schreibt die Deutsche Welle. "Den Mitgliedern des höchsten UN-Gremiums gelang es bei einer Dringlichkeitssitzung nicht, sich auf eine gemeinsame Reaktion zu Russlands eigenmächtigem Vorgehen zu verständigen. Mehrere Staaten forderten bei der eilig einberufenen Sondersitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen Moskau auf, die Lastwagen zurückzurufen, weil sie illegal in das Land gefahren seien. Russland wiederum beteuerte, dass es sich nur um Hilfslieferungen handele. Bei einigen Mitgliedern habe es 'große Besorgnis' gegeben, dass der Konvoi die instabile Situation noch verschärfe, warnte Großbritanniens UN-Botschafter Mark Lyall Grant, in diesem Monat Präsident des Rates." Weiter...


Blätter für deutsche und internationale Politik (23.08.2014)

https://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2014/august/putins-poke
r

"Putins Poker"
Der russische Anschluss der Krim stelle eine Zäsur in der europäischen Geschichte dar, schreibt Manfred Quiring in seiner Analyse des russischen Machtpokers. "Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs okkupierte Moskau einen Teil eines Nachbarstaates, beraubte ein Mitglied der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) ein anderes. Denn nichts anderes ist der Anschluss der Krim an die Russische Föderation, der im Stil einer Schmierenkomödie in die Tat umgesetzt wurde. Zwischen dem sogenannten Referendum – illegitim sowohl nach ukrainischen Gesetzen als auch nach dem Völkerrecht und auch von Russland unterzeichneten Verträgen – und der Beitrittszeremonie im Kreml lagen nur wenige Tage." Weiter...


Stiftung Wissenschaft und Politik (19.08.2014)

http://www.swp-berlin.org/de/publikationen/kurz-gesagt/interview-
putin-verfolgt-das-ziel-einfluss-auf-die-ukraine-zu-wahren-im-zwe
ifelsfall-durch-ihre-dauerhafte-destabilisierung.html

"Putin verfolgt das Ziel, Einfluss auf die Ukraine zu wahren, im Zweifelsfall durch ihre dauerhafte Destabilisierung"
Candida Splett im Gespräch mit Margarete Klein von der Forschungsgruppe "Osteuropa und Eurasien" der Stiftung Wissenschaft und Politik "über Chancen für einen Waffenstillstand in der Ostukraine, die Interessen Russlands im Ukraine-Konflikt und die Frage, welche Schwerpunkte deutsche und europäische Diplomatie nun setzen sollte." Weiter...


The Christian Science Monitor (18.08.2014)

http://www.csmonitor.com/World/Europe/2014/0818/Deja-vu-in-Finlan
d-new-Russia-West-sanctions-war-brings-back-old-memories

"Deja vu in Finland: new Russia-West sanctions war brings back old memories"
Fred Weir berichtet, dass sich Finnland in der aktuellen Krise zwischen dem Westen und Russland in einer besonderen Lage befinde. Politisch verfolge das Land einen Mittelweg zwischen den "EU-Falken" Polen und Großbritannien und Sanktionsskeptikern wie Ungarn und Tschechien. "Russian experts say that even if the Ukrainian crisis abates countries like Poland, which led the charge on amping up sanctions against Moscow, will likely find Russia's door remains closed to their produce. 'Finland has always adopted a realistic attitude about Russia. We know that our geographic location isn't going to change, nor will our basic economic interests. Certain economic relations between Finland and Russia make a lot of sense, and we're pretty sure that will continue to be the case,' says Mr. Korhonen." Weiter...


Al Jazeera English (12.08.2014)

http://blogs.aljazeera.com/blog/europe/ukraines-crisis-leaves-no-
room-old

"Ukraine's crisis leaves no room for the old"
Nazanine Moshiri macht in ihrer Reportage aus Donetsk auf das Schicksal älterer Menschen aufmerksam, die im Gegensatz zu vielen anderen nicht vor der Gewalt in der Ostukraine fliehen können. "As I leave the home, I wonder what will become of these people. They were children when the Second World War tore through their land. They have lived through Stalin’s reign, and then the fall of Communism and the creation of a united and independent Ukraine. They sing Russian songs form the soviet era, but also songs about the rolling fields of Ukraine. Their families are divided in their loyalties; some have probably gone to Russia, and others to Kiev. They have been left alone, old and vulnerable, resigned to just waiting, as war surrounds them once again." Weiter...


tagesschau.de (12.08.2014)

http://www.tagesschau.de/ausland/weltspiegel-china-101.html

"Krieg als Betriebsausflug"
Ariane Reimers berichtet für die ARD aus Peking über Chinas geschichtliche Verarbeitung der japanischen Besetzung. "Es ist noch immer eines der Lieblingsthemen in China: Der Widerstand gegen die japanische Besatzungsarmee im Zweiten Weltkrieg. Sogar auf Betriebsausflügen wird der Krieg nachgespielt - in speziellen Freizeitparks." Weiter...


Russia in Global Affairs (11.08.2014)

http://eng.globalaffairs.ru/redcol/Putin-Has-Stumbled-in-Ukraine-
16866

"Putin Has Stumbled in Ukraine"
Der russische Präsident Putin haben in den vergangenen Jahren seine wichtigen außenpolitischen Ziele erreicht, meint Fyodor Lukyanov. In der Ukraine-Krise sei Putin jedoch von seinem realpolitischen Kurs abgewichen und habe emotional reagiert. "Putin's departure from his usual realistic approach thrust Russia into a serious international crisis. The civil war in eastern Ukraine brought Moscow back from the global level to the local. Russia is now bogged down in an internecine conflict in a neighboring country with unclear goals and questionable methods. Most importantly, the end result of the internal conflict will not impact global politics on a large scale or the current global balance of power. What we can take from this situation is that Russia is undergoing a crisis of purpose. The Soviet identity is definitively gone, and nothing convincing has emerged to replace it. No large-scale national development project, demand for which comes from the populace, has been proposed." Weiter...


Die Welt (09.08.2014)

http://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article131043640/Opa-
erzaehl-mir-von-Europa.html

"Opa, erzähl mir von Europa!"
Geschehnisse des 17. Jahrhundert hätten bereits vorweggenommen wie Europa heute mit der Ukrainekrise umgehe, schreibt der ukrainische Schriftsteller Taras Prochasko in der Welt. "Ein Kosakensturm von 1645 nahm vorweg, was Europa bis heute ist: ein dreigeteilter Kontinent. Warum die Osteuropäer heute gern die Enkel wären, bei denen sich die Großeltern aus dem Westen alles von der Seele reden können". Weiter...


Deutschlandfunk (09.08.2014)

http://www.deutschlandfunk.de/russlands-sanktionen-putin-bestraft
-sein-eigenes-land.858.de.html?dram:article_id=294152

"Putin bestraft sein eigenes Land"
Die als Reaktion auf die Sanktionen des Westens gegen Russland ausgesprochenen Einfuhrverbote westlicher Waren zielen nicht auf den Westen, sondern auf die eigene Bevölkerung, um diese die Konfrontation mit dem Westen direkt spüren zu lassen, schreibt Julian Hans im Deutschlandfunk. "Es geht nicht in erster Linie um Wirtschaft, es geht um Gefühle. In einer noch vor der Veröffentlichung von Putins Ukas durchgeführten Umfrage des unabhängigen Levada-Zentrums befürworteten 72 Prozent der Befragten Strafmaßnahmen gegen westliche Unternehmen als Antwort auf die Sanktionen. Die Verbannung deutscher Wurst und finnischer Milch lässt alle ihren Ärger kollektiv erleben." Weiter...


The National Interest (07.08.2014)

http://nationalinterest.org/feature/be-afraid-europe-russia-ameri
cas-dangerous-clash-heats-11031

"Be Afraid, Europe: Russia and America's Dangerous Clash Heats Up"
Robert Legvold warnt vor einer gefährlichen Eskalationsspirale im Konflikt zwischen dem Westen und Russland. Die russische Führung sei mittlerweile davon überzeugt, dass die US-Regierung mit ihrer Sanktionspolitik nicht mehr nur die Ukraine im Blick habe, sondern einen Regimewechsel in Moskau herbeiführen wolle. Die USA wiederum sollten die langfristigen geopolitischen Folgen eines Konflikts mit Russland nicht übersehen. "None of this argues against taking strong measures to influence Russia’s part in the Ukraine crisis; but it does recommend acting simultaneously on two levels: on one level, to more effectively integrate efforts to end the Ukraine war with efforts to overcome the larger Ukrainian political and economic crisis, in particular, by struggling to shrink the legitimacy chasm between Kyiv and the eastern provinces. On the other, the United States needs to back away from its strenuous efforts to isolate Russia and reengage its leadership, matching sticks with a clear assessment of what it will mean if over this next decade, the two countries act as adversaries, while offering a compelling vision of an alternative future, together with concrete steps that the United States is willing to take to make it happen. Then let Putin’s Russia choose." Weiter...


New Republic (06.08.2014)

http://www.newrepublic.com/article/118995/if-sanctions-against-ru
ssia-succeed-what-follows-putin

"Vladimir Putin Might Fall. We Should Consider What Happens Next."
Julia Ioffe überlegt, was geschehen würde, wenn Präsident Putin tatsächlich durch die Sanktionen gestürzt würde. Die Geschichte Russlands zeige, dass gesellschaftlichen Unruhen nie demokratische Regierungen gefolgt seien. Diese Furcht vor einer unsicheren Zukunft werde von den Anhängern Putins bewusst geschürt und trage einiges zur Stabilisierung von Putins Herrschaft bei. "(...) this is a key part of the Putin worldview when it comes to both foreign and domestic affairs: There’s not much separating you, or anyone, from the void. And, ironically, it’s this fear of the future that keeps Putin in power. It’s a fear that’s not all that ridiculous when you consider that all of the footage illustrating the horrors of a Putinless future is the real footage of Russia’s recent past. (...) Last December, I met up with Gleb Pavlovsky, the man who helped Putin cruise to victory in 2000. 'It’s impossible to say when this system will fall, but when it falls, it will fall in one day,' he told me. 'And the one to replace it will be a copy of this one.'" Weiter...


Russia in Global Affairs (06.08.2014)

http://eng.globalaffairs.ru/book/Russia-has-an-inferiority-comple
x-America-has-a-superiority-complex-16859

"Russia has an inferiority complex, America has a superiority complex"
Im Konflikt in der Ukraine träfen auch der amerikanische Superioritätskomplex und russische Minderwertigkeitsgefühle aufeinander, meint Andrey Tsigankov. "There’s something about Russia’s attempts to establish a strong national identity in the post-Cold War era that clashes with America’s perceptions of its unique role in the world." Weiter...


European Council on Foreign Relations (05.08.2014)

http://www.ecfr.eu/content/entry/commentary_congressional_backlas
h_on_iran_is_a_problem_for_europe_too294

"Congressional Backlash on Iran is a Problem for Europe, Too"
Der US-Kongress hält nicht viel von den notwendigen Kompromissen in den Atomverhandlungen mit dem Iran und könnte ein Abkommen auch nachträglich zum Scheitern bringen. Ellie Geranmayeh meint, dass Europa diese Gefahr ernster nehmen sollte. "Without doing Obama’s job for him, Europeans should outline their interests and reasons for backing a final nuclear deal within the US political debate. Although this may not have much sway with the hawks, it could have a noticeable impact on those members of Congress who are sitting on the fence when it comes to diplomacy with Iran. (...) If the US legislature obstructs a final deal without due cause, the international consensus behind sanctioning Iran to address proliferation concerns would be in danger. This could result in unwanted consequences not only in the Iranian case, but also in building future partnerships with Europe on sanctions, notably with respect to Russia." Weiter...


The Moscow Times (04.08.2014)

http://www.themoscowtimes.com/news/article/no-palace-coup-in-sigh
t-for-russia/504568.html

"No Palace Coup in Sight for Russia"
Experten halten es Ivan Nechepurenko zufolge nahezu für ausgeschlossen, dass Russlands Präsident Putin angesichts des zunehmenden Drucks aus dem Westen von innenpolitischen Gegnern oder mächtigen Oligarchen herausgefordert werden könnte. "Over the years in power, Putin has developed a carefully crafted system in which he stands as the arbiter between different individuals and elite clans, Kremlin-watchers say. No figure has risen high enough to potentially replace him (...). As a result of this set of policies, Putin has secured his position as the unrivaled center of gravity for the Russian political scene. Eighty-five percent of Russians approve of Putin's policies, according to a July survey released by the independent Levada center pollster. The poll was conducted among 1,600 respondents with a margin of error not exceeding 3.4 percent. In this situation, questioning Putin's role is absolutely unimaginable, according to Yevgeny Minchenko, director of the International Institute of Political Expertise. 'Toppling Putin from the top is impossible given the present level of public support for the president,' he said in a phone interview." Weiter...


Tageszeitung (05.08.2014)

http://www.taz.de/Krise-in-der-Ukraine/!143584/

"Die Mär von einem 'sauberen' Krieg"
Marc Sagnol über den Alltag in der ukrainischen Stadt Lemberg im Zeichen der Ukrainekrise. "In Lemberg glauben viele, dass im Osten nur prorussische Separatisten auf Häuser und Zivilisten schießen. Ansonsten sind die Kämpfe ziemlich weit weg." Weiter...


The Diplomat (05.08.2014)

http://thediplomat.com/2014/08/china-is-losing-war-on-terror/

"China Is Losing War on Terror"
Die chinesische Regierung habe bisher keine Antwort auf die Herausforderung durch den "Uighuren-Terrorismus" in der westlichen Provinz Xinjiang gefunden, berichtet Zachary Keck. Die bisherigen Terroranschläge könnten angesichts der repressiven Reaktion Chinas bald in Aufstände der Uighuren übergehen. "(...) far from suppressing the violence, China’s war on terrorism appears to be inflaming it and broadening the terrorists’ base of supporters and sympathizers. By contrast, the violence committed by the Uyghurs appears to be highly targeted at Chinese authorities, Han Chinese, and Uyghurs that support Beijing. This is consistent with their goals of dissuading Han Chinese from living in Xinjiang province, as well as provoking China into an overreaction that will further alienate the Uyghur population." Weiter...


Amnesty International (05.08.2014)

http://www.amnesty.org/en/news/nigeria-gruesome-footage-implicate
s-military-war-crimes-2014-08-05

"Nigeria: Gruesome footage implicates military in war crimes"
Die nigerianische Armee gehe bei ihrer Bekämpfung der radikalislamischen Terrorgruppe Boko Haram im Norden des Landes in brutaler und willkürlicher Art und Weise gegen die Zivilbevölkerung vor, prangert Amnesty International in einem neuen Bericht an. "Gruesome video footage, images and testimonies gathered by Amnesty International provide fresh evidence of war crimes, including extrajudicial executions, and other serious human rights violations being carried out in north-eastern Nigeria as the fight by the military against Boko Haram and other armed groups intensifies. (...) 'This shocking new evidence is further proof of the appalling crimes being committed with abandon by all sides in the conflict. Nigerians deserve better – what does it say when members of the military carry out such unspeakable acts and capture the images on film?' said Salil Shetty, Amnesty International’s Secretary General." Weiter...


The Independent (03.08.2014)

http://www.independent.co.uk/news/world/europe/putinism-a-new-cre
ed-for-europes-tough-men-9644628.html

"'Putinism', a new creed for Europe's tough men"
Fareed Zakaria schreibt, dass das Demokratieverständnis des russischen Präsidenten auch in Europa Anhänger gefunden habe. Ungarns Regierungschef Orban und der türkische Premierminister Erdogan verfolgten eine ähnlich illiberale Politik wie Putin. "The crucial elements of Putinism are nationalism, religion, social conservatism, state capitalism and government domination of the media. They are all different from and hostile to modern Western values of individual rights, tolerance, cosmopolitanism and internationalism. Mr Orban has followed in Mr Putin's footsteps, eroding judicial independence, limiting individual rights, speaking in nationalist terms about ethnic Hungarians and muzzling the press." Weiter...


Frankfurter Allgemeine Zeitung (02.08.2014)

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wie-die-krim-abspaltun
g-in-schulatlanten-dargestellt-wird-13073005.html

"Von der ungeheuren Bedeutung der gestrichelten Linie"
Robert von Lucius über den Umgang von Kartographen mit der Abspaltung der Krim von der Ukraine. "Auch wenn Flughäfen und Städte auf der ukrainischen Halbinsel von Russland annektiert und auf der Krim die russische Währung wurde: In Schulatlanten, und damit in der Geschichtsdeutung, spiegelt sich das dadurch noch lange nicht. Noch ist nicht gewiss, wie sie die Krim künftig darstellen werden. Das könnte ein Aufdruck sein 'unter russischer Besetzung' oder neutraler 'unter russischer Verwaltung'. Die Farbe wird gelb bleiben wie die Ukraine und nicht grün wie Russland. Und die umstrittene Grenze wird gestrichelt, nicht durchzogen. Bei grundlegenden Fragen orientieren sich Atlantenzeichner an Vorgaben der Politik. Vor allem an der Kultusministerkonferenz, die bei den Deutschlandkarten 1948 die Darstellung mit einem Beschluss festlegte." Weiter...


Telepolis (03.08.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42436/1.html

"Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan neu entfacht"
Peter Mühlbauer berichtet über die aktuelle Entwicklung und die Hintergründe des Konflikts zwischen Armenien und Aserbaidschan, der seit 1994 geruht hatte. "Russland gilt zwar als Schutzmacht Armeniens, lieferte in den letzten beiden Jahrzehnten aber auch Waffen an das ölreiche Aserbaidschan. Nun rief die stellvertretende russische Außenministeriumssprecherin Maria Sacharowa beide Konfliktparteien zum Gewaltverzicht auf und warnte vor einer weiteren Eskalation." Weiter...


Telepolis (03.08.2014)

http://www.heise.de/tp/artikel/42/42435/1.html

"Salafisten marschieren in den Libanon ein"
Peter Mühlbauer berichtet über die Ausweitung des Aktionsradius der Terrorgruppe IS/ISIS auf libanesisches Territorium. "Gestern überschritten Salafisten die Grenze zwischen Syrien und dem Libanon – nicht einzeln und als Zivilisten, sondern als militärischen Einheiten in voller Bewaffnung. Anlass war angeblich die Festnahme des al-Nusra-Front-Terroristen Imad Ahmed Dschumaa in der libanesischen Stadt Arsal, wo die Bewaffneten eine Polizeistation eroberten. Bei den Kämpfen sollen zwei libanesische Soldaten, zwei Zivilisten und elf Salafisten ums Leben gekommen sein." Weiter...


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