4.3 Islamische Staaten
Frankfurter Allgemeine Zeitung (23.05.2012)
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/vor-der-praesidentenwa
hl-neuordnung-in-aegypten-11759925.html
Wolfgang Günter Lerch sieht in den ägyptischen Präsidentschaftswahlen ein wichtiges Signal für die gesamte Region. "Nicht nur für Ägypten, für die gesamte arabische Welt ist dies ein historisches Ereignis, wichtiger auch als die Wahlen in Tunesien zuvor, denn das Land am Nil mit seinen bald neunzig Millionen Einwohnern ist ein traditionelles Zentrum der arabischen Welt und des Islam. Auch haben sich die Ägypter dieses Recht im Januar und Februar des vergangenen Jahres selbst erkämpft." Weiter...
tagesschau.de (23.05.2012)
http://www.tagesschau.de/ausland/kandidatenaegypten100.html
"tagesschau.de" stellt die Kandidaten für die Präsidentschaftswahl in Ägypten vor. "In Ägypten hat die Präsidentschaftswahl begonnen. Insgesamt stellen sich 13 Kandidaten zur Wahl für das höchste Amt im Staat. Unter ihnen sind ehemalige Regierungsmitglieder unter Ex-Diktator Mubarak, konservative Vertreter des Islam und reformorientierte Islamisten." Weiter...
DiePresse (23.05.2012)
http://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/760357/Kepel_Es-k
oennte-bald-schwere-Revolten-geben
"DiePresse" im Gespräch mit dem Nahost-Experten Gilles Kepel über Zukunftsszenarien Ägyptens unter einem neuen Präsidenten. "Ohne Zweifel gibt es eine große Begeisterung im Land über diese Wahl. Zum ersten Mal seit Menschengedenken wählen die Ägypter ihren eigenen Präsidenten - das ist ein historischer Moment. Die Abstimmung ist zudem verknüpft mit dem Bewußtsein, dass dieser Präsident dem Volk voll verantwortlich ist und auch wieder abgewählt werden kann. Es wird also schwierig sein, zum alten, von oben oktroyierten Machtsystem zurückzukehren." Weiter...
TIME Magazine (23.05.2012)
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2115463,00.html
Tom Finn berichtet über den Aufstieg der "al-Qaeda in the Arabian Peninsula" (AQAP) in Jemen, die nach ihren Eroberungserfolgen im Süden des Landes eine Terrorkampagne im Norden begonnen habe. "After pushing out army units and setting up de facto administrations - mini-Islamic fiefdoms - in the south, AQAP, a group the Pentagon claims is the most deadly in the Middle East, is turning its attention to more ambitious pursuits. From the Red Sea coastal plains of Hodeidah to the craggy valleys of the Hadhramaut, AQAP has started dispatching teams to assassinate officials, blow up oil pipelines and kidnap foreigners as a means of financing its insurgency." Weiter...
BBC News (23.05.2012)
http://www.bbc.co.uk/news/world-africa-18104236
Robin Banerji schreibt, dass sich die Stadt Timbuktu im Norden Malis unter Kontrolle bewaffneter Islamisten befinde, die möglicherweise das islamische kulturelle Erbe der Stadt zerstören könnten. "Timbuktu is known as the city of the 333 saints, says Alida Jay Boye, author of Hidden Treasures of Timbuktu. The fundamentalist Salafi branch of Islam objects to the veneration of saints' tombs, maintaining that it amounts to saint worship. 'Salafis do not want there to be any intermediary between the believer and God. It looks like Ansar Dine is going after shrines just like other groups have done in Egypt, Morocco and Tunisia,' she says." Weiter...
Der Spiegel (23.05.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/aegypten-militaer-will-mach
t-in-der-wirtschaft-nach-den-wahlen-wahren-a-834623.html
Der "Spiegel" berichtet über den Kampf des ägyptischen Militärs um seine wirtschaftlichen Ressourcen. "Sie betreibt Bäckereien und Tankstellen, Nudelfabriken und Luxushotels: Ägyptens Armee ist eine gigantische Wirtschaftsmacht - und will es auch nach der heutigen Wahl bleiben. Die Generäle blockieren jede Reform. Doch ohne sie kann der neue Präsident den maroden Staat kaum retten." Weiter...
Neue Zürcher Zeitung (23.05.2012)
http://www.nzz.ch/aktuell/feuilleton/literatur/aufklaerung-mit-de
m-zeichenstift_1.16996315.html
Die "Neue Zürcher Zeitung" porträtiert den ägyptischen Comic-Zeichner Magdy El Shafee. "Gestern zensiert, heute berühmt - der ägyptische Comic-Zeichner Magdy El Shafee - Dass Comics in Ägypten auch zu einem Medium für Erwachsene geworden sind, verdankt sich nicht zuletzt dem Zeichner Magdy El Shafee. In einem Land mit nach wie vor hoher Analphabetenrate können die Bildergeschichten auch zur politischen Bewusstseinsbildung beitragen." Weiter...
The Independent (23.05.2012)
http://www.independent.co.uk/news/people/profiles/manal-alsharif-
they-just-messed-with-the-wrong-woman-7778800.html
Guy Adams porträtiert Manal al-Sharif, die sich öffentlich über das saudi-arabische Fahrverbot für Frauen hinweggesetzt habe und so zu einem Symbol der Emanzipation geworden sei. "(...) Ms Sharif has used her notoriety as the 'Saudi Girl Driving' to pursue radical change. She has led mass 'protest drives', filed lawsuits against her nation's chauvinistic traffic laws, and recently started a feminist pressure group, My Right to Dignity, which aims to undermine the conservative excesses of an Islamic state which treats women as second-class citizens. Her struggle hasn't all been plain sailing, though. For all the plaudits (she recently joined Barack Obama and Pippa Middleton in Time magazine's list of the world's '100 most influential' people), she is subjected to daily death threats, and fears for the safety of her parents and her six-year-old son." Weiter...
Handelsblatt (22.05.2012)
http://www.handelsblatt.com/politik/international/nahost-syriens-
regime-heizt-situation-im-libanon-an/6660942.html
Das "Handelsblatt" befürchtet eine Explosion des "Pulverfasses" Libanon in Folge des Syrien-Konflikts. "Zwar betont die libanesische Regierung, sie wolle sich im Syrien-Konflikt weiterhin um eine neutrale Position bemühen. Doch die blutige Revolution im Nachbarland, die schon Tausende von Flüchtlingen über die Grenze getrieben hat, ist eine ernste Gefahr für das Pulverfass Libanon. Denn die libanesischen Sunniten sympathisieren mehrheitlich mit den syrischen Revolutionären, die zum Großteil sunnitische Muslime sind." Weiter...
der Freitag (22.05.2012)
http://www.freitag.de/politik/1220-was-z-hlt-ist-die-organisation
Der "Freitag" mit einer Reportage vom Wahlkampf in der ägyptischen Stadt Giza. "Die Muslimbrüder sind mit einem weitverzweigten Netzwerk perfekt auf den Präsidentschafts- Wahlkampf vorbereitet. Reportage aus einem Arbeiterviertel in Giza" Weiter...
Zenith-Online (22.05.2012)
http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel/fuenf-vor-zwo
elf-002906/
Der "Freitag" porträtiert die fünf aussichtsreichsten Anwärter auf die ägyptische Präsidentschaft. "Kurz vor den ersten freien Präsidentschaftswahlen Ägyptens läuft der Wahlkampf auf Hochtouren. Als aussichtsreiche Kandidaten gehen ins Rennen: Amr Moussa, ehemaliger Außenminister; Abdel Moneim Abou El Fotouh, unabhängiger, moderater Islamist; Mohamed Morsi, Kandidat der Muslimbrüder; Hamdeen Sabahi, säkularer Nasserist und Ahmed Schafik, letzter Premierminister unter Mubarak. Die erste große Frage, die sich am Wochenende stellt, ist: Wer geht in die Stichwahl?" Weiter...
The Huffington Post (22.05.2012)
http://www.huffingtonpost.com/2012/05/22/syria-prisons_n_1535107.
html
Der palästinensische Autor Salameh Kaileh hat syrische Gefängnisse aus eigener Erfahrung als "Schlachthäuser" bezeichnet. "Salameh Kaileh, 56, was arrested April 24 on suspicion of printing leaflets calling for the ouster of Syrian President Bashar Assad, who is fighting a 15-month- old uprising against his rule. Kaileh's story offers a rare inside glimpse into the conditions faced by detainees held by the country's feared security services. 'It was hell on earth,' Kaileh told The Associated Press on Sunday, nearly a week after Syrian forces released him and deported him to Jordan." Weiter...
Telepolis (22.05.2012)
http://www.heise.de/tp/blogs/8/152044
Thomas Pany über den Einfluss radikaler Salafisten auf die tunesische Gesellschaft. "Tunesiens Regierungspartei, Ennahda, gemeinhin als Partei moderater Islamisten bezeichnet, hat Schwierigkeiten mit Salafisten und radikalen Predigern, die in Moscheen zum heiligen Krieg in Syrien aufrufen." Weiter...
Telepolis (22.05.2012)
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36973/1.html
Was steckte wirklich hinter der Sperrung des sozialen Netzwerks Twitter in Pakistan am vergangenen Sonntag? "Was der konkrete Auslöser für die Zugangseinschränkungen war, steht bislang noch nicht sicher fest. Der verbreitetsten Erklärung nach ging es um einen Facebook-Wettbewerb mit Mohammed-Karikaturen, der von einer nicht näher benannten Organisation initiiert wurde, die auf die mangelnde Meinungsfreiheit in vielen moslemischen Ländern aufmerksam machen will. Ein ähnlicher Anlass hatte bereits 2010 zu einer zweiwöchigen Facebook-Sperre geführt." Weiter...
The Daily Beast (21.05.2012)
http://www.thedailybeast.com/articles/2012/05/21/the-failures-of-
the-facebook-generation-in-the-arab-spring.html
Francis Fukuyama konstatiert angesichts der Aussichten für die anstehende Präsidentschaftswahl in Ägypten, dass die "Facebook-Revolution" gescheitert sei. "How did we come to this pass, where the two most powerful forces in the new Egypt either represent its authoritarian past, or else are Islamists of suspect liberal credentials? The Tahrir Square revolution of early last year was powered by angry young, middle-class Egyptians who used social media like Facebook and Twitter to organize their protests, spread word of regime atrocities, and build support for a democratic Egypt. At the time, there was much talk about how technology was empowering democracy and forcing open a closed society that could not prevent the flow of information. And yet, this group of young activists, which can still be mobilized for street protests like the recent demonstrations in front of the Defense Ministry, has failed to turn itself into a meaningful player in post-Mubarak electoral politics." Weiter...
Die Zeit (21.05.2012)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012-05/aegypten-wahl
Martin Gehlen ist von der Freiheit des politischen Diskurses im ägyptischen Wahlkampf begeistert. "In dieser Woche wählt Ägypten seinen neuen Präsidenten. Nach 60 Jahren Diktatur sind die Debatten im Wahlkampf so frei wie nie zuvor." Weiter...
Al Jazeera English (21.05.2012)
http://www.aljazeera.com/news/middleeast/2012/05/2012521112728735
13.html
Die kurdische Führung im Norden Iraks plant offenbar, eigene Ölabkommen mit der Türkei abzuschließen. "Talk of the project threatens to worsen already strained relations between Ankara and Baghdad, which has accused Turkey of interfering in Iraq's internal affairs. Baghdad's central government maintains that it has the sole right to negotiate contracts and export oil and gas. Turkish oil officials say the Kurdish region's large and virtually untapped oil and gas reserves and Turkey's huge demand for fuel, make pipelines linking the two almost inevitable. Iraq has now become Turkey's second biggest trading partner, the majority of the trade with the Kurdish region." Weiter...
The Daily Star (21.05.2012)
http://www.dailystar.com.lb/News/Middle-East/2012/May-21/174117-s
uicide-bombing-in-yemeni-capital-killing-several-people-police.as
hx#axzz1vUbGu8U6
Der libanesische "Daily Star" berichtet über einen Terroranschlag in Jemen, bei dem mindestens 96 Soldaten getötet worden seien. "The bomber, dressed in military uniform, detonated his explosives in the middle of a battalion of soldiers rehearsing for an army parade to mark the 22nd anniversary of the unification of north and south Yemen, a military official said. The suicide attack was the deadliest in the country's capital since newly-elected President Abdrabuh Mansur Hadi pledged to oust Al-Qaeda militants from Yemen's mostly lawless and restive southern and eastern provinces." Weiter...
Der Spiegel (21.05.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/jemen-dutzende-tote-bei-ans
chlag-auf-armee-a-834133.html
Auch der "Spiegel" berichtet über den jüngsten Selbstmordanschlag im Jemen. "Ein Selbstmordattentäter hat in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa viele Menschen mit in den Tod gerissen. Nach Militärangaben trug der Attentäter eine Armeeuniform und sprengte sich in die Luft, während eine Einheit von Soldaten für eine Parade trainierte." Weiter...
Die Welt (19.05.2012)
http://www.welt.de/print/die_welt/literatur/article106339823/Bagd
ad-ist-eine-Leiche.html
Die "Welt" im Gespräch mit dem irakischen Schriftsteller Abbas Khider über dessen Erfahrungen nach seiner Rückkehr aus dem Berliner Exil. "Abbas Khider wurde vor 38 Jahren in der irakischen Hauptstadt geboren, findet sich dort aber nicht mehr zurecht. Bagdad ist ihm fremd geworden, seit er 1996 nach zwei Jahren Haft unter Saddam Hussein den Irak verlassen hat und über Jordanien, Libyen und Italien nach Deutschlang geflohen ist. Seit 2000 lebt Abbas Khider in Berlin. Mit seinen beiden Büchern, 'Der falsche Inder' und 'Die Orangen des Präsidenten' (Edition Nautilus), hat der Deutsch-Iraker in der deutschen Sprache 'eine neue Heimat erfunden'. Jetzt ist er für kurze Zeit in den Irak zurückgekehrt." Weiter...
The Jamestown Foundation (18.05.2012)
http://www.jamestown.org/programs/gta/single/?tx_ttnews
Die Sinai-Region in Ägypten begeht den 30. Jahrestag der Befreiung von israelischer Besatzung. Andrew McGregor schreibt, dass sowohl die Entfremdung mit der ägyptischen Zentralgewalt als auch die Spannungen mit Israel zugenommen hätten. "An influx of arms from Libya and elsewhere is fülling a growing insurgency amongst an alienated and disenfranchised population and deteriorating relations between Egypt and Israel are threatening to once more make the Sinai borderlands a battleground between these regional rivals." Weiter...
Die Zeit (18.05.2012)
http://www.zeit.de/2012/21/Aegypten-Wahl
Die "Zeit" porträtiert den ägyptischen Präsidentschaftsanwärter Abu al-Futuh. "Wird Abu al-Futuh der neue Präsident Ägyptens? Er begeistert Fromme, aber auch Linke und Liberale. Szenen aus einem Wahlkampf zwischen Dorfplätzen, Müllhalden und Fernsehstudios." Weiter...
TIME Online (18.05.2012)
http://www.time.com/time/world/article/0,8599,2115208,00.html
Die politischen Unruhen in Mali könnten von der Al-Qaida ausgenutzt werden, um ihre Präsenz in dem nordafrikanischen Land zu stärken, schreibt Julius Cavendish. "In the fabled waystation of Timbuktu, 300 miles upriver from Gao, a tour guide called Buba tells TIME that 'Algerian nationals' are prevalent among the armed groups controlling the city. Taken with other reported sighting of foreign Islamist supremacists arriving in northern Mali, it's one of a number of signs that will have al-Qaeda watchers wondering whether northern Mali is becoming a new jihadist playground - even as the U.S. and its allies move against al-Qaeda in the Arabian Peninsula and a relentless drone campaign batters the badlands of Pakistan's Northwest frontier." Weiter...
Wiener Zeitung (18.05.2012)
http://www.wienerzeitung.at/nachrichten/politik/welt/458740_Die-G
eschichte-einer-verschmaehten-Liebe.html
Die "Wiener Zeitung" porträtiert das Land Aserbeidschan, in dem Öl, Gas und Islam eine wichtige Rolle spielen und das sich dennoch von Staaten mit ähnlicher Ausrichtung unterscheidet. "In der Hauptstadt Baku an der Westküste des Kaspischen Meeres muss man Vollbart und Schleier fast mit der Lupe suchen, die Männer tragen dunklen Zwirn, die Frauen balancieren auf schwindelerregenden Absätzen und Alkohol gehört selbstverständlich zu einem guten Essen. Dazu ist Religionsfreiheit selbstverständlich. Einzig beim Reichtum stimmt das eingangs erwähnte Klischee." Weiter...
MSNBC (17.05.2012)
http://worldnews.msnbc.msn.com/_news/2012/05/17/11742506-a-messag
e-to-assad-19-countries-hold-war-games-miles-from-syrian-border?l
ite
F. Brinley Bruton berichtet über ein großes Militärmanöver von 19 Ländern in der Nähe der jordanischen Grenze zu Syrien. "Dubbed Eager Lion 2012, the operation is 'very significant,' a source close to the Jordanian government told NBC News, adding it was the first of its kind in 15 years 'in terms of size and importance.' The source and an analyst both said the war games should be seen as a message to neighboring Syria's rulers." Weiter...
Washington Post (16.05.2012)
http://www.washingtonpost.com/world/national-security/syrian-rebe
ls-get-influx-of-arms-with-gulf-neighbors-money-us-coordination/2
012/05/15/gIQAds2TSU_story.html
Der "Washington Post" zufolge werden die syrischen Rebellen seit einigen Wochen auch mit Hilfe der USA verstärkt mit Waffen versorgt. "Obama administration officials emphasized that the United States is neither supplying nor funding the lethal material, which includes antitank weaponry. Instead, they said, the administration has expanded contacts with opposition military forces to provide the gulf nations with assessments of rebel credibility and command-and-control infrastructure. (...) The U.S. contacts with the rebel military and the information-sharing with gulf nations mark a shift in Obama administration policy as hopes dim for a political solution to the Syrian crisis. Many officials now consider an expanding military confrontation to be inevitable." Weiter...
Foreign Policy (15.05.2012)
http://www.foreignpolicy.com/articles/2012/05/15/lebanon_s_little
_syria
Emile Hokayem bezeichnet die libanesische Stadt Tripoli als "kleines Syrien", da die Anhänger und Gegner des Assad- Regimes auch hier aufeinandertreffen. "Lebanon's own pathologies have been exacerbated by the bloody crisis next door. Northern Lebanon has been particularly welcoming of the Syrian opposition, rebels and refugees alike. This is not surprising. The region suffered greatly during the Syrian occupation of Lebanon, notably in the 1980s when a brutal war arrayed Islamist and Palestinian factions against the ultimately victorious Syrian military and its Lebanese Alawite allies. Tripoli and the Sunni-dominated north, in general, have predictably become an anti-Assad and anti-Hezbollah bastion since Syrian troops withdrew in 2005. Since the outbreak of the Syrian uprising, the city and its suburbs have seen many pro-revolution rallies, and many roads are decorated with anti-Assad slogans and flags, some espousing extreme sectarian views." Weiter...
Zenith-Online (15.05.2012)
http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel/eingreifen-un
moeglich-002890/
Die Soziologin Huda Zein verweist auf die Gefahren eines militärischen Eingreifens in den Syrienkonflikt. "Die vom UN-Sicherheitsrat beschlossene Beobachtermission für Syrien braucht von allen Seiten praktische Unterstützung. Das Land darf nicht im Blutbad eines von äußeren Interessen angeheizten Stellvertreterkrieges versinken. Denn der Krieg in Syrien wird ein Krieg aller gegen alle, ein Krieg der Interessen statt des gerechten Kampfes zwischen der syrischen Bevölkerung und dem Assad-Regime." Weiter...
Asia Times (16.05.2012)
http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/NE16Ak03.html
Samer Muscati berichtet von einer verstärkten Fluchtwelle syrischer Kurden in den von Kurden kontrollierten Norden Iraks. "Since the start of the uprisings last year, the violence and repression in Kurdish areas have been less bloody than other parts of Syria. But many Syrian Kurds - mainly young men - who fled to Iraq told Human Rights Watch that they felt they were in danger back home. Some feared arrest by security forces because of their political activism or participation in anti-government protests. Others left to avoid being conscripted into the Syrian army, or they deserted, as the sergeant did, after witnessing abuses and the targeting of civilians." Weiter...
BBC News (15.05.2012)
http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-18068820
Im Iran ist ein angeblicher Spion, der im Auftrag des israelischen Geheimdienstes ein Attentat auf einen iranischen Atomwissenschaftler durchgeführt haben soll, gehängt worden. "Majid Jamali Fashi, 24, was convicted of killing Professor Massoud Ali Mohammadi by detonating a bomb outside his home in January 2010. Fashi was also accused of being a spy for the Israeli intelligence agency Mossad and receiving $120,000 (£72,000) for the killing. Israel does not comment on such claims." Weiter...
CNSNews.com (14.05.2012)
http://cnsnews.com/news/article/egyptians-want-ditch-peace-treaty
-israel-poll-shows
Einer neuen Umfrage zufolge will eine wachsende Mehrheit der ägyptischen Bevölkerung den Friedensvertrag mit Israel auflösen. "As Egyptians prepare to vote for their first post-Mubarak president next week, the antipathy towards Israel espoused by the frontrunners aligns with the findings of a new survey, in which 61 percent of Egyptian respondents favor abandoning the Egypt-Israel peace treaty, up from 54 percent a year ago. The poll, by the Pew Global Attitudes Project, also finds a small decline among Egyptians in favorable views of the United States - now just 19 percent - while 61 percent of respondents said the billions of dollars the U.S. gives their country in military and economic aid has a 'mostly negative' impact." Weiter...
Al Jazeera (14.05.2012)
http://www.aljazeera.com/news/middleeast/2012/05/2012514802218516
6.html
Bei neuen Kämpfen in der syrischen Stadt Rastan sind "Al Jazeera English" zufolge 23 Regierungssoldaten getötet worden. "Monday's violence further undermines a UN-backed peace plan that is supposed to bring an end to Syria's deadly crisis. A ceasefire that was supposed to begin on April 12 has had only a limited effect, throwing into doubt the rest of the plan that calls for talks between President Bashar al-Assad's government and those seeking to end his rule." Weiter...
Der Spiegel (14.05.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-schwere-gefechte-um-
rebellenhochburg-rastan-a-833036.html
Auch der "Spiegel" berichtet über die aktuelle Lage in Syrien. "Regierungstruppen und Deserteure kämpfen um die Macht in der syrischen Rebellenhochburg Rastan. Bei den Gefechten sollen Dutzende Soldaten Assads getötet worden sein. Die EU verschärfte die Sanktionen gegen das Regime." Weiter...
The Washington Post (14.05.2012)
http://www.washingtonpost.com/world/national-security/iran-unable
-to-sell-oil-stores-it-on-tankers/2012/05/13/gIQAp0eUNU_story.htm
l
Die Sanktionen gegen den Iran behindern iranische Ölverkäufe der "Washington Post" zufolge beträchtlich und haben die Regierung offenbar gezwungen, überschüssiges Öl in Depots und Tankern zu lagern. "'They are increasingly isolated - diplomatically, financially and economically,' David Cohen, the Treasury Department's undersecretary for terrorism and financial intelligence, said Thursday. 'I don't think there is any question that the impact of this pressure played a role in Iran's decision to come to the table.' Cohen noted the cascading effects from Iran's oil crisis spreading to other parts of the economy as consumer prices and unemployment rates soar. 'The value of their currency, the rial, has dropped like a rock,' Cohen told a gathering at the Center for Strategic and International Studies in Washington. 'That has had a significant impact on Iran's ability to pay for materials for the nuclear program, and, more broadly, it puts pressure on the leadership.'" Weiter...
Freitag (13.05.2012)
http://www.freitag.de/alltag/1219-worte-sind-eine-waffe
Der "Freitag" im Gespräch mit der in Kairo tätigen Soziologin Mona Abaza über die Veränderungen im Alltag Ägyptens nach der Revolution. "Der Alltag ist für alle, unabhängig von der Schicht, der sie angehören, komplizierter geworden, weil es mehr Gewalt gibt. Die Stimmung ist sehr aufgeladen, es kann jederzeit etwas passieren. Etwa als man sich in diesem sehr kalten Winter für teure Butan-Gas-Flaschen in lange Schlangen stellen musste, insbesondere die ärmere Bevölkerung, deren Wohnungen schlechter isoliert waren. Zu Beginn der Revolution hat die Gewalt vor allem die Armen getroffen, aber inzwischen trifft sie jeden. Und: Die Stadt Kairo kämpft mit der Pleite. Als nächstes wird man für Benzin anstehen müssen." Weiter...
Le Monde (12.05.2012)
http://www.lemonde.fr/idees/article/2012/05/12/ordre-islamique-au
-maroc_1700370_3232.html
Der Bühnenautor Driss Ksikes blickt mit Sorge auf die Entwicklung in Marokko nach der Demokratisierung. "Annonce solennelle d'une charte halal pour l'audiovisuel. Volonté implicite de délivrer des permis de reconstruire les écoles coraniques, peu ébruitée. Mise en place dans les quartiers de milices des moeurs, sur fond de populisme. Mise à l'index de Marrakech comme 'un lieu de dépravation'. Banalisation suspecte du suicide d'une jeune fille violée et mariée de force à son agresseur. Depuis peu, remontent à la surface de la société marocaine des clivages majeurs sur le statut de l'individu, de la femme, du service public, de l'étranger, des minorités, jusque-là imperceptibles, peu garantis, traités négligemment par la législation ou relégués au second plan dans le débat public, quand il a lieu." Weiter...
BBC News (12.05.2012)
http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-18048033
Die syrische Gruppe "al-Nusra Front" hat sich zu den blutigen Terroranschlägen in Damaskus am 10. Mai bekannt. "Little is known about the shadowy Sunni jihadist group, which has also claimed almost all the other bombings that have rocked the country, including those in the capital in March and April. Al-Nusra, which means 'support' in Arabic, first appeared in January in its own initially sporadic media output, which has developed considerably with regular and increasing statements claiming attacks, and several well-produced videos. The first attack it claimed was against a military target in the north-western city of Idlib, not far from the Turkish border. Since then, the group has said it was behind the vast majority of bombings in Syria, which are occurring with increasing frequency." Weiter...
Telepolis (11.05.2012)
http://www.heise.de/tp/artikel/36/36904/1.html
Ist Syrien auf dem Weg zum "Failed State", fragt Albert Kadir auf "Telepolis". "Nach fast anderthalb Jahren Blutvergießen, x-neu formierten Oppositionsbündnissen, den Initiativen der Arabischen Liga und der von Kofi Annan scheint nur eines offenkundig: Weder das Regime noch die Rebellen werden nachgeben. Unterdessen zerfällt das Land, politisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. 'Vielleicht soll genau das Syriens Schicksal sein?', fragt der 72- jährige Dissident Mahmoud Abd al-Ahmad und wirkt dabei ebenso zynisch wie realistisch. Von China und Russland über den Iran und Israel bis zur Türkei und dem Westen - jeder habe Interesse an dem geostrategischen Knotenpunkt. Doch keiner wolle direkt eingreifen. 'Ein geschwächtes, aber noch existentes System, mag da vielen bis auf weiteres als die simpelste Lösung erscheinen.'" Weiter...
The Washington Post (11.05.2012)
http://www.washingtonpost.com/world/national-security/suicide-att
ack-in-syria-makes-international-action-less-likely/2012/05/10/gI
QA8KAmGU_story.html
Nach dem blutigen Selbstmordanschlag am 10. Mai in Damaskus sei ein internationales Eingreifen im syrischen Konflikt noch unwahrscheinlicher geworden, schreibt Karen DeYoung. "Bombings like the Damascus suicide attack, which the Syrian government blamed on terrorists, 'bolster the Russian case' against aiding the opposition, said Shashank Joshi of the Royal United Services Institute, a British think tank. But suspicions that the bombings were carried out by jihadists who have infiltrated the opposition, he said, 'also bolster the internal American case that this conflict is simply too complicated and too inflammable to actually put U.S. forces at risk in any meaningful way.'" Weiter...
Zenith-Online (10.05.2012)
http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel/lernprozesse-
mit-gottes-hilfe-002879
"Zenith-Online" über die Lernprozesse der Salafisten im ägyptischen Politbetrieb. "Die Lehren des vergangenen halben Jahres waren für Ägyptens Salafisten wie ein Crashkurs in Sachen Politik. Zwischen Desillusionierung und Emanzipation versuchen islamistische Politiker und ihre Anhänger ihren Platz zu finden." Weiter...
Frankfurter Rundschau (10.05.2012)
http://www.fr-online.de/politik/shirin-ebadi-ueber-den-iran-fried
ensnobelpreistraegerin--regime-im-iran-ist-schwach-,1472596,15209
730.html
"fr-online" im Gespräch mit der iranischen Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi "über Demokratie und Atombomben im Iran und den Konflikt zwischen dem Westen und ihrem Heimatland." Weiter...
Die Welt (10.05.2012)
http://www.welt.de/print/die_welt/kultur/article106281329/Ich-bin
-bereit-den-Preis-der-Freiheit-zu-bezahlen.html
"Welt-Online" im Gespräch mit dem ägyptischen Schriftsteller Alaa al-Aswani über den gegen ihn gerichteten Vorwurf, zur Zerstörung des ägyptischen Staates und zum Hass gegen den Militärrat aufgerufen zu haben. "Ich bin Schriftsteller, ich schreibe wöchentlich eine Kolumne. Ich weiß nicht, wie ein Artikel pro Woche den ägyptischen Staat zum Einsturz bringen soll. Ich habe so etwas noch nie erlebt, nicht einmal unter Mubarak. Schon in der Mubarak-Diktatur stand ich unter Beobachtung, man hat mich ausspioniert, man hat versucht, mir das Leben schwer zu machen, und mir verboten, im Staatsfernsehen aufzutreten. Aber selbst unter Mubarak kam niemand auf die Idee, mich vor ein Militärgericht zu stellen." Weiter...
Project Syndicate (09.05.2012)
http://www.project-syndicate.org/commentary/the-ayatollah-contemp
lates-compromise
Mehdi Khalaji vom "Washington Institute for Near East Policy" hält es für möglich, dass die iranische Führung in den Atomverhandlungen mit dem Westen zu einem Kompromiss bereit sei. "Khamenei is not a suicidal jihadist. In 23 years of leadership, he has avoided risky domestic and foreign policies. (...) he is convinced that the West is seeking to undermine the Islamic Republic through a 'soft' assault of culture and politics, and that compromise on the nuclear program would lead inevitably to concessions on human rights and democracy, and eventually to regime change. Given this, a guarantee that the West, especially the US, is not seeking the overthrow of Iran's leaders would have to be a key component of a nuclear compromise. Indeed, Khamenei might well demand that this guarantee cover Farsi broadcasts, financial and political support to opposition groups, and censorship of the Internet." Weiter...
Foreign Policy (09.05.2012)
http://www.foreignpolicy.com/articles/2012/05/09/man_for_all_seas
ons_fotouh_egypt
Shadi Hamid stellt den gegenwärtig aussichtsreichsten Kandidaten der ägyptischen Präsidentschaftswahlen vor, den moderaten Islamisten Abdel Moneim Aboul Fotouh. "It's an understatement to say that the Aboul Fotouh campaign is a big-tent movement. A former leader of the Muslim Brotherhood and, for decades, one of Egypt's most prominent Islamist figures, he has become the standard-bearer of many of the young liberals who led Egypt's revolution - including Google executive Wael Ghonim. He is also, however, the preferred candidate of the country's hard-line Salafi groups, including the al-Nour Party and its parent organization al-Dawa al-Salafiya, one of Egypt's largest religious movements. This is all the more impressive considering that, unlike the United States or most European countries, the primary political cleavage in Egypt has little to do with economics and much more to do with religion." Weiter...
die tageszeitung (09.05.2012)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2012%2
F05%2F09%2Fa0099&cHash=2735e34156
Reiner Wandler berichtet in seiner Reportage aus Algier über die Arbeit der algerischen Opposition. "Die Opposition sei völlig zersplittert und deshalb nicht in der Lage, die Proteste zu einen, erklärt Addad, warum auch seine FFS und andere Parteien nicht von diesem Unmut profitieren (...). 'Die Zivilgesellschaft ist nicht tot', sagt Addad, 'aber sie lebt wie unter einem schweren Deckel. Das ist gefährlich für die Zukunft des Landes.' Addad hat dabei Syrien und Libyen als Negativbeispiele vor Augen: 'Wir nehmen an den Wahlen teil, um für einen friedlichen Wandel einzutreten.'" Weiter...
Zenith-Online (09.05.2012)
http://www.zenithonline.de/deutsch/politik//artikel/demokratie-br
aucht-keine-kuehe-002872/
"Zenith-Online" im Gespräch mit dem ägyptischen Sozialdemokraten Zyad El-Elaimy über dessen Arbeit als Abgeordneter im ägyptischen Parlament. "Die Welt ist viel kleiner als man denkt und wenn bei uns etwas passiert, berührt das euch hier auch. Wir - die Revolutionäre - lassen uns bestimmt nicht instrumentalisieren, von niemandem, aber wir ziehen gerade in unser letztes Gefecht, deswegen machen wir überall Werbung für unsere Ideen und unsere Ziele." Weiter...
EurasiaNet (08.05.2012)
http://www.eurasianet.org/node/65375
Yigal Schleifer berichtet über die Beziehungen zwischen der Türkei und dem Irak, die seit der Flucht des irakischen Vizepräsidenten Tariq al-Hashimi in die Türkei noch angespannter seien. "The issue of the VP's fate will likely only further strain Turkey-Iraq relations now that Interpol has issued a 'red notice' that asks for help in the capture of Hashimi, who says the charges against him are politically motivated. To a certain extent, the breakdown in Turkey-Iraq relations is surprising. After the European Union, Iraq is the most important market for Turkish exports. The two countries also have long- established energy ties. So what went wrong?" Weiter...
Al Jazeera (08.05.2012)
http://www.aljazeera.com/news/middleeast/2012/05/2012582545067831
3.html
"Al Jazeera English" mit einem exklusiven Videobeitrag aus dem Süden Syriens. "Under a UN-backed peace plan - the Syrian army and opposition fighters have laid down their weapons, but both sides know it is only a matter of time before the fighting resumes. Al Jazeera has been speaking to the Free Syrian Army, which says it is using this lull to regroup. In this exclusive report, Al Jazeera's correspondent James Bays and cameraman Tom Nicholson report from al-Qusayr in the south of Syria." Weiter...
die tageszeitung (08.05.2012)
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=me&dig=2012%2
F05%2F08%2Fa0098&cHash=9ea7f64cb1
Der jüdische Tunesier Gilbert Naccache "erstattet Anzeige" gegen die "Konterrevolution" in Tunesien. "Ausgerechnet in dem Land, in dem die Arabellion begann, ist die Konterrevolution im vollen Gange. Wesentlicher Teil davon sind die kaum sanktionierten salafistischen Angriffe auf die jüdische Minderheit". Weiter...
BBC News (07.05.2012)
http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-17984117
Die gewalttätigen Demonstrationen der letzten Tage könnten zu einer Machtverschiebung in der ägyptischen Politik geführt und das Militär vor den Präsidentschaftswahlen gestärkt haben, schreibt Jon Leyne. "Commentators believe the clashes have weakened Islamist groups, bolstered the popularity of the army, and strengthened the hand of the candidates from the secular side of Egyptian politics, including those with links to the former regime of Hosni Mubarak. It was the attack on the defence ministry in Cairo on Friday that infuriated many Egyptians. The army holds a special, respected place in Egyptian society, and as far as many Egyptians were concerned it was attacked, not by a foreign enemy, but by Islamists." Weiter...
Der Spiegel (07.05.2012)
http://www.spiegel.de/politik/ausland/wahl-in-syrien-assad-laesst
-neues-parlament-waehlen-a-831747.html
Der "Spiegel" berichtet über die von Präsident Assad angesetzten Wahlen in Syrien. "In Syriens Protesthochburgen wird gekämpft, die Opposition meldet mehrere Tote - gleichzeitig spielt Präsident Assad Normalität und schickt seine Bevölkerung an die Wahlurnen. Ein neues Parteiengesetz gaukelt Freiheit vor, das Rennen wird wohl ein Pseudo-Oppositioneller machen." Weiter...
Telepolis (07.05.2012)
http://www.heise.de/tp/blogs/8/151952
Die Verfolgung Oppositioneller in Bahrain gehe weiter, berichtet "Telepolis". "Am Wochenende wurde der Menschenrechtler Nabeel Rajab, einer lautesten Stimmen gegen die Herrschaftspraxis im Golfstaat, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt, verhaftet. Die Anklage beinhaltet die üblichen Textbausteine: Vor einem Strafgerichtshof in der Hauptstadt Manama muss sich Rajab wegen Anstiftung zu illegalen Versammlungen und Demonstrationen über soziale Netzwerke verantworten; darüberhinaus habe die Anklage Beweise, dass die 'Aufwiegelung' via Internet zu Unruhen, Straßenblockaden, Brandstiftungen, Sabotageakten, Übergriffen auf öffentliches und Privateigentum und die Verwendung von Molotowcocktails geführt habe." Weiter...
The Independent (07.05.2012)
http://www.independent.co.uk/opinion/commentators/fisk/robert-fis
k-arab-spring-has-washed-the-regions-appalling-racism-out-of-the-
news-7718707.html
In der Berichterstattung über den Arabischen Frühling werde der "abstoßende Rassismus" in den betroffenen Ländern weitgehend verdrängt, schreibt Robert Fisk. "Arab societies are dependent on servants. Twenty-five per cent of Lebanese families have a live-in migrant worker, according to Professor Ray Jureidini of the Lebanese American University in Beirut. They are essential not only for the social lives of their employers (housework and caring for children) but for the broader Lebanese economy. Yet in the Arab Gulf, the treatment of migrant labour - male as well as female - has long been a scandal. Men from the subcontinent often live eight to a room in slums - even in the billionaires' paradise of Kuwait - and are consistently harassed, treated as third-class citizens, and arrested on the meanest of charges." Weiter...
Reuters (06.05.2012)
http://www.reuters.com/article/2012/05/06/us-syria-brotherhood-id
USBRE84504R20120506
Die islamische Muslimbruderschaft in Syrien ist "Reuters" zufolge zur dominanten Kraft innerhalb der Oppositionsbewegung aufgestiegen. "From annihilation at home 30 years ago when they challenged the iron-fisted rule of Hafez al-Assad, the Brotherhood has recovered to become the dominant force of the exile opposition in the 14-month- old revolt against his son Bashar. Careful not to undermine the council's disparate supporters, the Brotherhood has played down its growing influence within the Syrian National Council (SNC), whose public face is the secular Paris-based professor Bourhan Ghalioun. 'We chose this face, accepted by the West and by the inside. We don't want the regime to take advantage if an Islamist becomes the Syrian National Council's head,' former Brotherhood leader Ali Sadreddine al-Bayanouni told supporters in a video." Weiter...
Freitag (05.05.2012)
http://www.freitag.de/politik/1218-aegypten-geht-den-bach-herunte
r
Martin Hoffmann fragt, wer Interesse an dem "Chaos" vor den Präsidentschaftswahlen haben könnte. "Nun erheben die Demonstranten schwere Vorwürfe gegen den Militärrat: Angeblich hetzt er bewaffnete Schläger auf Demonstrationen, um Chaos zu schüren. Auch wenn der Militärrat wiederholt erklärt hat, dass er die Macht nach einer möglichen Stichwahl im Juni abgeben will, erwarten viele politische Analysten, dass die Militärs den Übergang zur Demokratie nur dann gewähren lassen, wenn sie ihre Privilegien in die neue Ära retten können. Anhaltende Instabilität käme ihnen dabei zugute." Weiter...
Zenith-Online (04.05.2012)
http://www.zenithonline.de/deutsch/gesellschaft//artikel/und-wied
er-eine-strassenschlacht-002867/
"Zenith-Online" berichtet über erneute gewaltsame Proteste kurz vor den anstehenden Präsidentschaftswahlen in Ägypten. "Diesmal waren es über 20 Tote. In regelmäßigen Abständen eskaliert in Ägypten die Gewalt auf der Straße - und das Militär ist immer mittendrin. Doch eines ist diesmal anders." Weiter...
Die Zeit (04.05.2012)
http://www.zeit.de/2012/19/Analyse-Syrien
Könnte die Gewaltstrategie des syrischen Diktators gegen das eigene Volk Assad am Ende nutzen, fragt Jochen Bittner. "13 Monate Häuserkampf, mindestens 9.000 Tote, 200.000 Obdachlose, 40.000 Flüchtlinge, immer mehr Inhaftierte - schafft es Baschar al-Assad am Ende, mit seiner Strategie der Zerstörung und Unterdrückung durchzukommen? Wird Syrien das Land, in dem sich das Volk ergibt statt des Diktators? Ja, so könnte es kommen. Denn Syrien ist nicht Tunesien, Libyen oder Ägypten. Das Wurzelwerk des Regimes ist zu breit und zu gesund, als dass Assad so leicht ins Wanken geraten könnte." Weiter...
The Washington Post (03.05.2012)
http://www.washingtonpost.com/world/tunisian-court-case-exposes-r
ift-over-free-speech-in-new-democracy/2012/05/02/gIQAj4cexT_story
.html
In einem Gerichtsverfahren in Tunis werden die widersprüchlichen Auffassungen in der tunesischen Bevölkerung über das Ausmaß der freien Rede deutlich, schreibt Marc Fisher. Der Besitzer eines TV-Kanals ist wegen der Ausstrahlung des französischen Films "Persepolis" angeklagt worden. "For hundreds of years, Tunisia has boasted a complex blend of Islamic and Western values, and now, having ousted their autocratic leader, Tunisians are struggling to find the right balance. No part of that wrenching, sometimes violent debate has been more divisive than the issue of freedom of speech." Weiter...
Frankfurter Rundschau (02.05.2012)
http://www.fr-online.de/israel-iran-konflikt/iran-auf-der-suche-n
ach-der-bombe,11950234,15091698.html
Jürgen Todenhöfer entwirft im Vergleich zur verbreiteten Berichterstattung im Westen ein gänzlich anderes Bild des Irans. "Wie gerne würde ich einige unserer westlichen Politiker einmal in den Iran mitnehmen. Um ihnen zu zeigen, dass dieses Land so ganz anders ist, als sie es ihren Wählern erzählen. Ich würde sie in eine der christlichen Kirchen oder eine der Synagogen Teherans begleiten. Und in jenes berühmte jüdische Sapir-Hospital, wo sie Ciamak Moresadegh kennenlernen würden, den liebenswürdigen, klugen Direktor des Krankenhauses." Weiter...
BBC News (02.05.2012)
http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-17933393
BBC-Reporter Frank Gardner hat die Gelegenheit bekommen, fünf Minuten mit dem bahrainischen Aktivisten Abdulhadi al-Khawaja zu sprechen, der aus Protest gegen seine Verurteilung zu lebenslanger Haft in den Hungerstreik getreten ist. "In Bahrain, the case of Mr Khawaja is like a microcosm of the divisions that split this tiny but strategically important Gulf kingdom. To his supporters, who are many in the seething Shia villages where protest marches morph all too often into violent clashes with police, Mr Khawaja is a hero, a human rights defender who has worked tirelessly all his life for democracy and human rights across the region. But many in the mainstream Shia political opposition do not share his radical views. They want to reform the way Bahrain is ruled but not get rid of the monarchy altogether, a move they know risks leading the country into civil war." Weiter...
die tageszeitung (02.05.2012)
http://www.taz.de/!92518/
In Libyen sei ein Kampf um die Gewichtung des Islams im Staatswesen entbrannt, berichtet die "taz". "In Bengasi setzen Islamisten Musiker und unverschleierte Frauen unter Druck. Junge Leute fürchten um die Ziele ihrer Revolution. Im Juni finden Parlamentswahlen statt." Weiter...
Handelsblatt (01.05.2012)
http://www.handelsblatt.com/politik/international/cyberwar-gegen-
iran-keiner-redet-ueber-diesen-krieg/6565372.html
Das "Handelsblatt" im Gespräch mit dem Berliner Computersicherheitsexperten Sandro Gaycken über den "Cyberwar gegen den Iran". "Die Regierung in Teheran berichtet von 'Cyberattacken' auf sein wichtigstes Ölterminal. 2010 legte schon mal ein Computerschädling namens Stuxnet iranische Nuklearanlagen lahm. Ist das jetzt das neue Zeitalter der sogenannten Cyberkriege?" Weiter...
Sicherheitspolitische Presseschau – Archiv
1. Überblick
1.1 Deutschsprachige Medien
1.2 Internationale Medien
2. Aktuelles
3. Akteure
4. Länderstudien
4.1 Israel / Palästina
4.2 US-Außenpolitik
4.3 Islamische Staaten
4.4 Afghanistan
5. Bündnisse und Militärschlag
6. Friedens- und Konfliktforschung
6.1 Allgemein
6.2 Kampf der Kulturen
7. Terrorismus
8. Fundamentalismus und Extremismus
9. Islam
10. Nachrichtendienste
11. Ökonomie
12. Augenzeugenberichte
13. Amerikanische Behörden und Einrichtungen
14. Sonstige Links
(Diskussionsforen, Newsgroups, Initiativen und Nachrichten)
Sicherheitspolitische Presseschau – die Ausgaben der letzten Tage
Ausgabe vom 24.05.2012
Ausgabe vom 23.05.2012
Ausgabe vom 22.05.2012
Ausgabe vom 21.05.2012
Ausgabe vom 20.05.2012
Online-Angebot
Informationsportal Krieg und Frieden
Die weltweiten Rüstungsausgaben sind 2010 um 1,3 Prozent gestiegen - auf 1,6 Billionen US-Dollar. Welches Land gibt wie viel für sein Militär aus? Und wer bezieht die meisten Waffen aus Deutschland? Das interaktive Portal liefert Antworten auf sicherheitspolitische Fragen. Weiter...
Zahlen und Fakten
Globalisierung
Kaum ein Thema wird so intensiv und kontrovers diskutiert wie die Globalisierung. "Zahlen und Fakten" liefert aktuelle Grafiken, Texte und Tabellen zu einem der wichtigsten und vielschichtigsten Prozesse der Gegenwart. Weiter...


