Vereinte Nationen

Programme und Fonds der Vereinten Nationen

2.2.2011
Ob Kinderhilfswerk, Flüchtlingskommissariat oder Welternährungsprogramm: Zur Wahrung ihrer Aufgaben kann die Generalversammlung Nebenorgane einsetzen. Dies ermöglicht Artikel 22 der UN-Charta.

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Zu den wichtigen Nebenorganen gehören folgende Programme und Fonds:
  • Das Programm der Vereinten Nationen für internationale Drogenkontrollen (UNDCP = United Nations Office on Drugs and Crime) in Wien: Es erforscht und analysiert Maßnahmen zur Drogenbekämpfung, berät Staaten und sorgt für Erfahrungs- und Informationsaustausch.
  • Das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP = United Nations Development Programme) in New York: Dem Entwicklungsprogramm standen 2008 1,1 Milliarden Dollar aus dem regulären Budget und 4,7 Milliarden Dollar an zweckgebundenen Mitteln zur Verfügung. Das übergeordnete Ziel der Armutsbekämpfung wird durch Organisation der technischen Zusammenarbeit in Entwicklungsfragen, Krisenprävention, Förderung von Demokratie und Umweltschutz sowie infrastrukturellen Maßnahmen in den unterstützten Ländern verfolgt.
  • Das UN-Umweltprogramm (UNEP = United Nations Environment Programme) in Nairobi: In Kooperation mit Regierungen und Nichtregierungsorganisationen erhebt das Umweltprogramm Daten und wertet diese aus, leistet Aufklärungsarbeit und Entwicklungshilfe im Bereich des Umweltschutzes.
  • Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR = United Nations High Commissioner for Refugees) in Genf: Der UNHCR bietet auf Grundlage der Genfer Flüchtlingskonvention Hilfe und Schutz für Flüchtlinge.
  • Das Kinderhilfswerk (UNICEF = United Nations International Children's Emergency Fund) in New York: Die Unicef, ursprünglich gegründet, um Kindern zu helfen, die von den Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs besonders betroffen waren, setzt sich auf internationaler Ebene für den Schutz und die Wahrung von Kinderrechten ein. Grundlage ist die 1990 verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention.
  • Die UN-Konferenz für Handel und Entwicklung (UNCTAD = United Nations Conference on Trade and Development) in Genf: Ziel der UNCTAD ist die Integration der Entwicklungsländer in die Weltwirtschaft, die Vertiefung des Handels zwischen Entwicklungsländern und Industrienationen sowie die Entwicklung von neuen Grundsätzen in der Weltwirtschaftsordnung.
  • Das Welternährungsprogramm (WFP = World Food Programme) in Rom: Zu den Aufgaben des WFP gehören die Bekämpfung von chronischem Hunger und das Eingreifen bei Nahrungsmittelmangel nach Kriegen und Naturkatastrophen.
  • Der UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA = United Nations Population Fund) in New York: Der UNFPA veröffentlicht jährlich den Weltbevölkerungsbericht. Zu seinen weiteren Aufgaben gehören Programme zur Aufklärung über Familienplanung und Verhütung in Entwicklungsländern und der Schutz von Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt.
  • Das (UNRWA = United Nations Relief and Works Agency) in Gaza-Stadt: Das Hilfswerk leistet Hilfe, Schutz und Rechtsbeistand für 4,7 Millionen palästinische Flüchtlinge. Die Dauer des 1949 begonnenen Programms wurde immer wieder verlängert, zuletzt bis zum 30. Juni 2011.
  • Das UN-Programm für menschliche Siedlungen (UN-HABITAT) in Nairobi: UN-HABITAT fördert in Entwicklungs- und Transformationsländern Konzepte der nachhaltigen Stadtentwicklung und Wohnungsversorgung.

Externe Links

  • Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: www.bmz.de.
  • Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen e.V.: www.dgvn.de.
  • Regionales Informationszentrum der Vereinten Nationen für Westeuropa (UNRIC): www.unric.org.
  • Deutscher Bundestag: www.bundestag.de.


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