Deutscher Widerstand 1933-1945

Deutscher Widerstand 1933-1945

Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg war das erste deutliche, im In- und Ausland unüberhörbare Zeichen eines deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Es rief damals in Deutschland Erschütterung, vielfach Abscheu, aber auch Bewunderung hervor. Die schon bald gestellte Frage, warum ein solcher Attentatsversuch erst so spät unternommen wurde, läßt sich nur beantworten, wenn man die Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes gegen den Nationalsozialismus untersucht. Dieses Heft versucht, die Vielfalt der Gruppierungen und Aktionen darzustellen. Dabei ist es nicht möglich, alle Gruppen und Kreise zu nennen und zu würdigen.

Deutscher Widerstand 1933-1945

Informationen zur politischen Bildung (Heft 243)

Zu diesem Heft

Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 durch Claus Schenk Graf von Stauffenberg war das erste deutliche, im In- und Ausland unüberhörbare Zeichen eines deutschen Widerstandes gegen den Nationalsozialismus. Es rief damals in Deutschland Erschütterung, vielfach Abscheu, aber auch Bewunderung hervor. Weiter...

Fast hunderttausend Soldaten sammeln sich im September 1937 in der Nürnberger Luitpoldarena: Zwischen 1933 und 1938 fand auf dem Gelände jedes Jahr der Reichsparteitag statt.

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Zustimmung und Widerstand im Nationalsozialismus

Widerstand gegen den Nationalsozialismus wurde in Deutschland erschwert durch die Passivität und Regimetreue der Bevölkerungsmehrheit. Pauschale Rechtfertigungsversuche nach Kriegsende gegen den Pauschalvorwurf deutscher Demokratieunfähigkeit verdeckten lange eine differenzierte Wirklichkeit. Weiter...

Schwarz-Weiß-Foto: Studierende des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes (NSDStB) bei einer Bücherverbrennung. Inspiriert durch den Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda, Joseph Goebbels, verbrennen die Studenten am Abend des 10. Mai 1933 "undeutsche" Bücher. Die Verbrennung von Büchern oppositioneller und jüdischer Autoren, die als "entartet" verurteilt wurden, verbreitete sich in deutschen Städten im Jahr 1933.

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Der Kampf gegen den Nationalsozialismus vor 1933

Die NSDAP wurde vor 1933 als radikale Randerscheinung unterschätzt. Warnungen von Schriftstellern, Künstlern und Intellektuellen, aus konservativen Kreisen und Parteien blieben wirkungslos. Weiter...

Greta Kuckoff (rechts im Bild als Zuschauerin beim Globke-Prozess in der DDR 1963) war während des Nationalsozialismus Mitglied der Widerstandgruppe "Rote Kapelle". Als Gefangene im Zuchthaus Waldheim konnte sie von der Roten Armee befreit werden. 1945 trat sie in die KPD, lebte in der DDR und war Vizepräsidentin des Friedensrates der DDR.

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Opposition und Widerstand der Arbeiterbewegung

Die Jagd auf kommunistische und sozialdemokratische Parteimitglieder treibt viele ins Exil oder in den Untergrund. Propagandaaktionen aus der Illegalität stehen neben öffentlichem Beharren auf demokratischen Idealen. Weiter...

Eine vom Künstler Fritz Fleer geschaffene Bronzestatue des Pastors Dietrich Bonhoeffer, der wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs hingerichtet wurde, an der St. Petri-Kirche in Hamburg.

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Kirchen - Selbstbehauptung und Opposition

Die Kirchen standen zunächst dem Nationalsozialismus nicht in grundsätzlicher Ablehnung gegenüber. Protestantischer Tradition entsprach die Vorstellung von einer starken Obrigkeit mit enger Verbindung von Thron und Altar, während die Katholiken zur Wahrung religiöser Rechte und kultureller Autonomie eher in Opposition zum Staat standen. Weiter...

Johann Georg Elser: Am 8. November 1939 verübte er im Bürgerbräukeller in München ein Attentat auf Adolf Hitler. Kurz vor Kriegsende, am 9. April 1945, wurde er hingerichtet.

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Widersetzlichkeit und Widerstand von einzelnen: Drei Beispiele

Julius von Jans Bußtagspredigt 1938, Georg Elsers Attentat 1939 und der Frauenprotest in Berlin gegen eine Judendeportation 1943 zeigen die Möglichkeiten mutigen Auftretens gegen das Unrechtsregime. Weiter...

Briefmarkenblock zum Jahrestag des 20. Juli.

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Widerstand traditioneller Eliten

Der Kreisauer Kreis, der Goerdeler-Kreis, der Solf-Kreis, die Strassmann-Gruppe und der Freiburger Kreis planten eine Neuordnung nach dem erhofften Ende der NS-Herrschaft und sogar den Sturz Hitlers. Weiter...

Undatiertes Schwarz-Weiß-Foto: Profil-Bild von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der am 20. Juli 1944 versuchte, ein Sprengstoff-Attentat auf Adolf Hitler zu verüben. Das Attentat schlug fehl und von Stauffenberg wurde zusammen mit anderen Widerstandskämpfern hingerichtet.

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Der militärische Widerstand

Angesichts der aggressiven Außenpolitik Hitlers regte sich 1937/38 Opposition in Militärkreisen, wich aber mehrheitlich soldatischer Pflichterfüllung. Eine Ausnahme bildete das fehlgeschlagene Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 durch Oberst von Stauffenberg. Weiter...

Nicht genau datiertes Schwarz-Weiß-Foto: Männliche jüdische russische und polnische Gefangene, die an schwerwiegenden Erkrankungen leiden, sitzen auf einer Bank in einer Kranken-Baracke im Konzentrationslager Buchenwald im April 1945.

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Selbstbehauptung und Gegenwehr von Verfolgten

Selbstbehauptung und Solidarität waren für die Verfolgten und in Konzentrationslagern Inhaftierten Widerstandsleistungen gegen ein System, das vor der physischen Vernichtung seiner Gegner deren Selbstbewußtsein und Kameradschaft zerstörte. Weiter...

Hans und Sophie Scholl mit Christoph Probst (v.l.n.r.). Abschied vor der Abfahrt zur Ostfront, München Juli 1942.

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Jugend- und Studentenopposition

Verweigerung und Auflehnung bis zu Widerstandsaktionen mittels Flugblättern und Wandparolen kennzeichnen den Jugendprotest. Am bekanntesten wurden die Weiße Rose in München und die jungen Berliner Arbeiter um Herbert Baum. Weiter...

Die Gedenkstätte "Stille Helden" in Berlin. In den Vitrinen werden Menschen gezeigt, die Juden während der Verfolgung im Nationalsozialismus geholfen haben.

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Verweigerung im Alltag und Widerstand im Krieg

Es gab verschiedene Spielarten des Widerstands im Krieg und im Zivilleben, die bei Bekanntwerden streng geahndet wurden. Eine Sonderkategorie für sich bilden die Widerstandsnetze der Roten Kapelle und des Nationalkomitees Freies Deutschland. Weiter...

Kränze für die Opfer der Hitlerdiktatur an der Gedenkstätte Plötzensee: Zwischen 1933 und 1945 wurden im Gefängnis Plötzensee 2891 Todesstrafen vollstreckt, so auch die der Beteiligten am Umsturzversuch 20. Juli 1944.

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Vorbild und Beispiel politischer Moral

In der Nachkriegszeit wurde den Deutschen häufig pauschal Duldung bzw. Unterstützung des Naziregimes vorgeworfen, wobei das hohe Risiko jedweder Opposition oft unberücksichtigt blieb. Umso stärker ist der Vorbildcharakter einer nicht unbeträchtlichen deutschen Minderheit. Weiter...

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Literaturhinweise

Sie wollen mehr wissen zum Thema Deutscher Widerstand 1933-1945? Hier finden Sie weiterführende Literaturhinweise und Internetadressen. Weiter...

 
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