von links nach rechts: 1. Ausschnitt aus dem Dekret des Rheinisch-Deutschen Nationalkonvents
vom 18. März 1793, das die Gründung der Mainzer Republik, eines Freistaates von „Landau bis Bingen“, verkündet; 2. Darstellung des Barrikadenkampfes in der Breite Straße in Berlin während der Nacht vom 18. auf den 19. März 1848 (im Bildhintergrund die südliche Fassade des Stadtschlosses); 3. Plakate an einer Litfaßsäule in Magdeburg aus dem Wahlkampf zur Volkskammerwahl 1990, wobei die Ankündigungen zu den Telemann-Festtagen zufällig auf den 18. März 1990 verweisen; 4. Straßenschild auf dem westlich vom Brandenburger Tor in Berlin gelegenen Platz, der seit dem 18. März 2000 diesen Namen trägt.

Der 18. März in der deutschen Demokratiegeschichte

"Alles existiert nur durch unsere Aufmerksamkeit!" (Graffito an einer Plakatwand in Berlin)

In der Geschichte der Demokratie in Deutschland sind drei bedeutende Ereignisse auf einen 18. März gefallen: die Proklamation der Mainzer Republik 1793, der revolutionäre Aufstand in Berlin 1848 sowie 1990 die ersten freien Wahlen zur DDR-Volkskammer. Somit nimmt das Datum in den Erinnerungen an die Freiheitstraditionen der Deutschen einen besonderen Platz ein. Diese Freiheitstraditionen wiederum wurden in der alten Bundesrepublik wie in der DDR mit jeweils spezifischen mentalen bzw. ideologischen Ausrichtungen gepflegt.

   
Plakat des Grafikers Frank Leuchte

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 26/ 2014

Freiheitstraditionen in der deutschen Geschichte

Am 18. März 2015 jährt sich zum 25. Mal der Tag der ersten freien Wahl zur Volkskammer. Durch sie gewann die Freiheitsrevolution der DDR-Bürgerinnen und -Bürger, die sich seit Mai 1989 entwickelt hatte, institutionelle Gestalt. Als am 29. Januar 1990 der Zentrale Runde Tisch in Ost-Berlin den Beschluss fasste, den Wahltermin auf den 18. März vorzuziehen, weckte dies Assoziationen. Denn das Datum hatte bereits seinen Platz in der Demokratiegeschichte der Deutschen. Weiter...

18. März 1990: Aufnahme eines Wahllokals in der an der Elbe bei Hagenow gelegenen Gemeinde Neuhaus

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18. März 1990: erste freie Volkskammerwahl

"Mit der Öffnung einiger Früh-Wahllokale für Schichtarbeiter hat heute Morgen um 05.00 Uhr die erste freie und geheime Wahl zur DDR-Volkskammer begonnen. Die meisten Wahllokale öffnen um 07.00 Uhr. Den rund 12,2 Millionen wahlberechtigten DDR-Bürgern stellen sich 24 Parteien und Listenverbindungen. Der Wahlausgang gilt als völlig offen." Weiter...

Wo Freiheitsbäume außerhalb Frankreichs errichtet wurden, war das Gebiet von der französischen Revolutionsarmee besetzt worden. In der Regel lebten an jedem Ort einige Anhänger der Aufklärung und der Ideen von Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit. Sie konnten nun, gestützt auf die Machtverhältnisse, ihre Gesinnung offenbaren und versuchen, ihre Leitbilder in praktische Politik umzusetzen.

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18. März 1793: Ausrufung der Mainzer Republik

Der Rheinisch-Deutsche Nationalkonvent ist eine Versammlung, wie es sie noch nie in der deutschen Geschichte gegeben hat. Die Mitglieder sind an ihren Herkunftsorten in der Pfalz und in den linksrheinischen Gebieten Rheinhessens von ihren Mitbürgern gewählt und als deren Repräsentanten nach Mainz gesandt worden. Vorbild waren die Wahlen zum Nationalkonvent in Frankreich im Herbst 1792. Weiter...

Einsatz von Reitersoldaten zur Räumung des Schlossplatzes am frühen Nachmittag des 18. März

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18. März 1848: revolutionärer Aufstand in Berlin

Der 18. März 1848, ein Samstag, war ein warmer Vorfrühlingstag. Am Morgen konnten die Bewohnerinnen und Bewohner Berlins in der Presse und auf Bekanntmachungen des Magistrats, der Stadtregierung, sensationelle Nachrichten lesen. König Friedrich Wilhelm IV. hatte ein "Gesetz über die Presse" erlassen. Weiter...

Eine Sandsteinsäule („Heunensäule“) in der Mitte des Marktplatzes von Mainz, dem Standort des Freiheitsbaums während der Mainzer Republik, ist an ihrem Fuß mit einer künstlerisch gestalteten bronzenen Ummantelung versehen. Kopfbedeckungen (Römerhelm, Mitra etc.) verweisen auf Epochen der Stadtgeschichte. Auf einer der Seiten ist eine Narrenkappe zu sehen, die einer Jakobinermütze entspringt.

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Erinnerung und Erinnerungsorte

Die Entwicklung zu einer demokratischen Ordnung war in Deutschland mit langwierigen sozialen Kämpfen und mit tiefgreifenden Rückschlägen verbunden. Die zeitlich letzte Phase hatte als Anschub einen beispiellosen gewaltfreien politischen Aufstand, die Freiheitsrevolution in der DDR. Weiter...

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Literaturhinweise und Internetadressen

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