Zum Reformationsjubiläum 1617 illustriert ein Flugblatt einen prophetischen Traum Friedrichs des Weisen

Wirkungen der Reformation in Europa

In ihrem Bemühen um innerkirchliche theologische Erneuerung setzen Luther, Calvin und andere Reformatoren ab 1517 Entwicklungen in Gang, deren soziale, politische und kulturelle Auswirkungen auf die Zeitgenossen und die Nachwelt der folgenden 500 Jahre differenziert geschildert werden. Die Reformation wird zum Epochenbruch von gesamteuropäischer, weltgeschichtlicher Tragweite.

   
Zum Reformationsjubiläum 1617 illustriert ein Flugblatt einen prophetischen Traum Friedrichs des Weisen

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Einstieg

Als Beginn der Reformation gilt in Deutschland der 31. Oktober 1517. An diesem Tag schlug Martin Luther gemäß der Überlieferung 95 Thesen an das Portal der Wittenberger Schlosskirche, mit denen er die katholische Kirche zu grundlegenden Reformen aufforderte. Für diese Schlüsselszene gibt es keinen historischen Beleg, die erhaltenen Ereignisschilderungen stammen von Personen, die an diesem Tag nicht vor Ort anwesend waren. Weiter...

Das mittelalterliche Leben unterliegt einer gottgewollten Ordnung aus drei Ständen: der Geistlichkeit, die das Evangelium verkündet, dem Adel, der die "Guten" schützt sowie den Bauern und Handwerkern, die die materiellen Lebensgrundlagen erarbeiten.

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Vorbemerkung

Von Luther zu Hitler – so lautete die These einer Arbeit, die 1960 die Wirkungen der Reformation aus angloamerikanischer Sicht interpretierte (William Shirer, The Rise and the Fall of the Third Reich, New York 1960) und auch in anderen europäischen Ländern rezipiert wurde. Diese Verknüpfung wird von der Forschung inzwischen nicht mehr aufrechterhalten. Außerdem widerspricht sie in ihrer Einlinigkeit einem Grundsatz jeder Geschichtsschreibung: Kein Ereignis kann auf eine einzige Ursache zurückgeführt werden. Weiter...

Vor dem Kaiser und den versammelten Reichsständen auf dem Reichstag zu Worms 1521 weigert sich Luther, seine Lehrmeinung zu widerrufen. Darstellung (18. Jh.) nach einem zeitgenössischen Kupferstich.

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Ereignis Reformation

Am Anfang war Luthers Glaubenszweifel: Wie erlange ich die Gnade Gottes? Damit stellte der Wittenberger Theologieprofessor die Lehre der Werkgerechtigkeit in Frage, wie sie die römische Kirche des 15./16. Jahrhunderts predigte. Weiter...

Die reformatorische Bewegung nimmt institutionelle Gestalt an. Im Auftrag der pommerschen Herzöge verfasst der Reformator Johannes Bugenhagen 1535 eine Kirchenordnung für ihr Territorium.

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Beabsichtigte Folgen der Reformation

Luthers Institutionenkritik zielte ursprünglich keineswegs auf die Spaltung der Christenheit oder auf die Gründung einer neuen Kirche. Die Dynamik der reformatorischen Bewegung führte ihn in seinen großen Reformschriften von 1520 allerdings zu der Konsequenz, dass auch neue Strukturen erforderlich sein könnten. Weiter...

Ein markantes Ereignis der französischen Religionskriege ist das Massaker an den calvinistischen Hugenotten in der Bartholomäusnacht anlässlich der Hochzeit König Heinrichs IV. mit Margarete von Valois 1572 in Paris.

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Nicht beabsichtigte Folgen

Der Protestantismus hat die Welt verändert – wie das übrigens alle Konfessionen bzw. Religionen für sich in Anspruch nehmen können. Die beabsichtigten Folgen lassen sich auf einen Zeitraum von gut 50 Jahren konzentrieren. Alle weiteren Entwicklungen sind nicht intendiert und deshalb unterschiedlichen Bewertungen sowohl durch die Zeitgenossen als auch durch die Historiker unterworfen. Weiter...

Die Predigt, die Auslegung des Wortes Gottes durch einen lebenskundigen, theologisch ausgebildeten Geistlichen, hat einen besonderen Stellenwert in protestantischen Gottesdiensten. Predigt zum Erntedank-Gottesdienst in der reformierten Kirche von Herbishofen/Allgäu 2015

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Protestantismus und Moderne

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts sah eine große Mehrheit der protestantischen, historisch bzw. philologisch arbeitenden Wissenschaftler die Reformation als Beginn der Moderne. Weiter...

Zeichen der Annäherung: Zum 500. Reformationsjubiläum feiern Landesbischof
Heinrich Bedford- Strohm (li.) und Kardinal Reinhard Marx als Stellvertreter ihrer
Kirchen einen gemeinsamen Gottesdienst in der Michaeliskirche Hildesheim.

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Resümee

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Auswirkungen der Reformation

Informationen zur politischen Bildung aktuell Nr. 32/2017

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