Nationalsozialismus II
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Das Dritte Reich im Zweiten Weltkrieg


5.4.2002
Am 3. September 1939 erklärten Großbrittanien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg. Einige Tage später schlossen sich Australien, Indien und Neuseeland, die Südafrikanische Union und Kanada der britischen Kriegserklärung an. Damit blieb Deutschland allein, die Resultate werden in diesem Artikel ausführlich beschrieben.

Schwarz-Weiß-Foto: Eine lange Reihe deutscher Kriegsgefangener nach ihrer Kapitulation vor US-General Pattons 3. Armee beim Marsch durch Ackerland östlich des Rheins in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs.Deutsche Kriegsgefangene nach der Kapitulation ihrer Einheit in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs. (© AP)

Einleitung



Am 3. September 1939 erklärten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg. Einige Tage später schlossen sich Australien, Indien und Neuseeland, die Südafrikanische Union und Kanada der britischen Kriegserklärung an. Auch wenn dem amerikanischen Präsidenten Roosevelt durch den Kongreß zunächst die Möglichkeit für ein militärisches Engagement an der Seite der Westmächte genommen wurde, ließ er keinen Zweifel daran, daß die Vereinigten Staaten auf der Seite der Westmächte standen. Die Haltung der "bewaffneten Neutralität" erlaubte es der amerikanischen Regierung, aufzurüsten und einen "Kreuzzug für die Demokratie" vorzubereiten. Somit kündigte sich die globale Dimension, die der Krieg sehr bald annehmen sollte, schon an, obwohl sich Japan zu diesem Zeitpunkt für strikt neutral erklärte. Damit blieb Deutschland allein, denn auch Italien hatte schon angekündigt, daß es die Verpflichtungen des Stahlpaktes nicht erfüllen könne. Stalin rechnete offensichtlich mit einem langen Krieg zwischen den Westmächten und Deutschland und sah dabei im Deutschen Reich den schwächeren Teil. Darum hielt er sich an das Nichtangriffsabkommen und auch an das dieses ergänzende Wirtschaftsabkommen, weil er Zeit gewinnen und sich größere Handlungsfreiheit bewahren wollte.

Eroberung Polens



Die Tatsache, daß sich Frankreich und Großbritannien trotz ihrer Kriegserklärung für eine Strategie des Abwartens gegenüber Deutschland entschieden, um ihre Land- und Luftstreitkräfte auszubauen, erwies sich für Hitler als strategische Chance. Denn der "Sitzkrieg" im Westen erlaubte eine Konzentration aller verfügbaren militärischen Kräfte im Osten. Das war die Voraussetzung dafür, daß die Wehrmachtsführung den Bewegungskrieg mit motorisierten Verbänden und einer starken Panzer- und Luftwaffe zum raschen Erfolg bringen konnte. Nach einer Woche erreichten deutsche Panzerverbände die Stadtgrenze von Warschau. Nach einer weiteren Woche war die Hauptstadt eingeschlossen und die militärische Niederlage Polens war absehbar. Als Hitler die Bombardierung der Stadt befahl, kapitulierte Warschau am 27. September, nachdem die polnische Regierung bereits am 17. September das Land verlassen hatte. Am selben Tag gab Stalin, von der deutschen Seite dazu gedrängt, der Roten Armee den Befehl zum Einmarsch in Ostpolen, um sich den im geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes vorgesehenen Anteil an der Beute zu sichern. Nach der Niederwerfung Polens schlossen Deutschland und Sowjetunion am 28. September 1939 einen Grenz- und Freundschaftsvertrag, der zur vierten Teilung Polens führte und in einem geheimen Zusatzprotokoll einen Gebietsaustausch vorsah. Der Großteil der litauischen Gebiete, die eigentlich der deutschen Einflußsphäre zugeordnet werden sollten, fiel an die Sowjetunion, während sich die Deutschen Warschau und Lublin ihrem Machtbereich einverleibten.

Am 6. Oktober wurden die Kampfhandlungen beendet. Hitlers Sieg wurde von der Propaganda als Blitzkrieg gefeiert. Doch dieser Erfolg, der Führung und Öffentlichkeit blendete, wäre ohne die Untätigkeit der Westmächte nicht zustande gekommen. Hinter der Legende vom "Blitzkrieg" zeigten sich die ersten Elemente eines nationalsozialistischen Vernichtungskrieges gegen Teile der Bevölkerung, die aus rassenideologischen Gründen vertrieben oder ermordet wurden. Schon am 22. August 1939 hatte Hitler als Ziel des Feldzuges die "Vernichtung Polens" genannt, wörtlich "die Beseitigung der lebendigen Kräfte, nicht die Erreichung einer bestimmten Linie".

Was das bedeutete, zeigte sehr bald die nationalsozialistische Besatzungspolitik. Aus Polen wurden Lebensmittel und Arbeitskräfte herausgepreßt, hinter der Front sollte das langfristige ideologische Ziel der "Germanisierung" Polens ins Werk gesetzt werden. Das bedeutete nach den Plänen Himmlers und Heydrichs die Verhaftung und Abschiebung der polnischen Führungsschichten, Erniedrigung der übrigen Bevölkerung zu Arbeitssklaven sowie eine von rassenideologischen Zielen geleitete Umsiedlungs- und Eindeutschungspolitik. Die Politik der Ausbeutung und der "Germanisierung" war ein eindeutiger Verstoß gegen das Kriegsvölkerrecht, das für die Wehrmacht noch galt. "Die Wehrmacht", hieß es im Aufruf des Oberbefehlshabers des Heeres vom 1. September 1939, "sieht in der Bevölkerung nicht ihren Feind. Alle völkerrechtlichen Bestimmungen werden geachtet werden." Damit deuteten sich zwei entgegengesetzte Konzepte von Besatzungspolitik an, auch wenn in der ideologisch aufgeladenen Alltagswirklichkeit des Krieges und der Besatzung sich diese Trennlinien bald verwischen sollten.

In einer Atmosphäre des aufgestauten Hasses und der Gewalt kam es in Bromberg am 3. September 1939 zu antideutschen Ausschreitungen, denen Hunderte von "Volksdeutschen" zum Opfer fielen. Diese Vorfälle wurden von deutscher Seite zur Rechtfertigung von Geiselerschießungen in großem Umfang genutzt, in die auch teilweise die Wehrmacht verstrickt war. Doch noch versuchten die Militärbefehlshaber, die in den besetzten Gebieten die exekutive Gewalt besaßen, solchen Ausschreitungen entgegenzuwirken.

Zu einem eigenen Machtfaktor wurden die "Einsatzgruppen", die aus Himmlers SD und Einheiten der Sicherheitspolizei (Sipo) gebildet waren. Als politische Sondereinheiten der Polizei waren sie zum ersten Mal beim Einmarsch nach Österreich und in die Tschechoslowakei hinter den vorrückenden Militäreinheiten aufgetreten und hatten dort die Verfolgung der politischen Opposition und der ideologischen Gegner übernommen. Vor dem Einmarsch nach Polen wurden sechs Einsatzgruppen gebildet, die formell noch dem Heer unterstellt waren. Insgesamt gab es 15 Einsatzkommandos von etwa 120 bis 150 Mann. Der Auftrag dieser mobilen Verfolgungs- und Tötungskommandos lautete, alle "reichs- und deutschfeindlichen Elemente im Feindesland rückwärts der fechtenden Truppe" zu bekämpfen.

Tatsächlich begannen die Einsatzgruppen sehr bald damit, nach einer vorbereiteten Kartei in Polen insgesamt 30000 Menschen zu verhaften und in Konzentrationslager einzuweisen. Außerdem erhielten sie von Himmler den Befehl, "polnische Aufständische, die auf frischer Tat oder mit der Waffe ergriffen" würden, "auf der Stelle zu erschießen". Damit setzte sich der Reichsführer-SS über Weisungen der Heeresleitung hinweg, die ausdrücklich festgestellt hatte, daß "Freischärler" nach ihrer Festnahme nicht ohne gerichtliches Verfahren bestraft werden dürften. Auch die unscharfe Auslegung des Begriffes "Freischärler" führte zu einer allmählichen Ausweitung der Verfolgung auf die verschiedenen ideologischen "Feindgruppen".

Das Ziel der Aktionen der Einsatzgruppen hatte Heydrich schon am 7. September formuliert: "Die führende Bevölkerungsschicht in Polen soll so gut wie möglich unschädlich gemacht werden." Nach einer Weisung Heydrichs vom 21. September sollten auch Juden mit einbezogen werden. Maßnahmen gegen die Juden, die in größeren Städten zusammenzufassen waren, sollten mit der Zivilverwaltung und der militärischen Führung abgestimmt werden.

Die Handlungsmöglichkeiten der Wehrmachtsführung, die sich noch um die Einhaltung der völkerrechtlichen Normen bemühte, wurden im Oktober 1939 immer weiter eingeschränkt, als Hitler die Eingliederung von knapp der Hälfte der von der deutschen Wehrmacht eroberten polnischen Gebiete ins Reich anordnete. Diesseits der neuen Grenze, die von der Ostgrenze Ostpreußens zur Ostgrenze Oberschlesiens verlief, sollte die einheimische polnische Bevölkerung ausgesiedelt und Deutsche angesiedelt werden. Das unter deutscher Herrschaft stehende Gebiet jenseits der Grenze erhielt nun den Namen "Generalgouvernement". Die dort wohnenden bzw. dorthin vertriebenen Polen sollten ein "Helotendasein auf niedriger Kulturstufe" (Ludolf Herbst) führen. Für die Verfolgungs-, Vertreibungs- und Umsiedlungspolitik, die im nationalsozialistischen Sprachgebrauch als "völkische Flurbereinigung" bezeichnet wurde, erhielt Himmler am 7. Oktober umfassende Vollmachten, als ihm in einem geheimen "Führerbefehl" das Amt eines "Reichskommissars für die Festigung des deutschen Volkstums" übertragen wurde. Himmler nutzte diesen Befehl, um im Osten einen Machtbereich der SS zu etablieren, der jeder Kontrolle durch Verwaltung und Recht entzogen war und der in den eroberten und besetzten Gebieten in neuer Konkurrenz zur Weltmacht stehen sollte.

Auch mit den Leitern der neu ernannten Zivilverwaltungen hatte der jeweilige Militärbefehlshaber Gegenspieler, die als Gauleiter bzw. Vertraute von Hitler über die größeren Einflußmöglichkeiten verfügten. Hitler speiste die Wehrmachtsführung mit der Bemerkung ab, daß sie nun eine Verantwortung weniger habe. Halder erläuterte weiter: "Harter Volkstumskampf gestattet keine gesetzlichen Bindungen".

Deportationen, Umsiedlungen und Massenerschießungen

In seiner neuen Eigenschaft als "Reichskommissar" begann Himmler schon Ende Oktober 1939 mit seiner "Rassen- und Volkstumspolitik". Bis zum Februar 1940 sollten größere Teile der nichtjüdischen polnischen Bevölkerung und "alle Juden" aus den eingegliederten Ostgebieten ausgesiedelt werden. Nach den anfänglich wilden Deportationen durch die Einsatzgruppen und die lokalen NS-Funktionsträger übernahm das Reichssicherheitshauptamt die zentrale Organisation der Massendeportationen. Innerhalb weniger Tage wurden Anfang Dezember 1939 87000 Personen aus dem "Reichsgau Posen" ins Generalgouvernement deportiert und im Februar 1940 40000 Polen aus dem Warthegau. Im Laufe des Jahres wurden weitere 120000 Polen zwangsausgesiedelt, deren Wohn- und Lebensräume dann von "volksdeutschen" Umsiedlern aus den baltischen Staaten und aus Wolhynien eingenommen werden sollten. Bis Ende 1940 wurden etwa 325000 polnische Staatsangehörige zwangsumgesiedelt und damit ihrer Heimat und ihres Besitzes beraubt.

Zu den Aussiedlungsaktionen und den gegenläufigen Ansiedlungsmaßnahmen, die den Kern der nationalsozialistischen Germanisierungspolitik bildeten, kamen sogenannte "Eindeutschungs"-Maßnahmen. Zu denen hatten sich die nationalsozialistischen Siedlungsideologen entschlossen, da die "Volksdeutschen" in den besetzten Gebieten ansonsten in der Minderheit geblieben wären. In Anlehnung an das "Reichsbürgergesetz" vom 15. September 1935 wurde eine sogenannte "deutsche Volksliste" erstellt, die die polnische Bevölkerung in vier Kategorien aufteilte.

SS und Parteidienststellen machten sich mit fanatischem Eifer daran, nach ihren abstrusen rassebiologischen Kriterien eine neue Hierarchie der Bevölkerung mit unterschiedlichen Rechten, unterschiedlichen Lebens- und Versorgungsmöglichkeiten aufzubauen. An der Spitze standen die Reichsbürger, bestehend aus "volksdeutschen" Umsiedlern und Polen, die als "eindeutschungsfähig" galten. Ihnen folgte eine Gruppe der "Staatsangehörigen", die sich gleichsam als Deutsche auf Probe um die Aufnahme bemühen sollten. Sie waren in bezug auf ihre Versorgung und Arbeitsrechte der ersten Gruppe gleichgestellt, konnten aber nicht Beamte werden und mußten bei einer Eheschließung erst die Genehmigung deutscher Behörden einholen. Darunter gab es eine Gruppe von "Staatsangehörigen" auf Probe, deren Rechte noch geringer waren als die der zweiten Gruppe. Diese beiden Gruppen zählten etwa 3,4 Millionen Menschen. Ihnen standen etwa sechs Millionen Polen gegenüber, die zu dem niedrigeren Status der "Schutzangehörigen" gehörten und ein Leben als Arbeitssklaven führen sollten.

Polen wurde nach der Besetzung zugleich zum Objekt einer gewaltigen Ausbeutungspolitik. Arbeitskräfte, Nahrungsmittel, Rohstoffe und Maschinen wurden ins Deutsche Reich gebracht, um die deutsche Kriegswirtschaft zu unterstützen. Ende 1939 erfolgten zunächst auf freiwilliger Basis Arbeitskräftewerbungen im Generalgouvernement, die jedoch bereits nach einem Monat zunehmend Zwangscharakter erhielten. Bis zum Sommer 1940 waren auf diese Art und Weise 311000 Arbeitskräfte ins Reich verbracht worden, 1942 kamen noch einmal 400000 dazu. Parallel zu den Deportationen und Arbeitskräftezwangsrekrutierungen unter der polnischen Bevölkerung erfolgten mit noch größerer Radikalität die Deportationen der jüdischen Bevölkerung. Sie wurden von den Einsatzgruppen aus den eingegliederten Gebieten vertrieben und in Ghettos des Generalgouvernements verbracht.

Die Vertreibungen der polnischen Juden gingen ungeachtet aller militärischen Zwänge weiter. Schon Anfang 1940 wurde aus den annektierten Gebieten gemeldet, sie seien "judenfrei". In großen Ghettos, vor allem in Warschau, Krakau, Lemberg, Lublin und Radom wurde die jüdische Bevölkerung zusammengepfercht; dies war, wie sich bald herausstellen sollte, nur eine Etappe auf dem Wege zu ihrer Vernichtung.

Noch gab es Offiziere und Soldaten, die das Morden der SS registrierten und dagegen aufbegehrten. Aus der 14. Armee wurde gemeldet, in der Truppe herrsche große Unruhe, die "durch die zum Teil ungesetzlichen Maßnahmen von Einsatzgruppen [...] entstanden" sei (Massenerschießungen, insbesondere von Juden). Die Truppe sei "vor allem darüber verärgert, daß junge Leute, statt an der Front zu kämpfen, ihren Mut an Wehrlosen erprobten." Generaloberst Johannes Albrecht Blaskowitz ließ die Meldungen über die Mißhandlungen von Juden und Polen, über Vergewaltigungen, Plünderungen und Morde sammeln und übte in verschiedenen Denkschriften an den Oberbefehlshaber des Heeres, die schließlich auch bei Hitler landeten, scharfe Kritik. Am 6. Februar 1940 bilanzierte er: "Die Einstellung der Truppe zu SS und Polizei schwankt zwischen Abscheu und Haß. Jeder Soldat fühlt sich angewidert und abgestoßen durch diese Verbrechen, die in Polen von Angehörigen des Reiches und Vertretern der Staatsgewalt begangen werden." Eine Woche später wurde der lästige Kritiker auf Drängen des Generalgouverneurs von Polen Hans Frank an die Westfront abgeschoben. Sein Protest blieb wirkungslos, wenn er auch seiner militärischen Karriere nicht geschadet hat.

Gewiß gab es viele Zeichen einer individuellen Scham, aber diejenigen Soldaten, die gegen den Terror von SS und Polizei protestierten, standen sowohl innerhalb des verbrecherischen Systems als auch unter ihren Standesgenossen auf verlorenem Posten. Für einige wenige Offiziere wurden die Erfahrungen in Polen zur Grundlage ei-nes moralisch-politischen Aufbegehrens. Einer von ihnen, Helmuth Stieff (1901–1944), Chef der Gruppe III der Operationsabteilung im Generalstab und im Widerstand aktiv, formulierte seine Befindlichkeit im November 1939: "Ich schäme mich, ein Deutscher zu sein! Diese Minderheit, die durch Morden, Plündern und Sengen den deutschen Namen besudelt, wird das Unglück des ganzen deutschen Volkes werden, wenn wir ihr nicht bald das Handwerk legen."

Doch die politischen Voraussetzungen für ein solches Aufbegehren waren denkbar ungünstig. Die Mehrheit der Offiziere fühlte sich durch die preußisch-deutschen Tugenden von Gehorsam und Vertrauen an die Obrigkeit gebunden oder beschränkte sich auf die rein militärischen Aufgaben. Sie nahmen die Aktionen nicht zuletzt auch deshalb hin, weil die Vorurteile gegen Juden und Polen überwogen. Hinzu kam, daß der erfolgreiche Krieg die anfängliche Beklemmung in der Bevölkerung in neue Zuversicht umschlagen ließ.

Diese Zuversicht der Bevölkerung war freilich zu einem guten Teil darauf zurückzuführen, daß sie an ein baldiges Ende des Krieges und an ein Einlenken der Westmächte glaubte. Hitler war jedoch trotz seines "Friedensappells" vom 6. Oktober 1939, mit dem er den Alliierten eine Verständigung – allerdings zu seinen Bedingungen – anbot, zur Offensive im Westen entschlossen. Etwas anderes als eine Flucht nach vorn schloß sein politisches Denken völlig aus. Ohne eine Antwort auf seine "Friedensrede" abzuwarten, teilte er den Oberbefehlshabern der Wehrmacht seine Entschlossenheit mit, den Zeitpunkt des Angriffes "wenn nur irgend möglich noch in diesen Herbst zu legen". Denn: "Nach Lage der Dinge kann [...] die Zeit mit größerer Wahrscheinlichkeit als Verbündete der Westmächte gelten, denn als Verbündete von uns."

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