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1.0, 2.0, 3.0 und 4.0 – und was zählt die Medienbildung?


16.1.2017
In seinem Vortrag stellt Harald Gapski das sich wandelnde Verhältnis zwischen Technologie und Bildung heraus. Im Zentrum steht die Frage, was eine fortschreitende Datafizierung und Algorithmisierung der Welt zu "digitalen Ökologien" für eine "Medienbildung 4.0" bedeutet?





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Die Medien- und Informationstechnologien gehen in Siebenmeilenstiefeln und mit exponentiellen Schritten voran, während die Medienbildung versucht, reflexiv Schritt zu halten. Mithilfe gänzlich unterschiedlicher Wegmarken – vom ersten Web zum Web 2.0, von der Mechanik zur Industrie 4.0 – soll das sich wandelnde Verhältnis zwischen Technologie und Bildung herausgestellt werden. Heute führen die fortschreitende Datafizierung und Algorithmisierung der Welt zu "digitalen Ökologien".

Der Vortrag stellt die Frage: Was könnte dies für eine "Medienbildung 4.0" bedeuten?

Gapski plädiert für einen Medienkompetenzbegriff, der gesellschaftliche Aspekte beinhaltet, um der breiten sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Relevanz des Themas in Bildung zu begegnen. Wir befinden uns mitten in der mobilen Echtzeit-Gesellschaft und die alten Autofahrer-Metaphern der Medienbildung (Medienführerschein, Datenautobahn…) gelten nicht mehr: "Was bedeutet Medienkompetenz, wenn das Auto selbst fährt?"

Schon jetzt seien mehr Dinge mit dem Internet vernetzt als Menschen auf der Erde leben. Ein digital-ökologisches Denken sei erforderlich, zugleich müsse sich die Bildung der digitalen Revolution anpassen. Dabei seien auch gesellschaftliche Aspekte, wie die Sensibilisierung für Datenkapitalismus ("Du bist nicht der Kunde der Internetkonzerne. Du bist ihr Ziel"/Jaron Lanier 2014) enorm wichtig.

Zugleich sind der Umgang und die Nutzung von Open Data zu vermitteln. Es geht um Ethik, Transparenz und Teilhabechancen. Medienbildung müsse insgesamt individuelle, organisatorische und gesellschaftliche Diskurse aufgreifen. Kritisch denken (zu lernen) sei (nach wie vor) eine wichtige Voraussetzung.



 

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