Header Big Data

10.4.2017

Die Generation 4.0: Aufwachsen mit dem Internet der Dinge, Industrie 4.0 und Big Data

"Ein Entkommen gibt es immer. Ich bin ein Technik-Optimist."

In seinem Vortrag "Die Generation 4.0: aufwachsen mit dem Internet der Dinge, Industrie 4.0 und Big Data" reflektiert Hans-Joachim Hof über Chancen und Risiken der Digitalisierung. Dabei stehen insbesondere die Trends Internet der Dinge, Industrie 4.0 und Big Data im Fokus der Betrachtung.

Hans-Joachim HofHans-Joachim Hof beim Gautinger Internettreffen 2017 (© SIN - Studio im Netz, München)

Professor Hof ist bekennender Fan des "Internet der Dinge" und sieht dabei viele positive Aspekte. Es rege zu mehr Spaß, bewusstem, sozialem und selbstbestimmten Leben sowie zur Effizienz an. Auch in dem Thema "Big Data" sieht er positive Entwicklungsmöglichkeiten.

So könnten u.a. individuelle Produkte angeboten und Kunden besser verstanden werden. Die Gefahr jedoch sieht er vor allem in der Qualität und im Umgang mit der Software, denn Lücken werden nicht gepatcht, sie werden stattdessen "akzeptiert". Auch Fehlschlüsse durch intelligente Algorithmen und mangelnde Entziehbarkeit durch den sog. Netzwerkeffekt und die Erfassung von Unbeteiligten seien Gründe zur Sorge.

Als die Generation 4.0 bezeichnet er Leute, die mit dem Internet der Dinge aufwachsen. Weiterhin stellt Hof fest, dass diese Generation Ich-bezogen sei und eine "Money-for-Value"-Attitüde besitze. Sie zeige außerdem geringe Toleranz gegenüber anderen Meinungen und nutze den Cyberspace als ihren Wirkraum, verkenne jedoch die Probleme bezüglich des Datenschutzes. Im Umgang mit der Generation 4.0 fordert er schließlich, dass sich die Sichtweise gegenüber ihnen ändern müsse: Eigenverantwortung solle betont und die Möglichkeit zum Scheitern nicht genommen werden.

Durch Vorbilder in der realen Welt könne man aufzeigen, dass man etwas bewegen kann, um so das Engagement zu fördern. Da die Probleme grundlegender seien, als in der Presse dargestellt, tue sich die Generation 4.0 mit dem Erwachsenwerden schwer, jedoch braucht es auch "Technik-Optimisten, die die Zukunft gestalten" – im bestmöglichen Sinne.