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25.7.2017

Zukunftswerkstatt: Digitopia

Die Zukunftswerkstatt Digitopia thematisiert Big Data Analytics und seine gesellschaftlichen Folgen auf einer überindividuellen, politischen Ebene. Ziel der Zukunftswerkstatt Digitopia ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem es möglich ist, Chancen und Risiken dieser Entwicklungen abzuschätzen und sich zugleich in der Vorstellungskraft nicht von den Einschränkungen des Bestehenden behindern zu lassen.

Die Zukunft unserer Lehrenden wird bunt – ob mit oder ohne KreideDie Zukunft unserer Lehrenden wird bunt – ob mit oder ohne Kreide (Lizenz CC0 / pixabay.com)


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Die Methode Zukunftswerkstatt stammt nicht von uns, wir[1] haben dieses etablierte Format übernommen und in Bezug auf unser Thema inhaltlich übersetzt. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Zukunftsforschern entwickelt und wird seither in zahlreichen Varianten genutzt. Die Zukunftswerkstatt bietet sich als abschließende / vertiefende Methode zum Themenfeld Big Data Analytics an. Sie schließt an andere Methoden an, die für dieses Themenfeld entwickelt wurden (Roboter-Parcours, Sortier-Algorithmus, Life-Profiler, etc.) und kann gut in Kombination damit genutzt werden. Ausgehend von der gegenwärtigen gesellschaftlichen Realität wird eine mögliche und wünschenswerte Zukunft erdacht. Wege in diese Zukunft können mit der Methode sehr konkret und realistisch geplant werden.

Infos zur Methode

Lernziele
  • Die Zukunftswerkstatt Digitopia thematisiert Big Data Analytics und seine gesellschaftlichen Folgen auf einer überindividuellen, politischen Ebene. Ziel der Zukunftswerkstatt Digitopia ist es, einen Rahmen zu schaffen, in dem es möglich ist, Chancen und Risiken dieser Entwicklungen abzuschätzen und sich zugleich in der Vorstellungskraft nicht von den Einschränkungen des Bestehenden behindern zu lassen. Die Methode folgt dabei dem Schema: Kritik am Ist-Zustand, Vision eines Soll-Zustandes und Planung von Wegen, den Soll-Zustand zu erreichen. Die Zukunftswerkstatt bezieht sich spielerisch und planerisch auf die gegenwärtige Gesellschaft. Damit weist die Methode in Richtung einer kollektiven, politischen Handlungsperspektive.
Dauer
  • mindestens 90 Minuten, eher 180 Minuten
Teilnehmende
  • 10 – 30 Personen ab 16 Jahren
Materialien
  • Videos zu Big Data Analytics

  • technische Ausstattung für Recherchen der Gruppen zu verschiedenen Themenbereichen

  • Flipcharts, Moderationskärtchen, ausreichend Stifte und/oder andere Möglichkeiten zur Dokumentation der Regeln sowie der Diskussionsprozesse

  • Möglichkeit, Plakate im Raum sichtbar aufzuhängen; Klebeband, Magnete, Pins; bunte Klebepunkte für Abstimmungen

  • ggf. Materialien oder Werkzeuge, um die Utopie konkret zu machen und auszugestalten (gemalte Plakate, Fotos, Videos, Audio-Beiträge, gespielte Szenen etc.)
Raum und Ausstattung
  • Der Raum muss so groß und bestuhlt (oder mit Kissen bestückt) sein, dass alle Teilnehmer*innen in den Plenarphasen im Kreis sitzen können. In jedem Fall müssen für die Kleingruppenphasen Rückzugsorte und Arbeitsplätze für alle Gruppen vorhanden sein (je nach Gruppenzahl: weitere Räume, Stühle, Tische, Recherchestationen, etc.).

  • Um kurze einführende Videos zu zeigen, sollte z.B. ein Rechner mit Internetanschluss, Projektor, Projektionsfläche und Tonanlage zur Verfügung stehen.

Die Spielphasen im Überblick

I. Einführung in die Methode
Den Teilnehmer*innen werden Ablauf und Ziel der Methode erläutert. Zudem werden gemeinsame Regeln für den Spielablauf festgehalten.

II. Einführung in das Thema Big Data Analytics
In einer kurzen thematischen Einführung mittels kurzer Videobeiträge wird ein gemeinsames Grundverständnis geschaffen. Zur Vertiefung können weitere Methoden hinzugezogen werden.

III. Recherchephase
Es folgt die Recherchephase, in der die Teilnehmenden die Breite der möglichen Anwendungsfelder und die Ambivalenz von Chancen und Risiken die sich für die Gesellschaft ergeben kennen lernen und sich dazu positionieren.

IV. Werkstattphase Digitopia
Hier geht es nun darum, drei moderierte Gruppenphasen in Bezug auf Big Data Analytics allgemein (oder auch spezifische Teilgebiete) zu durchlaufen:
1) Probleme identifizieren (Kritikphase)
2) Vorstellungen davon entwerfen, wie es ohne Probleme aussehen könnte (Fantasiephase)
3) Wege finden, wie die Ziele aus Phase 2 umgesetzt werden können (Verwirklichungsphase). Die Verwirklichungsphase endet idealerweise nicht mit der eingeplanten Werkstattdauer, sondern wird in Form einer permanenten Arbeit an der Umsetzung weitergeführt (z.B. eine AG, Initiative, Veranstaltungsplanung, etc.).

V. Abschlussphase / Verankerung:
Sammlung und Präsentation der Ideen und Planungen, Entwicklung einer Handlungsperspektive, weitere Vernetzung.

Fußnoten

1.
Eine methodische Aufbereitung des jfc Medienzentrums e.V. , Lena Gauweiler, Till Horstmann, Valentin Dander, Gerda Sieben

Publikation

Arbeitshilfe für die Jugendarbeit

Das jfc Medienzentrum Köln hat eine kostenlose Arbeitshilfe für die Jugendarbeit zum Thema Big Data entwickelt. Sie behandelt grundlegende Fragen zum Thema, stellt praktische Methoden für die Jugendarbeit vor und verschafft einen Überblick über weitere Informationen rund um das Thema.

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