Geflüchtetes Kind beschäftigt sich in einer Erstaufnahmestelle mit einem Smartphone.

Notizen aus der Werkstatt-Redaktion

25.11.2016
Bei unseren Recherchen stoßen wir ständig auf interessante Sachen, die es aber nicht immer in den Blog schaffen. Hier finden Sie unsere "Notizen" aus der Welt der digitalen Bildung.
"Notizen" aus der Welt der Digitalen Bildung"Notizen" aus der Welt der Digitalen Bildung Lizenz: cc by/2.0/ (Chr Metzner/ Flickr/ bearbeitet)

25.11.2016: Dieter Baacke Preis 2016



Am 19. November 2016 fand die alljährliche Verleihung des »Dieter Baacke Preises« in Cottbus statt. Der Preis ist die bundesweite Auszeichnung für herausragende medienpädagogische Projekte und ist mit 10.000 Euro dotiert.

Die »Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK)« und das »Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ)« zeichnen mit diesem Preis einzigartige Projekte der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit aus. Rund 200 Bewerbungen lagen der »Jury« vor, zu der Vertreterinnen und Vertreter der Akademie der kulturellen Bildung Remscheid, der Bundeszentrale für politische Bildung, der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und mehr gehörten. Sieben herausragende Projekte in fünf Kategorien wurden ausgewählt und erhielten die begehrte Auszeichnung.

Auffällig war, dass dieses Jahr besonders viele Beiträge zu gesellschaftlich relevanten Themen wie Integration und Datensicherheit eingingen, einige der eingereichten Vorschläge wurden in Kooperation mit Schulen durchgeführt. Bundesjugendministerin Manuela Schwesig freute sich darüber „(…) dass viele Projekte den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen und dabei auch geflüchtete Menschen ansprechen. Das zeigt, welche Möglichkeiten Medienarbeit und Medienpädagogik haben, um Inklusion und Integration zu befördern.“

Hier geht es zu den »ausgezeichneten Projekten des Dieter Baacke Preises 2016«. Mehr zu dem Preis erfahren Sie auch auf den Seiten der bpb.


Weitere Notizen



14.10.2016 BMBF: Bildungsoffensive für die digitale Wissensgesellschaft

Am 12. Oktober 2016 stellte Bundesministerin Johanna Wanka die »Bildungsoffensive des BMBF für die digitale Wissensgesellschaft« vor. Das Strategiepapier enthält fünf Handlungsfelder, in denen der digitale Wandel in der deutschen Bildungslandschaft vorangetrieben werden soll – von der frühkindlichen Bildung bis zur Berufsschule. Das BMBF stellt dafür im Rahmen des »#DigitalPaktD« für die nächsten fünf Jahre rund fünf Milliarden Euro zur Verfügung. Bis 2021 sollen alle Schulen mit Computern und W-LAN ausgestattet werden. Kernpunkt ist auch die Entwicklung passender pädagogischer Konzepte: "Digitale Technik muss guter Bildung dienen, nicht umgekehrt", so Wanka.

Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema »"Bildung digital" beim BMBF«. Wie Pädagogik und digitale Techniken zusammengehen, lesen Sie in unserem Themenschwerpunkt "Digitale Didaktik".

21.09.2016 Bildung: Der Digitale Herbst



Im Herbst stehen Bildungsaktivisten, Lehrende und Schulrevolutionierende vor einem Dilemma. Sie müssen sich entscheiden, denn eine Veranstaltung zum Thema Bildung, Digitalisierung und Schule reiht sich an die andere. Nicht unbegründet bezeichnen Expertinnen und Experten 2016 bereits als das Jahr, in dem das Fenster zum Thema "Digitale Bildung" weit offen steht. Veranstaltungen, Kongresse, Workshops, Barcamps. In ganz Deutschland. Jetzt heißt es: Terminkalender wälzen und selektieren. Hier ein Schnelldurchlauf als Roadshow durch das digitale Bildungsdeutschland:

Ende September, am 28.9.2016, geben zunächst die großen deutschen Stiftungen gemeinsam in Berlin dem Thema Digitalisierung und Schule ein Forum. Mit dem Titel »schulentwicklung.digital«sollen sich die Teilnehmenden zu "Gelingensbedingungen und Entwicklungsfeldern" austauschen. Die Anmeldung ist schon geschlossen, die Werkstatt ist vor Ort und berichtet. Die Impulse und Ergebnisse der Veranstaltung werden dokumentiert und im Nachhinein auf der »Website« zur Verfügung gestellt.

Dann kurz, zumindest virtuell, nach Freiburg: Dort lädt Dejan Mihajlovic, Realschullehrer, SMV BA-Leiter und aktives Mitglied des Vereins D64, am 4. Oktober 2016 zu einem Expertengespräch mit dem Titel »Was kann, soll und muss (nicht) #DigitaleBildung?« der D64 Reihe "Lernen in einer digitalisierten Welt" ein. Es geht um aufkommende Fragen von "Wie soll Schule in Zukunft aussehen?" bis "Welche Technik ist notwendig?". Gast ist Axel Krommer und über die App Periscope (iOs, Android) wird gestreamt.

Der Rückweg führt über Potsdam. Der kleine, feine Workshop »IT-Lernformate für Kinder« der Mediengestaltung Berlin Brandenburg findet am 7. Oktober im »MIZ« statt: Einen Tag lang können sich Lehramtsstudierende, Multiplikatoren und schulische Bildnerinnen an verschiedenen Thementischen mit Hardware, Physical Computing, Programmierung und kindergerechten Programmiersprachen beschäftigen.

Weiter, mit kleiner Verspätung nach Hattingen, Bildungshochburg. Bereits zum zweiten Mal öffnet das DGB Bildungswerk in Hattingen seine 1001 Räume dem 18. »Educamp«. Basierend auf dem Barcampkonzept sind alle Teilnehmenden vom 7. bis 9. Oktober 2016 dazu aufgefordert, ein eigenes Thema einzubringen, über das er oder sie gern referieren bzw. diskutieren möchte. Vorgeschlagene Themen sind u.a. "Pokemon & Bildung", "Individuelle Förderung mit digitalen Medien“ und "Geschlechtergerechte Bildung". Bereits seit 2008 diskutieren und vernetzen sich auf dem Educamp Lehrende, Bildungsaktivisten und Expertinnen über Digitale Medien und Bildung. Die Werkstatt wird berichten.

Kurz verschnaufen, dann weiter nach Köln. Der »Digital Education Day (#DED16)« am Samstag, den 29. Oktober, richtet sich insbesondere an LehrerInnen, HochschullehrerInnen und digital interessierte Personen in Köln und der Region und will informieren und vernetzen. Die Teilnahme ist kostenlos.

Dann wieder mal nach Berlin, aber nicht zum »Barcamp Digitale Bildung« – das wurde ins Frühjahr 2017 verschoben – sondern zum »Kongress der Deutschen Schulakademie«, quasi der nachhaltige Arm des Deutschen Schulpreises der Robert Bosch Stiftung. Thema am 14. November ist: "schulen.gestalten-zukunft", oder wie können Schulen mit Heterogenität produktiv umgehen? Wie können neue Lernstrukturen gestaltet werden und wie lassen sich Schule und demokratisches Handeln besser verbinden? Die Werkstatt hat sich schon einmal angemeldet, ist ja um die Ecke.

Und einige Tage später teilt man seine digitale Persönlichkeit einfach: Die eine Hälfte fährt nach Cottbus zum 33. Forum Kommunikationskultur der GMK und diskutiert am 18. November zum »Thema Software takes command« aus medienpädagogischer Sicht, welche Medienbildung Kinder, Jugendliche und Familie heute bräuchten? Die andere digitale Hälfte bleibt in Berlin, kauft ggf. ein Ticket und stürzt sich zwei Tage lang im Planetarium im Prenzlauer Berg in den »Lehrerkongress 2016«. Workshops, Diskussionen und Präsentationen mit dem Thema Digitale Bildung sind im Angebot.

Auf das straffe Herbstprogramm folgt dann erst einmal digitale Besinnlichkeit.

von »Oliver Baumann-Gibbon«

30.06. 2016 Digitaler Flüchtlingsgipfel



Gemeinsam mit »betterplace lab«, »Initiative D21« und »Open Transfer« lud das Bundesministerium des Inneren (BMI) am 14. Juni 2016 zum "Digitalen Flüchtlingsgipfel" ein. Das Ziel: eine bessere Koordination unter den im letzten Jahr zahlreich entstandenen (digitalen) Flüchtlingshilfen und Aktionen.

Bundesminister Thomas de Maizière sprach von vielen guten Anwendungen, aber teilweise auch Doppelungen und fehlender Abstimmung. Nicht nur eine bessere Zusammenarbeit der Initiativen sei notwendig, sondern auch eine bessere Abstimmung unter den Geldgebern.

Unter anderem wurden folgende Forderungen im Rahmen der Veranstaltung formuliert:
  • Geflüchtete immer bei der Entwicklung von Lösungen und Projekten beteiligen
  • Stellen für Austausch, Wissenstransfer, Kontakt, Kooperationen schaffen
  • Doppelungen vermeiden, keine Insellösungen
  • Bewertungen zulassen: Was funktioniert gut, welches Projekt ist weniger zielführend?
  • Koordination von Ministerien, Kommunen, Unternehmen, NGOs, Stiftungen und Kirchen
  • Fokussierung auf weniger Projekte, die aber konsequenter unterstützt und vermittelt werden
  • Nachhaltigkeit: Das Thema "Geflüchtete und erfolgreiche Integration" über mehrere Jahre denken
  • Marketing, Vermittlung und Verbreitung werden oft nicht ausreichend bei den Projekten mitgedacht
  • Verbesserung und insbesondere Beschleunigung der Prozesse bei Ausschreibungen und Vergaben des BMI, um schnell agieren zu können
Im Rahmen des folgenden Barcamps hat auch werkstatt.bpb.de die bisherigen Ergebnisse im Kontext "Geflüchtete & Bildung" in einem Workshop präsentiert und diskutiert:
  • Zielgruppen und deren Bedarfe genau definieren
  • Projekte und einfache Materialien zu Themen wie Geschichte, Politik, Ethik etc. sind noch unterrepräsentiert
  • Lehrende und Coaches, die mit Neuankömmlingen arbeiten, brauchen dringend Methodenkompetenz (Fortbildung), aktuelle Materialien und pädagogische Unterstützung
  • Die vorhandenen Materialien und Angebote sind oft nicht "frei", also nicht teilbar, aktualisierbar etc. (CC-Lizenzen oft noch nicht bekannt )
  • Gezielte, mehrsprachige Angebote und Materialien für jugendliche Geflüchtete und Kinder werden benötigt 
(bzw. Bildungsangebote und -kanäle, die diese besser erreichen)
  • Integrative Angebote fehlen, also Konzepte, um alle Bildungsakteure zu beteiligen
(Lehrende, Lernende, Eltern, Betreuende, Notunterkünfte etc.)
  • Visuelle, kompakte Bildungsangebote sind mit Blick auf die geflüchteten Schülerinnen und Schüler gefordert, mehr dynamische Inhalte mit "NEWS-Charakter", weniger statische Apps
  • Verstärkt mit Social Media arbeiten, Social-Media-Peers etablieren
  • Ausbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
  • Ein stärkerer (deutschlandweiter) Austausch zwischen den Lehrenden und Akteuren sowie die Weitergabe von Erfahrungen
PDF-Icon Hier finden Sie die Präsentation des Workshops als PDF.

Unter dem Hashtag »#DigiFG« kann man auf Twitter weitere Meinungen und Ergebnisse des Digitalen Flüchtlingsgipfels nachverfolgen.

27.06.2016 "Kulturelle Vielfalt im Klassenzimmer" und "Smartphone-Basics für den Unterricht" – kostenlose Online-Kurse



Das bundesweite Talentförderzentrum Bildung & Begabung hat eine »E-Learning-Serie« unter dem Titel "@Ucation – Online-Kurse für Talentförderer" gestartet. Die Kurse sollen Lehrende in der praktischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen unterstützen und weiterbilden. Sie zielen darauf, die Vorteile einer digitalen Lernumgebung kennenzulernen. Die Inhalte stehen als Open Educational Resource (OER) unter freier Lizenz. Entwickelt wurden sie gemeinsam mit der Bildungsagentur »Jöran und Konsorten«. Die Kurse sind auf der Lernplattform »mooin« verfügbar, auf der man sich für den Zugang kostenlos registrieren muss.

Die E-Learning-Serie startet mit dem Modul "Smartphone-Basics für den Unterricht". Hier zeigt Monika Heusinger, Lehrerin für Spanisch und Französisch an einem Gymnasium in Saarbrücken, wie digitale Medien die individuelle Förderung von Schülerinnen und Schülern erleichtern können. Dazu präsentiert sie didaktische Konzepte und Beispiele für den Einsatz digitaler Medien im schulischen Kontext.

Im zweiten Modul widmet sich Dominique Rauch, Juniorprofessorin für Erziehungswissenschaft und Leiterin des Arbeitsbereichs "Individuelle Förderung und Migration" am Institut für Internationale Pädagogische Forschung in Frankfurt am Main, dem Thema "Kulturelle Vielfalt im Klassenzimmer". Im Online-Kurs gibt sie Tipps für die Unterrichtspraxis mit Heterogenen Schulklassen.

Das dritte und letzte Modul "Haltungsschule für Talententdecker" behandelt generell die Rolle der Lehrenden. Was macht eine gute Lehrkraft aus? Sollte sie möglichst viel Wissen vermitteln oder mündige Persönlichkeiten fördern? Christina Hansen setzt sich in diesem Kurs mit individueller Begabungsförderung, auch in einem vollen Klassenzimmer, auseinander.

»Hier kommen Sie zu den Kursen«

21.06.2016 Fachtagung "Migration – Integration: Schule gestaltet Vielfalt"



Ende Mai fand in Bonn die zweitägige internationale Fachtagung "Migration – Integration: Schule gestaltet Vielfalt" statt. Eingeladen hatte der Pädagogische Austauschdienst der Kultusministerkonferenz. Die Werkstatt war vor Ort und fasst einige Eindrücke zusammen:

Mal wieder die Finnen
Ein Vertreter aus Finnland (in diesem Fall Raimo Salo, Finland School of Education) stellte das finnische Strategiekonzept für "Integration an der Schule" vor. Kernbestandteil sind Lehrerfortbildungen: Lehrende sollen gezielt qualifiziert werden für die Arbeit mit heterogenen Schulklassen und insbesondere mit Schülerinnen und Schülern mit Migrations- und Fluchthintergrund. Wesentliches Merkmal des Konzepts ist, dass den Lehrenden mehr Zeit für Kollaboration und Austausch untereinander eingeräumt werden soll. Ebenso wichtig sind individualisierte Bildungspläne. In Finnland sollen alle Schülerinnen und Schüler – unabhängig von ihrer Herkunft und vom Sprachniveau – bereits an Musik, Sport, Handwerkunterricht etc. teilnehmen, um die Sprache zu erlernen.

Sirius Network
Das EU-finanzierte »Sirius Netzwerk« präsentierte eine Agenda mit einer Reihe von Feststellungen und Empfehlungen zum Thema vielfältige Schulen, die wir hier in Auszügen wiedergeben:
  1. Vollständiger Zugang zu hochqualitativer Bildung und Berufstraining in inklusivem Rahmen
  2. Lernzentrierter Ansatz
  3. Gemischte Schulen und Klassenräume erlauben Lernenden aus verschiedenen sozio-ökonomischen und ethischen Hintergründen, zusammen zu lernen
  4. Schulleiter/-innen benötigen eine formale Ausbildung, um Diversität als einen Gewinn zu bewerten und die professionelle Entwicklung ihrer Angestellten zu ermöglichen
Die Studie ist »hier« zu finden.

Migrationssensible Schulentwicklung
Prof. Marc Thielen, Uni Bremen, erläuterte in seinem Vortrag, dass "migrationssensible Schulentwicklung" in erster Linie eine Anpassung der Institution Schule in den Bereichen Strukturen, Methoden, Curricula und Umgangsformen an die Herausforderung Migration erfordert. Alle Schülerinnen und Schüler sollen, unabhängig von ihrem Status, Stammschülerinnen und -schüler sein. Für Thielen sind dabei folgende Aspekte für das Arbeiten mit Geflüchteten in der Schule wichtig:
  1. (Noch immer) fehlende Routinen

    Die Migrations- und Fluchtbewegungen richten sich nicht nach dem Schulrhythmus bzw. einem einheitlichen Schulstart im August oder September eines Jahres. Gleichzeitig ist auch der Seiteneinstieg in das deutsche Schulsystem keine einmalige Ausnahmeerscheinung (z. B. Gastarbeiterkinder der 1970er-Jahre). Dennoch wird die Wahrnehmung von Migration auf vielen Ebenen immer noch als Sonderfall betrachtet. Die Konsequenz ist, dass i. d. R. keine und/oder keine aktuellen Materialien vorliegen. Das Konzept der Willkommensklassen stelle per se auch immer nur eine provisorische Lösung dar.

  2. Klärung der Zuständigkeiten für die neu eingewanderten Lernenden

    Lehrkräfte des Regelbetriebs fühlen sich nur eingeschränkt zuständig für die neuen Schülerinnen und Schüler. Zudem werden die Neuankömmlinge oft als defizitär wahrgenommen, die Kompetenz der Vielsprachigkeit wird nicht gesehen. Insgesamt herrsche an Schulen oft ein Gefühl der Belastung und Zumutung, eine nachhaltige, dauerhafte Integration der neuen Schülerinnen und Schüler wird in Frage gestellt.

  3. Notwendige Beiträge von Lehrkräften sollen Zugehörigkeitserfahrungen ermöglichen

    Das Ziel, so Thielen, solle eine gleichberechtigte Teilhabe der geflüchteten Schülerinnen und Schüler am Regelsystem sein. Die Unterrichtsgestaltung solle sprachsensibel gestaltet werden, so dass alle daran teilhaben können. Konkret könnten Texte sprachlich entlastet und verstärkt mit Bildern kombiniert werden. Standardmaterialien sollten in Bezug auf die Eignung überprüft, ihre Methodik und Didaktik zielgruppengerecht aufbereitet werden. Kurz: Es bedarf einer Reflexion der (bisherigen) Unterrichtsdidaktik.

  4. Interkulturelle Kompetenz
    Der Umgang mit Kultur und Kulturbegrifflichkeiten sollte reflektiert und sorgfältig eingesetzt werden. Wichtiges Ziel ist dabei, offensiv gegen Rassismus und Diskriminierung im Schulalltag vorzugehen. Ein Weg könne sein, Flucht und Migration bzw. die Ursachen von Flucht als Thema für alle Lernenden zu behandeln.

19.05.2016 Veranstaltungshinweise Juni 2016, Teil 2



E-Learning und Medienkompetenz: Lesen Sie in dieser „Notiz aus der Redaktion“, welche Veranstaltungen es in den Sommermonaten aus dem Bereich digitale Medienbildung gibt.


Offene Bildung Online Lernen
Praxisorientierter Online-Kurs für Aktive in NGOs

1.–22. Juni 2016


Der kostenfreie Massive Open Online Course (MOOC) der Plattform »„Offene Bildung Online Lernen“« richtet sich an Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in NGOs, Haupt- und Ehrenamtliche, die mehr zum Thema „E-Learning“ erfahren wollen. Darüber hinaus ist der Kurs auch spannend für Akteure der Bildungs- oder Öffentlichkeitsarbeit. Teilnehmende erhalten Einblick in die Vorteile offener und freier Bildung, lernen erste Schritte für ein eigenes E-Learning-Projekt und bekommen die wichtigsten Aspekte zu Sicherheit, Barrierefreiheit und Datenschutz vermittelt. Hier geht’s zur »Anmeldung«.

Seitenstark-Fachtag

Mobil gut aufgestellt – Kinderseitenlandschaft im Umbruch 

13. Juni 2016, Köln


Die »Arbeitsgemeinschaft vernetzter Kinderseiten – Seitenstark« lädt zu einem »Fachtag« in das Bildungswerk der TH Köln ein, um über die zukünftige Entwicklung der Kinderseitenlandschaft zu diskutieren. Die Tagung geht unter anderem der Frage nach, welchen Anforderungen der responsive und mobile Webauftritt von Kinderseiten und andere medienkompetenzfördernde Angebote gerecht werden müssen.

Second European Media and Information Literacy Forum 

27.–29. Juni 2016, Riga | Litauen


In der Informationsgesellschaft wird die Fähigkeit, kompetent und kritisch mit Medien und Informationen umzugehen, immer wichtiger. Damit soziale, politische und kreative Prozesse an Transparenz und Offenheit gewinnen können, müssen diese Fähigkeiten geschult und weiterentwickelt werden. Einen Rahmen hierfür bietet das »Second European Media and Information Literacy Forum«, das vom »UNHCR« veranstaltet wird.

13.05.2016 #EDchatDE – Demokratielernen



Unter dem Hashtag #EDchatDE vernetzen sich jeden Dienstag zwischen 20 und 21 Uhr Bildungsinteressierte auf Twitter und tauschen sich über ein festgelegtes Thema aus. Entwickler und Moderatoren des Chats sind »Thorsten Larbig« und »André Spang«.

Am 19. April 2016 ging es im #EDchatDE um das Thema "Demokratielernen". Zahlreiche Lehrende tauschten sich darüber aus, was sie darunter verstehen, welche gesellschaftliche Bedeutung Demokratie in ihren Augen heute hat und wie die Schule einen Beitrag zum Demokratielernen leisten kann.

In einem ersten Definitionsversuch des Begriffs Demokratielernen wurde klar, dass dieser für viele der Beteiligten eng mit dem der politischen Bildung zusammenhängt. "Für mich ist Demokratielernen vor allem die situationsbezogene Praxis von Politischer Bildung", schrieb beispielsweise Thomas Nolte (»@tom_nolte«). Auf die Frage, wie Demokratielernen in Schulen und Einrichtungen vorkommt, wurden unter anderem die Wahl des Schulsprechers, Vertrauenslehrende oder ein Kummerkasten genannt.

Statt demokratische Themen auf den Politikunterricht einzuschränken, war den Chatteilnehmenden wichtig, Demokratie in allen Bereichen des Schulalltags zu leben. "Den Schülerinnen und Schülern den Eindruck vermitteln, dass ihre Sichtweise zählt – wo es möglich ist", so Peter Ringeisen (»@vilsrip«). Vielfältige Antworten gab es auf die Frage, was zu einer "Demokratie-Kompetenz" gehört. "Empathie", "Toleranz" und "mündige Bürger" waren einige der eingebrachten Schlagworte.

Zum Schluss kam die Frage auf, wie der Erfolg beim Demokratielernen überprüft werden kann. Was sind Indikatoren und wie werden Hass-Posts und Schmähkritik eingeordnet? Nach André J. Spang (»@Tastenspieler«) zeigen Hassposts, "dass noch viel Luft nach oben ist. Vor allem, was das Netz betrifft." Sascha W. (»@SKoepp9«) erwiderte: "Von Beleidigungen auf Demokratie-Defizite schließen, halte ich für falsch – eher von Wahlen auf Defizite in der Bildung".

Ein Protokoll des Chats zum Thema Demokratielernen kann »hier« nachgelesen werden. Dort finden sich auch die Protokolle aller vorangegangenen EDchats. Auf der »Wikiseite« gibt es eine Anleitung, wie Interessierte sich an den kommenden EDchats beteiligen können.

09.05.2016 Veranstaltungshinweise Mai und Juni 2016, Teil 1



09.05. Veranstaltungshinweise Mai und Juni 2016, Teil 1 (Digitale) Bildung & Geflüchtete ist Themenschwerpunkt auf »werkstatt.bpb.de«. Wir haben für Sie recherchiert, wo im Mai und Juni 2016 spannende Veranstaltungen zum Thema stattfinden, wann und wo diskutiert, informiert und weiterentwickelt wird.


Mehr als Willkommen! Kulturarbeit mit, für und von Geflüchtete(n)
20.–21. Mai 2016, Berlin




Soziokulturelle Zentren und Initiativen sehen sich trotz großen gesellschaftlichen Engagements vor der Herausforderung, eine wachsende Zahl von asylsuchenden Männern, Frauen und Kindern politisch und praktisch zu integrieren. Wie dies mit Hilfe kultureller (Bildungs-)Arbeit gelingen kann, soll auf der »zweitägigen Veranstaltung« der »Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren e. V.« diskutiert werden.


It´s migration, stupid! Bundesweite Fachtagung

1.–3. Juni 2016, Nürnberg


Wie wollen wir künftig umgehen mit einem Mehr an Diversität, wie mit dem rasch erstarkenden Rechtspopulismus und wie mit der steigenden Zahl bildungsbenachteiligter Menschen? Diese und weitere Fragen stellt die Initiative »„Gesicht zeigen! Für ein weltoffenes Deutschland“« auf der Fachtagung »„It´s migration, stupid! Migration als Herausforderung für die politische Bildung“«. Im Künstlerhaus Nürnberg gibt es Gelegenheit, diesen aktuellen Fragen in Vorträgen, Diskussionsrunden und Workshops auf den Grund zu gehen.


INTERVENTIONEN 2016: REFUGEES IN ARTS & EDUCATION 

3.–4. Juni 2016, Berlin


Die »INTERVENTIONEN 2016« sind ein zweitägiges Festival mit Tagung und haben das Ziel, Menschen mit Migrationserfahrung und Menschen mit Fluchterfahrung zusammenzubringen, sodass untereinander ein Erfahrungsaustausch stattfinden kann. Leitfrage: Was muss geschehen, damit kulturelle, gesellschaftliche und politische Teilhabe für alle möglich und realisierbar wird? Neben der Arbeitstagung zum Thema „Teilhabe“ finden Touren im Stadtraum statt, bei denen Initiativen und Projekte aus dem ganzen Bundesgebiet vorgestellt werden.

28.04.2016 Mapping OER / Praxisrahmen für OER



28.04.2016 Mapping OER / Praxisrahmen für OER

Wie Bildungsmaterialien mit offenen Lizenzen geteilt, genutzt und gemeinsam weiterbearbeitet werden können, war die zentrale Fragestellung des von Wikimedia Deutschland initiierten Prozesses "Mapping OER". Das Projekt war in drei Phasen unterteilt: Analyse, Dialog und Synthese. In diesen Phasen diskutierten und erarbeiteten Experten zu den Themen Lizenzierung & Rechtssicherheit, Qualifizierungsmodelle, Qualitätssicherung und Finanzierungs- & Geschäftsmodelle die Herausforderungen, Prämissen und konkrete Lösungsansätze für eine weitere Stärkung und Verbreitung von Open Educational Resources (OER) in Deutschland. Die wesentlichen Prämissen sind dabei, eine Kultur des Teilens zu etablieren, Medienkompetenz bzw. Digital Literacy stärker in der Aus- und Weiterbildung der Lehrenden zu verankern und die technischen Voraussetzungen insbesondere an den Lernorten (Stichwort Breitband & Internetzugang) zu schaffen.

Auf der Fachtagung "Mapping OER" im Januar wurden die Zwischenergebnisse vorgestellt und gemeinsam mit den OER-Expertinnen und -Experten diskutiert. Der aktuelle "Praxisrahmen für Open Education Resources (OER) in Deutschland" bündelt die Ergebnisse und bereitet sie kompakt auf. Er ist »digital« und als Printpublikation erhältlich und führt Bedürfnisse, Herausforderungen, Potenziale und Praxisbeispiele zusammen. Eine Art Handreichung und Empfehlungspapier für die Politik.

16.02.2016 Wem folgt die Werkstatt? Teil 2



16.02.2016 Wem folgt die Werkstatt? Teil 2

Das Thema "Digitale Bildung“ ist bunt und bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Perspektiven, Werkzeugen und Methoden. Das zeigt auch der Blick auf den Online-Diskurs zum Thema auf der Social-Media-Plattform Twitter. Hier kommen Akteure aus den Bereichen Medienpädagogik, Schule, außerschulisches Lernen und Wissenschaft sowie nicht zuletzt aus der Blogosphäre zusammen und berichten über ihre Erfahrungen mit digitaler Bildung. Hier kommt Teil 2 unserer Recherchen!


»Torsten Larbig (@herrlarbig)«
Durchschnittlich 19,63 Tweets/Tag

Der in Frankfurt am Main stationierte Gymnasiallehrer hat sich das Unterrichten zur Lebensaufgabe gemacht und ist als Lehrbeauftragter an der TU Darmstadt aktiv. Als »Blogbetreiber« thematisiert er aktuelle Geschehnisse rund um Medienkompetenz, digitale Bildung und Literatur. Gemeinsam mit »André J. Spang« gründete er den »EDchatDE«, einen zweisprachigen Twitter-Chat, der im Besonderen Lehrende und Bildungsentwickler ansprechen soll.


»Anja Lorenz (@anjalorenz)«
Durchschnittlich 22,29 Tweets/Tag

Das Thema MOOC (Massive Open Online Course) ist für die gelernte Medieninformatikerin eine Herzensangelegenheit. Sie arbeitet für die Fachhochschule Lübeck und gestaltet dabei vornehmlich deren offene Lernplattform »mooin« mit. Dort finden sich eine Vielzahl an frei zugänglichen Onlinekursen, u.a. zu den Themen »Arbeit 4.0«, »25 Jahre Deutsche Einheit« oder ein »Aussprachetraining für syrische Deutschlerner«. Auf ihrem »Twitter-Kanal« gibt es zudem jede Menge Neuigkeiten aus der restlichen Welt des Social Web.


»Christoph Pallaske (@pallaske)«
Durchschnittlich 2,36 Tweets pro Tag

Der an der Universität Köln arbeitende Historiker und Geschichtsdidaktiker verfolgt das Ziel, die Bereiche "Digital", "Geschichte" und "Lernen" enger miteinander zu verknüpfen. Aus diesem Bestreben heraus entstand auch die offene Lernplattform für Geschichtsunterricht »Segu Geschichte«. Via »Twitter« informiert Christoph Pallaske auch über die Ergebnisse seiner Arbeit als Netzstöberer und »Weblogger«.

16.02.2016 Wem folgt die Werkstatt? Teil 1



16.02.2016 Wem folgt die Werkstatt? Teil 1

Das Thema "Digitale Bildung“ ist bunt und bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Perspektiven, Werkzeugen und Methoden. Das zeigt auch der Blick auf den Online-Diskurs zum Thema auf der Social-Media-Plattform Twitter. Hier kommen Akteure aus den Bereichen Medienpädagogik, Schule, außerschulisches Lernen und Wissenschaft sowie nicht zuletzt aus der Blogosphäre zusammen und berichten über ihre Erfahrungen mit digitaler Bildung. Zum Jahresanfang stellt die Werkstatt hier einige dieser Twitterer vor. Die Liste setzen wir in den kommenden Wochen und Monaten fort.

»Jöran Muuß-Merholz (@JoeranDE)«
Durchschnittlich 4,13 Tweets/Tag

Der Gründer der Agentur »J&K – Jöran und Konsorten« beschäftigt sich mit den vielfältigen Berührungspunkten zwischen Bildung und digitaler Welt. Für die Bundeszentrale für politische Bildung und das DGB Bildungswerk Hattingen hat er von 2012 bis 2014 das »Weblog pb21.de« redaktionell betreut. Aktuell setzt er sich mit den Entwicklungen im Themenfeld Offene Lehr- und Lernmaterialien, den Open Educational Resources, auseinander und bereitet gerade das »#OERCamp 2016« vor. Besonders knifflig: Die korrekte Schreibweise seines Namens. Die schönsten Verfehlungen sind in diesem »Tumblr-Blog« verewigt.

»Martina Grosty (@mgrosty)«
Durchschnittlich 9,97 Tweets/Tag

Die zertifizierte E-Teacherin und Moodle-Trainerin arbeitet eigentlich an einer berufsbildenden Schule in Berlin. Dass sie die Digitalisierung der Bildung mit vorantreibt, zeigt sie auch mit ihrer organisatorischen Mitarbeit am Barcamp "Digitale Bildung" in der Hauptstadt. Auf ihrem »Twitter-Profil« gibt es neben Tipps zu Tools und Methoden auch interessante Einblicke in die Welt der pädagogischen Praxis. Regelmäßig befüllt sie auch ein »eigenes Blog«.

»André J. Spang (@tastenspieler)«
Durchschnittlich 30 Tweets/Tag

Der in der Pfalz geborene Kölner ist neben seiner Tätigkeit an einem städtischen Gymnasium auch als Uni-Dozent unterwegs. Seine hohe Bekanntheit im Feld Digitale Bildung verdankt er dem wöchentlichen Twitter-Talk-Format »#EDChatDE«, dessen deutschsprachigen Ableger er einst gemeinsam mit Torsten Larbig ins Leben rief und bis heute moderiert. Neben den Infos zum EDChat twittert André Spang auch über diverse andere digitale Bildungsprojekte wie das Wiki »ExploreCreateShare«.


18.12.2015 Klicktipps zu "Digitale Inklusion"



Im aktuellen Schwerpunkt beschäftigt sich werkstatt.bpb.de mit dem Thema „Digitale Inklusion" und ganz konkreten Umsetzungsmöglichkeiten von Inklusion in und mit digitale(n) Medien in der Bildung.

Hier drei zentrale, informative Netzangebote zur Thematik:

Die »Stiftung Digitale Chancen« will mehr Menschen für die Möglichkeiten des Internets interessieren und sie bei dessen Nutzung unterstützen. Der Begriff der digitalen Inklusion umfasst hier drei Dimensionen: Medienkompetenzförderung, Online-Sicherheit und Barrierefreiheit. Der Internetauftritt bietet einen tiefergehenden Einblick zu diesen Kernbereichen sowie jede Menge Links zu verwandten Beiträgen. Ein Veranstaltungskalender bietet darüber hinaus einen umfassenden Überblick zu laufenden und anstehenden Veranstaltungen und Events.

Die »STIFTUNG barrierefrei kommunizieren!« setzt sich für eine selbstbestimmte Teilhabe aller Menschen an unserer Kommunikationsgesellschaft ein. Eine umfangreiche Datenbank bietet einen herstellerunabhängigen Überblick zu anwenderunterstützenden Techniken und Technologien, die den Umgang mit Computer und Internet für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen erleichtern. Dabei kann dank der Filtereinstellung ganz gezielt nach bestimmten Eigenschaften gesucht werden.

Beim »Webportal einfach-teilhaben.de« handelt es sich um das Inklusionsportal des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. »In diesem Video« bekommen Sie einen guten Überblick über die vielfältigen Funktionen des Onlineportals, das sich als „zentrales Informations- und Serviceportal für Menschen mit Behinderungen, deren Angehörige und Arbeitgeber“ versteht.

30.11.2015 Digitale Bildung am Jahresende

Der Bildungsbereich schläft nie! Schon gar nicht im Winter! Ein kleiner Überblick über spannende Veranstaltungen zu Digitaler Bildung am Jahresende:

Die englischsprachige Tagung »Online Educa Berlin« möchte über 2.300 Teilnehmende aus 100 Ländern zusammenbringen, um über digitale Bildung zu diskutieren. Vom 2. bis zum 4. Dezember werden sich Experten und Expertinnen u.a. über MOOCs in Schulen, Wissensmanagement und die Überprüfung von Lernerfolgen mit digitalen Werkzeugen austauschen.

Fast zur gleichen Zeit und ebenfalls in Berlin findet der »Lehrerkongress #excitingEDU« statt. Auf dem zweitägigen „LernLab“ werden in Workshops und Vorträgen praxisnahe Beispiele für digitalisierte Bildung erprobt und diskutiert. Unter anderem stehen Workshops zu digitalem Storytelling, "Flipped Classroom" und "Dem Wunder von Moabit" auf dem Programm. Mehr »hier«.

Wer es Anfang Dezember nicht nach Berlin schafft, keine Karten mehr für die o.g. Veranstaltungen bekommen hat oder sich aus anderen Gründen lieber online fortbilden möchte: »Das Leibniz Institut für Wissensmedien« startete am 2. November die Online-Vortragsreihe "Lehren und Lernen mit Videos". Bis Ende Februar 2016 gibt es insgesamt acht Vorträge zu Themen rund um Digitalisierung und Bildung, die live oder zum Nachhören auf der Website zu finden sind. Der Login zur Veranstaltung ist über »www.e-teaching.org« möglich, die Veranstaltungen werden jedoch auch aufgezeichnet und stehen dann »hier online« zur Verfügung.

28.09.2015 Bericht vom EduCamp Berlin 2015

Am ersten Septemberwochenende traf sich die deutsche »EduCamp«-Community nach »2008« und »2013« nun schon zum dritten Mal in Berlin. Von Freitagnachmittag bis Sonntagmittag beschäftigten sich Lehrende, Bildungsakteure und -akteurinnen in den Räumlichkeiten der privaten Hochschule ESCP Europe mit Fragen rund ums Lernen, Lehren und um die digitale Bildung.

Die eigentliche "Unkonferenz", so das Selbstverständnis des partizipativ angelegten Barcamps, begann allerdings erst am Samstag früh mit einer schnellen wie ungewöhnlichen Vorstellungsrunde. Denn gefragt waren neben dem Namen auch der Twitter-Account und drei Hashtags, die die eigene Person beschreiben. Neben unterhaltsamen »Hashtags« zeigte das vor allem, aus welchen unterschiedlichen Bildungskontexten die Teilnehmenden des Educamps zusammenkommen (Schule, Universität, außerschulische Lernorte, Erwachsenenbildung u.v.m.). In der anschließenden Sessionplanung lieferten die Teilnehmenden Input für über 40 Sessions zu den unterschiedlichsten Themen. Referiert und diskutiert wurde unter anderem zu »OER in der Berufsorientierung«, »Wer hat Angst vor digitaler Bildung?« und »Interactive Video Learning«. Auch die Werkstatt der bpb stellte ihr Projekt den Teilnehmenden in einer eigenen »Session« vor. Die Auflistung aller angebotenen Kurse sowie die dazugehörigen Aufzeichnungen finden Sie »hier«. Der Samstagabend schloss mit einem »Pecha Kucha«, der die Themen »Medienkompetenz in Schulen« und "YouTube als Schulfernsehen" mit möglichst wenig Text und aussagekräftigen Bildern präsentierte.

Am Sonntag folgten Sessions zu Themen wie »digitaler Lehrplan für Lehrende«, »WordPress, eine Liebeserklärung« und zur Frage nach der »Erstellung von guten Lehrmaterialen«. Die Aufzeichnungen dazu finden Sie »hier«.

Am Ende des EduCamps stand die Siegerehrung des »MOOC of the Year 2016« im Mittelpunkt, einem Förderpreis der Fachhochschule Lübeck und oncampus. Gewonnen hat das Konzept für den »#SozialMOOC«, der sich mit den Themen Arbeitslosigkeit und Hartz IV auseinandersetzen wird.

Unter dem Hashtag »#ecBER15« fand auf Twitter während des gesamten Wochenendes ein reger Austausch unter den Teilnehmenden statt. Fast wie in einem Live-Ticker wurde aus den verschiedenen Sessions berichtet, wurden logistische Fragen gelöst und über die Themen der Veranstaltung diskutiert.

Das nächste EduCamp findet voraussichtlich im Frühjahr 2016 in Leipzig statt. Mehr dazu »hier«.

14.09.2015 Bericht vom Barcamp Digitale Bildung Berlin 2015

Am 29. August war die Werkstatt der bpb auf dem »Barcamp Digitale Bildung« in der Berliner »Finkenkrug-Schule« mit einem Workshop zum Thema "Digitale Inklusion" vertreten.

Gemeinsam mit den Lehrenden, Lernenden, Medienentwicklern und anderen Bildungsakteuren und -akteurinnen galt es sich einen Überblick über die Begriffe "Inklusion" und "digitale Inklusion" zu verschaffen. Welche unterschiedlichen Ansichten und Definitionen gibt es? Wie wird mit diesen Themen in verschiedenen Lernsettings umgegangen? Insgesamt stellten alle Teilnehmenden bei Diskussionen rund um das Themenfeld Inklusion einen fehlenden Bezug zur Praxis fest und vor allem die Lernenden wünschten sich eine greifbarere Wissensvermittlung. Zudem sollte die Kommunikation zwischen Lehrenden und den Lernenden gestärkt werden. Ein erster Schritt in die richtige Richtung wäre ein größeres Workshop-Angebot zum Thema "Inklusion" - sowohl für die Profis als auch für die Neueinsteiger.
Barcamp Digital BildungBarcamp Digital Bildung Lizenz: cc by-sa/3.0/


In Hinblick auf die digitale Inklusion stand besonders die Frage nach der richtigen, d.h. unterstützenden Nutzung von digitalen Medien im Mittelpunkt der Gespräche. Wichtig dabei sei vor allem, das Thema Digitale Inklusion auch für diejenigen zu öffnen, die nicht zwingend medienaffin sind. Um den pädagogischen Mehrwert digitaler Medien verstärkt in die Bildungseinrichtungen zu tragen, wurde u.a. Material zur Binnendifferenzierung und ein Konzept zu differenziertem Unterricht mit neuen Medien gefordert.

Bilanz des Werkstatt-Workshops "Digitale Inklusion": Viele Lehrende nutzen zur Wissensvermittlung bereits parallel analoge wie digitale Medien und verschaffen ihren Lernenden damit einen differenzierten und vielfältigen Zugang zu Bildungsinhalten. Doch während der analoge Bildungszugang meist reibungslos funktioniert, ist der Zugang zu digitalen Medien oft noch nicht für alle möglich. Deshalb müssen Rahmenbedingungen angepasst und die technische Infrastruktur der Bildungseinrichtungen verbessert werden.

Zwei Storifys über das gesamte »Barcamp Digitale Bildung Berlin 2015« finden Sie »hier« und »hier«. Mehr Informationen über das »#bcbb15« aus dem Netz wurden »hier« zusammengetragen.

Wir haben schon jetzt viel Inspiration für unseren nächsten Themenschwerpunkt "Digitale Inklusion" sammeln können. Im November 2015 geht es los, seien Sie gespannt. Mehr in Kürze auf »werkstatt.bpb.de«.

11.09.2015 Storytelling weltweit

Storytelling - nicht nur die Werkstatt der bpb bearbeitet das Thema in ihrem aktuellen Themenschwerpunkt „Historytelling“, auch verschiedene Veranstaltungen werden in diesem Spätsommer Bedeutung und Nutzung von Storytelling untersuchen und diskutieren.

13.-19.09.2015 - Summer School: Museum, Storytelling & Digital Media im Schloss Moyland

Ob durch Storytelling neue Zugänge zu Kunstwerken möglich sind, diskutieren 30 Referentinnen und Referenten aus aller Welt vom 13. bis zum 19. September 2015 an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Die Sommerschule zur digitalen Kunstvermittlung ist spannend für Lehrende, die sich für neue Bildungsformate interessieren. Bei der Veranstaltung steht das immaterielle Hauptwerk von Joseph Beuys im Mittelpunkt, der als einer der ersten Künstler „medial“ arbeitete. Ziel der Sommerschule ist herauszufinden, wie das digitale Storytelling in zukünftigen Ausstellungen einen anwendungsbezogenen und ergebnisorientierten Austausch für Museen ermöglicht. Die gewonnenen Erkenntnisse werden nach der Veranstaltung auf der Website »www.digitalbeuysstory.net« veröffentlicht.

29.09.2015 - 5. Medienkompetenztag in Schleswig-Holstein

Am 29. September findet der »5. Medienkompetenztag« an der Christian-Albrechts-Universität in Kiel statt. In Vorträgen, Themenbörsen und Workshops geht es u.a. um Jugendmedienschutz, Datenschutz, Tablet- und Handy-Nutzung im Unterricht und in der Jugendarbeit. Passend zu unserem Themenschwerpunkt Storytelling spricht Prof. Dr. Christian Filk, Leiter des Seminars für Medienbildung der Universität Flensburg, zum Thema „Visual Storytelling - Mit Bildern erzählen: Aktivierende Filmbildung in der Schule“. Weitere Informationen zu der Fachtagung werden noch bekannt gegeben.

Auch über Deutschland hinaus setzt man sich mit Storytelling auseinander und thematisiert Möglichkeiten des zeitgemäßen Erzählens:

07.-08.10.2015 „The FoST Summit“ - Storytelling in New York

Wie sich Stories im digitalen Zeitalter verändern, wie wir Geschichten kreieren, teilen und erleben, untersucht das Future of StoryTelling in den USA. Am 7. und 8. Oktober 2015 kommen für »The FoST Summit« in New York mehrere Denker zusammen. Mit dabei u.a. der ehemalige Vizepräsident der USA Al Gore sowie die bekannte Schriftstellerin Margret Atwood. Diskutiert wird über Ideen, Menschen und Technologien, die die Form des Geschichtenerzählens mitbestimmen. Über die offizielle Website, einen »Blog«, »Google Hangouts« und »Twitter« kann das zweitägige Event mitverfolgt werden. Mehr Informationen gibt es »hier«.

03.08.2015 #EDchatDE - Bildungsaustausch digital

Jeden Dienstag zwischen 20 und 21 Uhr ist es soweit. Interessierte aus ganz Deutschland und aller Welt treffen sich, um über aktuelle, aber auch generelle Bildungsthemen und -fragen zu diskutieren - nicht etwa in der Kneipe um die Ecke, sondern auf Twitter!

Unter dem Hashtag #EDchatDE werden seit August 2013 jede Woche sechs bis sieben Fragen diskutiert, die die Moderatoren »Torsten Larbig« und »André Spang« entwickeln. Das Thema bestimmt die Twitter-Community und von "Humor im Klassenzimmer" über "Schulkultur: Wettbewerb oder Kooperation?" bis zu "Die Zukunft des Schulbuches" war schon alles dabei.

Passend zum aktuellen Themenschwerpunkt der »Werkstatt der bpb "MOOCs und E-Learning"« ging es im #EDchatDE nr. 88 am 21. Juli 2015 um das Thema "Lebenslanges Lernen". MOOCs wurden dabei von vielen als eine beliebte Umgebung genannt, in der lebenslanges Lernen stattfindet (u.a. »hier«, »hier« und »hier«) auch die Frage »Braucht es noch eine Schule/ Universität, wenn immer und überall gelernt werden kann?« wurde rege diskutiert (u.a. »hier«, »hier« und »hier«).

Die Protokolle der einzelnen Chats werden kurz nach dem Termin auf der »eigenen Wikiseite« zum Nachlesen veröffentlicht.

31.07.2015 „MOOCs in Deutschland“ am 8. September 2015 in Berlin

Passend zu unserem aktuellen Themenschwerpunkt "MOOCs und E-Learning 2.0" findet am 8. September 2015 in der Landesvertretung Schleswig-Holstein in Berlin der Konferenztag »MOOCs in Deutschland« statt. Bei dem Treffen wird es vor allem um die Auswertung des »MOOC Fellowship Programms« des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft und iversity von 2013 gehen. Ziel des Wettbewerbes war die Entwicklung neuer MOOC-Konzepte zu fördern und den Hochschulstrukturen eine wichtigen digitalen Impuls zu geben. Mehr als 250 Konzepte aus 20 Ländern waren vor zwei Jahren dazu eingereicht worden. Eine zehnköpfige Jury, deren Mitglieder aus Hochschulen, aus der Wissenschaft und der Politik stammten, wählte schließlich zehn Fellows aus, deren Kurskonzepte dann realisiert wurden.

Vor diesem Hintergrund gilt es nun folgende Fragen zu diskutieren:
  • Welche MOOC-Formate des MOOC Fellowship Programms haben funktioniert, welche nicht?
  • Wie sieht die Zukunft von MOOCs an deutschen Hochschulen aus?
  • Welche europäischen MOOC-Strategien wurden entwickelt und welche haben sich bewährt?
Mit dabei sind unter anderem »Anja Lorenz«von der Technischen Universität Chemnitz, die das Fellowship Programm quantitativ auswerten wird, MOOC-Fellows mit ihren Studierenden und »Hannes Klöpper« von »iversity.org«, einer europäischen Plattform für Online-Lehrangebote, der über Erfahrungen und Entwicklungsperspektiven seines Unternehmens spricht.

Neben Podiumsdiskussionen über offene Lehrformate und institutionelle MOOC-Strategien wird es auch einen „Markt der Möglichkeiten“ geben, bei dem sich MOOC-Schaffende präsentieren und über ihre Arbeit informieren können.

Veranstalter der Tagung sind die »Fachhochschule Lübeck«, die »oncampus GmbH« und der »Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft«.

"MOOCs in Deutschland" ist Teil der Themenwoche »The Digital Turn«, die sich im September 2015 in Berlin mit dem Thema Digitalisierung der Hochschullehre beschäftigt.

Die Anmeldung ist ab sofort »hier« möglich. Die Teilnahmegebühr beträgt 85,00 Euro.

14.07.2015 Medienkompetenz-Zertifikate für Lehrende, Technik für Schulen und Zusatzmodule für Studierende

Was ist digitale Lehrerbildung? Und wie sollte sie idealerweise aussehen? Zu diesen Fragen fand am 3. Juli an der TU Darmstadt das »Barcamp Digitale Lehrerbildung 2015« statt. Der Arbeitsbereich Medienpädagogik und das Zentrum für Lehrerbildung (ZfL) gaben mit dieser Veranstaltung den Startschuss zum »Projekt Digitale Lehrerbildung«, das in diesem Sommersemester an der Universität stattfindet.

Nach einer »Inputdiskussion« mit Prof. Dr. Petra Grell (AB Medienpädagogik), TU Darmstadt, Christine Preuß (ZfL, TU Darmstadt), Horst Sulewski (Hessische Lehrkräfteakademie) und Torsten Larbig (Studienrat, Schillerschule Frankfurt), in der es um das allgemeine Verständnis von Medienkompetenz, aber auch um die Diskrepanz zwischen Theorie und Praxis in der Medienbildung ging, starteten die Barcamp-Sessions – unter anderem zu diesen Themen:

Horst Sulewski knüpfte an den vorangegangenen Austausch an und identifizierte in seinem Workshop »Was man wissen sollte in Sachen Medienbildung«den Mangel an Zeit, aber auch an technischem Know-how, als eine wichtige Erklärung für fehlende Medienprojekte in Schulen. Die Einführung eines Medienkompetenz-Zertifikates für Lehrende war einer der Lösungsansätze, die diskutiert wurden. In der zweiten Workshop-Session ging es unter anderem um den Umgang mit »Tablets im Schulkontext«. Sowohl die beiden Referentinnen Gülsah Kilic (Studentische Mitarbeiterin TU Darmstadt) und Sandra Ricker (edulektra) als auch die Teilnehmenden waren sich schnell einig über die Vorteile der Geräte, doch wurden auch die Schwachstellen der kleinen Computer, wie z.B. hohe Kosten und die notwendige komplexe Schultechnik kritisch besprochen. Parallel dazu diskutierte Jens Palkowitsch von der Goethe-Universität in Frankfurt in seinem Workshop die Themen »Medien, Bildung, Religion« und suchte nach Möglichkeiten, wie Smartphone, Tablet und Co in der Religionspädagogik eingesetzt werden können.

Zum Ende des Tages gaben Franco Rau und Tine Nowak (TU Darmstadt) Einblick in die zukünftigen Zusatzmodule der »Digitalen Lehrerbildung an ihrer Universität« und erläuterten, warum es so wichtig ist, Lehrende bereits im Studium mit der Nutzung digitaler Medien vertraut zu machen.

Die abschließenden Berichte aus den einzelnen Sessions verdeutlichten den allgemeinen Wunsch von Lehrenden und Lernenden nach einem sinnvollen Umgang mit digitalen Tools und strukturierter Vermittlung von Medienkompetenz.

Die Mitschriften aller Workshops stehen über ein Etherpad »hier« zur Verfügung.

10.06.2015 Und wie teilen Sie? – Kultur des Teilens in der Schule

Im Rahmen des Themenschwerpunkts „Kultur des Teilens“ fand am 1. Juni 2015 der erste Bildungssalon von werkstatt.bpb.de statt. Wir luden Lehrende zu Kurzinput, Brotzeit, Diskussion und Erfahrungsaustausch ein. Thema der kleinen Veranstaltung: „Unterricht teilen: kollaboratives Arbeiten in der Schule“. Zentrale Fragen: Wie wird „Teilen“ bereits heute umgesetzt und wenn nicht, warum eigentlich nicht?

Teilen, und in erster Linie der einfache Austausch von Wissen und Materialien, wird in der Theorie als die Grundlage einer Zusammenarbeit gesehen. Die Erfahrungen der Lehrenden zeigen jedoch, dass die gemeinsame Arbeit an Unterricht und pädagogischem Material noch viel zu selten sind. Auch konstruktives Feedback wird gewünscht, um den eigenen Unterricht zu verbessern. Wenn heute bereits geteilt wird, geschieht dies fast immer auf analoger, meist informeller Ebene. Dabei gibt es schon einige bemerkenswerte Ansätze: Gesprächskreise, die kollaborative Konzeption von Klassenarbeiten und so genannte „Intervisionen“, Unterrichtsbesuche von Lehrenden bei Lehrenden mit anschließendem Feedback. Alles in Allem sehr persönlich und face-to-face.

Den teilfreudigen Lehrenden fehlt es jedoch zumeist an geeigneten digitalen Instrumenten, um sich weitläufiger auszutauschen und kollaboratives Arbeiten nachhaltig zu organisieren – auch über Schulgrenzen hinweg. Auch lassen die „etablierten Strukturen“ laut Erfahrung nur wenig Spielraum, insbesondere Zeit, für Kollaboration. An Anreizen für ein Mehr an Teilen in der Schule und unter Lehrenden fehlt es wohl kaum. Die Wunschliste der Teilnehmenden unseres ersten Bildungssalons umfasst des Weiteren konkrete Hilfs- und Handwerkzeuge sowie Impulse und Input von extern, um moderne Teilkulturen und -methoden in den schulischen Arbeitsalltag zu integrieren. Die Werkstatt bleibt dran, mit konkreten Projektvorstellungen und Tipps für die Praxis in unseren nächsten Veranstaltungen und Beiträgen.

22.04.2015 “Bilder bilden”!? – Potenziale von Tutorials und Co.

Wir befinden uns (circa) im Jahr 20 nach dem "iconic turn". Der ganze Bildungsbereich arbeitet mit Bildern. Und jedes Kind weiß: "Bilder bilden"! Na ja, ganz so einfach ist es noch nicht. Wie (digitale) Bilder systematisch(er) in Lehr- und Lernsettings eingesetzt werden können, wurde am 22. April im Rahmen der Berliner Stiftungswoche auf der Konferenz "Bilder bilden" diskutiert.

Nach Inputvorträgen von Dr. Wolfgang Reißmann (Medien- und Kommunikationswissenschaftler, Universität Siegen) und Prof. Dr. Thomas Hensel (Kunst- und Designforscher, Hochschule Pforzheim) führte Prof. Dr. Karsten Wolf (Wirtschaftspädagoge und Erziehungswissenschaftler, Universität Bremen) anschaulich in Bedeutung und Bildungspotentiale von Erklärvideos und Tutorials ein. Von der Anleitung für Macarons bis zum Vektoren-Rap lassen sich im Netz Video-Tutorials zu fast jedem Thema finden.

Den größten Lerneffekt entfalten diese Videos jedoch, wenn sie durch die Lernenden selbst entwickelt und gestaltet werden. Guter Anküpfungspunkt für Bildnerinnen und Bildner ist der hohe Stellenwert, den YouTube und Co. bei Schülern genießen. Der Berufswunsch "YouTuber" hat sich in den Kinderzimmern bereits fest etabliert, so Daniel Seitz (Mediale Pfade). Das haben auch die Medienkonzerne verstanden und versuchen immer stärker in die Mechanismen einer scheinbar freien Community einzugreifen. Damit Jugendliche diese Mechanismen stärker reflektieren, fehlt es im Augenblick an den entscheidenden Inhalten in der schulischen Bildung, so Seitz.

Für einen beeindruckenden Moment sorgten die jungen Beteiligten des Think Big-Projekts "Flucht nach Europa". Gemeinsam produzierten sie mit minimalen Mitteln ein Video über den jungen syrischen Flüchtling Tarek Chalabi. Die Anwesenden waren sich einig: Dieser Filmbeitrag zeige, wie Medienkompetenz und Bildungsthemen verknüpft werden können. Wie „Bilder bilden“.

14.04.2015 MOOC: Soziale Medien und Schule

MOOCs (Massive Open Online Courses) sind im Bereich digitale Bildung voll im Trend. Die (zunehmend) interaktiven Online-Kurse vereinen traditionelle Unterrichtselemente (Lehrenden-Vortrag, Lese- und Schreibaufträge etc.) mit neuen, digitalen Möglichkeiten (Online-Diskussionsforen, Peer-Review-Verfahren, mobiles Lernen etc.). In den Werkstatt-Notizen stellen wir aktuell interessante MOOCs aus dem Bildungsbereich vor.

Der MOOC Soziale Medien & Schule: Für wen, wieso, wozu? beschäftigt sich mit dem Einsatz sozialer Medien im Unterricht oder Schulalltag. Während Facebook, WhatsApp, Twitter und Co. die Schülerschaft schon längst im Alltag begleiten, sind soziale Medien für manche Lehrer noch böhmische Dörfer. An vielen deutschen Schulen sind sie verboten oder es fehlen einheitliche Regelungen hierzu.

Start des achtwöchigen MOOC ist der 20. April 2015. Durchschnittlich drei Stunden Aufwand pro Woche sollten Interessierte einplanen. Im Fokus stehen das unterschiedliche Nutzungsverhalten von Jung und Alt, der mögliche Mehrwert sozialer Medien für unterschiedliche Lehr- und Lernszenarien, der richtige Schutz der Privatsphäre, rechtliche Rahmenbedingungen und Risiken sozialer Medien (wie beispielsweise Cybermobbing).

Der MOOC steht unter der Creative Commons Lizenz CC-BY. Unterrichtet wird der Kurs von Dr. Michael Kopp und Dr. Elke Lackner (Akademie für Neue Medien und Wissenstransfer an der Universität Graz).





 

Newsletter

Der Werkstatt-Newsletter informiert regelmäßig über Neuigkeiten und Aktivitäten des Projekts werkstatt.bpb.de. Melden Sie sich gleich an!

*Pflichtfeld
Weiter... 

Notizen aus der Redaktion

25.11.2016: Dieter Baacke Preis 2016

Am 19. November 2016 fand die alljährliche Verleihung des Dieter Baacke Preises in Cottbus statt, die mit 10.000 Euro dotierte bundesweite Auszeichnung für herausragende medienpädagogische Projekte. Dieses Jahr gab es besonders viele Beiträge zu Themen wie Integration und Datensicherheit. Mehr erfahren... 

Quiz

QUIZ – Digitale Inklusion

Was gilt als besondere Herausforderung für Inklusion in der Schule? Wie bedienen blinde Nutzerinnen und Nutzer eine Website? Und was ist das Projekt wheelmap.org? Testen Sie Ihr Wissen rund um das Thema "Digitale Inklusion". Weiter... 

werkstatt.bpb.de in Social Media

Archiv #PB21

Archiv pb21.de

Was bedeutet Web 2.0 für die politische Bildung? Das Archiv des Weblogs pb21.de bietet Praxisbeispiele, Anleitungen und Tipps um das Web 2.0 als Werkzeug der politischen Bildung. Weiter... 

Werkstatt.bpb.de Archiv

Archiv werkstatt.bpb.de

Im Archiv von werkstatt.bpb.de finden Interessierte viele informative Artikel, Interviews und Videos zum Thema zeitgemäße Vermittlung von Zeitgeschichte und Politik in Schulen und in der außerschulischen Bildung vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen wie Migration und Digitalisierung. Weiter... 

Spezial

OER - Material für alle

Über den Einsatz sogenannter Open Educational Resources (OER) im Unterricht wird schon seit einigen Jahren diskutiert. In den Schulen selbst jedoch führt das Thema noch immer ein Schattendasein. Dieses Spezial soll Abhilfe schaffen: Die Beiträge liefern Grundlagen zum Thema freie Bildungsmaterialien und bieten Hilfestellungen, um OER von der Theorie in die schulische Praxis zu überführen. Weiter...