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Creative Commons als Urheberrecht 2.0?


30.8.2011
Die digitalen Medien machen es jedem Menschen leicht, selbst Inhalte zu erstellen oder weiter zu bearbeiten. Doch insbesondere im Bildungsbereich behindert das geltende Urheberrecht den kreativen Umgang mit Webinhalten. Mit den Creative Commons gibt es standardisierte Lizenzverträge, die genau das ermöglichen sollen.

Teil 1: Die Grundlagen



Das Web 2.0 steht für aktive Beteiligung an der Inhaltserstellung durch jedermann. Wikis, Blogs, Podcasts, YouTube machen es leicht, selbst zum Content-Produzenten zu avancieren und sich im Mitmachnetz einzubringen. In Windeseile entsteht aus dem Bild von Google, dem Text von Spiegel Online und dem Video von Vimeo ein aufrüttelnder Blogbeitrag oder ein mitreisender YouTube-Hit. Dem entgegen steht allerdings das Urheberrecht, welches bei derartiger Nutzung von bereits vorhandenen schöpferischen Leistungen jeweils die Erlaubnis der Urheber voraussetzt. Insbesondere im Bildungsbereich, in dem es auch um das kreative Weiterdenken von Ideen geht, behindert dies nicht selten die Schaffenskraft. Mit den Creative Commons (kurz CC) gibt es jedoch eine Reihe von standardisierten Lizenzverträgen, die es dem Urheber erlauben, seine Werke den kreativen Nutzern unter bestimmten Bedingungen zur Weiterverwendung zu überlassen. Aus diesem Grund werden auch viele der Beiträge von »pb21.de« unter einer CC-Lizenz veröffentlicht, um für die täglichen Bildungsarbeit die Weiterverwendung (z.B. in einem eigenen Arbeitsblatt) so einfach wie möglich zu gestalten. In einer kleinen Reihe beleuchten wir das Thema für die politische Bildung:
Creative CommonsCreative Commons als Urheberrecht 2.0? (Quelle: A. Diez Herrero (via flickr.com)) Lizenz: cc by-nc-sa/2.0/

Was ist die Grundidee? Wie funktionieren die Lizenzen?



Zu den geschützten Werken laut Urheberrecht (§ 2 »UrhG«) gehören u.a. Texte, Musik, Bilder, Videos und wissenschaftliche Werke. Die “persönlichen geistigen Schöpfungen” (§ 3 UrhG) sind aber nur schützenswert, wenn sie eine gewisse “Schöpfungshöhe” erreichen und damit als “individuell” bezeichnet werden können.


Allerdings...

... sind die Anforderungen an die schöpferische Leistung des Urhebers in der Regel sehr gering. Zumeist wird ein minimaler Gestaltungsspielraum bei der Umsetzung einer Idee oder eines Stoffs oder eine gewisse kreative Auswahlleistung bei der Sammlung und Anordnung des Materials ausreichen, um den Urheberrechtsschutz zu eröffnen”,
so Dr. Till Kreutzer im »Praxis-Leitfaden für Rechtsfragen im E-Learning«.


Das 2001 maßgeblich vom Rechtsprofessor »Lawrence Lessig« entwickelte Konzept der Creative Commons (engl. “schöpferisches Gemeingut”) bietet dem Autor eines Werkes die Möglichkeit, für die im Urheberrecht vorgesehenen Werkstypen Nutzungsrechte für eigene geistige Schöpfung einzuräumen. Auf diese Weise können Urheber auch ohne besondere rechtswissenschaftliche Kenntnisse ihre Werke öffentlich zur Verfügung stellen, ohne die Standard-Formulierung “alle Rechte vorbehalten” verwenden zu müssen. Entsprechend werden die CC-Lizensen auch mit dem Slogan “einige Rechte vorbehalten” (some rights reserved) angepriesen.

Die Non-Profit-Organisation »creativecommons.org« bietet aktuell sechs Lizensierungsverträge in der Version 3.0, die sich aus vier Rechte-Modulen ergeben:

  1. Namensnennung (engl.: Attribution): by
    Die Nennung des Autors wird seit Version 2.0 immer vorausgesetzt. Bis dahin konnte diese auch wegfallen, was bei Erlaubnis der folgenden beiden Module “Public Domain” (Gemeinfreiheit) entsprach.
  2. Nicht kommerziell (Non-Commercial): nc
    Hiermit entscheidet der Urheber, ob sein Werk auch zu kommerziellen Zwecken verwendet werden darf.
  3. Keine Bearbeitung (No Derivatives): nd
    Der Autor schließt mit diesem Modul die Bearbeitung seiner schöpferischen Leistung aus.
  4. Weitergabe unter gleichen Bedingungen (Share Alike): sa
    Falls die Veränderung gestattet wird, kann hier veranlasst werden, dass das resultierende Werk ebenfalls über diese CC-Lizenz zur Verfügung gestellt wird.
Aus der Kombination von Modul 2 und 3 sowie 3 mit 4 ergeben sich die sechs Lizensierungsverträge, die man sich mit weiterführenden Informationen komfortabel »an dieser Stelle« zusammenstellen kann. Als Ergebnis erhält man einen entsprechenden Button, den man auf der eigenen Seite oder unter seinem Werk einbinden kann mit einem Link zum entsprechenden Lizenzvertrag. Dieser führt auf eine Kurzfassung der Lizenz (“License Deed”), in der allgemeinverständlich dem Nutzer klar gemacht wird, welche Art der Nutzung der Autor unter welchen Bedingungen erlaubt. Eine Verweis zum rechtsverbindlichen Text ergänzt das Ganze. Als einfachere Form ist auch die einfache Benennung und Verlinkung der Lizenz möglich.

Lizenzverträge in der Übersicht (»Quelle«)
by - NamensnennungBY - Namensnennung
Namensnennung
(»Details«)
by - NamensnennungBY - Namensnennung
nd - KeineBearbeitungND - KeineBearbeitung
Namensnennung-KeineBearbeitung
(»Details«)
by - NamensnennungBY - Namensnennung
nc - NichtKommerziellNC - NichtKommerziell
Namensnennung-NichtKommerziell
(»Details«)
by - NamensnennungBY - Namensnennung
nc - NichtKommerziellNC - NichtKommerziell
nd - KeineBearbeitungND - KeineBearbeitung
Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung
(»Details«)
by - NamensnennungBY - Namensnennung
nc - NichtKommerziellNC - NichtKommerziell
sa - Weitergabe unter gleichen BedingungenSA - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen
(»Details«)
by - NamensnennungBY - Namensnennung
sa - Weitergabe unter gleichen BedingungenSA - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen
(»Details«)


Im zweiten Teil der CC-Reihe werden die Lizenzen aus Sicht eines Autors genauer angeschaut, bevor im dritten Teil das Finden und die Verwendung von CC-Werken im Vordergrund steht.

Teil 2: Warum sollte ich meine Werke “umsonst” zur Verfügung stellen?



Der zweite Teil der Creative Commons (CC)-Reihe soll sich mit der Frage befassen, warum es eigentlich für mich als Autor eines Werkes interessant sein könnte, diese mit einer CC-Lizenz zur Verfügung zu stellen und welche wohl die passende Lizenz sein könnte?

Creative Commons Logos Komposition (Quelle: qthomasbower (via flickr.com)) Lizenz: cc by-sa/2.0/
Generell muss man sich als Urheber eines Werkes Gedanken darüber machen, was man mit seiner Arbeit erzielen möchte. In der (politischen) Bildung sind grundsätzlich freie Lizenzen interessant, da sie es ermöglichen Inhalte so weit wie möglich zu verbreiten. Außerdem wird Bildungsarbeit meist aus öffentlichen Geldern bezahlt und sollte dann doch auch “so öffentlich wie möglich” zur Verfügung gestellt werden. Zumal die (politische) Bildung den Rezipienten zunehmend als aktiv-partizipativ (“Mach was mit dem Inhalt!”) ansieht.

Die CC-Lizenzen decken auf jeden Fall ein Spektrum von “meins, aber du darfst es verbreiten” (immerhin!) bis hin zu “das ist mein Teil zum großen Ganzen”. Was weitere Beweggründe zur Verwendung von CC-Lizenzen sein könnten, findet man auf der Seite von Creative Commons unter »http://de.creativecommons.org/was-ist-cc/« selbst:
  1. Lizenzverwendung als reines Statement am Open Access-Gedanken beizutragen – sollte gerade in Bildung und Forschung selbstverständlich sein
  2. Besonderes Interesse an ungehinderter Bearbeitung eigener Inhalte, um zu sehen, wie Ideen weiterentwickelt werden
  3. Beitrag zur Vermehrung des Materialpools – nicht nur nehmen sondern auch geben
  4. Steigerung der Verbreitung eigener Werke ohne Barrieren, um so auch an Bekanntheit zu gewinnen (gerade für Künstler interessant)
CC-Lizenzen haben durch ihre Standardisierung den Vorteil, dass auch juristische Laien die Regelungen nachvollziehen können. In klaren Worten wird verständlich gemacht, was jemand mit meinem Werk tun darf und was er zu beachten hat. Entgegen einem “Alle Recht vorbehalten” räume ich grundsätzlich die Weiterverwendung meiner Werke ein, ohne dass man mich für jede Art der Nutzung erst um Erlaubnis fragen müsste. Auf diese Weise kann ein interessanter Schnappschuss von mir, ein Aha in der nächsten Präsentation eines politischen Bildners erzeugen oder meine Gedanken zu persönlichen Lernumgebungen der Schlüssel zu einer wichtigen Erkenntnis eines anderen Wissenschaftlers führen. Dank der Verpflichtung zur Angabe des Namens geschieht dies auch nicht “umsonst”, wie auch dieses Video belegt:

Im ersten Teil wurden die Rechte-Module mit den sechs resultierenden Lizenzverträgen skizziert, die an dieser Stelle ausführlicher mit Beispielen vorgestellt werden sollen (»Quelle«):

a) Namensnennung | CC BY
CC-Lizenz: Namensnennung - by
Diese freieste Lizenz erlaubt es anderen die eigenen Inhalte quasi ohne Einschränkungen im Internet und darüber hinaus zu verbreiten, zu verändern und als Grundlage für andere Werke zu verwenden. Auch die kommerzielle Nutzung ist erlaubt, solange der Urheber genannt wird. Sinn machen würde diese Lizenz, wenn eine maximale Verbreitung erzielt werden möchte.
»Die “License Deed” ansehen« | »Den rechtsverbindlichen Text ansehen« (englisch)

b) Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen | CC BY-SA
CC-Lizenz: Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen - by-sa
Ähnlich der Lizenz CC BY ist hier die Verbreitung, Abänderung und Verwendung als Grundlage anderer Werke – auch kommerziell – erlaubt solange der Name des Urhebers genannt wird, allerdings mit der Einschränkung, dass die neuen Werke die gleiche Lizenz besitzen (SA = share alike). Damit ist diese Lizenz mit “Copyleft”-Lizenzen im Bereich freier und Open Source Software vergleichbar. Prominente Verwendung findet sie beispielsweise in der Wikipedia. SA schützt letztlich davor, dass ein CC-Werk nicht in einem Copyright-geschützten Werk endet. Dies bringt natürlich auch Probleme mit sich, z.B. wenn der ursprüngliche Inhalt Teil eines neuen, größeren Inhalts wird, wobei der größere nicht unter einer CC-Lizenz stehen soll oder darf.
»Die “License Deed” ansehen« | »Den rechtsverbindlichen Text ansehen« (englisch)

c) Namensnennung-Keine Bearbeitung | CC BY-ND
CC-Lizenz: Namensnennung-KeineBearbeitung - by-nd
Als Herausgeber eines Standardwerkes für politische Bildung oder eines Arbeitsblattes zur Verwendung von Podcasts in Seminaren kann es interessant sein, diese Lizenz zur Anwendung zu bringen. Sie gestattet die kommerzielle sowie nicht-kommerzielle Weiterverbreitung, solange keine Veränderungen vorgenommen, das Werk vollständig verwendet und der Urheber genannt wird. Man behält als Urheber somit die volle Kontrolle über sein Werk.
»Die “License Deed” ansehen« | »Den rechtsverbindlichen Text ansehen« (englisch)

d) Namensnennung-Nicht-kommerziell | CC BY-NC
CC-Lizenz: Namensnennung-NichtKommerziell - by-nc
Wichtigste Einschränkung ist in diesem Lizenzvertrag das Verbot der kommerziellen Nutzung der Werke und Inhalte, wobei “kommerziell” nicht eindeutig definiert ist und viele Verwendungszwecke einschließt (z.B. Werbung auf Weblogs), wie auch »diese Studie« belegt. Eine Bearbeitung und Veröffentlichung mit Nennung des Urhebers ist gestattet. Die darauf aufbauenden, neuen Produkte dürfen aber andere Lizenzen besitzen, solange sie nicht vordergründig kommerzielle Interessen verfolgen.
»Die “License Deed” ansehen« | »Den rechtsverbindlichen Text ansehen« (englisch)

e) Namensnennung-Nicht-kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen | CC BY-NC-SA
CC-Lizenz: Namensnennung-NichtKommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen - by-nc-sa
Im Zusatz zu CC BY-NC gestattet diese Lizenz die nicht-kommerzielle Verwendung, solange der Urheber des Originals genannt wird und die auf dem Werk/Inhalt basierenden neuen Werke unter denselben Bedingungen veröffentlicht werden.
»Die “License Deed” ansehen« | »Den rechtsverbindlichen Text ansehen« (englisch)

f) Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung | CC BY-NC-ND
CC-Lizenz: Namensnennung-NichtKommerziell-KeineBearbeitung - by-nc-nd
Als weiter Einschränkung zur vorab genannten Lizenz ist an dieser Stelle auch die Weiterbearbeitung nicht gestattet. Damit stellt diese Lizenz die restriktivste dar und erlaubt lediglich Download und Weiterverteilung des Werkes/Inhaltes unter Nennung des Namens.
»Die “License Deed” ansehen« | »Den rechtsverbindlichen Text ansehen« (englisch)

Den für sich selbst passenden Lizenzvertrag kann man »auf dieser Seite wählen«.

Dabei muss immer erwähnt bleiben, dass auch bei der Verwendung einer CC-Lizenz das Schutzrecht des Urhebers unangetastet bleibt und insbesondere bei Verstoß gegen die Lizenzauflagen greift. Als Urheber kann man unter diesen Voraussetzungen eigentlich nicht verlieren sondern nur gewinnen und so mit seinen Werken an einem kreativen Schaffensprozess teilhaben oder einen solchen anstoßen.

Die dreiteilige Reihe (Teil I | Teil III) zu Creative Commons beleuchtet das Thema und zeigte eine Alternative zu “alle Rechte vorbehalten” auf. Gerade im Bildungsbereich stellt das Veröffentlichen von Inhalten über CC-Lizenzen einen Mehrwert für alle Beteiligten dar: für den Urheber die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und für den Nutzer die schnelle und vereinfachte Weiterverbreitung, -verwendung und -entwicklung von Ideen.

Teil 3: CC-Inhalte für die Bildungsarbeit nutzen



Im letzten Teil (siehe auch Teil I und Teil II) der Reihe zu Creative Commons (CC) soll näher auf das Finden und die Nutzung von Werken mit CC-Lizenzen eingegangen werden.

Google erweiterte Bildersuche (Screenshot)Erweiterte Google Bildersuche (Screenshot)
Gerade in der (politischen) Bildung, wo es um die weitestmögliche Verbreitungen von Informationen und das aktive Sich-Aneignen von Welt geht, sollten Werke nicht das Korsett von urheberrechtlich geschützten Werken tragen, bei denen jeder kreative Schaffensprozess mit der Bitte an den Urheber ein Werk weiterentwickeln zu dürfen beginnt. Im Netz steht man einer Vielzahl an Medienprodukten aller Art gegenüber. Glücklicherweise stehen immer mehr Werke unter CC-Lizenzen zur Weiterverwendung zur Verfügung – aktuell »mehr als 400 Millionen«. Dies ermöglicht es dem gemeinen Contentproduzenten schnell und ohne Hürde des “Erlaubniseinholens” beim Urheber Werke und Inhalte zu verändern oder als Grundlage für neue Werke zu verwenden.

Wie finde ich aber die CC-Inhalte?

Hier eine Liste entsprechend der am meisten verbreiteten Werkstypen:

Foto
Bei der Illustration einer Powerpoint-Präsentation gehen angefangen bei den Schülern, über die Studenten bis hin zu Lehrern, Professoren und Weiterbildnern über die »Google Bildersuche«. Nicht selten wird angenommen, was dort zu finden ist, kann man ja sicher ohne Problem verwenden. Irrtum! Gerade bei Bildern greift neben dem Urheberrecht auch das Lichtbildrecht, welches als “verwandtes Schutzrecht” unabhängig von der Individualität eines Bildes greift (vgl. auch »Law-Blog«) – also z.B. auch für den Schnappschuss mit dem Handy. Kurz gesagt: man muss bei jedem gefunden Bild den Urheber vor der Verwendung fragen! Abhilfe schafft die Suche nach CC-Bilder. In Google erreichbar über einen Klick auf “Erweiterte Suche”. Dort kann man die gewünschte Nutzungslizenz auswählen (siehe Bild). Des Weiteren bietet sich die Foto-Community »flickr« zur Suche nach Bilder unter einer CC-Lizenz an. Auch hier kann man die Suche über die “Erweiterte Suche” verfeinern und explizit nach CC-Inhalten Ausschau halten.

Film
Seit Anfang Juni bietet Y»ouTube die Möglichkeit hochgeladene Videos unter einer CC-Lizenz« zur Verfügung zu stellen. Wie das funktioniert, steht an »dieser Stelle«. Unterstützt werden soll hiermit die “Remixability” der Videos über den »YouTube Video-Editor«, was ja letztlich zu den Kerneigenschaften des Web 2.0 zählt.

Musik
Filme mit Musik unterlegen? Mit CC-lizensierten Werken in den meisten Fällen kein Problem (da durch “share-alike” manchmal doch Schranken existieren). Auf der Seite creativecommons.org findet man eine »Liste von Plattformen«, die Musikstücke unter CC-Lizenzen zur Verfügung stellen. Dazu zählt auch die wohl bekannteste Plattform in dieser Kategorie: »Jamendo«. Direkt über die Startseite hat man Zugriff über eine Tagcloud auf alle möglichen Musikrichtungen. So ist es wirklich sehr einfach die für einen selbst passenden Musik zu finden und entsprechend der jeweiligen Lizenzierung in sein Werk einzubauen. In der Regel stehen die Werke allerdings nicht zur kommerziellen Nutzung zur Verfügung. Was den Künstlern immer noch die Möglichkeit bietet, z.B. bei der Verwendung eines Titels in einer Werbung Geld zu verdienen.

Text
Inzwischen gibt es eine Vielzahl an Büchern, die unter eine Creative Commons-Lizenz veröffentlicht wurden und so für den Autor zu einer problemlosen Verbreitung beitragen und die Bekanntheit erhöhen können. Ein interessantes Beispiel liefert hierfür wikiversity.org, bei der die unter der CC-Lizenz BY-SA zusammengetragenen Inhalte Wissenschaftlern “zur gemeinschaftlichen Bearbeitung wissenschaftlicher Projekte, zum Gedankenaustausch in fachwissenschaftlichen Fragen und zur Erstellung freier Kursmaterialien” (»Quelle«) dient. Eine Liste mit weiteren Angeboten findet man auch auf »creativecommons.org«.

Wie nun mit den Inhalten umgehen?

Nachdem man die Medieninhalte zusammengetragen hat, muss man sich anschließend genau mit den jeweiligen Lizenzen auseinandersetzen. Darf ich das Werk bearbeiten? Wenn ja, muss mein Werk dann auch unter CC-Lizenz stehen? Darf ich das Werk kommerziell verwenden, usw.? Wichtigste Regel ist jedoch die Namensnennung, die seit Version 2.0 der Creativce Commons bei allen vorgeschrieben ist. Zusätzlich ist es hilfreich einen Link zur Quelle einzufügen, um weitere Transparenz zu schaffen.

Die dreiteilige Reihe (Teil I | Teil II) zu Creative Commons beleuchtet das Thema und zeigte eine Alternative zu “alle Rechte vorbehalten” auf. Gerade im Bildungsbereich stellt das Veröffentlichen von Inhalten über CC-Lizenzen einen Mehrwert für alle Beteiligten dar: für den Urheber die Erhöhung des Bekanntheitsgrades und für den Nutzer die schnelle und vereinfachte Weiterverbreitung, -verwendung und -entwicklung von Ideen.

Wichtiger Hinweis:

Der Text bezieht sich auf CC-Lizenzen der Version 3.0. Mittlerweile hat Creative Commons die »Lizenzen der Version 4.0 veröffentlicht«. Welche Änderungen vorgenommen wurden und was das für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet, haben wir auf pb21.de »zusammengefasst«.

Die Texte der Reihe "Creative Commons als Urheberrecht 2.0?" erschienen 2011 auf pb21.de:
Teil 1: »http://pb21.de/2011/08/warum-sollte-ich-meine-werke-umsonst-zur-verfuegung-stellen/«
Teil 2: »http://pb21.de/2011/08/warum-sollte-ich-meine-werke-umsonst-zur-verfuegung-stellen/«
Teil 3: »http://pb21.de/2011/08/cc-inhalte-fuer-die-bildungsarbeit-nutzen/«


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Creative Commons License Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by/3.0/

 

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