Kinderparlament

Gruppendiskussion

Methodentyp:
Inhaltliche Strukturierung, Spezifische Partizipationsmethode

Spielart:
Kommunikationsspiel, Diskussionsspiel

Kurzbeschreibung:
Hiermit sind offene Diskussion innerhalb von a) verschiedenen geschlossenen und/oder b) Focusgruppen zu bestimmten Themen wie z.B. zur Stellung der Jugendlichen in der Erwachsenenwelt, zu den Angeboten für Jugendliche in einem Dorf/Stadtteil u.a. gemeint.

Altersgruppe: 14 - 99 Jahre
Gruppengröße 5 - 12
Dauer: ca. 30 - 120 Minuten
Ort: drinnen
Verfahren: sprechen
Phasen: im Vorfeld, am Anfang
Personal: Moderator/in, Verantwortliche/r, Lehrkraft, pädagogisch geschulte Fachkräfte
Vorbereitungsaufwand: gering
Ziele: nach Regeln über ein Thema diskutieren, in Themen einsteigen, Abläufe transparent machen, Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen von Kindern/Jugendlichen ermitteln
Sozialform: in Kleingruppen, in der Gesamtgruppe
Inhaltlich offen: nein
Beteiligungsart: Beteiligung an den Institutionen der Erwachsenenwelt, Projektorientierte Verfahren der Partizipation, Alltägliche Formen der Partizipation
Teilnehmerrekrutierung: feste Gruppen


Verlauf / Beschreibung:
Bei der Diskussion selber sind Moderatoren gefragt, welche die Diskussion aufmerksame verfolgen, um im richtigen Moment vorsichtig mit Impulsen intervenieren zu können. Die Rollenaufteilung ist sehr wichtig (Wer moderiert, wer macht Notizen und wer übernimmt im Falle paralleler Visualisierung das Anpinnen der Karten an die Moderationswände?)

Begonnen wird mit der Begrüßung der Teilnehmer und dem Vorstellen der Moderatoren. Es empfiehlt sich, vor Beginn der Diskussion ein Aufwärmspiel durchzuführen (Bereitschaft der Gruppe dazu vorher einschätzen). Die Moderation stellt das Thema vor und eröffnet die Diskussion. Eingreifen sollte er nur dann, wenn die Diskussion ins Stocken gerät oder unsachgemäß verläuft. Fragen sollten möglichst wenig gestellt werden und sie sollten immer Bezug zu den Aussagen der Teilnehmenden haben. Ist z.B. die Aussage einer Person unklar und wirft Fragen auf, kann die Moderation dementsprechend nachhaken.

Hinweise zur Durchführung:
Vorbereitung Als erstes ist die Zielgruppe festzulegen. Ist dies geschehen, setzt man sich mit der Gruppe in Verbindung und klärt Ort und Termin ab. Dabei ist es günstiger in die Ein-richtung der Zielgruppe zu gehen, als einen anderen Ort vorzugeben (an einem Ort, den die Gruppe kennt, fühlt sie sich sicher). Es ist zu empfehlen, sich den Ort vorher anzu-schauen, damit z.B. der Einsatz von Medien oder Stelltafeln geplant werden kann. Die Information der Teilnehmer kann über die Einrichtung direkt oder aber über eigene Einladungen geschehen, beides sollte rechtzeitig geschehen. Es ist das Rahmenthema festzulegen, auf seine Eignung für eine Gruppendiskussion zu prüfen und ein Leitfaden für die Moderatoren zu erstellen, der aber nur als Absiche-rung dient, falls die Diskussion nicht so recht in Gang kommt. Durchführung Bei der Diskussion selber sind Moderatoren gefragt, welche die Diskussion aufmerk-same verfolgen, um im richtigen Moment vorsichtig mit Impulsen intervenieren zu können. Die Rollenaufteilung ist sehr wichtig (Wer moderiert, wer macht Notizen und wer übernimmt im Falle paralleler Visualisierung das Anpinnen der Karten an die Mo-derationswände?) Begonnen wird mit der Begrüßung der Teilnehmer und dem Vorstellen der Moderato-ren. Es empfiehlt sich, vor Beginn der Diskussion ein Aufwärmspiel durchzuführen (Bereitschaft der Gruppe dazu vorher einschätzen). Der Moderator stellt das Thema vor und eröffnet die Diskussion. Eingreifen sollte er nur dann, wenn die Diskussion ins Stocken gerät oder unsachgemäß verläuft. Fragen sollten möglichst wenig gestellt werden und sie sollten immer Bezug zu den Aussagen der Teilnehmer haben. Ist z.B. die Aussage einer Person unklar und wirft Fragen auf, kann der Moderator dementsprechend nachhaken.

Pädagogische Hinweise:
  • Allgemeines zur Methode Die Gruppendiskussion muss vom Gruppeninterview abgegrenzt werden.4 Die Gruppendiskussion ist die am wenig strukturierten Formen der verschiedenen Ar-ten der Befragung. Der Forscher stellt das Thema vor. Im weiteren Verlauf der Diskus-sion beantwortet die Gruppe nicht nur Fragen des Forschers, sie stellt sich durchaus auch selber welche. Während der Diskussion können sich Auffassungen und Normen manifestieren, die nicht durch von außen eingebrachte Stimuli entstehen, sondern durch die möglichst wenig beeinflusste Interaktion der Gruppe. Der Forscher als Au-ßenstehende, gibt Fragen als Impuls sehr behutsam in die Gruppe ein und versucht in der Hauptsache, die Diskussion in Gang zu halten. Er sollte allenfalls Fragen anknüp-fend an Aussagen der Teilnehmer folgen lassen. Die Befragung durch eine Gruppen-diskussion kann vorhandene Hemmschwellen abbauen, die in einer Gruppe Gleichge-sinnter, eher fallen als etwa in einem Eins- zu- Eins Interview. Dies gilt auch für das Gruppeninterview. Während eines Gruppeninterviews, werden der Gruppe nach einem offenen Konzept Fragen gestellt. Man kann also sagen, dass die Diskussion die weniger strukturierte Form der Befra-gung ist5.
Vorbereitungen:
Als erstes ist die Zielgruppe festzulegen. Ist dies geschehen, setzt man sich mit der Gruppe in Verbindung und klärt Ort und Termin ab. Dabei ist es günstiger in die Einrichtung der Zielgruppe zu gehen, als einen anderen Ort vorzugeben (an einem Ort, den die Gruppe kennt, fühlt sie sich sicher). Es ist zu empfehlen, sich den Ort vorher anzuschauen, damit z.B. der Einsatz von Medien oder Stelltafeln geplant werden kann. Die Information der Teilnehmer kann über die Einrichtung direkt oder aber über eigene Einladungen geschehen, beides sollte rechtzeitig geschehen. Es ist das Rahmenthema festzulegen, auf seine Eignung für eine Gruppendiskussion zu prüfen und ein Leitfaden für die Moderatoren zu erstellen, der aber nur als Absicherung dient, falls die Diskussion nicht so recht in Gang kommt.

Varianten:
Variante: Durchführung der Methode unter Mithilfe von Metaplan (simultane Visuali-sierung der Diskussion)



Das Thema der Diskussion wird gut lesbar auf einen Streifen geschrieben und auf ein bereits an der Stelltafel gepinntes Leerposter gesteckt (vor der Durchführung mehrere Tafeln mit Leerpostern bestücken und bereit halten). Lautet das Thema beispielsweise: "Wie beurteilt ihr die Angebote für Jugendliche in eurem Stadtteil ?", können zusätzlich unterschiedlich farbige Streifen, inhaltliche Unterpunkte, für die verschiedenen Angebote bereitgehalten werden, so das während der Diskussion, die von den Teilnehmern auf verschieden farbigen Karten geschrieben und unter die Überschriften (Thema und Teilthema) gepinnt wird.



Zu den verschieden farbigen Streifen werden auf dazu passend unterschiedlich farbigen Karten, die Aussagen und Kommentare zu den jeweiligen Teilthemen (Fragen) aufgeschrieben und unter die jeweiligen Streifen gepinnt.



Auf diese Weise wird jede Aussage sofort visualisiert und die Jugendlichen können die Diskussion immer visuell verfolgen. Die Karten sind auch Impulse für weitere Stellungnahmen. Nach der Diskussion werden die Karten auf die Leerposter geklebt. So erhält man gleichzeitig auch ein Protokoll der Veranstaltung, welches später in den Computer eingetippt werden kann um so eine komplette Dokumentation zu erhalten.

Sonstiges:
Mittlere Gruppengrößen eignen sich am besten, hier entstehen meist schnell und unkompliziert gute Gespräche. Ob in der Sozialraumanalyse eine Gruppendiskussion oder -interview stattfinden soll, hängt von der Zielsetzung ab. Möchte man mit dieser Methode eher die Gruppe und ihre Meinungen, ihre Auffassungen und Normen kennen lernen, eignet sich die Diskussion. Möchte man aber klare Antworten auf vorformulierte, inhaltlich vorstrukturierte Fragen erhalten ist das Interview geeigneter. Die Auswertung der Gruppendiskussion ist material- und zeitaufwendig.

Benötigtes Material:
Stifte, Notizzettel, Thema der Diskussion, ein kleiner Fragenpool (Impulse, falls die Diskussion ins Stocken gerät), Doku- Mappe (zur Sammlung sämtlicher Materialien des Befragungsteams: Fotos, Tonbänder, Protokollbögen u.a.), ggf. Medien (Tonband, Videos). Soll die Diskussion visuell begleitet werden, sind folgende Hilfsmittel zusätzlich erforderlich:
Moderationstafeln mit Leerpostern, farbige und unterschiedlich dicke Eddingstifte und Moderationsstifte, Nadeln, Nadelkissen, unterschiedlich farbige Karten. Hochgezogene Stadtpläne können unterstützend von Nutzen sein (um auf den Sozialraum zu fokussieren und um z.B. aufzuzeigen, wo eine Clique sich gern oder ungern aufhält).

Quelle:
Quelle, Quelle

Personelle Erfordernisse:
Die notwendige personelle Ausstattung hängt von der Größe der Gruppe ab, mindestens zwei Teamer, besser drei, so dass eine erste Person sich um die Technik kümmern kann, eine Zweite könnte protokollieren, während die Dritte durch die Diskussion führt.


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