Kinderparlament

Erwartungsabfrage

Methodentyp:
Sonstige Methode

Kurzbeschreibung:
An einer Wandzeitung äußern die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Schlagworten ihre Erwartungen an die Veranstaltung. Die Anfangsbuchstaben entsprechen den Buchstaben eines Impulsbegriffs.

Altersgruppe: 14 - 99 Jahre
Gruppengröße 5 - 15
Gruppeneigenschaften Jugendliche, Erwachsene
Dauer: ca.10 Minuten
Ort: -
Verfahren: schreiben
Phasen: am Anfang
Personal: Moderator/in
Vorbereitungsaufwand: gering
Ziele: Erwartungen abfragen, anwärmen und einstimmen (thematisches Warming-up)
Materialbedarf: gering
Sozialform: individuelles Arbeiten, in der Gesamtgruppe
Inhaltlich offen: ja


Verlauf / Beschreibung:
1. Die Moderation hat eine Wandzeitung vorbereitet. Als Überschrift steht "Meine Erwartungen ..." zu lesen. Darunter wird ein Impulsbegriff zum Thema der Veranstaltung (z.B. Zukunftswerkstatt, Beteiligung an Entscheidungen o.ä.) in Großbuchstaben geschrieben (senkrecht oder waagerecht - aber mit genügend Abstand zwischen den Buchstaben).

2. Die ankommenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden nun gebeten, ihre Erwartungen aufzuschreiben. Die Begriffe oder auch Halbsätze müssen mit einem der Buchstaben des Impulsbegriffs beginnen und werden in die zum Buchstaben gehörigen Spalten bzw. Zeilen geschrieben.

3. Es ist nicht notwendig (und auch nicht immer möglich), dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer eine Erwartung notiert. Die Moderation sollte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer anregen, sich auszutauschen und ihre Erwartungen miteinander zu vergleichen und gemeinsame Begriffe zu finden.

4. Anschließend wird die Wandzeitung gemeinsam angeschaut und kurz ausgewertet.

Hinweise zur Durchführung:
  • Es ist möglich, die Wandzeitung am Ende oder auch nach Beendigung eines Arbeitsabschnitts wieder anzuschauen und zu überprüfen, ob die geäußerten Erwartungen sich erfüllt haben, hinfällig geworden sind oder sogar übertroffen wurden (siehe Erwartungs-TÜV).
  • Gerade bei größeren Gruppen kann die Erwartungsfrage einige Zeit in Anspruch nehmen. Es ist möglich, gleichzeitig sogenannte "Anwärmer" oder "Impulsplakate" anzubieten, so dass alle gleichzeitig arbeiten können und keine "Staus" entstehen.
  • Der Impulsbegriff kann "lebendig" angebracht werden, wie z.B. wellenförmig, im Halbkereis oder diagonal, so dass die Buchstaben nicht immer am Anfang stehen, sondern auch mal in End- oder Mittelstellung.
Pädagogische Hinweise:
  • Durch die Aufgabe, die Buchstaben des Impulsbegriffs in die Begriffe oder Halbsätze zu intergrieren, erhält diese Erwartungsabfrage einen eher spielerischen Charakter. Dies fördert eine offene und zwanglose Meinungsäußerung.
  • Bei größeren Gruppen sind weniger Buchstaben als Teilnehmerinnen und Teilnehmer vorhanden. Werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeregt, miteinander zu sprechen und sich auf gemeinsame Begriffe zu einigen, kann so nicht nur eine erste Kommunikation und Kooperation angeregt werden, sondern Befürchtungen, Ängste, Interessen und Wünsche werden zum ersten Mal benannt und geteilt. Das schafft Vertrauen und gibt Sicherheit für die einzelne Teilnehmerin und den einzelne Teilnehmer.
Vorbereitungen:
Es wird eine Wandzeitung vorbereitet (auf großem Papierbogen, Makulaturpapier, Packpapier usw.), die auf eine Pinnwand gehängt wird. Zur Not geht auch eine ebene Wand, an die das Papier gehängt wird.

Varianten:
keine

Sonstiges:
keine Angaben

Benötigtes Material:
großer Papierbogen (Makulaturpapier, Packpapier usw.),
verschiedenfarbige Filzstife

Quelle:
Quelle

Personelle Erfordernisse:
keine


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