Kinderparlament

Methode 6-3-5, 6-3-5 Methode

Methodentyp:
Sonstige Methode

Kurzbeschreibung:
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer schreiben Ideen oder Lösungsvorschläge zu einer Impulsfrage oder einem Problem auf. In Kleingruppen rotieren nun diese Blätter, wobei sich die Mitglieder der Kleingruppe von den Vorschlägen der anderen inspirieren und ihren Assoziationen freien Lauf lassen sollen.

Altersgruppe: 16 - 99 Jahre
Gruppengröße 6 - 30
Gruppeneigenschaften Jugendliche, Erwachsene
Dauer: ca. 30 Minuten
Ort: drinnen
Verfahren: schreiben, lesen
Phasen: Arbeitsphase
Personal: (Spiel-) Leiterin/(Spiel-) Leiter
Vorbereitungsaufwand: gering
Ziele: Ideen entwerfen und sammeln, (Problem-) Lösungen finden und sammeln, Kreativität/Fantasie anregen und freisetzen
Materialbedarf: gering
Sozialform: individuelles Arbeiten, in Kleingruppen
Inhaltlich offen: nein


Verlauf / Beschreibung:
6-3-5 Methode bedeutet in Worten übersetzt: 6 Teilnehmer schreiben jeweils 3 Ideen in 5 Minuten auf.

1. Zunächst teilt sich die Gesamtgruppe in Kleingruppen zu je 6 Personen auf, die sich kreisförmig gruppieren.

2. Die Leitung erklärt nun das Verfahren und den Auftrag. Das Problem, die Frage usw. muss klar formuliert sein und am besten visualisiert werden. Anschließend werden (Form-) Blätter mit 3 Spalten und 6 Zeilen (siehe Kopiervorlage) und Stifte für jeden verteilt.

3. Nun beginnen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst jeder für sich, in die erste Zeile ihre Ideen oder Vorschläge zu schreiben (pro Spalte eine Idee). Dazu haben sie 5 Minuten Zeit.

4. Danach werden die Zettel im Uhrzeigersinn an den nächsten Nachbarn weitergereicht und die zweite Phase beginnt. Nun tragen alle in die zweite Zeile wiederum drei Ideen oder Vorschläge innerhalb von 5 Minuten ein.

5. So geht es immer weiter bis alle 6 Zeilen voll sind, das Blatt also fünfmal weitergereicht wurde.

Bei einer Kleingruppengröße von 6 Personen entstehen so in 30 Minuten (6x5 Minuten Bedenk- und Schreibzeit für jeden und bei optimalem Verlauf 108 Ideen.

6. Nach dieser Phase der Produktion sollten die Blätter aufgehängt, gemeinsam gesichtet und beispielsweise mit Klebepunkten bewertet werden.

Hinweise zur Durchführung:
  • Es gelten ähnliche Regeln wie beim Brainstorming. Jede Idee ist erlaubt und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dürfen/sollen die Ideen und Vorschläge der Vorgänger aufnehmen, sich von ihnen inspirieren lassen und diese weiterentwickeln. Kommentare und Kritik sind während der Ideenproduktion nicht erlaubt, die Gedanken sollen frei von Zwängen und Ängsten fließen.
  • Die Impulsfrage oder die Formulierung des Problems muss eindeutig und gut verständlich formuliert sein (Visualisierung).
  • Formblätter (siehe Kopiervorlage) sind leeren Blättern vorzuziehen. Dadurch lassen sich Fragen und Irritationen vermeiden.
  • Es sollte vor allen bei "kreativen Geistern" darauf hingewiesen werden, dass wirklich nur eine Idee oder ein Vorschlag in jede Spalte pro Zeile zu schreiben ist.
  • Die Ideen und Vorschläge sollten kurz, verständlich und prägnant verfasst sein.
Pädagogische Hinweise:
  • Die Leitung muss bemüht sein, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Die Reglementierung der Zeit auf fünf Minuten darf nicht als Zwang erlebt werden. Leistungsdruck auf den einzelnen Ideenproduzenten kann durch die Hervorhebung des Gruppengedanken und der Ideenproduktion als Gruppenleistung entgegengewirkt werden.
  • Die Methode eignet sich gerade dann, wenn der Einfluss verbal dominanter Teilnehmer reduziert und verbal schwächere Teilnehmer stärker einbezogen werden sollen.
Vorbereitungen:
Es empfiehlt sich, Formblätter vorzubereiten (siehe Kopiervorlage).

Varianten:
Variante 1: Die Methode kann in den Formen "Methode 3-3-6" (3 Personen schreiben jeweils 3 Vorschläge in jeweils 6 Minuten auf), "Methode 5-3-4" (5 Personen schreiben jeweils 3 Vorschläge in jeweils 4 Minuten auf) oder anderen Kombinationen durchgeführt werden.

Sonstiges:
keine Angaben

Benötigtes Material:
für jeden Teilnehmer ein Formblatt (siehe Kopiervorlage) (oder linierte Blätter),
für jeden Teilnehmer ein Stift,
zum späteren Aushängen der Ergebnisse eine Pinnwand (bei größeren Gruppen entsprechend mehr),
eine Uhr zum Überwachen der Schreibintervalle

Quelle:
Quelle

Personelle Erfordernisse:
keine


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