Dürre im Südwesten Chinas

30.6.2007

Glossar

Das Glossar zum Projekt "Umweltbewusstsein und Klimaschutz" aus der Reihe "Forschen mit GrafStat" enthält Begriffe rund um das Thema Klimawandel und Treibhauseffekt.

Glossar A - D

Agenda 21
Die Agenda 21 ist ein entwicklungs- und umweltpolitisches Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert. Das Leitpapier zur nachhaltigen Entwicklung wurde 1992 von 178 Staaten auf der "Konferenz für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen" (UNCED) in Rio de Janeiro beschlossen. An dieser Konferenz nahmen neben Regierungsvertretern auch viele nichtstaatliche Organisationen teil. Nachhaltige Entwicklung – und damit die Agenda 21 – ist vielerorts zur Leitlinie öffentlichen Handelns geworden. Durch anzupassende komfortable Wirtschafts-, Umwelt- und Entwicklungspolitik sollen die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden, ohne die Chancen künftiger Generationen zu beeinträchtigen.

Atomausstieg
Als Atomausstieg bezeichnet man die mittel- bis langfristige Aufgabe der zivilen Nutzung von Kernenergie (->Energie) für die Energieversorgung. Der Begriff "Atomausstieg" ist als politisches Schlagwort in der Anti-Atomkraft-Bewegung entstanden. Die Umsetzung des Atomausstiegs besteht hauptsächlich in der Schließung von Kernkraftwerken. Er wurde 1978 in Österreich, 1980 in Schweden, 1987 in Italien, 1999 in Belgien und 2000 auch in Deutschland beschlossen. In anderen europäischen Ländern wurde der Atomausstieg diskutiert, aber abgelehnt. Österreich, die Niederlande und Spanien haben Gesetze verabschiedet, die den Bau zusätzlicher Kernkraftwerke untersagen. Im Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung wurde die Vereinbarung mit den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000 über die Restlaufzeit der Atomkraftwerke nicht geändert. Vor allem die hohen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken, die mit dem Betrieb von Atomkraftwerken (AKWs) verbunden sind, und das ungelöste Entsorgungsproblem sprechen für den Ausstieg. Hinzu kommt, dass die weltweiten Uranvorräte zur Neige gehen und die Gefahr der Verbreitung von Atomwaffen zunimmt.

Biomasse
Biomasse bezeichnet die Gesamtheit der Masse an organischem Material in einem definierten ->Ökosystem, das biochemisch synthetisiert wurde. Sie enthält also die Masse aller Lebewesen, der abgestorbenen Organismen (Detritus) und die organischen Stoffwechselprodukte. Die in der Biomasse biochemisch gespeicherte Sonnenenergie (->Erneuerbare Energien) kann auch als sich selbst erneuernder Energielieferant (nachwachsender Energieträger) für die Gewinnung von Wasserstoff, elektrischer Energie oder als Kraftstoff genutzt werden. Die Verwendung von Biomasse zur Erzeugung von Wärme, elektrischer Energie oder als Kraftstoff ermöglicht eine ausgeglichene ->CO2-Bilanz, da nur die Menge CO2 ausgestoßen wird, die zuvor biochemisch gebunden wurde.

Biosiegel, staatliches
Das kleine sechseckige Zeichen mit dem Schriftzug "Bio" schafft seit 2001 Klarheit, Einheitlichkeit und Orientierung bei Bio- bzw. Öko-Produkten. Verbraucherinnen und Verbraucher können sich darauf verlassen: "Wo 'Bio' drauf steht, ist auch 'Bio' drin". Denn nur Erzeuger und Hersteller, die die Bestimmungen der EG-Öko-Verordnung einhalten und sich den vorgeschriebenen Kontrollen unterziehen, dürfen ihre Produkte als Bio- oder Ökoware verkaufen und mit dem Bio-Siegel kennzeichnen. Die Nutzung des Bio-Siegels richtet sich nach den Kriterien der EG-Öko-Verordnung. In ihr ist unter anderem Folgendes festgeschrieben:

Verbote:
  • Verbot der Bestrahlung von Öko-Lebensmitteln
  • Verbot gentechnisch veränderter Organismen
  • Verzicht auf Pflanzenschutz mit chemisch-synthetischen Mitteln
  • Verzicht auf leicht lösliche, mineralische Dünger
Anforderungen:
  • Abwechslungsreiche, weite Fruchtfolgen
  • Flächengebundene, artgerechte Tierhaltung
  • Fütterung mit ökologisch produzierten Futtermitteln ohne Zusatz von Antibiotika und Leistungsförderern
BMU
Am 6. Juni 1986 wurde das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) gebildet. Es ist seitdem innerhalb der Bundesregierung federführend verantwortlich für die Umweltpolitik des Bundes. Zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums gehören außerdem drei Bundesämter: das Umweltbundesamt, das Bundesamt für Naturschutz sowie das Bundesamt für Strahlenschutz.

CO2
CO2 entsteht hauptsächlich bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe (Kohle, Erdöl, Erdgas), aber auch bei der Verbrennung von ->Biomasse. Im Unterschied zu den fossilen Energieträgern (->Energie), besteht bei der Verbrennung von Biomasse ein natürlicher Kreislauf. Dosen-/Einwegpfand Als Einwegpfand bezeichnet man ein Pfand auf Einwegverpackungen wie Getränkedosen, Einweg-Glasflaschen und Einweg-PET-Flaschen. Die Pfandpflicht gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2003 für Einwegverpackungen von Getränken, die traditionell auch in Mehrwegflaschen angeboten werden. Das Einwegpfand wird auch als Dosenpfand bezeichnet, die amtliche Bezeichnung ist Einwegpfand.

CO2-Bilanz
Da CO2-Emissionen wesentlich mitverantwortlich für den Treibhauseffekt sind, ist das Wissen um die persönliche CO2-Produktion eine wichtige Information beim Energiesparen. Die persönliche CO2-Bilanz umfasst im Prinzip jegliches Handeln und seine Auswirkungen auf die Emissionen, so z.B. die Ernährung, die persönliche Energienutzung (Heizen, Strom usw.) oder die Mobilität (Nutzung von Auto, öffentlichen Verkehrmitteln, Fahrrad usw.). Darüber hinaus kann man die Co2-Bilanz auch auf Menschengruppen, Staaten usw. beziehen.

Distickstoffoxid
Distickstoffmonoxid ist ein farbloses Gas aus der Gruppe der Stickoxide, bekannt unter dem Trivialnamen Lachgas. Die chemische Summenformel für das Gas ist N2O. N2O trägt zum Ozonabbau bei.

Dosen-/Einwegpfand
Als Einwegpfand bezeichnet man ein Pfand auf Einwegverpackungen wie Getränkedosen, Einweg-Glasflaschen und Einweg-PET-Flaschen. Die Pfandpflicht gilt in Deutschland seit dem 1. Januar 2003 für Einwegverpackungen von Getränken, die traditionell auch in Mehrwegflaschen angeboten werden. Das Einwegpfand wird auch als Dosenpfand bezeichnet, die amtliche Bezeichnung ist Einwegpfand.

Quellen:

http://www.bmu.de
http://www.bpb.de/themen/ZROPLT,0,0,Glossar.html
http://www.bpb.de/wissen/C4A114,0,0,Energiepolitik.html
http://www.umweltdatenbank.de/lexikon.htm
http://www.wikipedia.de
http://www.wasser-wissen.de/
http://www.umwelt.niedersachsen.de/