Das zerstörte Nürnberg

Konzeption der Unterrichtsreihe

5.1.2005
Die Unterrichtsreihe ist modular aufgebaut. Sie kann ergänzend zum "gewöhnlichen" Unterricht eingesetzt werden. Dem Lehrenden wird vor allem zum Einsatz von Befragungsmethoden und in der Materialauswahl praktische Hilfestellung für die Vorbereitung und Durchführung des Projektes bereitgestellt. Die Projektbeschreibung besteht aus sechs Bausteinen.

Der 1941 erbaute Hochbunker in Hamburg-Barmbek wurde in ein Museum zur Geschichte des Zivilschutzes umgebaut.Der 1941 erbaute Hochbunker in Hamburg-Barmbek wurde in ein Museum zur Geschichte des Zivilschutzes umgebaut. (© picture-alliance/dpa)

Das Projektthema im Überblick



Die Unterrichtsreihe ist modular aufgebaut. Sie kann ergänzend zum "gewöhnlichen" Unterricht eingesetzt werden. Dem Lehrenden wird vor allem zum Einsatz von Befragungsmethoden und in der Materialauswahl praktische Hilfestellung für die Vorbereitung und Durchführung des Projektes bereitgestellt.

Die Projektbeschreibung besteht aus sechs Bausteinen, denen jeweils didaktische Hinweise, methodische Informationen und Unterrichtsmaterialien zugeordnet sind.

Die inhaltliche Erschließung des Gegenstandsbereiches Geschichte des 'Nationalsozialismus´ kann mit Materialien aus bereits bekannten und verwendeten Lehrwerken vorgenommen werden. Es liegt im Ermessen der Lehrperson, diese Schwerpunktsetzungen an Lernvoraussetzungen und Interessen der Lerngruppe, dem zur Verfügung stehendem Zeitbudget und der konkreten Unterrichtssituation anzupassen.

Möglicher Verlauf des Projektes


  • Baustein 1: Einstieg: Warum vergeht diese Vergangenheit nicht? – Von der Notwendigkeit der Erinnerung
  • Baustein 2: Welche Einstellungen und Meinungen haben wir zum Nationalsozialismus?
  • Baustein 3: Wie führen wir eine eigene Befragung zum Ende des Zweiten Weltkrieges durch
  • Baustein 4: Auswertung der Befragung
  • Baustein 5: Präsentation der Ergebnisse (z.B. in der Schule oder der Zeitung)
  • Baustein 6: Reflexion und Abschluss: Welche Erkenntnisse und Erfahrungen hat uns das Unterrichtsprojekt gebracht?
Es bietet sich an, die inhaltliche Bearbeitung des Themas Nationalsozialismus nach der Vorbereitung der Befragung vorzunehmen. Parallel dazu können die Schülerinnen und Schüler die Interviews für die Befragung durchführen. Im Anschluss an die inhaltliche Bearbeitung kann dann die Auswertung der Befragung und die Präsentation der Ergebnisse stehen.

Es besteht die Möglichkeit, eine repräsentative Studie für die eigene Stadt durchzuführen, z.B. mit Hilfe einer telefonischen Befragung. Die dafür benötigte Stichprobe kann in entsprechender Größe zufällig aus den Telefonnummern des Wohnortes gezogen und den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung gestellt werden (siehe Baustein 3). Es kann durchaus sinnvoll sein, das Befragungsprojekt beispielsweise auf die Schule zu beschränken, indem die Schülerinnen und Schüler der eigenen Schule (oder auch lediglich die der Oberstufe) die Gruppe der Befragten darstellen. Gewünschte zentrale Ziele des historisch-politischen Unterrichts und des Projektes lassen sich auch mit dieser "kleinen" Variante erzielen.

Mit der Erstellung einer lokalen Studie wird Geschichte und der Umgang mit Geschichte "vor Ort", für die Schüler und Schülerinnen erfahrbar gemacht, was die Anbindung an ihre Lebens- und Erfahrungswelt gewährleistet. Gleichzeitig vermag der Einsatz des Computers als Werkzeug in der historisch-politischen Bildung ein wichtiges Element der heutigen Medienwelt sinnvoll in den Unterricht einzubinden.

Das Projekt orientiert sich am Konzept "Öffnung von Schule" und bemüht sich um eine verstärkte Integration handlungs- und produktorientierter Elemente in den gewohnten Schulalltag. Dabei kommt es wesentlich darauf an, die Schülerinnen und Schüler am Unterrichtsprozess zu beteiligen und ihnen die konkrete Erfahrung zu vermitteln, dass ihre Vorstellungen und Erwartungen ernst genommen werden und im Unterricht Berücksichtigung finden. Diese Wirkung wird dadurch verstärkt, dass die im Unterricht oder in der außerschulischen Bildungsarbeit erstellten Produkte (z.B. die Ergebnisse der Befragung) einer interessierten Öffentlichkeit präsentiert werden. Die dadurch ausgelöste (positive) Resonanz dürfte das Interesse der Jugendlichen an historisch-politischen Sach- und Streitfragen nachhaltig verstärken.



 

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