Fahnen der EU-Mitgliedsländer wehen am Eingang zum Europaparlament in Strassburg

Baustein 4: Zukunft und Perspektiven der EU


5.5.2014
Im letzten Baustein der Reihe geht es um die Perspektiven der EU. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in Arbeitsgruppen ausgewählte Themenfelder, um sich ein fundiertes Urteil darüber zu bilden, ob die Perspektive für die EU eher positiv oder eher negativ ist.

Lernziele

Die Schülerinnen und Schüler …
  • artikulieren ihre Kenntnisse und Meinungen zum Thema „Wie wird es mit der EU weitergehen?“
  • führen für das weitere Vorgehen ein Planungsgespräch durch,
  • einigen sich dabei darauf, an Hand welcher vier Frageschwerpunkte (Fälle) sie die Ausgangsfrage nach der Zukunft Europas untersuchen wollen,
  • werden sich ihrer eigenen Einstellungen und ihres eigenen Wissens über die EU bewusst,
  • bearbeiten in einer Gruppe ein Thema zur Zukunft von Europa,
  • strukturieren die Untersuchungsergebnisse ihrer Arbeitsgruppe mit Hilfe des Auswertungsplakates,
  • erstellen zu ihrem Arbeitsschwerpunkt jeweils optimistische und eher pessimistische Zukunftsperspektiven,
  • fällen ein eigenes Urteil und begründen es,
  • präsentieren die Ergebnisse ihrer Arbeitsgruppe,
  • diskutieren die Ergebnisse der anderen Arbeitsgruppen und
  • kommen zu begründeten Aussagen über die Zukunft Europas.
Um das Thema dieses Bausteins „Wie wird es mit der EU weitergehen?“ (Perspektiven) zu präzisieren und schülernah bearbeitbar zu machen, bietet es sich zunächst an, spontane Antworten der Schülerinnen und Schüler zu dieser Frage in Form eines Lehrerimpulses zu provozieren, zu sammeln und anschließend ohne Aufwand gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern nach positiver und negativer Perspektiven zu sortieren.

Ablauf und didaktische Idee des Bausteins

Bild des Europäsischen ParlamentsDas Europäsische Parlament (© Andrea Meschede)
Der Einstieg unterscheidet sich deutlich von der Eingangsfrage im Baustein 1, in dem weitgehend Einstellungen zur EU aufgegriffen wurden. Hier in Baustein 4 kann nun auf fundierte Kenntnisse über die Entwicklung der EU (Baustein 2), über die Funktionsweise der wichtigen EU-Einrichtungen (Baustein 3) und über Probleme der Integration zurückgegriffen werden. Eine globale Diskussion der Zukunftsperspektiven der EU würde die Schülerinnen und Schüler allerdings überfordern und eher Vorurteile verstärken. Daher wird hier der Weg vorgeschlagen, die Zukunft der EU exemplarisch, d.h. anhand von vier eingegrenzten Fragestellungen, die eine gewisse Nähe zur Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler haben, aktuell sind und in überschaubarer Zeit von ihnen mit Hilfe der zur Verfügung gestellten Materialien hinreichend bearbeitet werden können, arbeitsteilig zu untersuchen. Intendiert ist, dass die Schülerinnen und Schüler nach diesen Sondierungen in der Lage sind, zunächst jeweils für diese vier Bereiche und dann nach der Präsentation sowie Diskussion der Arbeitsergebnisse in der Klasse darauf aufbauend insgesamt (etwas) besser begründete Urteile über die Zukunft der EU zu bilden. Dabei sollte auch diskutiert werden, wie diese Probleme ohne das Mitwirken der EU gelöst werden könnten.

Zur Einführung in die Arbeitsgruppen sollte die Lehrperson anhand des Auswertungsplakates deutlich machen, dass die Arbeit der vier Arbeitsgruppen durch ein übersichtlich aufgebautes Auswertungsplakat (s. M 04.0.01) einheitlich vorstrukturiert ist, an das sich die Schülerinnen und Schüler halten können, um die Ergebnisse ihrer Gruppe zu sichern und zu präsentieren (--> Synopse aller vier Themen, Lösungsvorschläge mit möglichen Ergebnissen für die Lehrerhand finden sich in Info 04.0.01). Auf dieser Basis wird die Präsentation und Diskussion der Arbeitsgruppenergebnisse im Plenum sehr zielorientiert verlaufen können, so dass genügend Zeit für eine eingehende Diskussion zentraler Aspekte und offener Fragen hinsichtlich der Zukunft Europas zur Verfügung stehen dürfte. Folgende vier Themen und Arbeitsgruppen werden zur Bearbeitung vorgeschlagen, um zukünftige Entwicklungen sowie Handlungsspielräume in der EU näher zu untersuchen:
  1. Jugendarbeitslosigkeit in der EU
  2. Klimaschutz in der EU
  3. Asylpolitik der EU
  4. Finanz- und Wirtschaftskrise in der EU
Die Schwierigkeitsgrade der Themen sind unterschiedlich. Die beiden letzten, insbesondere das zur Finanz- und Wirtschaftskrise in der EU setzt großes Interesse, Durchhaltevermögen und auch Spaß an der Diskussion kontroverser Positionen voraus.

Sicherlich kann es in der Gruppenarbeit vorkommen, dass in der Einschätzung der weiteren Entwicklungen (Szenarien) unter den Jugendlichen nicht in allen Punkten Einigkeit erzielt werden kann. Vielfach gibt es auch in der EU keine eindeutige Lösung. So werden die Komplexität der Thematik und die Offenheit der denkbaren Lösungen deutlich.

Durch die einheitliche Strukturierung der Präsentation der Arbeitsgruppenergebnisse (unterstützt durch ein einheitliches Auswertungsplakat (s.M 04.0.01), das alle Gruppen benutzen), die nach der Präsentation als eine Art Synopse vorliegt (s. Lösungsvorschläge in Info 04.0.01) und die fundierte Diskussion im Plenum wird die Problematik, wie es mit der EU weitergehen wird, exemplarisch behandelbar und einschätzbar. Muster-Lösungsvorschläge für jede der vier Gruppen liegen für die Hand der Lehrperson vor.

Eine völlständige Verlaufsplanung ist PDF-Icon hier als PDF-Dokument abrufbar.



 

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