Fahnen der EU-Mitgliedsländer wehen am Eingang zum Europaparlament in Strassburg

16.4.2014

I-L

Image
Bedeutet aus dem Englischen übersetzt "Bild" und meint die Vorstellung, welche Werbung und Öffentlichkeitsarbeit mit Hilfe der Massenmedien von einer Person, einer Personengruppe oder einer Sache erzeugen.

Immunität
Abgeordnete des Bundestages und der Länderparlamente sowie auch der Europäischen Kommission genießen Immunität, das bedeutet, sie sind – zunächst - vor Strafverfolgung geschützt. Die Polizei darf gegen sie wegen einer vermuteten Straftat nur ermitteln, wenn das Parlament dem zustimmt (= Aufhebung der Immunität). Ausnahme: Festnahme auf frischer Tat. [3]

Integration/integriert
Zuwanderer sind integriert, wenn sie sich in das Leben ihrer neuen Heimat eingliedern und von der Mehrheitsgesellschaft nicht als Fremde ausgegrenzt werden. Integration verlangt nicht, die eigene kulturelle Herkunft vollständig aufzugeben (Religion, Muttersprache, Sitten und Gebräuche). Dies wäre Assimilation (Angleichung), eine vollständige Anpassung an die Mehrheitsgesellschaft bei Verlust von Sprache und Kultur des Herkunftslandes. In Bezug auf Staaten meint Integration die friedliche und freiwillige Zusammenführung ihrer Volkswirtschaften und Gesellschaften über bislang bestehende nationale Grenzen hinweg. [2]

Interessengruppen
Vereinigungen von Personen, die sich zum Zweck der Vertretung gemeinsamer politischer, wirtschaftlicher oder sozialer Interessen zusammenfinden.

Intervallskala
Intervallskalierte Variablen (z.B. Maßzahlfragen) ermöglichen eine Interpretation des Abstandes zwischen zwei Werten auf der Skala (z.B. Temperaturen), im Unterschied zu Ordinalskalen (z.B. Schulnoten) und Nominalskalen (z.B. rot, grün, gelb).

Issue
Der Begriff kommt aus dem Englischen ("Thema") und bezeichnet Sachverhalte, Probleme, Diskussionspunkte etc., die die politische und öffentliche Debatte bestimmen (->Agenda-Setting).

Item
Eine Bezeichnung für ein Element innerhalb eines Tests, z.B. eine Aussage, zu welcher die Befragten Stellung beziehen sollen. Mit mathematisch-statistischen Verfahren kann geprüft werden, ob die Auswahl der Items für den Zweck des Tests geeignet ist.

Jugendstudien
Eine Sammelbezeichnung für empirisch-wissenschaftliche Untersuchungen zu den Einstellungen Jugendlicher zu Fragen aus Politik und Gesellschaft, zur subjektiven Befindlichkeit etc.

Jungwähler
Die Bezeichnung für einen Wähler oder eine Wählerin, der/die aufgrund des Alters zum ersten Mal wahlberechtigt ist.

Kandidatenaufstellung
Das Verfahren, in dem eine politische Partei ihre Kandidaten für die Teilnahme an einer Wahl bestimmt (Bestimmung des Direktkandidaten, Aufstellung der Landesliste).

Kommunalwahl
Bezeichnung für die demokratische Wahl der Gemeindevertretungen (z.B. Rat der Stadt). Die Wahl findet nach in den jeweiligen Bundesländern unterschiedlichen Gemeindeverfassungen statt.

Kompetetive/nicht-kompetetive Wahlen
Unterscheidungskriterium ist die vorhandene bzw. nicht vorhandene Möglichkeit der Auswahl zwischen verschiedenen Parteien oder Personen. Nicht-kompetetive Wahlen (z.B. in Ländern des "real existierenden Sozialismus") sollen in erster Linie die Geschlossenheit zwischen Bevölkerung und Staats- bzw. Parteiführung demonstrieren.

Konfliktlinien
Hauptspannungslinien im politischen System einer Gesellschaft, die die Zuordnung zwischen Parteien und Wählern auf der Basis von Konflikten ("Cleavages") bestimmen. Dabei sind u.a. folgende Konflikte (mit unterschiedlicher Gewichtung) zu unterscheiden: a) Stadt-Land, b) Staat-Kirche, c) Arbeit-Kapital, d) Zentrum-Peripherie, e) Ökologie-Ökonomie.

Konjunktur
In der Wirtschaft der Welt, einzelner Länder oder auch nur einer Branche (z.B. der Automobilindustrie) ist die Konjunktur der Wechsel zwischen Zeiten des Aufschwungs und des Abschwungs. Die Aufschwungsphase ist gekennzeichnet durch mehr Nachfrage, mehr Produktion, mehr Absatz, mehr Gewinn, neue Investitionen und evtl. mehr Arbeitsplätze, der Abschwung durch weniger Nachfrage, Einschränkung der Produktion, geringeren Absatz, sinkende Gewinne, Zurückhaltung bei neuen Investitionen und steigende Arbeitslosigkeit. Zeichnerisch dargestellt verläuft dieser Wechsel in Wellenlinien, auf Aufschwung (Expansion), Hochkonjunktur (Boom), Abschwung (Rezession) und Tiefstand (Depression) folgt der neue Aufschwung. [3]

Konservativ/Konservativismus
[lat. conservare – bewahren]. Der Konservativismus ist neben dem Liberalismus und dem Sozialismus eine der drei politischen Grundströmungen, die sich im 19. Jahrhundert herausgebildet haben. Konservative treten heute dafür ein, dass das, was sich – in ihren Augen – bewährt hat, nicht "modischen Zeitströmungen" zuliebe einfach über Bord geworfen wird. Sie sind für notwendige Erneuerungen, aber gegen umstürzende Veränderungen. [3]

Konvergenzkriterien
An einer Währungsunion können nur Staaten teilnehmen, die einander in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung ähnlich sind (Konvergenz: Annäherung, Übereinstimmung). Im Maastrichter Vertrag wurden Bedingungen (Konvergenzkriterien) festgelegt, die ein Land erfüllen muss, um der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) beitreten zu können: Preisstabilität: Die Inflationsrate darf nicht mehr als 1,5 Prozentpunkte über der Inflationsrate der drei preisstabilsten Mitgliedsstaaten liegen.
  • Haushaltsdefizit: Die Neuverschuldung darf 3% des Bruttoinlandsprodukts nicht überschreiten.
  • Verschuldung: Die öffentliche Verschuldung (in Deutschland: Gesamtverschuldung von Bund, Länder und Kommunen) darf maximal 60% des Bruttoinlandsprodukts betragen.
  • Zinsen: Der Zinssatz für langfristige Anlagen (Staatsschuldverschreibungen) darf nicht mehr als 2 Prozentpunkte über dem der preisstabilsten Mitgliedsstaaten liegen.
  • Stabile Wechselkurse: Ein Mitgliedsstaat muss vor der Aufnahme in die Währungsunion mindestens zwei Jahre am Wechselkursmechanismus des Europäischen Währungssystems teilnehmen und darf seine Währung dabei nicht abwerten.
  • Unabhängigkeit der Notenbank [2]
Kreuztabelle
Bei einer Kreuztabelle werden die Merkmalsträger mit Blick auf zwei statistische Variablen gleichzeitig untersucht (z.B. befragte Personen nach Parteipräferenz und Geschlecht). Derartige Tabellen ermöglichen erste Aussagen darüber, ob zwischen zwei Variablen ein statistischer Zusammenhang besteht oder nicht.

Landtag
Parlament eines Bundeslandes

Landtagswahl
Bezeichnung für die demokratische Wahl der Volksvertretungen in den Ländern der Bundesrepublik Deutschland. Die Wahlperiode beträgt 4-5 Jahre, die Zahl der Mitglieder des Landtages (MdL) schwankt zwischen 50 und mehr als 200. Die Landtage sind Teil des parlamentarischen Regierungssystems der Länder, dem sie hinsichtlich ihrer Aufgaben (Gesetzgebung, Wahl und Kontrolle der Landesregierungen) und ihrer Arbeitsweise entsprechen.

Last minute swing
Dieser Begriff weist auf die Problematik hin, dass sich die Wahlabsicht der Wähler zwischen dem Zeitpunkt der Befragung und dem Wahltag noch ändern kann. Viele Wechselwähler oder Unentschlossene ändern aufgrund tagespolitischer Ereignisse ihre Wahlentscheidung. Für die Meinungsforscher ist der "last minute swing" eine Erklärung für Fehlprognosen.

Legalität
Der Begriff kommt vom Lateinischen legalis und bedeutet "gesetzlich, dem Gesetz gemäß". Die Legalität zielt im Gegensatz zur Legitimität auf die äußerliche Entsprechung einer Handlung mit dem Gesetz ab, ohne Rücksicht darauf, ob die Motive des Handelns als gerechtfertigt angesehen werden können oder nicht.

Legislaturperiode
Der Zeitraum, für den ein Parlament gewählt ist. Für den Bundestag und die Mehrzahl der deutschen Länderparlamente beträgt die Legislaturperiode vier Jahre, in Gemeinden oft auch fünf.

Legitimität, Legitimation
[lat. lex – das Gesetz]. Bezeichnet die innere Rechtfertigung einer Handlung, eines Gesetzes oder einer Herrschaftsordnung. Im Gegensatz zur Legalität bezieht sie sich auf Grundsätze und Wertvorstellungen, denen die Handlungen und Gesetze Genüge leisten sollen. Es gibt unterschiedliche Legitimitätsvorstellungen, z.B. die Ableitung monarchischer Herrschaft von Gott (Gottesgnadentum), die demokratische Herrschaft vom Volk (Volkssouveränität, Legitimitätsvermittlung durch Wahlen), die Orientierung an der Menschenwürde oder die Prüfung der Motive des Handelns am Kategorischen Imperativ (Moralität).

Liberal/Liberalismus
[lat. liber – frei] Neben Konservativismus und Sozialismus eine der drei im 19. Jahrhundert entstandenen politischen Grundströmungen. Liberale treten heute dafür ein, dass sich der einzelne Mensch frei von gesellschaftlichen Zwängen und "staatlicher Gängelung" entfalten kann und sein Schicksal selbst in die Hand nimmt. [3]

Listenmandat
Bezeichnung für ein Parlamentsmandat, das nicht über die Mehrheit der Erststimmen in einem Wahlkreis, sondern über den prozentualen Anteil der Zweitstimmen für die Landesliste der jeweiligen Partei errungen wird.

Lobby
[engl. Vorhalle] Bezeichnet ursprünglich die Wandelhalle des englischen Parlamentsgebäudes, in der sich Abgeordnete mit Vertretern wirtschaftlicher Interessenverbände trafen. Heute: Bezeichnung für alle diejenigen, die für Interessenverbände in Parlament und Regierung tätig werden, um politische Entscheidungen und Gesetze in ihrem Sinne zu beeinflussen. [3]


Interaktives Wahltool

Wahl-O-Mat

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der bpb. Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert. Hier erfahren Sie, wie ein Wahl-O-Mat entsteht und was seine Ziele sind. Im Archiv können Sie außerdem jeden Wahl-O-Mat der vergangenen Jahre noch einmal nachspielen.

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Wer steht zur Wahl?
Parteiprofile

Wer steht zur Wahl?

Bei Bundestags-, Landtags- und Europawahlen bietet "Wer steht zur Wahl?" eine kompakte Übersicht: Welche Parteien treten an? Welche Positionen zeichnen die Parteien aus? Und was sind die Besonderheiten der einzelnen Parteien? Im Archiv finden Sie die Parteiprofile der vergangenen Wahlen.

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Vom 22. bis 25. Mai 2014 wählen die Bürgerinnen und Bürger der Europäischen Union zum achten Mal das Europäische Parlament. Auf dieser Seite informiert die bpb unter anderem über die Hintergründe der Wahl, die zur Wahl stehenden Parteien und das Wahlverfahren.

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Wenn's Fragen gibt...

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Für alle Fragen, die bei der Durchführung Ihres Projektes auftauchen, versucht das Team der Universität Münster eine Antwort zu finden - ganz gleich, ob Sie Fragen zur Software, zur Methodik oder zur Organisation Ihres Projektes haben.

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Meinungsforschung im Unterricht

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Die Attraktivität des Unterrichtsfaches Politik/Sozialkunde kann in erheblichem Maße dadurch gesteigert werden, dass den Jugendlichen motivierende Aufgaben gestellt und Raum für Eigenaktivitäten geschaffen wird. Die unterrichtsmethodischen Vorschläge haben das Ziel, die methodischen Handlungsmöglichkeiten der Lehrperson deutlich zu erhöhen.

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