Reichstag, Sitz des Deutschen Bundestages

21.9.2012

Kartenabfrage

Eine Kartenabfrage ist eine Methode, mit der zu einem Thema, einem Begriff, einer Frage, etc. möglichst viele Ideen, Assoziationen, Meinungen, Vorschläge, Anregungen, etc. gesammelt, strukturiert und visualisiert werden können.

Ein Vorteil der Methode ist, dass alle Schülerinnen und Schüler aktiv beteiligt sind und ihre Meinung und Perspektive in den Unterrichtsprozess einbringen können. Auf die Ergebnisse einer Kartenabfrage kann später ggf. zurückgegriffen werden.

Verlauf
  1. Impuls geben:
    Die Lehrperson stellt eine Frage oder gibt einen Impuls in Form eines Begriffes, einer Thematik, einer Aussage, etc.
  2. Karten schreiben:
    Die Schülerinnen und Schüler beschäftigen sich in Einzelarbeit mit der Aufgabe und notieren ihre Ideen/Begriffe/Antworten auf großen Karteikarten. (Dabei ist es wichtig, die Schülerinnen und Schüler darauf hinzuweisen, groß und deutlich mit Edding zu schreiben und nur einen Aspekt pro Karte zu notieren!)
  3. Gruppieren:
    Die Karten werden nach thematischen Schwerpunkten sortiert. Karten zum gleichen Teilaspekt können untereinander, Karten zu unterschiedlichen Aspekten nebeneinander angeordnet werden.
  4. Je nach Größe der Lerngruppe empfiehlt es sich, das Vorgehen entsprechend anzupassen:
    Bei kleinen Gruppen können die Karten direkt an der Wand oder der Tafel gesammelt und gemeinsam geclustert werden. Bei größeren Gruppen kann auch zunächst in Kleingruppen geclustert werden. Auf diese Weise wird die Fülle an Karten in der Gruppenphase bereits vorgefiltert. Doppelte Antworten/Begriffe/Ideen werden aussortiert.
  5. Oberbegriffe finden:
    Zu den einzelnen Teilaspekten sollten schließlich Oberbegriffe bzw. Überschriften gefunden werden.
Literatur
Heinz Klippert, Kommunikationstraining. Übungsbausteine für den Unterricht II. Weinheim und Basel: Beltz Verlag 1995, S. 67.