Wegweiser zum Wahllokal in Berlin aus dem Jahre 2013

Baustein 3: Warum wählen?


3.7.2017
Nachdem die Schülerinnen und Schüler sich im Baustein 2 mit unterschiedlichen Partizipationshandlungen und dem demokratischen System auseinandergesetzt haben, beschäftigen sie sich im Baustein 3 mit der Frage, warum wählen gehen. Dazu werden verschiedene Wahlverhaltenstheorien erläutert, die Mobilisierung von Wahlberechtigten wird thematisiert, ebenso das party response model. Weiterhin sollen die Schülerinnen und Schüler untersuchen, ob und wie Wahlversprechen eingehalten werden.

Lernziele


Inhaltlich
Die Schülerinnen und Schüler...
  • erarbeiten und erklären Grundzüge der Wahlverhaltenstheorien und erkennen die Widersprüchlichkeit am Beispiel des Wahlparadoxes
  • arbeiten den Effekt der Mobilisierung von Wahlberechtigten heraus und können die gelernten Inhalte auf konkrete Beispiele anwenden
  • bearbeiten konkrete Wahlversprechen der deutschen Bundesregierung und lernen passend dazu die Theorie des party response models
  • bilden ein Spontanurteil zu Beginn und ein politisches Urteil zum Ende des Bausteins zum Thema „Warum wählen?“
Methodisch
Die Schülerinnen und Schüler...
  • erschließen Wissen aus verschiedenen Medien wie Experteninterviews, Grafiken, Karikaturen, Podcasts, wissenschaftlichen Texten und Videos
  • werden sich ihrer eigenen Einstellung über das Thema mithilfe von unterschiedlichen Methoden wie dem Entscheidungsspiel und der Diskussion im Klassenverband bewusst
  • diskutieren ihre Ergebnisse
  • stellen selbst erarbeitete Sachverhalte korrekt und verständlich mithilfe ausgewählter Präsentationsformen dar

Planungshinweise und didaktische Idee des Bausteins


Einstieg
Bild zu M 03. 02 WahlchatWahlchat (© Cornelius Knab)
Zum Einstieg in den Baustein wird, um einen einfachen Zugang zum Thema zu schaffen, der Wahlchat eingesetzt, in dem sich zwei Jugendliche über das Wählen gehen unterhalten. (M 03.01 Wahlchat) Der Wahlchat kann als Animationsfilm der Klasse vorgeführt, zusätzlich oder alternativ aber auch in Textform als Arbeitsblatt bearbeitet werden.

Die Schülerinnen und Schüler sollen durch die Bearbeitung der Arbeitsaufträge erkennen, dass die beiden Jugendlichen unterschiedliche Meinungen zum Thema Wahl haben. Dazu arbeiten sie die jeweiligen Argumente heraus, wie z. B., dass die Wahlteilnahme keinen persönlichen Nutzen hervorbringe und die einzelne Stimme nicht zähle, sowie, dass die Politikerinnen und Politiker die Wahlversprechen nicht einhielten. Dagegen sprechen die Argumente, dass die einzelne Stimme zähle, Wählen gehen Teil der Demokratie und somit wichtig sei.
Sprechblase: Ich gehe wählen, weil...Ich gehe wählen, weil
Nachdem sich die Schülerinnen und Schüler über die beiden Positionen bewusst geworden sind, sollen sie in einer kreativen Aufgabe in Partnerarbeit den Chatverlauf weiterführen. Dabei sollen sie weitere Argumente anbringen, die ihnen sinnvoll erscheinen, zur Wahl oder nicht zur Wahl zu gehen. An dieser Stelle können sie bereits ihre eigene Meinung zum Thema einbringen. Im Anschluss fragt die Lehrkraft die Schülerinnen und Schüler, welcher Konflikt durch den Chat repräsentiert wird. Dies soll zur Leitfrage des Bausteins führen, warum man eigentlich wählen geht. Daraufhin sind die Schülerinnen und Schüler aufgefordert explizit Spontanurteile zu fällen, welche mit Gedankenblasen (Ich würde wählen gehen, weil…/ Ich würde nicht wählen gehen, weil…) im Klassenraum aufgehängt werden sollen, um am Ende des Bausteins auf diese zurückgreifen zu können.

Stimmen zur Wahlabsicht
Stimmen zur Wahl von fiktiven Erstwähler*innenStimmen zur Wahl
Als Überleitung zu den Wahlverhaltenstheorien hören die Schülerinnen und Schüler einen Podcast (alternativ als Arbeitsblatt) mit unterschiedlichen Stimmen zum Thema Wahlbeteiligung. (M 03.02 Stimmen zur Wahl) Methodisch wird dafür das Entscheidungsspiel eingesetzt: Die Lehrkraft sucht sich zwei Symbole aus, die für die Ablehnung bzw. Zustimmung stehen (bspw. ein fröhlicher und ein trauriger Smiley; Daumen hoch und runter; Häkchen und Kreuz) und erläutert der Klasse deren Bedeutung. Die Klasse steht frei im Klassenraum und nach jeder Aussage positionieren sich die Schülerinnen und Schüler entlang der gedachten Linie zwischen den beiden gegensätzlichen Symbolen. Die Lehrkraft moderiert das Spiel und fragt ausgewählte Schülerinnen bzw. Schüler nach dem Grund ihrer Position zur jeweiligen Aussage. Nachdem alle Aussagen gehört und dazu von den Schülerinnen und Schülern Stellung genommen wurde, wird in der Reflexionsphase über den Verlauf des Entscheidungsspieles gesprochen: Es kann beispielsweise gefragt werden, ob es schwierig war, eine Position zu finden oder ob die Begründung schwierig war, ebenso ob man seine Entscheidung auch von der Mehrheit der Klasse abhängig macht. (Weitere Infos zur Methode Entscheidungsspiel).

Wahlverhaltenstheorien
Im Anschluss an die spielerische Herangehensweise an unterschiedliche Wahlverhaltenstheorien folgt die Erarbeitungsphase dazu: Die Klasse wird in zwei Gruppen eingeteilt, eine Gruppe bearbeitet das Material M 03.03.01 Rational Choice – Rationale Wahl und rationale Wählerinnen und Wähler, die andere Gruppe bearbeitet M 03.03.02 Sozial eingebettetes Wahlverhalten.

Die Schülerinnen und Schüler können bei der Bearbeitung kleinere Arbeitsgruppen bilden, Einzelarbeit ist aber ebenso möglich. Die Gruppe der Rational Choice erarbeitet mit dem ersten Arbeitsauftrag die Grundzüge der Theorie: Sie nennen u.a. die Aspekte, dass die Theorie auf Anthony Downs zurückzuführen ist, dass rationale Wählerinnen und Wähler ihre Entscheidung rational und nicht emotional treffen und damit persönliche Vorzüge berücksichtigen. Weiter kommt zum Ausdruck, dass bei Entscheidungen der größte Nutzen mit den meisten Vorteilen im Vordergrund steht. Das heißt also auch, dass bei einem zu geringen Nutzen, beispielsweise bei der Wahl, abgewägt wird, ob sich eine Teilnahme generell lohnt. Die zweite Gruppe zum sozial eingebetteten Verhalten hingegen findet heraus, dass es eine internalisierte Norm, die Wahlnorm, gibt. Diese basiert auf emotionaler Basis und ist eng mit einer Moral verbunden. Abhängig ist diese internalisierte Norm von der Integration in die Gesellschaft und von der Art der Gesellschaft, die einen umgibt. Wenn wählen gehen normal ist, dann ist es das für die Person ebenso; ist wählen gehen aber unwichtig im Umkreis, ist die Wahrscheinlichkeit höher, dass man selber auch nicht zur Wahl geht. Solche Ergebnisse sollen die Schülerinnen und Schüler in einer Tabelle festhalten.

Die zweite Aufgabe - in Form einer Zuordnung der Stimmen zur Wahl zu der jeweiligen Theorie - dient als Überprüfung des Verständnisses (Rational Choice: Anna, Anton, Tobias; Sozial eingebettetes Wahlverhalten: Klara, Josefine, Luc). Im Anschluss findet die Präsentation statt: In Vertretung der jeweiligen Gruppen stellen Schülerinnen und Schüler der anderen Gruppe ihre Theorie im Plenum vor. Ergänzungen von den jeweiligen Gruppenmitgliedern können dann noch übernommen werden (Anschrift an Tafel oder Dokumentenkamera). Ziel ist es, dass nach der Präsentation beide Gruppen eine vollständige Tabelle haben und alle fähig sind, die Theorien zu bewerten und zu diskutieren. Dabei können Argumente fallen wie z.B., dass eine Mischung aus beiden Theorien eher der Fall ist als ein vollkommen rationaler bzw. sozialer Wähler oder dass soziales, bzw. rationales Wahlverhalten häufiger vorkommt etc. Optimal wäre auch eine Kritik an der Theorie der Rational Choice, in der herauskommt, dass es eigentlich nicht rational ist, überhaupt wählen zu gehen, wenn der persönliche Nutzen derart gering ist. Sollten die Schülerinnen und Schüler diese Kritik nicht üben, wird der Widerspruch im folgenden Material explizit thematisiert.

Das Wahlparadox
Karikatur: WahlparadoxEs ist wahrscheinlicher vor der Wahl als mit der Wahl unter die Räder zu kommen. (© Heinrich Schwarze-Blanke/hsb-cartoon)
Die Wichtigkeit des Wahlparadoxes in diesem Baustein wird mit einem eigenen Material in Form einer Karikatur herausgestellt (M 03.04). Diese soll zunächst als Impuls dienen, indem die Schülerinnen und Schüler diese beschreiben, deuten und bewerten (Methode Karikaturen interpretieren). Die ersten beiden Arbeitsaufträge dienen dafür als Orientierung. Damit sollen die Schülerinnen und Schüler erkennen, dass es sich um eine rollende Wahlurne handelt, die eine Person mit Wahlzettel überfahren hat. Passanten, ebenfalls mit einem Zettel in der Hand, betrachten betroffen die Situation. Weiterhin zu sehen sind Stimmzettel und das Wahllokalschild. Unter der Karikatur ist der Satz zu lesen: "Es ist wahrscheinlicher vor der Wahl als mit der Wahl unter die Räder zu kommen". Nach der Beschreibung beginnen die Schülerinnen und Schüler mit der Deutung: Es handelt sich um die Teilnahme an der Wahl und um den Nutzen, der der einzelne Wähler oder die Wählerin davon hat. Falls es der Klasse noch schwerfällt, eine Deutung vorzunehmen, dient der sich unter der Karikatur befindende Text als Verständnishilfe (siehe M 03.04). Danach sollen die Schülerinnen und Schüler im Klassenverband über das Wahlparadox diskutieren, sich damit auseinandersetzen, ob die Kritik an der Theorie gerechtfertigt ist und ihre eigene Meinung dazu äußern.

Mobilisierung von Wahlberechtigten


Das zweite Thema des Bausteins beschäftigt sich mit der Mobilisierung von Wahlberechtigten. Dazu wird als Einstieg ein Video eingesetzt (M 03.05 Geh nicht hin!). Die Beschreibung des Videos beinhaltet, dass mehrere Prominente sagen, dass sie nicht wählen gehen, am Ende aber aufgelöst wird, dass sie doch alle wählen gehen und es sich um eine Manipulation der Videozuschauer handelt. Dieser Effekt soll den Schülerinnen und Schülern deutlich werden, um zum Thema Mobilisierung von Wahlberechtigten vorzudringen.

Anschließend erhalten die Schülerinnen und Schüler einen Text zum Feldexperiment im Zuge der Wahl in Amerika. In Einzelarbeit erarbeiten die Schülerinnen und Schüler den Ablauf des Feldexperimentes (Vergleich von zwei Gruppen hinsichtlich der Wahlbeteiligung, Experimentalgruppe wird mobilisiert, Kontrollgruppe nicht, anschließende Analyse). Im Rückblick auf das Video sollen die Schülerinnen und Schüler im Unterrichtsgespräch herausstellen, dass dieses Video ähnlich zu der Mobilisierung in Amerika ist, und überlegen, wie die Prominenten versucht haben, sie persönlich zu mobilisieren und wie das konkret auf die Klasse gewirkt hat. Im Anschluss daran sollen die genannten Fragen im Text in der Klasse diskutiert werden, damit die Schülerinnen und Schüler eine differenzierte Meinung zur Mobilisierung von Wahlberechtigten bilden können.

Zur Anwendung der zuvor erlernten Theorien und der Thematik der Mobilisierung von Wahlberechtigten sollen die Schülerinnen und Schüler den Theorien fünf verschiedene Flyer zuordnen. Die Zuordnung kann diskutiert werden (1, 2, 5: rational choice; 1, 3, 4: sozial eingebettetes Verhalten). Ebenso sollen in Aufgabe 2 auch die erstellten Flyer diskutiert werden, zusätzlich zu der Frage, ob „Vote or Die!“ eine fragwürdige Mobilisierung für die Schülerinnen und Schüler darstellt. Dabei können Argumente genannt werden, wie die ethische Bedenklichkeit und die Grenzüberschreitung, oder auch, ob es eine sinnvolle Provokation darstellt, solche Flyer zu gestalten. Als kreative Aufgabe können in der Klasse eigene Flyer entworfen werden, die sich an den gelernten Inhalten orientieren.

Exkurs: Schülerinnen und Schüler als Wahlaufruferinnen und -aufrufer
Es besteht die Möglichkeit einer Durchführung des Experiments mit den erstellten Flyern, sofern es gewünscht und zeitlich machbar ist. Eine Beschreibung findet sich im Material E 03.06. Auf diese Weise können die Schülerinnen und Schüler eigene Erfahrungen machen bezüglich der Mobilisierung von Wahlberechtigten in einem schulnahen Bezirk. Die Schülerinnen und Schüler finden mithilfe von forschendem Lernen experimentell heraus, ob es generell möglich ist, die Wahlbeteiligung zu erhöhen. Somit kann eine Übertragung des amerikanischen Feldexperimentes auf den sozialwissenschaftlichen Unterricht stattfinden.


Party response model
Das dritte Thema des Bausteins kreist um das party response model. Als Einstieg wird hier erneut der Chat von zwei Jugendlichen über die Wahl (M 03.01) verwendet. Die Lehrkraft fragt explizit nach dem Satz „Pf, und dann labern die Politiker wieder rum und was passiert? Nix.“ Die Schülerinnen und Schüler nehmen dazu Stellung, was sie denn glauben, ob die Politiker ihre Versprechen einhalten oder nicht.

Ergänzend kann eine Grafik auf Grundlage von Daten der Forschungsgruppe Wahlen aus dem Politbarometer Juni II 2013 (M 03.07 Vertrauen in die Politikerinnen und Politiker) als zusätzlicher Impuls eingesetzt werden, welche die Einstellung der Bürgerinnen und Bürger zu den gemachten Wahlversprechen aus dem Jahr 2013 beschreibt. Es wird erkenntlich, dass 80,6% der Befragten nicht an die Einhaltung der Wahlversprechen und nur 17,6% an die Umsetzung geglaubt haben. Nach der Beschreibung äußern die Schülerinnen und Schüler ihre Meinungen zum Einhalten von Wahlversprechen. An dieser Stelle besteht die Möglichkeit, eine eigene Umfrage im Klassenverband zur Frage "Glaubst du, dass diese Ankündigungen nach der Bundestagswahl von den Parteien im Großen und Ganzen auch eingehalten werden, wenn sie an die Regierung kommen, oder glaubst du das nicht?".

Die Lehrkraft leitet dann dazu über, dass in der folgenden Gruppenarbeit konkrete Wahlversprechen der CDU/CSU und SPD - also der aktuellen Regierungskoalition - zu verschiedenen Themen (Jugend und Familie, Bildung und Ausbildung, Gesundheit, Arbeit und Soziales, Zuwanderung und Integration, Umwelt/Verkehr/Energie/Verbraucherschutz) gruppenweise behandelt werden. Um eine kurze Einordnung des Themas Wahlversprechen bei den Schülerinnen und Schülern zu erleichtern, ist der Gruppenarbeit ein Informationstext zur Einführung vorgeschaltet. Je nach Bedarf kann den Schülerinnen und Schülern noch Z 03.08 zur Unterstützung dienen. In diesem Material wird nochmals verdeutlicht, dass die Wahlprogramme nicht nur leere Versprechungen sind. Die Anzahl der Gruppen kann je nach Klasse oder Interesse an den jeweiligen Themen variiert werden. In den Gruppen soll überprüft werden, ob die jeweiligen Wahlversprechen eingehalten wurden oder nicht (M 03.08.01 bis M 03.08.06). Die Materialien listen einige Wahlversprechen zu den entsprechenden Themen auf und beinhalten die Aufgabe zu recherchieren, ob die Parteien ihre Versprechen umgesetzt haben oder nicht. Dazu sind Links bereitgestellt, die für die Recherche genutzt werden können. Weitere Quellen können selbstverständlich ebenso verwendet werden.

Zur Ergebnissicherung sollen die Schülerinnen und Schüler ein Plakat erstellen, auf dem die Wahlversprechen jeweils kurz erläutert werden und die gefundenen Informationen präsentiert werden. Mit diesen Plakaten findet im Anschluss an die Erarbeitungsphase ein Museumsgang statt (Methode Museumsgang). Nach der Präsentation wird im Klassenverband über die gebrochenen und eingehaltenen Wahlversprechen diskutiert und nach Gründen dafür gesucht, warum beispielsweise manche Wahlversprechen schwieriger einzuhalten sind als andere.

Um das Thema theoretisch zu untermauern, wird ein Text zum party response model (M 03.09) bearbeitet. Die Schülerinnen und Schüler sollen die fünf Grundprinzipien des Modells verstehen und in eigenen Worten erklären können. Wichtige Stichworte sind dabei der Wettbewerb zwischen Parteien, die Wahl der Wählerinnen und Wähler zwischen den Parteien, die ausreichende Informiertheit der Wählerinnen und Wähler, die Einheit innerhalb einer Partei und die These, dass Wählerinnen und Wähler die Partei wählen, die ihnen am meisten zuspricht. Um das Verständnis zu vertiefen, soll in Aufgabe 2 dann ein individuelles Schaubild erstellt werden unter Zuhilfenahme der in der Aufgabenstellung genannten Stichworte. Dieses kann jegliche Form (Mindmap, Fließdiagramm, Concept Map, …) haben, soll aber in jedem Falle die Verbindung zwischen den Stichworten herstellen und sichtbar machen.


Foto Experteninterview mit Dr. Simon FranzmannExperteninterview mit Dr. Simon Franzmann (© Cornelius Knab/Forschen mit GrafStat)
Vertieft wird diese recht komplexe Thematik in einem Experteninterview mit Dr. Simon Franzmann von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (M 03.10). Die Schülerinnen und Schüler sehen sich das Video an und sollen im Anschluss daran Philipp aus dem Einstiegsmaterial (M 03.01) erklären, warum „die Politiker nicht nur labern“.

Den Schülerinnen und Schülern soll damit abschließend deutlich werden, dass es nicht so einfach ist, die gemachten Versprechen einzuhalten und Deutschland trotz einiger gebrochener Wahlversprechen ein, im Sinne des party response models, zuverlässiges Land im Repräsentationsprozess ist.

Als Abschluss werden die zu Beginn verfassten Gedankenblasen aufgegriffen (Ich würde wählen gehen, weil…/Ich würde nicht wählen gehen, weil…). Die Schülerinnen und Schüler betrachten die gemachten Spontanurteile und schreiben nun erneut ihre Urteile, jetzt die politischen Urteile auf. Die alten und neuen Gedankenblasen werden miteinander verglichen und es findet eine Enddiskussion statt, warum man denn eigentlich wählen geht oder nicht.

Der Verlaufsplan ist hier als PDF-Icon PDF-Datei abrufbar.



 

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