Wegweiser zum Wahllokal in Berlin aus dem Jahre 2013

M 03.02 Stimmen zur Wahl

4.7.2017
Der Podcast mit unterschiedlichen Stimmen zur Wahl dient als Einführung in das Thema der Wahlverhaltenstheorien. Mithilfe des Entscheidungsspiels sollen die Schülerinnen und Schüler zu den jeweiligen Positionen der Aussagen Stellung nehmen.

Innerhalb des fiktiven Podcasts bringen junge Menschen ihre Motive für und gegen die Wahlhandlung zum Ausdruck. (© Cornelius Knab)

Das Team "Forschen mit GrafStat" hat Erstwählerinnen und Erstwähler befragt, ob sie bei der kommenden Bundestagswahl wählen gehen.

Bald ist wieder Bundestagwahl! Was meinst du, wirst du wählen gehen?

Anna:
„Klar gehe ich wählen. Ich wähle die Partei, die am besten für mich ist und mir am meisten bringt mit ihrer Politik. Ist doch logisch.“

Klara:
„Oh, bald ist schon wieder Wahl? Hab ich gar nicht mitbekommen. Aber ne, das macht bei uns keiner…“

Anton:
„Natürlich?! Ich will nach der Schule eine Ausbildung machen und wähle dann die Partei, die die höchsten Ausbildungsgehälter fordert. Da hab ich dann auch richtig was von!“

Tobias:
„Ne, dazu habe ich gar keine Lust. Das ist mir viel zu viel Aufwand, sonntags ins Wahlbüro zu gehen… Und dann ist meine einzelne Stimme so oder so nicht wichtig. Das sehe ich nicht ein, weil ich da eh nix von habe.“

Josefine:
„Was für eine Frage. Ich gehe auf jeden Fall zur Wahl. Ich bin als Kind schon immer mit ins Wahllokal gegangen, als meine Eltern gewählt haben! Und jetzt wähle ich natürlich selber, das ist bei uns selbstverständlich. Wenn ich nicht gehen würde, würde ich glaube ich Ärger von meinen Eltern bekommen!“

Luc:
„Ich dachte, man muss wählen gehen? Gibt’s sonst nicht Ärger oder so? Ich mach‘ auf jeden Fall mein Kreuzchen!“


Arbeitsaufträge:

Das Entscheidungsspiel
  1. Höre dir die Aussagen der Jugendlichen an und überlege dir schon einmal, ob du ihnen eher zustimmen oder sie ablehnen würdest.
  2. Im Klassenraum findest du Symbole für eine Zustimmung und für eine Ablehnung. Beim zweiten Hören positionierst du dich nach jeder Aussage entlang der Entscheidungslinie, um deine Meinung zu der Aussage auszudrücken.
  3. Überlege dir, warum du dich so entschieden hast, und begründe deine Meinung. Tauscht euch dann in der Klasse aus, welche Entscheidungen eher schwergefallen sind und welche eher nicht.


Argumente zusammengestellt aus:

Heike Diefenbach: Die Theorie der Rationalen Wahl oder „Rational Choice“-Theorie (RCT), in: Ditmar Brock u.a.: Soziologische Paradigmen nach Talcott Parsons. Eine Einführung, Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, 2009, S. 239-290.

Achim Goerres: Die soziale Norm der Wahlbeteiligung, in: Politische Vierteljahresschrift 2010/51, S. 275-296.

Das Arbeitsmaterial ist hier als PDF-Icon PDF-Datei abrufbar.



 

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