Partizipation vor Ort

22.4.2013 | Von:
Wolfgang Sander
Angela Gralla
Sabine Kühmichel

Didaktische Konzeption

Durchführung der Befragung

Mittels der in Baustein 1 vorgestellten Befragung können die Schülerinnen und Schüler ihre Einstellungen und Vorstellungen zum Thema "Partizipation" erkunden, indem sie ihr eigenes Partizipationsverhalten und ihre Interessenschwerpunkte in diesem Bereich untersuchen. Im Folgenden finden Sie einige Hinweise zur Durchführung dieser Befragung.

Zeitsparend und anonym – Die Online-Befragung

GrafStat ermöglicht es, ohne großen Aufwand, Online-Befragungen durchzuführen.

Für eine Internetbefragung wird der Fragebogen als HTML-Formular aufbereitet und auf einer Webseite veröffentlicht. Außerdem muss die Befragung auf einem Datensammelpunkt angemeldet werden. Ist alles ordnungsgemäß eingerichtet, können die Fragen anschließend weltweit beantwortet werden; die Daten laufen auf dem Datensammelpunkt zusammen, von wo sie jederzeit über das Internet abrufbar und in die Auswertung einbezogen werden können. Der Einsatz einer Online-Befragung hat für Sie folgende

Vorteile:
  • schnell durchführbar,
  • keine Kopierkosten,
  • manuelle Dateneingabe entfällt,
  • hoher Grad der Anonymität gewährleistet,
Beachten Sie bitte:
  • Für die Beantwortung muss ein Internetzugang zur Verfügung stehen.
  • Es muss eine Möglichkeit für das Hochladen des HTML-Formulars zur Veröffentlichung im Internet vorhanden sein (z. B. Homepage).
  • Fragebögen können mehrfach von einer Person ausgefüllt werden (kann in bestimmten Fällen über Transaktionsnummern ausgeschlossen werden).
Weitere Informationen zur Durchführung einer Online-Befragung finden Sie hier.

Ausgedruckt und kopiert – Die Befragung auf Papier

Sie können die Befragung mit einem ausgedruckten Fragebogen durchführen. Dazu können Sie die GrafStat-Befragungsdateien herunterladen.

Sie können den Fragebogen nach Ihren Wünschen auch – gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern – modifizieren und ganz auf den Bedarf Ihrer Klassenbefragung zuschneiden und anpassen. Sie können einzelne Fragen (Items) löschen, selbst neue Fragen hinzufügen oder vorhanden Fragen umformulieren. Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass bei der Formulierung von Items sehr schnell Fehler auftreten können, die die Qualität der erhobenen Daten beeinflussen, z. B. dann, wenn diese Fragen missverstanden werden, so dass hier viel Sorgfalt auf die Formulierung und Gestaltung der neuen Fragen gelegt werden sollte. Wird dies beachtet können Sie GrafStat im Rahmen dieses Projektes auch für weitere Befragungen (z. B. zum aktuellen Freizeitangebot in der Gemeinde) einsetzen (siehe Praxisbeispiel Info 04.04).

Ein kleiner Nachteil dieser Variante auf Papier ist, dass die Fragebögen der Schülerinnen und Schüler manuell in GrafStat eingegeben werden müssen. Dadurch kann es sein, dass die Schülerinnen und Schüler evtl. die Gewährleistung der Anonymität gefährdet sehen, weil insbesondere durch ein mögliches Wiedererkennen der Schrift bei den Freitextantworten durch die Lehrkraft eine Zuordnung der Daten zu einzelnen Schülerinnen und Schülern stattfinden könnte. Gerade die offenen Antworten sind jedoch aufgrund möglicher Begründungen und als Freiraum für eigene Anmerkungen und freie Formulierungen sehr aufschlussreich und spannend, so dass es sehr schade wäre, wenn wegen der Befürchtung einer Re-Anonymisierung so evtl. die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler, hier Auskunft zu geben, gesenkt wird.

Entscheiden Sie daher vor Projektbeginn, welche Befragungsvariante zu Ihren Zielen passt und welche Befragungen für Ihre Klasse geeignet sind.

Dokumentation

Die Durchführung dieses Unterrichtsprojektes ist zwar ein komplexes Unterfangen, aber es lohnt sich in mehrfacher Hinsicht. Zum einen erweitern Sie die Kenntnisse der Schülerinnen und Schüler zum Thema "Partizipation" und stärken ihre Bereitschaft zur Mitwirkung und Teilhabe. Außerdem erfahren die Jugendlichen eine höhere Wirksamkeit ihres Engagements, wenn sie das gemeinsame Projekt in Wort, Ton und Bild für andere veröffentlichen (z. B. auf der Webseite der Schule, auf einer eigenen Projektseite im Internet oder über die Printmedien vor Ort). Sie ermöglichen darüber hinaus anderen Klassen und Lehrpersonen, von Ihren Erfahrungen zu profitieren. Bürgerinnen und Bürger können von initiierten Veränderungen in ihrem Stadtteil/ihrer Gemeinde erfahren und für sich nutzen (z. B. neuer Spielplatz, verbesserte Verkehrslage etc.). Hilfreiche Hinweise, Tipps und Ideen, wie ein GrafStat-Projekt, auch ohne großen Aufwand, dokumentiert werden kann, finden Sie unter Dokumentationsmethoden.