Frau in Videothek vor Regal mit DVDs

Kaufrausch

28.5.2002
Jeden Tag kaufen hierzulande Millionen von Menschen ein: im Supermarkt oder Internet, auf der Tankstelle oder beim Händler von nebenan. Wer nur soviel Geld ausgibt, wie er zuvor verdient hat, braucht sich darüber keine Sorgen zu machen. Schlimmer sieht es jedoch bei denjenigen aus, die mehr verpulvern, als ihr Bankkonto hergibt: die Schuldenfalle droht.

Regie u. Buch: Malkin Posorski
Produktion: Bilder & Töne, Bundesrepublik Deutschland 1990
Format: 44 Min. - VHS-Video - farbig
Stichworte: Konsumverhalten - Ökonomie - Soziales Verhalten
FSK: o. Altersbeschränkung
Kategorie: Fernsehreportage



Inhalt: Ich kaufe, kaufe, was ist egal... - das Motto eines populären Songs von Herbert Grönemeyer ist zugleich Kennzeichen für das Kaufverhalten einer wachsenden Zahl von Angehörigen der modernen Konsumgesellschaft. Es kann sich bis zur Sucht steigern, die in Extremfällen bis zur völligen Verschuldung, zur finanziellen Entmündigung und zu akuter Selbstmordgefährdung führt. Kaufsucht-Betroffene schildern das Phänomen aus eigenem Erleben, Experten aus Psychologie, Konsum- und Verhaltensforschung erläutern psychologische und gesellschaftliche Wirkungsmechanismen.

Über die eindringliche Schilderung des Problems hinaus versucht der Beitrag aufzuzeigen, wie Gefährdete über Schuldnerberatungsstellen und Selbsthilfegruppen nach Art der ANONYMEN ALKOHOLIKER Wege aus der Sucht finden können.



 
Filmszene aus dem Film Amelie rennt.

Film des Monats: Amelie rennt

Der Jugendfilm handelt von der abenteuerlichen Bergtour zweier Teenager und thematisiert den schwierigen Umgang mit einer chronischen Krankheit. Kinofenster.de sprach mit Drehbuchautorin Natja Brunckhorst und erklärt die Dramaturgie des Films per Video-Analyse. Zum Film des Monats gibt es Arbeitsblätter für den Unterricht ab Klasse 4. Weiter... 

Kultur

Film und Politik

Ungeachtet der Bedeutung neuer digitaler Entwicklungen spielt auch der Film als historisch gewachsene und nach wie vor sehr massenwirksame Kunstform eine zentrale Rolle für die Medienbildung. Die Frage nach dem Wie und Warum filmischer Darstellungformen ist dabei wesentlich für eine mündige Rezeption und sachkundige Einordnung der dargebotenen fiktionalen wie auch dokumentarischen Stoffe. Jeder Film spiegelt stets seine sozialen und kulturellen Kontexte wider. Daher ist es wichtig, das Medium nicht nur als mehr oder minder künstlerisch ambitioniertes Unterhaltsprodukt zu betrachten, sondern sich immer auch kritisch mit seinen offenen und verborgenen politisch-ideologischen Botschaften auseinanderzusetzen - und der Art und Weise, wie sie vermittelt werden. Weiter...